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Eleona

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Sonntag, 5. Mai 2019, 15:38

4. und 5. Reisetag



Am vierten Reisetag entschlossen Regen und Gewitter sich zumindest für eine kurze Pause. Der dringend benötigte Ruhetag begrüßte die Reisenden mit Sonnenschein über den Gassen der Stadt. Die meisten nutzen die Gelegenheit , um ausgiebig auszuschlafen, das gute Essen im Gasthaus zu genießen und die Gassen von Immerfort zu erkunden. Das Freiherrenpaar zog mit den vier Kindern hinaus zum Friedhof, um den Gräbern der Eltern der Freifrau einen Besuch abzustatten. Von dort aus ging es durch die alten Stadtviertel zum Markt, wo man die zahlreichen Stände der Händler und Kaufleute betrachtete. Vor allem die Kinder bekamen den einen oder anderen Wunsch erfüllt, ehe man bei eiem der zahlreichen Straßenverkäufer heiße Pasteten , gefüllte Brote und süße Küchlein erwarb. Mit einer Flasche Wein zog die kleine Familie in den Park, um das schöne Wetter zu genießen, ehe am frühen Abend erneut Regen und Donner die Menschen in die Häuser trieben. Auch die anderen Mitglieder der Reisegruppe nutzten die freien Stunden und zogen auf eigene Faust los, um die Schönheiten Immerforts zu entdecken.
Am Abend saß man dann bei einem Glas Wein gemütlich am Kamin zusammen und verbrachte einen gemütlichen Abend in entspannter Runde.

Es war die Fährte eines kleinen Hirschrudels, die die Aufmerksamkeit der Jäger erregte. Erwartungsvoll machte man sich auf die Pirsch. Die erfahrene junge Jagdpächterin führte die Gruppe der Jäger durch das Dickicht des Waldes , durch schmale Felsschluchten bis man einen jungen Hirsch und zwei Kühe am Rande eines Sees erblickte. Die Tiere waren zur Tränke gekommen und während die beiden Kühe das frische Nass genossen, wachte der Hirsch über die Umgebung. Nun wagte man kaum zu atmen, waren die Tiere ob des Wolfsrudels in der Nähe nervös und man musste jeden Moment mit wilder Flucht rechnen. Doch das Jagdglück war ihnen hold und so gelang es, alle drei Hirsche zur Strecke zu bringen.

Nach einem kurzem Ritual, um dem Wild die letzte Ehre zu erweisen, übernahmen die Jagdhelfer die Tiere und luden sie auf die Rücken der Transportpferde. Die Jäger hingegen beschlossen , dem Seeufer zu folgen, war doch in der Gegend ein Bär gesichtet worden, der schon länger die Höfe der Gegend bedrohte. Es dauerte eine Weile , ehe man auf die Fährte des Petzes kam. Auch er hatte sich zur Tränke am See begeben und äste nun das frische junge Gras unter den Böumen. Es war ein großer alter Bär, der schon viele Winter gesehen hatte und kaum ein Wesen dieser Wälder fürchtete. Langsam pirschten sich die Jäger an ihn ran.Am Folgetag jedoch erhob man sich noch zur halben Nacht von den Lagern, Angesagt war eine letzte Jagd in den weiten Forsten des Immergrünen Waldes, um frisches Fleisch für die bevorstehende Seereise zu erbeuten. Nicht jeder frönte der aktiven Jagdleidenschaft, doch frohen Mutes zog die kleine Gruppe hinaus. Noch lag Dunkelheit zwischen den Bäumen, zwischen denen die Schatten sich bewegten. Das Heulen eines Wolfes drang durch die endende Nacht.. das Knurren eines Rudels warnte die Jäger, einen Bogen um ihr Revier zu machen. Auch diesmal blieb das Wappentier des Hauses verschont. Wölfe jagten keine Wölfe.. nicht in der Heimat und nicht auf der Reise, wenn es nicht zwingend notwendig war. Der Regen der letzten Tage hatte den Boden aufgeweicht . Feuchtes Laub und dicke Moospolster verschluckten das Geräusch ihrer Schritte. Kaum ein Laut drang durch das einbrechende Zwielicht. Nur gelegentlich knackte ein Ästchen.

Gleich mehrere Pfeile flogen dem kapitalem Tier entgegen und trafen empfindliche Stellen. Verletzt und blutend, doch voller Wut stellte sich der Bär seinen Peinigern und ging brüllend auf die Jäger los. Während die Frauen die nächsten Pfeile bereit machten und auf die Reise schickten, zogen die Männer das Schwert. Zwar nicht unbedingt eine Jagdwaffe, aber doch deutlich besser für die nahe Begegnung mit einem rasendem Bären geeignet als die zur Verfügung stehenden Alternativen. Teuer verkaufte der alte Kämpfe seinen Pelz, ehe er sich geschlagen geben musste. Als das stolze Tier zu Boden gesunken war und sein Leben ausgehaucht hatte, versammelte sich die Gruppe einen stillen Moment lang um ihn, um ihm seinen Respekt zu zollen. Auch er würde von den Jagdhelfern ins Wirtshaus gebracht werden. Zufrieden und heiter machten sich die Jäger auf den Rückweg. Frische Luft und Jagen machte hungrig und so fand man sich nach einer kurzen Erfrischung und dem Wechsel der Kleider zusammen, um sich bei einem kräftigem Mahl zu stärken.

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Dienstag, 7. Mai 2019, 15:11

6. und 7. Reisetag



Nach der erfolgreichen Jagd hieß es nun Abschied vom beschaulichem Immerfort zu nehmen. Der Aufenthalt war ebenso unterhaltsam wie erholsam gewesen , doch nun wurde es Zeit, die Reise fortzusetzen. In den letzten Tagen schon waren die Waren von den Karren umgeladen worden und füllten nun den Bauch der stolzen Aurora, die die Reisenden im Hafen vom Immerfort erwartete. Im Licht des ersten Morgens ging es hinaus durch die schlafende Stadt, dem Hafen entgegen. Der Freiherr war schon früh beim Hafenmeister gewesen, um die nötigen Formalitäten zu erledigen , während die Männer das Verladen der letzten Karren und Reittiere unterstützten. Alle hatten mit angepackt und so konnte die Reisegruppe entspannt an Bord des Dreimasters gehen.

Die Mannschaften machten bereits das Schiff zum Ablegen fertig . Kaum dass der letzte Mann an Bord gestiegen war, holten die Seeleute die Laufplanke ein und lösten die dicken Taue, die das Schiff am Pier vertäuten. Nicht alle Frachtkisten hatten im Laderaum ihren Platz gefunden. Auch an Deck war einiges an Landung gut gesichert worden. Langsam nahm die Aurora Fahrt auf und glitt durch das Hafenbecken auf das offene Tür hinaus.

Nach all den nassen und kalten Tagen genoss man die Wärme, die sich mit zunehmender Reise in den Süden, auf dem Schiff ausbreitete. Endlich konnte man die dicken Wollmäntel und Umhänge in den Seekisten verstauen und sich an leichten Kleidern und bequemen Hosen erfreuen. Während die Kinder fröhlich über das Deck tobten oder zwischen den Kisten verstecken spielten, ließen die Erwachsenen es sich gut gehen und verbrachten den Tag jeder auf seine Weise. Viel zu tun gab es an Bord nicht, wenn man nicht gerade Seemann war. Auf dem Sonnendeck ließ es sich gut plaudern und während die einen fröhlich mit einander scherzten und lachten, bestaunten die anderen gemeinsam mit dem Archäologen eines seiner Fundstücke, die er mit an Bord gebracht hatte. Dieses Mal war es der Arm einer alten Riesin, die nach einem harten und entbehrungsreichen Leben den Tod im Kampf gefunden hatte. Aliisa wurde zum ersten Mal mit dem Teil der Arbeit ihres Lehrmeisters näher in Berührung gebracht,der sich mit den sterblichen Überresten der verschiedensten Wesen beschäftigte. Auch Zendaya gesellte sich zu den beiden hinzu und gemeinsam versuchte man, einige wenige Ereignisse aus dem Leben der alten Riesin genauer zu beleuchten.

Fast ein perfekter Tag auf hoher See, wären da nicht die besorgten Blicke der Matrosen gewesen, die deutlich besorgt waren. Ihre Sorge erwies sich als berechtigt, denn zum ABend hin zog ein schwerer Sturm auf. Hastig begab man sich unter Deck, während oben der Kampf gegen die Gewalten der Natur begann. Haushoch türmten sich die Wogen, hoben die Aurora empor, um sie hinab in die Wellentäler zu stürzen. So manches Krachen erschütterte den Schiffsrumpf und übertönte kurzzeitig das Brausen des Sturmes, der das stolze Schiff zum Spielball der Elemente werden ließ. Was würde der Morgen bringen`? Würden Passagiere, Mannschaft und Schiff diese Nacht überstehen?


