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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Mittwoch, 15. Juli 2020, 19:04

Wir stellen vor: Fürstin Dorn


Mysterien umgeben die zurückgezogen lebende Vampirfürstin Dorn, deren Kastell sich in den Gipfeln des westlichen Himmelsrand erhebt. Entdeckt die Geheimnisse dieser uralten Adligen in unserer neuesten Charaktervorstellung!



Eine Zusammenfassung und eine Warnung

Von Fennorian von Haus Rabenwacht

Bitte verzeiht zunächst meine verzögerte Antwort auf Eure Anfrage, meine liebe Gwendis. Ich weiß, dass wir in der Vergangenheit nicht immer einer Meinung waren, wenn es um unsere Verantwortlichkeiten im Haus Rabenwacht geht, aber bitte glaubt mir, dass ich Euch nie absichtlich täuschen oder Eures Respekts berauben würde. Selbst wenn es bei unseren Streitereien einmal etwas hitziger zugeht, vergesse ich doch nie, dass Ihr meine Schwester seid. Unsere gemeinsame Hingabe für Fürst Verandis' Sache übersteigt bei Weitem gelegentliche Querelen zwischen uns.

Wo ich gerade vom Ziel unseres Hauses spreche, meine verzögerte Antwort ist darauf zurückzuführen. Eure Bitte um Informationen zu Fürstin Dorn erreichte mich, gerade als ich nach Bangkorai aufgebrochen war. Gerüchte über eine bisher unbekannte uralte Grabstätte drangen an mein Ohr und ich entschied, dass dies einer Untersuchung würdig wäre. Ich muss Euch von dem unglaublichen Abenteuer erzählen, das ich darin erlebte. Ich traf eine Frau, die mich auf vielerlei Weise an Euch erinnerte – aber das können wir ein andermal besprechen. Es genügt zu sagen, dass ich nun verstehe, warum Ihr Felduntersuchungen als so anziehend und aufregend empfindet.

Nach meiner Rückkehr ins Kastell Rabenwacht begann ich sofort damit, alle Verweise auf Fürstin Dorn zusammenzutragen, die ich finden konnte. Eure Unwissenheit über sie ist durchaus gerechtfertigt. Dieser Name erscheint nur sehr selten im Vampirverzeichnis, das Verandis aufgebaut hat. Eine Überraschung, wenn man bedenkt, dass ihr Titel „Fürstin“ zumindest eine gewisse Verbindung zum Adel annehmen lässt. Ich begann mich zu fragen, ob es sich bei ihr nicht einfach nur um eine kleine nordische Spukgeschichte handelt, die man sich erzählt, während man darauf wartet, dass der Brocken Horkerfleisch gar wird. Sie wäre nicht das erste Phantom, dem wir nachjagen.

Aber dann erinnerte ich mich an Eure Beschreibung bezüglich ihres Kastells im westlichen Grenzland von Himmelsrand nahe dem Reik. In Eurem Brief habt Ihr erwähnt, es würde durchaus vampirisch erscheinen. Oder, wie Ihr meintet, „es verfügt über all die grausigen spitzen Dinger, unsereins überall anbringt“. Auch wenn ich mit Euch in Bezug auf die Langeweile vampirischer Architektur übereinstimme, enthielt dies doch auch einen Hinweis darauf, wie man mehr über die Vergangenheit von Fürstin Dorn erfahren könnte.

Wisst Ihr, ich glaube nicht, dass Fürstin Dorn die ursprüngliche Besitzerin dieses Kastells war. Aufzeichnungen aus Einsamkeit deuten darauf hin, dass ein Vampirklan, der sich ganz passend „Schneebrut“ nannte, das Kastell irgendwann im siebten Jahrhundert der Ersten Ära errichtete. Ich konnte kein genaueres Datum finden, denn wie Ihr wisst, sind die Nord nicht gerade die tüchtigsten Chronisten. Allerdings haben sie festgehalten, dass die Schneebrut das Kastell mithilfe örtlicher Sklavenarbeit erbaute. Sie überfielen regelmäßig Dörfer in der Gegend mitten in der Nacht und entführten jene, die stark genug für die Arbeiten waren. Offenbar ließ der Klan sie bis nahe an ihren Tod schuften, entzog ihnen dann das Blut und brachte schließlich die Leichen zurück in ihre Heimatdörfer, wo diese manchmal am Esstisch oder im Bett in grotesken, das Leben verhöhnenden Position zurückgelassen wurden.

Ihr mögt zustimmen, dass diese Art eines offenen Bösen überhaupt nicht zu dem passt, was wir über Fürstin Dorn wissen. Ihre Abgeschiedenheit ist die einzige Eigenschaft, über die wir überhaupt Gewissheit haben. Aber ich habe mehr gefunden. Nachdem die Schneebrut das Kastell fertiggestellt hatte, gingen die Übergriffe zurück, endeten aber nie ganz. Die örtliche Bevölkerung hörte manchmal jahrelang nichts von den Vampiren, manchmal sogar jahrzehntelang, und dann kam es wieder zu einem Angriff. Sie beschrieben die Überfälle als sinnlos – boshaft der Boshaftigkeit wegen. Und dann herrschte Seitens der Schneebrut wieder Stille.

Dann, im Jahr 1Ä 1.030, kam eine Altmer in die Region. Die Geschichten beschreiben sie als würdevoll, kultiviert und leicht aufgeblasen. Ein Nord schrieb: „Gerade als das letzte Sonnenlicht am Horizont verschwand, erschien diese Elfin auf einem Pferd. Sie war schön, für eine Elfin. Ich weiß nicht, ob ich je so edle Kleidung gesehen hatte oder jemals wieder sehen werde. Sie war definitiv nicht für die Kälte angezogen. Aber sie schien ihr auch nichts auszumachen.

