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Samstag, 6. Februar 2021, 13:00

Ein Abenteuer...

Spoiler Spoiler

((Dieser Thread hier ist als Beitrag zu einer demnächst startenden kleinen Spielrunde gedacht, um die darin erspielten zukünftigen Ereignisse in Abständen niederzuschreiben und somit festzuhalten.))






Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Es ist ein Tag wie jeder andere.
Der wohlbeleibte Wachmann Clément Daviau schnauft recht laut, als er seinen wuchtigen Körper über den schlammigen Grund des Marktplatzes der Hafensiedlung Koeglin bewegt.
Die schwere Rüstung kneift schon wieder an einigen Stellen.
Er hat mal wieder zugenommen.
Während sich auf seinem Haupt das Haar immer weiter lichtet, vergrößert sich sein Bauchumfang von Woche zu Woche.
Er weiß das und es gefällt ihm nicht, doch kann er dem guten Essen der hiesigen Taverne <Zum Schläfrigen Seemann> einfach nicht widerstehen.


Wie jeden Tag stapft der schwergewichtige Clément Daviau über den Marktplatz von Koeglin.

Es regnet mal wieder, wie so oft in dieser Region und der Boden ist bereits so aufgeweicht, dass gerade er, als durchaus schwergewichtiger Bretone, ordentlich darin einsackt.
Bevor er seinen Dienst antritt, schaut er - wie jeden Tag - bei Ysanne Helena vorbei.
Nur um ihr einen guten Tag zu wünschen, auch in der Hoffnung, dass sie ihm einmal ein Lächeln schenkt oder seinen Gruß erwidert.
Einmal passierte es, aber es ist wohl so, dass sie mehr Gefallen an diesem exotischen Rothwardonen Mathon al-Rahid findet, mit dem sie sich oft sehr rege unterhält.
Auch dieses Mal ist es so, wie eigentlich immer und Ysanne beachtet den Dicken kaum.


Ysanne redet nur mit dem Rothwardonen, so wie immer.

Clément Daviau ist schon eine gefühlte Ewigkeit hier und genau so lange als Wachsoldat tätig.
Da er immer fetter wurde, entschied man, dass er für den aktiven Dienst nicht mehr so zu gebrauchen wäre und übergab ihm den vertauensvollen Posten des Wachmannes des hiesigen Gefängnisses.
Da in Koeglin nicht gerade viel passiert, außer, dass wie zuletzt rothwardonische Reisende auf der Suche nach einem vermissten Freund vorbei kamen, ist dieser Posten wohl genau der Richtige für den weniger bewegungsaktiven Clément.
Ein wenig Gesellschaft hat er während der vielen Stunden, die er in ´seinem´ Gefängnis verbringt, durch Hündin ´Ysanne´.
Clément gab ihr irgendwann den gleichen Namen wie seiner Angebeteten vom Markt.


Man munkelt, Clément Daviau kann während seines Dienstes im Gefängnis mit offenen Augen schlafen.

So wird dieser Tag wie jeder andere.
Ein durchweg ereignisarmer Tagesablauf mit zwei schon ewig leer stehenden Zellen.

Es wird nicht sehr lange dauern, da wird sich hier alles ändern...
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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Donnerstag, 11. Februar 2021, 19:44



Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Der dicke Wachmann Clément Daviau staunt nicht schlecht.
Liefen seine Tage gerade noch so wie immer, ist es nun wie aus heiterem Himmel alles anders.
Anstatt dass das recht beschauliche Gefängnis der Hafensiedlung Koeglin mit leeren Zellen glänzt, muss man nun schon fast Sorge haben, dass man für alle Insassen genug Platz hat.
Was war geschehen?

So ganz genau weiß das Daviau auch nicht.
Zwei Fremdländer trieben sich in der Siedlung herum, was die Wachsoldaten schon einmal auf den Plan rief und es sich rasch in Koeglin herum sprach.
Könnte man etwaige Spionage oder anderen feindliche Absichten vermuten, erwischte man einen Altmer und eine Dunmer aber gar dabei, wie sie sich prügelten.
Man sagt, man habe sie sich noch ein wenig aufeinander einschlagen lassen, ehe man sie dann ins hiesige Gefängnis warf.


Ein Vorgesetzter bringt einen weiteren Häftling, einen Rothwardonen.

Dem fetten Daviau, gerne auf Ruhe und seinen gewohnten Alltagsrhythmus bedacht, gefällt das so gar nicht.
Der bewegungsarme Wachmann neigt bei Stress schon mal zu Schwitzattacken und als ihm ein vorgesetzter Soldat noch einen weiteren Häftling bringt, ist ihm klar, dass er diese ganze Unruhe nur mit einem gefüllten Magen gut wird überstehen können.
Dieses Mal ist es einer aus dem Bündnis, ein Rothwardone, der, so sein Vorgesetzter, sich ebenfalls eine Keilerei geliefert haben soll und nun, mit noch genug Alkohol im Blut, hier in der Zelle etwas ausnüchtern und zur sich wieder beruhigen soll.
Das hat ihm noch gefehlt: ein heißblütiger Rothwardone mit Hand zu Gewaltattacken, ein arroganter Altmer und eine verschlagene Dunmer, die aussieht, als würde sie seinen dicken Bauch ohne Zögern von oben bis unten aufschlitzen, wenn sie die Gelegenheit hätte.


