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121

Sonntag, 25. November 2018, 11:38

Aber:

Morgen begrüßen wir euch gerne wieder im Magische Kunstwerke in Wegesruh - dem Laden für Magie, Kunst und Restauration. Besucht uns von 20 bis 22 Uhr (Gardnerhaus @joboxinc)

Eleona

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Sonntag, 2. Dezember 2018, 13:01




Zur Erinnerung:

Zur achten Stunde ( 20.00 ) am Abend öffnet die Feste Wolfenberg wieder ihre Türen. Die offene Feste bietet Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit dem Handelskontor Krimskrams und die Möglichkeit, eine Auswahl an erlesenen Luxuswaren aus ganz Tamriel oder den Erzeugnissen der Baronie zu erwerben.( Anker:@Eleona1969)

Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Herzliche Grüße aus den Nebelbergen!

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Deikan (02.12.2018)

123

Montag, 3. Dezember 2018, 10:55

Der wegesruher Laden für Magie und andere zauberhaften Dinge hat heute ausnahmsweise nicht geöffnet, da wir plotbedingt gerade nicht da sind. Nächste Woche haben wir wieder geöffnet.

Eleona

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124

Sonntag, 9. Dezember 2018, 12:34




Zur Erinnerung:

Zur achten Stunde ( 20.00 ) am Abend öffnet die Feste Wolfenberg wieder ihre Türen. Die offene Feste bietet Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit dem Handelskontor Krimskrams und die Möglichkeit, eine Auswahl an erlesenen Luxuswaren aus ganz Tamriel oder den Erzeugnissen der Baronie zu erwerben.( Anker:@Eleona1969)

Wir freuen uns auf Euren Besuch!


Herzliche Grüße aus den Nebelbergen!


Heute stehen die Tore zum letzten Mal für dieses Jahr allen Besuchern und Gästen offen. Danach begibt sich das Haus Wolfenberg auf die traditionelle Winterreise nach Seeschimmer und wird erst zu Beginn des neuen Jahres in die Heimat zurück kehren.

Wir wünschen allen einen schönen 2. Advent!

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Deikan (09.12.2018)

125

Sonntag, 9. Dezember 2018, 20:06

Morgen hat der Laden für Magie, Kunst und Tee in Wegesruh wieder von 20 bis 22 Uhr geöffnet, kommt gern vorbei und lasst euch verzaubern!

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Freitag, 14. Dezember 2018, 13:44



Endlich war es wieder soweit! Tagelang waren Kisten und Truhen, Bündel und Ballen... Säcke und Fässer in den Laderäumen und auf das Deck der Aurora verladen worden. Überall stapelten sich Getreide und Mehl, Öl und Pökelfleisch, Leinen und Wolle und duftende Schinken. Zu guter Letz verstaute die erfahrene Mannschaft die persönlichen Habseeligkeiten der Wolfenbergs, ehe der Zeitpunkt der Abreise gekommen war. Ein kalter Wind trieb dicke graue Wolken vor sich her , die vereinzelte Schneeflocken zur Erde sandten, als sich das Freiherrenpaar und seine Begleiter in der Feste versammelten. Andere hatten längst scho die rutschigen Planken erklommen und fieberten erwartungsvoll dem Aufbruch entgegen.

Endlich war es so weit. Die Reise nach Seeschimmer war seid Jahren längst zur lieb gewordenen Tradition geworden. Gemeinsam mit den Menschen dort feierte man Saturalia und das Neujahrsfest, dankte den Göttern für das vergangene Jahr und plante das kommende. Noch einmal versammelte man sich in der großen Halle der Feste, um Abschied von jenen zu nehmen, die in diesem Jahr zu Hause bleiben würde. Immerhin musste auch in den Nebelbergen das Leben weitergehen.



Mit den frischen Böen des Windes ging es hinab zum kleinem Hafen, in dem der mächtige Dreimaster tief im Wasser lag. Wie Ameisen wuselten die Seeleute über das Deck und in den Wanten, während Dienstboten und Angestellte , Knechte und Mägde und so mancher Bewohner der umliegenden Siedlungen sich am Steg versammelten, um den Reisenden zuzuwinken. Ungeduldig fieberten die Seeleute dem Ablegen entgegen. Kaum das der letzte Reisende an Bord geklettert war, wurde die Laufplanke eingeholt. Rauh erschollen die Kommandos, als die Männer die Segel setzten. Der schneidende Nordwind bließ seine Backen auf und langsam löste sich das Schiff , um Kurs aus dem Hafen auf die offene See zu nehmen. Kraftvoll dröhnte das Kriegshorn vom Wachtum und sandte einen letzten Gruß den Scheidenden hinterher, ehe die Küste am Horizont versank.

Eine kleine Gruppe scharte sich um das Freiherrenpaar auf Deck und trotzte dem Wind und der Kälte. Vorfreude auf die kommende Reise und die Festlichkeiten.. Entdeckerlust und freudige Erwartung beherrschten die Stimmung. Unter Lachen und Scherzen wurde geplaudert, doch blieb eine gewisse Anspannung der Mannschaft den Reisenden nicht verborgen. Der Freiherr berichtete von einem kleinem Segel, das noch zu weit entfernt war, um Einzelheiten auszumachen. An sich nichts seltsames, liefen doch immer wieder größere und kleinere Schiffe die Feste an. Merkwürdig jedoch war, dass der kleine Segler seinen Kurs parallel zur Aurora nahm.



So gelangte man schnell zu Erzählungen und Geschichten früherer Abenteuer und erzählte sich so manches Seemannsgarn, ehe die herein brechende Nacht und die Kälte die Abenteurer unter Deck vertrieb. Bei heißem Würzwein ließ man in der wesentlich behaglicheren Messe den ersten Abend auf See besinnlich ausklingen.




Mehr Bilder und Geschichten aus Seeschimmer findet ihr hier :

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/wb…immernden-seen/

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Aliisa (14.12.2018), Deikan (14.12.2018)

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127

Samstag, 15. Dezember 2018, 14:34



Weit in den Süden hatten der raue Wind und die Gezeiten das Schiff in den Süden gejagt. Je weiter man die Heimat hinter sich lies., desto mehr spürte man die Kraft der wärmenden Sonne. Unbehelligt zog die Aurora ihres Weges und blieb trotz Befürchtungen so mancher unerfahrener Mitreisender von räuberischen Piraten und hungrigen Freibeutern verschont. Fast idyllisch wirkten die Schwärme von weißen Möwen, die den Dreimaster in der Nähe der Palmen umsäumten Küsten von Stros M´kai begrüßten. In Scharen umkreisten sie die Brigg und hofften auf leichte Beute, denn wie immer nutzte ein Teil der Besatzung die Gelegenheit, um Angelschnüre und Schleppnetze zu Wasser zu lassen. Fisch zum Frühstück.. Fisch zum Mittag und Fischsuppe zum Abend ... und dazu Brot , Haferbrei und Sauerkraut ließen den Speiseplan doch recht überschaubar wirken. Bereits zu Beginn der Reise hatte die eine oder andere Dame mit Entsetzen festgestellt, dass der Koch gegen romantische Augenaufschläge und wackelnde Hüften immun war und beim besten Willen nicht zu überzeugen war, Wunschgerichte zu servieren.

Die zunehmende Wärme ließ die schweren Pelze und Wollkleider in den Truhen verschwinden . Stattdessen zeigten sich leichte und luftige Kleider , die dem einen oder anderen Seemann erfreuliche Einblicke auf rosige Haut und sanfte Kurven bescherten. Rauh flog so mancher anzügliche Kommentar über das Deck oder wurde unter der Hand geflüstert.

Lange dauerte es, ehe das Schiff die Segel reffte, um langsam in den kleinen Hafen von Hundingshafen einzulaufen. Einst einer der ersten Plätzen, an denen die Rothwardonen anlandeten, als sie nach dem Untergang Yokudas endlich Land erreichten, tummelte sich hier nun eine bunte Schar von Seeleuten, Freibeutern, Piraten und Händlern aller Art. Schnell machten sich die Reisenden bereit, um das Schiff nach dem Anlegen zu verlassen. Während die Nerima- Töchter das Anwesen der Familie besuchten, erkundete der Rest die Stadt. Gesäumt von den prachtvollen Sandsteinbauten boten die verwinkelten Gassen und Straßen so manchen überraschenden Schatz zu entdecken. Sei es, dass die Bienenkönigin plötzlich gebannt einem Barden zu lauschen begann, der überraschend eines ihrer Lieblingslieder sang oder man den prachtvollen Brunnen auf einem der vielen Plätze entdeckte. In einem von der Sonne verbranntem Land, in der Wasser der größte Schatz war, kündete er vom Reichtum und Wohlstand seines Erbauers.



Nach einem Besuch auf einem kleinem Basar ging es dann endlich hinaus in die Wüste. Hoch ragte das Felsenmassiv inmitten der Insel vor ihnen auf, als sie sich gut gerüstet mit Proviant und Wasserschläuchen auf einen Fußmarsch zum angedachten Lagerplatz machten. Unbarmherzig brannte die Sonne Stunde um Stunde hinab. Vereinzelt trieb der heiße Atem der Wüste vertrocknete Gräser über die Dünen, die sich einem Wellenmeer gleich in ihrer Weite erstreckten. Doch auch hier gab es Leben. So fand man verlassene Lagerplätze und vereinzelne Gruppen von Palmen, die sich in die Schatten kleinerer Felsgruppen schmiegten. Beeindruckt blieb die Reisegruppe stehen, um eine uralte prachtvolle Statue eines rothwardonischen Kriegers zu bestaunen, der einsam über die Insel wachte.



Im Licht der beiden Monde zog man weiter, denn langsam senkte sich die klare kalte Wüstennacht hinab. Doch die markanten Landschaftsformationen machten es ihnen leicht, den Weg zu finden. Angedacht war ein Lager in einer Höhle unweit der Küste aufzuschlagen, sollten sich doch dort Perlentauchgründe befinden. Anstelle von Perlentauchern jedoch fanden die Reisenden drei von der Sonne gegerbten Leichen und ein zerbrochenes Beiboot, das in einiger Entfernung am Strand lag. Wachsam suchte man die Umgebung ab, um Aufschluß auf Herkunft und Schicksal der Unglückseeligen zu finden, die hier ihr jähes Ende ereilt hatte. Leider blieb die Suche ohne Erfolg. Während die Männer sich nach einem neuem Lagerplatz umsahen, sprach die Freifrau ein kurzes Gebet. Am Morgen würde man ihnen aus angespültem Totholz einen Scheiterhaufen errichten, um sie in allen Ehren zu bestatten. Vorerst jedoch galt es, für die eigene Sicherheit zu sorgen. Nachdem Edgar eine Stelle im Schatten der hohen Felsen auserkoren hatte und schon die Wachen verteilte, machte Aliisa in Begleitung des Freiherren und einiger Damen eine besondere Entdeckung, die zur Verlegung des LAgerplatzes führte. Eine Halbe Stunde waren sie etwa durch das flache Wasser gewatet, als sie eine zauberhafte Bucht entdeckten. Fast völlig umschlossen von hohen Felsen breitete sich ein wahrlich idyllisches Fleckchen Erde aus, das selbst den größten Wüstenmuffel in seinen Bann schlug.

