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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Dienstag, 14. Juni 2022, 18:21

Aus dem Archiv der Gelehrten: Bretonen und Hochinsel


Die Community hat Fragen zu den Hintergründen und Fürstin Arabelle persönlich hat Antworten! Erfahrt bei unserem neuesten Blick ins Archiv der Gelehrten mehr über die edlen Bretonen von Hochinsel.



Werte Leser, ich grüße Euch vom Alraunen-Herrenhaus, meinem Zuhause hier auf Hochinsel! Ich höre die Regentropfen, die auf die Fensterläden prasseln, während ich meine Feder zum Pergament führe. Eine angenehme abendliche Abkühlung nach einem Tag voller wunderschönem Wetter und erbaulicher Gesellschaft.

Ich muss zugeben, dass es nicht häufig passiert, dass ich darum gebeten werde, über politische oder gesellschaftliche Themen zu schreiben. Eigentlich bekommen meine Finger dieser Tage nur selten Tintenflecke, aber die Bitte kam direkt von Fürst Bacaro höchstselbst. Zusammen mit einer erlesenen Flasche abekäischem Branntwein.

Also freue ich mich – ja ich genieße es sogar –, diese Antworten auf Eure durchdachten Fragen niederzuschreiben, bekleide ich doch seit Neuestem die Rolle der Problemlöserin für die Liga der Standhaften. Stellt Euch mich vor, wenn Ihr wollt, wie ich mit hochgelegten Füßen am knisternden Feuer sitze – mit einem großzügigen Schluck in meinem Glas. Kommen wir zur Sache.



Wann ließen sich die Bretonen zum ersten Mal auf den Systren nieder? Wie bedeutsam war der Einfluss der Direnni auf die ersten Siedler und wie wirkte sich der Wechsel von der elfischen hin zur menschlichen Herrschaft auf die Kultur des Archipels in historischer Sicht aus?

– Cosmo_Nova


Eine hervorragende Frage für den Anfang, mein Teurer. Ihr gabt mir die Gelegenheit, zu einem Band der Werke von Trilam Heladren zu greifen. Präzise und gebildete Texte, sorgfältigst aufgelegt von der Universität von Gwylim. Trilam merkt an, dass die ersten richtigen Siedler auf den Inseln Druiden waren, die irgendwann um das Jahr 330 der Ersten Ära anlandeten. Diese religiösen Übersiedler steckten zwischen den Direnni-Elfen und den Zeloten im Herzen des aufstrebenden Alessianischen Kaiserreichs in der Zwickmühle.

Meines Wissens ist der Systren-Archipel einer der wenigen Felshaufen in der Abekäis, der nie von einem sich ausbreitenden elfischen Imperium beansprucht wurde. Was aber nicht bedeuten soll, dass hier niemals Elfen geherrscht haben (mehr dazu weiter unten). Die ursprüngliche Kultur der Inseln war demnach druidisch. Der druidische Glaube, der aus den uralten Wäldern von Hochfels importiert wurde, kann durchaus als solenne Reaktion auf das hochsinnige Handelswesen ihrer elfischen Herrscher angesehen werden.

Die Druiden der Vorzeit sahen Y'ffre und die Natur selbst als Gegenmittel zu den herzlosen Entbehrungen ihres Heimatlandes. Auf gewisse Weise bedeuteten diese frühen Tage hier auf den Inseln den Anbeginn des modernen Druidentums. Die Linie ihrer einstigen Könige ging zu Ende und es bildeten sich Zirkel. Ihre Fürsorge für die Natur erlaubte es ihnen, Wurzeln zu schlagen (im wörtlichen Sinne) und bis zum heutigen Tage zu überdauern.



Ich habe gehört, dass die Systren einst die Heimat der Sinistramer waren. Wie beeinflusste dies die Kultur der auf dem Archipel lebenden Druiden, falls überhaupt? Und außerdem, diese Länder wirken mir ziemlich nahe an Thras, außer meine Karten sind irgendwie ungenau. Sind Krecken ein Problem?