Der soll gefährlich sein?

Aber es kommt noch schlimmer.
Noch ein Häftling wird angekündigt, von dem es heißt, dass er gar gefährlich sei.
Reiter würden ihn bringen und anweisen, seine Fesseln selbst in der Zelle nicht zu lösen.
Womit hat er das nur verdient?
Warum müssen gerade ihn die Götter so strafen?
Clément Daviau`s Verzweiflung ist ihm nahezu anzusehen, zudem er auch noch jedes Mal vom Essen abgehalten wird.


Ein volles Haus. Clément Daviau braucht was zu essen.

Und als sie ihn diesen vermeintlich gefährlichen Mann dann bringen, ist er doch etwas überrascht.
Was soll denn schon an einem alten dürren Bretonen in einfacher Stoffkleidung gefährlich sein?
Es wird ihm egal sein.
Eine deftige Mahlzeit muss her.
Während Daviau seinen wuchtigen Körper aus dem Gefängnis gen Taverne bewegt, können sich die Insassen ja schon mal ein wenig beschnuppern.
Insgeheim hofft er wohl auch darauf, dass sich insbesondere die drei Männer selbst an die Gurgel gehen, teilen sie sich doch eine Zelle.

Die Dunmer hätte wohl Spaß daran, dies mit anzusehen...
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Samstag, 13. Februar 2021, 11:16



Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Die Stimmung des dicken Wachmannes Clément Daviau ist auf einem Tiefpunkt angelangt.
Nicht ihm hat man in der hiesigen Taverne ein Mahl zubereitet, sondern den vier Häftlingen, die momentan das beschauliche Gefängnis von Koeglin bevölkern und an ihre Aufnahmegrenze bringen.
So stapft er wieder zurück über den durch den Regen aufgeweichten Boden, einer Bedienung in einem Gasthaus gleich, denn er hält ein Tablett in den Händen auf denen vier Schüsseln mit Suppe sind.


Die Häftlinge beschnuppern sich...

In der Zeit in der der Dicke weg ist, lernen sich derweil die vier sehr unterschiedlichen Gefängnisinsassen etwas kennen.
Während der Alte, der scheinbar so gefährlich zu sein scheint, zunächst noch ruhig ist und den anderen ein vermeintlich freundliches Lächeln schenkt, wird rasch klar, dass die schwarzhaarige Dunmer, die eine Zelle für sich alleine hat, Freude daran zu verspüren scheint, die anderen zu provozieren.
Insbesondere an dem groß gewachsenen Altmer, der ihr wohl vorher eine ordentliche Tracht Prügel verpasst hat, lässt sie kein gutes Haar.
Der Altmer indes versucht sein wahres Ich wohl zu verbergen, geht durch Fragen an die anderen in die Offensive und macht ein ums andere Mal deutlich, wie wichtig ihm sein Schwert zu sein scheint, das man ihm bei der Festnahme abnahm.
Der Rothwardone macht keinen Hehl daraus über seinem Unmut hier in dieser Zelle zusammen mit den anderen zu schmoren und lässt seiner Wut verbal freien Lauf.
Der alte immer noch gefesselte dürre Bretone legt aber nach anfänglicher Zurückhaltung ordentlich los und beginnt sehr schnell die anderen mit ellenlangen Geschwafel zu nerven.


Clément Daviau bringt das Essen für die Gefangenen.

Clément Daviau ist zurück und verteilt die Suppen an die vier Häftlinge, scheint aber in Gedanken nur damit beschäftigt, wie er wohl bald an eine ordentliche Mahlzeit kommen kann.
Die bretonischen Fleischwürste, die er zuvor immer mal wieder zu sich nahm, sind da wohl eher als Vorspeise zu sehen, als er sich auf dem Stuhl hinter seinem Schreibtisch nieder lässt und dieser ein weiteres Mal unter seiner schweren Last verdächtig laut knackt.
Diese ganzen Situation mit den vier Häftlingen und einem leerem Magen scheint dem sensiblen Dicken doch arg zuzusetzen.
Doch als er in diesem Augenblick erkennt, dass sich seine geliebte Hündin ´Ysanne´ in seiner Abwesenheit wohl eines der Fleischwürste geschnappt hat, rastet er völlig aus, tritt nach dem Vierbeiner und verlässt stehenden Fußes abermals das Gefängnis.


Der Rothwardone wartet nur darauf endlich ´was zu tun´.

Die Häftlinge wittern eine Chance.
Während zunächst die Dunmer versucht die vom Herrchen gebeutelte Hündin mit ihrer Suppe zu ködern, kommt spontan die Idee auf, den alten immer noch gefesselten Bretonen zu verprügeln, auf das Clément Daviau in ihre Zelle muss, um Schlimmeres zu verhindern.
Der Rothwardone ist begeistert und wartet nur auf ein Zeichen endlich seine Muskeln spielen zu lassen, während der Alte mit weiterem Geschwafel diese Idee als absurd zu erklären versucht.
Als der Dicke, immer noch sichtlich aufgebracht über den ´Verrat´ seiner geliebten ´Ysanne´, wieder eintritt, ist die Spannung bei den Häftlingen förmlich spürbar.

