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Aliisa

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1

Freitag, 5. Oktober 2018, 17:50

Florence Dumont

Tabellarische Kurzfassung

Eigenschaft
Werte
VornameFlorence
NachnameDumont
GeburstnameRousseau
optisches AlterAnfang bis Mitte 30
Alter37
Geburtsdatum19. Sonnenhöhe 2Ä 549
Geburtsdatum entspricht19.08.1981
Augenfarbewarmes braun
Gewichtschlank (normal)
Größeeher klein (um 160)


Beschreibung

Florence ist eine eher kleine Frau um die 160 mit schlanker Figur. Sie hat dem ersten Eindruck nach die magische Grenze des Alters von 30 Jahren bereits überschritten. Ihr ebenmäßiges, fein und elegant geschnittenes Gesicht zeigt durch erste Andeutungen von Fältchen, dass sie keine junge Frau und erst Recht keine Jugendliche mehr ist. Den langen und schlanken Händen mit den praktisch kurz geschnittenen Nägeln sieht man an, dass sie regelmäßig einer Arbeit nachgeht, obwohl sie gut gepflegt sind. Wenn Florence spricht oder singt ist ihre warme Altstimme zu hören.

Ihre Haare zeigen sich genau wie ihre Augen in einem warmen Braunton. Auch ihre Haut weist einen warmen, leicht bräunlichen Ton auf, der nicht notgedrungen der Sonneneinstrahlung geschuldet sein muss. Ihr Körper macht einen harmonischen Eindruck und Florence hat natürlich wirkende Gesten und Bewegungen, die den Anschein erwecken, dass sie sich in ihrem Leib heimisch fühlt. Florences Schultern und Hüften sind eher schmal, die Brüste klein aber fest. Ihre Taille ist deutlich ausgeprägt. Darunter zeigt sich das zu ihren Körperformen passende Gesäß. Auffallen könnten ihre wohlgeformten Beine: Schöne Schenkel und Waden, schlanke Fesseln, elegante Formen.

Am linken Ringfinger trägt sie einen doppelten schlichten Goldring.


Sonstiges

Oft kann man Florence mit einem Block und einem Mäppchen mit verschiedenen Kohle- und Bleistiften oder auch mal einer Tintenfeder an einem Tisch oder auch in der Natur sitzen sehen und mehr oder weniger versonnen Ornamente, Figürliches, Pflanzliches oder dergleichen zeichnen und immer weiter abstrahieren sehen. So hat sie meist auch eine Umhängetasche mit eben diesen Utensilien dabei, um sich nur ja kein besonders gelungenes Motiv entgehen zu lassen. Gerade die vielfältigen Formen der Pflanzen scheinen es ihr angetan zu haben und tauchen oft in ihren Zeichnungen auf.

Dort finden sich dann meist auch am Ende der Arbeit mit einer der Formen eine Zeichnung auf einem nur zart angedeuteten Teller, Krug oder einer Kanne, um die sich dann eine Ranke windet, oder ein aus den Formen abstrahiertes beinahe abstraktes Ornament windet. Manches mal verwendet sie dazu auch Farben, meist jedoch sind es Zeichnungen, die ihre Mappe bevölkern.


"Florence schräg von vorn"




"Florence halb schräg"




"Florence im Profil"



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Aliisa

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2

Freitag, 5. Oktober 2018, 17:59

Nordspitz, 1. Eisherbst des Jahres 2Ä586

Auf dem Weg vom Strand zu ihrer Werkstatt im Küstenweg 5 in Nordspitz wurde Florence von der Briefträgerin aufgehalten, welche der kleinen Frau mit der Umhängetasche, aus der die Ecken einiger nur schlecht hineingesteckter Zeichnungen lugten, einen Umschlag aushändigte.

Ungeduldig öffnete Florence noch während des Weitergehens den Umschlag, nachdem sie das Wappen der Baronie Nebelwald auf der Rückseite erkannt hatte mit ihrem Zeigefinger und überflog die Zeilen. Ein fröhlicher Hopser und und ein leises Juchzen quittierten die erfreulichen Worte und die Einladung, in drei Tagen sich und ihre Erzeugnisse vor der Freifrau präsentieren zu dürfen. Vielleicht würde sich ja tatsächlich noch alles zum Guten wenden!

