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Samstag, 22. August 2020, 21:31

Sahashas Mondenpfad

[Zwischen dem Einband und der ersten Seite des Buches liegen mehrere beschriebene Pergamentfetzen. Fein säuberlich in einer exotisch geschwungenen Schrift beschrieben, war es rohe Gewalt, die das Pergament auseinanderriss. An einigen der losen Fetzen kann man erahnen, dass Krallen die Fasern trennten. Die leicht gelbliche Farbe des Pergamentes deutet darauf hin, dass einige der Fetzen bereits Jahrzehnte alt sind.]


(…) weise Worte sprach die verehrte Inanna-ko. (…) Gedanken an seinen Weg niederschreiben (…) zu finden. Jone und Jode leiten eines jeden Läufers Pfad. Ihr Licht zeigt, die Schritte, die er gehen muss. (…) geweihten Stufen wieder. Vor ihm erhob sich das steinerne Tor des Adeptoriums. Flankiert von zwei massiven Senche, die Mäuler zum Brüllen weit geöffnet. J'Sahasha Gedanken schweiften zu dem, was war, doch blieben nur die Schritte voran. So erklomm (…) Demut und Güte, wie sie ihm gewährt (…)

(…) Familie zu erfahren. Der letzte Rest wahrer Familie ist verschwunden und wandelt fern der Lande seiner Heimat. Hier aber hat Sahasha eine neue gefunden. (…)

(…) Sie verließ das Adeptorium. Angeblich rief der Mondbischof persönlich (…) Schriften aus der Zeit der sechzehn (…) zur täglichen Übung auf dem Platz der (…) er wäre bereit (…) Ehre für Sahasha-do (...)

(…) erste Mal, dass dieser von solch schrecklichen Ereignissen hörte. Er kennt die Gefahren, die eine solche Spur aus Blut und Tod hinterlassen. Sahasha-do lehnte Jokazirrs Angebot ab, ihn zu begleiten. Die Gefahr (…) S'rendarrs Segen über Sheeraln. Es war nicht schwer (…) der Geruch von Verderbnis und Verwesung. So dieser nicht zurückkehrt (…) Noch immer fließt Blut über Sahashas Schnauze. Er hat die Bedrohung beseitigt. Die Wüstenläufer aus Sheeraln ist sicher und müssen keine Gefahr mehr fürchten. Sahasha selbst jedoch (…) spürt, wie es pulsiert (…) verloren (…) für tot halten. Wie sagen die Baandari? Wir können nie nach Hause zurückkehren, aber wir können es immer mit uns nehmen. Sahasha-do wird sein Zuhause stets im Herzen bleiben. Siir iso draqo, trevana.


Den Weg zu kennen, auf dem man geht, ist eine Freude. Dies sind Worte, die kein Läufer der Wüstenlande sprach und dennoch nicht weniger wahr sind. Es ist lange her, dass Sahasha seinen Weg kannte. Wie Baan Dar wandelt (…) auf dem Meer fühlte er sich wohl. Auch wenn sein Geheimnis dort (…) Echsenwesen aus den östlichen Sümpfen und zwei Dunkelelfen, einer seltsamer als der andere. (…) sanftes Schaukeln (…)

(…) lange nicht mehr so tiefe Gespräche (…) kühle Gewässer (…) einziges Licht an Bord (…)

(…) jemals so stark? (…) wieso sie so weit (…) Dieser wird nicht verweilen. Er kann nicht verweilen unter einem Kapitän, der wafa spricht. Er stellt eine Gefahr für die ganze Mannschaft dar! Jeden Tag wird diesem unwohler bei seinen wahnwitzigen (…) bitten, ihn auf seinem Pfad zu begleiten. (…)

(…) Insel der gesegneten Winde (...)

(…) Sorgen. So lange (…) niemand gesehen (…) vergeblich (…)
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Corentin (25.08.2020)

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Samstag, 22. August 2020, 21:32

Unter dem Zeichen des Ja'Khajiit

Was in unserem Herzen ruht, wird nie vergessen werden, selbst wenn es in ungreifbarer Reichweite liegt. Wie lange irrt dieser auf seiner Suche nun herum, ohne ein Zeichen, ohne eine Spur? Schier jeder, den er fragt, nennt ihm ein anderes Jahr und einen anderen Monat. Sind die Zeitmesser in den Landen der Menschen so unzuverlässig? Oder wiederholt sich, wovon die alten Schriften sprechen? Alkoshs Einfluss ist überall spürbar. Wenn der Bruch passiert, hält der Wind inne, der Staub fällt und Grundlage für etwas Neues wird gelegt. Vielleicht ist die Zeit dafür gekommen?

Täglich betet dieser zu Jone und Jode. Täglich bittet er um Hilfe bei seiner Suche, doch sie antworten nicht. Jone und Jode scheinen hell über ihm, doch strahlt ihr Licht in alle Richtungen. Die Monde wachen über ihn und dafür dankt er stetig. Dennoch weiß dieser nicht, welchen Pfad sie für ihn vorgesehen haben. Seine Suche zieht sich vergeblich hin und das Schweigen der Monde kann nur eines bedeuten. Dieser hofft, er täuscht sich.

Die Stadt am großen Fluss mit dem unaussprechbaren Namen ist schön... für Menschenverhältnisse. Die Nähe zur Wüste, die warmen Winde aus dem Süden, die an den Berghängen weiter nördlich der Stadt hängen bleiben. Die Stadt selbst wirkt geschäftig, doch keinesfalls so überfüllt wie die Straßen von Senchal. Statuen und Brunnen zieren die weiten Plätze und Grünflächen, von denen die Stadt viele besitzt. Trotz der Größe der Stadt und der vielen Händler, die durch die Tore und am Hafen strömen, findet Sahasha hier stets Orte der Ruhe und Einsamkeit. Leider konnte auch hier niemand Sahasha bei seiner Suche helfen. Eine Magierin bot ihren Hilfe an, doch selbst die Magie scheint ihm nicht gewogen zu sein. Nicht, dass dieser etwas anderes erwartet hätte. Wolken bedecken das strahlende Licht und Regen fällt hinab auf sein Fell. Trauer schwindet zusammen mit der Erinnerung.
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Samstag, 22. August 2020, 21:33

Ein Blick zurück, und sei es nur ein kurzer, kann mehr offenbaren als jeder Schritt nach vorn. Sahasha-do stieß stetig voran, doch mit jedem Schritt verblassten die wenigen Spuren, die er hatte. Wie Sand zerrinnt jede Möglichkeit zu finden, nach was das Herz sich sehnt. Wie ein Blinder oder ein Kätzchen tapst dieser hin und zurück, ohne zu sehen, wohin er gehen muss. Wirr schlängelt sich sein Pfad dahin, führt ihn an den Rand der Abgründe.

