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Dolchsturz-Bündnis Haus der Wissenschaft

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Celebringil

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21

Freitag, 5. Juli 2019, 16:27

Noch immer haben die Wegesruher Bürger allzu gut in Erinnerung, wie das Haus der Wissenschaft den Orden der Gekreuzten Klingen dabei unterstützte, eine Gruppe von gefährlichen Kultisten zu zerschlagen - und wie Namir al-Rashid am Ende selbst in akute Gefahr geriet. Umso erleichterter zeigten sich viele Beobachter, als das Haus der Wissenschaft danach wieder "wissenschaftlicheren" Aufgaben nachging, wie zum Beispiel die Teilnahme an der Expedition des Hauses Abutemal. Mochte die Expedition auch alles andere als glücklich verlaufen sein, so gab es wenigstens keine Daedra-Anbeter oder ähnliche Gefahren. Auch die kürzlich durchgeführte Expedition unter Leitung von Maga Bates von der Magiergilde Wegesruh, bei der einer Reihe von merkwürdigen Ereignissen in und nahe bei Kluftspitze nachgegangen wurde, stieß auf wohlwollendes Interesse.

Als die Familie Abutemal auf grausame Weise ermordet wurde und die beiden Forscher Namir al-Rashid und Ghin Korcisis sich um den Bestand der Familien-Bibliothek kümmern sollten, gab es zwar hier und da Verwunderung, doch wurde es letztlich hingenommen. Es würde schon seine Richtigkeit haben. Selbst der Besuch des rothwardonischen Prinzen Silann Ashere aus Schildwacht erweckte kein besonderes Aufsehen. Schließlich versorgte das Haus Ashere den rothwardonischen Schreiber schon seit geraumer Zeit regelmäßig mit allerlei Lebensmitteln und Getränken aus Schildwacht.

Doch in Wegesruh hatte man in den bald zweieinhalb Jahren, in denen das Haus der Wissenschaft nun schon bestand, auch gelernt, wenn es im Gauthier-Anwesen zu einem Treffen mehrerer Häuser kam, dann ging es um etwas größeres. Und so kam es rasch zu allerlei Gerüchten und Spekulationen, als sich zu Beginn des Monats Sonnenhöhe im Forscherhaus neben Prinz Silann und seiner rechten Hand Isra al-Abin auch Ordensmeisterin Jassillia Muraille sowie ihr Gatte Ignace und ein junger Bursche namens Sebastian Forester einfanden. Daß auch die Magiergilde Wegesruh mit einbezogen werden sollte, erregte nur noch mehr Aufmerksamkeit.

Was immer im Haus der Wissenschaft vor sich ging - wenn sowohl der Orden der Gekreuzten Klingen als auch die Magiergilde Wegesruh daran beteiligt waren, konnte das nichts gutes heißen. Schnell war man sich darin einig, daß in Schildwacht rund um das Haus Abutemal etwas schreckliches passiert sein musste, was weit über die Ermordung der Familie hinaus ging.

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22

Sonntag, 28. Juli 2019, 12:45

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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23

Samstag, 31. August 2019, 21:16

Ein Bote erreicht das Haus der Wissenschaft. Der stramme Bretone trägt einen schlichten Tracht bestehend aus robusten Stiefeln, einer ledernen Hose, ein einfaches weißes Hemd und darüber eine waldgrüne Damastjacke. Er überreicht mit den Worten "Die Herrin schickt Euch dies!" einen einzelnen Brief, ehe er sich abkehrt. Auf dem Umschlag, von dem ein Wildblumenduft ausgeht, prangt ein Siegel: Ein Wappenschild, das von zwei Rosen eingerahmt wird. Die Schrift in dunkler grüner Tinte wirkt auf dem ersten Blick edel und verspielt, auf dem zweiten kann man hier und da sehen, dass sie nicht von der Hand eines professionellen Schreibers stammt.

Spoiler Spoiler


Verehrter Monsieur Namir al-Rashid,

Wie ich kürzlich vernahm, plant das Haus der Wissenschaft eine Expedition zu Enduum westlich des Herzogtums von Camlorn und damit auch unfern meiner eigenen Heimat durchzuführen. Über diese Ruinenstätte habe ich bereits in einigen Reise- und Forschungsberichte gelesen, wenn diese auch nur spärliche, wie auch widersprüchliche Informationen tragen. Dennoch ähneln die Beschreibungen der Stätte derjenigen nahe Mertensfurt und haben mein Interesse geweckt. Besonders ihre Klassifizierung als herzlandelfisch durch Armaund Danton in einem Gebiet, in dem man doch eher aldmeri-dirennische Siedlungsreste erwarten würde, wirft neue Fragen auf, deren Beantwortung ich mich widmen möchte.
Damit dürfte sich der Grund meines Schreibens offenbaren. Ich möchte die Bitte an Euch richten, Euch auf dieser Expedition begleiten zu dürfen. Selbstverständlich möchte ich dem Haus der Wissenschaft im Gegenzug eine großzügige Spende als Unterstüzuung für kommende Forschungen überreichen, doch seht dies nicht als Versuch Eure Gunst zu gewinnen: Ich glaube nicht, dass Ihr als ehrbarer Forschungsreisender auch ohne eine kleine Gegenleistung eine solche Bitte ausschlagen und damit den Studien Anderer im Wege stehen würdet.

Hochachtungsvoll,

Vanesé Laurent
Komtess de Seance
Genealogin und Ethnologin zu Gwylim

(es folgt eine Anschrift eines Anwesens in einem der wohlsituierten Viertel von Wegesruh)
Holt Euch außerdem Euer tägliches Lore-Häppchen.

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Celebringil (01.09.2019), Jassillia (02.09.2019)

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24

Samstag, 7. September 2019, 11:42

Die Jagd nach Harkiim al-Shayan, jenem Mann, der für den Mord an der Familie Abutemal verantwortlich war, hatte ein Ende gefunden. Als die beiden Forscher Namir al-Rashid und Ghin Korcisis nach Wegesruh und ins Haus der Wissenschaft zurückkehrten, blieb ihnen allerdings kaum Zeit, sich zu erholen, galt es doch, Vorbereitungen für eine neue Expedition zu treffen. In Wegesruh sprach sich rasch herum, daß im Forscherhaus wieder "wissenschaftlich" gearbeitet wurde, statt Kultisten und Mördern hinterher zu jagen - ein Umstand, den nicht wenige wohlwollend begrüßten. So manch ein Bürger war wohl der Ansicht, im Forscherhaus habe man sich zuletzt zu sehr von seinen eigentlichen Aufgaben entfernt.