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Mittwoch, 8. Mai 2019, 15:24

8. Reisetag



So stürmisch wie der Vortag geendet hatte, so stürmisch präsentierte sich der achte Morgen der Reise. Ungebrochen tobte der Orkan und schwere Regenschauer ergossen sich sinflutartig über das Meer und somit auch über die Aurora, die den Elementen hilflos preis gegeben war. Während die Mannschaft an Deck darum kämpfte, das Schiff und seine Passagiere sicher durch den Sturm zu bringen, versammelten sich die Reisenden nach einer alptraumhaftem Nacht in der Messe des Schiffes. Auf Frühstück mussten sie aufgrund der Wetterlage verzichten, doch immerhin fand sich noch ein Rest Kaffee in den Kannen, um die Lebensgeister zu wecken. Für viele war es der erste schwere Sturm, den sie auf hoher See erlebten. Mit Galgenhumor und der Gewissheit, dass Mannschaft und Schiff schon so manchen Sturm überstanden hatten, haarten sie im Ungewissen aus. Hoch auf den Wellenbergen ritt das stolze Schiff, nur um sogleich hinab ins tiefe Tal zu stürzen. Jede Planke war bis zum Zerreißen gespannt. Als eine weitere kraftvolle Böe nach der Brigg griff, bockte die Aurora wie ein scheues Pferd. Panisch erklang der Schrei eines Mannes an Deck, gefolgt von einem dumpfen Klatschen, als es den Unglücksraben in die Tiefe der See schleuderte. Für einen Moment noch tanzte er wie ein Korken auf den Wellen, ehe das Meer ihn verschlang. Einige Zeit später erschütterte ein Krachen das Schiff bis in seine Grundfesten, als die Seeleute das große Hauptsegel nicht schnell genug unter Kontrolle kam. Der große Hauptmast bog sich unter der Last und den Naturgewalten aufs äusserte gespannt. Diesmal konnte er nicht standhalten und barst im oberen Drittel.. Glücklicherweise wurde niemand erschlagen, als Teile des Mastes auf das Deck krachten.

Stunden später erst klang der Sturm ab und allmählich erlaubten sich Seeleute und Reisende ein Aufatmen. Sie hatten das Schlimmste überstanden. Doch wo waren sie? Und wie groß waren die Schäden? Es war der Kapitän, der die Reisenden informierte, dass das Schiff in einer Grotte an unbekannten Gestaden gestrandet war. Ehe die Aurora die Reise vorsichtig fortsetzen konnte,. musste dringend der Mast repariert und der Rumpf des Schiffes abgedichtet werden. Hier hatte sich eine Kiste, gefüllt mit Knochen und Steinen, gelöst und Wasserfösser und Rumpf leck geschlagen.

Doch erstmal dankten sie Kynareth für Beistand und Schutz und machten sich auf, an Land zu gehen, um einen sicheren Lagerplatz zu finden und die Gestade zu erkunden, an die Wind und Gezeiten sie gespült hatten. Gestrandet im Nirgendwo hatten sie überlebt und genossen die Wärme und den Schutz der Grotte.

Aufgeteilt in kleinen Gruppen zog man aus, um einen sicheren Lagerplatz zu suchen, Feuerholz zu sammeln und sich etwas mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Spät am Abend fanden sich alle zusammen, um von ihren Entdeckungen zu berichten. Den sichersten Platz versprach einige Kilometer weiter ein überstehender Hang, der von Obstböumen gesäumt wurde und leicht zu verteidigen war. Nur frisches Wasser fand niemand in ausreichender Menge. Nach den zwei Sturmtagen entschlossen sich die Reisenden, ein erstes provisorisches Lager unter dem Hang aufzuschlagen, während die Seeleute sich daran machten, ihr stolzes Schiff provisorisch wieder seetauglich zu machen. Mit einem gemütlichem Feuer, saftigen süßen Pfirschen und einer Flasche Rum genoß man den Frieden und die Ruhe nach den überstandenen Strapazen.

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Donnerstag, 9. Mai 2019, 16:04

9. Reisetag



Ein jeder Tage hat seine eigene Plage.. so heisst es im Liede... und so machte auch der neunte Tag keine Ausnahme davon. Die Gewissheit, dass die Trinkwasservorräte der Aurora nur noch für etwa 4 bis 5 Tage reichen würden, machte die Suche nach Süßwasser zur obersten Priorität. Doch zunächst erwachten die Reisenden bei tropischen Temperaturen im Schatten der Pfirsichbäume, deren Duft das ganze Lager überzog. Schon früh am Morgen tobten die Kinder durch das azurblaue Meer und auch die Erwachsenen genossen ein erfrischendes Bad. Wäre die Sorge um die schwindenden Wasservorräte nicht gewesen, hätte man die Tage des Zwangsaufenthaltes noch unbeschwerter genossen. Eine gründliche Sichtung der Schäden am Schiff hatte die Gewissheit gebracht, dass es einige Tage dauern würde, ehe man die Reise fortsetzen konnte. Das es auf der Insel frisches Wasser geben musste, da herrschte Gewissheit. Nur wo würde man es finden? Wenn es gelang, einen Zugang zum Wasserfall zu finden, brachte das vielleicht eine Lösung. Entschlossen., die Insel zu erkunden, brach man nach einem ausgiebigen Frühstück auf .

Aliisa und Sarra hatten am Vortag bei ihrem Erkundungsgang eine breite Treppe und Säulen gefunden, die weiter nach oben in die Ruinen der Insel führte. Besonders beeindruckend war ein halbes Schiffswrack, das hoch oben in der Wand thronte. Doch wie war es dahin gelangt? Und wer hatte das reich verzierte Bauwerk dort errichtet? Fragen über Fragen, auf die man keine Antwort fand und deren Beantwortung zum Leidwesen des einen oder andere nicht an oberster Stelle standen. Die beiden Frauen hatten berichtet, dass ein umgestürzter Baum den Weg nach oben versperrte,doch Aliisa schätzte es durchaus als realistisch ein, den Baum mit vereinten Kräften aus dem Weg räumen zu können. So bewaffnete man sich zur normalen Ausrüstung auch mit Haken und Seilen und zog unter Führung der jungen Jagdpächterin hinauf in die Ruinen, bis man den gefallenen Baumriesen erreichte.

Auf der Plattform, die ebenfalls von weißen Marmorsäulen gesäumt wurde, fanden die Reisenden überraschender weise ein Lager, das jedoch zu dem Zeitpunkt verlassen war. Kurz widmete der erste Ritter sich der Örtlichkeiten. Doch dann beratschlagte man eifrig, wie man den Baum entfernen konnte. Abbrennen, Zersägen.. Mit Seilen ziehen.. die Palatte war groß. Doch da man nur wenig Raum zum agieren hatte, galt die entsprechende Vorsicht, denn niemand verspürte große Lust,von einem rollendem Dschungelbaum in die Tiefe gerissen zu werden. Besonders die schwangere Freifrau und die ebenfalls in freudiger Erwartung befindliche Oberschulmeisterin suchten sich einen sicheren Platz, während der Rest Haken und Seile am Baum befestigte. Nun galt es, das Ungetüm mit vereinten Kräften zu bewegen.

Zunächst schien alle Anstrengung vergebens.. doch verbissen stemmten sich die Männer und Frauen in die Seile. Dieser geballten Kraft hatte der Baum nur begrenzt etwas entgegen zu setzen. Krachend und knrischend gab er plötzlich nach. Einmal in Bewegung gekommen, nahm der Stamm schnell Fahrt auf und rauschte die Treppe hinab. Eilig sprangen die Reisenden zur Seite, um nicht unter dem rollendem Baum begraben zu werden. Nur der Freiherr erwies sich eine Spur zu langsam und wurde zur Seite geschleudert. Doch ihm war Glück im Unglück beschieden. Anstatt zerquetscht oder in den Abgrund geschleudert zu werden, kam er mit ein paar Kratzern und dem Schrecken davon. Ein kurzes Durchatmen und endlich konnte man den Aufstieg fortsetzen, um den Weg zum ersehntem Wasser zu erkunden.

Beeindruckt stießen sie nach einigen Absätzen auf eine prächtige Statue, die den daedrischen Fürsten des Handels und der Wünsche mit seinem Hund Barnas zeigte. Die kunstvolle Arbeit zog die bewundernden Blicke der Damen auf sich, während Linnard und Edgar bereits die nächste Treppe überwanden. Doch wartete hier schon die nächste Überraschung. An einer engen und gut zu verteidigenden Stelle, an denen kaum 2 Mann neben einander gehen konnten, stellten sich den Reisenden plötzlich drei Wegelagerer entgegen und waren fest entschlossen, ihnen den Aufstieg zu verwehren. Linnard und Edgar dachten jedoch garnicht daran, sich auf Spielchen der Banditen einzulassen und so entbrannte ein kurzer, doch heftiger Kampf. Die drei Piraten, die ihren Schlupfwinkel verteidigen wollten, hatten der geballten Kraft der durchaus kampferfahrenen Truppe nicht viel entgegen zu setzen.. hatten sie doch wenig mit harmlosen Händlern gemein. Am Ende lagen drei Leichen im Staub, während die Gruppe nur leichte Blessuren davon getragen hatte. Weiter ging es. nun von der Suche nach Wasser und der Neugier getrieben, was die Banditen so hartnäckig verborgen halten wollten. Am Ende traf man auf eine weitere Plattform voller blühender Kirschbäume. Diese befand sich auf der Höhe des halben Wracks in der Felswand, in dem sich die Drei erstaunlich luxuriös eingerichtet hatten. Vermutlich hatten sie schon geraume Zeit die in der Grotte gestrandeten Schiffe geplündert und ihr ihre Beute gehortet. Doch weit wichtiger war die Entdeckung, dass man nur noch eine Armlänge vom Wasserfall entfernt war, der ohrenbetäubend hinab ins Meer stürzte.