Unter dem Sternenhimmel des Südens richtete man sich hier ein, um die Nacht zu verbringen. Einige plantschten im seichten Wasser, andere labten sich an den auf dem Markt erstandenen Leckrein. Fröhlich und entspannt ließ man den Tag nach der anstrengenden Wanderung durch die Wüste ausklingen, im tiefen Friede mit sich und der Welt vereint.



Am Morgen kehrte man dann für eine kurze Zeit noch einmal zur Höhle zurück. Dank der mitgeführten Ausrüstung war schnell ein Scheiterhaufen errichtet. Ein wenig Öl aus dem Vorrat trönkte das Holz,um es bsser in Flammen zu setzen. Behutsam bettete man die Leichname dort zur letzten Ruhe und versammelte sich am Ufer des Meeres, um im Licht der aufgehenden Sonne den Toten ihr letztes Geleit zu geben. Weit drang die ruhige kraftvolle Stimme des ersten Ritters über das Meer , während eine tiefe Ruhe sich über den Schauplatz senkte. Begleitet vom Rauschen des Meeres züngelten die ersten zarten Flammen auf und leckten an den knorrigen Ästen, die die Glut des Feuers nährten. Der Morgenwind entfachte ihre Kraft und ließ sie heißer brennen und schon bald loderte der Scheiterhaufen hoch auf. Sorgsam wachten die Männer und Frauen, bis die Glut in sich zusammen fiel. Erst als das Feuer erloschen war, nahm das Leben im Lager wieder seinen Lauf und man begann, sich auf die anstehende Weiterereise vorzubreiten. Immerhin galt es, eine Dwemerruine zu erkunden.

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Mehr Bilder unter ;

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…terreise-tag-2/

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Aliisa (16.12.2018)

128

Sonntag, 16. Dezember 2018, 12:42

Morgen hat nochmal das magische Kunstwerke - der Laden für Magie, Kunst und Tee in Wegesruh geöffnet. Zum letzten Mal in diesem Jahr bieten wir von 20 bis 22 Uhr unsere Waren und Dienste an. Kommt gerne vorbei (Gardnerhaus @joboxinc)

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Sonntag, 16. Dezember 2018, 14:29

Winterreise Tag 3​



Kaum das der Scheiterhaufen erkaltet war, wandte man sich den Vorbereitungen der nächsten Reiseetappe zu. Diesmal stand die Erkundung einer alten Dwemerruine auf dem Plan, gedachte der Baron von Silberfels doch garnicht daran, seinen Schülern während der Reisetage den Unterricht zu ersparen. Geschichte und Archäologie bildeten einen wichtigen Schwerpunkt darin. Doch was sollte man bei einem Archäologen und Historiker auch anderes erwarten, der auch noch eine wohlbekannte Leidenschaft für das Volk der Dwemer und seine Technik frönte.

So versammelte er seine Schüler und jene, die sich aus Abenteuerlust am Entdecken anschließen wollten, um einen Abstecher nach Bthzark zu unternehmen, eine alte verlassene Mine, die zu einem vermutlich sehr viel größerem Anlagenkomplex jenes rätselhaften intelligentn Volkes gehörte, das im achten Jahrhundert der ersten Ära auf so rätselhafte Weise verschwand. Ihre Hinterlassenschaften zogen bis heute Forscher, Verliesvagabunden und Abenteurer an, die versuchten, den Maschinen und uralten Gebäuden ihre Geheimnisse zu entlocken. Nicht weniger bezahlten dieses Unterfangen mit ihrem Leben. Das Wissen darum sorgte durchaus für gemischte Gefühle der Reisenden. Doch sehr sorgfältig hatte der erfahrene Wissenschaftlicher sich darauf vorbereitet und wusste um die Bereiche, in denen er seine Schüler relativ gefahrlos führen konnte.

So teilte sich die Gruppe. Der Tross war bereits vorraus gezogen und einige zogen es vor, Krabben am Strand zu fangen, während das unternehmungslustige Trüppchen seines Weges zog. Durch das seichte Wasser folgten sie dem Verlauf der Küste und genossen die Wärme und die malerische See. Es dauerte auch garnicht lange, bis ihre Abenteuerlust belohnt wurde.



Halb im Schlick versunken und von Seetang bedeckt, glitzerten die Salzverkrusteten Beschläge einer schweren Holztruhe im Sonnenlicht. Neugierig begutachteten sie ihren Fund und natürlich wollten sie wissen, was sie da gefunden hatten. So durfte Aliisa einmal mehr ihr Geschick im Umgang mit Schlössen und Dietrichen demonstrieren. Es dauerte eine Zeit, bis Aliisa die Riegel des Schlosses überredet hatte. Doch stolz präsentierte die junge Lady die offene Truhe und durfte den Inhalt begutachten. Doch weder Gold noch Edelsteine waren der von einen oder anderen erhoffte Schatz! Stattdessen fand man durchnässte Kleider, die eindeutig auf einen Mann als Besitzer der Truhe hinwies. Spannender waren der Fund eines durhnässten Dreispitzes, der erste Anhaltspunkte auf Stand und Beruf des Unglücksraben gab und ein noch sehr gut erhaltenes Fernrohr , auf dem der Schriftzug " A. Erkenbrandt" eingraviert war. Die Buchstaben E und A fanden sich auch als kunstvoll gesticktes Monogramm auf dem Hutband. Der Rest der Fundstücke war, von einem Beutel kleiner Zahnräder, kaum noch zu gebrauchen. Später würde man die Truhe jedoch bergen, war sie doch von guter Verarbeitung und Qualität.

Doch zunächst wanderte man weiter zum neuem Lagerplatz, von dem man bereits erste Aussenanlagen der Dwemerruine erblicken konnte.Staunend betrachteten die Reisenden die riesigen Brückenanlagen, die vom höchsten Berg der Insel zum ursprünglichem Eingang führte.



Beeindruckt bestaunten sie die Dampfwolken und die Blitze, die von einer der beiden großen Metallkonstruktionen aufstiegen. Ehrfürchtig wanderten sie weiter und bekamen nur allzu deutlich einen Eindruck von den gigantischen Bauwerken, die die Dwemer, auch Zwerge genannt, hinterlassen hatten. Mächtige Rohre säumten die Geländer , ragten an den Pfeilern empor oder drangen tief in die Erde ein. Ein Summen und Raunen lag in der Luft. Sie schmeckten das heiße Metall, dass in der Luft lag, vernamen den Gesang der Maschinerie, die nach so vielen hundert Jahren immer noch mit äusserster Präszision ihre Aufgaben erfüllten. Begeistert nahm der Archäologe seine Begleiter mit auf eine Reise durch die Zeit und erzählte von der Geschichte der Ruine und seiner Erbauer, deren Rätsel noch lange nicht alle gelöst worden waren.
So dauerte es seine Zeit, ehe man endlich vor dem Eingang stand. Sie betrachteten die steinernen Reliefs, bestaunten die Symbolde und Verzierungen, die überall zu finden waren und tauchten langsam tiefer in die Zeugnisse uralter Geschichte ein.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Mehr Bilder und Geschichten gibt es hier:

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Aliisa (16.12.2018)

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Dienstag, 18. Dezember 2018, 15:08

Wintereise Tag 4 und 5




Der vierte Tag auf Stros M´kai stand noch ganz im Zeichen der Dwemerruine, an derem Fuß man das Lager aufgeschlagen hatte. So wurden vereinzelte Fundstücke und kleinere Artefakte geborgen, um sie daheim genauer untersuchen zu können . Doch auch die mächtigen Mauern mit ihren fremdartigen Ornamenten verlockten noch zu so manchem Blick. Stundenlang wurde Stein um Stein umgedreht, vermessen, gezeichnet , skiziiert und beschriftet, ehe es an der Zeit war, das Lager abzubrechen. Mit dem Einbruch der Dunkelheit machte man sich auf dem Weg zurück nach Hundingshafen, um dort an Bord der Aurora zu gehen. Einmal mehr zog die Schönheit der Wüstennacht die Reisenden in ihren Bann. Sogar die beiden Monde zeigten sich als schmale Sicheln, um den Weg mit ihrem schwachem Licht zu beleuchten.



Unter den fröhlichen Klängen der Zecher in den Hafenschenken zog an man Bord, um schon bald die Reise fortzusetzen. Weiter ging es über das Meer, vorbei an fremdartigen Landschaften und seltsamen Kulturen. Endlich wehte der Wind die Aurora der malerischen Küste von Khenartis Rast entgegen. Hoch oben am Schiff wehte die Flagge des Hauses Wolfeberg und das Banner von Abahs Landung, um schon von weitem den neutralen Status des Schiffes und seiner Passagiere kund zu tun. Immerhin bewegte man sich hier nun langsam auf dem Gebiet des Dominios. Entsprechend war zurückhaltende Vorsicht und erhöhte Wachsamkeit geraten, galt es doch, diplomatische Schwierigkeiten und andere Ärgernisse zu vermeiden.



Eine kleine Gruppe ging unter der Leitung des Barons von Silberfels von Bord,um tiefer in die fremdartige Kultur der Khajit einzutauchen. Geduldig ließ man das Prozedere der Hafenkontrollen über sich ergehen und machte während dessen bereits Bekanntschaft mit einem khajiitischem Hafenarbeiter, der ein Paradebeispiel für die Art dieses Tiervolkes war. Gerissen und geschäftstüchtig, selten wirklich klar.. treibend im Nebel der rätselhaften Ausdrucksweisen, doch durchaus ein nicht unfreundlicher Geselle, erklärte Jelano sich gegen ein paar Münzen bereit, die Fremdlinge über die Insel zu führen. So kamen sie in den Genuß der kunstvollen Bauwerke und beeindruckenden Architektur, betrachteten sichtlich alte Ruinen und prächtige Senchestatuen.

Auch der Besuch im Tempel der Sichelmonde erwies sich als aufschlußreich über die Mentalität und Wesenszüge dieses Volkes, auch wenn man sich mehr Freude am Vermitteln von Wissen über die eigene Geschichte und den Glauben erhofft hatte. So wurde die Unterschiedlichkeit doch sehr deutlich. Die Wanderung über die Insel und die mühsamen Versuche, Zugang zu einander zu finden, hatten viel von der Zeit geraubt und so machte man sich auf den Rückweg zum Schiff, das schon in Bälde ablegen würde. Immerhin wurden sie mit idyllischer LAndschaft und der Schönheit der Häuser für ihren Landgang belohnt.

