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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Dienstag, 11. Mai 2021, 21:09

Aus dem Archiv der Gelehrten: Mehrunes Dagon und Daedra in der Zweiten Ära


Lyranth die Narrentöterin kehrt zurück, um ihr Wissen mit jenen zu teilen, die diese Woche mehr über Mehrunes Dagon und die Daedra während Tamriels Zweiter Ära erfahren möchten.



Einmal mehr beschwören mich Sterbliche für eine Unterredung. Ich lobe Euren Mut, wenn nicht Eure Weisheit. Jene, die es nach dem Wissen der Kyn durstet, können dabei sehr viel lernen … aber das hat stets seinen Preis. Also kommt. Stellt Eure Fragen. Ich werde die Bezahlung schon noch einfordern. Zählt darauf.



„Soweit ich weiß, hielt Euch Baron Zaudrus in den Minen von Deshaan gefangen. Welche Art übler Daedra war diese Kreatur und wie konnte er die berüchtigte Grauensherrin derart einfach überwältigen?

Ich habe Gerüchte gehört, dass ein unheimlicher Daedra die Sümpfe von Dunkelforst heimsuchen soll. Augenzeugen wollen davon überzeugt sein, einen Ruinach gesehen zu haben. Welchen Sinn würde eine solche Kreatur darin sehen, nach Tamriel zu kommen?“

– Legoless


Legoless. Ihr schon wieder. Verflucht sei diese üble Zauberei, mit der Ihr mich gerufen habt. Sie hat Euren verfluchten Namen gleich nach ganz oben auf meiner Liste im Oghma der unvermeidlichen Vergeltung katapultiert. Und dennoch erzwingt die Magie eine Antwort. In gewissem Maße.

Der Narr, „Baron“ Zaudrus, ist ein Chaosblut. Wie andere Chaosblute ist er nicht mehr als ein mürrischer Rüpel. Anders als die Kyn besitzt seine Art keinerlei Klanzusammenhalt. Sie ziehen viel lieber plündernd von Ebene zu Ebene auf der Suche nach einem Sinn. Zaudrus fand seinen in den Diensten von Mehrunes Dagon. Passend, schätze ich. Aber war ich seine Gefangene? Den Eindruck hatte ich nicht.

Und zu den Ruinach … sie haben die grobe Stärke mit den Chaosbluten gemein, aber es mangelt ihnen an dem kleinen bisschen Intellekt der Riesen. Wie Dagon selbst neigen sie zu zerstörerischen Ausrastern. Die Sache mit Gramfeste ist nichts weiter als dummes Gepolter. Was sie in Dunkelforst wollen? Das müsstet Ihr sie selbst fragen.



„Ich habe Gerüchte über meridische Daedra gehört, die man als auroranische Rüstung beschreiben könnte, die von fühlenden Lichtwesen bewohnt wird. Wisst Ihr mehr darüber, was für eine Art von Daedra diese sind?

Ich habe vielerlei Arten von Rüstungen und Waffen aus Ebenerz gesehen, die an daedrische Seelen gebunden wurden, beispielsweise die Rüstung im telvannischen Stil, die der berühmte Divayth Fyr trägt. Was bestimmt das Erscheinungsbild daedrischer Ausrüstung?

Und in was für einem Verhältnis stehen Mehrunes Dagon und Hircine zueinander?“

– Aliyavana


Ihr fragt, was für einen Schlag von Daedra die Glitzerhexe gebraucht? Einen, der die Kyn nicht kümmert.

Ja, ich kenne diesen Türmagier, Divayth Fyr. Ich kann Euch versichern, seine Rüstung ist nur ein blasser Abklatsch wahrer daedrischer Handwerkskunst. Sterbliche Magier schmuggeln häufig unsere Pläne und Entwürfe aus dem Reich des Vergessens, weil sie diese nachahmen möchten. Ein närrisches Unterfangen, wenn man Nirns minderwertige Materialien betrachtet. Fyr hat seine Scheinmontur aus Obsidian und Käferleder gezimmert. Verglichen mit dem Original ist sie wirklich armseliges Rüstwerk.

