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Kobolte

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61

Montag, 17. März 2014, 22:37

Ist tatsächlich irgendwo die Frage.
Ich denke mal, was man in diesem Fall bedenken muss (und ich glaube, da wollte Daglafor auch hinaus) das der Magier erstmal sagen kann "ich bin so und so alt, hab so und so viele Jahre als Magier auf dem Buckel, deswegen macht mein Feuerball so und so viel Römms mehr."
Während der Krieger, Normalo, wasauchimmer zwar auch ein Jahrzehnt Kampferfahrung auf dem Buckel hat, und auch viel Wissen im Umgang mit dem Kampf gegen Magier... ihm das aber kein bisschen weiterhilft, wenn der Spieler dahinter seinen Kopf nicht anstrengt, denn der Kampf gegen einen Magier ist erstmal, meines Empfindens nach nunmal, einer, wo es darum geht seinen Gegner (den bösen Magier) zu überlisten. Und dafür braucht man Grips. Da kann der Charakter noch so viel Erfahrung haben, wenn man das nicht rüberbringen kann, hilft einem das garnichts. (Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich mich zum Beispiel auch mit sowas wie "alten" Elfen schwer tue, oder Jahrtausende alte Draenei. )
Lebenserfahrung, Planen, Taktikerern... sowas muss man können. Und sich dann auch noch darauf verlassen können, das der Gegenüber mitspielt. Aber gut, letzteres muss immer gegeben sein.

Wir lernen mal wieder, als Magierspieler hat man eine nicht geringe Verantwortung gegenüber seinen Mitspielern, egal wie sehr das System/Lore versucht einen Ausgleich zu schaffen.

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Daglafor

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62

Montag, 17. März 2014, 22:45

Man kann sich auch mit der Tatsache trösten, dass ein "alter Magier" in der Regel auch nur ein einfacher Mann ist. Gerät er direkt mit einem Krieger in Streit und steht ihm allzu nahe (faktische Reduzierung - Fernkämpfer), kann eine einfache Kopfnuss von dem wettergegerbten Hünen seine jahrzehntelangen Studien mit einem Minimum an kriegerischem Aufwand in eine düstere Ohnmacht verschütten. Und das bevor der einmal den Stab heben kann ;)


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Angier

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63

Montag, 17. März 2014, 22:49

Könnten wir mal die Simplifizierungen lassen? Ein Kämpfer in einer Welt voller Magie wäre dumm, sich nicht auf den Kampf gegen einen Magieanwender vorzubereiten.
Und ein Magieanwender, der sich auf einen Kampf einlässt weiss, dass er das Schlachtfeld beherrschen muss. Das ist mehr als einfach nur magische Projektile werfen. Ich sage nur "Gebundene Rüstung".
Der Gedanke, dass "Kämpfer" und "Magier" zwei entgegengesetzte Pole seien, ist in sich schon... undankbar eingeschränkt.

Am Ende entscheiden wie in jedem Kampf 2 Dinge über den Verlauf: Die Vorbereitung und die Entschlossenheit. Vollkommen unbesehen der Wahl der Waffen.
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64

Montag, 17. März 2014, 23:00

Ich bin geneigt zu sagen: "Nein, kannst Du nicht".


Wenn Du das Thema wirklich ausführlich und konkret ausdiskutieren willst, dann braucht man im Grunde eine genaue Darstellung DES Magiers und DES Kriegers mit entsprechendem Hintergrund, eigentlich sogar einen Abriss der Persönlichkeit.

Und selbst dann reden wir über ein Spiel und es sind nichts als theoretische Erwägungen unter eingeschworenen RP-Nerds
:thumbsup:


In solchen Diskussionen kann man sich nur Inspirationen suchen bzw. welche anbieten die man dann später mehr- oder weniger anwendet. Definitive Antworten kriegt man eh nicht, allein weil das Gegenüber mit dem man dann später während des illustren Rollenspielabends in tödlichen Zwist gerät höchstwahrscheinlich gar keine Ahnung hat, welch eifrig angelesenes "Fachwissen" man da in den emoteten Konflikt zu werfen vermag.