Für eine gewisse Spannung sorgte noch eine ominöse Kiste, die vom bereits bekannten Hafenarbeiter an Bord gebracht wurde. Doch Aliisa und Angren verhinderten, dass die vielen Beutel weißen Pulvers ein neues Zuhause auf der Aurora fanden. So musste der Hafenarbeiter sehr zu seinem Missfallen die Kiste wieder von Bord tragen, ehe die Laufplanken für die Nacht eingezogen wurden.


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Ein großes Dankeschön an die Spieler, die uns gestern einen netten Abend bereitet haben! Wir kommen mit Sicherheit wieder!

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Aliisa (18.12.2018)

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Donnerstag, 20. Dezember 2018, 14:47

Winterreise Tag 6 und 7




Der letzte Morgen auf Khenartis Rast brachte noch einmal Wärme und Sonnenschein. So nutzten die Reisenden die Gelegenheit , um noch einmal die bunte Stadt am Meer zu erkunden und vielleicht das eine oder andere Mitbringsel zu erstehen. Während die handelsfreudige Freifrau in Begleitung ihrer Wachen und Damen den zahlreichen Marktständen einen Besuch abstattete und edle Stoffe, kleine Kunstgegenstände, Fässer mit Rum und flauschige Teppiche zu erstehen, suchten die beiden Freiherren Linnard und Angren in Begleitung ihres Wolfsrudels, bestehend aus Tessar und Grendel sowie Noir und Leila jene Kahjit auf, die Aliisa am Vorabend beim Misshandeln des Hundes beobachtet hatte. Die beiden groß gewachsenen Männer und ihre vierbeinigen Freunde brauchten nicht lange, um die fellige Hundehasserin davon zu überzeugen, ihnen das Tier zu überlassen. Das völlig verängstige und scheue Tier wurde sicher in einer Transportkiste verstaut und zurück zum Schiff getragen. Dort konnte der Hund, der durch schlechte Erfahrungen misstrauisch und aggressiv nach allem schnappte, das in die Reichweite seiner scharfen Zähne kam, ein warme und gräumige Box unter Deck beziehen und sich von den überstandenen Strapazen erholen. Ein großer Fleischknochen und frisches Wasser füllten seinen BAuch, ehe er erschöpft einschlief. Es würde lange dauern, bis die gequälte Kreatur wieder Zutrauen zu Zweibeinern finden würde.

Auch die Freifrau hatte tierischen Zuwachs mit an Bord gebracht. Um Aliisa nach ihrer Enttäuschung vom Landgang am Abend zuvor ein wenig aufzumuntern, hatte sie auf dem Markt 3 Drachenhühnchen, einen Hahn und zwei Hennen erstanden. Mit einem Sack Futter und einem gut mit Stroh versehenem Holzkäfig hatten die drei putzigen Gesellen ebenfalls vorerst Quartier im Laderaum bezogen. Die Begeisterung und die leuchtenden Augen des jungen Mädchens sprachen für sich. Am Abend fand man sich noch einmal auf Deck zusammen, ehe die Reise weiter ging.

Während der nächsten Etappe wurde es merklich kühler und stürmischer das Wetter. Weiter ging es über das Meer, entlang an den vulkanischen Gestaden Vvradenfells, von der der rotglühende Vulkan weit über das Land leuchtete. Vereinzelt trieb der Wind Ascheflocken bis zum Schiff hinüber und ein schwefliger , sengender Geruch kitzelte die Nase. Doch auch jene aschebedeckten Lande ließ man hinter sich.

War es bislang kühl gewesen, so wurde es nun empfindlich kalt. Das Blau des weiten Ozeans wurde zunehmend von glitzernden Eisschollen und zuckrigen kleinen Eisbergen durchbrochen. Schwieriger wurde die See und Schneeflocken tanzten lustig im Reigen. Leichte Kleider und Tuniken verschwanden in den Truhen und machten den dicken Winterkleidern und weichen Pelzumhängen Platz. Gut vorbereitet hatte man die Reise angetreten und so konnte die Aurora unbesorgt in einen kleinen Naturhafen auf Ödfels anlaufen, um Frischwasser und Proviant an Bord zu nehmen. Während ein Teil der Mannschaft auf die Jagd zog, um Wasser und Fleisch zu er beuten, setzte das Freiherrenpaar mit seinen Begleitern über, um die Insel zu erkunden . Tief verschneite Wälder und von Schnee und Eis bedeckte Felsen empfinden sie als malerische Kulisse.



Ein kräftiger Wind wehte von Nord und sorgte dafür, dass die Abenteuer möglichst in Bewegung bleiben wollten. So wurde eine Frist von zwei Stunden gesetzt, nach der die Beiboote die Reisenden wieder aufnehmen sollten. Mit Schneeschuhen ausgerüstet machte man sich daran, um nach einer kurzen Orientierung tiefer in die verschneite LAndschaft einzutauchen. Gemeinsam stieg man den Hang empor und nicht nur die Wölfe hatten ihren Spaß an der pudrigen glitzernden Masse. Ausgelassen drang das fröhliche Lachen durch den Wintertag , als die ersten Schneebälle flogen. Auch die Kinder, für die der Aufstieg noch zu beschwerlich gewesen wäre,blieben unter den wachsamen Augen einiger Wachen und der Kindermädchen zurück und tollten durch den Schnee. Schweißtreibend war der beschwerliche Weg, der durch eine vereiste Rinne steil nach oben führte. So wurde der Gruppe recht schnell warm, während der Wind rauer und kälter wurde. Dichte Flocken wehte er ihnen entgegen und schimmernd bestaunten sie die mannshohen Eiszapfen, die als schimmernde Kaskade von den Felsen hinab hing.




Ein plötzlicher Hilfeschrei unterbrach die Idylle jedoch schlagartig. Abrupt verstummte er sogleich, doch hatten die Reisenden ihn wohl vernommen. So machte man sich schleunigst , doch mit geratener Vorsicht auf, um dem Hilferuf nachzugehen. Noch nie hatte man jemanden sich selbst überlassen, der in Not geraten war und auch dieser Hilferuf sollte nicht ungehört verhallen. Als sie um ein Felsnase bogen, blickten sie auf drei vierschrötige Kerle, die sich gerade über eine am Boden liegende Gestalt hermachten. Daneben drei schwere Kaltblüter und ein klappriges , betagtes Packpferd. Als die drei grimmigen Gesellen sich einer gut gerüsteten Übermacht der Reisenden und den scharfen Zähnen der Wölfe gegenüber sahen, beschlossen sie , doch lieber Fersengeld zu geben und sprangen auf die Pferde. Das vierte Pferd mitzerrend, stoben sie so schnell es ging davon, während sich ihr Opfer fluchend aus dem Schnee aufrappelte. Durch das zufällige Erscheinen der Wanderer war die Nord, die sich als Händlerin Svana vorstellte, unverletzt geblieben. Doch nicht nur der Warenbestand, sodern auch die überlebenswichtige Ausrüstung war verloren gegangen. Eingehend befragten Freiher und Ritter sie nach Herkunft und Weg, war doch eine gewisse Vorsicht gegenüber einer Fremden in einem potentiell feindseeligem Gebiet geraten. Sie berichtete, dass sie selbst erst auf der Insel angekommen war und hier versuchen wollte, ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von alltäglichen Bedarfswaren zu verdienen. Doch dieses Unterfangen hatte unter einem schlechtem Stern begonnen und so bat die Nord die Reisenden um Hilfe.



Dieses Ersuchen spaltete die Reisegruppe in zwei Teile. Während Imbera, Gashra und Alawen lieber den Weg zur Küste antraten, entschied der Freiherr, dass man zumindest ein Stück Weit den Spuren der Reiter folgen könne. Immerhin war ohnehin beabsichtigt gewesen, sich die Insel anzusehen und ausreichend Zeit war vorhanden. Also konnte man ebenso gut Ausschau nach den Reitern halten, auch wenn es unwahrscheinlich war, dass man diese zu Fuß einholen würde. Für den Fall des wahrscheinlichen Misserfolges boten sie Svanna jedoch an, sie mit an Bord zu nehmen , wenn sie nach Windhelm zurück kehren wollte. Doch zuächst ging es weiter durch die tief verschneite LAndschaft. Den Spuren der Reiter war leicht zu folgen, doch der Weg war mühsam. So schnauften sie trotz guter Kondition, als sie endlich einen Weg erreichten und in der Ferne ein Haus erspähten. In der Hoffnung, dort Auskunft zu finden, folgte man dem Weg und traf auf eine kräftige Frau, die den Reisenden zunächst wachsam, doch dann freundlich entgegen blickte. Eine Schneelawine vom Dach hatte den Eingang des Hauses veweht und so schaufelte sie kräftig. Eine kurze Befragung brachte die Erkenntnis, dass die drei Schurken vermutlich zu einem Handelsposten unterwegs waren, der sich in einiger Entfernung befand. Aufgrund des sich verschlechternden Wetters und der fortgeschrittenen Zeit entschieden sich die Reisenden, zunächst an Bord der Aurora zurück zukehren und am nächsten Tag den Handelsposten aufzusuchen. Dabei spielte die Suche nach Handelsgütern und neuen Bekanntschaften durchaus eine entscheidende Rolle. Svanna begleitete ihre Retter und auch, wenn ihr Edgar zwei unauffällige Wachen zuteilte, versorgte man sie mit dem Nötigsten.Bei einem einfachem, doch kräftigem Mahl und heißen Getränken wärmte man sich auf und ließ den Tag gemütlich ausklingen.



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Aliisa (21.12.2018)

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Freitag, 21. Dezember 2018, 14:05

Winterreise Tag 8



Auch der achte Tag stand ganz im Zeichen von Schnee und Kälte und auch die folgenden würden sicher nicht anders verlaufen. Kaum hatte man auf der Aurora ein ausgiebiges Frühstück genossen und sich für den kommenden Tag gestärkt, ließen die Seeleute auch schon die Beiboote zu Wasser. Diesmal gingen nicht nur die Erwachsenen an Land, sondern auch die Kinder brannten auf Schneemann bauen und Schneeballschlacht.. auf Abenteuer und Entdeckerlust. Schon bald erfüllte das fröhliche Lachen der tobenden Kinder und Wölfe den Küstenstreifen und den nahen Wald. Unter den wachsamen Augen ihrer Beschützer tollten die kleinen und größeren Knirpse munter umher und genossen die Schneelandschaft in vollen Zügen. Da wurde gerutscht und geschlittert... mit Schneebällen gworfen... Schneemänner gebaut und sich im Schnee eingegraben.