Es scheint, als würde man jeden Moment das Vorhaben in die Tat umsetzen, als sich Daviau wieder einmal auf seinen Stuhl fallen lässt.
Doch dieses Mal gibt er nach.
Die Last ist einfach zu schwer.
Ein Stuhlbein bricht, der Stuhl samt Daviau fällt nach hinten und der Dicke knallt dabei mit dem Kopf gegen die scharfe Ecke eines Schrankes.
Dort bleibt er regungslos liegen, während Blut aus einer klaffenden Wunde strömt.


Die Situation ändert sich plötzlich, als der Stuhl die schwere Last des Dicken nicht mehr halten kann.

Das lief dann wohl doch ein wenig anders, denken sich die Vier in ihrer Zellen, als sie sich kurz anschauen und Clément Daviau wohl nicht wieder aufzustehen scheint...
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Montag, 15. Februar 2021, 10:30



Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Da liegt er nun, der dicke Wachmann Clément Daviau und rührt sich nicht.
´Ysanne´, seine getreue Hündin ist sichtlich verwirrt und kann sich wohl nicht entscheiden, ob ihr Herrchen jetzt spielen will, sich tot stellt und sich lediglich verletzt hat.
Nach wie vor rinnt ein wenig Blut aus einer Wunde am Kopf von Clément.
Aber er ist keineswegs tot, atmet flach und ist weiterhin besinnungslos.


Wie kommt man nur an die Schlüssel?

Die Dunmer, deren Haare gleich tiefschwarz sind wie ihre Augen, lacht laut auf, als sie den Wachmann dort so liegen sieht und unternimmt einen weiteren Versuch ´Ysanne´ zu sich zu locken.
Denn mit dem Sturz des Dicken sind neben den zehn Goldstücken, die er zuvor von der Dunmer nahm, auch der eiserne Schlüsselring durch den Raum geflogen und liegen nun auf dem Dielenboden des Gefängnisinnenraums.
Während ein einzelnes Goldstück gar zu Füßen des groß gewachsenen Altmers rollt, scheint der Schlüsselring zu weit weg, um ihn aus der Zelle packen zu können.


Die Dunmer kann sich befreien und tötet ´Ysanne´.

Der Rothwardone kann sich kaum beruhigen und schimpft über die aktuelle Situation, während der gefesselte alte Bretone mit den ergrauten Haaren weiter vor sich hin philosophiert und verschiedene mögliche Situationen beschreibt, die eintreffen könnten.
Derweil hat die Dunmer wohl Erfolg bei ´Ysanne´.
Wie auch immer sie es anstellt und was sie mit der Hündin macht, als diese dann doch zu ihr zur Zelle tapst, so schafft es die Schwarzhaarige, dass sich der Vierbeiner den Schlüsselring schnappt und ihn zur Gefangenen bringt.
Auch die anderen ungleichen Insassen sind beeindruckt, während der Alte in gewohnt ruhiger Art darüber nachdenkt, ob die Dunmer sie nun auch befreit oder hier zurücklassen wird.


Die Dunmer genießt ihre Macht.

Der Dunmer Seele scheint wohl ebenso tiefschwarz zu sein wie ihr Haar, denn just als sie ihre Zelle öffnet und heraus tritt, tötet sie zunächst ´Ysanne´, indem sie ihr doch glatt das Genick bricht, um sich anschließend in triumphaler Pose vor den drei Männern aufzustellen, die nach wie vor in ihrer Gemeinschaftszelle hocken und jetzt wohl von der Laune eben jener Dunmer abhängig sind.
Aber sie zeigt ihren ´guten Willen´ und kann sich vorstellen, ihre Mitgefangenen zu befreien, sofern der Rothwardone dem Alten, der sie wohl schon seit geraumer Zeit mit seinem Geschwafel zur Weißglut bringt, eine verpasst.


Der Alte bekommt vom Altmer eine verpasst.

Der Wüstenmann, sonst sicher einer, der mit der Faust nicht zögerlich ist, weigert sich.
Er will sich wohl nichts sagen lassen, auch wenn er vom Alten ebenso genervt ist.
Jetzt überwiegt wohl die Abneigung gegenüber eines rauen Befehlstons einer Fremdländerin.
Statt nun weiter darüber diskutieren zu müssen, erledigt das prompt der Altmer, der dem ergrauten Bretonen einen Faustschlag und eine geschwollene, wie blutige Nase verpasst.
Die Dunmer ist wohl zufrieden und wirft dem großen Elfen ´als Dank´ für seine Tat die Schlüssel vor die Füße.
Soll er sich doch bücken, soll wohl die Botschaft sein.


Der Altmer verfügt wohl über magische Fähigkeiten.