Die Freude war groß und so wurde überlegt, wie man das kostbare Nass in die Fässer bekommen sollte. Leicht würde es nicht werden, denn die Gewalt , die hinter der schimmernden Kaskade steckte und die wirkenden Kräfte waren enorm. Staunend betrachtete man auch die gehorteten Beutestücke und die erstaunlich behaglich eingerichtete hängende Kajüte. Zufrieden und erschöpft machten sich die Reisenden an den Abstieg , um ins Lager zurück zukehren. Die drängenste Sorge war ihnen genommen.

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Samstag, 11. Mai 2019, 14:18

10. Reisetag



Schon früh am Morgen drang das Lied von Hammer und Sägen weit über die Grotte. Die Männer waren hinauf zum Wasserfall gestiegen, um eine Rinne zum Befüllen des Wassers zu bauen. Die Frauen und Kinder hingegen genossen die blaue Lagune, schwammen, fischten und pflückten Körbeweise reife Äpfel und Pfirsiche. So erwartete die Männer ein reichhaltes Frühstück mit gebratenem Fisch, frischem Brot, Kaffee und reifem süßen Früchten. Das erste Fass war befüllt,wenn auch aufgrund der Umstände es schwierig war, die Holzkontsruktion gegen die Gewalt des Wasserfalls zu verankern. Bei einem kurzem Ausflug mit dem Beiboot auf das offene Meer aber hatten die Männer eine zweite Insel in naher Entfernung ausgemacht. Sie zeichnete sich als grüner Streifen ab und lockte dazu,erkundet zu werden.. In der Hoffnung,dort leichter frisches Wasser zu finden, schlug der Kapitän vor,mit den Beibooten einen Abstecher dorthin zu machen, während die Seeleute eifrig mit der Reparatur des Schiffes beschäftigt waren.

So ging es nach einem ausgiebigen Frühstück in die Beiboote, die mit allem ausgerüstet waren,was man brauchte,um in einer unbekannten Region ein Lager aufschlagen zu können. Zelte, Decken, Wasser und Proviant gehörten ebenso zur Grundausrüstung wie Angeln und jeweils zwei Matrosen, die sich kraftvoll in die Riemen legten. Malerisch empfing auch die zweite Insel sie mit tropischen Temperaturen, Meilen weiten weißen Sandstränden , exotischen Palmen und Wäldern und einem rauchendem Vulkan, der an zwei Stellen seine glühende Lava ins Meer ergoss. Zu ihrer Überraschung stellten sie jedoch fest, dass sie nicht die ersten Besucher waren.

Riesige Fischernetze und seltsame Hütten aus Holz und Schilf auf hohen Plattformen, sowie eine erstaunlich große Anlegestelle waren eindeutige Zeichen, dass die Insel durchaus Bewohner haben musste. Entsprechend vorsichtig gingen die Reisenden an Land, um Kontakt mit möglichen Einheimischen aufzunehmen. Doch als sie sich dem Dorf näherten, waren die Spuren des Verfalls nicht zu übersehen. Hier wucherte ein Farn im Fenster der Hütte.. dort hatten grüne Rankgewächse den Eingang überwuchert.. Unter und neben den Hütten suchten verwilderte Haustiere nach Futter. Ein Schweinchen wühlte im Schlamm nach fetten Maden, ziegen waren auf die Felsen geklettert, um den saftigen Bewuchs abzuweiden. Sogar ein paar Hühner pickten und scharrten im fruchtbarem Erdreich. Zur großen Freude jedoch stieß man recht schnell auf einen kristallklaren Fluß mit sauberem frischem Wasser , der sich unweit des Dorfes ins Meer ergoß. Abenteuerlustig gingen sie nun auf Entdeckungstour , erkundeten die Hütten und das Dorf. Neben einigen Skeletten, zahlreichen Spuren der Verwahrlosung fanden sie einige seltene Erzproben , Werkzeuge eines Falschmünzers und eines Juweliers. Dann ging es weiter, um die beeindruckende Anlegestelle zu begutachten.

Die riesige Anlegestelle war sicher nicht für das Festmachen kleiner Fischerboote gedacht, auch wenn die Zufahrt versandet war. Ein weiterer Hinweis darauf, das die früheren Herren die Insel längst verlassen hatten. Die Spekulationen, wie aufwendig es sein mochte, die Fahrtrinne wieder freizumachen, wurden durch Sarra und Linnas Entdeckung im Westen unterbrochen. Die beiden Damen vermeldeten die Sichtung von Barrikaden, etwas, das auf diesem friedlichem Eiland schier unwirklich schien. Schleunigst beschloß man, dem auf den Grund zu gehen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Grausig war die Entdeckung, die sie schauern ließen, fanden sie jedoch die märchenhafte Landschaft durch die Zeichen des Todes verschandelt. Verwesendes Fleisch, grausige Folterapperaturen und von Sonne und Wind gedörrte Leichen stapelten sich um eine Kultstätte. Niemand wollte sich ausmalen, was hier geschehen war. Hoch oben thronte eine Hütte im Felsen, die über einen verborgenen Zugang verfügen musste. Doch wie sollte man ihn erreichen? Es war Aliisa, die eine verborgene Leiter entdeckte.. doch die Gruppe fand einen mit Fangeisen gespickten Wald und beschloß, die Erkundung in luftiger Höhe auf den nächsten Tag zu verschieben und den Wald zuvor nach Fallen zu durchsuchen.

Müde und nachdenklich zogen sie sich an den Strand zurück, um das Lager aufzuschlagen.

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Sonntag, 12. Mai 2019, 15:49

11. und 12. Reisetag



Früh begann der 11. Morgen der Reise. Die Männer arbeiteten hart, um das tüchtige Schiff wieder flott zu bekommen..die Frauen kümmerten sich um Proviant und Kinder oder gingen verschiedenen Verrichtungen nach. Die Haustiere, die man am Vortag auf der kleinen Insel entdeckt hatten, lockten die Freifrau und Aliisa in das verlassene Dorf. Zwei hilfreiche Matrosen, die zur Bewachung des Lagers zurück geblieben waren, wurden kurzerhand rekrutiert und mussten aus schnell geschlagenen Stangen einen einfachen Käfig bauen. Eleona und Aliisa hingegen zogen los, um Hühner und Ziegen und das Schweinchen einzufangen. Schon bald krähte ,meckerte und quiekte es im Lager. Belohnt wurde ihre Mühe mit frischer Ziegenmilch. Die gesammelten Eier hingegen wurden sorgsam verwahrt, sollte doch für den Geburtstag des Freiherren allerlei Leckeres gebacken und gekocht werden. Doch zunächst fanden sich alle nach und nach ein, um das gemeinsame Frühstück zu genießen.

Spannung machte sich breit, galt es doch, die von Aliisa entdeckte Hütte hoch in den Felsen und die verborgene Leiter zu erkunden. Dabei sollte Aliisa Ausschau nach den am Vortag entdeckten Fangeisen halten und alle vorhandenen Fallen entschärfen. Wer immer dort sein Unwesen getrieben hatte, hatte großen Wert darauf gelegt, zufälligen Eindringlingen den Zugang zum Ritualplatz zu versperren. Die Eisen waren noch immer stark genug, stabile Knochen zu durchschlagen. Entsprechend vorsichtig bewegte man sich voran und tauchte in das grüne Blätterdach des tropischen Dschungels ein. Es gelang Aliisa, einige Tellereisen unschädlich zu machen und schon bald standen sie vor einer recht stabilen Leiter, die so versteckt angelegt worden war, dass sie kaum zu entdecken war. Neugirig geworden machten sich alle an den Aufstieg und verschwanden im Gewirr der Pflanzen.