Auch die Erwachsenen konnten sich der Lebensfreude und - lust nicht entziehen und genossen die unbeschwerten Minuten, die sie gemeinsam mit ihren Kindern verbringen konnten. Fern der Heimat waren die Pflichten nicht ganz so zahlreich , die Aufgaben nicht so drängend, als das man sich diese kostbaren Momente versagt hätte. Freiherr und Freifrau waren schon bald nicht weniger mit Schnee bedeckt als ihre Sprößlinge und ganz sicher bekam auch so mancher Mitreisende seine Portion Schnee ab. Es gab keine Gnade!

Gegen Mittag aber, nachdem sich alle nochmal gestärkt und mit trockener Kleidung versehen hatten, wurde es ernster. Ein Teil der Seeleute brachte Ausrüstung und Proviant an Land, um sich für die Wanderung über die Insel zu rüsten. Trotz einer gewissen Skeptik war die Entscheidung gefallen, aus unterschiedlichen Motiven den HAndelsposten aufzusuchen und sich dort einmal umzusehen. Wenn man dann noch vielleicht das eine oder andere Teil der Habe der rothaarigen Nord fand, um so besser und natürlich würde man sich nach den Banditen erkundigen. Immerhin war man selbst auf der Insel unterwegs und legte wenig Wert darauf, marodierende Gesellen im Rücken zu haben. Drei treue Seeleute sollten die Truppe begleiten, um die Ausrüstung und vielleicht HAndelsgüter zu tragen. Mit wärmenden Zelten, Schlafsäcken und mehr war man selbst auf eine Übernachtung im Tiefschnee vorbereitet, zeltete man doch nicht zum ersten Mal unter derartigen Bedingungen.



Gleißend hell schien die Wintersonne auf die Insel und blendend weiß breitete sich die Insel vor ihnen aus, als sie sich am Strand versammelten. Um diesmal Unstimmigkeiten zu vermeiden, gab die Freifrau die Entscheidung des Paares bekannt, heute ohne Ansage einer Rückkehr aufzubrechen. Stattdessen würde man, gut vorbereitet auf alle Eventualitäten sehen, was der TAg bringen möge und stellte jedem frei, mitzugehen oder aber den Landgang nach eigenem Ermessen zu gestalten. Die Besatzung der Aurora würde unterdessen die letzten Wasserfässer füllen und dann an Bord zurück kehren, um auf ein Signal zu warten, dass der Landgang beendet worden war. Wie schon am Tag zuvor zogen es drei Reiseteilnehmer vor, lieber mit dem Beiboot zur Aurora zurück zukehren anstatt sich auf ein Abenteuer ins Ungewisse zu stürzen.

So zog die kleine Gruppe in Begleitung der treuen Wölfin Tessar und der Seeleute erneut hinauf in die Berge. Den Weg zum Haus der schneeschaufelnden Nord fand man recht schnell wieder. Dort angekommen, galt es , sich zu orientieren. Der würzige Duft nach Tanne und Harz erfüllte die klare Winterluft. Langsam schob der auffrischende böige Wind neue Schneewolken heran und trübte den bislang klaren Tag. Zumnehmnd verschwand die Sonne hinter dicken Wolken und eisig biß der Wind in jedes ungeschützte Körperteil. Wie die freundliche Dame es beschrieben hatte, fand man den Hochweg unweit der Sägemühle und folgte ihm., Hier im Hochwald schützten die hohen Bäume vor dem eisigen Wind und das Wandern wurde leichter. So kam man gut vorran und hatte Zeit, die malerische Schönheit der Region zu genießen, ehe das Gelände wieder schwieriger wurde. Das auch hier so manche Schneewolke nicht ganz zufällig von den dick verschneiten Zweigen fiel.. mochte man sicher erahnen.



Steiler wurde der Abstieg vom Berg hinunter ins Tal.. wo man dem Wind und dem Wetter wieder schutzlos ausgesetzt war. Drohend ballten sich zunehmend die Wolken am Horizont zusammen und so beschleunigte man das Tempo, soweit das unter diesen Bedingungen möglich war. Glitzernde Eiszapfen säumten Felsen und vereiste Brücken, als endlich der HAndelsposten in Sicht kam. Ein kleiner Platz auf einer Lichtung mit einfachen HAndelskarren, deren Händler gerade dabei waren, sich auf das kommende Unwetter vorzubereiten oder sich schon in die Sicherheit ihrer Hütten begeben hatten. Ausgerechnet ein Khjait war es, der noch nicht ganz fertig geworden war und so sah er sich der Reisegruppe gegenüber. Geschäftstüchtig wie dieses Volk nunmal ist, witterte er das Geschäft mit Informationen.




Ein paar Münzen lösten seine Zunge und so erfuhren die Abenteurer, dass die gesuchten Banditen tatsächlich am Tag zuvor vorbei gekommen waren. Sie waren in Richtung einer nahen Höhle gezogen, die bei den Jugendlichen der Insel sehr bliebt war. Legenden erzählten, dass es dort spukte und so wagte so mancher heranwachsende Jüngling es , dort zu übernachten und den Geistern zu trotzdem um sich vor seinen Freunden hervorzutun und seinen Mut zu beweisen. Solche Legenden entfachten die Neugier bei so manchem Mitreisenden und so zog man weiter, um sich diese Höhle einmal anzusehen und natürlich auch., um einen sicheren Lagerplatz zu finden. Der Rückweg zum Schiff war zuweit, um dieses noch vor dem heranbrausenden Sturm zu erreichen und so beschleunigte man die Schritte.

Entlang der Küste ging es weiter.. vorbei an vereisten Seen und Flüsse.. über ein löchriges Eischollenfeld, während das Wetter sich zunehmend verschlechterte. Dennoch blieb man im Schutz einiger Böum zunächst stehen, damit Alyssia die LAge erkunden konnte. Als sie berichtete, das keine Anzeichen für Gefahr von Mensch und Tier zu finden waren und es auch keine Hinweise gab, dass in letzter Zeit jemand vorbei gekommen war, flüchtete die Gruppe nur zu gern in die Sicherheit der Eishöhle, denn just in diesem Moment brach der eisige Sturm mit Donner, Blitz und Schneetreiben in voller Stärke über die Insel heran. Einige Fackeln wurden entzündet und fasziniert zog das blaugrüne Leuchten der uralten Eisschichten die Menschen in ihren Bann.

Eleona

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Freitag, 21. Dezember 2018, 14:06



Während der erste Ritter vornehmlich nach einem sicherem Lagerplatz Ausschau hielt, bewunderten die Damen die bizarren Eisformationen und kristallene Gebilde und staunten über eine Welt, wie sie sie noch nie gesehen hatten. Doch schon bald holte sie ein seltsamer Fund wieder in die Realität zurück, denn ein Haufen Pferdedung gehörte sicher nicht zu dem, was man hier erwartet hätte. Als Edgar auch noch die Spuren von Pferdehufen fand, klingelten alle Alarmglocken, verfolgte man doch auch drei Reiter auf vier Pferden. Entsprechend setzte man vosichtig mit der Hand an der Waffe den Weg fort, um dem Geheimnis der Höhle auf den Grund zu gehen. Immerhin war man deutlich in der Überzahl und kampferfahren und durch den Sturm ohnehin in der Höhle gefangen. So war es nicht nur geraten, sondern zwingend notwenig , sich ein Bild von der Situation zu machen, um keine böse Überraschung zu erleben. Geduckt schlich man durch die Gänge, erkundete Kaverne um Kaverne, ehe man den Schein eines Lagerfeuers entdeckte. Mit äusserster Vorsicht näherte man sich dem Platz und fand einen großen runden Raum, der scheinbar auf den ersten Blick keinen Ausgang hatte. Vier Pferde, darunter die alte Betti und die verstreute Habe von Svana verschafften Gewissheit, das man das Lager der Räuberbande gefunden hatte. Doch von den Schurken auf den ersten Blick keine Spur. Wo also waren sie?



Langsam schlich man näher und nun entdeckte man auch Fackelschein und Bewegung am hinterem Ende des Raumes. der sich als äussert geräumig erwies. Leise wurde beratschlagt, wie man am besten vorgehen sollte. Doch einer der BAnditen entdeckte Yasmina zu früh und so verlor die Gruppe den Vorteil des Überraschungsangriffs.. Wütend brüllten die Räuber, man solle aus ihrer Höhle verschwinden.. einem Ansinnen, dem man natürlich nicht Folge leisten würde.. Ein Wortwechsel sorgte für erhitzte Gemüter auf beiden Seiten. Schnell löschten die Schurken ihre Fackeln, um nicht zur Zielscheibe zu werden . Doch Aliisas Brandpfeile hatten nachhaltig Erfolg. Pfeile flogen von beiden Seiten ohne vorerst viel Schaden anzurichten. Als jedoch einer dr Räuber brennend aus seinem Versteck torkelte, brach das Chaos aus.. Rauch erfüllte die Höhle , als Flammenzungen zunehmend emporleckten. Das auch noch eine riesige schwarze Wölfin grollend und knurrend über sie kam, der Alyssia, Yasmina und Edgar folgten, hätten die Raubgesellen wohl nicht erwartet. Einer zog es panisch vor, sich zu ergeben... einer hauchte am Boden sein Leben aus.. nur dem dritten Banditen gelang die Flucht durch einen Geheimgang und auch die Wölfin, die ihn verfolgt hatte, vermochte ihn nicht mehr zu stellen. Mit einer Platzwunde kehrte das treue Tier zu seinen Gefährten zurück, die den überlebenden Banditen in Fesseln gelegt hatten. Zeit, durchzuatmen und die Beute zu sichten. Zu ihrer großen Freude fand Svana nicht nur ihr Pferd wieder, sondern bis au Gold und ihr Schwert auch ihre komplette Ausrüstung. Den brauchbaren Rest würde man mitnehmen und einem besserem Verwendungszweck zuführen als es bislang vermutlich der Fall war.

Müde und erschöpft, aber zufrieden schlug man imRäubernest das Nachtlager auf. Am Morgen würde einer der Matrosen Nachricht zur Aurora bringen und mit einem Schlitten und zusätzlichen Männern zurück kehren, um die erbeuteten Dinge aufzuladen. Doch vorerst senkte sich die Stille der Nacht über den von Feuern und Fackeln nur schwach erhellten Raum.





