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Llynya

Novize

  • »Llynya« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 48

Gilde: Ghorbash Clan

Allianz: Dolchsturz-Bündnis

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Samstag, 10. August 2019, 09:21

Von Versprechungen und gemeinsamen Träumen

DISCLAIMER: benutzte Bilder, ESO und Musik gehören mir nicht und ich mache damit auch kein Geld.

CLAIMER: ursprünglich vor 3 Jahren auf Englisch im Rahmen eines Schreibwettbewerbs erschaffen - basierend auf RP - habe ich mich spontan entschieden, das Ganze nun doch mal ins Deutsche zu übersetzen und hier erneut zu posten. Am Ende findet sich im Spoiler die englische Originalfassung. Ich würde auch zum Original verlinken, glaube aber, das ist nicht erlaubt.

MUSIKALISCHE Untermalung: The Originals 2x07 Near Light (Olafur Arnalds)

Er stirbt! Bei den Göttern, warum hat er mich weggeschickt? Nur einen Moment habe ich nicht aufgepasst...Warum brachte ich ihn überhaupt in diese Ruine, wo ich doch wusste, dass es für ihn gefährlich werden würde?! Wir wollten die Magiergilde in Dolchsturz aufsuchen, nicht eine Ruine auf dem Weg!

Ich half ihm, ein paar seiner Tränke zu nehmen, dennoch: das Leben verließ ihn mit jedem schmerzhaften Atemzug! Ich musste etwas tun! Meine Gedanken rasten, hin- und hergerissen, seine Seite zu verlassen, um Hilfe zu bekommen oder an seiner Seite zu bleiben. Aber er schickte mich weg, versichernd, alles würde gut werden... Oh, wie ich doch wusste, wie er sein Leben für das größere Wohl opfern würde, so eilte ich so schnell wie möglich zurück!

Er erwachte gerade von schrecklichen Albträumen, als ich zurückkehrte und versuchte fast, mich zu töten, entspannte sich aber im nächsten Augenblick. Vorsichtig näherte ich mich ihm und überprüfte seine Wunden, während er etwas von egoistischen und verantwortungslosen Göttern murmelte. Die meisten Wunden waren in der Tat bereits besser geworden und ein kleiner Seufzer der Erleichterung entkam mir. Seine Philosophien gingen weiter, aber ich kommentierte sie nicht. Es war klar, dass er nur reden, keine Meinungen hören wollte.

Im nächsten Augenblick hörte er aber doch auf und ich sah verwundert zu ihm auf. Sein intensiver, bestimmter Blick war fast einschüchternd. Aber es war nichts im Vergleich zu seinen folgenden Worten: er wollte dieses Leben nicht mehr weiterführen, denn er wollte den Willen eines Gottes brechen und bat mich um Hilfe. Sprach er im Fieberwahn? Ich verstand nicht, was er sagen wollte oder zumindest wollte ich nicht verstehen. Meine darauffolgende Strategie bestand darin, klare Antworten zu vermeiden und selbst ausweichende Fragen zu stellen.

"Ich würde alles tun, um endlich ich selbst zu sein und mein eigenes Schicksal zu wählen.", erklärte er schließlich.
"Jeder sollte so leben, wie er es möchte." Wie oft hatte ich das zu mir selbst gesagt? Ich war hin- und hergerissen zwischen Wut und Angst, Wut und Belustigung, Wut und sogar so etwas wie dezenter Freude... es war verrückt. Er brauchte mehr Ruhe. Die Wunden beeinflussten ihn noch immer...

"... dann lass mich hier..." Ich erschrak. Was? Ich hatte die Worte fast überhört, während ich in tiefen, beunruhigenden Gedanken hin- und her gelaufen war. Mein Blick traf seine Augen. Sie drückten immer noch eine tiefe Überzeugung aus das Richtige zu tun. Nun verstand ich: ich hatte keine Chance und hatte nie eine, von Anfang an... Wie konnte ich ihm verwehren, was mir selbst meine eigene Überzeugung diktierte? Jetzt wurde ich wirklich wütend und versuchte noch mehr ihn davon abzuhalten! ... Ergebnislos!