– Inari vom Großen Haus Telvanni


Oh, da verbirgt sich eine wahrlich faszinierende Geschichte, also vielen Dank für die Frage! Man sagt, die Sinistramer – oder „linkshändigen Elfen“ – waren die Feinde der No-Totambu, dem Adel des yokudanischen Kontinents. Falls Ihr mit Yokuda nicht vertraut seid, werte Leser, es handelt sich hierbei um die alte Heimat der Rothwardonen, weit westlich der Systren-Inseln. Es gibt so viele wunderschöne Geschichten aus diesem Teil der Welt. Ich empfehle hierzu den Wälzer „Die allgegenwärtige versinkende Insel“, eine interessante Analyse des vergessenen Yokuda.

Geschichten, die diese recht ereignisreiche Periode in der Geschichte der Systren überdauert haben, erzählen von Flüchtlingen aus Yokuda, die auf Hochinsel, Galen und Amenos ankamen, grob 300 Jahre nach den Druiden. Antiquare haben dies über eine Reihe physischer Hinterlassenschaften bestätigt, aber dennoch – um Eure Frage zu beantworten, meine Teure – denke ich persönlich nicht, dass diese Neuankömmlinge signifikanten Einfluss auf die druidische Kultur nehmen konnten. Die Druidenzirkel reagierten auf diese Invasoren, indem sie einfach weitestmöglich mit der Wildnis verschmolzen und sich in Höhlen entlang der Gewässer oder tief in den Dschungeln von Amenos versteckten.

Und zu den Krecken, nun, ich würde sagen, sie sind stets ein Grund für Besorgnis, oder? Mir bereiten sie durchaus Sorgen. Aber bezüglich der physischen Nähe zu Thras sollte man bedenken, dass das, was Karten als „thrassisches Riff“ oder irgendetwas in dieser Richtung bezeichnen, einfach eine notwendige Zuordnung einer größtenteils unter Wasser lebenden Zivilisation in Relation zu den Inseln darstellt, die wir Landgänger für die Navigation nutzen. Es gab seit Jahrhunderten keine Kreckenangriffe auf Hochinsel und ich hebe mein Glas darauf in der Hoffnung, dass sich das auch nicht so bald ändern wird.



Trotz dieses nun eindeutig bretonischen Archipels gibt es Anzeichen dafür, dass viele unterschiedliche Völker im Systren-Archipel siedelten, möglicherweise auch jene aus dem versunkenen Yokuda?

– Aramithius, Schriftsteller in Ungewissheit


Eine hervorragende Frage, um die Diskussion rund um die Sinistramer von weiter oben erneut aufzugreifen! Es stimmt schon, dass die Bretonen viele Fußabdrücke im Sand der Systren hinterlassen haben. Leider gibt es so gut wie keine verbliebenen Anzeichen für yokudanische Zuwanderer in der Diaspora.

Wir haben schon darüber gesprochen, wie die Flüchtlinge aus dem Westen anlandeten und diese wunderschönen Inseln eroberten. Ganz gleich, ob es sich dabei nun wirklich um linkshändige Elfen oder – wie manche Gelehrte vermuten – yokudanische Feinde der No-Totambu handelte, denen man einfach diesen Namen gab: Sie hielten die Systren einige Hundert Jahre lang in festem Griff, nachdem ihre Welle der Eroberung über die Systren zog.

Aber wie wir alle wissen, branden manche Wellen weitaus stärker als andere. Zum Ende des ersten Jahrtausends hin segelten Frandar Hundings Ro'Wada an diesem Archipel vorbei. Ihre Eroberungen der Alik'r wurden zum Stoff von Legenden, aber ihr relativ kurzer Aufenthalt auf Hochinsel beseitigte verbleibende westliche Invasoren mit einer flinken und gnadenlosen Zurschaustellung der Schwertsänger-Traditionen. Ob die vorherigen Invasoren nun Mer waren oder nicht, sie waren eindeutig Feinde der Ro'Wada. Und so künden noch immer einige druidische Erzählungen von dieser kurzen Zeit in der Geschichte der Insel, auch wenn greifbare Zeugnisse ihrer Anwesenheit dünn gesät sind.