Und zum Verhältnis zwischen Mehrunes Dagon und Hircine? Es gibt keine Möglichkeit, die Abmachungen der Fürsten Sterblichen gegenüber verständlich zu erklären. Euer billiger Dualismus von „Freund“ und „Feind“ kann die unterschwellige Komplexität solcher Verhältnisse einfach nicht einfangen. Hircine und Dagon verfolgen natürlich ähnliche Interessen. Die Vorherrschaft von Schrecken, der Triumph des Willens, die Jagd bis zum blutigen Ende usw. Fürsten agieren – gelegentlich – einvernehmlich. Aber die Einzelheiten solcher großen Dinge behalten sie für sich.



„Xivkyn blicken auf die Dremora herab, aber wie sehen die Xivkyn die Xivilai?“

– Danel Vaden


Ich spreche nur selten schlecht über Molag Bals Entwürfe, aber die in Phiolen geborenen Xivkyn sorgen für mehr Ärger als Nutzen. Ja, sie betrachten die Kyn als unterlegen – eine grobe Anmaßung, die zweifelsohne ihrem Xivilai-Blut entspringt.

Soweit ich das feststellte, verachten sie die Xivilai aus denselben Gründen wie wir Dremora – ihr unverdienter Stolz, einfältige Gerissenheit und zweifelhafte Loyalitäten.

Xivkyn teilen unseren Durst nach Ruhm durch Ordnung und Disziplin, das muss man ihnen zumindest lassen. Aber bei den Xivilai? Sie können sich kaum in einer geraden Linie aufstellen und schon gar nicht zusammen kämpfende Truppen bilden.



„Warum gibt es so viele Unheilsbruten und Clannbann, wenn ihre Intelligenz zugegeben weit unter der von Dremora liegt?“

– Fennwitty


Aus denselben Gründen, aus denen Ihr Sterblichen Ratten und stechende Fleischfliegen ertragen müsst. Es gibt einfach zu viele, um sie auszulöschen.

Die ungebändigte Vielfalt des Reichs des Vergessens hat auch ihren Nutzen. Der Trick besteht darin, ihre Wut so zu kanalisieren, dass sie sich als vorteilhaft im Kampf erweist. Und das ist aufgrund ihres wilden Appetits und einfacher Natur recht einfach zu erreichen. Selbst Eure sterblichen Zauberer können sie ab und an gefügig machen.

Waffen gibt es in allerlei Formen und Größen. Ein Rudel Clannbann kann in den richtigen Händen eine Menge Chaos anrichten.



„Seit unserer letzten Korrespondenz hat das fehlende Verständnis, das Sterbliche für die Ebenen des Reichs des Vergessens und dessen Bewohner an den Tag legen, mein Interesse geweckt. Insbesondere fasziniert mich die Idee, dass Mehrunes Dagon glaubt, Nirn würde ihm gehören. Könntet Ihr netterweise näher ausführen, woher diese Ansicht Dagons kommt?“

– Der Gönner


Diese Idee leitet sich aus der falschen Annahme ab, Mundus unterscheide sich nicht vom Reich des Vergessens. Dass es sich nur um eine weitere Ebene handele, eine Ebene, die praktischerweise Dagon gehören würde. Sagt mir, habt Ihr je vernommen, dass Dagon selbst diese Behauptung geäußert hätte? Oder war es einfach nur jemand aus seinem Gefolge? Hier ist ein unsterblicher Ratschlag: Hört weniger auf idiotische Kultisten.

Mehrunes Dagons Zuordnung zu Nirn ist eher metaphorisch als existenziell. Metaphern besaßen große Macht, als die Dinge „begannen“. Im Reich des Vergessens ist das noch immer so. Aber in Eurer schwammigen Ebene sind sie nur einfache Werkzeuge des Verständnisses. Revolution und Zerstörung sind zielgerichtete Konzepte, die zum begrenzten Verständnis der Sterblichen für die Aurbis passen. Dagon erlaubt es Euch, diesen schrecklichen Elementen des Lebens auf Nirn ein Gesicht zu geben. Anders als die unbegreiflichen Fürsten, wie Nocturnal oder Hermaeus Mora, lassen sich Dagons Wünsche klein und einfach ausdrücken, damit sie sich in den gemeinsamen Mythos der sterblichen Bedeutsamkeit einfügen. Warum glaubt Dagon, Nirn würde zu ihm gehören? Eine bessere Frage wäre, warum die Völker Nirns glauben, dass Dagon zu ihnen gehören würde. Nicht wirklich überraschend ist die Antwort darauf die simple Natur der Sterblichen.