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Angier

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65

Montag, 17. März 2014, 23:05

Dann Simplifizieren wir es in einer anderen Richtung:

Woher kommt der Eindruck, Kämpfer und Magier seien diametral gegenüberstehend?
Woher kommt der Eindruck, sie könnten sich nicht ebenbürdig sein? (generell gefragt)
Wieso muss der Kämpfer, um Kämpfer zu sein seine Schwäche in der "Magie" wiederfinden?
Für den Magier ist ein Bolzen in der Lunge genauso tödlich, wie verbrannte Schleimhäute durch einen Feuerball es für jeden anderen auch wäre.

Ich muss dieses Thema nicht ausdiskutieren, da es im Grunde durch ist. Wir haben festsgestellt, dass Spielwelt und Spielmechanik die physische Expertise des Kämpfers gleichauf der arkanen Expertise des Magiers bewertet. Damit haben wir bei gleichentwickelter Expertise eben die benannten, ebenbürdigen Kontrahenten, die sich dann nur durch Vorbereitung und Entschlossenheit gegeneinander ausspielen können. Das wurde bereits eine Seite zuvor festgestellt.
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66

Montag, 17. März 2014, 23:19

Anmerkung: Hyperspezialisierung sorgt immer für gravierende Schwachstellen anderswo. Man spricht dann auch gerne von Fachidioten.

Am sinnvollsten in meinen Augen im Kampf ist es: gut spezialisiert, aber nicht zu gut, flexibel, anpassungsfähig, kompromissfähig, kreativ sein und ein solides Basiswissen mitbringen, dazu die eine und die andere Spezialisierung. Kurz: umfangreiche Kenntnise in "Überleben". Egal ob Magier, Techniker, Schütze oder Nahkämpfer.
Für Spezialeinsätze kann man dann immernoch den ein oder anderen Fachidioten "einpacken".
So ist das in der Engine und in allen möglichen P&P Systemen die ich kenne. Dort sind Magier auch nicht die imbösen Alleskönner/Allesschaffer und genauso sollte man es auch im Rollenspiel sehen. Ein guter Krieger kann einen schwächenen Magier umhauen und umgekehrt und ein Kriegsveteran ist genauso gut wie ein Erzmagier nur auf einen anderen Gebiet. Im Duell haben beide - wenn sie nicht grade Fachidioten sind - immer ein Ass im Ärmel um den Gegner zu kontern.

In High-Fantasysettings spricht auch nichts dagegen das Krieger mit Magie arbeiten und Magier mit physischen Mitteln, absolut nichts. Besonders in TESO sind die Grenzen sowieso so fließend, das man garnicht wirklich eine Trennlinie zwischen beiden ziehen kann (oder sollte).

Grade weil die Engine (in TESO und anderen MMOs und Spielen, im P&P) eindeutig nahelegt, das zwischen beiden Professionen keine Machtunterschiede bestehen, verstehe ich nicht, wieso man plötzlich welche konstruieren muss/will.
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Montag, 17. März 2014, 23:30

Um einfach auf die letzte Zeile von Slugdog einzugehen:

Ich denke die vorangegangene Intention war auszuloten, ob ein Magier im RP hingehen kann und sagen kann "Deine Nase passt mir nicht! Ich verwandel dich nun in ein Wiesel und es gibt nichts, was Du dagegen tun kannst! Hex Hex!"



Oder ob er einfach "Feuer macht" und alle dann zu Asche zerfallen, oder oder.

Und ja, ich denke auch, dass wurde mittlerweile umfassend beleuchtet und soweit als denkbar "hinreichend geklärt".


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Montag, 17. März 2014, 23:43

Ich denke die vorangegangene Intention war auszuloten, ob ein Magier im RP hingehen kann und sagen kann "Deine Nase passt mir nicht! Ich verwandel dich nun in ein Wiesel und es gibt nichts, was Du dagegen tun kannst! Hex Hex!"

Das kann er doch sowieso immer. Selbst der best ausgeklügeltste Plan hilft nichts gegen Power-RPler, die den Leitsatz "Rp spielt man mit jemandem, nicht gegen jemanden" nicht verstanden haben. Anders formuliert: Nur weil etwas legitim ist, kann es trotzdem arschig fürs Rollenspiel sein. Es liegt in der Verantwortung des Spielers, nicht der Spielwelt. Hausverstand ist das wichtigste Handwerkszeug des Rollenspielers. Thus it was, thus it is and thus it always will be.