Nach den Erlebnissen der letzten Zeit tat es gut, wieder im Gauthier-Anwesen zu sein, umgeben von Büchern, Forschungsgeräten, und mehr oder weniger alten Karten. Während Ghin sich in allerlei Bücher rund um die ayleidische Kultur und Sprache vertiefte, um sich auf die Expedition nach Enduum vorzubereiten, wartete auf Namir einiges an Schreibarbeit. Eine Anfrage des argonischen Gelehrten Schreibt-alles-mit zum Thema Vampirismus, sowie ein Schreiben der Gelehrten Vanesé Laurent warteten darauf, beantwortet zu werden. Zudem wollte Namir noch eine Reihe schriftlicher Anfragen sowohl an Ilaris Sadri als auch an den Orden der Gekreuzten Klingen verfassen.

Während die beiden Forscher voll und ganz in ihre Arbeit vertieft waren, hörte man im Haus der Wissenschaft fast nichts weiter als das leise Schaben von zwei Federkielen, die über Pergament glitten, das gelegentliche Umblättern einer Seite, und ab und an das Rattern der nachgebauten Dwemerspinne.

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25

Mittwoch, 18. September 2019, 10:12

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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Jassillia (18.09.2019)

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26

Sonntag, 13. Oktober 2019, 19:44

Nach ihrer Rückkehr von Enduum wartete auf Namir al-Rashid und Ghin Korcisis bereits neue Arbeit. Für den Bosmer galt es, mit viel Geduld und Feingefühl die Restaurierung eines ayleidischen Buches durchzuführen, welches er in Enduum bergen konnte. Zunächst musste er dazu eine Schadensanalyse vornehmen, um so die weitere Vorgehensweise festzulegen. Anschließend musste das Buch mit viel Zeitaufwand getrocknet werden, bevor Ghin mit der eigentlichen Restaurierung beginnen konnte.

Während der Bosmer im Labor hantierte, las sein Forscherkollege aufmerksam einen Bericht der Komtess Vanesé Laurent. Wissenschaftlich betrachtet war es völlig korrekt, daß die Ethnologin in ihrem Bericht von einem Schutzzauber schrieb. Doch bei dem Gedanken, was der Zauber (oder einer der Zauber, wie Magus Bates anmerkte) bei einigen Expeditionsteilnehmern kurzzeitig bewirkte, schien Namir der Begriff Schutzzauber geradezu verharmlosend. Später bereitete der Rothwardone alles vor für den Besuch von Schreibt-alles-mit, der in wenigen Tagen in Wegesruh eintreffen würde. Der argonische Gelehrte benötigte tiefergehendes Wissen zum Thema Vampirismus und hatte im Haus der Wissenschaft um Rat gebeten.

Und es gab erfreuliche Nachrichten. Emelyne von Varnberg, die lange treu im Dienste des Ordens der Gekreuzten Klingen gestanden hatte, bat in einem Brief um Aufnahme im Haus der Wissenschaft. Eine Bitte, über die die beiden Forscher nicht lange nachdenken mussten. Da sie Emelyne von Varnberg bereits von früheren Begegnungen mit dem Orden kannten und eine Vorstellung von ihren Fachgebieten und ihrem Wissen hatten, war Namir und Ghin eine Zusammenarbeit mit der jungen Bretonin mehr als willkommen.

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27

Montag, 28. Oktober 2019, 12:02

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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28

Freitag, 15. November 2019, 10:26

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29

Montag, 2. Dezember 2019, 13:27


Namir al-Rashid, Vanesé Laurent, Nelaeryn Lysanthir, und Delia Lerineaux
hören den Ausführungen von Ghin Korcisis zu.


Es sprach sich in Wegesruh, vor allem unter den Forschern und Gelehrten, rasch herum - im Haus der Wissenschaft wurden erste Vorbereitungen für eine zweite Expedition nach Enduum geplant. Der bosmerische Forscher Ghin Korcisis hatte viel Zeit und Arbeit in die Restaurierung eines alten Buches gesteckt, welches er während der ersten Expedition entdeckt hatte. Wenngleich die Arbeiten an dem Buch noch lange nicht abgeschlossen waren, so konnte der Bosmer zumindest eine erste Einschätzung über den Inhalt des Buches geben. Es schien eine Auflistung von Personen zu sein, die in Enduum eine besondere Bedeutung gehabt hatten. Einstige Bewohner von Enduum? Ayleidische Flüchtlinge, die sich vor der Alessianischen Armee in Sicherheit brachten? Unter den Anwesenden gab es sofort Spekulationen und vorsichtige Hypothesen. Mochten die bisher gewonnenen Informationen auch spärlich sein, sie konnten als Grundlage für weitere Forschungen in Enduum dienen.

Im Verlauf des Abends wurden die nächsten Schritte geplant. Ghin Korcisis und Emelyne von Varnberg wollten sich an den Orden der Gekreuzten Klingen wenden und um Unterstützung bitten. Zwei oder drei starke Schwertarme waren bei der anstehenden Reise sicher nicht von Nachteil. Nelaeryn Lysanthir und Delia Lerineaux stellten währenddessen ihre Ausrüstung an magischen Utensilien und Heilerbedarf zusammen. Und Namir al-Rashid würde so bald wie möglich zusammen mit Vanesé Laurent eine Liste erarbeiten, was an Ausrüstung für die Expedition nötig war - von Lasttieren über Zelte, Fackeln, Seilen, Messgeräten, bis hin zu Schreibutensilien für Aufzeichnungen und Karten.

Mochte das Jahr sich dem Ende zuneigen, im Forscherhaus ging das Streben nach Wissen und neuen Erkenntnissen unvermindert weiter.

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Nelaeryn (02.12.2019)

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30

Sonntag, 8. Dezember 2019, 12:10

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:





Anmerkung

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. Dafür, daß das Haus der Wissenschaft ein so kleines Projekt ist, gab es dieses Jahr einmal mehr eine ganze Reihe spannender Geschichten zu erleben. Danke an alle, die im gemeinsamen Rollenspiel Namir für kurze oder längere Zeit begleitet haben (und immer noch begleiten) und das Haus der Wissenschaft mit ihren Ideen zu einem lebendigen Projekt werden lassen.