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Samstag, 22. Dezember 2018, 14:52

Winterreise 9



Es war eine kalte Nacht, umgeben von Eis und Schnee, die unsere Reisenden in der Höhle verbrachten und stürmisch war es auch auf der Aurora gewesen, die beim Herannahen des Unwetters die küstennahen Regionen verlassen hatten, um nicht in den zahlreichen Klippen und Eisbergen zu zerschellen. Die offene See war ein weit sicherer Ort als der Ankerplatz in der malerischen Bucht, über der die Gewalten der Natur unbarmherzig tobten. Ungewissheit und Sorge erfüllten die Herzen hier wie dort, denn auch die sorgfältigste Vorbereitung und die beste Ausrüstung war niemals eine Garantie für eine unversehrte Heimkehr. So bepfahlen sie sich dem Schutz und Segen der Göttlichen anheim und beteten für ein glückliches Wiedersehen mit Familie und Freunden.

Als der Morgen anbrach, verließen die einen die sichere Höhle, die ihnen Schutz und Obdach gegeben hatten. Strahlend schön erblickten sie die neugeborene Welt, die nach dem Abklingen des Sturmes ein völlig anderes Anlitz zeigte als zuvor.. Felsen waren zu Tage getreten, wo vorher hohe Schneeberge lagen. Bäume waren entwurzelt und wie bunte Spielstäbchen aufeinander geworfen worden. Riesige Gebilde aus Schnee und Eis hatte der Sturm aufgetümt und heller Sonnenschein verzauberte das Land. Einer der Matrosen machte sich auf den beschwerlichen Weg zur Küste, um dem Schiff Kunde zu bringen und Schlitten wie Verstärkung zu der Gruppe in der Höhle zu führen-



Auch die Aurora war inzwischen an den Ankerplatz zurück gekehrt und hatte die Beiboote zu Wasser gelassen,um nach den im Sturm Verschollenen zu suchen. Insbesondere der Freiherr war in Sorge über seine junge Gattin, verbrachte das Paar doch nur selten längere Zeit getrennt und auch dann nur, wenn es absolut unvermeidbar war. Längst schon hatte er ihr wie besprochen mit Grendel folgen wollen, doch auch das hatte das Unwetter verhindert. Auch der große schwarze Rüde war unruhig und nervös und lief grollend über den Strand, um nach Spuren seiner Gefährtin zu suchen. Erleichert atmete der Freiherr auf, als Mick , bestäubt von Schnee und bereift, endlich am Strand ankam und Kunde brachte, dass alle die Nacht wohl auf überstanden hatten. Zusätzliche Träger und ein Schlitten solle er zu einer Eishöhle kommen, die sich ein ganzes Stück im Norden der Insel befand. Den Göttern sei dank führte die Aurora einige Zugschlitten mit, um die Vorräte für Seeschimmer transportieren zu können. So wurde einer davon ausgeladen und mit warmer Kleidung, Vorräten und Medikamenten beladen. Ungeduldig eilten sich die Männer , die Vorbereitungen zu beenden. Und so brachen Tenzin , der Sattler und der Freiherr mit drei Matrosen, einer davon Mick als Führer, um zur Expeditionsgruppe zu stoßen.

Beschwerlich war ihr Weg und nur Dank ihres Führers fanden sie nach schweißtreibender Wanderung die Vermissten. Erleichtert schloß der Freiherr seine Gattin in die Arme als wolle er sie nie wieder los lassen. Auch Tessar und Grendel begrüßten sich stürmisch nach wölfischer Art, während die Freifrau ihren Gatten über das wichtigste im Schnelldurchlauf informierte. Während die Männer ein Lager davor aufschlugen, begab sich das Ehepaar mit seinen Gefährten zurück in die Tiefe der Eiswelt, die auch den Sattler und den Freiherrn sofort in ihren Bann zu ziehen vermochte. Hinten im Räubernest verhörten derweilen Sir Edgar und die rothwardonischen Zwillinge den Gefangegen, um Auskünfte über den Verbleib des dritten Räuberbruders zu erlangen.

Endlich wieder vereint, berichtete Edgar , was sie unterdessen erfahren hatten und man beratschlagte, wie man nun vorkehren wolle. Während die Männer am Liebsten abgerückt wären, um an Bord zurück zukehren, lockte vor allem die neugirigen Damen, allen vorran die Freifrei der geheimnisvolle Gang, in dem der Bandit mit Tessar verschwunden war.



Nach kurzer Beratung entschloß man sich, den GAng zu erkunden. Allen vorran sollte Tenzin, der bärenstarke Ork gehen, der in den Nebelbergen ein neues Zuhause gefunden hatte, um mit einem mächtigem Kriegsspeer aus dem Beutefundus nach Fallen und bösen Überraschungen zu suchen. Eng wurde es, als man nach und nach in den Gang eindrang und nicht wenige witzelten darüber, was geschehen würde, wenn der massige Ork stecken blieb. Einige Fackeln erleuchteten die Finsternis mit einem spärlichem Licht . Weit jedoch kam man nicht.. zur Verwunderung aller hörte der GAng nach kurzer Zeit einfach auf. Was war gschehen? In Luft hatte sich der Flüchtige bestimmt nicht aufgelöst und auch eine magische Flucht war mehr als unwahrscheinlich. Hätte er jedoch die NAse aus dem Gang heraus gesteckt, wäre er der Gruppe, noch mehr aber der Wölfin in die Fänge gelaufen. Es musste einen Ausgang geben.. darin waren sich alle einig. Nur wo? Gründlich begann der Ork die kahle Felswand abzusuchen und entdecke einen schwachen Luftzug aus einem Spalt. Tatsächlich! Irgendwas Großes versperrte den Weg und nur der geballten Kraft der Männer und des massiven Speeres war es zu verdanken, dass der Felsen, der das Loch im Berg versperrte unter Ächzen und Keuchen zur Seite gerollt wurde. Neugierig drang man weiter vor und landete in einem Raum nach dem Eingang. Enttäuscht mussten die Abenteurer erkennen, dass der mit allen Wassern gewaschene Schurke sie umgangen und längst das Weite gesucht hatte. Das Weite? Auch er hatte bis zum Morgen in der Höhle festgesessen. Wie weit mochte er wohl gekommen sein? Nun wich die Entdeckerlust dem Ehrgeiz, den Schurken doch noch zu stellen. Immerhin gab es ein Mitglied der Gruppe, das Fährten selbts da fand, wo keines Menschen Auges mehr eine Spur erblickte. Eleona schickte Tessar auf die Spur des Räubers, mit dem die Wölfin noch eine Rechnung offen hatte. Und wirklich! Recht schnell fand das treue Tier eine frische Fährte. Flink folgte man hier. Hinaus ging es aus der Höhle. entlang am Felsmassiv in Richtung Küste..



Grendel begleitete seine Gefährtin und ließ sie ebenso wenig aus den Augen wie der Freiherr seine Gemahlin. So ging es weiter und weiter..Das Verhalten der Wölfe zeigte, dass sie noch immer auf der Fährte waren und endlich erstarrten beide grollend.. Sie mussten ihr Opfer gefunden haben. Die gut ausgebildeten Raubtiere gaben keinen Laut von sich, um ihre Beute nicht auf sich aufmerksam zu machen. Doch eindeutig waren die Signale, die sie ihrem Rudel vermittelten. So schlich man vorsichtig näher und entdeckte den Gesuchten auf einer kleinen Insel auf der anderen Seite eines vereisten Flusses, der gerade mit einem Zelt beschäftigt war. Als er im Inneren des Zeltes verschwand, nutzten der Freiherr und seine Männer die Gunst der Stunde und drangen fast bis zum Zelt vor. Auch die Wölfe und die Frauen folgten ihnen kampfbereit. Dann verlies sie das Glück und der Bandit entdeckte seine Verfolger. Während der Freiherr ihn in wortreich, doch wenig vielversprechend geführte Verhandlungen verwickelte, umstellte man das Zelt. Tenzin gelang es, in seinen Rücken zu gelangen und einen Blick ins Innere zu werfen ohne das der auf die Vorderseite konzentrierte Schurke ihn entdeckte. Der ungeschützte Rücken war zu einladend, als das der ehemalige Söldner widerstehen konnte und so ging er seinen Gegner an, um ihn zu überwältigen. Es kam zu einem kurzem, doch kräftigem Handgemenge, in das auch Edgar und der Freiherr eingriffen. Zu dritt überwältigten sie den räuberischen Schurken , der sich wenig später gut verschnürt neben seinem Bruder wiederfand.

Zufrieden wollte man sich schon auf den Rückweg zur Höhle machen, als man entschied, das Zelt und die Ausrüstung einzusammeln. Warum gutes Material verschwenden. Doch warum war der Räuber nicht geflohen sondern hatte dort gegraben? Yasmina durfte endlich beweisen, das sie mehr konnte als unbedacht die Gruppe zu gefährden. Sie begann, tiefer im Loch zu graben. Die schweißtreibende ungewohnte Aufgabe erledigte die junge Lady ohne zu murren und wurde dafür belohnt, als die Schaufel auf Holz stieß.



Einige Schaufel später war eine große Truhe freigelegt, die sich voller Schätze entpuppte. Beutel mit unbekannten Inhalt.. wertvolle Waffen, kostbare Bücher , Juwelen und Edelsteine funkelten und gleißten in der hereinbrechenden Dämmerung. Mehr als genug, um den drei Räubern ein gutes Leben zu ermöglichen. Nun beschloß man, den Schatz für gute Dinge zu verwenden und schmiedete bereits erste Pläne. Voirerst jedoch kehrte man ein weiteres Mal zum Lager zurück, dass die Seeleute vor der Eishöhle errichtet hatten. Eine weitere Nacht in Eis und Schnee, doch geborgen in der Sicherheit des wärmenden Feuers und der Gemeinschaft lag vor ihnen.



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Sonntag, 23. Dezember 2018, 14:30

Winterreise Tag 10



Es war ein schöner kalter, doch klarer Morgen, der die Reisenden am 10. Tag ihrer Winterreise begrüßte. Leise knisterte der Frost in den Bäumen und schimmernd breitete sich das Weiß des über Nacht gefallenen Schnees vor ihnen aus. Ein großes Feuer spendete Wärme und sorgte für heißen Tee und eine Schale Suppe, die aus den mitgebrachten Vorräten schnell bereitet war. Doch dann wurde es arbeitsreich.. Es galt, das Diebesgut in der Höhle zu sichten, auszuwählen, was auf den großen Schlitten verladen werden sollte und was als Zeugnis des schaurigen Treibens der Larsson- Brüder zurück bleiben würde. Diese warteten in Fesseln unter der Bewachung grimmiger Seeleute darauf, der örtlichen Gerichtsbarkeit zugeführt zu werden.



All ihre Versuche, mit schönen Worten und Schmeicheleien den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, prallten jedoch an den stoischen Minen ihrer Bewacher und der kalten Schulter der vermeidlich angehimmelten Damen ab.