Ein Zucken in seinem Schwanz lies Sahasha kehrt zu machen. Er begann seine Reise zurück in die fremde Wüste. Die Straße nach Süden führte diesen immer näher an ebenjenes Gebirge, welches die trockenen Wüstenwinde von dem warm-feuchten Klima der fruchtbaren Lande trennt. Viele Türme und alten Mauern säumen die Lande hier, als wollten sie von der kriegerischen Vergangenheit der Region zeugen. Etwas entfernt des Weges fand dieser schließlich eine Feste, deren Zeit noch nicht vergangen war. Man öffnete ihm freundlicherweise das Tor und dieser lernte einige der Bewohner kennen. Jihatt aus allen Teilen Tamriels versammelten sich hier. Elfen wie Menschen, sogar zwei Sumpfwandler und welche aus seinem eigenen Fellstamm traf dieser hier! Ungewohnte Freundlichkeit hieß diesen Willkommen. Nun schweift Sahahas Blick über die mächtige Mauer und den kleinen Garten mit gläserner Bibliothek. Er dankt, dass er diesen Ort für die nächtliche Rast gefunden hat.
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Samstag, 22. August 2020, 21:37

Wer am Rande des Mondpfad wandelt, ohne den Blick auf Lesw'er zu verlieren, dem zeigt das Zwielicht Möglichkeiten, die sonst verborgen bleiben. Wer den Blick allerdings starr auf sein Ziel richtet, der wird nie mehr sehen, als das, was vor ihm liegt. Nur wenige seiner ehemaligen Brüder würden diesen Worten Gehör schenken, doch die Zeit, in der Sahasha die fremden Landen bereiste, zeigte ihm, dass Wahrheit in ihnen liegt. Seine einstmaligen Gefährten würden ihn verachten, gar jagen, für das, was aus ihm geworden ist. Jone und Jode jedoch zeigen Mitleid und wärmen mit ihrem Lichte weiterhin sein Herz.

Die Nacht verlief ruhiger als dieser es erhofft hatte. Zwar störte nichts und niemand seine stille Einkehr, doch mit dem Aufstieg des Katzenauges wurde das Schweigen fast unerträglich. Noch immer geben die Monde ihm keine Antwort auf die Fragen, die in seinem Inneren brennen. Jede Nacht wird das Licht der großen Katze schwächer und auch die kleine Katze ist bald nicht mehr am Himmel zu sehen. Es wird nur wenige Tage brauchen, bis sie ganz vom Himmel verschwindet. Ihm ist es, als habe er bereits diese Nacht ein leises Flüstern und ein Trommeln vernommen, was ihm leichte Sorge bereitet. Sahashas Geist ist stark, doch die große Finsternis ist es ebenso.

Zweifel, ob dieser weiter ziehen sollte, umfasste sein Inneres. Es ist ein seltsames Gefühl, das ihn einnahm, hält diesen doch nichts in der Feste. Die Bewohner scheinen freundlich und sind erstaunlich aufgeschlossen, was das Fremde angeht. Weitestgehend zumindest. Dieser sieht, dass auch sie Schwächen tragen. Arroganz. Kujith.... Zorn. Fehlende Beherrschung. Ziellosigkeit. Die letzte ist bei weitem die Traurigste. Welchen Sinn hat es zu leben ohne etwas mit seinem Leben anzufangen? Nun sei es drum. Sollen sie sich weiter anfauchen und die Krallen wetzen, so sie glücklich damit sind. Dieser ist niemand, der seine Ansichten aufzwingt, doch stets bereitwillig mit den offenen Ohren teilt. In dem Tumult zwischen den Elfen traf dieser auf eine interessante Bekanntschaft. Obwohl er bereits der dritte Khajiit war, den Sahasha in der steinernen Burg traf, schwangen in seinen Worten Weisheiten mit, die der ehemalige Adept nicht mehr seit Verlassen der Lande von Pa'alatiin gehört hatte. Mizzik-ri, wie er sich nannte, fällte ein härteres Urteil als dieser über die Felllosen der Feste, doch kann er es ihm nach dem, was er selbst sah, nicht verübeln. Sahasha ist sich nicht sicher, welche Rolle der fremde Kater hier einnimmt, doch vielleicht werden sich seine Pfade nochmals kreuzen?
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Samstag, 22. August 2020, 21:39

Jede Entscheidung, so klein sie auch sei, muss wohl überdacht werden, denn ist sie einmal getroffen, so lässt sie sich nicht verändern. Sahashas Entscheidung fiel erstaunlich schnell aus: Solange die Monde schweigen und das Funkeln der Vergangenheit unerreichbar bleibt, hat er keinen Grund weiterzuziehen. Nach einem Gespräch mit der Herrin der Jihatt, widmete sich Sahasha-do seiner Meditation. Am Mittag jedoch, störten ihn Stimmen im Hof. Die kleine Elfe und eine Dame in Rüstung sprachen miteinander. Die Elfe-voll-Zorn wiederum stärkte in der Nähe ihren Körper. Der Aufstieg des Leibs ist nichts im Vergleich zu dem der Seele. Sie tat nicht gut darin, sich nur auf ihren Körper zu fokussieren und ihren Geist zu vernachlässigen. Sahasha sprach sie darauf an und sie schien ihm für seinen Rat dankbar zu sein. Seine Worte schienen sie... zu trösten? Mag sie sich auch zu stark von ihren Gefühlen leiten lassen, so ist sie dennoch bereit, den Rat anderer anzunehmen. Nur Alkosh weiß, ob der Kriegerin das reichen wird, um voranzuschreiten. Zwietracht und Missgunst trübten den Rest des Tages, so beschloss dieser, eine Ruhe zu suchen.
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Samstag, 22. August 2020, 22:47

[Dieser Eintrag unterscheidet sich auf dem ersten Blick von den vorherigen. Über den ganzen Abschnitt wurde nachträglich der Umriss eines Sichelmondes gezeichnet. Dafür wurde wohl feinsäuberlich ein rotes Pulver in die Pergamentseite gerieben, um den Umriss anzufertigen.]

Die Finsternis ist stark heute. Sie zerrt an ihm. Sie frisst.

[Über die folgenden Zeilen ziehen sich harte, kantige Zeichen, die keiner bekannten Schrift Tamriels entstammen.]

Worte aus der Tiefe. Sie verschwinden nicht. Die Geister flüstern sie zu ihm.

[Eine weitere Zeile ist mit den unbekannten Zeichen bedeckt, die ohne Lücken hintereinander geschrieben wurden. Die Spitzen der Zeichen stechen nach oben und unten aus der Zeile hinaus und wirken wie Dornen.]