Wir verfügen eindeutig nicht über die wunderschönen Ruinen oder architektonischen Elemente, wie man sie in der Wüste nahe Schildwacht oder in den Steppen bei Hallins Wehr erblicken kann. Ich hoffe, dass dies keine Enttäuschung ist. Ich kann Euch versichern, wir haben hier viele wunderbare Ruinen und Kastelle, die es zu bestaunen gilt, aber sie sind alle im alten und zerfallenen bretonischen Stil. Den Göttern sei's geklagt.



Ich habe Gerüchte über merkwürdige Hirsch- und Krabbenmenschen auf dem Archipel gehört. Wenn sie wirklich existieren, sind sie Unterarten von Tiermenschen? Haben sie eine eigene Kultur oder sind sie eher wie die Yaghra, die Sommersend in letzter Zeit heimsuchen?

– Leckt-Histsaft


Ah, ja, ja. Die Faune und Hadoliden. Faszinierende Kreaturen, auch wenn wir die ihnen eigene Lebensweise noch nicht wirklich verstehen. Entschuldigt, meine Teure, ich sollte nicht Kreaturen sagen: Sie haben Kind und Kegel, Zeichen von Kultur, eine ganz eigene Geschichte. Aber unter nahezu allen Umständen waren die Interaktionen zwischen Mensch oder Mer und diesen Tiermenschen gewalttätig, schmerzhaft und grausam.

Die Hadoliden sind – wie Ihr schon sagt – Krabbenmenschen, die primär unter Wasser leben. Viele der Mysterien rund um ihre Kutlur haben ihren Ursprung in ihrer überwiegend aquatischen Lebensweise. Soweit wir wissen, könnten sie weitreichende Unterwasserstädte unter den Wogen haben. An Land bilden sie vorübergehende Siedlungen aus vorhandenen Materialien. Sie führen Rohstoffe, Nahrung, Waffen und eine überraschende Vielzahl gezähmter Kreaturen aus ihrer Meeresheimat mit sich. Zu ihrer Verteidigung sei gesagt, dass die hadolidische Neigung zu Gewalt und Isolation auch verständlich sein mag. Sie sind uralte Feinde der Krecken und man sagt, es wurden schon ganze Kampagnen zwischen beiden Völkern tief auf dem Meeresboden ausgetragen.

Faune hingegen sind auf den Systren heimisch. Sie füllen eine ökologische Nische – den Goblins des festländischen Tamriels nicht unähnlich – und sind auch in etwa so bezaubernd und offenherzig wie diese berüchtigt mörderischen und böswilligen Geschöpfe. Nur warum die Faune andere Kulturen mit solcher Gewalt ablehnen, lässt sich schwer sagen. Aber wie auch Studien der Goblinkultur immer wieder aufgenommen wurden und dann sofort im Sand verlaufen sind, weil es einfach zu wahrscheinlich ist, dass die beobachteten Subjekte die Forschenden töten, fehlt es uns leider an Wissen rund um Sprache und Traditionen der Faune.



Haben die Druiden von Hochinsel irgendeine Verbindung zu den Wyrd in Glenumbra, beispielsweise dem Beldama-Wyrd?

– Nightlord


Eine definitiv gerechtfertigte Frage, meine Teure, und eine, die ich mir schon selbst stellte, bevor ich mit einigen Repräsentanten des Wahren Weges hier auf Hochinsel sprechen konnte. Kurz gesagt: ja. Die Wyrd und die Druiden sind Zweige desselben Baums (wie man so schön sagt). Beide stammen von einem alten Volk ab, das in den Wäldern und Mooren vor langer, langer Zeit lebte.

Der Unterschied in ihrem Glauben und ihrer Herangehensweise ist kulturell. Und ich muss mich vorab entschuldigen, denn die Druiden, mit denen ich sprach, waren wohl weitaus weniger politisch eingestellt, als sie bei der Erklärung dieser Abspaltung wirkten. Vom Standpunkt der Steinlehre aus haben sich die Wyrd entschieden, als „Halbmenschen“ zu leben, sich im Grunde der Natur zu unterwerfen und dieser zu dienen. Es scheint, als würden einige Druiden die Wyrd fast schon wie Kinder betrachten, die einfach in ihrer Fantasie herumspielen.