Hoch ging es den Berg hinauf, schmiegte sich doch der schmale Pfad an den rauhen Stein. Verschiedene Plattformen waren im Felsen und an den Stämmen der Palmen verankert worden und stabilisierten die ganze Konstruktion, die bis weit über die Wipfel der uralten Dschungelbäume führte. Und tatsächlich erlangte man nach einem schweißtreibenden Aufstieg von gut einer Stunde eine erstaunlich massiv gebaute Hütte, die sich eng an den Berg schmiegte. Atemberaubend war der Blick über das weite Meer aus lüftiger Höhe und erstaunlich die Entdeckungen, die man in der Hütte machte. Neben einem Haufen Falschgeld, einigen Münzen und weiteren Skeletten, fand Nerin zu ihrer Begeisterung ein kleines Schlangenrelekt und mehrere seltsame Runenbausteine, in derem Haufen sich ein einzelner Schädel verbarg. Die Spuren eines Lagers waren eher unspektakulär, hatte man doch etwas derartiges erwartet. Überraschend jedoch war der Fund in einer alten Truhe, in der sich alte, aber sorgsam gezeichnete Seekarten befanden.Erfreut steckte der Freiherr die Seekarten ein, ehe die Reisenden für heute den Weg nach unten antraten.

Unten angekommen wandte man sich noch einmal der grausigen Kultstätte zu. Kalt kroch ihnen so mancher Schauer über den Rücken, als Edgar einige Worte als Segen und Gebet für die Toten sprach. Dann machte man sich ans Aufräumen. Vertrocknete Leichen, Knochen, faulendes Fleisch , Zelte und mehr stapelte man zum riesigem Scheiterhaufen. Die schmutzige schwere Arbeit forderte sie bis tief in die Nacht. Doch dann war es endlich geschafft. Hoch loderten die Flammen, von Lina entfacht und frassen das, was von der Kultstätte übrig geblieben war. Noch bis in den frühen Morgen zogen die Rauchwolken über das Meer. Müde und erschöpft kehrten die Reisenden ins Lager zurück, um sich zu waschen und mit sauberer Kleidung zu versehen, ehe man den Tag am Lagerfeuer ausklingen lies.



Sehr viel fröhlicher und beschwingter wurde der nächste Tag, an dem der Freiherr seinen 33. Geburtstag feiern sollte. Bereits nach dem Frühstück wurde er mit den Kindern unter einem Vorwand zum Schiff geschickt. Der Kapitän, der eingeweiht war, beschäftigte seinen Herren bis der Abend kam. Unterdessen wurde das Lager festlich geschmückt, es wurde gekocht, gebraten und gebacken. Ausgelassen war die Stimmung , als der Herr der Nebelberge endlich am Abend in das Lager zurück kehrte. Nach ausgiebigen Glückwünschen und vielen Umarmungen wurde im Licht unzähliger Kerzen geschlemmt und gezecht. Dann spielten die Seeleute zum Tanze auf. Bis tief in die Nacht feierte Linnard mit Familie und Freunden. Als der Morgen begann, fand er das Lager in tiefem Schlaf.


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Dienstag, 14. Mai 2019, 15:25

13. und 14. Reisetag



Sonne, Sand und weite Strände genossen die Reisenden in vollen Zügen,nachdem der nekromantische Schandfleck beseitigt war. Lange Spaziergänge am Strand, frischer Fisch und vollreife exotische Früchte frisch vom Baum ließen Urlaubsstimmung aufkommen. Schon jetzt bedauerte so mancher, dass die Zeit auf der malerischen Insel langsam zu Ende ging. Im Laufe des Tages segelte die Aurora in die Bucht ein und ging direkt vor der Insel vor Anker. Die erfahrene Mannschaft hatte das Schiff wieder seetüchtig gemacht und einen Notmast errichtet, sodass die Reise nach Schildwacht fortgesetzt werden konnte.

Doch zunächst ging es zum Wasserfall, der sich unweit des Lavastromes in einen kleinen Teich ergoß, wollte man sich doch das Badevergnügen nicht entgehen lassen. Fröhlich schwammen und plantschten die Gestrandeten, die so unverhofft im Paradies gelandet waren. Zumindest, wenn man nicht an die schrecklichen Funde dachte. Flink kletterten die Wassernixen und Männer auf den Felsen empor, entdeckten zur großen Freude sogar einen versteckten Weg hinauf auf die Klippen, wo eine Planke als Sprungbrett angebracht worden war. Den atemberaubenden Blick über den sich ins Meer ergießenden Lavastrom gab es gleich dazu. Erst als die Sonne im Meer versank, machten sie sich auf den Heimweg und entdeckten eine weitere Überraschung.

Direkt am Meer entdeckten sie die Ruinen eines alten argonischen Gebäudes, in dem sich sogar noch ein gewaltiges Steinregal mit Schriftrollen und Büchern befand. Die Oberschulmeisterin war begeistert über den Fund, den sie zur großen Freude ihres Verlobten ausgiebig erkundete. Am nächsten Tag wurden sämtliche Schriften, die in erstaunlich guter Verfassung waren, eingesammelt und mit vielen anderen Fundstücken allmählich auf die Beiboote verladen. Auch das gefundene Leerenerz, die Truhen und Relikte und vieles mehr fand seinen Platz in den Beibooten. Ein letztes Frühstück genossen die Reisenden am weißem Strand, ehe es zurück zu den Booten ging. Dabei stattete man der Ruine, aber auch einem kleinem Korallemriff noch einen Besuch ab, um diese Sehenswürdigkeiten gemeinsam zu erkunden. Dann war endgültig die Stunde des Abschieds gekommen und die schwer beladenenen Beiboote nahmen die Reisenden auf, um sie zurück zur Aurora zu bringen. Mit dem Einsetzen der Flut nahm das Schiff Kurs aufs hohe Meer.. Schildwacht war das nächste Ziel.



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Freitag, 17. Mai 2019, 14:19

15. bis 17. Tag



Schwer war der Abschied von der unverhofft entdeckten Insel gefallen, doch langsam und gemächlich nahm die Aurora Kurs auf Schildwacht. Aufgrund der Schäden am Schiff, die nur provisorisch repariert haben und der schweren Ladung hielt sich der Kapitän nahe der Küste, sodass die Reisenden, die bei schönem Wetter den Aufenthalt an Deck bevorzugten, gegen Abend des zweiten Tages einen ersten Blick auf die Küste der Alikr werfen konnten. Eine Kamelkarawane zog schwer beladen auf der Küstenstraße ihres Weges. Palmen säumten die schneeweißen Strände . Golden erglühten die Dächer Schildwachts in der Abendsonne, als die Aurora in den Hafen einlief. Hier brodelte das Leben unter der heißen Sonne. Fischer fuhren zum Fang hinaus. Braunhäutige kinder plantschen im warmen Meer.

Der Anblick der Stadt lies die Erinnerung an den ltzten Aufenthalt aufsteigen und so ging die Reisegruppe mit Freude und voller Pläne von Bord. Gemeinsam zogen sie durch die Straßen und Gassen der quirlichen Stadt, die das Tor zur großen Wüste bildete. Quartier würde man im Stadthaus der Wolfenbergs nehmen, die hier seid einigen Jahren bereits ein gemütliches Anwesen besaßen. Nur mit den vielen exotischen Pflanzen, die schon im Eingangsbereich zu erblicken riefen ganz unterschiedliche Reaktionen hervor.Begeisterung bei den einen.. schicksalsergebenes Seufzen bei den anderen.. doch am Ende machte man es sich gemeinsam bei einem köstlcihem Mahl mit landestypischen Speisen gemütlich. Die nächsten Tage würde man die Stadt erkunden und sich auch einen Besuch auf dem Basar nicht entgehen lassen. Nur zu gut erinnerten sich die, die schon einmal in Schildwacht gewesen waren, an das bunte und lebendige Treiben auf den Märkten.



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Samstag, 18. Mai 2019, 15:49

18. Reisetag



Dunstverhangen begann der 18. Morgen eines Reisetages. Schon seid dem Morgengrauen tummelten sich Kamele, Pferde und Esel im Innenhof des Anwesens in Schildwacht. Die kräftigen ausdauernden Tiere wurden ein letztes Mal getränkt und mit Futter versorgt, ehe die Viehtreiber begannen, sie mit schweren Lasten zu beladen. Alleine die Wasserschläuche wogen schwer, waren sie doch für das Überleben in den Weiten der Wüste wichtiger als alles andere. Vorräte, Handelswaren und natürlich Gschenke und Waren, die für die befreundeten Stämme in der Wüste vorgesehen waren, kamen ebenso auf die Rücken der Tiere wie die persönlichen Sachen der Reisenden.

Für viele war es der erste Besuch in dieser scheinbar lebensfeindlichen unwirtlichen Welt . Manche freuten sich auf die geheimnisvolle Welt, die vor ihnen lag. Andere betrachteten das Kommende reichlich unbegeistert und misstrauisch.Und jene, die schon öfter die Wüste bereist hatten, freuten sich auf ein Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, die sie seid fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatten. Besonders die Sprösslinge der Freiherrenfamilie konnten das Wiedersehen mit den Kindern der al Eliissars kaum erwarten, hatte besonders der 6jährige William dort viele Freundschaften geschlossen . Der kleine Junge hatte seinen Vater im letzten Jahr mehrfach auf seinen Reisen begleitet und sich dabei wacker geschlagen. Die Begeisterung einiger Erwachsenen wurde noch mehr gedämpft, als sie nach einem ausgiebigem Frühstück mit Hirsebrei, frischen Datteln und Fladenbrot ins Freie traten.