Als sie ans Nachtfeuer meines Wachtpostens trat, hörte ich, wie sie ein Treffen mit unserem Jarl verlangte. Es klang mehr wie eine Forderung, trotz ihrer höflichen Worte. Ich musste leicht kichern und entgegnete, dass sich unser kleines Dörfchen noch nicht ganz einen Jarl verdient hatte. Sie schnaubte etwas und wollte dann wissen, wer hier das Sagen habe. Nun, natürlich konnte ich ihn nicht wegen einer alten Dahergelaufenen wecken, weshalb ich fragte, worum es ginge. Und da meinte sie, dass sie die ganze Schneebrut ausrotten könnte. Ihr könnt Euch sowas von gewiss sein, dass ich so schnell lief, wie ich nur konnte, und Thornir herbeizerrte.“

Ich ging mehrere Aufzeichnungen aus der Handvoll kleiner Dörfer durch, die das umgeben, was nun als Kastell Dorn bekannt ist, und bei allen stimmen die Einzelheiten weitgehend überein. Diese mysteriöse Altmer erscheint in der Dämmerung und verlangt nach einem Treffen mit den Fädenziehern. Bei diesen Treffen behauptet sie, sie könnte die Schneebrut auslöschen und den Übergriffen ein Ende bereiten. Im Austausch verlangt sie nur den dauerhaften Besitz des Kastells bis in alle Ewigkeit. Da die Nord überhaupt nichts mit diesem verfluchten Ort zu tun haben wollten, stimmten sie alle ihren Bedingungen zu. Danach verkündete sie den Dorfbewohnern, sobald sie Rauch aus dem Kastell aufsteigen sehen würden, könnten sie sich sicher fühlen. Die Schneebrut würde es nicht mehr geben.

Es gibt nur eine Aufzeichnung über das letzte Mal, dass man sie außerhalb des Kastells gesehen hat. Ich habe sie nachfolgend vollständig übernommen:

„Ich sah, wie die Elfin auf ihrem Pferd zum Tor ritt, das den Bergpass blockiert. Die anderen meinten, ich solle sie in Ruhe lassen, aber ich hatte noch nie eine Elfin gesehen und sie verhielt sich so merkwürdig. Ich folgte ihr mit etwas Abstand und hoffte, sie würde mich nicht sehen. Als wir dem Kastell näherkamen, blieb sie stehen und blickte mich direkt an. Keine Ahnung, woher sie es wusste – ich bin der beste Leisetreter im ganzen Dorf. Aber als ich ihr Gesicht sah, hatte sich da etwas verändert. Ihre Augen wurden schwarz und ihre Haut grau. Alles, was sie sagte, war: ‚Eure Neugier zu befriedigen, ist Euer Leben nicht wert, kleiner Mann.‘ Dann ritt sie den Hügel hinauf.

Ich blieb dort und holte kurz Luft. Ich meine, sie wirkte so gruselig. Und da hörte ich die Schreie aus dem Kastell. Sie hallten durch die Luft und waren dann plötzlich wieder verstummt. Von meiner Position aus konnte ich ausmachen, dass die Schreie aus verschiedenen Teilen des Kastells kamen. Als würde sie sich Raum für Raum hindurchbewegen. Nach einer Weile war alles still. Dann stieg Rauch auf, genau wie sie es prophezeit hatte. Aber sie hatte nicht erwähnt, dass er stinken würde. Es erinnerte mich daran, wenn die Jäger ein Mammut zurückbringen und wir uns um die Kochgrube versammeln und so viel essen, wie wir können. Jedenfalls rannte ich nach Hause und sah die Elfin nie wieder.“

Gwendis, wenn es in dieser Geschichte wirklich um Fürstin Dorn geht, dann glaube ich, dass es Euch überaus Sorge bereiten sollte. Diese Vampirin eliminierte einen ganzen Klan boshafter Schrecken im Alleingang. Die Stärke, die sie besitzen muss, könnte wohl das gesamte Haus Rabenwacht überwältigen, erst recht ein einzelnes Mitglied. Vielleicht sollten wir ihre Verschlossenheit gegenüber sozialer Interaktion als Zeichen dafür sehen, sie besser in Ruhe zu lassen.

Ich kann mir bildlich vorstellen, wie Ihr mit den Augen rollt. Ich würde Euch nie darum bitten, einer Untersuchung nicht nachzugehen. Aber bitte beherzigt meine Warnung. Ich würde es nicht ertragen, ein Familienmitglied zu verlieren.

In aller Aufrichtigkeit und Hingabe,

Euer Bruder, Fennorian



Ihr werdet die Gelegenheit haben, Fürstin Dorn in Kastell Dorn – einem der beiden neuen Verliese aus der bald erscheinenden DLC-Verlieserweiterung „Stonethorn“ – selbst zu treffen. Lasst uns wissen, ob ihr schon aufgeregt seid, euch dieser uralten und gefährlichen Vampirin von Angesicht zu Angesicht zu stellen – über @TESOnline_DE, Instagram oder Facebook. Wir haben euch gewarnt!

Als Teil des jahresumfassenden Abenteuers „Das Schwarze Herz von Skyrim“ erscheint die DLC-Spielerweiterung „Stonethorn“ schon bald für PC/Mac, Xbox One, PlayStation®4 und Stadia. Diese neue DLC-Spielerweiterung erscheint zusammen mit Update 27, einer kostenlosen Aktualisierung des Grundspiels für alle ESO-Spieler.