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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Donnerstag, 5. November 2020, 18:29

Wir stellen vor: Fürstin Belain


Enigmatisch, listig und einflussreich: Fürstin Belain ist die oberste Beraterin von Ard Caddach. Erfahrt in unserer letzten Charaktervorstellung zu „Markarth“ mehr über diese ehrgeizige Beraterin!



Aus dem Bericht von Fürstin Nilene Devieren, königliche Gesandte im Reik

In der ersten Herdfeuerwoche reiste ich nach Markarth, um mit dem Despoten, Ard Caddach, bezüglich der Übergriffe der Reikmannen auf die Grenzen von Hochfels zu verhandeln. Bei meiner Ankunft erfuhr ich, dass ich zunächst die oberste Beraterin, Fürstin Belain, überzeugen müsste, um ein Treffen zu vereinbaren, bei dem ich Großkönig Emerics Anliegen dem Despoten vortragen könnte. Glücklicherweise hatte Fürstin Belain keine Einwände, mich anzuhören.

Bevor ich zu den Einzelheiten unserer Diskussion komme, möchte ich kurz Fürstin Belains Position in Markarth erläutern. Als die engste Vertraute des Despoten weicht sie nie weit von seiner Seite. Merkwürdigerweise konnte mir niemand im Reik erklären, wann genau oder wie sie an diese Art von Einfluss gelangte. Nach dem, was ich herausgefunden habe, erschien sie zum ersten Mal zu der Zeit, als Caddach als kaiserlicher Gouverneur unter Kaiser Moricar über die Stadt herrschte. Viele Außenseiter kamen in diesen Tagen nach Markarth; Fürstin Belain präsentierte sich selbst als bretonische Adelige mit unklarer Abstammung, die eine gewisse gelehrte Begierde und Interesse am Arkanen im Reik besaß. Sie gründete einen Hausstand in den Anhöhen von Markarth und brachte eine kleine Anzahl verschlossener Diener und importierter, luxuriöser Einrichtung aus fernen Landen mit.

Schon bald darauf begann Fürstin Belain damit, Caddach als Beraterin zu dienen, sowohl in arkanen Fragen als auch diplomatischen Belangen. Sie erlangte schnell einen Ruf für ihr listenreiches Politikverständnis, mit sanften Worten und Scharfsinn die Strenge des Despoten zu zügeln. Das Volk von Markarth bezeichnete sie bald darauf als Caddachs „Festungshexe“. Nun, Hexen werden von den Reikmannen überaus respektiert, aber in Fürstin Belains Fall ist die Sache nicht durchgehend schmeichelhaft zu verstehen. Ich habe erfahren, dass „Festungshexen“ als übermäßig politisch betrachtet werden. In den Augen der meisten Bewohner des Reik sollten sich Hexen um die Elemente und Geister kümmern; Hexen, die einem Thron zu nahe stehen, könne man nicht vertrauen.

Meine Konversation mit Fürstin Belain begann mit den üblichen Höflichkeiten. Fürstin Belain befragte mich zu meinen Reisen und ob ich mit meiner Unterkunft, die ich mir in Markarth gesichert hatte, zufrieden wäre. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass wir derlei Dinge ansprechen würden. Bei meinen bisherigen Besuchen in Markarth interessierte es keinen einzigen Reikmannen auch nur im Geringsten, ob es mir gut ging, doch nun saß ich bei einem Tässchen Tee mit der hochgeborenen Dame.

Als die Zeit gekommen war, wandte ich die Unterhaltung in Richtung der Nachricht des Großkönigs. „Ich danke Euch für Eure Begrüßung, Fürstin, aber ich muss nun zum Geschäftlichen meines Besuches kommen“, eröffnete ich. „Die Plünderungen durch den Blutdornenkult in Glenumbra und die Finsterzeugen in Gramen sind einfach nicht hinnehmbar. Der Großkönig wünscht sich Frieden entlang seiner Grenzen, aber wenn die Reikmannen über unsere Siedlungen herfallen und unsere Höfe verbrennen, kann es keinen Frieden geben. Man sagt, Ard Caddach schenkt Euch Gehör. Könnt Ihr ihn nicht davon überzeugen, die wild umherziehenden Klans in ihre Schranken zu weisen, bevor sie uns in einen weiteren Krieg ziehen, den keine Seite austragen möchte?“

Fürstin Belain überdachte meine Frage für einen langen Augenblick. Mir fiel auf, dass sie eine ungewöhnliche Eigenart hatte: Sie war jung genug, um als überaus schön zu gelten, und dennoch besaßen ihre Augen eine beunruhigende Tiefe voller Weisheit und Erfahrung. „Die Blutdornen und die Finsterzeugen sind in der Tat ein Problem“, antwortete sie schließlich. „Aber der Ard wird ihnen nicht die Wünsche Eures Großkönigs auftragen. Es darf nicht so wirken, als würde der Caddach als Emerics Schoßhündchen fungieren.“