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31

Freitag, 31. Januar 2020, 15:50

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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Silann (03.02.2020), Rip (06.02.2020)

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32

Freitag, 28. Februar 2020, 15:35


Ein Teil der Expeditionsteilnehmer berät sich noch einmal, bevor es nach Enduum geht.


Im Haus der Wissenschaft ging es dieser Tage fast ausnahmslos um eines - die Expedition nach Enduum. Die Vorbereitungen waren weitestgehend abgeschlossen, die verschiedenen Aufgaben verteilt, und der Tag, an dem die Expedition beginnen sollte, stand nun ebenfalls fest. Wie zuvor vereinbart, hatte Prinz Silann Ashere aus Schildwacht eines seiner Schiffe nach Wegesruh entsendet, wo es bereits im Hafen vor Anker lag und mit der Expeditionsausrüstung beladen wurde. Namir al-Rashid überwachte das Beladen des Schiffes mit strengem Blick. Immer wieder ernteten einzelne Hafenarbeiter tadelnde Blicke und mahnende Worte, wenn sie nach Meinung des Forschers nicht vorsichtig genug mit den Kisten und Säcken umgingen. Zwischenzeitlich gesellte sich Ghin Korcisis dazu, zog es aber nach einer Weile vor, sich anderen Aufgaben zu widmen als unvorsichtigen Arbeitern böse Blicke zuzuwerfen.

So es keinen unerwarteten Wetterumschwung gab, würde die Expedition voraussichtlich am kommenden Middas, den 4. Tag der Erstsaat, in Aldfelden eintreffen. Dort war ein kurzer Aufenthalt von 1 bis 2 Tagen vorgesehen. Reit- und Lasttiere sollten vor Ort beladen, eventuell auf der Seereise verdorbene Lebensmittel ausgetauscht, und Informationen über den vor ihnen liegenden Weg gesammelt werden. Zudem war auch eine Absprache zwischen den Kämpfern und den Magiern der Expedition angedacht. Sollte es zu unfreundlichen Begegnungen kommen, konnte es nur von Vorteil sein, wenn Kämpfer und Magier koordiniert vorgingen, statt sich gegenseitig im Weg zu stehen.

Für den wissenschaftlichen Teil der Expedition waren Namir al-Rashid, Ghin Korcisis, und Komtess Vanesé Laurent zuständig. Um magische Belange kümmerten sich Magus Nelaeryn Lysanthir sowie Magus Marius Bates und die khajiitische Adeptin M’azuri von der Magiergilde Wegesruh. Bruder Corentin hatte sich bereits früher als ausgezeichneter Späher erwiesen und würde ebenfalls die Expedition begleiten. Naniisa T´allum sollte die Gruppe mit ihren Kochkünsten unterstützen, konnte jedoch auch gut mit dem Schwert umgehen. Isra al Abin und Sadir Yokeda schließlich würden der Expedition als erfahrene Waffenhand dienen. Sollte es während der Reise zu Verletzungen kommen oder jemand krank werden, konnte die Heilerin Delia Lerineaux mit ihren Fähigkeiten der Gruppe von Nutzen sein.

Einer jedoch würde voraussichtlich nicht an der Expedition teilnehmen - der Kaiserliche Scelian. Während der letzten Besprechung zur Expedition hatte Scelian unerwartet Streit, erst mit Isra, später dann auch mit Namir. Der Kaiserliche hatte sich schon den ganzen Abend über merkwürdig verhalten, schien einzelne Teilnehmer der Runde immer wieder argwöhnisch zu mustern, und wirkte leicht gereizt und angespannt. Bei einem Gespräch unter vier Augen zeigte sich das ganze Ausmaß der Probleme - Scelian stellte gegenüber dem Expeditionsleiter wilde Behauptungen auf. Jemand trachte dem Kaiserlichen nach dem Leben und habe ihn verraten. Die Gruppe sei von Boethiah-Anhängern manipuliert worden, in der Kathedrale von Wegesruh lauere man ihm auf, und jemand wäre in sein Gästezimmer in der Taverne eingebrochen und hätte sein Bettlaken aufgeschlitzt. Konkreten Fragen von Namir wich der Kaiserliche aus, beharrte stattdessen auf seinen schwammigen Unterstellungen. Schließlich wurde es dem Forscher zu viel. Was immer in Schildwacht im Kampf gegen den Schakal vorgefallen war, Scelian hatte dabei offensichtlich den Verstand verloren und war somit ein Risiko für die Expedition.

Später am Abend sendete Namir al-Rashid ein Schreiben an Bruder Corentin. Wenn es noch jemanden gab, der auf den verrückt gewordenen Kaiserlichen Einfluss nehmen konnte, dann der Mönch. Sollte selbst Bruder Corentin keinen Erfolg haben ... Namir mochte den Gedanken nicht zu Ende führen.

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DerDualist (28.02.2020), Silann (29.02.2020), Corentin (01.03.2020)

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Samstag, 14. März 2020, 14:01


Besprechung in Aldfelden


Während der Schiffsreise nach Aldfelden, die erste Etappe der Expedition nach Enduum, gab es erfreulicherweise keinerlei Schwierigkeiten. In Aldfelden angekommen, erregte die Gruppe aus Forschern, Magiern und Kriegern bei den Bewohnern einige Aufmerksamkeit. Händler und Seeleute, selbst Magier und Krieger der jeweiligen Gilden, war man hier durchaus gewohnt. Doch gleich eine ganze Expeditionsgruppe war eher selten - und sorgte neben neugierigen Blicken auch für einiges Getuschel. Vor allem die khajiitische Adeptin M'azuri war bei den Bewohnern Mittelpunkt des Interesses.

Während die Kisten und Säcke, in denen die Expeditionsausrüstung verstaut war, vom Schiff geladen wurden, besprach die Gruppe ausführlich, wie bei einem möglichen Überfall vorgegangen werden sollte. Die Heilerin Delia Lerineaux und vor allem Komtess Vanesé Laurent hatten für derlei Besprechungen allerdings nur wenig übrig. Was die Komtess betraf, interessierte sie sich in erster Linie für Forschung, nicht für Verteidigungsmaßnahmen gegen Banditen. Namir al-Rashid war jedoch nicht bereit, unvorbereitet nach Enduum weiterzureisen. Erst recht, da es in Aldfelden Gerüchte über Wegelagerer gab, die seit einiger Zeit die Pfade nördlich der kleinen Stadt unsicher machten.