Trommeln wird lauter. Schreiben hilft nicht. Bumm.... bumm.... bumm....

[In den drei darauffolgenden Zeilen sind ausschließlich Kreise zu sehen. Manche der Kreise weisen harte Ecken auf, ganz so als sei der Zeichner mehrmals hart abgerutscht. Die Kreise der letzten Zeile allerdings sind weitestgehend rund und besitzen keine solcher Ecken.]

Stille.
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Samstag, 22. August 2020, 22:48

Siir kehrt zum Nachthimmel zurück. Die Zeit der dunklen Monde endet. Zurück bleibt ein weiteres Zeichen seiner Schwäche. Wie ein Traum liegt der Schleier der letzten Tage in seiner Erinnerung. Hatte er einmal sein Zimmer verlassen? Seine Kleidung ist zerwühlt, doch sie liegt noch immer an rechter Stelle. Wasser und Brot sind fast aufgebraucht. Gut, dass dieser etwas mehr auf sein Zimmer nahm. Noch immer liegt ein Summen in seinen Ohren. Er fühlt Müdigkeit und Erschöpfung, muss den Kampf jedoch fortführen und die Reinigung beginnen.
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Samstag, 22. August 2020, 22:50

Wo Blumen blühen und der Wind sachte durch die fruchtbehangenen Äste weht, ist ein guter Ort einer kurzen Rast. Der wahre Läufer darf dort allerdings nicht dem Müßiggang hingeben. Nur dort, wo das Unheil wandelt, wo Hunger und Krieg regiert, darf er verweilen. Dort muss er Halt einlegen auf dem Pfad und jene unterstützen, die Hilfe benötigen.

Es war Zufall, dass dieser zu den Jihatt kam, die sich selbst „Klang der Nachtigallen“ nennen. Zumindest dachte dieser es. Nun ist er sich nicht sicher, ob die Monde nicht wollten, dass er her findet. Sahasha bekam schnell einen Auftrag und fand jemanden, der ihn begleiten würde, um der Herrin der Jihatt von seinen Fertigkeiten zu berichten.

Trotz der ungewohnten Akzeptanz von allen Seiten und der Ruhe, die dieser hier erfährt, fühlt er, dass die letzten Tage selbst an ihm nagen. Er fühlt... ein Gefühl der Unruhe. Bedrückung. Gar... uradana? Es ist kein seltenes Gefühl, doch die letzten Tage ist es besonders stark und anhaltend. Der Druck im Inneren ist genauso unerträglich wie das Zerren von Außen. Er weiß nicht, ob er in der Lage ist, die nötige Hilfe zu geben, doch er spürt, dass sie gebraucht wird. Er spürt, dass die Elfe am Rande des Abgrundes steht. Obwohl viele versuchen, auf Raynisa einzugehen und sie zu stützen, hängt sie dennoch in ihren Gefühlen fest.


Dieser spürte bereits, dass ihr die Meditation nicht viel brachte. Er sah sie am Abend, nachdem sie von einem Auftrag wiederkam, wie sie einen vergeblichen Kampf mit einem Baum führte. Wüsste Sahasha nicht ansatzweise, was in ihr vorgeht, so hätte er angenommen, sie sei dem Alkohol erlegen. Sahasha hielt es für besser, sie erst sich selbst zu überlassen. S'rendarr verzeihe ihm sein Fehler! Er hätte sehen müssen, wie schlecht es um sie steht.

Drei Wächter stehen da und achten auf sie Tag und Nacht. Die Elfe aus dem Wald, die Heilerin mit der dunklen Haut und der Argonier mit Kamm schauen nach ihr und passen auf, dass sie es nicht erneut versucht. So sehr sie wal iso nirni auch aufgeben möchte; Ihr Pfad ist noch nicht zu Ende. Stöcke und Steine mögen ihn behindern, manches Mal scheinen Stämme ihn ganz zu blockieren. Doch nur wer voranschreitet und die Hindernisse überwindet, wird den Genuss kennen lernen, der sich var nennt. Sahasha hofft, sie wird diese Weisheit ebenso erkennen.
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Sonntag, 23. August 2020, 18:42

Unter dem Zeichen Alkoshs

Derjenige jedoch, der Hoffnung trägt, wird sich nie ganz dem Schicksal ergeben. Selbst wenn sein Schwanz im Takte zuckt und sein Fell seine Farbe verliert, so bleibt ein kleiner Funke, der die Rettung vermag. Dieser erinnert sich an die Worte, als hätte er sie erst gestern gelesen. Der verbotene Teil der Pellitiner Verse. Lehren, die nicht mehr gelehrt werden dürfen.

Sahasha-do fühlt sich gut.... stabil. Verglichen mit den vergangenen Tagen. Ruhe ist in ihm eingekehrt, doch er ist unschlüssig: Seine Hoffnung erlischt mit jedem Tag. Seine Wünsche sind stärker denn je zuvor, doch liegt ihr Ziel an einen fernen, unbekannten Ort.

Zum ersten Mal seit Langem zeigten Sahashas Träume eine ungewohnte Klarheit. Aydo vermischte sich mit Anpana. Die Pfade, die hölzernen Gebäude.... sie wirkten vertraut, aber dennoch fremd. Stille lag über der Siedlung, durch die er trat. Selbst die Vögel schwiegen. Nur ein leises Ächzen und Stöhnen, ein Husten und Keuchen, schmerzendes Kreischen tönte aus den Fenstern der wenigen Häuser in denen Licht brannte. Zu seiner Linken sah dieser einige verlassene Marktstände, die Waren wahllos verteilt, als hätte man in der Flucht nur das wichtigste eingepackt; zur Rechten reihten sich mit Brettern verriegelte Türen auf, ein jede verziert mit einem dunklen Mond. Dieser schritt voran, auf dem Dorf hinaus, und folgte dem stillen Pfad durch die Mondzuckerfelder. An seinem Ende führte er zu einem einsamen Haus. Es war Sahasha nicht unbekannt. Das einfache Tor, über dem sich ein kleines Vordach erstreckt, die schmalen Fenster, die die Wärme nicht ins Innere lassen, sogar der versiegelte Brunnen...