Nach einem kurzen Plausch mit ihrer Nachbarin, Madame Martin, stand sie schließlich vor ihrem kleinen Geschäft. Links und rechts des freistehenden Hauses waren je nur ein sehr schmaler Raum zwischen diesem und dem Nachbarhaus, vielleicht etwas mehr als die schmale Schulterbreite der Töpferin. Ein paar Bretter versperrten diese schmalen Durchlässe. Das Haus im Küstenweg 5 hatte nur eine schmale Front: Eine Ladentüre auf der linken Seite und ein Schaufenster rechts daneben, in welchem zwischen zwei größeren und lebendig wachsenden Grünpflanzen, die aus irdenen Vasen auf der linken und rechten Seite hervorquollen, diverse eher praktische Erzeugnisse ausgestellt waren, mit denen Florence hier im bodenständigen Nordspitz den größten Umsatz machte. Trotzdem hatten neben die schlichteren Services, Platten, Terrinen, Kannen und Teepötte auch ein paar kunstvollere Erzeugnisse ihren Weg gefunden: Dünnerwandige Gefäße mit zarten Farben und floralen Ornamenten, die schlicht aber lebensecht die Formensprache der Natur wiedergaben.

Nun mit dem Abschied in Aussicht, betrachtete Florence ihr bisheriges Lebenszentrum noch einmal mit ganz frischem Blick, wie ihn vielleicht ein neugieriger, aber fremder Besucher gehabt hätte. Die Vorderfront könnte einen neuen Anstrich gebrauchen, aber das würde nun nicht mehr ihr Problem sein. Als sie die Tür öffnete, erklang die sanft tönende Türglocke und nach dem kühlen Wind von See auf der Straße umgab sie nach dem Eintreten eine nicht abgestandene Wärme, eine ganz andere Art von Frische als die kühle Seeluft sie draußen geboten hatte.

In der Luft lag der süße Duft von Kräutersäckchen, die wie Kokons von den Balken herabhingen. Überall grünten Pflanzen. Sie ergossen sich aus Hängetöpfen, tasteten sich aus großen Keramikwannen zur Decke herauf und schlugen ihre Ranken in die Ritzen der silberweißen, vom Wetter gezeichneten Scheunenlatten, mit denen die Wände verkleidet waren. Ein sanfter Luftzug bewegte die Blätter und verteilte den würzigen Geruch nach Kräutern.

Gelegentliches harmonisches Erklingen von Windspielen unterbrach die andächtige Stille im Verkaufsraum. So früh am Tag verirrte sich selten jemand in Florence' Geschäftsräume. Sie blickte sich um und sah die Farben der Erde: Gedämpfte Brauntöne, Siena, Umbra, blasses Gelb. Sie sah Farnwedel, Philodendron, Efeu, Immergrün und Dickblatt. Sie sah Töpferwaren - Vasen, Blumentöpfe, Terrinen, Amphoren, Urnen, tönerne Becher, Tassen, Krüge, Teller, Fingerschalen. Es gab Glöckchen und Windharfen aus Keramik, massive Kochtöpfe und winzige Schnupftabakdosen. Sämtliche Gegenstände waren mit Geschmack und Bedacht arrangiert, auf Regalen und Schränkchen aufgestellt, und im Zentrum des ganzen stand ein mächtiger Tisch aus Wurzelholz, der für acht Personen gedeckt und mit Schnittblumen in einer zierlichen Fayence-Vase geschmückt war.

Die stille Atmosphäre hatte für sie mit einem Mal Anmutungen von Kemenate, Schlafboudoir, Sakristei. Florence lächelte und war froh, dass ihr auch mit dem frischen, neuen Blick gefiel, was sie gestaltet und geschaffen hatte. Eine graugetigerte Katze strich um ihre Beine und ließ ich buckelnd den Rücken streicheln. Auf dem Tresen mit der Kasse stand eine kleine Klingel. Florence blickte sich um. Falls sie wirklich in den Nebelwald ziehen würde, müsste sie wohl einen Fuhrmann die schwereren Dinge transportieren lassen, aber ihre Schätze, die Werke ihrer eigenen Hände, würde sie selbst mitnehmen.

Das Hinterzimmer, welches mehr eine Art Flur zur Werkstatt darstellte, von dem aus auf der einen Seite die Treppe nach oben abging und auf der anderen Seite ein gußeiserner Ofen und eine kleine Anrichte stand, auf welcher eine tönerne Teekanne und ein Stövchen bereitstand sowie aus Beutelchen der Duft verschiedener Kräutertees die Nase kitzelte, durchschritt Florence geschwind und stand in ihrer Werkstatt. Wie von selbst griff sie nach ihrem Kittel, der an einem Nagel neben der Tür hing und band ihn sich um, woraufhin er wie eine Robe an der Töpferin herunterhing.