Nach der Besprechung wurden weitere Aufgaben verteilt. Die Komtess kümmerte sich zusammen mit Delia Lerineaux um die Lasttiere, Bruder Corentin und die beiden Krieger Sadir Yokeda und Scelian erkundeten das nördliche Gebiet von Aldfelden. Während Magus Marius Bates, seine Adeptin M'azuri und der Altmer Nelaeryn Lysanthir einen kleinen Plausch mit Mitgliedern der Magiergilde führten, folgte Naniisa dem unwiderstehlichen Duft aus einem Kochtopf. Kurz darauf hatte die rothwardonische Köchin auch schon ein neues Rezept erstanden. Namir al-Rashid indessen wechselte einige Worte mit Isra al Abin. Scelian hatte sich schließlich doch noch der Expedition angeschlossen und war bisher unauffällig geblieben. Doch der Schreiber war skeptisch und fragte seinen rothwardonischen Landsmann Isra um eine Einschätzung.

Bei den Lasttieren gab es erste Probleme. Es waren nur fünf statt wie vereinbart sechs Lasttiere vor Ort. Außerdem war eines der Pferde so kränklich, daß es unmöglich für die Expedition genutzt werden konnte. Zu allem Überfluss gab es auch noch Schwierigkeiten mit den Papieren, da es der orkische Stallmeister sehr genau nahm. Erst nach vielem Reden und Verhandeln sowie dem Vorzeigen der richtigen Papiere war der Stallmeister bereit, seine Pferde abzugeben. Ein weiteres Pferd wurde der Gruppe für den nächsten Morgen zugesagt.

Isra hatte sich später Sadir und Scelian angeschlossen, die den Pfad von Aldfelden Richtung Westen ausspähten. Bruder Corentin war, um ganz sicher zu gehen, tiefer in die Sümpfe eingedrungen. Alle vier brachten nach ihrer Rückkehr beunruhigende Nachrichten. Es gab eindeutige Hinweise darauf, daß erst vor wenigen Tagen ein Stück weit des Weges gekämpft wurde. Corentin hatte sogar einen Späherposten auf einem Baum entdeckt (und ihn vorsorglich unzugänglich gemacht). Auch die Magier bestätigten noch einmal nach ihrem Gespräch mit den vor Ort stationierten Magierkollegen, daß es Hinweise auf Wegelagerer gab. Sollte die Expedition wirklich Ärger mit Banditen bekommen, wäre sie dank der langsamen Lasttiere allzu leichte Beute.



Die Expedition gerät in einen Hinterhalt von Wegelagerern


Noch vor Sonnenaufgang des folgenden Tages ritten Scelian und Bruder Corentin voran, um den Pfad auszuspähen und die nachfolgenden Gefährten gegebenenfalls frühzeitig zu warnen, sollte es tatsächlich Wegelagerer geben. In den frühen Morgenstunden verließ die Expedition Aldfelden. Wie in diesem Landstrich üblich, hatte sich Nebel gebildet, der die Sicht einschränkte und zumindest bei einigen Expeditionsteilnehmern eine bedrückte Stimmung auslöste. Immer wieder wurde aufmerksam gelauscht und - soweit der Nebel es überhaupt zuließ - Ausschau gehalten. Doch es blieb friedlich, und die Expedition kam vergleichsweise gut und ohne Zwischenfälle voran. Lediglich der Umstand, daß Scelian und Corentin noch nicht zurückgekehrt waren, bereitete Namir ein wenig Sorgen. Auch Isra zeigte sich deswegen beunruhigt.

Als die Expedition nahe des Glenumbramoores angelangte und durch eine kleine Passage reiste, wurden die Lasttiere zunehmend nervös. Auch M'azuri spürte instinktiv, daß etwas nicht stimmte. Gerade, als sie mitten in der Passage waren, trat ein Ork von beeindruckender Größe hervor und forderte, daß der Anführer der Gruppe hervortreten sollte. Als Namir -mit großem Misstrauen- dem Ork in sicherer Entfernung gegenüber stand, verlangte der Ork frech einen Wegzoll. Die übrigen Expeditionsteilnehmer machten sich insgeheim auf einen Kampf gefasst, während Namir versuchte, die Lage zu entschärfen. Der Rothwardone bot an, daß man sich zurückziehen und keinen Ärger machen werde. Doch der orkische Wegelagerer war keineswegs bereit, sich so leicht abspeisen zu lassen.

Was dann folgte, war mehr ein heilloses Durcheinander denn ein ehrenwerter Kampf. Die Expedition hatte sich zwar in Aldfelden ausführlich eine Strategie im Falle eines Angriffs überlegt. Doch hatte dabei niemand bedacht, einen Anführer für den Kampf zu benennen. Und Namir war Forschungsreisender, kein Kriegsherr, weshalb er die Situation auch entsprechend beurteilte: einem drohenden Ork musste man seiner Meinung nach Stärke demonstrieren, andernfalls würden der Ork und seine Gefolgsleute der Expedition immer wieder nachstellen.

Aus dem Hinterhalt flogen plötzlich Pfeile, teils als Warnschuss, teils aber auch gezielt auf einzelne Expeditionsteilnehmer. Marius, M'azuri, und Nelaeryn Lysanthir reagierten, indem sie magische Schutzkreise wirkten, die zumindest etwas Schaden abhielten. Ein Teil der Gruppe wollte sich zurückziehen, doch Namir war nicht gewillt, sich von Wegelagerern zur leichten Beute machen zu lassen und wirkte ein magisches Geschoss, das auf den orkischen Anführer zielte.

Auf Seiten der Expeditionsteilnehmer gab es trotz des magischen Schutzes bereits erste Verletzte. Namir war das Wirken von Magie nicht gewohnt und nach dem Zauber sowohl erschöpft als auch abgelenkt. Prompt erwischte ihn ein vergifteter Pfeil im linken Arm, der starke Schmerzen und ein leichtes Taubheitsgefühl auslöste. Auch Isra erwischte es, doch er steckte den Treffer etwas besser ein. Naniisa wurde ebenfalls von einem Pfeil getroffen, und auch sie hatte es schwer, mit voller Kraft weiterzukämpfen.