Endlich war der schwere Schlitten voll beladen. Die Leiche des dritten Räuberbruders wurde auf den kräftigen Hengst geschnallt, der mit seinen zwei Stuten künftig die Zucht der Wolfenbergs verstärken wurde. So kam man ganz nebenbei noch an die begehrten nordischen Kaltblüter, die man hatte erwerben wollen.



Der starke Hengst, der sicher mehr als eine Tonne wog, hatte den klangvollen Namen Hakkon erhalten.





Die beiden ruhigeren Stuten wurden am Zugschlitten angeschirrt und sollten diesen durch das unwegsame Gelände zur Küste ziehen. Auch für die kräftigen Pferde keine leichte Aufgabe. Kleine Dampfwolken lösten sich aus ihren Nüstern, während sie schnaubend die weichen Mäuler vorerst noch im Hafer versenkten. Vor allem Tenzin hatte sich bereits in die schönen Tiere verliebt und betrachtete sie in so manchem unbeobachtetem Moment mit leuchtenden Augen.

Nachdem sich alle mit heißem Tee und einer Schale Suppe gestärkt und sich seinen Anteil aus der Beutetruhe gesucht hatte, ging es dann auch schon los, dem Dorf Ödfels entgegen.



Um die dortige Bevölkerung nicht zu beunruhigen, beschloß man, zunächst nur Edgar und Svana zum Dorf zu schicken, damit sie den Kontakt zu den Einheimischen herstellen konnten. Nach einem Gespräch mit den Torwachen verschwanden sie mit den Gefangenen, die natürlich lautstark versicherten, unbescholtene Bürger zu sein, in der Amtsstube des örtlichen Hauptmanns. Der Rest der Gruppe wartete im Windschatten vor dem Dorf geduldig auf ihre Rückkehr und vertrieb sich die Zeit mit fröhlicher Plauderei und Scherzen. Besprochen worden war auch, einen Teil des gefundenen Diebesgutes zu nutzen, um Kindern, die durch die Räuber ihre Eltern verloren hatten., eine sichere Zukunft zu finanzieren.



Es sollte geraume Zeit dauern, ehe Edgar mit einem gesiegeltem Schreiben zurück kam, gegen das man in Windhelm das Lösegeld abholen können würde und der Nachricht, dass die Dame über die Feiertage sich nach Kindern erkundigen würde, die dringend Hilfe benötigten.



Zufrieden machte man sich auf den Weg zurück zum Schiff, während die Dämmerung langsam einzusetzen begann und schon wieder vereinzelte Schneeflocken vom Himmel fielen.



Müde und durchgefroren erreichten sie endlich die Beiboote und setzen nach dem überstandenem Abenteuer reich an Eindrücken und Erfahrung auf die Aurora über, um die Reise nach Windhelm fortzusetzen.

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Montag, 24. Dezember 2018, 17:47

Winterreise Tag 11



Mit dem eisigem Wind, mit dem die Aurora im Hafen von Windhelm empfangen wurde, machte die Stadt ihrem Namen alle Ehre. Das letzte Stück auf See war für Schiff und Mannschaft eine Herausforderung gewesen. Zahlreiche Eisschollen und kleine und große Eisberge kreuzten immer wieder die Fahrtrinne. So mancher unachtsame Seefahrer war hier schon gesunken, nachdem die rasiermesserscharfen Kanten des ewigen Eises den Rumpf aufgeschlitzt oder das Deck zerschlagen hatte. Doch die Aurora war ein gutes starkes Schiff und Eisenhand befuhr mit seinen Männern diese Gewässer nicht zum ersten Mal. So betraten die Reisenden am späten Nachmittag eines grauen wolkenverhangenen Tages endlich den Anlandesteg im Hafen von Windhelm.



Während die Schauermänner das Schiff sofort zu entladen begannen und die Seeleute die Waren und Vorräte, die für Seeschimmer vorgesehen haben, machte sich der Freiherr in Begleitung zweier seiner Männer auf den Weg zur örtlichen Obrigkeit. Immerhin galt es, ein Kopfgeld einzulösen. Die reiche Beute und der beträchtliche Kopfgeldbetrag waren ein zusätzlicher Lohn für die Tage in Eis und Schnee, nicht zu vergessen den Umstand, guten und aufrechten Menschen geholfen und sie von einer langen Plage befreit zu haben.



Es dauerte eine Weile, bis der Freiherr zu den seinen zurück kehrte . Überall in der Stadt feierten die Nord, sangen und tanzten.. Die Kälte konnte dieses robuste Völkchen nicht schrecken. Linnard hingegen war das unterschwellige Gären an mancher Straßenecke nicht entgangen und so konnte er es kaum erwarten, der Stadt den Rücken zu kehren. Ganz im Gegensatz zur einen oder anderen Dame, die sich gern länger in den Gassen Windhelms umgesehen hätte. Uralt ragten die Mauern vor ihnen auf. bezeugten die Stärke und die Kraft der Menschen, die seid jeher in der wohl kältesten Region Tamriels den Widrigkeiten der Natur trotzten.
Die kräftigen Pferde wurden vor die Zugschlitten gespannt, die hoch beladen waren. Seeleute und Fuhrknechte verteilten sich bis an die Zähne bewaffnet um den Tross, Ein Teil der Manschaft blieb unter dem Kapitän an Bord,um sich um das Schiff zu kümmern. So machte man sich auf die vorerst letzte Reiseetappe nach Seeschimmer, die die Reisenden noch einmal vor eine Herausforderung stellen würde, was Lina fröhlich mit einem : " Du meinst die, bei der wir uns fragen, ob wir lebend ankommen" quittierte.

Staunernd zogen sie durch Windhelm, von so manchem misstrauisch oder auch neugirig beäugt, ehe sie endlich das wuchtige Stadttor passierten. Nach einer kurzen Prüfung der Papiere und der Entrichtung des Wegzolles ging es hinaus in die verschneite Wildnis der Ostmarsch, ein Land, in der Riesen und Mammuts lebten... in der Bär und Wolf die Herren waren und das so manches Geheimnis unter der Oberfläche verbarg.

Bereits kurz nach der Stadt verließ man die befestigte Straße, befand sich Seeschimmer doch weit oben in den östlichen Bergen , in denen es selbst im Sommer niemals wirklich warm wurde und wo Schnee und Eis ganzjährige Begleiter waren. Nun ging es auf schmalen Pfaden steiler und steiler den Berg hinauf, während der Wind an den Zweigen rüttelte und so manchen Schauer Schnee über die Reisenden niedergehen lies. Hirsch und Reh, Hase und Luchs hatten ihre Spuren im Schnee hinterlassen und an einem rauem Stamm sah man sogar ein Büschel brauner Haare. Die Krallenspuren,die sich tief in das Holz gegraben hatten, bezeugten, dass ein Bär hier sein Revier markiert hatte . Wo Meister Petz wohl steckte? Meister Petz ließ sich nicht blicken, doch ein weißer Fuchs schnürte quer über den Pfad und verschwand tief in den Sträuchern.


Kaum waren sie ein Stück den Berg hinauf gestiegen, blieb Grendel, der mächtige schwarze Leitwolf des wolfenbergschen Rudels stocksteif wie eine Statue stehen und warf den Kopf weit in den Nacken, um seinen Ruf erschallen zu lassen. Weithin drang die Stimme des Rüden durch den winterlichen Wald, in den seine Gefährtin nur wenig später einfiel. Er lies keinen Zweifel, wer in den nächsten Wochen der Herr des Waldes war. Die Herausvorderung blieb nicht ungehört und schon bald war der Wald erfüllt von huschenden Schatten und leisen Pfoten. Kurz darauf versperrte ein großer grauer Rüde den Weg und fleschte die scharfen Zähne.



Doch der geballten Übermacht der Reisegruppe in Form von wehrhaften Männern und Frauen und der beiden Wölfe stellte sich der Räuber dann doch nicht und sprang mit einem gewaltigem Satz ins Unterholz. Sein Rudel jedoch hatte die Witterung aufgenommen. Die Jagd war eröffnen. Immer enger zogen Tessar und Grendel ihre Kreise. Fackeln beleuchteten in der hereinbrechenden Dämmerung den Weg und auch die Fuhrknechte griffen nach den Waffen. Tatsächlich wagte sich einer der vorwitzigeren Verfolger an das Ende des Trosses, wo einige Schweine und Schafe durch den Schnee getrieben wurden. Das laute Quieken eines halbwüchsigen Ferkels und die rauen Schreie der Knechte erzählten vom Drama, dass sich weit hinter der Gruppenspitze abzuspielen begann. Die Knechte ließen das gerissene Ferkel als Beute für das Wolfsrudel zurück und mühten sich, die sich am Rand einer Panik befindenden Zugtiere wieder unter Kontrolle zu bekommen. Schroffe Felsen, umgestürzte Bäume und vereiste Rinnsale erschwerten den Weg zunehmend und so manches zarte Gemüt wähnte sein Ende im Bauch eines hungrigen Räubers bereits nahe. Doch waren das der Schrecken für jene, die zum ersten Mal diese Lande bereisten nicht genug.



Natürlich kannten sie alle die Märchen der Riesen oder hatten den Erzählungen über jene daheim am warmen Feuer gelauscht. Doch nun stand ein solcher wahrhaftig vor ihnen, während seine Gesellen weiter hinten am Lagerfeuer drei ganze Ochsen am Spieß brieten. Ruhig sah der gut 3 oder 4 Mann große Kerl zu ihnen herüber, die wuchtige Keule, die niemand von ihnen hätte heben können herüber . Doch machte er keine Anstalten, sich ihnen in feindlicher Absicht zu nähern . So hielten sich die Wanderer in respektvollem Abstand und ein weiteres Schwein wurde an einen Baum gebunden. Schon bald würde es als kleiner Appetithappen im Magen eines Riesen enden. Und weiter ging es hinauf, während hinter ihren das Geheul des fremden Wolfsrudels dichter kam. Die dampfenden Pferde gaben alles, um die schweren Schlitten zu bewegen und auch die Menschen zogen das Tempo noch einmal an. Mittlerweile hielten nur noch die Wölfe und die entzündeten Fackeln das Rudel davon ab, über die Gruppe herzufallen... und tief hatte sich die Nacht über den Wald gesenkt. Endlich erspähte man das Licht des Wachturms hinter den festen Mauern von Seeschimmer und wenig später stand man vor einem reißendem , teilweise vereistem Gebirgsfluß, über den eine schmale hölzerne Brücke führte. Weit erklang das Horn des Freiherren durch die Nacht und kündete von der Ankunft des Herren. Rasselnd senkte sich die Brücke kurz darauf hinab. Endlich war man angekommen und tauchte wenig später in die Wärme und die Gemütlichkeit des alten Herrenhauses ein , während die hochgezogene Brücke und die Mauern für Schutz und Geborgenheit sorgten.


Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eleona« (24. Dezember 2018, 18:01)


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Montag, 24. Dezember 2018, 18:00

Die Spieler und Spielerinnen wünschen Euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und eien guten Rutsch ins NEUE Jahr sowie viele schöne Stunden im Rollenspiel wie auch im realem Leben in den Monaten, die vor uns liegen.

Die Gildenleitung der Gilde " Haus Wolfenberg"

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Deikan (25.12.2018)

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Sonntag, 30. Dezember 2018, 14:04

Winterreise Tag 12 bis 18



Eine Woche war seid der Ankunft in Seeschimmer vergangen. Die Tage waren prall gefüllt mit vielen neuen Eindrücken und lang ersehnten Wiederbegegnungen, mit besinnlichen Tagen am Kamin, Geschenken zu Saturalia und Schneeballschlachten im Freien. Vor allem die Kinder genossen die ausgelassenen Toberein, bauten ganze Armee von Schneemännern und Eisfiguren, zelteten in klaren Mondbeschienenen Nächten neben dem Haus im Freien und ließen sich von Finni in der Küche mit Plätzchen und heißer Schokolade verwöhnen. Die Erwachsenen genossen die Zeit nicht minder, auch sie sah man so manches Mal im Schnee toben oder am großem Feuer auf dem dicken Eis heißen Würzwein und Leckerein genießen. Doch auch arbeitsreich war die Zeit, galt es doch, Bilanz über das zurück liegende Jahr zu ziehen und die Grundlage für das Kommende zu legen. So verbrachte das Freiherrenpaar viele Stunden im Sattel, um in Begleitung des Majordomus Bert, eines uralten , doch energiegeladenen Mannes, dessen rote Augen und blasse Haut sicher an Abstammung und Alter lag, die einzelnen Gewerke und kleinen Manufakturen zu inspizieren.. die Wälder zu kontrollieren und Entscheidungen zu treffen. Vor allem der Freiherr kümmerte sich gemeinsam mit den Männern um die Angelegenheiten des Forstes und der Jagd, während die Freifrau und ihre Damen die Menschen von Seeschimmer besuchten und kleine Gaben verteilten. Es war Eleona und Linnard schon immer wichtig, die Sorgen und Nöte ihrer Menschen zu kennen, ihnen zuzuhören und ihren Geschichten zu lauschen. So verbrachten sie viel Zeit in kleinen Hütten, in winzigen Holzhäusern oder auf dem Rücken der struppigen Reitpferde beim Ritt durch die tief verschneite Wildnis.



Alle jedoch fieberten der großen Jagd entgegen, war es doch Brauch, dass das Festessen zum Neujahrsfest seid Anbeginn nicht aus den Vorräten des Gutes und durch die Menschen dort, sondern durch die Herrschaft ausgerichtet wurde. Dazu wurde jedes Jahr eine große Jagd in den ausgedehnten Forsten Seeschimmers abgehalten. Schon früh im Jahr hielten Jäger nach den besten Hirschen und Keilern aus und so manches Mal hatte auch ein Bär den Speiseplan bereichert. Endlich war der Tag gekommen, an dem man sich auf den Weg ins Jagdlager in den südlichen Tälern begab.



Die Aussicht, endlich auch die heißen Mineralteiche zu sehen, in eisiger Luft das warme Wasser zu genießen und mehr von der Landschaft zu sehen, lockte auch so manches weniger Jagdbegeisterte Mitglied der Reisegruppe hinaus. Unter den Augen jenes Wolfsrudels, dessen Bekanntschaft man schon auf der Hinreise gemacht hatte, begab man sich auf verschneiten und vereisten Bergpfaden hinab ins Tal, wo der Schnee weniger hoch lag und auch der Wind nicht mehr ganz so eisig in die Haut schnitt. Nicht, dass es wirklich warm gewesen wäre, doch in den Tälern boten die hohen Berge und der Wald einen guten Schutz vor dem rauen Klima.

Trotzdem dauerte es seine Zeit, ehe man das Jagdlager am Rande der heißen Quellen am Fuß einer kleinen Bergkette erreichte. Die Dunkelheit senkte sich bereits über das Land. Der anstrengende Marsch hatte so manchen gefordert, der sich nun müde ins einfache Zeit begab oder den Abend am Feuer inmitten des Lagers ausklingen ließ. Am nächsten Tag jedoch war es endlich soweit. Bereits am frühen Morgen waren Späher ausgezogen und die Ausrüstung ein letztes Mal überprüft. Nachdem der Freiherr sich davon überzeugt hatte, dass alles für die große Jagd vorbereitet war, war es endlich soweit. Weit erklang das Jagdhorn über das Land und trug die Kunde vom Aufbruch der Jäger hinaus, die bewaffnet mit Speer und Bogen hinaus in die Wildnis zogen. Besonders für Tenzin und Aliisa, aber auch für den kleinen William war dieser Tag ein besonderes Erlebnis, durften sie doch zum ersten Mal an der letzten Jagd des Jahres in Seeschimmer teilnehmen. Das Wetter und der Wind waren ihnen gewogen und so stießen sie schon bald auf Spuren einer kleinen Gruppe Rotwilds.. Ein prachtvoller Hirsch, ein paar Kühe und ein etwa einjähriges Jungtier waren kürzlich durch das Wäldchen gezogen. Gespannt namen die Jäger die Verfolgung auf. Der Ausgang der Jagd war wichtig, galt sie doch als Glück und Segen verheißend für das kommende JAhr, wenn den Jägern reiche Beute beschert war.. Misslang sie jedoch und kehrten die Jäger gar mit leeren Händen heim, so würde Unglück und Gram die Menschen in den Bergen verfolgen. Entsprechend aufgeregt war so mancher Jäger und ausgerechnete die junge Jagdpächterin durfte ihre Kunst im Fährtenlesen beweisen.


Aliisa machte ihre Sache gut und bewies, dass sie das Vertrauen, dass der Freiherr ihr entgegen brachte, wohl verdient hatte. Umsichtig leitete sie die Jagdgesellschaft entlang der Fährte, bis man die Tiere auf einer kleinen Lichtung äsend fand. Der prachtvolle Hirsch lockte als Beute, doch für einen sicheren Schuß war die Entfernung zu weit und das Gelände zu unübersichtlich. Die junge Frau entschied sich für eine junge Hirschkuh, die etwas abseits der kleinen Herde stand. Eine gute Wahl hatte sie getroffen und zielsicher schickte sie den Pfeil auf die Reise. Ein letztes Aufbäumen, ein letzter Versuch der in langen Fluchen abspringenden Herde zu folgen und das Tier brach im hartem Wintergras zusammen.

Eleona

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Sonntag, 30. Dezember 2018, 14:05



Gemeinsam erwiesen die Jäger dem gefallenem Hirsch die letzte Ehre, ehe er von den begleiteten Jägern auf einer Schleiftrage befestigt wurde. Später würde man die Kuh sauber aus der Decke schlagen, die Aliisa als Jägerin bekam. Das Fleisch kam zum Abhängen in die Kammer, bis es Zeit war, das Festessen zuzubereiten. Die erste Beute war erlöegt und so wich ein guter Teil der Anspannung. Mit leeren Händen würden sie schon mal nicht heimkehren. Allerdings reichte die Hirschkuh längst nicht für alle. Wenn es nicht ein mageres Essen geben sollte, so würden sie ihr Geschick noch einmal unter Beweis stellen müssen. Einer der Jäger berichtetet davon, dass höher in den Bergen ein Schwarzbär gesichtet worden war. Schon länger terrorisierte er die umliegenden Höfe , brach in die Herden ein und plünderte so manchen Bienenstock. Nicht viele wagten es, sich mit einem ausgewachsenen Bären anzulegen. Doch der Freiherr hatte sich bereits entschieden. Sollte man den Bären stellen. so würde Tenzin, der bärenstarke Ork sein Jagdgeschick beweisen können. Weiter zog die Gesellschaft hinauf, wachsam und angespannt auf die Umgebung achten. Bären waren gefährliche Gegner und nicht die einzigen wilden Tiere dieser Gegend. Tatsächlich fanden sie schon bald die ersten Spuren, dass der Bär hier in der Gegend hauste. So fand man einen aufgebrochenen Bienenstock und schwarze Fellbüschel an den Bäumen, wo er sich gescheuert hatte. Der Honigdieb hatte sich an der süßen Leckerei gütlich getan und lag nun schlafend in seinem Versteck zwischen den engen Felsen. Die Männer berieten sich kurz und entschieden, das stolze Tier nicht im Schlaf ums Leben zu bringen, sondern ihm einen ehrenhaften Tod zu gewähren. So setzte der Freiherr einen Pfeil über den Bären gegen die Felsen, um ihn aus seinem Schlummer aufzuwecken. Brüllend kam der riesige Petz auf die Beine und tabbte seinen Angreifern mit geiferndem Maul und rasiermesserscharfen Pranken entgegen. Mutig setzte Tenzin voran, um seinen kräftigen Speer in die breite Brust des Bären zu stoßen. Laut brüllte der Bär vor Wut und Schmerz und schloß den Ork in eine pelzige Umarmung, die der Ork nutzte, um den Speer noch tiefer in das Fleisch des Raubtiers zu treiben. Zum Schrecken aller brach der massige Körper zusammen und begrub den Sattler unter sich.


Als aus dem Fellhaufen eine große Pran.. ehm Hand zu winken begann, lachte die Reisegruppe erleichtert auf . Gemeinsam befreite man Tenzin aus seiner ungewollten Umarmung, der glücklicherweise nur leichte Blessuren davon getragen hatte. Die robuste orkische Gestalt und das kleine Geheimnis, von dem nur sehr wenige in dieser Runde wussten, hatten Schlimmeres verhindert.

Auch dem Bären wurde die letzte Ehre nach altem Brauch erwiesen, ehe die Jäger ihn auf einer Trage verstauten- Unruhig schnaubte das kräftige Pferd, mochte es doch den Gestank des Räubers garnicht. Der bescheidene Ork jedoch stand im Zentrum der bewundernden Blicke, die ihm die Männer zuwarfen. Die Geschichte des riesenhaften Orks, der ganz alleine einen Bären mit bloßen Händen zu Boden rang, würde noch vor der Nacht an allen Feuern erzählt werden. Eine neue Heldengeschichte war geboren, die die Menschen in dieser einsamen Region noch sehr lange an den langen dunklen Abenden unterhalten würde und natürlich würde jeder die Geschichte ein wenig anders erzählen.