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Dienstag, 18. März 2014, 02:36

Magie ist die Kraft des Geistes, darum benötigt sie im Grunde viel mehr Zeit erlernt zu werden als eine simple Waffenfertigkeit.

Wozu noch Waffenfertigkeiten?

Die Vorstelung von Feuer/Eis ist nur so stark wie es sich der Verursacher vorstellen kann. Magisches Feuer ist kein normales Feuer, es bedarf der Konzentration des Magiers darauf zu brennen, normales Feuer brennt einfach nur.


In einer Welt in der Geisteskraft solche Ausmaße annehmen kann sind natürlich die meisten Magier aus ihrer Konzentration gebracht wenn ihnen ein Schild gegen die Schläfe donnert. Im Gegenzug kann jemand der vollen Herzens an die abwehrende Kraft seines Schildes glaubt auch dass durch Glauben hervorgerufene Feuer abwehren. Magie ist omipräsent, nicht viele können sie dazu nutzen etwas zu erschaffen/zu beleben, aber sie ist da, und mit gedanklichem Fokus kann sie jeder nutzen.

Egal ob der schwache Magier seinen Stab zur kanalisierung nutzt oder der Krieger sein Schild/Schwert. Magie ist die Überzeugung etwas tun zu können, mit voller Überzeugung kann jeder Magie wirken....btw auch im RL^^

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Dienstag, 18. März 2014, 07:34

Zitat

Ich denke die vorangegangene Intention war auszuloten, ob ein Magier im RP hingehen kann und sagen kann "Deine Nase passt mir nicht! Ich verwandel dich nun in ein Wiesel und es gibt nichts, was Du dagegen tun kannst! Hex Hex!"


Über Nacht ist mir endlich das perfekte Beispiel eingefallen, WIE sowas dann im RP ist. Das ist ungefähr das selbe wie "Alter, der Igel wohnt jetzt hier". Gut vielleicht nicht GANZ so drastisch aber ich denke man versteht was ich damit sagen will: Power-Rp hat noch nie von Respekt gegenüber den anderen gezeugt (es sei den es beqegt sich in einem abgesprochenen Rahmen / Plot, aber dort würde ich auch nicht von Power-RP sprechen) oder dem Willen ZUSAMMEN zu spielen.
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71

Dienstag, 18. März 2014, 09:46

Ich denke, dass ein erfahrener Krieger mehr mitbringt als bloß "mehr Lebenspunkte" (welche er ja gerade nicht mitbringt):
  • Körperkraft
    Das offensichtlichste - je mehr Erfahrung ein Krieger hat, desto höher kann seine Muskelkraft sein (sofern er noch immer körperlich fit ist).
  • Ausdauer
    Dies ist ebenfalls noch immer offensichtlich - je mehr Erfahrung ein Krieger aufweist, desto mehr Training hat er hinter sich und desto ausdauernder ist er im Kampf.
  • Zähigkeit
    Damit meine ich nicht Zähigkeit nach dem Motto "Ha-ha! Du kannst mir gerne noch zwei weitere Dolche in den Rücken rammen, ich bin so zäh, dass ich das aushalte!" - aber viele Kampfsportarten arbeiten damit, dem Kämpfer eine gewisse Schutzmuskulatur anzutrainieren, wodurch man gegen Hiebe und Tritte in gewisse Körperzonen (z.B. Bauch, Magen, Seiten, ...) weitestgehend unempfindlich wird. Sofern eine feindliche Klinge also nicht direkt die nackte Haut trifft, wird man als erfahrener Krieger weit mehr Treffer einstecken können.
  • Bessere Rüstungen
    Damit meine ich keine verzauberten Rüstungen - eine Verzauberung ist unabhängig vom allgemeinen Können des Kriegers. Wohl aber muss man bedenken, dass es nicht leicht ist, sich in schweren Rüstungen zu bewegen. Mit sehr viel Erfahrung und Training (von dem ein erfahrener Krieger nunmal mehr hat als ein Frischling) ist es allerdings möglich - ein erfahrener Krieger wird sich daher aller Erwartung nach nicht nur stärker panzern können, sondern wäre darin auch weit ausdauernder als jemand, der noch grün hinter den Ohren ist.
  • Höhere Waffenkunde
    Je länger ein Krieger kämpft, desto besser wird er mit bestimmten Waffen umgehen können. Diese verursachen bei einem Treffer dadurch zwar nicht mehr Schaden, allerdings weiß ein erfahrener Krieger schlicht und einfach besser, wo er einen Feind zu treffen hat, beziehungsweise was er mit seiner Waffe noch alles machen kann (Stichwort: "Spezialangriffe").
  • Taktische Erfahrung
    Dies ist der wohl schwerwiegendste und schwierigste Punkt, den zu viele einfach außer Acht lassen oder nicht darstellen können - auf der einen Seite gibt es die, die es einfach nicht schaffen, unerfahrene Kämpfer auch tatsächlich als unerfahren darzustellen, während denen diejenigen gegenüberstehen, die erfahrene Charaktere darstellen, allerdings keine Vorstellung davon haben, was diese Erfahrung an taktischem Verständnis mitbringen kann.
    Taktische Erfahrung bedeutet, dass ein Krieger um die Stärken, Schwächen und Grenzen von sich, seiner Ausrüstung und - idealerweise - auch seinem Gegner weiß und weiß, wie er diese zu seinem Vorteil nutzen kann. Auf das Beispiel des Kampfes gegen einen Magier umgemünzt, würde ein erfahrener Krieger wissen, wie er seinen Schild zu halten hat, um einen eintreffenden Feuerball fast vollständig abzublocken, er würde wissen, wie lange ein Magier zum Wirken eines bestimmten Zaubers benötigt (und dieses Zeitfenster auch sinnvoll nutzen, z.B. um von einer Deckung zur nächsten zu hechten) und er würde auch wissen, welchen von zwei Feuerbällen er abblocken muss und bei welchem er es sich leisten kann, von ihm getroffen zu werden.