"Versprich mir dich deswegen nie schlecht zu fühlen.", bat er mich mit schwacher Stimme, Blut befleckte unsere Gesichter und die Kleidung. Meine schwarzen Fingernägel verkürzten sich und ich steckte die blutige Hand zurück in ihren Handschuh. Alles, was ich fühlte, war Ekel vor mir selbst mein Credo verraten zu haben, aber er hatte, was er wollte. Eine Wahl, eine Chance zu helfen... ein weiteres Leben. Er hatte jedes einzelne Argument, das ich vorbrachte, zerquetscht. Daher war das einzige, was ich antworten konnte: "Ich versuche es." Es brauchte Zeit.

Ich hatte viel, während ich ihn sterben sah. Das Schlimmste war das Warten, während ich seinen leblosen Körper für mehrere Tage bewachte. Dann, als er erwachte und ich seinen ersten Hunger, sein Leiden bekämpften musste. Es fühlte sich an, als sei es eine Ewigkeit her.

Jetzt versuchte er mir zu helfen, half mir mit meiner... unserer Suche. Er hatte sein Schicksal mit meinem geteilt, benutzte sogar ungewöhnliche Jagdmethoden, für die ich ihn verspottete. Er bereute nichts und war immer noch der selbe hoffnungslose Narr, der jedem half, soweit er konnte. Insgeheim bewunderte ich ihn sogar. Ich hätte glücklich sein sollen.

Stattdessen hatte er mich nun vor einer Weile verlassen und kam nicht zurück. Ich wusste nicht mal, wohin er gegangen war. Er hatte eine Spur, bestand aber darauf, alleine zu gehen. Warum? Was war passiert? Wut übermannte mich mit einer Wucht, die ich nicht ertrug. Kindheits-Erinnerungen kämpften sich ihren Weg hoch, gepaart mit der Wut und einer tiefen, alten Furcht.



Eine kleine Bretonin mit großen stahlblauen Augen folgte aufmerksam jeder Bewegung vor ihr. Die kleinen, blassen Hände umklammerten den Türrahmen, während sie ihren Vater beobachtete, als der Bogen und Köcher schulterte. Ihre Mutter schloss den Gürtel mit der Dolchscheide. Sie bereiteten sich auf eine weitere Abreise vor.
"Wo geht ihr hin?", fragte das Mädchen, ein paar der langen, schwarzen Strähnen fielen ihr ins Gesicht, als sie sich mit dem Kopf gegen den Türrahmen lehnte. Sie wusste, sie würden zurückkommen, dennoch fühlte sie sich unwohl, wann immer sie gingen. "Wie lange werdet ihr weg sein?" Keine ihrer Fragen wurde anständig beantwortet. Ihr Vater kniete vor ihr nieder, strich ihr die Strähnen aus dem Gesicht hinter ein Ohr. Er küsste ihre Stirn und streichelte ihr über den Kopf. Ihre Mutter zog sie in eine kurze Umarmung. “Wir sind bald zurück.”, versprachen beide.
Sie hatte gewartet. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit hat. Sie kamen nie zurück!



Wut kroch ihr durch Venen und Gesichtszüge. Mit einem Platschen landete das Glas in ihren langen, blassen Fingern in der See unter ihr.Sie ballte die Hände zu Fäusten und versuchte den Halbmond nieder zu starren. „Komm zurück, du Narr! Wir haben eine Suche zu beenden! Einen Traum zu erlangen!!”, brüllte sie von der Turmruine herunter, auf der sie stand. Tränen kämpften sich ihren Weg hinauf und ihre Beine versagten ihr den Dienst. Sie fiel auf die Knie wie eine Puppe, deren Schnüre getrennt wurden. Ihre Arme umschlangen sie, die Tränen brachen durch die jetzt niedergerissenen Wände, die sie um sich aufgebaut hatte. “Verlass mich nicht…”, schluchzte sie.

Der sanfte, kalte Wind strich um ihre Gestalt, wirbelte das schwarze Haar in feinen Strähnen in das versteinerte Gesicht. Stimmen drangen an ihre Ohren. Irgendetwas über eine Verrückte und ihren Traum...