Hier in ihrer Werkstatt war es immer noch heiß, es roch stark nach der Tonerde, die alles mit einer feinen dünnen Staubschicht überzogen hatte, wie vulkanische Asche oder die Spuren eines Wüstensturms. Luftdichte Beutel aus mit Wachs getränktem Leinen enthielten ihre Vorräte an Ton. Auf einem kleinen Tisch, so dass sie von allen Seiten gut daran arbeiten konnte, stand ihre Töpferscheibe, welche durch Pedale angetrieben wurde und Becher mit diversen hölzernen Werkzeugen. Der Brennofen, der so groß wie ein Pfefferkuchenhaus war und neben dem sich Holzscheite und Kohle stapelten, sah von außen aus wie immer, auch wenn er nicht mehr zu gebrauchen war. Auf den Wandborten standen ungebrannte Stücke im Trockengestell. Diverse Eimer mit Glasuren reihten sich an der Wand entlang auf.

Kurz war Florence versucht den angebrochenen Beutel mit Tonerde zu öffnen und sich eine Handvoll nassen Ton herauszugreifen. Dessen Feuchtigkeit und Plastizität regte nach wie vor ihre Kreativität an und reizte sie, ihm immer noch ausgefallenere Formen zu entlocken. Aber was nutzte es, ohne die Möglichkeit brennen zu können? Ihr Backofen war lange nicht heiß genug, Ton musste bei 900°C bis 1100°C gebrannt werden, was den Brennofen denn auch so teuer machte. Zumal er sich regeln lassen musste, beim Schrühbrand oder Rohbrand, bei dem gut durchgetrocknete Töpferwaren zu sogenannten Scherben beziehungsweise Grünwaren wurden, Tonwaren noch ohne Glasur, musste die Temperatur in der ersten Phase bis etwa 600°C langsam gesteigert werden, damit die restliche Feuchtigkeit noch ohne ein Missgeschick entweichen konnte. Der Brand der Tonwaren gehörte zu den kritischsten Arbeitsschritten, denn wenn die Tonmasse nicht richtig verarbeitet worden war, konnte es passieren, dass die Tonwaren rissen oder schlimmstenfalls regelrecht explodierten.

Genau das musste hier passiert sein. Florence hatte zwar die eine, größere Plastik, welche sie gebrannt hatte, stattliche vier Wochen durchtrocknen lassen, doch war es wohl trotz allem zu früh gewesen. Die Wucht der Explosion hatte das Innere ihres Ofens ruiniert. Vielleicht könnte ein versierter Ofenbauer noch etwas retten, aber auch das wäre sicher zu teuer für ihre angespannten finanziellen Verhältnisse. Die Einnahmen aus Pauls Krämerladen, welche früher Florence Talent, ihre Berufung mehr zum Nebenerwerb gemacht hatten, fehlten seit Pauls Tod einfach an allen Ecken und Enden.

Sie seufzte und trat zu einer schmalen Tür zwischen zwei Regalen, welche man auch für den Eingang eines kleines Schrankes oder einer Abstellkammer hätte halten können. Das war auch durchaus beabsichtigt, den Raum dahinter zeigte sie beileibe nicht jedem. Durch ein kleines, zweigeteiltes Fensterchen auf der gegenüberliegenden Seite fiel das Licht auf die Wesenheiten, die hier auf ihre Erschafferin warteten:

Große, sich wild windende Gewächse in verschiedenen Grüntönen und mit farbenfrohen Blüten, aber auch Abbilder von Tieren, von Menschen, von Elfen, ja sogar von einer Argonierin standen hier dicht an dicht. Manche waren grotesk verdreht, andere recht natürlich wirkend, aber alle kleiner als in der Natur, da sie schließlich in den Brennofen passen mussten. Teils waren sie recht bizarr und Florence hatte sie wirklich nur wenigen Menschen gezeigt, auch wenn sie ihre eigentliche, künstlerische Arbeit darstellten. Paul hatte sie geliebt. Als Florence ihm das erste Mal ihre ersten Kunstwerke gezeigt hatte, hatte er eine ganze Weile geschaut und gestaunt, hatte sich nicht sattsehen können an ihnen, an ihrer Schaffenskraft. Florence schmunzelte. Töpfe, Sahnekännchen und Orangensaftkrüge waren schon in Ordnung, sie machte so etwas auch wirklich gern, aber sie war eben auch eine Künstlerin.

Nun hatte ihre letzte kunstvolle Figur, eine kleine Bosmer mit einem gewaltigen Sack voller Diebeswaren auf der Schulter, sie beinahe ihre berufliche Zukunft gekostet. Das fein gearbeitete Gesicht war genau wie alles andere in tausend Stücke zerrissen worden. Vielleicht war der dicke Sack zu massiv gewesen und hätte noch ein paar Wochen trocknen sollen. Aber Florence hatte endlich mit den Glasuren an ihr arbeiten wollen: Dunkel schimmernde, geheimnisvolle Glasuren mit vielen fast verborgenen Details hatten ihr vorgeschwebt. Doch dazu war es nie gekommen.