Die Wegelagerer waren keineswegs bereit, sich einem offenen Kampf zu stellen. Im Gegenteil, sie feuerten weiter aus dem Hinterhalt mit Pfeilen. Es wurde rasch klar, daß die Position der Gegner eine deutlich bessere war. Einer der Wegelagerer schlich sich von der Seite an die Gruppe und setzte die Kämpfer noch zusätzlich unter Druck, indem er kleine Gefässe warf, aus denen wütende Insektenschwärme stießen, sobald die Gefässe zerbrachen.

Für Isra und Sadir war es als Nahkämpfer äußerst schwierig und riskant, den Wegelagerern näher zu kommen. Zu gefährlich war der Pfeilhagel der Gegner. Umgekehrt wurden die Wegelagerer durch Feuerbälle von Magus Marius Bates auf Abstand gehalten. Komtess Laurent konnte als Forscherin nur wenig ausrichten, und auch die Heilerin Delia blieb vorerst nicht viel anderes übrig, als sich um ihren eigenen Schutz zu kümmern. Und Namir wurde zusehends schwächer.

Die Expedition war ohne Führung, es wurden widersprüchliche Befehle gerufen. Rückzug nach Aldfelden? Weiter zur nahegelegenen Brücke? Weiterkämpfen? Zu allem Überfluss kam Naniisa plötzlich auf die Idee, geradewegs auf den Gegner zuzustürmen. Isra und Sadir konnten die Rothwardonin im letzten Moment und mit viel Mühe zurückhalten. Dabei wurde Isra im Pfeilhagel ein zweites Mal getroffen, und ein Pfeil steckte tief in seinem linken Oberarm. Sadir und Isra riefen die Gruppe zum Rückzug Richtung Aldfelden auf, begleitet von Schmähungen und Beleidigungen der Wegelagerer.

Die Bilanz war bitter. Sie hatten zwei Pferde an die Banditen verloren, eines mit Nahrungsmitteln, ein weiteres mit wertvoller Expeditionsausrüstung. Mehrere Leute waren verletzt worden und bedurften der Hilfe eines Heilers. Innerhalb der Gruppe brodelte es, es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es zum offenen Streit kam. Alles deutete darauf hin, daß die Expedition bereits gescheitert war, bevor sie Enduum überhaupt erreicht hatten.




Anmerkung

Ein ganz besonderer Dank an die SpielerInnen des Bärenbanners, die die Rolle der Wegelagerer übernommen haben :)

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34

Sonntag, 31. Mai 2020, 11:10

In den letzten Wochen war es ungewöhnlich ruhig geworden um das Haus der Wissenschaft. Böse Zungen behaupteten gar, das Forscherhaus stehe kurz vor seiner Schließung. Tatsächlich schien einiges darauf hinzudeuten. Madame Barneau, Mäzenin des Forscherhauses, war schon seit längerer Zeit nicht mehr öffentlich gesehen worden. Die Bretonin war schon immer sehr zurückhaltend mit öffentlichen Auftritten, doch eine so lange Abwesenheit konnte wohl kaum etwas gutes bedeuten. Auch Ghin Korcisis, enger Mitarbeiter von Namir al-Rashid, war bereits seit längerer Zeit abwesend - angeblich musste der Bosmer sich um persönliche Angelegenheiten kümmern. Nicht einmal an der Expedition nach Enduum hatte er teilgenommen.

Und das war noch längst nicht alles. Die beiden Schülerinnen des Hauses, Naniisa T´allum und Emelyne von Varnberg, waren ebenfalls schon lange nicht mehr im Haus der Wissenschaft gesehen worden. Emelyne von Varnberg war bereits zu Beginn des Jahres -mit Einverständnis von Monsieur al-Rashid und Monsieur Korcisis- nach Himmelsrand aufgebrochen, um dort eigenen Studien nachzugehen. Zunächst verlief alles gut, doch schließlich brach der Kontakt ab. Mittlerweile sprach vieles dafür, dass die angehende Forscherin verschollen oder gar zu Tode gekommen war. Naniisa T´allum widerum zog es vor, mit einer Gruppe Abenteurer zweifelhaften Gerüchten hinterher zu jagen, statt sich dem Studium der Ayleiden zu widmen, wie es ursprünglich vorgesehen war. Auch der Kontakt zum Orden der Gekreuzten Klingen hatte weitestgehend nachgelassen. Das allerdings war etwas, was von den Bürgern in Wegesruh keineswegs als nachteilig empfunden wurde. Die Ordensritter waren unbestreitbar mutige und ehrbare Leute, doch ein Forscher, darin waren sich viele Wegesruher einig, sollte sich der Forschung widmen, statt zu gefährlichen Kultistenjagden verpflichtet zu werden.

Selbst von der Expedition nach Enduum hörte man zuletzt wenig. Der Bericht von Komtess Vanesé Laurent war der einzige Hinweis, dass die Expedition (nach anfänglichen erheblichen Schwierigkeiten) zu Ende geführt wurde. Auch wenn der Bericht der Komtess etwas anderes vermuten liess, war Namir al-Rashid Gerüchten zufolge höchst unzufrieden mit dem Verlauf der Expedition.

War das Haus der Wissenschaft also in einer ernsten Krise? Oder gar tatsächlich am Ende? Selbst diejenigen, die nicht viel auf das Geschwätz von Waschweibern gaben und noch weniger von düsteren Vorahnungen hielten, konnten nicht von der Hand weisen, dass das Forscherhaus derzeit keinen guten Stand zu haben schien.

Fast so, als wolle man den bösen Gerüchten etwas entgegensetzen, machten seit einigen Tagen interessante Neuigkeiten die Runde. Ghin Korcisis ging wieder regelmäßig im Haus der Wissenschaft ein und aus, und auch Komtess Vanesé Laurent wurde kürzlich im Gauthier-Anwesen gesichtet. Alles deutete darauf hin, dass es eine dritte Expedition nach Enduum geben sollte. Darauf angesprochen, spielte al-Rashid die Angelegenheit herunter. Von einer klassischen Expedition könne keine Rede sein. Es handele sich lediglich um eine Forschungsreise im kleinen Rahmen, mit dem Ziel, in Enduum Welkyndsteine zu bergen und sie später im Forscherhaus intensiv zu studieren und zu erforschen.