Abgesehen davon denke ich, dass viele das klassische Schere-Stein-Papier-System der Kampf-"Klassen" außer Acht lassen. Es gibt den Krieger, den Jäger und den Magier:
  • Der Jäger ist dem Magier gegenüber im Vorteil, da beides Fernkämpfer ist, der Magier jedoch für gewöhnlich nur Stoffroben trägt und der Jäger nur einen Bruchteil der Zauberzeit des Magiers benötigt, um diesem einen Pfeil in die Brust zu schießen.
  • Der Magier ist dem Krieger gegenüber im Vorteil, da er diesen mit mächtigen Zaubern aus der Ferne erledigen kann, bevor dieser überhaupt in Nahkampfreichweite kommt.
  • Der Krieger ist dem Jäger gegenüber im Vorteil, weil er diesen zwar anstürmen und im Nahkampf stellen muss, die Pfeile eines Jägers jedoch in der Regel keinen sonderlich hohen Effekt auf Schwere Rüstungen und Schilde zeigen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass ein Krieger immer gegen einen Magier verliert, aber die Vorteile einiger Rollen gegenüber den anderen sind nunmal klar ersichtlich - zumal ein erfahrener Magier mit Sicherheit weiß, welche Taktik man gegen ihn verwenden kann und so in der Lage ist, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Ich für meinen Teil würde daher ganz klar sagen: Selbst bei gleichem Erfahrungslevel spielen Krieger und Magier nicht auf gleicher Augenhöhe.

Natürlich werden diese Vorteile bei Hybridklassen etwas aufgeweicht oder auch gerne mal ins Gegenteil gekehrt: So besitzt ein Kampfmagier in schwerer Rüstung beispielsweise gegenüber einem "reinen" Jäger in Schwerer Rüstung den Vorteil, dass er hervorragend gegen Pfeile geschützt ist und damit genug Zeit hat, seine tödlichen Fernkampfzauber gegen diesen zu wirken, dafür wird er jedoch anzunehmenderweise bei der Magie selbst so einige Abstriche machen müssen, so dass es einem Krieger sehr viel leichter fallen wird, den Kampfmagier im Nahkampf zu stellen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jonah Karrik« (18. März 2014, 09:52)


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Dienstag, 18. März 2014, 10:17


