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Mittwoch, 9. Januar 2019, 23:11

Veränderungen bestimmen das Leben

Sie erwachte wieder einmal in der Dunkelheit, welche sie nun fast immer umgab. Durst weckte sie, aber sie wusste, dass dieser jetzt nicht gestillt werden konnte. Bedächtig erhebt sie sich von ihrer Lagerstätte. Für ein bisschen Stroh hatte es noch gereicht, bevor sie aus der Stadt flüchten musste.
Warum hatte sie nicht an wichtiger Dinge gedacht? Ein Dolch, etwas Gold - Dinge, welche einen Nutzen hatten. Wut keimte in ihr auf. Wut auf sich selber, auf die Vertreibung aus der Stadt, in welcher sie sich sicher gewähnt hatte, Wut darüber, wie sich ihr Leben entwickelt hatte.

Ihre Arme knickten ein und das bedächtige Erheben hatte sich für sie erledigt. Sie war so durstig, so schwach, denn schliesslich musste sie die ganze Nacht hindurch vor ihren Verfolgern und Peinigern flüchten.
Sie tastete nach ihrem linken Schulterblatt und spürte die Brandwunde, welche die Haut nicht nur versengt hatte sondern regelrecht verbrannte, als der Pfeil einschlug. Sie stöhnte auf, als sie an die Schmerzen dachte, welche sie erfüllt hatten, als sich die Flammen auf ihrem Rücken auszubreiten begannen.
Geistesgegenwärtig hatte sie nach hinten gegriffen, im Lauf, und den Pfeil heraus gerissen. Der Schmerz nach der Ruhe war gar nichts im Vergleich mit den Höllenqualen, welche sie erleiden musste, als ihre Hand den brennenden Schaft gepackt hatte. Der Moment als der Pfeil das Fleisch heraus riss hallte in ihrem Kopf nach und sie verfiel wieder in einen unruhigen Schlaf.

"Karotiana, steh auf du Faulpelz. Dein Vater wartet auf dich.", die helle Stimme ihrer Mutter erreichte sie gerade in dem Moment, als Karotiana davon träumte, wie sie die glänzende Stadt Vivec betrat. Lange war sie in ihrem Traum gereist, bevor sie die Region der Ascadia - Inseln erreichte und mit dem Erreichen war die Insel Vvardenfell nicht mehr weit. Wie gross doch der Unterschied zu ihrem heimischen Wald war hatte sie gedacht, als sie in ihrem Traum die künstlich angelegten Inseln erblickte, welche mit der Nord-, West- und Ostbrücke mit dem Festland verbunden war. Als sie durch die Tore der Stadt trat war sie direkt im Trubel der Stadt gefangen. So viele verschiedene Rassen und Schichten tummelten sich auf den Strassen und wuselten zwischen den neun Wohninseln hin und her. Sie war sich sicher, dass hier egal zu welcher Tages - und Nachtzeit sicherlich immer was los war. Nicht so wie in ihrem Dorf. Gerade als sie das Wahrzeichen der Stadt - das Ministerium der Wahrheit im Tempelbezirk erblickte wurde sie von ihrer Mutter unterbrochen.
Langsam öffnete sie die Augen. "Ich bin ja schon wach Mutter", murmelte sie schlaftrunken und bemerkte zu ihrem Leidwesen, dass Dunkelheit vorherrschte, als sie durch den Vorhang am Fenster linste.
"Auf, auf, du weisst, dass dein Vater es hasst, wenn du ihn warten lässt. Heute ist der Tag, auf welchen du schon hingefiebert hast." Ihre Mutter lächelte und mit diesem Lächeln griff sie nach dem Eimer neben dem Bett und leerte das Wasser über Karotiana aus. "Und nun steh auf!"
Ein Schrei entwich Karotiana und sie wollte gerade etwas nach ihrer Mutter werfen, aber diese war schon wieder im anderen Raum verschwunden.


Heute war der Tag an dem sie endlich alt genug war um einen Wächter an ihre Seite zu bekommen. Sie war gespannt, welcher Wächter sie wählen würde.

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Freitag, 11. Januar 2019, 14:55

Sie verliess mit ihrem Vater das Dorf Mathiisen noch vor dem Sonnenaufgang und sie gingen schnellen Schrittes in die angrenzenden Wälder, was Zeit in Anspruch nahm. Karotiana war schon häufig genug mit ihrem Vater Baenhil schon in den Wäldern gewesen. Von dem hochgewachsenen Mann mit den fast schon weiss anmutenden Haaren hatte sie alles gelernt, was wichtig für das Überleben in dieser Gegend war.
Sie mochte es, dass seine eisgrauen Augen auf ihr ruhten, wenn Baenhil ihr mal wieder eine Aufgabe anvertraut hat, welche sie auf die Prüfung stellen sollte, ob sie die Lehren, welche er ihr Tag für Tag angedeihen liess auch wirklich verstanden hatte. Noch mehr mochte sie den Glanz der Liebe, welcher seine Augen erfüllte nachdem sie die Aufgabe gemeistert hat und dies zu seiner Zufriedenheit.
Lange hatte sie nun gewartet und viel gelernt von ihrem Vorbild, so dass sie nun, da sie das einhundert achtzigste Lebensjahr erreicht hatte, endlich darauf hoffen konnte, dass ein Begleiter sie auswählen würde.


Vor 10 Jahren war sie so versessen darauf gewesen, dass sie ihren Vater fast schon dazu zwang die Prüfung zu beginnen. Die Liebe zu seiner Tochter hatte ihn dazu verleitet ihr nach zu geben, aber nach drei langen Tagen und Nächten musste sie aufgeben und war niedergeschlagen ohne Begleiter wieder in das Dorf zurück gekehrt.


"Heute soll es anders werden!", ging es ihr durch den Kopf, als sie mit Baenhil die Lichtung erreichte, welche der Platz der Suche für sie sein sollte. Das Licht des Morgens durch drang schon das Blätterdach und ihr Vater drückte sie wortlos an sich, gab ihr einen kurzen Kuss und wandte sich zum gehen.
Es dauerte nicht lang, da konnte Karotiana nur noch die schlohweissen Haare ihres Vaters ausmachen, als die braune Lederrüstung mit den Wald verschmolz.
Sie öffnete die Schliesse ihres grünen Umhanges und legte diesen ab. Unter ihm kam die selber erdig braune Lederrüstung zum Vorschein, wie ihr Vater sie selber auch trägt.
Jeder Hüter ihrer Familie bekam diese Rüstung. Sie setze sich in das, vom Morgentau, noch nasse Gras und wartete.


Wie lange würde es diesmal dauern?

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