Doch der Altmer überrascht, denn er scheint über magische Fähigkeiten zu verfügen, als er mit kurzer intensiver Konzentration die Schlüssel vom Boden zu ihm in die Hand herauf ´schweben´ lässt.
Die Aktion ernet ein weiteres lautstarkes Lachen der Dunmer, als ihr klar wird, dass er die Schlüssel schon die ganze Zeit hätte zu sich zaubern können, während der Alte und der Rothwardone das Geschehen wohl interessiert beobachten und jeder für sich deuten.


Der Rothwardone öffnet ein Seitenfenster, über das sie ins Freie gelangen.

Als nun alle frei sind, zögert man nicht lange.
Ein jeder packt rasch sein Hab und Gut.
Der Rothwardone öffnet derweil eines der Fenster aus dem dann die vier Häftlinge ins Freie klettern und die tote Hündin, sowie den verletzten Clément Daviau zurück lassen.
Draußen regnet es mal wieder, was man als Vorteil sieht länger unentdeckt zu bleiben.
Es scheint, als habe sich die Situation zum Guten für die Vier verändert, denn in der Ferne vom Hafen ertönen die Schiffglocken, die das baldige Auslaufen eines Schiffes ankündigen.

Wäre da nicht der Alte, dem draußen einfällt, dass er seinen Beutel im Gefängnis vergessen hat und prompt wieder zurück klettert...
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Donnerstag, 18. Februar 2021, 21:25



Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Von einem Augenblick zum anderen breitet sich in dem Hafenort Koeglin eine immense Unruhe aus.
Eine Glocke wird geläutet, Soldaten laufen umher, rufen sich etwas zu, halten die Waffen im Anschlag.
Auf dem sonst sehr belebten Marktplatz der Siedlung, den man durchaus auch als Mittelpunkt des Ortes bezeichnen kann, ist es schon eine Weile eher ruhig, was aber am miesen Wetter liegt, denn es zog gerade erst ein ordentliches Gewitter durch.
Der Ort, von wo die Unruhe ausgeht, ist das Gefängnis von Koeglin.
Etwas ist geschehen.
Etwas schlimmes, denn sonst würden die Soldaten nicht so aufgescheucht umher rennen, sich sammeln und bewaffnen...

Ungefähr eine Stunde vorher...

Der alte Bretone taucht mit einem triumphalen Gesichtsausdruck am geöffneten Fenster des Gefängnishauses auf und hält seinen Beutel hoch, während er von den anderen Drei eher mit einem unterkühlten Ausdruck im Gesicht gemustert wird.
Man hat gerade einen Weg aus der Zelle und nun ins Freie gefunden, als dem Alten doch einfiel, seinen Beutel noch holen zu müssen.
Doch nun springt auch er hinaus ins Freie, bereit sich zum Hafen durchzuschlagen, denn man vernahm zuvor Schiffglocken, die das baldige Auslaufen eines Schiffes ankündigen.
Dort will man sein Glück versuchen und sehen, ob es eine Möglichkeit gibt, rasch von diesem Ort und womöglich sogar vom Bretonenland zu entkommen.


Endlich ist auch der Alte wieder da und man kann sich auf den Weg zum Hafen machen.

Spontan entschließt man sich dazu, sich zu trennen.
Während sich die zwei Elfen schleichend am Ortsrand gen Hafen bewegen, ziehen es der alte Bretone und der aufbrausende Rothwardone vor, einfach mitten durch den Ort zu laufen, so als wären sie unbescholtene Bürger.
Der stark einsetzende Regen hilft den Ausbrechern.
Er bietet den zwei Elfen genug Schutz sich ungesehen fortzubewegen und im Ort selbst sind auch kaum Bürger unterwegs.
Selbst zwei Wachsoldaten schöpfen keinen Verdacht, als sie den Rothwardonen und den Bretonen kurz ansprechen, dann aber schnell wieder das Interesse verlieren.
So stapfen die Zwei seelenruhig über den schlammigen Boden durch den Ort in Richtung Hafen.


Der Rothwardone und der Bretone stapfen einfach durch den Ort.

Sowohl die ungleichen Elfen, als auch die anderen Zwei führen auf ihrem Weg durchaus interessante Gespräche, wo die Frage aufkommt, ob es nicht besser wäre, würde man sich von den anderen trennen.
Gerade die Dunmer und der Altmer sind hier Fremdländer und sind auf dem besten Wege dabei, sich mit zwei ihnen nicht sehr vertrauten Männern aus dem Dolchsturz-Bündnis zu verbünden.
Und das schmeckt ihnen natürlich nicht, wobei sie sich auch untereinander nicht vertrauen können.
Doch die aktuelle Situation zwingt wohl alle Beteiligten dazu, zusammen zu halten, will man nicht wieder zurück in die Zelle oder im schlimmsten Fall zum Henker.


Man überlegt, ob man nicht besser ohne die Elfen dran wäre.

Unten am Hafen hat der Alte plötzlich eine Idee, als er zwei leere Kisten dort stehen sieht, um die sich die Matrosen momentan noch nicht zu kümmern scheinen.
Die Idee findet er so gut, dass er danach kaum mehr ein Grinsen aus seinem alten Gesicht zu bekommen scheint.
Während die Schiffleute bei dem Regenwetter sehr beschäftigt sind, können sich die Dunmer und der Altmer in jeweils einer der Kisten verstecken.
Es ist nicht sicher, was die Dunmer denkt, als sie kurz noch das Gesicht des alten Bretonen sieht, der ihre Kiste sodann schließt, hat sie doch nur kurze Zeit zuvor noch dafür gesorgt, dass ihm der Altmer eine geschwollene Nase besorgt hat.