Obwohl es vor Jahrzehnten niederbrannte, erkannte er das Haus seiner Familie mit all seinen Details. Sahasha trat durch die offene Eingangstür und sah alles an seinem Platz stehen, wo es hingehörte. Gerüche von Zucker und Gewürzen strömte aus der Küche, auf dem Tisch standen die Schüsseln, wie für die Mittagssuppe gedeckt, Holzspielzeug lag auf Boden und Teppiche verteilt. Alles wirkte, als würde jederzeit eine vertraute Stimme ihn willkommen heißen, und doch stand Sahasha alleine im Raum. Pana lag verlassen da. So schritt dieser tiefer hinein, seinen ehemaligen Schlafplatz suchend. Er fand sein Bett neben jenen seiner Geschwister, doch es war nicht leer. Zwischen den Decken und Kissen lag ein einsamer, regungsloser Körper, in eine lange, graue Gewandung gehüllt. Bereits am langen weißen Haar erkannte er ihn. Langsam trat dieser näher und warf einen Blick auf den Elfen. Die Züge wirkten sanft, friedlich gar, als würde er nur schlafen. Die Augen geschlossen, sowie auch die roten Lippen. Die Hände auf der Brust gefaltet. Im faltenlosen Kleide aufgebahrt. Ein stechender Schmerz durchbrach seine Brust. Eine einzelne Träne fiel hinab. Dann wachte er auf.

Soll das das Zeichen der Monde sein, auf das er solange wartete? Tiefe Traurigkeit umfasst ihn, wenn er daran denkt, obwohl er selbst weiß, dass die Bilder, die ihm sein Traum zeigte, nicht thzi sind. Er spürt, dass es nicht stimmen kann. Er.... er hofft, dass es nicht stimmt....

[Mehrere Tintenflecken sind unter der Schrift zu sehen]
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Sonntag, 23. August 2020, 18:44

Keine Schuld, so groß sie auch sein mag, bleibt auf ewig ewig bestehen. Jener, der Buße tut und den Lehren der Gottkatzen folgt, der alles zur Wiedergutmachung leistet und als Vorbild vorangeht, um die Worte der großen Geister in fremde Herzen zu tragen, der mag von den Monden Vergebung erhalten. Sahasha-dos Pfotenabdrücke erstrahlten nicht alle im heiligen Siir. Kein Läufer wandelt in Unschuld. Die Last, die auf diesem liegt, ist jedoch größer als jene der anderen. An seinen Krallen hängt Blut der Feinde des Lebens und Lebens selbst.

Wo der wahre Läufer beim Blick auf den nächtlichen Himmel erquickt, fühlt Sahasha aradana. In Zeiten, in denen er sich am Stärksten fühlen sollte, fühlt er sich am Schwächsten. Nur wenige Gedanken des gestrigen Tages kann dieser fassen. Der Geruch des Schweißes... Das Kleben in seinem Fell, das selbst nach einem Bad im Fluss nicht vollständig verschwindet. Er trägt noch immer den süßen Geschmack des Lebenssafts auf seiner Zunge und spürt die Kälte, in der er nach dem nächtlichen Verlangen zwischen den Bäumen erwachte. Sein Kopf schmerzt, während er versucht, sich zu erinnern, in welches Fell seine Krallen dieses Mal geschlagen haben. Aus seinem Körper strahlt Befriedigung: Erschöpfung zum einen, doch auch das Gefühl, als sei sein innerer Trieb gestillt. Fürs Erste. Es ist ein gleichermaßen erleichterndes, wie beunruhigendes Gefühl.
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Sonntag, 23. August 2020, 18:45

Wo eine wahre Katze stirbt, dort tragen die Winde ihre Seele empor zu den Sanden hinter den Monden. Der Körper jedoch bleibt zurück und ruht, bis er nach vielen Zyklen eins mit Nirni wird. Unheilige Zauber und abstoßende Flüche plagen das Land und verhindern, dass die Körper ihre Ruhe finden. Sie lassen jene in die Höhe zucken und rastlos wandeln. Ohne Seele greifen die dro-sallidad alles Leben auf ihren Pfad des Todes an. Fern des Einflusses der Gottkatzen vollbringen sie ihr Unheil. Wie einst in den Landen der Heimat erhob Sahasha-do auch heute seine Klinge im Namen S'rendarrs um dem Unheil entgegen zu treten.

Ysabeau de Blanc, eine haarlose Wanderin mit einem recht schlagenden Herzen, belohnte diese für ihre Tat, den Einfluss des Fluches auf den Toten der Familie Moreaux zumindest zeitweise zu beenden. S'rendarr, so er in Sahashas Herzen schaut, weiß, sein Diener wäre dem Bitten der Menschin auch ohne Bezahlung gefolgt. Sein Schwert gegen die Feinde des Lebens zu erheben ist für Sahasha-do die größte Belohnung auf dieser Seite der Monde. Es erfüllt ihn mit Demut, S'rendarrs Willen zu folgen, und mit tiefer Zufriedenheit, eine weitere Gefahr für die Lebenden aufgehalten zu haben. Sein Dank gilt nicht nur seinen Begleitern, sondern auch der ehrwürdigen Ysabeau, die durch ihr Handeln Seite an Seite mit diesem den Frieden der Toten wiederherstellten.

Trotz ihrer Tapferkeit im Kampf, sieht Sahasha, dass er eine Wanderin ganz besonders im Auge behalten muss: Jene, die den Namen Sarillia unter den Monden trägt, scheint entweder die Lehren der iya athra nicht zu kennen, oder, was noch schlimmer ist, sie absichtlich zu missachten, um sich zu bereichern. Dieser ist kein Priester, der den Willen der Gottkatzen predigt, sondern nur ein einfacher Adept, der zum Wohlgefallen der Monde auf seinem Pfad wandelt. Dieser ist keiner jener Khajiit, der seine Ansichten anderen aufdrängt, doch was er von ihr sah, entbehrt jeder Form von Moral. Von jenen zu nehmen, die sich nicht wehren können, ist moraz. Sahasha wird nicht zögern, sich ihr in den Weg zu stellen, falls sie weitere schwere Frevel begeht.
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Sonntag, 23. August 2020, 18:46

Hesaar-do, Krieger der Sterne, trat vor und hob die Klinge zum letzten Schlag. Sein Schwur, das Böse zu vernichten, erfüllte sich in dem Moment, als der Stahl niederfiel und der vampirischen Kreatur den Kopf abschlug. Zufrieden schaute er nieder und tiefe Demut ergriff ihn. Er erkannte, ohne den Segen der Monde hätte er diesen Weg nie zum Ende beschreiten können. Hesaar fiel nieder und schloss die Pfoten zum Gebet.

Niemals käme Sahasha-do auf den Gedanken sich mit dem ehrwürdigen Krieger der Sterne zu vergleichen, der die Lande von den Schergen Molaghs befreite, doch treiben ihn dieselben Worte an wie den Helden der alten Geschichten. Sahasha-do schwor alle jene zu bekämpfen, ob Läufer oder Monster gleichermaßen, die khat für die Schwachen und Hilflosen darstellen. Er schwor, jenen Schutz zu bringen, die ihn benötigen. An ebenjenem Tag, an dem er dieses Gelöbnis ablegte, gewährte man ihm die heilige Kralle und den Titel des wahren Kriegers. Beide führt dieser noch immer voll Ehre, um sich seiner Herkunft und seiner Aufgabe zu erinnern. Leider hat Sahashas vergebliche Suche ihn seinen Dienst vernachlässigen lassen. Noch immer möchte ein Teil von ihm die Suche fortsetzen, doch er kann nicht. Ein anderer Weg ist für ihn bestimmt.