Sie schloss die Tür zur Kammer mit ihren Schätzen wieder und trat zum hinteren Ende ihrer Werkstatt. Dort führte eine zweiflüglige Tür in den Garten hinaus. Draußen zeigten die auch hier noch sacht verwaschen vorhandenen Spuren des staubigen Tons auf den Steinen vor der Tür zum Garten an, dass Florence den Sommer über meist bei geöffneten Fenstern und eben dieser Gartentüre gearbeitet hatte. Es konnte aber auch entsetzlich warm werden, gerade wenn der Ofen brannte und das hatte er durchaus öfter getan.

[...]

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3

Freitag, 5. Oktober 2018, 18:00

[...]


Der kleine Garten hinter dem Haus stieg ein wenig an und zeigte mannigfaltige Kräuter und Gewürze, wenige Blumenbeete, ein paar Reihen in denen vor kurzem noch verschiedene Gemüse gewachsen waren und am hinteren Ende drei Johannesbeer-Sträucher, deren hellrote Früchte inzwischen auch alle abgeerntet worden waren. Wehmütig schritt Florence die kleinen, kurzen Wege entlang. Dies alles würde sie zurücklassen müssen. Aber Ableger und kleinere Exemplare in Töpfen würde sie mitnehmen.

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Freitag, 5. Oktober 2018, 18:00

Am Morgen hatte Florence die schon am Vortrag zusammengesuchten Stücke, die sie zur Präsentation in der Baronie Nebelwald mitnehmen wollte, sorgsam in zwei Satteltaschen verpackt, ihren Esel Baptiste gesattelt und mit der kostbaren Fracht beladen. Noch während sich die Nebelbänke erst langsam auflösten, hatte sie Baptiste die Straße nach Westen entlang gelenkt und Nordspitz verlassen.

Doch lange konnte die Straße nicht dem Verlauf der Küste folgen, schon bald schoben sich immer höher und höher hinaufreichende Berge zwischen Land- und Seeweg. Der Tag begann herbstlich kühl, so hatte sich die Töpferin anfangs noch mehrfach in ihren Wollmantel gewickelt, doch gegen Nachmittag wurde es freundlicher. Je höher Baptiste den Weg in die Berge folgend stieg, desto höher stieg auch die Sonne empor, welche immer öfter durch Wolkenlöcher blickte und noch einen herbstlich verschleierten Gruß vom vergangenen Sommer sendete.

Zum Glück bockte ihr Esel nur noch selten und es hatte auch keine verdächtigen, unangenehmen Geräusche aus den Satteltaschen gegeben, so dass Florence die begründete Hoffnung hatte, dass ihre Töpferwaren heil und sicher ankommen würden. Es wurde aber hoher Nachmittag, bis die beiden die Grenzen der Baronie erreichten und dem Straßenschild nach Kreuzlingen folgten.

Die Töpferin straffte sich. Kreuzlingen selbst stellte sich als aufstrebende Kleinstadt dar, man sah viele neue Häuser und es war einiges Volk auf der Straße unterwegs. Sie fragte nach dem Weg zur Feste der Freiherren und ritt alsbald weiter.

Nun saß sie auf einer Bank in einem der imposanten Flure des massiven und offenbar kürzlich ausgebesserten oder erweiterten Bauwerks der Herrscher des Nebelwaldes und wartete, ihre beiden Satteltaschen neben sich und einen dampfenden Becher mit Tee in der Hand, darauf, dass die Freiherrin Zeit für sie habe. Baptiste wurde derweil im Stall versorgt und ließ es sich dort sicherlich gut gehen.

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Freitag, 5. Oktober 2018, 18:01

Florence' Töpferwaren

Auf den Rückseiten von Florence Erzeugnissen ist ein Zeichen eingeprägt, das wohl ihre Initialen FD darstellen soll, wobei das F gespiegelt wurde und sich den senkrechten Strich mit dem D teilt, so dass aus diesem die beiden Querstriche des Buchstaben F nach links herauswachsen.


Teller "Echte Zaunwinde"

Dieser Teller erreichte die Baronie zusammen mit ihrem Schreiben am 28. Herzfeuer 2Ä586.

Der Teller zeigt eine recht zarte Formensprache, doch am auffälligsten mag die Glasur sein: Auf hellblauem Grund, der zu den Rändern hin ein wenig dunkler wird, ranken sich auf eben diesen Rändern des Tellers zarte bräunliche Stängel und grüne Blätter, vor und hintereinander. Gelegentlich zeigt sich eine Knospe aus der weiße Blütenblätter hervorspitzen. In der Mitte des Tellers prangt eine voll entfaltete Blüte mit einem sich öffnenden Trichter aus zarten, weißen Blütenblättern in dessen Inneren sich ein kleiner Kranz aus fünf bis sechs kleinen, pollenbesetzten Staubblättern zeigt.