Der Alte hat eine Idee...

Während sich der Rothwardone bereits eine andere Kiste geschnappt hat und als ´Matrose´ selbstbewusst aufs Schiff spaziert, ruft der Alte die anderen Schiffsleute zu sich, doch noch diese zwei Kisten an Bord zu bringen.
Der Plan scheint zu funktionieren.
Die zwei ´besonderen´ Kisten werden aufs Schiff und dort unter Deck gebracht, während sowohl der Rothwardone als auch der alte Bretone auch an Bord kommen, als es dann nur kurze Zeit später ablegt.
Zwar wissen die ungleichen vier Ausbrecher nicht, wohin das Schiff überhaupt segelt, doch sind sie wohl froh darüber, zunächst einmal einen vermeintlich guten Weg gefunden zu haben, zu entkommen.


Unter Deck zunächst in Sicherheit. Aber wohin geht die Reise?

In diesem Moment ertönt vom Ort die Alarmglocken und von einem Augenblick zum anderen breitet sich in dem Hafenort Koeglin eine immense Unruhe aus.

Der Ausbruch wurde wohl entdeckt...
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Freitag, 19. Februar 2021, 18:27



Sturmhafen, in der Hafensiedlung Koeglin...

Als das Schiff den Hafen bereits verlassen hat, herrscht in Koeglin auch am nächsten Tag eine gewisse Unruhe.
Man spricht über den Vorfall, der sich im Gefängnis des Ortes zugetragen hat.
Es wird getuschelt und getratscht, während Soldaten damit beginnen Steckbriefe der vier Gefangenen anzuschlagen, die wohl geflohen sind.
Reiter werden entsandt, jene Steckbriefe auch in andere Ortschaften, gar bis Wegesruh zu bringen.


Steckbriefe werden angeschlagen...

Einige würden meinen, dass es ein wenig übertrieben sei, doch als wohl die Soldaten die Flucht entdeckten, machten sie eine überaus erschreckende und grausige Entdeckung.
Der fettleibige Clément Daviau, sowie der Gefängnishund wurden getötet und gar auf fürchterliche Art den Wachmännern dargeboten.
Ihre Köpfe wurden abgetrennt und auf dem Schreibtisch platziert.
Daviau wurde zudem noch das Zeichen der Dunmer auf recht kunstvoller Weise in den Schädel geritzt, was die Soldaten des Ortes natürlich den entscheidenden Hinweis auf den Täter, oder besser die Täterin, gibt.


...und in Ortschaften verteilt.

Man ist sich in Koeglin rasch darüber einig, alles in die Wege zu leiten, die brutale Mörderin und ihre Komplizen dingfest zu machen...
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Samstag, 27. Februar 2021, 10:21



Die Iliac-Bucht, irgendwo auf See...

Edmond Lefévre wusste es schon vorher, spürte es in seinen Lenden, so wie er sagt.
Der alte Bretone überhäuft selbst in dieser Situation seine Flüchtlings-Gefährten mit fast schon philosophischen Geschwafel, während er sich an dieser einen Planke klammert und sich so über Wasser hält.

Es vergeht nur einen Tag auf See auf diesem Handelsschiff, das wohl von Koeglin Kurs gen Anwil gesetzt hat, als das Inferno über sie herein bricht.
Während sich die zwei Elfen weiterhin in dieser einen kleinen Kabine vor den Augen der Crew verstecken, hat sich der Rothwardone unter die Mannschaft gemischt und Lefévre den Kontakt zum Schiffskoch gesucht.
Scheinbar kümmert sich sonst keiner so richtig um den alten dürren Bretonen, der inzwischen seine Kleidung gewechselt hat und seine einfachen Leinen gegen einen etwas gehobeneren Anzug getauscht hat, den er in seinem Beutel wohl die ganze Zeit mit sich trug.


Noch ahnen die blinden Passagiere nicht, was ihnen blüht.

Zur Erheiterung des Alten stellt sich heraus, dass jener Schiffskoch auch Clement heißt, genau wie der dicke Gefängniswärter aus Koeglin.
Lefévre scheint ein Interesse für die Kochkunst zu haben und ist fest entschlossen, für seine neuen Gefährten etwas zu kochen, so als wolle er ihnen doch glatt etwas Gutes tun.
Das Schiff indes schwankt schon eine ganze Weile recht stark in den Wellen der Iliac-Bucht und alle, selbst unsere zwei spitzohrigen blinden Passgiere, erkennen, dass man geradewegs in einen Sturm segelt.
Und dieser Sturm auf hoher See wird immer stärker.


Lefévre wird unter Deck umher geschleudert.