„Euer Fürst und seine experimentellen Xivkyn haben mich … inspiriert. Ich gehe ähnlichen Forschungen nach, um die besten Elemente von Daedra und Sterblichen zu kombinieren. Insbesondere Xivilai und Altmer, um mit ihren einzigartigen Talenten etwas … Einzigartiges zu schaffen. Wie seht Ihr die Aussichten eines solchen Unterfangens bezüglich Erfolg oder Fehlschlag und die Macht, die ich dadurch erlangen könnte?“

– Auriella


Einen Xivilai mit einem Elfen verbinden? Ehrgeizig. Aber warum sollte ein armseliger Zauberer bei der komplexen Wissenschaft transliminaler Amalgamation nicht erfolgreich sein? Aber ganz ehrlich: Warum überhaupt Zeit mit Albernheiten verschwenden, wie Molag Bal beim Kombinieren zweier divergenter Stränge von Daedra? Das ist Kinderkram.

Warum beschwört Ihr nicht einen Xivilai und bittet um dessen Teilnahme? Stellt nur sicher, nicht irgendwelche bindenden Anrufungen zu nutzen. Ihr wollt ihre uneingeschränkte Kreativität bei der Lösung dieses Rätsels. Ich bin schon ganz begierig auf die Neuigkeiten zu Eurem Erfolg.



„Ihr habt einmal angemerkt, dass die Daedra Sterbliche so betrachten, wie Sterbliche die Insekten, die unter unseren Füßen krabbeln. Warum seid Ihr dann überhaupt an uns interessiert? Ich verstehe ja jene, die einen Ameisenbau beobachten oder die Metamorphose eines Schmetterlings verfolgen, aber welche Sterblichen spielen mit einem Käfer oder stampfen aus Freude auf diese ein, wenn sie nicht einfach nur unreif wie ein Kind sind?

Und was sagt dies über daedrische Fürsten wie Dagon oder Bal aus, die uns als so winzig erachten, gleichzeitig aber auch solche ungewöhnlichen Mühen auf sich nehmen, unsere kleine Sphäre zu erobern? Ich bezweifle nicht unsere Bedeutungslosigkeit in den großen Ränken der Ewigkeit, also warum zum Vergessen kümmern sich diese wortwörtlichen Götter nicht um ihre eigenen Existenzebenen und verzichten darauf, uns immer wieder so zu provozieren, dass wir wie tobende Hornissennester zurückstechen müssen?“

– Palafico


Unreif? Muss ich Euch daran erinnern, dass selbst der feigeste Schurke die gesamte sterbliche Existenz verfolgen konnte? Die niedersten Unheilsbruten haben mehr Sinn für das Ausmaß der Aurbis und deren Natur entwickelt als Eure angesehensten Gelehrten. Bitte bedenkt die Möglichkeit, dass Euer enges ontologisches Rahmenwerk – und damit Eure armseligen „sterblichen“ Imperative – nicht so robust sind, wie Ihr vielleicht glaubt. Wie dem auch sei, auch wenn die Magie verblasst, bin ich dennoch dazu gezwungen, eine Antwort zu geben. Wir Dremora schätzen Herausforderungen.

Ich kann nicht für alle Daedra sprechen und möchte das auch gar nicht. Es gibt auf diese Frage so viele Antworten wie Geschöpfe im Reich des Vergessens. Ich muss allerdings gestehen, dass es ein wenig Spaß macht zu spielen. Trotz all seiner zahlreichen Mängel genießt Mundus einen Grad an Formbarkeit, wie es in den Ebenen des Reichs des Vergessens nicht möglich ist. Ebenen wie die Totenländer, Kalthafen und Immergrau sind grundsätzlich nach dem Willen ihrer jeweiligen Fürsten gestaltet und kuratiert. Die kleineren Ebenen – endlos sowohl in ihrer Zahl als auch an ihrer Komplexität – stellen sich häufig dem Willen entgegen, ihnen eine Ordnung aufzuerlegen, und wandeln sich so in hyperogonale Paradoxien, die sich selbst der ausgeklügeltsten Ur-Logik entgegenstellen oder einfach zu existieren beginnen und sofort wieder verschwinden, wodurch sie uns keine Zeit lassen, an ihren Ufern Halt zu finden.