Sahashas Zeit sunopal in der Stadt verlief ruhig. Er nahm sie sich, um zwischen den Gassen und über den Markt zu wandeln, sich zu unterhalten und den Gesprächen zu lauschen. Es erstaunt diesen, welch Themen sich die Haarlosen in ihren Unterhaltungen hingeben. Sahasha-do führte, mit einer Ausnahme, nur kurze Gespräche. Diese eine Ausnahme war eine interessante Begegnung, die er am Abend in der Taverne machte. Dieser sprach mit einem weiteres Kind der Azurah, der sich als Iken Sukha vorstellte. Ein ungewöhnlicher Name, doch fragte Sahasha nicht nach seinem Ursprung. Sukha war ein Jäger, der bevorzugt jene grässliche Gestalten und Kreaturen jagte, gegen die Sahasha seine Klinge richtet. Das weckte Sahashas Neugier, doch ebenso seine Vorsicht. Mitten auf der Brust des Jägers, sodass dieser es nicht übersehen konnte, prangte ein Kiefer. Sukha sprach von einem Wolfskiefer, doch Sahasha erkannte ganz genau, dass er deutlich zu groß für einen normalen Wolf war. Die charakteristische Stellung der Zähne.... Ein Grund mehr vorsichtig zu sein. Sahasha-do bat dem Jäger Hilfe im Kampf, sollte er sie gebrauchen. Vielleicht ergibt das die Möglichkeit, ihn besser kennen zu lernen. Sahasha kor jan akriit.

Obwohl dieser die geplagte Elfe noch im Gasthaus sah, sprach er sie nicht an. Sie schien ihre Ruhe zu genießen, so zog er sich zurück. Erst jajopal ging er auf sie zu, um sich über ihren Zustand zu erkundigen. Er erfuhr, dass Sera Arvalies sich ihrer annahm. Es ist erfreulich, dass jene für ihn fremde Elfe Raynisa ihre Unterstützung anbot. Gute athra wandern durch den Hort der jihatt. Sahasha-do tat sein Bestes, weitere wohlbedachte Worte zu Raynisa zu sprechen, um sie zu stärken und den vor ihr liegenden Weg zu offenbaren. Ihr Zustand war wechselhaft und dieser wird das Gefühl nicht los, etwas blieb ihm verborgen. Sollte er ihr mehr Zeit widmen?
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ddr.Peryite« (23. August 2020, 20:48)


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Sonntag, 23. August 2020, 20:48

Das größte Geschenk, das der Arbeitsscheue erhalten kann, ist ein Daseinszweck. Mag es eine Beziehung sein, für die es sich zu arbeiten lohnt, oder ein höheres Ziel, die Weisheit von Idino dem Euphorischen lässt sich nicht leugnen. Noch immer bleibt Sahasha der Daseinszweck unklar. Ist es Bestätigung? Oder reicht die Akzeptanz? Soweit er sah, kommen ruhige Momente mit Interesse und Zuhören, während Phasen von yathna der Ablehnung folgen.

Sahashas Gedanken müssen sich neu ordnen und ausrichten. Er hört Rufe nach Hilfe überall um sich herum. Er kann nicht allen folgen. Der Gang durch die Stadt zeigte das übliche Elend. Hinter den Fassaden und zwischen den Häusern herrscht Armut und Hunger. Wie in jeder Stadt sammeln sich die Bettler und Diebe, Tagelöhner, deren größte Sorge das Brot des nächsten Tages ist, Huren, Verstümmelte wie Kranke in den engen Gassen des Hafens und den nahen Barackenvierteln. Sahasha-do wandelte durch viele kleinere und größere Siedlungen, doch jedes Mal wird ihm das Herz bei dem Gedanken schwer, nur einigen wenigen helfen zu können. Wo sind die Priester und Tempeldiener, während das Leid grassiert? Die Adligen und Händler sitzen auf ihrem Reichtum, während die Armen sich im Kampf um Kupfer töten. Zwei Silber konnte er entbehren, mehr nicht ohne selbst zu hungern. Boorilna erfasst ihn.

In der Taverne bezahlte dieser sein Zimmer und kündigte es auf. Auf dem Markt gab er seine letzten Münzen für Brot. Einige Tage wird er damit auskommen. Es sollte ausreichen, bis er etwas gefunden hat. Vielleicht sollte er auf den Höfen vor der Stadt nachfragen? Es wäre nicht das erste Mal.

Sahashas Gedanken wurden zu dem Thema zurückgeführt, das ihn die vergangenen Tage so oft beschäftigte, als er in die Feste der jihatt schritt. Nachdem er die Aushänge studiert hatte, doch nichts sein Interesse weckte, erblickte Arvalies und Raynisa am Feuer der großen Halle. Als er sich näherte erhaschten seine Ohren ungedachte Worte. Raynisa erzählte Sahasha-do, Arvalies kümmere sich um sich, doch nun klangen diese Worte anders. Er sah beide eng einander zugeneigt: Arvalies verhielt sich der Elfe-voll-Leid gegenüber fürsorglich, wie zu einer ja'khajiit. Ihre Zuneigung offenbarte sich gar in einem Kuss. Jene zweite strahlte Zufriedenheit und Wohlbefinden aus. Dennoch bildeten die Worte, die er hörte, Fäden, die nicht zu den anderen passten. Er wird Raynisa darauf ansprechen, so er sie alleine sieht.
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Corentin (25.08.2020)

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Sonntag, 23. August 2020, 20:50

Die Blume verblüht, die schnell wachsenden Ranken der Verzweiflung umklammern sie und entziehen sie dem Licht. Auf jeden der abscheulichen Auswüchse, der abgeschlagen wird, folgen drei neue. Nur wenn die Wurzel gezogen wird, vermag auch die Verzweiflung verschwinden und die Blüte in neuem Glanz erstrahlen.

Sahasha-do traf Raynisa gut gelaunt an. Auf seine Nachfrage versicherte sie ihn, dass er sich keine Sorgen machen müsste. Dann begab sie sich zur Behandlung zu Kylis und der blau leuchten Argonierin. Dieser blieb nicht, um das Ende der Behandlung zu erwarten, doch er wird das Ergebnis die Tage sehen.