Heiß wehte der Wüstenwind über die Dünen und trieb den feinen weißen Sand in großen Schleiern vor sich her. So bedeckten sie nicht nur Haut und Haar , sondern legten sich auch dichte Schals vor Mund und Nase, um den rötlichen Staub fern zu halten. Obwohl es sich nicht um einen der starken Sandstürme handelte, der Lebensgefahr für Mensch und Tier bedeutete, war mehr als Vorsicht angeraten. Die Kamele spürten die Unruhe ihrer Menschen und reagierten nicht minder gereizt. Flott lenkte man die kleine Karawane durch die Straßen der Stadt, hinaus aus den sicheren Mauern in die endlose Weite der Alikr.

Stundenlang dauerte der Ritt im scharfem heißem Wind..die Sicht war durch den wehenden Sand getrübt und es war schwierig, sich an vertrauten Landmarken zu orientieren. Vorbei an schroffen Sandsteinformationen, einsamen Palmen, die der Hitze totzten und ausgebleichten Knochen im Sand ging es tief in die Dünenlandschaft hinein. Eine gewaltige, fast fünf Mann hohe Steinstatue zog die Gruppe in ihren Bann und wurde ausgiebig betrachtet. Im Schatten der Ruine, in deren Überresten sich die Gestalt eines vermeindlichen Anseis befand legte die Gruppe eine kurze Rast ein. Spuren deuteten darauf hin, dass auch Nomaden hier gelegentlich ihr Lager aufschlugen. Doch schon bald ging es weiter, galt es doch, das Tagesziel mitten im Nirgendwo zu erreichen. Die Ziegenkopfoase sollte als Rastlager dienen, ehe man den Weg zum Lagerplatz der al Eliissars fortsetzen würde. Am Ufer eines kleinen Teichs fanden Mensch und Tier Schutz vor dem beißendem Wind und dem allgegenwärtigem Sand und konnten für einige kostbare Stunden aufatmen.

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Sonntag, 19. Mai 2019, 16:23

19. Reisetag



Heiß begann der Morgen in der Ziegenkopfoase. Schon früh lag der Dunst der kommenden Hitze über dem idyllischem Fleckchen Land, das von hohen Kokospalmen und Bananenstauden umschlossen am Rande eines kleinen Sees lag. Allgegenwärtig waren die Ziegen,die hier Futter und Wasser fanden und reichlich Nachwuchs gezeugt hatten.Doch auch nomadische Viehhirten nutzten diesen Ort, um ihre Herden zu versorgen und zu rasten, bis sie weiter durch die glühende Wüste zogen. Die hier gehaltenen Tiere zeichneten sich durch eine besondere Robustheit aus, trugen ein feines Wollkleid in vielen Farben und waren genügsam in ihren Ansprüchen. So wunderte es niemanden, dass die Freifrau schon früh auf den Beinen war und das Gespräch mit den Hirten suchte. Sichtlich begeistert begutachtete sie die einzelnen Tiere, galt es doch, einige für ihre geliebte Herde zur Zucht zu erstehen.

Unterdessen genossen die Kinder den Aufenthalt und tobten im flachen Wasser nahe dem Seeufer. Die braungebrannten Hirtenkinder und die hellhäutigen Besucher schlossen schnell Freundschaft mit einander und kannten wenig Berührungsängste und auch die Erwachsenen versammelten sich im Schatten der Palmen, um sich für die Weitereise zu stärken. Da bereits zwei Tage zuvor ein Bote zum Lagerplatz der al Elissars aufgebrochen war, rechnete man mit dem Eintreffen eines Führers, der sie zum Lagerplatz des Stammes bringen würde.

Tatsächlich näherte sich im Laufe des Morges ein dunkelhäutiger Beduine auf einem Kamel dem Lager der Gruppe und winkte schon von weitem zum Gruß. Als er näher kam, erkannten sie einen alten Bekannten. Ramand, einer der Gefolgsleute des Patriarchen Salasamo al Elissar war es gewesen, der vor fast einem Jahr um Hilfe gefleht hatte. Nun kam er als Freund zu Freunden. Entsprechend warm begrüßte man sich und teilte das einfache Frühstücksmahl mit einander, ehe man die Reise gemeinsam zum Lager des Stammes fortsetzte. Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt und bließ heiß den Sand über die Dünen, als wolle er verhalten den Neulingen der Reise die Kraft der Wüste demonstrieren. Im Lager angekommenm wurden sie schon sehnsüchtig von Salasamo und seiner Enkelin Anrisa begrüßt. Nach dem Austausch der Grüße wurden die Gäste in luxuriöse Zelte geführt, um sich den Staub von der Haut zu waschen und sich zu erfrischen. Doch dann fand man sich im großem Zelt zusammen, um das Wiedersehen ausgiebig zu feiern und Geschenke zu übergeben. Bis spät in die Nacht genossen die Reisenden die köstlichen Speisen und Getränke, ehe langsam Ruhe einkehrte.

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Montag, 20. Mai 2019, 14:37

20. Reisetag



n den prächtigen Zelten von Salasamo und der Gastfreundschaft des Stammes verbrachten die Reisenden nach einem opulentem Festmahl eine erholsame Nacht. Die Zelte waren reich mit Kissen und Decken bestückt und so konnte man fast vergessen, dass man sich inmitten der endlosen Weite der Alikr mit ihrer sengenden Hitze am Tag, der beißenden Kälte der Nacht und den exotischen Pflanzen und Tiere befand. Nach den Strapazen des Marsches durch die Wüste mit all ihren Gefahren konnten sie nun in der Sicherheit des Stammeslagers ausschlafen und so dauerte es, ehe die einzelnen Gefährten langsam aus den Federn kroch. Besonders früh war der Freiherr aufgestanden, den es mit den Hirten der Wüstensöhne hinaus in die Weite zog. Er hatte während des Jahres mehrfach die Männer und Frauen besucht und war ein gern gesehener Gast. Heute waren die Ziegenherden sein Ziel, während sein ältester Sohn mit Fedir , Hayel und Kaylin loszog, um mit den Kindern der Nomaden zu spielen. Schon bald tollten die älteren Kinder unweit des Lagers durch den Sand,spielten mit Echsen und struppigen Hunden , während die Kleinen von den Frauen des Lagers verhätschelt wurden.

Üppig war das Frühstück, das nach landestypischem Brauch serviert wurde,ehe Anarisa, die Enkelin des Patriarchen das Tagesprogramm verkündete. Zu Ehren der Freundschaft und ihrer Befreiuung plante die junge Frau ein großes Fest, in dem die Besucher aus den fernen Nebelbergen die Bräuche des Stammes hautnah erleben sollten. Neben einem Kamelrennen waren auch ein Schwertkampfturnier und ein Tanz der Frauen geplant. So zog man nach dem gemeinsamen Frühstück hinaus,um sich mit den Kamelen vertraut zu machen. Wer von den Reisenden kein eigenes Tier besaß. bekam ein Kamel der Gastgeber geliehen.

An der ausgewählten Strecke, die bis vor die Mauern Bergamas durch die Wüste führte, versammelten sich die Zuschauer, um die Reiter anzufeuern. Bretonen und Nord mischten sich mit den Wüstensöhnen und fieberten gleichermaßen voller Erwartung dem Rennen entgegen. Noch einmal erklärte die Blume der Wüste die Regeln. Gleich sechs Mal musste die Strecke bewältigt werden. Wer als erster nach der letzten Runde das Tor zum Lager durchquerte, würde den Sieg erringen. Gleich vier Reiterinnen traten an, um sich im Kamelrennen zu beweisen. Aliisa,Sarra und Linna nahmen die Herausforderung an und auch die Freifrau ließ sich den Spaß nicht entgehen. Kaum hatte Salasamo das Startkommando gegeben , stoben die vier Reiterinnen auch schon los. Unter den begeisterten Anfeuerungsrufen und dem Schreien der Zuschauer ging es auf die Strecke. Lange ließ sich kein klarer Sieger erkennen. Die Reiterinnen kämpften hart. Doch am Ende gewann Miss Linna mit einer Kamelnasenlänge den kostbaren Preis, den sie aus den Händen des Patriachen höchst persönlich entgegen nahm. Er überreichte ihr einen prachtvollen Kamelsattel und reich bestickte Decken. Nur das Kamel fehlte noch zu ihrem Glück. Lachen und Freude erfüllte das Lager, als man sich ums Feuer versammelte, um sich zu erfrischen. Besondere Freude herrschte jedoch, als er begann, eine Geschichte zu erzählen. Es gelang dem alten Mann mühelos, seine Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. So senkte sich die Nacht ein weiteres Mal auf das Lager hinab.

Der Freiherr jedoch hatte zwar das Kamelrennen verpasst, jedoch einenTag mit den Männern des Stammes verbracht und aus den Herden einen starken Bock sowie gleich 12 Ziegen mit prächtigen Eutern und besonders flauschiger Wolle ausgesucht, ehe es zur Jagd in die Dünen ging. Mit den Tieren und einer Gazelle als Jagdbeute kehrte auch er zufrieden in das gastliche Zelt zurück.