Die Neuigkeiten wurden unter den wissenschaftlich Interessierten mit großem Wohlwollen aufgenommen. So manch einer fühlte sich an die Anfangszeiten des Forscherhauses erinnert, als es noch eine Zusammenarbeit mit der Akademie Twyllagea und dem Haus Dämmerwacht gab (dass die Dunkelelfen der Akademie bei den Wegesruhern nur ungern gesehen waren, wurde dabei geflissentlich vergessen). Es schien also, dass das Haus der Wissenschaft sich tatsächlich, wie zu Jahresbeginn angekündigt, wieder ihren hauptsächlichen Aufgaben widmete, und die Kultistenjagd lieber anderen überliess. Von einem Ende der wissenschaftlichen Arbeit im Gauthier-Anwesen konnte also keine Rede sein.

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Dienstag, 9. Juni 2020, 13:48

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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ddr.Peryite (09.06.2020)

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Donnerstag, 20. August 2020, 21:33

Die Expedition nach Enduum war inzwischen abgeschlossen und alle Beteiligten wohlbehalten zurückgekehrt. Und es sah ganz danach aus, dass die Expedition dieses Mal wesentlich erfolgreicher und es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen war. Beobachter fühlten sich einmal mehr darin bestätigt (und Namir al-Rashid räumte dies auch selbst ein), dass der Leiter des Hauses der Wissenschaft nicht unbedingt eine glückliche Hand bei der Führung größerer Expeditionen hatte. Forschungsreisen in kleinen Gruppen hingegen schienen unverkennbar die Stärke des Rothwardonen zu sein.

Während der Expedition konnten viele wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, doch gab es auch zahlreiche neue Fragen. Vor allem die ursprüngliche Bedeutung der ayleidischen Anlage stellte die Expeditionsteilnehmer (und wohl allgemein Forscher der ayleidischen Kultur) vor ein Rätsel. Komtess Vanesé Laurent hatte hierzu einen umfassenden Bericht erstellt, der auf Wunsch unter anderem im Forscherhaus eingesehen werden konnte. Es gab Hinweise, dass Namir al-Rashid in Zusammenarbeit mit seinem Forscherkollegen Ghin Korcisis sogar einen Miniatur-Nachbau einer größeren Halle von Enduum plante, um so eine andere Perspektive zu bekommen und möglicherweise neue Schlussfolgerungen ziehen zu können. Zudem wollte Monsieur Korcisis seine Studien über Welkyndsteine vertiefen und eine Reihe von Untersuchungen durchführen.

Doch bis die Forschungsarbeiten zu Enduum fortgesetzt werden konnten, würde wohl noch einige Zeit vergehen, da bereits andere, dringendere Aufgaben warteten. Komtess Vanesé Laurent konnte nicht länger im Forscherhaus verweilen, da sie persönlichen Pflichten nachkommen musste. Monsieur al-Rashid plante bereits die nächste Reise, und zwar nach Einsamkeit im weit entfernten Himmelsrand. Es hieß, die Mäzenin Madame Barneau habe in der dortigen Zweigstelle der Archäologischen Gesellschaft eine Einladung für ihren Schützling erwirken können. Eine Einladung, die auf geteilte Meinungen stieß, auf jeden Fall aber unter Beobachtern und Forschern in Wegesruh für Aufmerksamkeit sorgte. Manch einer sah darin eine Bestätigung, dass der bereits vor einiger Zeit angekündigte Weg zurück zu mehr Forschung und weg von der Unterstützung von Kultistenjägern konsequent fortgesetzt wurde. Andere bedauerten gerade das, denn damit wurde in ihren Augen eben auch eine Abkehr von der Magie und der Magiergilde noch einmal unterstrichen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass es nie das Bestreben des Forscherhauses war, sich schwerpunktmäßig mit dem Gebiet der klassischen Magie zu befassen.

Unter den Klatschweibern auf dem Markt machte indessen ein ganz anderes Thema die Runde. Boshafte Zungen behaupteten, die Schüler im Haus der Wissenschaft würden schneller kommen und gehen, als ein Händler eine Goldmünze umdrehen könnte. Mademoiselle Emelyne von Varnberg galt schon lange als im hohen Norden verschollen. Von der Rothwardonin Naniisa hieß es, sie sei mit einer Gruppe Krieger und Kleriker irgendwo im Süden von Glenumbra unterwegs und habe schon kurz nach ihrer Aufnahme als Schülerin kaum noch Kontakt zu ihren Dozenten (andere Stimmen beharrten jedoch darauf, dass die Rothwardonin auch weiterhin die Treue zum Forscherhaus hielte).

Und nun also eine weitere Schülerin? Wieder war es eine Rothwardonin, die im Haus der Wissenschaft untergekommen war und offiziell als Schülerin galt. Allerdings gab es erhebliche Zweifel. Sahira, so der Name der jungen Frau, suchte vor einigen Tagen in Begleitung eines bretonischen Waldläufers zu später Stunde das Gauthier-Anwesen auf. Erschöpft, halb verhungert, und sogar verletzt sei sie gewesen. Am folgenden Tag, so berichteten allzu aufmerksame Mägde, habe die junge Frau einen Priester aufgesucht und sei danach rasch zurück zum Forscherhaus geeilt. Nervös und angespannt habe sie gewirkt, ganz so, als fürchtete sie, von jemandem verfolgt zu werden. Aus dem Haus der Wissenschaft selbst hieß es nur knapp, Sahira habe eine strapaziöse Reise hinter sich. Sie erhole sich bereits und werde in wenigen Tagen ihr Studium aufnehmen.

So hatten in Wegesruh nüchterne Forscher wie neugierige Klatschweiber gleichermaßen einmal mehr einiges an Gesprächsstoff ...