Die kunstvoll ineinander gewundenen Ranken am Rand, deren Blätter lebensecht durcheinander wachsen und doch ein anmutiges Ornament bilden, wirken beinahe zum Greifen echt, wie auch die losgelöst in der Mitte schwebende Blüte.

Ein kleines Kärtchen lag dabei:

Zitat

"Calystegia sepium" oder "Echte Zaunwinde" aus der Familie der Windengewächse.

Florence Dumont
Küstenweg 5
Nordspitz



((Siehe Echte Zaunwinde.))

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Freitag, 5. Oktober 2018, 18:02

Service "Orangene Gartenblumen"

Bei ihrer Präsentation am 4. Eisherbst 2Ä586 in der Feste derer von Wolfenberg präsentierte Florence Dumont in Ausschnitten (Kaffeekanne, Stövchen, Milchkännchen, Zuckerdose und zwei Gedecke) dieses Service, welches noch am gleichen Abend von der Herrin des Hauses für 600 Goldstücke angekauft wurde, ohne die restlichen Teile zu sehen und indem die Freifrau das Risiko des Transportes übernahm.

Die Grundfarbe des ganzen Service ist eine Untergrundierung in einem warmen Weiß. Die Ausführung der Töpferarbeit selbst ist überraschend dünnwandig und zeugt von feiner Handwerkskunst, doch stellen die aufwändigen, vielschichtigen und akkuraten Glasurarbeiten das herausragende Element dar.

Die Kaffeekanne zeigt feine Glasurarbeiten zum Thema "Lampionblume". Die auffälligsten Elemente ihrer Glasur stellen natürlich die orangefarbenen Lampions, die Blüten dar. Diese gerippten und unten spitz zulaufenden, leuchtstarken Elemente sind eingebettet in dichtes Blattwerk und kleinere, grüne und sacht orangfarbene Knospen. Die Form der Kanne bleibt einer vertrauten Formensprache treu, wohl um das Augenmerk nicht von der Glasurkunst abzulenken. Sie mag etwa 25 Zentimeter hoch sein.

Das dazu passende Stövchen hat eine Höhe von etwa sieben Zentimetern. Es stellt offenbar auch thematisch und nicht nur funktionstechnisch einen Zusammenhang mit der Kanne her, denn auch hier zeigen sich Motive der Lampionblume: Es sind Stängel, Blätter und ein paar tiefer herabhängende, reife Früchte in ihrer brüchigen Hülle zu sehen, von der nur noch die großen bogenförmigen Streben des Lampions sowie die vielen kleinen, verästelten Rippen zwischen diesen stehengeblieben sind. Zwischen den Rippen hindurch kann man bereits die Frucht im Inneren erblicken. Einige herabgefallene Früchte liegen auch ganz ohne Hülle als schlichte orangene Kügelchen auf dem Boden.

Steht die Kaffeekanne auf dem Stövchen, so ergeben beide ein stimmiges Gesamtbild, sowohl was ihre Formen angeht, als auch die feinen Pflanzenbilder ihrer Glasur betreffend, die sich zum Eindruck einer recht lebensechten Pflanze ergänzen.

Das Milchkännchen zeigt sich hoch und relativ schlank und harmoniert in seiner Form mit der Kaffeekanne. Es hat in der sich oben wieder sacht öffnenden, dünnen Rundung einen Ausguss für die Milch, durch welche diese ebenso sauber und tropfenarm das Kännchen verlassen kann, wie es der Kaffee in der Kanne tut. Auf der anderen Seite ist ein Griff eingearbeitet, der in seiner Form den der Kaffeekanne in kleinerer Ausarbeitung wiederholt. Das Milchkännchen zeigt als Motiv die Pantoffelblume.

Die Zuckerdose ist niedriger und kugelförmiger als das Milchkännchen, aber dennoch bleiben die Formen einander verwandt genug, um sie als zusammengehörig zu erkennen, selbst wenn man von den vielen Schichten der kostbaren Glasur absieht. Sie hat einen kleinen Deckel mit kleiner Aussparung für einen Zuckerlöffel. Das Motiv der Glasur ist hier die Ringelblume. Der kleine Knauf des Deckels stellt hier eine zur ganzen Pracht geöffnete Blüte der gefüllt blühende Sorte der Ringelblume dar, während auf dem Zuckerdöschen selbst beide Formen der Ringelblume zu sehen sind.