„Aber Fürstin, ich muss es zumindest versuchen“, widersprach ich. „Ihr müsst etwas tun können.“

Erneut sah mich Belain eindringlich mit diesen dunklen, tiefen Augen an. „Sollte Emeric den Klans, die seine Grenzen beharken, einen empfindlichen Schlag versetzen“, führte sie aus, „so würden sie Ard Caddach um Beistand ersuchen. Und das wiederum würde ihn eine Position versetzen, in der er ihnen Schutz anbieten könnte. Und damit könnte er ihnen Forderungen stellen.“

Ich runzelte die Stirn und war mir nicht sicher, ob ich sie richtig verstehen würde. „Ihr bittet uns, Eure eigenen Leute anzugreifen?“

„Ich bitte Euch um gar nichts“, entgegnete Fürstin Belain. „Ich sage nur, was passieren würde, sollte Emeric aus freien Stücken zum Schlag ansetzen.“

„Das bringt uns nicht weiter. Ich bin hierhergekommen, weil Großkönig Emeric hofft, einen Kampf zu vermeiden.“

„Oh, aber wir sprechen doch gar nicht über die aktuellen Probleme“, führte Fürstin Belain weiter aus. „Wir sprechen darüber, diese Probleme für die kommenden Jahre zu vermeiden. Wenn es denn der Wunsch Eures Königs ist, dann wird er feststellen, dass es die weiseste Strategie für ihn ist, die Führerschaft von Ard Caddach zu festigen. Anstatt sich mit einem Dutzend hartnäckiger Klans auseinanderzusetzen, kann er sich einfach mit einem König des Reik einigen. Wenn er Ard Caddadch hilft, liegt dies in seinem eigenen besten Interesse.“

Ich überdachte diesen Punkt und ich muss zugeben, dass es plausibel klingt, fast schon so attraktiv, dass meine Mission an dieser Stelle beinahe endete. Ich sah schon, wie ich nach Wegesruh zurückkehren würde, um von der Gerissenheit von Fürstin Belains Plan zu berichten und den mir sicher zustehenden Ruhm zu erlangen, wenn ich dies alles dem Großkönig vorlegen würde. Aber in meinem Verstand keimte eine störrische Saat des Zweifels.

„Es mag so sein, wie Ihr sagt, Fürstin“, umriss ich, “ aber mir wurde aufgetragen, die Worte meines Königs dem Despoten von Markarth zu überbringen. Ich kann nicht einfach aufbrechen, ohne das getan zu haben.“

Fürstin Belains Augen blitzten auf und ich spürte, dass es nicht weise war, sie zu erzürnen. Ich war mir sicher, hinter diesem zarten Antlitz verbarg sich etwas Gefahrvolles. Aber selbst als ich in meinem Stuhl versank, lächelte sie mir unverfroren zu. „Nun, Ihr müsst tun, was Ihr tun müsst“, meinte sie. „Ich werde mich darum kümmern, dass Ihr Ard Caddach treffen könnt. Er wird murren, Eure Bedenken abweisen und Euch am Ende keine Antwort geben. Kommt danach zu mir zurück. Ich werde Euch dabei helfen, einen Weg zu finden, es Eurem Großkönig zu erklären.“

Durch ihre Worte beunruhigt, brach ich bald darauf auf. Zwei Tage später verlief mein Gespräch mit dem Despoten von Markarth genau so, wie Fürstin Belain es vorausgesagt hatte. Aber anstatt sofort zur Festungshexe zurückzukehren, entschied ich mich dazu, diesen Bericht zu verfassen und ihn zu versiegeln.

Ich weiß nicht genau, in welcher Gefühlslage ich sein werde, nachdem ich erneut mit Fürstin Belain gesprochen habe.



Ihr könnt Fürstin Belain selbst treffen, wenn ihr durch die steinernen Hallen von Markarth wandelt, aber nehmt euch in Acht! Wenige kennen ihre wahren Ziele und Pläne für das Volk des Reik. Seid ihr bereit, mit der engsten Beraterin von Ard Caddach zu verhandeln? Lasst es uns wissen, über Twitter, Instagram oder Facebook.

Das Epos „Das Schwarze Herz von Skyrim“ endet mit der DLC-Spielerweiterung „Markarth“, die jetzt für PC/Mac und Stadia* sowie ab 10. November für Xbox One und PlayStation®4 verfügbar ist.

*Nur in bestimmten Regionen verfügbar.