Was dachte sich die andere Elfe? Nicht nur handelte sie entgegen den Wünschen Kylis-kos die Heilerräume zu verlassen, damit die Ruhe gewahrt werde. Als Sahasha auf sie zutrat, mit der Bitte sich für ein kurzes Gespräch zurückzuziehen, verweigerte sie. Arvalies bestand darauf, das Gespräch an Ort und Stelle zu führen, auf die Gefahr hin, dass die Schwingungen ihrer Worte die Heiler in ihrer Konzentration störe. Sturheit und Eigennutz fesselt sie. Doch die Wahl wurde getroffen.

Wer selbst an Mangel und Schwäche leidet, wird das Leid anderer nicht beenden können. S'rendarr schenkt Sicherheit, wo Sahasha-do keine erwartete. Dieser unterzeichnete den Vertrag, den der Stellvertreter ihm vorlegte und ihm neue Möglichkeiten bot. Ob es die richtige Entscheidung war und wie und wie lange er verweilen wird, bevor die Zeit des Aufbruchs gekommen ist, wird die Zukunft zeigen.

Ein Abschnitt des Vertrags ließ ihn nachdenklich werden. Wenn Sahashas Pfad Nirni verlässt und er sich zu den Monden aufmacht, wer wird da sein und um ihn trauern? Wer sollte wissen, dass er mit Khenarthis Hilfe zu seiner letzten Reise aufgebrochen ist? Seit er ins Exil ging, gab es nur eine Person mit Bedeutung auf seinem Pfad. Viele Gesichter sah er außerhalb der Lande seiner Heimat, doch nur eines vermochte es, in sein Herz zu dringen. Sahasha bezweifelt, dass im Falle seines Gangs nach Lesw'er ihre Suche erfolgreich ist, wo dieser versagte. Aus seiner Zeit vor dem Exil gibt es kaum mehr. Sahashas Familie wartet in den Sanden hinter den Monden auf ihn. Sein Bruder ist der letzte, der auf Nirni wandeln könnte. Doch seit vielen Jahren hörte dieser nicht von ihm. Seiner Lehrmeisterin Inanna-ko verdankt dieser viel. So sie ihn trotz seines hohen Alters überlebt, soll sie wissen, dass er im Dienst S'rendarrs gestorben ist. Jenen Gedanken werden seine ehemaligen Gefährten im Adeptorium seit seinem Verschwinden tragen. Zumindest Jokazirr sollte die Wahrheit kennen, was mit Sahasha wirklich geschehen ist. Dieser bereut zutiefst, dass er damals... dass er bis heute Jokazirr in anderem Glauben ließ. Ob er verstehen würde, dass Sahasha ihn schützen wollte? Dieser war eine Gefahr, bis er es schaffte einigermaßen Kontrolle über sich zu gewinnen. Die Wildheit verging, doch die Angst blieb... Ob Jokazirrs Gedanken so oft zu diesem schweiften wie die seinen zu ihm? Ob sein Herz denselben Verlust verspürte? Sahasha wird es vielleicht nie erfahren. Nicht solange sein Fell von der Wandlung ergriffen ist.
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Corentin (25.08.2020)

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Sonntag, 23. August 2020, 20:52

Geistermond, verschwinde! Im hellen Licht der Monde, verschwinde! Sahasha-do ist nicht verloren. Sein Schwanz tanzt mit den Monden. Seine Ohren verschließen sich dem dunklen Rhythmus, der den Takt des unheiligen Lieds führt. Die Monde halten diesen unter ihrem Schutz!

Jone reinige seinen Geist, dessen Kraft er überschätzte! Finsternis drang tief in ihn ein. Fast zog sie ihn in den Abgrund, wo die Geister der Verlorenen die einzige Gesellschaft sind. Seiner Zunge entwichen bereits Worte der Verderbnis. Sie hörten sie. Kylis und Raynisa, Allion... Sie verstanden nicht, doch das ist besser so. Die Heilerin fragte nach, doch ihre Sorgen verminderten sich, als Sahasha den Schein der Kontrolle wieder gewann. Raynisa wollte auf ihn achten, doch dieser sprach den Wunsch nach Ruhe aus. Sie lies locker und gewährte. S'rendarr sei Dank, sie widersprach nicht. Er hätte viel zu erklären gehabt.

Jode segne seine Pfoten und schenkte ihnen Kraft! Der Kampf gegen die Finsternis währte lang. Er wandelte den schmalen Pfad zwischen hell und dunkel. Nur unzusammenhängende Buchstücke der Erinnerung bleiben vom vergangenen Tag. Immer lauter klang das Pochen in der Nacht. Dann folgte die Schwärze des Tages. Das Heilerzimmer, der Steg.... die Straße zur Stadt.... Er weiß nicht, was dazwischen passierte, noch was er tat. S'rendarr sei Dank, er erwachte wieder.


Monde, scheint auf ihn nieder! Erfüllt ihn mit Siir und vertreibt das Böse in ihm! Sahasha-do wirft sich nieder und erhebt seine Stimme zu ihnen. Seine Pfoten schließen sich zum Gebet, dankend für den Schutz, den sie bereits gewährten, doch gleichsam bittend um Erlösung. Nur der starke Läufer, der ganz im Vertrauen auf Jone und Jode wandelt, kann die Befreiung erfahren. Sahasha-do fällt vor ihnen nieder und singt ihre wohlklingenden Namen bis der Sand verrinnt. Er tanzt mit ihnen und preist ihren Namen. Mögen sie auf die Gebete ihres Dieners hinabschauen. Mögen sie seine Bitten erhören!

Noch immer fühlt er seinen Kopf schmerzen, doch die Nächte der Dunkelheit vergehen. Das Licht kehrt an den Nachthimmel zurück und der Nebel lichtet sich. Dennoch muss Sahasha vorsichtiger sein. An diesem Ort fern der Heimat mag er Rast finden, doch desto wichtiger ist es, dass er achtet, wann die Rufe der ewigen Finsternis und der hungrigen Katze zu groß sind. Sie sind eine Gefahr nicht nur für diesen selbst.
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Samstag, 29. August 2020, 22:16

Wolken ziehen über die weitläufige Lande und Khenarthi schaut hinab auf die Khajiit an Shabozayna, die sich dort tummeln. Sie öffnet die Tore zu ihrem himmlischen Reich, um Berge und Täler gleichermaßen mit ihren Gaben zu beschenken. Regen fällt hinab auf die trockene Erde, auf die Sande, die Wälder und das allumfassende Weltenwasser. Erst durch die Vereinigung von Khenarthi und Nirni unter Magrus' strahlendem ifo können die Pflanzen gedeihen. Ohne das Zusammenwirken der göttlichen Kräfte lägen die Felder brach, Zucker und Gemüse würden nicht sprießen.