Ich denke, dass ein erfahrener Krieger mehr mitbringt als bloß "mehr Lebenspunkte" (welche er ja gerade nicht mitbringt):
Körperkraft
Das offensichtlichste - je mehr Erfahrung ein Krieger hat, desto höher kann seine Muskelkraft sein (sofern er noch immer körperlich fit ist).Ausdauer
Dies ist ebenfalls noch immer offensichtlich - je mehr Erfahrung ein Krieger aufweist, desto mehr Training hat er hinter sich und desto ausdauernder ist er im Kampf.Zähigkeit
Damit meine ich nicht Zähigkeit nach dem Motto "Ha-ha! Du kannst mir gerne noch zwei weitere Dolche in den Rücken rammen, ich bin so zäh, dass ich das aushalte!" - aber viele Kampfsportarten arbeiten damit, dem Kämpfer eine gewisse Schutzmuskulatur anzutrainieren, wodurch man gegen Hiebe und Tritte in gewisse Körperzonen (z.B. Bauch, Magen, Seiten, ...) weitestgehend unempfindlich wird. Sofern eine feindliche Klinge also nicht direkt die nackte Haut trifft, wird man als erfahrener Krieger weit mehr Treffer einstecken können.

Denkst Du wirklich, der 56jährige Ausbilder, der selbst in zwei, drei Kriegen mitgekämpft hat und nun die 22-25 jährigen Soldaten fürs Elitekommando schindet würde selbst bei den Strapazen die er ihnen da auferlegt noch mithalten können?

Ne, wird er nicht :). Anfangs ja, aber er würde noch vor ihnen zusammenbrechen. Das nimmt ihm auch keiner übel, denn Erfahrung macht vor allen Dingen eines, sie macht alt!

Gilt natürlich nicht im gleichen Maß für Elfen.

Das Argument von wegen "Den unerfahrenen sollte man auch unerfahren spielen" finde ich ansich ja nicht verkehrt, die Problematik liegt eher darin, wenn man es umdreht. Wie bitte stellt denn jemand, der in seinem Leben maximal zwei Schulhofprügeleien durchgestanden und die auch noch verloren hat einen "erfahrenen Krieger"? Die meisten Rollenspieler denken ernsthaft, ein Schurke mit einem Dolch und leichter Rüstung wäre ein adäquater Gegner für einen geübten Krieger mit Schwert und Vollrüstung, wenn er nur erfahren genug ist. Ich sage, wenn er erfahren genug ist würde er sich da nie auf einen offenen Kampf einlassen, weil er nämlich mit 98% Wahrscheinlichkeit filetiert würde.

Ich denke jeder Charakter den ich spiele und der an den in einer Fantasywelt gängigen Waffen ausgebildet wurde hat damit schon mindestens so viel Erfahrung und sich vergleichbar viele Gedanken zum sinnvollen Umgang damit gemacht wie ich, der in seiner vergleichsweise behüteten Industriewelt aufgewachsen ist.


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Dienstag, 18. März 2014, 10:40

Grundsätzlich eine sehr schöne Diskussion. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dafür nicht einen eigenen Thread erstellen und die Beiträge hier ausgliedern sollte. Immerhin ist das Verhältnis zwischen Magiern und Nicht-Magiern ein wiederkehrendes Thema, genauso wie deren Verhältnis im und der Umgang mit Konflikt RP. In diesem Thread geht es aber eher um die Grundsätzliche Macht der Magie, also deren Ausmass, Möglichkeiten usw. usf. weniger um den direkten Vergleich.

Meinungen?
Never half-ass two things. Whole-ass one thing.
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Dienstag, 18. März 2014, 14:42

Kann ruhig so bleiben, denn es ging ja auch um das Gleichgewicht gegenüber anderen, zumal nebenher auch noch Nebenthemen drin waren. Ein bisschen gemixter Thread ist nicht schlimm und derzeit schweift er auch nicht wirklich vom Grundthema ab.
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
"Wenn die Winde des Wandels wehen, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."
-Chinesisches Sprichwort

Vrall

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Dienstag, 18. März 2014, 21:49

Wie bitte stellt denn jemand, der in seinem Leben maximal zwei Schulhofprügeleien durchgestanden und die auch noch verloren hat einen "erfahrenen Krieger"? Die meisten Rollenspieler denken ernsthaft, ein Schurke mit einem Dolch und leichter Rüstung wäre ein adäquater Gegner für einen geübten Krieger mit Schwert und Vollrüstung, wenn er nur erfahren genug ist. Ich sage, wenn er erfahren genug ist würde er sich da nie auf einen offenen Kampf einlassen, weil er nämlich mit 98% Wahrscheinlichkeit filetiert würde.
Das ist der Grund, weswegen bei meinem RP nicht Realismus sondern Spaß die Prämisse ist! Wenn beide eine Gaudi beim Kampf haben, dann ist es für mich in Ordnung. Egal ob sie dabei mit mehreren Salti durch die Gegend springen oder mittelalterlich fechten. Will ich jemandem aufs Maul geben, spiele ich RPGs. NPCs sind dafür da, um unfair niedergemäht zu werden.