Wie aus dem Nichts bricht es dann los.
Als wären die Götter zornig auf alle, die sich zu dieser Zeit an jenem Ort auf See befinden.
Der Sturm erreicht seinen Höhepunkt und entlädt all seine Kraft in einem Blitzschlag, der das Handelsschiff voll trifft.
Lefévre`s Kochpläne haben sich jäh im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufgelöst, als das Chaos ausbricht.
Zu Feuer, Rauch und der beißende Geruch von verbranntem Fleisch gesellt sich ein ohrenbetäubender Lärm, sowie ein umknickender Hauptmast, der unter dem Geschrei sterbender Matrosen ein großes Leck in das im tosenden Meer schwankende Schiff schlägt.


Der Rothwardone befreit den Alten aus seiner misslichen Lage.

Unsere blinden Passagiere werden in ihrer Kabine umhergeschleudert und haben nur Glück, dass sie sich nicht weiter verletzen.
Der Rothwardone will helfen und hoch ans Deck, kommt aber gar nicht erst soweit, während Lefévre nur um Haaresbreite dem Tode entrinnt, als zwei schwere Kisten ihn fast zerquetschen.
Der kräftige Wüstenmann ist es, der ihn aus dieser misslichen Lage befreit, indes immer mehr Wasser in des Schiffes Bauch eindringt.
Unter größten Anstrengungen schafft es das ungleiche Quartett dann aber doch nach oben, denn ihnen ist klar, dass sie so schnell wie möglich von Bord müssen, wollen sie nicht mit dem Schiff in die Tiefe gezogen werden.


Eine Planke scheint vorerst die Rettung.

Sie zögern nicht, springen von Bord in die hohen Wellen und überlassen das Handelsschiff ihrem Schicksal.
Während sie sich an einer recht großen Planke fest klammern können, erleben sie, wie sich das Meer ein weiteres Schiff zu sich holt.
Der Sturm ebbt derweil ein wenig ab und es scheint, als würde jene Planke ihre Rettung sein.


Weit und breit kein Land in Sicht...

Zumindest in diesem Moment, denn als das Schiff bereits auf dem Meeresgrund liegt und der Sturm vorbei gezogen ist, erkennt man das nächste Problem, denn weit und breit ist kein Land zu sehen...
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Samstag, 13. März 2021, 12:36



Die Iliac-Bucht, irgendwo auf See...

Der alte Edmond Lefévre hält sich schon seit einer gefühlten Ewigkeit an jener Planke, einem Überbleibsel des im Sturm gesunkenen Schiffes, fest und hält für seine Verhältnisse erstaunlich lange schon den Mund.
Es muss wohl dann doch daran liegen, dass er einfach müde ist und ihm die Kräfte ausgehen, zumal er ja nun eben kein Jungspund mehr ist, in dem noch viel Kraft steckt.

Der Rothwardone, sicher der stärkste in dieser Runde, murmelt immer mal wieder etwas von ´mit den Füßen paddeln´, um voran zu kommen, was der Alte aber einfach zu ignorieren scheint.
Der passt eher auf, dass sein Beutel, den er schon die ganze Zeit bei sich trägt, sicher auf der Planke verbleibt und nicht unter geht.
Während die Dunmer mit den tiefschwarzen Haaren auf diesem Holzstück liegt und erschöpft scheint, ist der groß gewachsene Altmer wohl noch bei guten Kräften.


Eine gefühlte Ewigkeit treibt man im Meer.

So treibt man eine ewig lange Zeit auf dem Wasser irgendwo in der Ililac-Bucht, als man plötzlich Land zu sehen glaubt.
Just in diesem Moment erwacht auch Lefévre aus seiner Lethargie und überhäuft seine Gefährten mit allerlei Geschwafel, die in dieser Situation sicher nicht Motivationsschübe versprechen oder gar die Stimmung verbessern.
Doch haben die anderen sich wohl inzwischen ein wenig daran gewöhnt, beginnt man nun die Planke in genau die Richtung der ausgemachten Landmassen zu bewegen, weiterhin ohne Beteiligung des Alten und der scheinbar erschöpften Grauen.

Jenes Land entpuppt sich dann als Insel.
Auf den ersten Blick nicht besonders groß.
Der Rothwardone ist der erste, der sich von der bisher rettenden Planke abstößt und den Rest schwimmend in Richtung der Insel hinter sich legt.
Auch Lefévre zögert nicht lange, schwimmt los, ohne natürlich nicht seinen Beutel zu vergessen.
Was auch immer die beiden Elfen noch zu klären hatten, beginnen sie erst recht spät damit, zur Insel zu schwimmen.


Der Rothwardone und der Alte schwimmen als erste in Richtung der Insel.

Der Rothwardone ist bereits dabei allerlei angeschwemmte Kisten am Ufer nach brauchbaren Dingen zu durchsuchen, als sich der alte Bretone deutlich erschöpft zum Strand schleppt, um sich dort erst einmal im Sand fallen zu lassen.
Auf dem Weg zum Ufer hat er allerdings so einige tote Körper umschwimmen müssen, denn die ´Reste´ des gesunkenen Schiffes fanden wohl über die Strömung auch den Weg zu dieser Insel.
Es dauert dann nicht lange, bis auch die Elfen endlich an Land sind.
Auf den ersten Blick ist die Insel unbewohnt.
Einige Wildtiere, die sich rasch entfernen, sind zu sehen.