Die englische Originalfassung: Promises and Dreams

Spoiler Spoiler




He's dying! By the Gods, why did he send me away? One moment I hadn't paid attention… Why did I bring him to this ruin in the first place, knowing it was dangerous for him?! We were going to visit the Mages Guild of Daggerfall, not a ruin on our way!I helped him to drink some of his potions, but still: life was leaving him with every painful breath! I had to do something! My mind was racing, torn between leaving his side to get further help or staying beside him. But he sent me away, reassuring everything would be OK... Oh, I knew he would have sacrificed his own life for the greater good, so I rushed back as soon as possible!

Awaking from terrible nightmares, he almost tried to kill me as I returned, but he relaxed in the next instant. Carefully I closed in and checked his wounds, while he was mumbling something about egoistic and irresponsible gods. Most wounds were better indeed and a small sigh of relief escaped me. His philosophies went on, but I didn't comment them. It was clear, he just wanted to speak, not hear any opinions.

In the next moment he stopped and I looked up to him in wonder. His intense, decisive stare was almost intimidating. But it was in no way inferior to his words following: he didn't want to live this life any further, because he wanted to break a gods will and begged me to help him. Was he still in delirium? I didn't understand what he wanted to say or at least I didn't want to. My following strategy included avoiding clear answers and asking avoiding questions myself.

“I would do anything to be finally myself and to choose my own fate.”, he simply stated in the end.
“Everyone should live as they want to.“ How often did I say that to myself? I was torn between anger and fear, anger and amusement, anger and even something like mild joy… It was insane. He needed more rest. The wounds still affected him…

"... then let me here..." I startled. What? I did overhear his words almost, while pacing up and down in deep troubling thoughts. My gaze met his eyes. They still expressed deep conviction to do the right thing. Now I understood: l had no chance and never had one since the beginning... How could I deny him what my credo dictated me? Now I got really mad and tried even more to keep him from it! ... Fruitless!



„Promise me to never feel bad about it.“, he asked me with a weak voice, blood staining our faces and clothes. My black fingernails grew shorter and I put the bloody hand back in its glove. All I felt was disgust for myself betraying my credo, but he had, what he wanted. A choice, a chance to help… Another life. He had crushed every single argument I had. So everything I could answer was: “I try.” It needed time.

I had a lot, while I had seen him dying. The worst was to wait while watching his lifeless body for several days. Then he awoke and I had to fight his first hunger and suffering. It felt like an eternity ago.

Now he tried to help me, helping with my… our quest. He had shared his fate with me, even used unorthodox hunting methods I ridiculed him. He regretted nothing and was still the same hopeless fool, helping everyone he could. Secretly I admired him even. I should have been happy.

Instead he had left a while ago now and didn't come back. I didn't even know, where he went. He had a trace, but insisted to do it alone. Why? What had happened? Anger got the better of me with a force I couldn't stand. Childhood-memories forced their way up paired with the anger and a deep, old fear.



A small Breton with big steel-blue eyes closely followed every movement in front of her. The small, pale hands clutched the door frame, watching her father, as he shouldered his bow and quiver. Her mother closed the belt with the dagger sheath. They prepared for another leave.
“Where are you going?”, the girl asked, some long, black strands of hair fell in her face, as she leaned in against the door frame with her head. She knew, they would come back, but still it felt uncomfortable every time they left. “How long will you be gone?” None of her questions were answered properly. Her father knelt down before her, brushed the strands out of her face and behind her ear. He kissed her forehead and pet her head. Her mother put her in a short embrace. “We're back soon.”, both promised. She did wait. It felt like eternity. They did not!



Anger crept in her veins and mimic. With a splash the glass between her long, pale fingers landed in the sea beneath. She clutched her hands to fists and tried to stare down the crescent moon. „Come back, you fool! We have a quest to finish! A dream to acquire!!”, she screamed from the ruin tower, she was standing at. Tears forced their way up and her legs refused to hold her. She fell to her knees as if strings of a puppet were cut. Her arms wrapped around her, tears broke through the now shattered walls she had built around her. “Don't leave me…”, she sobbed.


The soft, cold wind swept around the figure, twirling the black hair in fine strands in the stony face. Voices reached her ears. Something about a madwoman and her dream…

Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von »Llynya« (10. August 2019, 10:37)


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Spiffypurse (10.08.2019), Taleey (10.08.2019)