Die Jagdgesellschaft jedoch hatte das Jagdfieber gepackt . Und so ging es weiter in die Berge. Es waren die Spuren eines Rehbocks, die ihre Aufmerksamheit erregten. Mit ungebrochener Leidenschaft verfolgte man das Tier, das selbst vor einem Jäger geflohen sein musste. Doch wer hatte das Reh gejagt? Ihre Antwort fanden sie in Gestalt eines Wolfsrudel, das hungrig den Kadaver bereits zerrissen hatte. Die rangniederen Tiere warteten heißhungrig darauf, ihren Anteil von der Beute abzubekommen, während der Leitwolf mit einem ganzen Schenkel auf einem nahem Felsen thronte. Dieser war es auch, der die Jagdgruppe bemerkte. Sein drohendes Grollen rief das Rudel zusammen, das bereit war, mit den Eindringlingen um ihre Beute zu kämpfen. Doch diese zogen sich langsam zurück, um die Tiere nicht weiter zu beunruhigen.

Man beschloß, den Wolfsfelsen im weiten Bogen nach Westen zu umgehen und machte sich wieder auf den Weg.



An einer etwas unübersichtlichen Stelle brach plötzlich eine kleine Rotte Wildschweine aus dem Unterholz hervor. Was die Tiere aufgeschreckt hatte, wusste man auch später nicht zu sagen. Die ersten rannten , die Schnauzen mit den bösartigen Hauern gesenkt, die kleinen Äuglein boshaft funkelnd, direkt auf das Freiherrenpaar zu, dass unter dem Ansturm dieser Schweinerei zu Boden ging.. Auch Lina und Aliisa konnten sich nur mühsam der Tiere erwiesen, die wild umsich schnappen. Mutig war Tenzin sich nach vorn, um vor allem die Damen zu schützen. Unter lautem Quieken drehte die Schweinebande ab und verschwand im nahem Wald, während die Jäger ihre Knochen sortierten und sich langsam aufzurappeln begannen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme beschloß man, den Rückweg ins Lager anzutreten. Auch die übrigen Jäger waren nicht faul gewesen und so hatten sich zu Hirschkuh und Bär dicke fette Schneehühner, Enten und flauschige Hasen gesellt. Sogar der sechsjährige William konnte bei der Heimkehr ins Lager stolz einen selbsterlegten Hasen präsentieren und steckte dafür ausgiebig das Lob der Männer ein, die dem kleinen begeistertem Jägersmann mit gutmütigem Wohlwollen begegneten.

Am gemütlichem Feuer ließ man den erfolgreichen Jagdtag zufrieden ausklingen.

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Eleona

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Dienstag, 1. Januar 2019, 00:29

Winterreise Tag 19 und 20



Beschwingt vom erfolgreichem Ausgang der Jagd und erhitzt vom Bad in den heißen Teichen kehrte die kleine Jagdgesellschaft nach Seeschimmer zurück. Auf einfachen Holzschlitten und Schleiftragen stapelte sich das erbeutete Wild neben Körben von Kräutern und einigen Beeren, die man der winterlichen Landschaft abgerungen hatte. Bündel von Tannenzweigen und Wacholder waren sorgsam festgeschnallt. Kaum hatte sich dieZugbrücke hinter ihnen geschlossn, könnte man sich einige wenige Stunden der Ruhe, ehe die Arbeit erst richtig los ging. Im frühen Morgengrauen herrschte bereits reges Treiben in Haus und Hof.

Während die nimmermüde Finni in der Küche Unmengen an Kuchen buk und Zuckerwerk in großen Körben schichtete, machten sich die Männer des Freiherren daran, im Freien eine gewaltige Feuerstelle zu errichten. Trockenes , gut abgelagerters Holz wurde mit würzigen Wacholderzweigen bedeckt. Sie würden dem Fleisch des Bären ein besonders feines Aroma verleihen. Kaum waren die Flammen runter gebrannt, kam ein großes Gestell über die flammende Glut, an dem das Fleisch auf einem großem Drehspieß steckte. Gewürzt mit einer Sauce aus Honig, Rotwein und Kräutern sollte es hier bis zum Abend garen. Drei junge Männer hatten es übernommen, abwechselnd den Spieß zu drehen, damit der Braten gleichmäßig garen konnte. Der Duft des brutzelnden Bärenschinkens ließ schon bald so manchem das Wasser im Mund zusammen laufen.

Während die Freifrau bereits in der Küche am werkeln war, sah man auch zwei der jungen Damen schon am frühen Morgen eifrig Körbe voller Leckrein und Geschenke packen und einen der großen Schlitten warm mit Decken und Fellen polstern. Zwei ruhige Kaltblüter dampften bereits an der großen Deichsel. Mähnen und Zaumzeug waren mit bunten Bändern und klingelnden Glöckchen geschmückt worden und einer der Männer des Freiherren persönlich würde Aliisa und Nerin damit durch die Winterlandschaft kutschieren. Doch hatten die beiden jungen Frauen sehr viel mehr im Sinne als ihr eigenes Vergnügen, war es ihnen doch ein Anliegen, die Alten und Kranken zum Neujharsfest zu holen, denen der Weg zu beschwerlich geworden war. Für die, die zu krank waren, um ihr Heim zu verlassen, hatten sie reiche Geschenke dabei. Auch in diesem Jahr erhielt jeder Mann , jede Frau und jedes Kind kleine Gaben. Warme Kleider oder Stoff, gestrickte Schals, Mützen und Handschuhe.. Stiefel und Schuhe, aber auch Spielzeug für die Kinder , Fibeln und Märchenbücher und natürlich jede Menge Süßigkeiten für die Kleinen, ein bisschen Rum und Tabak für die Großen standen hoch im Kurs. Die Bienenkönigin vom Tannengrund hatte in den letzten Tagen ihre leckeren Honigbonbons händeweise an die Kinder verteilt und so freuten sich Groß und Klein bereits darauf, den harten Alltag für einige wenige Stunden vergessen zu können. Längst schon war das Eis zwischen den Herren und den Menschen des Gutes gebrochen. Längst schon war man sich nicht mehr fremd. Lustig klingelten die Schlittenglöckchen, als die beiden jungen Frauen in Begleitung ihres Fuhrmannes aufbrachen.

Es sollten ein paar Stunden vergehen, ehe der Schlitten mit Nerin und Aliisa und den Alten aus den einsamen Hütten und Höfen vor die prachtvoll geschmückte Scheune fuhr. Dank der beiden freundlichen Frauen konnten nun alle die Feier genießen. Ganz aufgeregt waren die alten Leutchen und so manches Tränchen der Freude floß gerührt.

Wie jedes Jahr hatte war die größte Scheune ausgeräumt und mit vielen Kerzen und Tannen , roten Äpfeln, geschnitzten Holzfiguren und Leuchtern geschmückt wurden. Über breiten Holzböcken hatte man Bretter gelegt und mit grünem Leinen bedeckt. Hier türmten sich nun die Platten mit heißem Bärenfleisch, gegrilltem Gemüse, Gesottenem Geflügel und herzhaften Beilagen. In Körben duftete das frische Brot, diie süßen Kuchen , während in Schüsseln und Terrinen die leckeren Saucen dampften. Körbe voller Zuckerwerk und Neujahrsgebäck luden zum Naschen ein. Während die Frauen letzte Hand an das Essen legten, hatten die Männer sich schon Stunden zuvor in die Försterei zurück gezogen, um alte Bräuche zu pflegen, von denen die Frauen und Kinder ausgeschlossen blieben. Doch langweilig wurde es ihnen nicht, verging die Zeit doch wie im Fluge. Unter Lachen und Scherzen zog man mit dem Einsetzen der Dämmerung in die Scheune ein. Hell ließen die Kerzen den Raum erstrahlen und verliehen ihm einen festlichen Glanz. Vom jüngstem Kind bis zum ältesten Mann trugen alle ihre schönsten Kleider und warteten gespannt auf den Beginn. Endlich war es soweit und der Freiherr trat gemeinsam mit seinen Männern durch das Tor hinein, wo ihn seine Gattin schon erwartete. Beide tauschten einen zärtlichen verliebten Blick und fassten sich bei den Händen ohne sich an der Anwesenheit der Menschen und ihrer Gefolgsleute zu stören. Das die beiden sich innig zugetan waren, war schon lange kein Geheimnis mehr. Neben dem Freiherrn schritt voller Stolz William im grünem Anzug einher, während Eleona den Jüngsten Matt auf ihrem Arm trug. Auch er war seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten. Die beiden Mädchen in tannengrünen Kleidern liefen mit roten Apfelbäckchen vor ihnen her, als das Paar seine Plätze in der Halle einnahm . Freunde und Familie versammelten sich um die Familie, ehe der offizielle Teil begann.


Ruhig richtete der Freiherr seine Stimme an die Menschen von Seeschimmer , aber auch an jene, die mit ihm aus den fernen Nebelbergen gekommen war. Seine warme Stimme erfüllte den Raum, während er die zurück liegende Zeit noch einmal Revue passieren lies. Er erinnerte an die Anfänge, als er vor 3 Jahren zum ersten Mal vor sie getreten war und ließ so manchen Moment noch einmal lebendig werden. Seine einfachen, doch herzlichen Worte berührten die Versammelten , war das Band, das jedes Jahr aus neue zwischen den Alteingesessenen und denen Besuchern aus den fernen Nebelbergen doch beständig gewachsen . Not und Elend herrschten hier schon lange nicht mehr in jenem Maße, wie es einst gewesen war. So manch einen sprach er persönlich an und bewies dabei einmal mehr., dass sie nicht nur ferne Nummern in einer Lohnliste waren. Humorvoll ließ er seine kurze Rede ausklingen, als in einer Ecke die eigens für diesen Abend angeheuerten Spielmänner die Instrumente erhoben. Zu den Klängen von Geige und Laute führte der Freiherr seine Gemahlin auf die freie Tanzfläche , um den ersten Tanz des Abends zu eröffnen. Doch lange blieben sich nicht alleine. Schon bald gesellten sich Freunde und Familie dazu und auch die Bewohner des Gutes strömten aus allen Ecken herbei. Und wie sie es kannten, trennte sich das Paar nach der ersten Runde.. Beschwingt verbeugte sich Linnard vor der Frau des ehrwürdigsten Jägers , während ihr Gatte in Eleonas Augen sah. So feierten sie bis die Sterne hoch am Himmel standen, ehe sich die Herrschaft in das Herrenhaus zurück zog. Ein gutes Jahr war es gewesen . Mochten die Götter ihnen auch weiterhin gewogen sein. In der Scheune aber ging das ausgelassene Fest noch bis zum frühen Morgen.