Die Gedecke bestehen jeweils aus einem Kuchenteller, einer Untertassen und einer Kaffeetasse. Ein jedes Stück passt in Formensprache, Machart und der warmen, weißen Grundierung zur Kaffeekanne und weist ebenfalls Motive mit rot-orangfarbenen Blumen und grünen Blättern auf. Florence hatte zur Vorführung zwei Gedecke mitgebracht, bei denen sie aber jeweils verschiedene Blumen gemischt hatte. Sind alle acht Gedecke beieinander, so zeigt es sich, dass es jeweils einen Satz von Kuchenteller, Untertassen und Kaffeetasse mit dem gleichen Motiv gibt. Hier zeigen sich als Motive Taglilien, Griffiths-Wolfsmilch, Gauklerblume, Milchstern, Orangerotes Habichtskraut, Ranunkel, Acker-Gauchheil und die Schwarzäugige Rudbeckie. Ähnlich wie bei der Kaffeekanne und dem Stövchen zeigt sich Blattwerk mit Knospen und in der Mitte beziehungsweise auf dem Tassengrunde eine vollständig geöffnete Blüte. Besonders auffallen mag auf einem der Kuchenteller die große runde und von mannigfaltigen Blütenblättern gefüllte Form der genau von oben dargestellte Blüte der Ranunkel.

Das Service zeigt lauter verschiedene Pflanzen, ganz unterschiedliche Arten von orange blühenden Gartenblumen. Doch neben den ähnlichen Farben macht auch die klar wiederzuerkennende Linienführung und künstlerische Darstellung in der Glasur aus den Einzelteilen ein zusammengehöriges Service.

Die Künstlerin scheint selbst nach dem Verkauf des Service noch auf der Suche nach einem Fein- oder Goldschmied zu sein, der ihr die passenden kleinen Löffel und Kuchengabeln mit erhabenen, reliefartigen Nachbildungen der gleichen Blüten in gediegenem Silber anfertigen könnte.

((Siehe Die Lampionblume auf Kaffeekanne und Stövchen, Pantoffelblume auf dem Milchkännchen, Ringelblume auf dem Zuckerdöschen, Taglilie, Griffiths-Wolfsmilch, Gauklerblume, Milchstern, Orangerotes Habichtskraut, Ranunkel, Acker-Gauchheil oder auch Nebelpflanze genannt und Schwarzäugige Rudbeckie.))


Suppenterrine "Herbst-Anemonen"

Bei ihrer Präsentation am 4. Eisherbst 2Ä586 in der Feste derer von Wolfenberg präsentierte Florence Dumont auch diese Suppenterrine, welche noch am gleichen Abend von der Herrin des Hauses für 100 Goldstücke angekauft wurde.

Die große ovale Suppenterrine ist etwas robuster gearbeitet, ohne gleich bäurisch derb zu wirken, doch traut man ihr dadurch zu, nicht zu zerbrechen oder gar einen der Henkel zu verlieren, wenn sie mit den vielen Litern Suppe gefüllt ist, die ihre große Form fassen mag. Auf der Oberfläche zeigen sich in aufwändiger und vielschichtiger Glasurarbeit Motive der Herbst-Anemone. Die reichlich und in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung dargestellten Blüten weisen fünf zart violette Blütenblätter mit dunkelvioletterem Rand auf, welche sich um ein orangefarbenes, pollenreiches Zentrum sammeln, das wiederum einen orangenen Ring um einen etwas blasseren Bereich bildet, in dessen Zentrum erneut Orange zu sehen ist.

Die gestielten, dreiteilig gefiederten Laubblätter bilden den Hintergrund, zwischen dem höchstens einmal kleine Stücke eines braunen, an Erdboden erinnernden Untergrundes zu sehen sind. Dazwischen zeigen sich hier und da lange, mal grüne, mal braune Stängel, welche die zahlreichen Blätter tragen und zu den Blüten führen. Anders als bei dem Service bedeckt hier das Motiv fast das ganze Gefäß.

Zu der Terrine gehört ein Deckel, dessen Machart zu der der Suppenterrine passt und der neben einer Aussparung für den Suppenlöffel einen als Blütenknospe gearbeiteten und glasierten Knauf aufweist: Eine geheimnisvoll violett-rötlich schimmernde, pelzig erscheinende Knospe, aus welcher zum Teil schon die längeren Blütenblätter hervorspitzen.

((Siehe Herbst-Anemone bei Wikipedia und Herbst-Anemone bei Pflanzenbestimmung.))


Statue "Zweigling"

Bei ihrer Präsentation am 4. Eisherbst 2Ä586 in der Feste derer von Wolfenberg präsentierte Florence Dumont auch diese Statue. Die Freifrau erbot sich, diese zu versteigern und setzte ein Startgebot von 1000 Goldstücken für das hervorragend gearbeitete Stück an.