Sahasha erinnert sich an die Geschichten, die fado erzählte. Wie Khenarthi die Wolken schuf, ihnen das Tanzen beibrachte und die Tropfen aus ihnen herausschüttelte, klingt in ihren sanften Worten in seinem Kopf wieder. Er erinnert sich, wie er bei der Feldarbeit stets in kindlicher Neugier zum Himmel schaute, um vergeblich einen Blick auf die Trägerin des Wassers zu erhaschen. Erst viel später erkannte er, dass es nicht seine Augen sind, mit denen er sie wahrnehmen kann, sondern sunej. Erneut steht Sahasha auf den Feldern. Dreck und Staub hängen an seinen Pfoten. Sanft umspielt der Wind seine Schnurrhaare. Der Hof des Bauern Etienne ist klein und und dieser einer von einer Pfote voll zrishiit. Der Herr des Hofes hat bereits viele dutzende der in diesen Landen eisigen Winter erlebt, doch schlägt in seiner Brust ein Herz der eshona. Er bot diesem für seine Arbeit nicht nur Schlafplatz und Essen, sondern auch einige Münzen an. Sahasha wird sein Bestes tun, je'm'ath zu geben.
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Samstag, 29. August 2020, 22:24

Freudenreich ist das unerwartete Wiedersehen des verlorenen Bruders. Sunej schlägt höher, denn ein Teil dessen, was auf ewig vergangen schien, ist zurückgekehrt. Ewiger Dank seien Jone und Jode, dass sie das Leid mildern. Dieser wird ihre Namen zweifach singen, denn sie bewahrten nicht nur ihn von der Seuche der Sumpfwandler. Die Monde führten diesen durch dunkle Täler und Zeiten von ranseij. Mit schweren Schritten, doch ohne Funken des Zweifels, schritt er voran, während ihm Verlust als steter Begleiter folgte. Sie hörten das Wehklagen ihres treuen Dieners und gaben ihm, was verloren erschien.

Sahasha-do trug nicht die Erwartung, so weit in der Ferne eine bekannte Seele zu treffen. Niemals dachte er jemanden seiner Familie, den er bereits so lange in den Sanden hinter den Monden vermutete, zu sehen. Dennoch... Mitten in der Stadt am großen Fluss, im dichten Gedränge der nächtlichen Trunkenbolde und Varzeva'a in der Taverne sah dieser im schwachen Kerzenschein die helle Schnauze aufblitzen. Das musterlose Fall gleich eines Senchelöwen war in knappen schwarzen Stoff und Leder gehüllt. Sanft wirkten die Bewegungen des Läufers als er um eine schlicht gekleidete Menschin tänzelte, bis diese den Rest ihres Getränkes in sein Gesicht verschüttete. Die Züge der Schnauze... das helle Fell... Es wirkte vertraut. Den Monden sei Dank, dass dieser seinem Gespür folgte und den Kater ansprach!

Als der Name fiel, erkannte dieser die Wahrheit. Ein Klang, den er seit Jahrzehnten nicht gehört hatte, doch tief in seinem Gedächtnis lag. Sahasha sah das aufgeweckte, kleine ja'khajiit, das noch keine drei Jahresumläufe erlebte. Nanna-sin erinnerte sich nicht. Zu früh kam die Grippe und zerstörte alles Bekannte. Wie er erfuhr, lies sie nicht nur Sahasha und seinen Bruder zurück, sondern auch Nanna und den seinen. Wäre Nanna alleine gewesen... Die Mondbande meinten es gut mit dem sin'khajiit. Sahashas sunej ist froh, zwei weitere Brüder als Wanderer auf Nirni zu wissen. Noch heute wird er einen Brief in die fernen Wüsten der ehemaligen Heimat aufsetzen, um den zweiten in die Arme zu schließen.

Sahasha und Nanna sprachen über Stunden miteinander. Jener erzählte nur wenig darüber, was ihm alles widerfahren ist. Doch das ist verständlich, hat er diesen doch erst wieder kennen gelernt. So sprachen sie mehr über alltägliche Dinge, über die Monde und über die Fremdartigkeit von Hochfels, wie die Menschen es nennen. Er erfuhr, dass Nannas Bruder wieder in Elsweyr sei und sich wie dieser dem Dienst der Gottkatzen verschrieben hatte. Doch die beiden Brüder scheinen selbst lange getrennte Wege gegangen zu sein. Schließlich übermannte die Müdigkeit jenen wiedergefundenen Läufer. Sahasha fragte, wo er nächtigte, doch wich jener der Frage aus. Er fragte nicht weiter nach, konnte er sich doch bereits die Antwort denken. Könnte dieser ihm doch nur einige Münzen reichen, doch er hat selbst nicht mehr als er zum Leben braucht. Sahasha hofft, dass sie sich bald wiedersehen. Ungern möchte er, dass die Pfade sich wieder trennen.
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Dienstag, 8. September 2020, 14:45

Unter dem Zeichen der Klanmutter

Die Formen der Wahrheit sind vielfältig wie die Fellstämme der Wüstenläufer. Viele jedoch glauben in dieser schweren Zeit nur noch ihrer eigener Wahrheit, die sie mit Augen, Ohren und Nase wahrnehmen. Sie blicken hinab auf die traditionellen Geschichten und sagen, sie wären suth. Sie verweisen auf Ungereimtheiten und Widersprüche, doch sehen nicht, welche Weisheiten in ihnen steckt. Jedes Wort ist so wahr, wie die Geheimnisse Azurahs selbst, doch ist ihre Bedeutung für viele nicht ersichtlich. Auf seiner Reise hat Sahasha-do selbst die Wahrheit der Legenden der Menschen erfahren.

Als sie in die Tiefe hinabstiegen, dachte dieser nicht, in eine solch riesige Höhle zu dringen. Der milde Glanz der Kristalle in den Felswänden, der die Dunkelheit stellenweise mit seinem purpurnen Licht verdrängte, strahlte eine seltsame Wärme in seinem Herzen aus. Trotz der Ferne der Gottkatzen, gedeihen dort in den Tiefen Nirnis einzigartige Pflanzen und Wesen. Gräser und Blattgewächse, riesige Pilze... sie alle, wie auch die Kreaturen, die in den Schatten lauerten, weisen sich durch ihre blasse Farben aus. Manche der Pilze strahlen gar selbst ein sanftes Glühen aus, als wollten sie das fehlende Siir ausgleichen. Sahashas erster Gedanken beim Anblick der faszinierenden Welt der Tiefen war, dass sie in die Ebene der Dämmerung selbst vordrangen. Ein Trugschluss, den dieser schnell verwarf. Der Nord der Gruppe sprach der Höhle sogleich einen Namen zu. Schwarzweite nannte er sie und erzählte von den Geschichten, die er bereits als ja'khajiit hörte: Eine unterirdische Welt soll sich über die Lande des ewigen Eises hinaus erstrecken und Raum für merkwürdige Kreaturen bilden. Einst dienten sie als Heimat der Elfen aus Metall, doch nun bevölkern die Höhlen nur noch bleiche Wanderer, die durch die Schatten huschen, und gepanzerte Insekten. Die Beschreibungen der Legende ähnelten zavi dem Ort, durch den diese wandelten. Wie alt mögen die Geschichten sein, die bei den Nordmännern von Generation zu Generation am warmen Feuer weitergetragen werden? Obwohl bei den Menschen keine Klanmütter und Mondsänger die Legenden bewahren, so sind sie dennoch erstaunlich detailreich. Dieser wird seine Ohren offen halten, um weiteren ihrer Überlieferungen zu lauschen.