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Mittwoch, 22. Mai 2019, 18:04

21.und 22 Reisetag



Drei Wochen waren unsere Abenteurer nun schon auf Reisen. Und seid Tagen nun genossen sie die Gastfreundschaft der Wüstenkinder. Nach dem Kamelrennen stand für diesen Tag nun ein weiterer Höhepunkt der Wüstenspiele auf dem Programm. Berühmt war die Schwertkampfkunst der Rothwrdonen. Gar manchen Meister hatte die Wüste hervorgebracht. Und so durfte es kein Fest in den heißen Sanden geben, ohne das die Klingen im freundschaftlichem Streit gekreuzt werden sollten. Von den Reisenden traten der Freiherr und sein erster Ritter gegen einander an, während Miss Amir in Miss Sarra ihre Kontrahentin fand. So hatte es das Los entschieden.

Inmitten der weißen Dünen lieferten sich die Kontrahenten einen leidenschaftlichen Kampf, bejubelt und angefeuert von ihren Zuschauern. Der Freiherr und der erste Ritter beendeten den Kampf unentschieden, doch überließ der Freiherr dem Freund den Sieg. Miss Sarra, die nach eigener Aussage noch nie ein Schwert in der Hand gehabt hatte, hielt erstaunlich lange durch. Doch unterlag sie am Ende der jungen Rothwardonin. Die beiden Sieger der ersten Paarung standen fest. IN zwei Tagen würden Sir Edgar und Miss Amir zum finalen Wettstreit antreten. Entspannt und heiter kehrte man ins Zeltlager zurücj und ließ es sich dort gut gehen.

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Samstag, 25. Mai 2019, 16:54

22. bis 24. Reisetag



Mit Spannung hatten die Wüstenbewohner und ihre Gäste das Finale des Schwertkampfes zwischen dem ersten Ritter und Zendayna erwartet. Nach einem Ruhetag versammelte man sich auf dem Dünenkamm hinter dem Lager,um die beiden Finalisten anzufeuern. Begeistert verfolgten die Stammesangehörigen und die Freunde der Kontrahenten das Geschehen und fieberten mit ihnen. Wendigkeit und Leichtigkeit der Jugend sowie die Gewöhnung an das Feuer der Wüste standen gegen viele Jahre Kampferfahrung und der kühlen Souveränität des alten Mannes, der eher an die kühlen und feuchten Bedingungen des Nordens gewöhnt war.

So ergab sich ein Kräfteverhältnis, dass durchaus als ausgeglichen bezeichnet werden konnte.

Lange dauerte das Kreuzen der Klingen im Wüstensand, doch was wohl kaum jemand erwartete hatte, geschah am Ende. Als es schon fast danach aussah, als würde der zähe Ritter seine junge Gegnerin besiegen, schlug die Wüste erbarmungslos zu. Schweißüberströmt fiel der Ritter nach einem kraftvollem Angriff wie ein gefällter Baum in den Sand und versetzte seine Zuschauer für einen Moment in Schrecken. Doch frisches Wasser und der Schatten eines Felsens halfen ihm bald wieder auf die Beine und so nahm die junge Rothwardonin, die Sir Edgar wahrlich einen hervorragenden Kampf geliefert hatte, den kostbaren Preis in Empfang.

Während Edgar sich mit seiner Verlobten in sein Zelt zurück zog, um sich zu erholen, versammelte sich der Rest der Reisegesellschaft um das Feuer, um den Abend ausklingen zu lassen. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Lagerlebens, an dem die Gäste wie selbstverständlich teilnahmen. Man kochte an den Feuern, ritt mit den Männern hinaus, um zu jagen und die Herden zu versorgen oder saß bei den Frauen , um von ihnen kleine Einblicke in uralte Handwerkstechniken zu erlangen, die die Frauen der Wüste noch genau so ausführten, wie ihre Mütter und Großmütter zuvor. Besonders die flauschigen Teppiche, aber auch die kunstvollen Mosaike hatten es den Nordlingen angetan. Und viele von ihnen fühlten sich zunehmend heimischer. So breitete sich Wehmut aus,als der vorletzte Tag des Aufenthalts im Lager der al Elissars begann. Als die Sonne sank, versammelten sich Jung und Alt vor den prächtigen Zelten. Heute sollte getanzt werden. Musikanten nahmen ihre Plätze ein ,während sich die Damen mit prachtvollen Gewändern schmückten und auch der Freiherr präsentierte sich in der Gewandung des edlen Wüstenherren. Aliisa und Zendayna präsentierten die klassische Tanzkunst der Yokudaner und zum ersten Mal zeigte auch die junge Freifrau in der Öffentlichkeit, dass ihr die Traditionen des mütterlichen Volkes nicht fremd waren. Sie tanzte gemeinsam mit ihrem Gatten auf eine ebenso sinnliche wie spielerische Weise . Das Paar erzählte in seinem Tanz die Geschichte von Werbung und Verführung.von Sehnsucht und tiefer leidenschaftlicher Liebe. Alle vier Tänzer zogen die Zuschauer in ihren Bann. Im Anschluß jedoch saß man ein letztes Mal bis tief in die Nacht zusammen, um gemeinsam zu trinken und zu plaudern und sich dem nächtlichem Wüstenzauber zu ergeben.

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Montag, 27. Mai 2019, 16:04

26. Reisetag



Die Zeit des gastfreundlichen Aufenthaltes im Lager der al Elissars neigte sich dem Ende zu. Bewegt nahm man Abschied von einander, tauschte kleine Aufmerksamkeiten und Andenken aus,die in der Heimat noch lange an den Besuch bei den Kindern der Wüste erinnern sollten. Doch dann war der Moment des Aufbruchs gekommen. Bereits zuvor hatte der Baron von Silberfels die Reisegruppe über die bevorstehende Etappe und das Tagesziel informiert. Er wollte die Gelegenheit nicht verstreichen lassen und mit seinen Schülern und all denen,die Interesse an der Erkundung von unbekannten Regionen zeigten, einen Abstecher in eine bislang unerforschte Dwemermine unternehmen.

Einige alte Dokumente haben Hinweise auf eine alte Mine des Rouken-Klans. die vermutlich längst unter den Sanden der Zeit begraben lag. Doch der Forscher wollte sich die Gelegenheit nicht entgegen lassen, gemeinsam mit Schülern und Freunden auf Entdeckungsreise zu gehen und so führte der erfahrene Archäolohe die Karawane auf einen Pfad, den er anhand der vorhandenen Hinweise erstellt hatte. Dabei spielte die Lage der Wasserstellen eine nicht unerhebliche Rolle. Die ausgeblichenen Knochen,die bisweilen aus dem Sand ragten, erzählten nur zu deutlich, was jenen geschah, die die Wüste unterschätzten.

So waren Mensch und Tier heilfroh, als sie nach einer halben Tagesreise durch die ewigen Sande das Grün der Ziegenkopfoase erreichten, wo man schon auf dem Weg zum Lager des Stammes gerastet hatte. Durstig drängten die schwer beladenenen Kameleund Pferde dem Wasser etgegen und auch die Zweibeiner stillten ihren Durst. Doch nur kurz war die Pause, die ihnen in der glühenden Hitze vergönnt war, galt es doch, die Regenfängerfelder südlich von Schildwacht am Rande der Berge zu erreichen. Hier ,in den Lagern der Beduinen , wollten die Reisenden die Nacht verbringen, ehe man am kommenden Morgen den Eingang der Mine suchen würde. Im Schatten der Palmen legten sie sich zur Ruhe. Doch schon am Morgen herrschte erwartungsvolle Betriebsamkeit im Lager.

Nach einem Frühstück aus frischem Fladenbrot,Käse und Früchten wurde das gemeinsame Vorgehen besprochen und die Aufgaben verteilt. Ein letztes Mal prüfte jeder Einzelne seine Ausrüstung , ehe die Gruppe zumFuß des Felsmassivs aufbrach. Nach einem Marsch durch den heißen Sand verteilte sich die Gruppe in Zweierteams und begann , nach dem Eingang der Mine zu suchen. Recht bald entdecken sie Spuren künstlicher Bearbeitung am Felsmassiv.... ja sogar eine verwitterte Gravur einer Dwemermaske. Doch der ersehnte Eingang ließ auf sich warten. Zweifel kamen auf und so mancher sah sich schon ergebnislos ins Lager zurück kehren. Sollten all diese Strapazen umsonst gewesen sein:

Dann ließ eine Entdeckung von Aliisa und Lina die Herzen höher schlagen, fanden sie doch in einer abgesenkten Mulde einen Messingring im Felsen. Doch wozu er gehörte und welchen Zweck dieser doch sehr ungewöhnliche Gegenstand in der Wüste erfüllte, blieb im Sand verborgen. Als die Gruppe zusammentraf, tauschte man sich über die funde aus und ließ sich von Aliisa zur Stelle führen. Mit Schaufel und viel Anstrengungen gingen die Abenteurer gemeinsam daran, auszugraben, was auch immer zum massivem Metall gehörte. Schweißtreibend war die Arbeit unter der sengenden Sonne und so dauerte es seine Zeit, bis der Fund endlich freigelegt war. Eine gewaltige Platte aus Metall ruhte im Sand. auf deren Oberfläche ein komplizierter Mechanismus aus Scheiben,. Zahnrädern und Rädchen angebracht worden war.Der Ring selbst bildete die Spitze eines wuchtigen Hebels, der sich durch Sand und Rost nicht mehr bewegen lies.