Im Gegensatz dazu sind die Druiden der Steinlehre-, Ahngezeiten- und Feuersang-Zirkel Wächter und Vorstreiter der Natur. Sie kümmern sich um das Wachstum der Wälder und verteidigen uralte Stätten der Macht vor dem grausamen Einfluss der Zivilisation. Jeder der drei Zirkel besitzt hierbei einen ganz eigenen Standpunkt, wie man dieses Ziel am ehesten erreichen könnte.



Wie beeinflusst es die Kultur der Bretonen (und auch der Einwohner Hochinsels allgemein), dass sie vollständig von Meer (und nicht Land) umgeben sind, wenn man dies mit der Situation in anderen Gebieten von Hochfels vergleicht, beispielsweise Glenumbra, Sturmhafen und Kluftspitze?

– Cerulione


Auf vielerlei Weise erwarten euch hier in Gonfalon ganz ähnliche Anblicke und Klänge wie in Wegesruh, Immerfort oder jeder anderen großen Stadt des Festlands. Ihr könnt Euch Süßkringel im Dutzend kaufen, Eure Sorgen mit billigem Grog ertränken oder einen Barden für eine ergreifende Vorführung von „Drei Herzen vereint“ bezahlen. Die wohl größten Unterschiede ergeben sich wohl aus dem kulturellen Einfluss durch maritime Handelswege, den Prunk der Ritterorden und die Ursprünge des druidischen Glaubens.

Beispielsweise feiern die Leute hier in Gonfalon alle paar Wochen den sogenannten „Anglertag“. Das ist eine Art zwangloser Feiertag zu Ehren von Kynareth, einer lokalen Schutzherrin der Seefahrer und Fischer. Tavernen verkaufen Fischgerichte zu einem vergünstigten Preis und Angler trinken kostenlos, wo auch immer sie ihren Hut für die Nacht ablegen möchten. Seemannssprache hat sich hier in der normalen Alltagssprache verbreitet. Wenn sich beispielsweise jemand wünscht, dass Ihr „auf den Glockenschlag“ erscheint, ermahnt man Euch, pünktlich zu sein. Jemand mag Euch als „Teergriff“ bezeichnen, was ausdrückt, dass man Euch für zuverlässig hält – vielleicht sogar für einen Freund!

Auch druidische Worte haben sich in den örtlichen Sprachgebrauch gemischt, auch wenn es weitaus weniger und seltenere Begriffe sind. Bezeichnet Euch jemand als „Sandpfeifer“, so handelt es sich hierbei um einen abfälligen Begriff, für „jemanden von abseits der Inseln“. Das druidische Grußwort „Vailten“ (ausgesprochen VAL-chen) mag einigen Lippen hier und da entfleuchen. Und falls sich jemand den großen Zeh stößt und „Draigh“ (ausgesprochen „DRAYG“) brüllt, nun, das wäre so eine art unhöflicher Fluch, der sich hinter einem ansonsten ganz lieblich klingenden druidischen Wort verbirgt.



Was essen die Bretonen von Hochinsel so, abgesehen von Krabben – und womöglich Sonnenblumensamen?

– Santie Paws


Hahaha, eine gute Frage, Santie. Seit meinem Ruhestand habe ich schon allerlei Köstlichkeiten genossen, von meiner alten Heimat in Hochfels bis hin zu den Ausläufern der Dünen von Elsweyr. Und bei den Acht, hier weiß man einfach, wie man kocht, besonders wenn Ihr Meeresfrüchte mögt.

Falls Ihr die Ehre habt, am Tisch eines Adligen zu sitzen, könnt Ihr die ruhmreichsten Luxusgenüsse erleben, etwa Hundertjahrbiskuit, Papageien-Kürbis-Salat oder gegrillte Seenatter süßsauer. In einer Taverne bietet sich Euch besonders zum Anglertag eine Vielzahl an einfachen und dennoch sättigenden Wahlmöglichkeiten, etwa bretonisches Blasenquieken, Apfelbackfisch, Eintopf (darunter Fisch, Muscheln oder Schrimps), alle möglichen Meeresfrüchte und mein persönlicher Faovrit: Schlammkrabbenstreifen. Köstlich!