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Mittwoch, 30. September 2020, 16:50

Inzwischen von seiner Reise aus Einsamkeit und dem Besuch des Antiquarischen Zirkels zurückgekehrt, musste der Leiter des Forscherhauses, Namir al-Rashid, bestätigen, was schon länger befürchtet worden war. Die angehende Forscherin Emelyne von Varnberg war zuletzt vor etlichen Monaten in Einsamkeit gesehen worden, von wo aus sie eine kleine Expedition in ein bisher kaum erforschtes Gebiet von Himmelsrand führen wollte. Seitdem fehlte jede Spur von ihr und der Expedition. Dass die junge Bretonin immer noch am Leben sein könnte, galt inzwischen als höchst unwahrscheinlich. Dennoch bestand al-Rashid darauf, Mademoiselle von Varnberg nicht für tot, sondern lediglich als verschollen zu erklären.

Auch die zweite Schülerin aus dem Haus der Wissenschaft, die Rothwardonin Sahira, sorgte für einiges Aufsehen. Wie sich erst vor wenigen Tagen herausstellte (und sich in Windeseile in Wegesruh herumsprach), handelte es sich bei "Sahira" in Wahrheit um Dila at-Hallin, jüngere Schwester des wohlhabenden Händlers Nael bin Tuan al Bergama aus Schildwacht. Fast schon erwartungsgemäß kamen die wildesten Spekulationen auf, noch dazu, als bekannt wurde, dass ihr Mann Amir Tarek at-Hallin bei einem vermeintlichen oder tatsächlichen Unfall ums Leben gekommen war.

Letztlich kamen die meisten Bürger aber zu dem Schluss, dass es sich nur um eine unglückliche Verkettung von Zufällen handelte und "Sahira" lediglich ein zusätzlicher Name der Rothwardonin war. Denn kaum war Dila at-Hallin Schülerin im Forscherhaus, gab es auch schon Hinweise, dass zwischen dem Haus der Wissenschaft und dem Handelshaus al Bergama ein Treffen stattfinden solle, um mögliche Handelsbeziehungen zu erörtern. Es deutete also einiges auf ein Bestreben zu einem engeren Bündnis zwischen den beiden Häusern hin. Womöglich auch, da das Bündnis zwischen dem Forscherhaus und dem rothwardonischen Händler Silann Ashere zusehends brüchiger zu werden schien?

Bei alledem gingen die Forschungen zu Enduum natürlich weiter voran. Manch ein Beobachter sprach schon -teils ernsthaft, teils im Scherz- von einer "ayleidischen Phase" im Haus der Wissenschaft. Nach längeren Studien an einem Dwemerkonstrukt, in Zusammenarbeit mit der Akademie Twyllagea, folgte einige Zeit die Unterstützung des Hauses Dämmerwacht, der sich eine -wie manche meinen: düstere- Phase anschloss, in der das Forscherhaus gemeinsam mit den Gekreuzten Klingen Kultisten jagte. Allerdings wurden die Studien zu Enduum zusehends zu einer enormen Herausforderung. Immer neue Fragen, doch kaum sichere Erkentnisse erschwerten es, zu soliden Forschungsergebnissen zu kommen. Hinzu kam das Fehlen einer gelehrten Person mit dem Fachgebiet Ayleiden. Komtess Vanesé Laurent, die hierfür am naheliegendsten gewesen wäre, war aus privaten Gründen verhindert und konnte die Studien zu ihrem eigenen Bedauern nicht unterstützen.

Indessen gab es Hinweise auf eine neue Forschungsreise, wenngleich sie wohl noch ganz am Anfang stand. Lediglich der Name Immerfort war bereits bekannt, und dass Dila at-Hallin die Forschungsreise unter Anleitung von Namir al-Rashid und Ghin Korcisis leiten sollte.

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Mittwoch, 17. Februar 2021, 15:27

Es war eine kleine Sensation und sprach sich wie ein Lauffeuer in Wegesruh herum - die als verschollen geltende Baroness Emelyne von Varnberg war am Leben und vor wenigen Tagen wohlbehalten in die Hauptstadt des Bündnisses zurückgekehrt.

Im späten Herbst des letzten Jahres gingen die Forscher Studien rund um Enduum nach, und auch eine Expedition nach Immerfort war bereits in Planung, als ein Nord namens Ulfrik Grimsson im Haus der Wissenschaft eintraf. Die Ankunft des Nord war nicht sonderlich überraschend, hatte Namir al-Rashid doch zuvor in Einsamkeit Kontakt zur Zweigstelle des Archäologischen Zirkels gesucht, in dessen Auftrag Grimsson unterwegs war. Kurz darauf musste Comtess Vanesé Laurent aus familiären Gründen abreisen, und auch die Planungen zur Expedition nach Immerfort wurden nicht länger verfolgt. Stattdessen reisten Namir al-Rashid, Dila at-Hallin und Ghin Korcisis in Begleitung von Ulfrik Grimsson in den hohen Norden zur Archäologischen Gesellschaft. So weit, so ungewöhnlich.

Der Aufenthalt in Einsamkeit zog sich jedoch auffallend lange hin. Nach und nach sickerte durch, dass nicht etwa die Archäologische Gesellschaft das eigentliche Ziel war, sondern die Suche nach der verschollenen Emelyne von Varnberg. Es gab Hinweise, dass die Baroness, die zusammen mit vier weiteren Gefährten während einer Expedition verschwunden war, womöglich noch lebte. Doch selbst diejenigen, die sonst stets von den neuesten Gerüchten zu berichten wussten, vermochten nicht mehr in Erfahrung zu bringen.

Bis Emelyne von Varnberg in Begleitung der Forscher in Wegesruh eintraf. Sie war ein wenig erschöpft von einer längeren Reise, doch sonst guter Gesundheit (im Gegensatz zu Dila at-Hallin, die mit einer schweren Erkältung zu kämpfen hatte). Schnell sprach sich herum, dass es ihr gelungen war, eine dwemerische Spieluhr zu bergen. Was die genauen Umstände ihres Verschwindens betraf, verhielten sich die Mitglieder des Forscherhauses jedoch auffallend bedeckt. Von "näheren Untersuchungen" war die Rede, bevor man sich weiter äußern könne. Es schien jedoch, dass die Spieluhr bei dem Verschwinden eine bedeutende Rolle gespielt haben musste - und dass die Baroness wohl allzu unbedacht einen Dwemermechanismus in Gang gesetzt hatte.