Die etwa 50 Zentimeter hohe Statue eines Zweiglings zeigt überraschend lebendig mit feinstverästelt modelliertem Ton und in hoher Kunstfertigkeit aufgebrachter Glasurkunst ein Abbild dieser ungewöhnlichen Lebensform zwischen Tier- und Pflanzenreich. Von den paarhufigen, hölzern wirkenden Zehen bis zum wie von einem hölzernen Geweih geschmückten Kopf wirkt der Zweigling äußerst lebendig. Der besonders an Unterarmen und Händen reichlich von hellgrün knospenden Blättern bewachsene Mittelteil des Zweiglings fällt durch seine abweichende Farbgebung im jungen, frischen Grün im Gegensatz zu sonst eher vorherrschenden bräunlichen Tönen des Holzes ins Auge.

Die jungen, frischen Blätter sind in der Glasur dargestellt, genau wie die Maserungen und knorrigen Übergänge der Hölzer selbst, welche die holzartig nachgemachte Formengebung noch unterstützt. Der Zweigling lehnt an einem kleinen Baumstumpf, wohl um der Figur mehr Standfestigkeit zu geben.

Zur Geschichte der Entstehung erzählte die Töpferin: "Vor vielleicht zwei Jahren waren Durchreisende in meinem Laden. Sie sahen die vielen Naturformen und erzählten von "wandernden Pflanzen" - von "Zweiglingen". Ich war natürlich ziemlich neugierig und habe dann Abends mit meinem Zeichenblock die Herrschaften in der Taverne besucht und mir alles ganz genau beschreiben lassen und gezeichnet, bis sie zufrieden waren. So kann ich natürlich nicht sicher sagen, ob Zweiglinge so aussehen, da ich selbst leider keine sah. Aber... nun.. er sieht mir so aus, als könne er so aussehen.

((Siehe Zweigling.))

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Freitag, 5. Oktober 2018, 18:02

Am Morgen nach der Präsentation lachte die Sonne von einem blauen Himmel und schien der Ankündigung der Freifrau, dass man bald Schnee auf den Pässen haben würde, Hohn zu sprechen, die Luft allerdings war am frühen Morgen noch äußerst frisch gewesen. Doch bald schon setzte sich die wärmende Kraft der Sonne durch und ließ die Töpferin ihren Mantel ablegen und die beiden Knechte unter ihren grün-weißen Überwürfen schwitzen, die das Wappen derer von Wolfenberg zeigten.

Florence fühlte sich sicherer zwischen den beiden stabil gebauten Knechten, einer ritt vorweg, der andere fuhr auf einem Zweispanner mit großer Ladefläche hinterher. Auf dieser waren einige noch leere Kisten festgezurrt und es war auch noch viel Platz für ihre Möbel. Vielleicht würde sie sogar doch ihren Wurzelholztisch mitnehmen können! Und das würde nun alles viel schneller gehen als Florence es auch nur zu hoffen gewagt hatte. Sie war jetzt eine reiche Frau und auch Baptiste, ihr Esel, schien dank der viel leichteren Satteltaschen fröhlich auszuschreiten.

Die Töpferin hatte in der kleinen und schlichten Kammer im Gesindetrakt der Feste, in der aber nichts zur Behaglichkeit gefehlt hatte, wunderbar geschlafen. Sie hatte sogar das Meer rauschen hören wie zu Hause. In Kreuzlingen würde sie es vielleicht nicht hören, der Ort lag etwas weiter im Landesinneren. Dieses Mal waren sie auf ihrem Weg nach Nordspitz gar nicht durch das eigentliche Kreuzlingen gekommen, da die Knechte bereits in Oberkreuzlingen der Straße nach Osten gefolgt waren, aber die kannten sich hier ja auch viel besser aus. Sie hatten Bergformationen zur Rechten passiert, die die beiden als Bärenfels bezeichnet hatten. Vielleicht könnte sie dort ja einmal einen Blick auf den großen Jäger im Pelz werfen und vielleicht sogar ein paar Skizzen anfertigen!

Florence hatte lange nicht alle 700 Goldmünzen mitgenommen, die sie am gestrigen Abend verdient hatte - und nach der Versteigerung kämen womöglich noch eintausend hinzu! - 600 davon hatte sie der Freifrau mit der Bitte anvertraut, diese aufzubewahren, bis Florence ein neues Zuhause gefunden habe oder das Gold bräuchte. Auch wenn es mit zwei Knechten sicherer war als alleine unterwegs zu sein, war doch die Vorstellung schrecklich, das gerade verdiente Geld gleich wieder zu verlieren. Dazu würde sie in Nordspitz noch etwas verdienen, wenn sie ihr Häuschen im Küstenweg 5 verkaufen würde. Nur würde das sicher nicht von heute auf morgen gehen. Vermutlich würde sie den Verkauf einer Freundin überlassen müssen.