Mundus allerdings unterwirft sich weiterhin dem vorhersehbaren Einfluss der et'Ada, behält aber auch die sture Willkür des Lügners bei. Das macht die Sache recht … zäh. Ebnet das kleine eitle Schloss eines Sterblichen ein und es bleibt flach. Aber niemals für lange Zeit. Es gibt immer irgendeinen nächsten Sterblichen mit beschränktem Anspruch, der ganz allein ein weiteres Schloss errichtet. Ich respektiere den narrenhaften Versuch der verlorenen et'Ada an einer Schöpfung. Es ist zu schade, dass sie nie vollständig verstehen werden, was für eine unterhaltsame Spielwiese sie für jene von uns geschaffen haben, deren Macht unvermindert besteht.



„Wie verhält es sich bei der Nutzung eines Bindungszaubers? Wird reine Energie des Reichs des Vergessens in daedrische Gegenstände geformt? Ist es ein empfindsamer Daedra in Form eines Gegenstands? Oder ist es ein empfindsamer Daedra, der in die Form des Gegenstands gezwungen und dann hierhin gebracht wurde? Alles, was ich weiß, ist, dass die Empfindsamkeit Kraft und Macht bedeutet. Verlieren Daedra etwas von ihrer Kraft und Macht, wenn sie zerstört und in den Wassern des Vergessens wiedergeboren werden?

Vor kurzem schickte mir ein Freund eine kleine Probe Azurplasma aus Kalthafen und meinte, alle Daedra würden daraus geboren werden. Haben alle daedrischen Plasmen dieselbe kalte, blaue Farbe?“

– Nihilee


Bedenkt man die lächerliche Ungenauigkeit sterblicher Beschwörungsrituale, kann man wirklich nicht sagen, woraus Eure Waffen bestehen werden. Die manifeste Dynamik des Reichs des Vergessens? Möglich. Ein empfindsames Wesen aus einer Taschenebene sprechender Dolche? Vielleicht. Die Narrentöter führten einst Krieg gegen eine kleinere Ebene, die komplett von lachenden Spiegeln bevölkert war, also wer kann das schon sagen?

Die von Euch beschriebene Substanz ist chaotische Creatia. Sie besitzt keine eigene Erscheinung. Wie bereits viele Eurer sterblichen Gelehrten anmerkten, nimmt sie die Gestalt an, die zu der Ebene passt, in der sie „auftritt“. In Molag Bals Reich erscheint Creatia als Azurplasma. In Mehrunes Dagons Ebene der Totenländern erscheint sie (wenig überraschend) als brodelnde Lavabecken.



„Ihr habt selbst schon viele Prüfungen und Veränderungen erlebt, sowohl politisch als auch sachlich. Während ich davon ausgehe, dass Eure Loyalität einfach auf gewünschten Ergebnissen basiert, fühlt Ihr Euch irgendwie Mehrunes Dagon verwandt, der selbst Veränderungen durchgemacht haben mag? Wisst Ihr irgendwas über den Vorgang, nach dem Mehrunes Dagon angeblich durch die Magna Ge geschaffen wurde?“

– Aramithius


Und wieder einmal geht es Euch weichstirnigen Sterblichen um Dagons Ursprünge. Sind die Einzelheiten seines Ursprungs wirklich so interessant? Ich vergesse manchmal, was für eine übergroße Rolle eine „Geburt“ in den Köpfen jener spielt, die eine solche erst kürzlich erlebt haben.

Anstatt darüber zu grübeln, welche angebliche Rolle die Sterne bei Dagons Geburt gespielt haben, denkt vielleicht eher über deren Versagen nach. Gibt es irgendetwas so Niederes wie einen Magna Ge? Sagt, was Ihr wollt, über die Schöpfer von Mundus – zumindest mangelte es ihnen nicht an Überzeugung. Welche größere Willensbekundung gibt es, als beim Streben nach einem unmöglichen Ziel zu sterben? Aber nicht die Sternchen und ihr feiger Souverän. Als die Sache unangenehm wurde, sind sie einfach davongelaufen! Wir werden nie erfahren, was hätte erreicht werden können, wären Magnus und seine Legionen geblieben und hätten ihr Werk zu Ende gebracht. Falls sie irgendwie an Dagons Aufkommen beteiligt waren, wundert es dann noch, dass er die Zerstörung verkörpert?