Und noch ein Ereignis in Bezug auf das Haus der Wissenschaft sorgte für einigen Gesprächsstoff - zwei weitere Mer waren nun Mitglieder des Forscherhauses. Da war zum einen die Bosmer Liniphia, die sich der Gruppe im hohen Norden angeschlossen hatte. Von dem anderen Neuzugang wusste man bisher nur, dass es ein altmerischer junger Magier war, der der Magiergilde eher zurückhaltend gegenüber stehen sollte. Dass ausgerechnet ein altmerischer Magier im Haus der Wissenschaft mitwirkte, war insofern überraschend, da Namir al-Rashid bekannt war für seine Skepsis sowohl gegenüber Hochelfen als auch Magie. Hinter vorgehaltener Hand wurde hier und da bereits gewettet, wie lange der Rothwardone und der Altmer miteinander auskommen würden.

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Mittwoch, 17. Februar 2021, 16:04

Am Anschlagsbrett unmittelbar vor dem Gauthier-Anwesen wurde vor kurzem ein neuer Pergamentbogen angebracht:


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Enayla La Sorcière (17.02.2021), Sedonis (19.02.2021)

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Mittwoch, 31. März 2021, 16:53

Nach ihrer Rückkehr ins Haus der Wissenschaft planten die Forscher, sich mit der dwemerischen Spieluhr zu beschäftigen, die während der Rettung von Emelyne von Varnberg geborgen werden konnte. Doch wie so oft nahmen die Dinge einen unerwarteten Lauf ...

Dila at-Hallin hatte sich gerade erst im Haus der Wissenschaft eingelebt, als sie unerwartet wieder abreisen musste. Ein schwerer Schicksalsschlag in ihrer Familie zwang die junge Rothwardonin dazu, rasch nach Bergama zurückzukehren und ihr Studium für unbestimmte Zeit unterbrechen zu müssen. Dila konnte noch unbeschwert an den Feierlichkeiten zum 4. Jahrestag teilnehmen, bevor sie die schrecklichen Nachrichten aus ihrer Heimat erreichten.

Auf eben jenen Feierlichkeiten gab es ein Ereignis, welches nur am Rande wahrgenommen wurde ... und eine neue Geschichte ins Rollen brachte. Ein rothwardonischer Bürger überreichte Namir während eines kurzen Besuchs ein Geschenk. Ein kleines Ölgemälde, auf dem ein Rothwardone inmitten der Wüste stolz auf einem Kamel saß. Einfache Amateurskunst, nichts, was nennenswert hätte beeindrucken können. Entsprechend geriet das Gemälde rasch in Vergessenheit.

Zwei Tage später, Namir war in Wegesruh unterwegs, suchte ein Bretone namens Giraud Rolaine das Haus der Wissenschaft auf. Liniphia, Emelyne, Ghin und Aaravos hießen den Mann zunächst freundlich willkommen. Doch vor allem Liniphia und Aaravos wurden rasch misstrauisch, als Monsieur Rolaine sein Anliegen vortrug: er bat um das Gemälde, das Namir geschenkt bekommen hatte. Es handele sich um ein altes Andenken, und Rolaine war sogar bereit, einen ordentlichen Preis dafür zu zahlen. Als der Bretone gar 200 Münzen bot, war die Gruppe sich insgeheim einig, dass hier etwas nicht stimmte, und sie lehnten einen Handel strikt ab.

Als sie später Namir davon berichteten, nahm er die Sache nicht wirklich ernst. Den Schreiber interessierte die Erforschung der geborgenen Spieluhr, weniger Kunstliebhaber mit zweifelhaftem Geschmack. Aus einer Laune heraus machte Namir schließlich den Vorschlag, Nachforschungen über das Bild und den Bretonen anzustellen. Ghin wollte mit der ganzen Angelegenheit von vornherein nichts zu tun haben und sich lieber einer Reihe ayleidischer Schriften widmen.

Doch was Emelyne und Liniphia herausfinden konnten, ließ bereits erahnen, dass mehr dahinter steckte. Giraud Rolaine war ein zweifelhafter Verliesvagabund. Einer, der für einen prall gefüllten Beutel Münzen gerne bereit war, Gräber und alte Ruinen zu plündern. Jemand wie er war wohl kaum grundlos an einem Gemälde interessiert, das es in Schildwacht bei jedem zweiten Strassenhändler zu kaufen gab. Aaravos untersuchte akribisch das Ölgemälde und entdeckte, dass die Leinwand doppelt war. Zwischen den beiden Leinwänden, fast schon klischeehaft wie in einem Abenteuerroman, befanden sich zwei Teile einer alten, vergilbten Karte. Spätestens jetzt hatte alle, mit Ausnahme von Ghin, der Forscherdrang gepackt. Sie wollten unbedingt wissen, was es mit der Karte auf sich hatte.

Bücher wurden von Emelyne und Liniphia durchstöbert, Informationen gesammelt und Überlegungen angestellt. Ghin, Namir und Aaravos indessen versuchten mit einer Mischung aus Magie und Alchemie die Karte zumindest etwas lesbarer zu machen - wobei der Altmer und der Rothwardone die Vorgehensweise des jeweils anderen mit Naserümpfen quittierten. Und doch hatte ihre Zusammenarbeit Erfolg. Es handelte sich um eine Karte aus dem Jahre 246 der Zweiten Ära, ein Grundriss einer -vermutlich- unterirdischen Anlage, die sich in der Alik´r befand. An diesem Ort wurde allem Anschein nach ein altes Schriftstück versteckt, welches den Ahnherren unter den Rothwardonen sehr viel zu bedeuten schien.

Natürlich gab es noch immer zu viele offene Fragen, doch zumindest hatten die Forscher einen ersten Anhaltspunkt und wussten, wo sie ihre Nachforschungen fortsetzen konnten. Sichtlich zufrieden gönnte die Gruppe sich eine kurze Erholung und diskutierte im Salon ihre Fortschritte. Namir machte sichg später noch einmal auf den Weg ins Studierzimmer. Kaum oben angelangt, fluchte er lautstark. Ein dreister Dieb war offensichtlich die Fassade hochgeklettert und hatte sich über eines der Fenster Zugang verschafft. Nach einem kurzen Schreckmoment kam es sofort zu einem Handgemenge, bis Namir mit einem schweren Schlag auf den Kopf niedergestreckt wurde.

Als die übrigen Forscher nach oben eilten, war der Dieb bereits entwischt ... mit einer der beiden Kartenhälften.

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Silann (02.04.2021)