Nun lernten die angehenden oder auch unfreiwilligen Archäologen echte Handarbeit kennen. Nachdem die grobe Arbeit erledigt war, rückten sie dem Sand mit Pinsel und Fingern zur Leibe. Doch wie den verkrusteten Mechanismus wieder geschmeidig machen? Schließlich lief man nicht mit einem Faß Schmieröl in der Wüste herum. Es war der Magus, der die rettende Idee war . Immerhin gab es noch einen winzigen Vorrat an Butter im Lager! Butter schmeckte nicht nur gut,sondern machte auch glatt und geschmeidig. Gesagt, getan....Nerin eilte ins Lager, um Butter zu holen, die dann vom ersten Ritter und einigen der Damen großzügig ins Getriebe geschmiert wurde. Dass es nun für die nächsten Tage trockenes Brot ohne Butter geben würde,war ein Opfer,das man sicher gerne brachte. Zumindest im Rausch des ersten Überschwanges und der Entdeckerfreude. Mit vereinten Kräften rückten die Abenteuer dem nun gebuttertem Hebel zu Leibe.Für einen Moment schien er jedoch den Sieg davon zu tragen. Doch dann gab der Hebel nach und ein uralter Mechanismus setzte sich ratternd in Bewegung, was unerwartete Folgen nach sich zog . Mit einemkleinem Erdbeben setzte sich scheinbar massiver Fels in Bewegung und öffnete einen bislang verborgenen Eingang in der Felswand. Staunend und sprachlos verfolgten die Abenteurer das Geschehen. Aufgrund der späten Stunde jedoch zügelten sie ihren Forscherdrang und schlugen das Lager auf, ihre Entdeckung so gleichermaßen bewachend. Was würde der nächste Tag bringen?

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Samstag, 1. Juni 2019, 15:37

27. bis 31. Reisetag



Endlich war der ersehnte Morgen gekommen. Gut gestärkt und voller Tatendrang versammelten sich die Abenteurer am frühen Morgen direkt vor dem Eingang der Dwemermine . Endlich würden sie in die Welt eines Volkes eintauchen, das schon seid vielen Jahrhunderten verschwunden war und dessen Schicksal eines der größten Rätsel der Geschichte darstellte.Doch ihre Hinterlassenschaften waren bis heute erhalten geblieben und brachten das Vermächtnis eines intelligenten , hochentwickelten Volkes mit sich. Ehrfürchtig betraten die Abenteurer, für viele war es der erste Besuch in einer Dwemermine, den Eingang, wo sich ein breiter Stollen vor ihnen eröffnete, der tief in den Berg zu führen schien.Auch jene,die nicht zum ersten Mal einen solchen Ort erkundeten,wurden in den Bann der Ruine geschlagen, die sich als erstaunlich gut erhalten erwies. Bekanntermaßen verfügten die Dwemer über eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Errungenschaften zu sichern. Entsprechend vorsichtig drang die Gruppe unter Führung des Baron von Silberfels in den Stollen ein.

Ihre Vorsicht zahlte sich bereits kurz hinter dem Eingang aus, als ein Loch in der Wand eine nahezu perfekte Kugel ausspukte,die zitternd durch den Sand rollte. Recht schnell entpuppte sie sich als Dwemerspähre. die recht hartnäckig ihrer Aufgabe folgte,den Ganz gegen Eindringlinge zu verteidigen. Mitvereinten Kräften bändigten sie das wütende Konstrukt und drangen tiefer in die Mine ein. Hallen voller seltsamer Maschinen, manche klein und überschaubar..manche riesig groß eröffneten sich den staunenden Augen. Alltagsgegenstände und sogar Möbel vermittelten einen Eindruck,wie das Leben unter der Erde gewesen sein mochte. Doch der wohl größte Schatz war die Entdeckung einer kleinen Bibliothek,in der sich sogar noch einige Regale mit Büchern und zwei Konstruktionszeichnungen befanden.Begeistert begannen der Magus ,die Oberschulmeisterin und Aliisa zu planen, welche Fundstücke sorgsam geborgen werden wollten. Sarra durfte als Kleinste sogar in den Schlund eines riesigen Behälters kriechen, während Zendayna ihre Kletterkünste unter Beweis stellte,um einen Blick durch die hoch oben befindlichen Fenster zu werfen. Während die einen ihrer wachsenden Begeisterung frönten, schwitzten und stöhnten die anderen und wünschten sich weit fort von Staub und heißem Dampf. Doch diese Hoffnung erfüllte sich noch lange nicht.



Eine Kammer folgte der nächsten.. ein Gang lockte nach dem anderen und soviel sie auch entdeckten,so wussten sie doch,dass sie nur an der Oberfläche kratzten und sich,unter vielen Schichten von Sand und Gestein verborgen, noch viele Geheimnisse sich ihrer Entdeckung entzogen. Doch der Zeitplan war eng gestrickt und so hieß es nach einer Woche Abenteuer die Sachen packen und sich für die Abreise bereit zu machen. Der Freiherr und der Baron hatten zwei weitere Schiffe angeheuert,um Handelswaren, Fundstücke und Einkäufe sicher nach Hause zu bringen. Sie führten die Treiber und Gespanne auf so verschlungenen Pfaden durch die Wüste nach Schildwacht,dass wohl kaum einer zu beschreiben mochte,wo sich die Quelle der Schätze befinden mochte. Zwar besaß der Archäologe seid vielen Jahren die nötigen Papiere,um Ausgrabungen und Erkundungen vorzunehmen,doch schützte das kaum vor Verliesvagabunden, die gnadenlos raubten und plünderten, was ihnen unter die Finger kam. Entsprechend trafen die Männer die nötigen Vorkehrungen,um das entdeckte Objekt vor weiteren Plünderungen zu sichern, waren sie doch auf Spuren von Eindringlingen gestoßen,.die nicht gerade behutsam vorgegangen waren.

Nun aber hieß es Abschied nehmen. Im Hafen von Schildwacht wartete die Aurora,um die Reisenden an Bord zu nehmen. Nach einer gründlichen Überholung des Schiffes auf den Werften der Stadt stachen Schiff und Mannschaft in See,kaum dass der letzte an Bord gestiegen war. Kurs war Abahs Landung, das eigentliche Ziel der Reise,die sie nun schon einen Monat fern von der Heimat hielt.

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Montag, 3. Juni 2019, 11:46

32. Reisetag



Ein letztes Mal erwachten die Reisenden an Bord der Aurora, ehe die Ankunft am lang ersehnten Ziel in Aussicht stand. Endlich näherte man sich der Küste von Hews Fluch. Für einige war es die Rückkehr in die Heimat, für andere ein Urlaub in einer Stadt voller Gegensätze und mit einem ganz eigenem Flair. Doch es gab wohl niemanden, der sich nicht auf die Ankunft und den Aufenthalt freute. Bereits als das erste Land als dunkler Strich am fernen Horizont in Sicht kam, wuchs die Aufregung und man versammelte sich an Deck,um die Einfahrt in den lebendigen bunten Hafen der Handelsstadt nicht zu verpassen. Schnell zog die Kulisse der Stadt mit ihren Palästen und Türmen die Blicke in ihren Bann. Und endlich war der Moment des Anlegens gekommen.

Nerin durfte als erste den Landesteg betreten, hatte sie doch teilweise unter der Seekrankheit gelitten und konnte es kaum erwarten, ihre Füße endlich auf festen Boden zu setzen. Während die Männer sich um die Formalitäten kümmerten, machten sich die Damen zum Anwesen der Zieheltern der Freifrau auf, das nun nach vielen Querelen , in die wohl nur der Freiherr, sie selbst und Hassan, der alte Majordomus, der schon zu Zeiten der alten Handelsfürsten hier das Zepter geschwunden hatte, eingeweiht waren. Hoch ragten die Tore des schwer bewachten Anwesens vor ihnen auf . Die dicken Mauern und zahlreichen Türme erinnerten eher an eine Trutzburg als an ein luftiges Lustschloß und machte deutlich, dass hier ein Eindringen wenig ratsam war. Vertraut waren die Rüstungen der Wachen und Dienstboten, die bereits das vertraute Grün und das Wappen des Wolfes trugen. Gemeinsam machten sie sich daran, auf den Spuren der Vergangengeit zu wandeln und den Ort der Kindheit der Freifrau neu zu entdecken, ehe man sich an der festlichen Tafel im Palast niederließ, um das Ziel der Reise gemeinsam bis spät in die Nacht zu feiern. Nach über einem Monat hatte man es endlich erreicht und konnte den Aufenthalt genießen.