Sichtlich erschöpft hat Lefévre endlich wieder festen Boden unter den Füßen.

Man beschließt sich kurz in zwei Gruppen zu trennen, um schneller Nahrung und andere nützliche Dinge zu finden und um natürlich auch diese unbekannte Insel ein wenig zu erforschen.
Lefévre ist über diese Gruppentrennung weniger erbaut, doch seine detailliert vorgetragene Begründung stößt auf taube Ohren.


Die Elfen kommen erst etwas später an Land.


Man beschließt, sich zu trennen.

So trennen sich für den Moment die Wege unserer Gefährten.
Die zwei Elfen stapfen in die eine und der Rothwardone, samt altem Bretonen im Schlepptau, in die andere Richtung, um zu erkunden, was diese vermeintlich verlassene kleine Insel an etwaigen Überraschungen für sie parat hat...
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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Montag, 22. März 2021, 15:08



Eine scheinbar unbewohnte Insel, irgendwo in der Iliac-Bucht...

Der alte Bretone Edmond Lefévre stapft ein wenig desillusioniert durch den weichen Sand entlang der Strandes dieser wohl nicht sehr großen Insel, auf der er und seine Wegbegleiter kürzlich erst strandeten.
Etwas weiter vor ihm marschiert der Rothwardone deutlich schneller als er, sodass ein Beobachter durchaus meinen könnte, der Alte würde dem Wüstenmann hinterher laufen.
Die Dunmer und der groß gewachsene Altmer sind indes dort geblieben, wo sie an den Strand gespült werden, wohl um ein notdürftiges Lager zu errichten, aber um sich sicher auch zu besprechen.


Lefévre ist mit dem Rothwardonen losgezogen, um etwas brauchbares zu finden.

Der Rothwardone und der Bretone sprechen derweil nicht, suchen den Strand nach etwas brauchbarem ab.
Während der Sohn der Alik´r zwei Dolche und ein Seil finden kann, entdeckt Lefévre die knochigen Überreste von Menschen.
Die Skelette von mindestens zwei Personen, halb im Sand vergraben, verraten also, dass es hier schon einmal Besucher gab, für die es allerdings wohl nicht gut ausging.
Aber noch interessanter sind die zwei Flaschen, die in der Nähe der Toten im Sand liegen, eine halb und eine voll gefüllt mit Rum.
Wenn die, die hier im Sand liegen, den Rum nicht austrinken konnten, hat wohl was anderes für deren Ableben gesorgt, mutmaßt der Alte, während er in der Ferne am Horizont Segel erkennt.
Viel zu weit, um genau zu erkennen, um was für ein Schiff es sich da handeln mag.
Lefévre beschließt, den Elfen hierüber nicht gänzlich die Wahrheit zu erzählen.


Als die zwei zu den Elfen zuürückkehren, merkt man, wie uneins man bei der weiteren Vorgehensweise ist.

Zwei Dolche, ein Seil und zwei Flaschen Rum im Gepäck kehren Lefévre und der Rothwardone wieder zu den Elfen zurück, die dabei sind etwas Holz für ein Feuer aufzuschichten.
Der Alte erzählt von seinen Entdeckungen und einem Schiff am Horizont, welches ihrem glich, mit dem von Koeglin aufbrachen, während rasch einmal wieder klar wird, wie verschieden und uneins diese Gruppe ist.
Der Rothwardone, wortkarg wie immer, hört gar nicht erst auf die Worte der Grauen und beschließt, die Inselmitte alleine zu erkunden, um möglicherweise Wasser zu finden oder ein Tier zu erlegen.
Der Altmer wirkt indes angespannt, als erwarte er jeden Augenblick Angreifer aus dem Hinterhalt, die ihnen ihre Kehlen aufschlitzen würden.


Die Elfen entzünden ein Lagerfeuer am Strand.

Der Wüstenmann ist schon längst verschwunden, als es die zwei Elfen doch glatt zusammen hinbekommen, ein Feuer zu entfachen.
Lefévre hat derweil bereits die volle Flasche Rum entkorkt und sie ordentlich geleert.
Seine teils minutenlangen Ausführungen über zum Beispiel die unterschiedliche Auslegung, ob die Flasche Rum halb voll oder halb leer ist, stören die Elfen schon gar nicht mehr.
Sie haben sich wohl entweder daran gewöhnt oder sind zu müde, der alten Quasselstrippe kontra zu geben.

Als dann der Rothwardone doch glatt mit blutiger Kleidung, aber einem erlegten Eber auf der Schulter zurückkehrt, könnte man einen Augenblick meinen, dass sich die Lage der Vier zum Guten wenden würde.
Lefévre meint gar, dass es an der Zeit wäre, sich die Namen zu nennen, was ihm sogar gelingt.
Natürlich geht er davon aus, dass man sich hier in dieser illustren Runde nicht den wahren Namen sagen wird, doch das stört ihn nicht, als er sich als Philippe Mathon vorstellt.
Rasch brutzelt Eberfleisch über dem Feuer.
Und am nächsten Tag wollte man an der Quelle Wasser holen, die Sahar, so des Rothardonen Name, bei seiner Erkundung entdeckt haben will.