„Sind Daedra ein Teil ihres Fürsten, wählen sie, für ihren Fürsten zu arbeiten, oder ist es eine Kombination aus beidem? Dieser hofft, Ihr könnt eine Streitigkeit diesbezüglich beilegen.“

– Ja'Khir der Bezahlbare


Was eine vorhersehbare sterbliche Frage.

Nur wenige Prinzipien lassen sich auf alle Daedra anwenden. Wir sind so zahlreich und unterschiedlich wie die Sandkörner in Eurer Alik'r-Wüste. Manche Daedra werden vom Willen eines Fürsten geformt: beispielsweise Auroraner, Nocturnals Krähen und diese bizarren Mutanten, die dro-m'Athra. Andere meiden formelle Bündnisse mit daedrischen Fürsten und durchstreifen die Ebenen des Reichs des Vergessens. Hier sind vor allem die Atronachen zu nennen oder zahllose Wandelbare, die nie von sterblichen Augen erblickt werden. Die meisten den Sterblichen bekannten Daedra findet man irgendwo dazwischen. Wir Dremora schwören unsere Loyalität den Geschöpfen mit der größten Willenskraft. In den meisten Fällen wären das daedrische Fürsten.



„Ich habe von Portalen ins Reich des Vergessens gehört, aber nun bin ich auch auf ‚Tore von Oblivion‘ gestoßen. Diese alten Aufzeichnungen – mehr als eine Dekade alt –, sprechen davon, aber deren genaues Alter ist unbestimmbar und mindestens die Hälfte aller Begriffe ist in nahezu absurden und kryptischen Abkürzungen verfasst. Man könnte meinen, Platz auf Pergament war damals Mangelware und Teile davon wurden nur irgendwie wild zusammengefügt. ‚Schw. Tr. d. Le.en.-W.‘? Verzeiht, ich schweife ab …

Also was ist ‚Oblivion‘? Niemand in der Akademie kann oder will es mir sagen und ich ernte immer nur verwirrte Blicke.“ – Glavius Doran


Niedlich. Sterbliche und ihre Sprachen. Falls sie Euch zu einfach werden, nutzt doch daedrische Runen statt Abkürzungen mit kaiserlichen Lettern. Ich habe gehört, dass Bals Kultisten dazu neigen. Amateure.

Aber zur eigentlichen Frage: Ihr Sterblichen scheint Gefallen daran zu finden, Euch immer wieder neue Namen für dieselben Dinge auszudenken. Ihr akzeptiert das Reik, das sich im Dialekt mancher Klans hingegen „Reach“ nennt und auch kaiserliche Namen, wie „Schwarzweite“, übernommen hat. Für die Khajiit ist Dagon „Merrunz“ und niemand zweifelt daran. Muss ich es weiter ausführen?

Vielleicht waren es auch damalige falsche Annahmen und einfältige, sterbliche Schlussfolgerungen, die einst einen Zusammenhang zwischen dem daedrischen „Oht“ und dem Erscheinungsbild von Dagons Toren sahen? Aber tretet doch einfach durch eines der Tore und findet heraus, wohin sie Euch führen und wie groß der Unterschied wirklich ist.


Und damit ist unser Diskurs vollendet. Eines Tages werde ich meine Schulden einfordern. Bekomme ich nicht, wonach ich verlange, nehme ich mir etwas, das Euch lieber ist als Euer Leben. Die Kyn erinnern sich immer. Und wir bekommen es immer.



Danke an all unsere ESO-Lore-Füchse, die sich die Zeit für so interessante Fragen genommen haben. Und auch wenn sie sich eher teilnahmslos gegenüber uns Sterblichen gibt, hoffen wir doch, dass Lyranth einige zufriedenstellende Antworten gegeben hat. Falls ihr eure eigenen Fragen rund um die Geschichten, Hintergründe und deren Verbindung zu The Elder Scrolls Online habt, warum stellt ihr sie nicht im Abschnitt „Lore“ unseres offiziellen Forums? Und haltet die Augen nach weiteren Einblicken in das Archiv der Gelehrten offen!