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Mittwoch, 5. Juni 2019, 16:09

33.bis 35.Reisetag



Für die einen gestaltete sich der Aufenthalt als erholsamer Urlaub, die anderen versuchten, einen Überblick über den riesigen komplizierten Haushalt zu bekommen . Doch auch hier kam das Vergnügen nicht zu kurz. Lange Ausflüge mit winzigen Segelbooten hinaus in die azurblaue Bucht mit ihren klaren Wassern und reichen Fischgründen... Spaziergänge in den weitläufigen Anlagen und Gärten des Palastes und fröhliche Stunden im Wasser der vielen Schwimmbecken ließen die Strapazen der Reise in den Hintergrund treten. Langeweile trat wohl bei keinem auf und dabei hatte man noch keinen Fuß über den Hafen hinaus in die Stadt gesetzt.

Am dritten Morgen fand sich auch der alte Majordomus des Palastes ein, um sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Herrschaften zu erkundigen,die gerade am Rand des Wasserbeckens entspannten.Einer der Hausdiener,der ihm bei der Haushaltsführung half, trat eine Weile später hinzu und berichtete, zunehmend widerstrebend, von unschönen Ereignissen. So waren im Laufe der letzten Monate immer wieder neu angestellte Bedienstete spurlos verschwunden. Doch erst das Verschwinden einer erst kürzlich eingestellten Küchenmagd brachte Jorah auf den Gedanken, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Auch so bekleckerte sich der dürre Rothwardone nicht gerade mit Ruhm.sodass er noch vor dem Ende des Tages seine Stellung als solche verlor. Doch zuvor führte er die Freifrau in Begleitung ihrer Gefährten in das Zimmer der unglücklichen Magd. Hier stieß auch der Freiherr dazu und wurde schleunigts über die Vorgänge informiert. Eine gründliche Durchsuchung ergab nur wenige,.jedoch um so überraschende Ergebnisse,fanden sich doch nebst einigen Blutspuren im Schrank dahinter ein Hebel, der nach seiner Betätigung einen Geheimgang eröffnete.

Im Licht von Nerins magischer Kugel und einiger flink herbei geholten Fackeln drang die Gruppe in den Gang ein, der anscheinend hinunter zum Meer zu führen schien.

Auch hier fanden sich vereinzelte Blutspuren und bewiesen, dass die verschollene Magd den Gang unfreiwillig passiert haben musste. Er endete an einer, dem Hafen abgewandten Seite des Palastes, die nur schwer einzusehen war. Hier fanden sich die blutverschmierten Kleider , einige zerschnittene Seile und , herausfallend aus dem Bündel, ein abgegriffener Brief. Doch keine Spur vom Verbleib der Magd. So kehrte man in den Palast zurück, um das weitere Vorgehen zu beratschlagen. Johrad brauchte den Palast nun doch nicht verlassen. Doch in Anbetracht dessen, dass er unter Bewachung in seinem Zimmer in Gewahrsam genommen war, ließ Zweifel darüber aufkommen, ob seine Lage soviel besser geworden war.

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Sonntag, 16. Juni 2019, 15:11

36. bis 45. Reisetag



Wie im Flug vergingen die Tage , die die Reisenden hinter den Mauern des Palastes verbrachten. Angefüllt mit den Besuchen zahlreicher Händler und Kaufleute, die den neuen Herren aus ganz unterschiedlichen Gründen ihre Aufwartung machten, den vielfältigen Aufgaben, die die Verwaltung und die Organisation eines solch umfangreichen Haushaltes mit sich brachten und natürlich die Versorgung der befreiten Sklaven, nutzen die Bewohner des Palastes jede freie Minute, um die Annehmlichkeiten des Anwesens am Meer zu genießen. Sie schwammen und tauchten in den zahlreichen Wasserbecken und dem Meer, fuhren zum Fischen hinaus oder tauchten nach Muscheln und Seesternen.

Gemeinsam erkundete man die Stadt, sah den Gauklern und Possenreißern zu, kostete die Leckerein der Garküche auf den Straßen und kehrte in die Schenken der Stadt ein, um den Abend bei Wein und guter Gesellschaft zu verbringen. Gleichzeitig liefen die Nachforschungen nach der verschwundenen Magd auf Hochtouren. Es gelang dem Freiherren, ein Schiff in den Hafenlisten zu finden, dessen Anlegezeiten rein zufällig mit dem Verschwinden der verschiedenen Personen überein stimmte. Und auch der mysteriöse D ( wenn es denn wirklich der Anfangsbuchstabe seines Namens war) konnte sich hinter einer beträchtlichen Anzahl möglicher Kandidaten verbergen. Gespannt wartete man auf die Ankunft der Kogge, die den Palast mit Lebensmitteln und Handelswaren geliefern sollte. Geplant war, das Schiff bei dieser Gelegenheit gründlich unter die Lupe zu nehmen.

Endlich lief die Abigail in den kleinen Hafen des Palastes ein.Kurz zuvor meldete sich ein Söldner namens Crispius Roscius, der ebenfalls das Schiff zu besuchen dachte, um eine Fracht abzuholen. Kaum hatte die Mannschaft das Schiff am Steg vertäut, betrat die Freifrau samt Gefolge und Garde das Deck.. Sehr zum Verdruß des Kapitän, der sich als besonderes Exemplar an Reinlichkeit und Freundlichkeit erwies. Aus allen Luken stank es erbärmlich und unter Deck vermochte man kaum zu atmen. Dreck, Schmutz und Ungeziefer ließen die Lust, auch nur irgendetwas der Ladung löschen zu lassen, garnicht erst aufkommen. Unter dem Vorwand der Hafenkontrolle jedoch, begann man mit der Durchsuchung des Schiffes, während die Freifrau sich mit dem Kapitän befasste. Aliisa war es, die unter Deck auf eine verschlossene Tür stieß,hinter der sich, halb verhungert und verdurstet, sechs Sklaven in Eisen fanden. Unter ihnen die vermisste Magd, die durch Jorah, der die Gruppe begleiten musste, sehr schnell identifiziert hatte. Ehe sich der Kapitän und die Mannschaft versahen, waren sie von der Garde des Palastes in Gewahrsam genommen. Während der Kapitän ins Verlies verbracht wurde, erhielten die Seeleute ein Bad im Zuber und ein bewachtes Quartier,um sie nach einander zu befragen. Immerhin galt es, den Komplizen innerhalb des Palastes ausfindig zu machen und so wurde denen, die sich dabei hilfreich erwiesen,eine Belohnung in Aussicht gestellt. Die befreiten Sklaven hingegen wurden in den Dienstbotenquartieren untergebracht, gebadet und mit sauberer Kleidung und reichlich Nahrung versorgt. Es dauerte lange, bis der Palast in dieser NAcht zur Ruhe kam.

Die Stunden vor der Abreise vergingen schnell und so kam der Moment der Abreise am nächsten Tag. Per Portal ging es direkt nach Silberfels, wo die Hochzeit von Nerin und Edgar seid Tagen vorbereitet wurde.. Die ersten Gäste hatten bereits ihre Zimmer bezogen.

So ging nach 46 spannenden Tagen die Frühlingsreise des Hauses Wolfenberg zu Ende. Doch ehe der Alltag wieder einzog, würde zünftig gefeiert werden.

Mehr Bilder und Geschichten findet ihr unter :

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/fo…13108#post13108


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Damit schließt das Reisetagebuch der Frühjahrsreise des Hauses Wolfenberg seinen Einband. Ein großes Dankeschön an Euch alle, die mit uns auf Reisen gewesen sind und die Tage mit ihren Geschichten und Begebenheiten gefüllt haben. Ein besonderes Dankeschön an dieser Stelle an Edgar und Aliisa für die Gestaltung der kleinen Geschichten,die uns wirklich schöne und spannende Momente bescherten.Natürlich werden sie noch lange nachwirken. Ihr ward alle toll! Und eins ist an dieser Stelle versprochen. Die nächste Reise kommt bestimmt!


Eleona

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Sonntag, 23. Juni 2019, 10:29

Guten Morgen liebe Rollenspieler.

Nach sechs Wochen Frühlingsreise ist das Haus Wolfenberg wieder in den Nebelbergen anzutreffen. Damit finden nun auch wieder unsere wöchentlichen Tavernenabende und Märkte statt und Ende Juli freuen wir uns, Euch zu einem ganz besonderem Ereidgnis einzuladen. Zum ersten Mal findet in den Nebelbergen eine Theateraufführung statt. Gezeigt wird das Stück "Die Anuade", zu dem wir recht herzlich einladen möchten. Auch eine weitere Nacht der blauen Blume ist in Vorbereitung.

Es bleibt also spannend und ereignisreich im Hause Wolfenberg. Doch heute abend öffnet erst einmal der Hungrige Wolf wieder seine Türen und freut sich auf nette Gäste!

Herzliche Grüße aus den Nebelberge:


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Sonntag, 30. Juni 2019, 10:40

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