Der Rothwardone kehrt mit einem erlegten Eber zu den anderen zurück.

Es wäre alles gut, würde es nicht einen geben, der abermals einen Alleingang anstrebt.
So zieht der Altmer Aenarion alleine los, die Insel weiter zu erkunden, während Sahar Wache schiebt, Ash - die Dunmer - am Feuer einschläft und Lefévre den Rum leert...
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Silann (22.03.2021), Vanriva (07.05.2021)

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Sonntag, 18. April 2021, 12:12



Eine scheinbar unbewohnte Insel, irgendwo in der Iliac-Bucht...

Es könnte durchaus der Eindruck entstehen, als wäre man bereits schon seit einer Ewigkeit auf dieser kleinen unbewohnten Insel gestrandet.
Hier, in diesen ´Nirgendwo´, verliert sich rasch das Gefühl für Zeit, zumal man jeder Stunde, die man hier verbringt, ein wenig das Gefühl erstärkt, dass man möglicherweise niemals hier wird weg kommen können.


Es ist noch sehr früh am Morgen, als Lefévre am Strand sein Geschäft verrichtet, die Dunmer noch schläft und Aenarion leicht angeschlagen wirkend am Lagerfeuer sitzt.

Der alte Bretone Edmond Lefévre steht am nächsten Morgen am sandigen Uder und pinkelt gerade ins Wasser, während die Dunmer wohl noch schläft, oder nur so tut.
Der Altmer Aenarion scheint erschöpft oder angeschlagen, während er sich am Lagerfeuer sitzend an einem Felsen anlehnt.
Er war des nachts unterwegs, um die Insel alleine zu erkunden, so sagt er.
Lefévre will ihm das nicht so recht glauben, beschließt aber auch, sich nicht so sehr damit gedanklich beschäftigen zu wollen.
Ihm ist klar, dass jeder in dieser ungleichen Gruppe lügt, dass sich die Balken biegen.
Möglicherweise könnte der kräftige Rothwardone, der sich Sahar nennt, wohl am ehesten die Wahrheit sagen.
Dafür tut er dies mit klarer Stimme, auch wenn sich den anderen nicht gefallen mag.


Wie sich retten? Eine rege Diskussion entbrennt.

Immerhin war es Sahar, der Lefévre auf dem Schiff rettete, als er eingeklemmt unter Deck schon dem Tode ins Auge sah.
Und er war es auch, der für reichlich Fleisch sorgte, als er diesen Eber eigenhändig erlegte, sowie zudem noch eine Wasserquelle in der Inselmitte entdeckte.
Der ergraute Bretone wird sich wohl im Bedarfsfall an ihn halten und irgendwie bekommt er das Gefühl nicht los, dass es noch einige dieser ´Bedarfsfälle´ geben wird, so sie es von dieser Insel schaffen werden.

Die Dunmer Ash ist derweil erwacht.
Rechts unsanft, könnte man meinen, denn eine Krabbe fand wohl Gefallen an einem ihrer ergrauten Zehen.
Wie eine wilde Furie springt sie auf, schleudert das Schalentier hinweg, um anschließend sichtlich genervt am Lagerfeuer Platz zu nehmen.
Es scheint, als habe sie eine nicht so tolle Nacht verbracht, mit wilden Träumen, die sie heim suchten.
Lefévre ist ein wenig enttäuscht, ob der ´Freilassung´ der Krabbe, soll doch das Fleisch des Meeresbewohners köstlich munden, wenn man es leicht auf dem Feuer röstet.


Aenarion durchsucht Wrackteile, Lefévre Leichen und Ash weidet den erlegten Eber aus.

Sahar ist schon eine Weile wach.
Er ist eben auch deutlich produktiver als jeder andere dieser Gruppe.
Und als dann auch alle wach sind und Lefévre ausgepinkelt hat, entbrennt sodann eine rege Diskussion darüber, wie man sich aus dieser misslichen Lage hier auf der scheinbar unbewohnten Insel befreien möchte.
Während Aenarion noch einmal auf die Toten hinweist, die Lefévre und Sahar bei ihrer Erkundung am Strand entdeckten, schlägt der Rothwardone vor, ein Floß zu bauen und bei nächstbester Gelegenheit in See zu stechen.
Natürlich gab es ein Für und Wider für den einen oder anderen Vorschlag, doch blieb man am Ende dabei, es mit dem Bau eines Floßes zu versuchen.


Der Rothwardone Sahar scheint einen klaren Plan zur Rettung zu haben.

Ein jeder aus der Gruppe übernimmt eine Aufgabe.
Während Aenarion in den angespülten Wrackteilen des gesunkenen Schiffes nach Seilen, Fässern und anderen nützlichen Dingen sucht, nimmt sich Lefévre den im Wasser treibenden Toten an.
Sahar trägt Holz zusammen, während such die Dunmer um die Ausweidung des erlegten Ebers mit erstaunlicher Hingabe kümmert.

So trägt man einige Dinge zusammen, sodass dem Bau eines Floßes nun nichts mehr im Wege stehen kann...
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