Meine Schwester reist mehr als ich und verwöhnt mich immer mit den absurdesten Geschichten. Als sie aus Wegesruh zurückkam, sprach sie von bretonischen Brautschaften. Diese versteht das Konzept der Heirat zum politischen Gewinn, Allianzen, von denen alle profitieren, aber meine Schwester spricht auch von Adligen, die stattdessen die Familie „stark“ und „rein“ halten, indem sie nur untereinander heiraten. Ziss'vo, sie macht doch sicher nur Scherze?! Ich frage hier streng vertraulich, denn ich möchte niemandem zu nahe treten, wo ich doch demnächst auf die Systren reisen möchte.

– Zuckert-ihre-Milch


Zuckert, also es mag der Branntwein sein oder die Tatsache, dass ich jetzt hier schon einige Stunden sitze, aber diese Frage. Ist. Aufregend. Ich könnte Euch so viele, viele, viele Geschichten erzählen. Insbesondere gab es da diese schäbige Feier im Kastell Rabenwacht vor ungefähr zehn Jahren mit einer gewissen jungen Adeligen und ihrem Bruder – aber ich schweife ab.

Ist an diesem schlüpfrigen Gerücht etwas Wahres dran? Gewissermaßen. Natürlich unterhielt der Adel von Hochfels in der Vergangenheit gewisse Neigungen, die wir in modernen Zeiten als überaus absonderlich betrachten würden. Beispielsweise reiste ich einmal mit einem Historiker, der mich nur zu gern mit Geschichten heidnischer Rituale aus dem Hochland jenseits von Kerbols Grund in Bangkorai aufheiterte. Aber wie auch die Geschichten dieses Manns, voller mit Farbe beschmierter Körper und den Verstand benebelnder Gemische, eignen sich Gebräuche zur „Reinheit des Blutes“ hervorragend für Abende am Lagerfeuer und eher weniger als Stoff für einen Historiker, der etwas auf sich hält.

Für ein viel jüngeres und konkreteres Beispiel müsst Ihr gar nicht weiter als bis zum sogenannten „Ransers Krieg“ blicken: Als Folge dieses unbedachten Aufstands, der von König Ranser angeführt wurde, verbreiteten sich in allen Tavernen entlang der großen Straßen von Sturmhafen Gerüchte, der nun bezwungene Aufsässige hätte mit so ziemlich jedem Mitglied der Adelsfamilie gelegen. Seine Tochter Rayelle, Dreh- und Angelpunkt des ganzen Konflikts, soll selbst angeblich auch das Ergebnis einer genealogisch komplexen Kuppelei gewesen sein.

Blödsinn, von vorn bis hinten. Aber zusammen mit einem Krug Met gibt es eine gute Geschichte ab, genauso wie das Gerücht, das Eure Schwester weitergegeben hat. Alle paar Jahre kommt mal wieder eine Geschichte solch „reinblütiger“ Paare auf. Ich würde vorschlagen, Ihr hört euch diese mit einem gehörigen Maß Skepsis an. Aber vielen Dank für die Frage!



Und damit, meine Freunde, sollte ich den Tag wohl ausklingen lassen. Mein Glas ist leer und das Feuer mittlerweile kalt. Ich kann mir vorstellen, morgen steht an der Seite von Fürst Bacaro wieder ein geschäftiger Tag an – es gilt noch viele Vorbereitungen zu treffen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Abend, mit der innigsten Hoffnung, dies war so unterhaltsam zu lesen, wie es zu schreiben war.



Ein großes Dankeschön an die Community von ESO für solch durchdachte Fragen. Wir hoffen, Fürstin Arabelle hat euch dabei geholfen, euer Wissen rund um diesen fernen Teil Tamriels zu erweitern. Falls ihr eigene Fragen zu den Hintergründen von The Elder Scrolls Online und zur Zweiten Ära habt, solltet ihr euch im zugehörigen Bereich unseres offiziellen Forums an eure Mitspieler wenden. Habt ihr vor, selbst nach Hochinsel aufzubrechen? Vielleicht seid ihr auch schon dort? Lasst es uns wissen, über Twitter, Instagram oder Facebook!

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