Nach Pauls Tod waren auch die Freunde weniger geworden, gerade die Pärchen, mit denen sie sich vorher häufig zu viert getroffen hatten, fassten wohl eine wieder ledige Frau als Bedrohung ihrer Zweisamkeit auf, nicht dass Florence so schnell überhaupt wieder auf der Suche gewesen wäre. Da hatte sich schnell gezeigt, wer zu ihr hielt und wer nicht.

Zu Hause angekommen würde Florence ihr Hab und Gut einpacken, die Dinge regeln, sich von ihren Freunden und Nachbarn verabschieden und schon bald darauf wieder mit den beiden Knechten nach Westen aufbrechen. Die Freifrau hatte Nägel mit Köpfen gemacht und Florence Erwartungen für den Optimalfall noch deutlich übertroffen. Florence erhielt nun einen monatlichen Lohn, der - wie Lady von Wolfenberg es ausgedrückt hatte - ihrer Handwerkskunst angemessen wäre - und dieser Lohn war überraschend hoch. Nicht nur war Florence Zukunft gesichert, sie fühlte sich in ihrer handwerklichen Fähigkeit und Kunst damit auch auf eine Weise wertgeschätzt, wie es ihr lange niemand mehr entgegen gebracht hatte, schon gar nicht eine Fremde. Dazu würde sie eine eigene Werkstatt samt Wohnhaus und Garten erhalten, möglicherweise im Blumenviertel von Kreuzlingen. Sie durfte auf keinen Fall vergessen, reichlich Setzlinge auszustechen! Und die Freifrau würde die Verhandlungen führen, wenn Florence ein geeignetes Objekt ins Auge gefasst hätte. In soetwas war sie selbst unpraktisch veranlagt, sowas hatte früher immer Paul gemacht.

Florence würde in Zukunft bei Bedarf Auftragsarbeiten für Lady von Wolfenberg und die anderen Leute in der Baronie anfertigen, ansonsten durfte sie weiterhin nach Herzenslust eigene Motive und Stücke entwerfen und entwickeln, wie bislang auch. Doch die ausgefallenen Dinge würden nun nicht mehr im kleinen Schaufenster oder ihrer versteckten Kammer für die Statuen verstauben, sondern einer entsprechenden Kundschaft präsentiert werden!

Dazu würde Florence von der Lady von Wolfenberg Material und Werkzeug erhalten, was immer sie benötigt, hatte die Freifrau gesagt. Florence war nun Teil des Hauses Wolfenberg, Teil der Baronie Nebelwald. Ihre Anstellung hatte schon in den späten Abendstunden des gestrigen Abends begonnen und ihre erste Aufgabe war, eine Liste zu entwerfen, was sie alles benötigen würde! Das war natürlich in erster Linie ein Brennopfen, aber die Lady hatte auch von Töpferscheiben und Glasuren gesprochen. Florence würde mit teureren Materialien experimentieren können. Sie würde vielleicht fremdartigere Formen im Garten der Feste bewundern können, so sie diesen besuchen dürfte, und vielleicht gab es in dem riesigen Anwesen auch eine Bibliothek mit Werken über ihr noch unbekannte Verfahren, gerade was die Kunsfertigkeit fremder Völker anging? Aber auch eine zweite Töpferscheibe wäre vielleicht praktisch. Das musste sie sehen. Vielleicht gab es sogar welche, die man nicht selbst mit einem Pedal antreiben musste? Florence schwelgte in Gedanken und Vorstellungen, während die einen goldenen Eisherbst verbreitende Sonne ihre bräunlichen Teint noch ein wenig vertiefte.

Ihre Gedanken wanderten von den Zukunfstplänen zum wirklich interessanten gestrigen Abend zurück, bei dem zum Glück nicht nur adlige Herren und Damen teilgenommen hatten. Zwei Magier waren dort gewesen, ein Koch und eine Magd, welche aber teils auch mit am Tisch gesessen hatte. Gerade der Koch - Herr Anders - hatte sich für ihre Arbeiten interessiert und der Magier hatte sich, genau andersherum als sie selbst, gegen ein Handwerk und für die Magiergilde entschieden. Florence schmunzelte und lachte dann, als ihr die Diskussion rund um eine Suppenterrine in Form eines Huhns mit Auslass für gekochte Eier einfiel. Ob sie das Thema wirklich aufgreifen würde? Aber die Zwiebelsuppenterrine in Form einer Zwiebel mit all den gemeinsam ausgesponnenen Details wie bräunlichen äußeren Blättern als Griffe reizte sie durchaus. Nun, sie würde demnächst alle Möglichkeiten haben, ihrer Schaffensfreude Raum zu geben!