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Angier

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Dienstag, 18. März 2014, 22:06

Wir sind Rollenspieler, keine Reenactor *nick*
Narben-Schuppe - Gelehrter mit gespaltener Zunge

77

Dienstag, 18. März 2014, 22:33

Und spielen meistens nicht DKWDK sondern DKWDDK

-> http://www.larpwiki.de/Regeln/DKWDK
-> http://www.larpwiki.de/DKWDDK

Mit superdupermegahypüerwichtigen Satz:

Zitat

Jedenfalls hängt das Gelingen eines DKWDDK-Spiels sehr davon ab, wie verantwortungsvoll die Spieler sind.


Auch wenn sich das auf LARP bezieht und jeweils irgendwelchen realen Handlungen benötigt, die im schriftlichen RP ja nun nicht durchführbar sind - die Systeme gibts auch im online-RP. Vielleicht heißen sie da anders, das weis ich nicht.

DKWDK wäre da die superrealisitsche Variante. Der Schurke mit Zahnstocher und Lederrüstung käme gegen einen Krieger mit Hammer und Rüstung nicht an, es sei den er wirft Brandbomben o.ä. Noch härter wäre die Variante: ich stelle nur das im RP dar, was ich auch im RL wirklich kann. Ich spiele also nur einen Künstler, wenn ich auch wirklich malen oder Laute spielen kann.
DKWDDK wäre die Variante, dass ich spiele was ich spielen möchte. Der Lederschurke HAT hier eine Chance gegen den Krieger, irgendwie, mit Tricks, mit Biegung der Physik, ist auch egal - solang es natürlich und nicht abgehoben wirkt. Hier kann jeder Künstler und Barde sein, egal ob er im RL irgendwas davon kann. Natürlich gibst dann immer welche, die das als Freikarte für Power-RP benutzen.

Die meisten Rollenspieler sind irgendwas dazwischen. Das ist auch meisten absolut situationsbedingt. Der Dieb kann beim ersten Schlag mit den Hammer k.o. gehen oder ihn wegstecken, oder aber auch gleich mit gebrochenen Knochen in Fall für den nächsten Heiler werden - wie es eben grade am passensten ist.
Und das allerschönste: ich kann mich mit Spielern zusammentun, die den selben Spielgeschmack haben wie ich und entsprechend die Kämpfe mehr - oder weniger - realistisch gestallten, ganz wie es für den eigenen Spielspaß am förderlichsten ist.
Absolut NIEMAND wird dazu GEZWUNGEN an speziel Kampf-RP teilzunehmen, welches NICHT seinem Geschmack entspricht und ich finde es unsinng, es dann doch zu tun, nur weil das das Allerallerkonsequenteste ist und ich ja am allerkonsequentesten von allen Spielern bin. Wenn ich absolut keinen Spaß an einer gewissen Situation habe, dann spiele ich mich raus (möglichst Konsequent), suche die Kommunikation OOC um vielleicht etwas zu ändern, oder gehe schlicht, aber mit freundlichen Hinweis, das es nicht mein Ding ist. Ich muss mich absolut nicht OOC über RP ärgern "nur weil es so fürchterlich konsequent" ist, auszuharren und auszuhalten. Das versaut mir mein SPiel, das versaut das Spiel des anderen und versaut die Stimmung überhaupt.
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Schwarzwind (18.03.2014)

78

Donnerstag, 20. März 2014, 19:20

Ich missbrauche das Thema einfach mal, um zwei Fragen zu stellen, die etwas mit Magie zutun haben. :)