So hilfreich und interessant die Erzählungen des Menschen waren, so ungestüm ist leider sein Wesen. Sicherlich ist er ein tapferer und furchtloser Krieger, der nicht leicht zu besiegen ist. Von seinem Kampfstil konnte Sahasha-do zu wenig sehen, um ihn beurteilen zu können, doch eines ist diesem besonders aufgefallen. Jorulf, wie sein Name unter den Monden lautet, neigt dazu mit yathna in den Kampf zu ziehen. Er fokussiert seine Kraft durch Wut auf den Feind, wodurch er selbst zwar einen unberechenbaren und mächtigen Gegner darstellt, doch Unvorsicht und fehlende Weitsicht seine steten Begleiter sind. Noch ist sich dieser nicht sicher, ob seine Stärke diese Schwäche ausgleichen kann, doch bevor sie erneut zusammen aufbrechen, wird Sahasha ihn beobachten, um zu erfahren, was ihn im Inneren antreibt.
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SprichtWieDrachen (08.09.2020)

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Sonntag, 13. September 2020, 19:05

Jene mögen sich umschauen! Sie klagen darüber, aus der Heimat verstoßen zu sein, doch haben sie nicht hier einen Ort, an dem sie sichere Rast finden und in Ruhe die Pfoten zu den Monden erheben können? Die Läufer erkennen nicht, dass sie ein neues Heim in der Fremde gefunden haben.

Sahashas Tage auf dem Hof verlaufen ruhig und weitgehend ereignislos. Alkosh zieht am Himmel vorüber und spendet eine milde Wärme. Unter dem Schein des Katzenauges verbringt dieser seine Zeit damit, sich um die Tiere und die Ställe zu kümmern. Auch hütet er die Ziegen auf den Wiesen bis die Dämmerung der sich verkürzenden Tage einsetzt. Am Waldesrand lauern regelmäßig die scharfkralligen Jäger auf einfache Beute, doch noch hat kein Wolf es gewagt, das Knurren zu ignorieren und sich der Herde zu nähern. Sahasha-do spürt, dass T'har Etienne ihm in der Hinsicht Vertrauen schenkt. Er merkt, dass jener mehr Sicherheit ausstrahlt, jedes Mal, wenn dieser das Schwert an seiner Seite hat. Es ist verständlich, plagen doch die Lande viele Gefahren: Die großen Wolfsrudel, die die Wälder durchstreifen, sind nur eine Gefahr. Bären und Zweiglinge, obwohl nicht sehr aggressiv, sind für den Wanderer ebenso gefährlich. Irrlichter an den Ufern der Flussarme und Seen leiten sie ins sichere Verderben. Eine der größten Gefahren sind allerdings die Barbaren aus dem Norden, so sagte jener. Sahasha-do hält seine Klinge bereit, sollten sie sich so tief in die Bangkorai verirren.

Sahasha nutzte die Zeit, die er nicht mit der zrishna verbrachte damit, die Umgebung zu erkunden und bei einem Spaziergang seine Gedanken zu sortieren. Die offenen Wiesen machten den immer dichter stehenden Bäumen Platz, als dieser den Immergünen Wald betrat. Es ist ein durchaus passender Name, hat Sahasha doch auf seinen Reisen kaum einen solch fruchtbaren Ort außerhalb des Valenwalds gesehen. Nur wenige Spuren der Menschen finden sich in dem wilden Grün aus Baumwipfeln, Büschen und Ranken, die sich östlich der Stadt am Fluss erstrecken. Es ist, als wäre dieser Ort trotz der nahen Siedlungen wie durch den Willen der Götter selbst vor dem Eingriff der Shabozayna verschont geblieben. Als dieser durch den Wald streifte, war er umso überraschter auf einer Lichtung, zu der kein Weg führte, eine steinerne Hütte zu entdecken. Das Dach war bereits von Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen und das Innere leer. Nichts zeigte an, wie lange die Hütte bereits verlassen ist, doch weiß Sahasha, dass Jone und Jode sie diesem nicht grundlos offenbart haben. So abgelegen und versteckt werden die Mauern ihm einen Ort von fanona und rasina bieten.
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Donnerstag, 17. September 2020, 15:28

Ninurta die Unbeständige fragt: "Wird nicht das Schicksal eines jeden Wüstenläufers im Ja-Kha'jay bestimmt? Ist nicht jeder Faden im Mondnetz anders geknüpft?" Der Pfad eines jeden Läufers wird nur von ihm selbst beschritten. Zeitweise finden sich Begleiter dort, wo das Netz Knoten bildet, doch setzen diese ganz eigene Schritte. Ninurta die Unbeständige fragt weiter: "Wie also soll es in der Vielfalt der Wüstenläufer nur einen rechten Pfad geben? Braucht es nicht viele Fäden, um erst ein Netz knüpfen zu können?" Es ist moraz, hinabzuschauen auf jenen, der anders auf Nirni wandelt, solange jener nur dem Licht folgt. Erst Jone und Jode selbst mögen sich ein Urteil bilden, wenn die Zeit des Aufstiegs gekommen ist.

Ein Blick des Unwissens erspähte den wiedergefundenen Bruder auf Sahashas Weg durch die Stadt. Ungewöhnlich feine, doch knappe Kleidung bedeckten den Körper des Khajiit, der dort auf der Mauer saß und über das bunte Gemenge der Bewohner und Reisenden blickte. Jener hatte Sahasha nicht bemerkt, als er aufsprang und zu einer Sejozay hintrat.. Selbst aus der Ferne sah Sahasha wie der musterlose Wanderer sie umtänzelte, bis die Menschin ihm etwas in die Pfote drückte und beide in der Menge verschwanden. Dieser ist sich sicher, was er sah, und dennoch erscheinen die Gedanken daran unruhig. Hat dieser das Leid unterschätzt oder steckt mehr dahinter? Sahasha urteilt nicht über seinen Bruder, er möchte nur verstehen, was jener, den er so lange sah, nun antreibt.
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