1. Wirkt es ungeschickt, wenn ein Magier der Gilde mehrere Schulen teilweise beherrscht, aber keine vollständig? Oder erscheint es vielleicht sogar übermächtig wegen der größeren Vielfalt? Ich würde gern einige Meinungen dazu hören. Meine Magierin soll nämlich eher darauf spezialisiert sein, andere Magier und Daedra zu bekämpfen. Ganz grob denke ich an die Standard-Zaubersprüche aus der Schule der Zerstörung mit einigen Abstrichen (Flammen und Feuerbälle, aber keine Frost- oder Blitzzauber) kombiniert mit niederen Sprüchen aus einigen anderen Schulen (Kerzenschein, Schutz vor magischen Angriffen, Schutzgeist beschwören; eben Sprüche auf Novizen-Stufe). Wäre sowas in Ordnung und sind die Novizen-Sprüche aus anderen Schulen, auf die man sich nicht spezialisiert hat, für einen erfahrenen Magier vergleichsweise einfach zu erlernen?

2.Wie erlernt ein Magier nun Zauber - oder wie wäre das legitim? Hier wurde ja schon einiges geschrieben, aber so richtig schlau wurde ich daraus nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es für einen etwas älteren Magier einfacher ist und nicht so lang dauert, aber welche Zeit ist denn angebracht? Tage? Wochen? Vielleicht sogar Monate?

Angier

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79

Donnerstag, 20. März 2014, 19:33

Zu 1.
Nein, Es ist vollkommen in Ordnung statt in die Tiefe in die Breite zu gehen. Bedenke aber, dass die Aufnahme in die Magiergilde eine gewisse Expertise in den 4 großen Schulen bedingt. Ein gewisses Grundwissen muss also vor allem in der Breite vorhanden sein.

Zu 2.
Einen Zauber erlernt man, indem man seinen Effekt theoretisch begreift und sich solange darin übt, diesen Effekt durch die Kanalisierung des Magickas zu erzeugen, bis man einen Weg entwickelt hat, sich darauf verlässlich berufen zu können. Was man dazu braucht, ist von Zauberer zu Zauberer und manchmal auch von Lehrmeister zu Lehrmeister unterschiedlich. Viele Zauberer helfen sich beispielsweise mit Mudras (Handzeichen), Mantras (in Form von Zaubersprüchen) oder mit Hilfsmitteln wie Zauberstäben oder anderen Fetischen.

Das Erlernen eines Zaubers kann relativ zur Erfahrung des Zauberwirkers in Stunden bis hin zu praktisch niemals geschehen.
Narben-Schuppe - Gelehrter mit gespaltener Zunge

80

Donnerstag, 20. März 2014, 20:13

Zitat

Zu 1.
Nein, Es ist vollkommen in Ordnung statt in die Tiefe in die Breite zu gehen. Bedenke aber, dass die Aufnahme in die Magiergilde eine gewisse Expertise in den 4 großen Schulen bedingt. Ein gewisses Grundwissen muss also vor allem in der Breite vorhanden sein.



Ah, es ist also sogar notwendig, mehrere Schulen über die Stufe des Novizen heraus zu beherrschen? Ich dachte schon, dass ich da zu sehr am OP-Faktor kratze, weil es vielleicht den Eindruck vermittelt, dass man das bloß macht, damit der Charakter so viele tolle Zauber wie möglich kann. Das mag ich ja möglichst verhindern. Dass jemand für die Aufnahme in die Magiergilde schon etwas mitbringen muss wusste ich auch noch nicht, danke! :)


Zitat

Zu 2.
Einen Zauber erlernt man, indem man seinen Effekt theoretisch begreift und sich solange darin übt, diesen Effekt durch die Kanalisierung des Magickas zu erzeugen, bis man einen Weg entwickelt hat, sich darauf verlässlich berufen zu können. Was man dazu braucht, ist von Zauberer zu Zauberer und manchmal auch von Lehrmeister zu Lehrmeister unterschiedlich. Viele Zauberer helfen sich beispielsweise mit Mudras (Handzeichen), Mantras (in Form von Zaubersprüchen) oder mit Hilfsmitteln wie Zauberstäben oder anderen Fetischen.

Das Erlernen eines Zaubers kann relativ zur Erfahrung des Zauberwirkers in Stunden bis hin zu praktisch niemals geschehen.

Mh... so in etwa habe ich mir das auch gedacht, so ist es wohl am verständlichsten.

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