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  • »Spiffypurse« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 2. Oktober 2018, 11:45

Spuren im Sand





Hallo, Freunde des Rollenspiels!

Im Rahmen des RP-Projektes Abutemal, sowie des Rothwardonen Rollenspiels allgemein, starte ich hier nun einen Thread für IC-Geschichten.
Dieser soll aber am liebsten nicht nur von mir genutzt werden.
Man darf es gerne auch als kleinen Aufruf für diejenigen verstehen, die gerne ab und an mal Geschichten nieder schreiben, diese hier zu posten.
Voraussetzung sollte aber sein, dass es zur Thematik passt.
Also möglicherweise Charaktergeschichten von Rothwardonen, auch wenn sie nicht gerade in der Alik´r unterwegs sind oder Abenteuer & Erlebnisse in der Alik´r-Wüste.

Sollte Interesse, aber möglicherweise Unsicherheit bestehen, so nehmt gerne kurz Kontakt zu mir auf.

Bei Feedback bitte hier hinein.

Beste Grüße,

Spiffy 8)


Seid bescheiden in Eurer Sprache, dann
überzeugt Ihr mit Euren Taten.

(Aus "Die Worte der Meister")

"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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2

Dienstag, 2. Oktober 2018, 11:47



Lekis Klinge, in der Allik´r Wüste, noch nicht lange her...

Yasir klopft sich den staubigen Sand aus den Kleidern, während er seine zwei Kamele zur Wassertränke geleitet.
Einige Tage und Nächte ist er durch den heißen Sand der Alikk´r-Wüste geritten.
Der ruhige Rothwardone, der sich seit geraumer Zeit mit dem Handel von Weidenkörben und Ziegenmilch seinen Lebensunterhalt verdient, kehrt oft in Lekis Klinge ein, um Wasser zu holen und ein wenig auszuruhen.
Es liegt genau auf dem Weg von der kleinen Siedlung, wo er mit seinem Eheweib Jarla lebt, und Bergama, dem Ziel seiner Reise.
Yasir ist erfahren und meidet auf seinem Ritt so oft es geht die üblichen Wege, auf denen man hier und da anderen Karawanenen oder umherziehenden Nomaden begegnen kann.
Er weiß, dass man Fremden inmitten der Wüste nicht trauen sollte und so reitet er meist abseits der Wege, insbesondere wenn er alleine unterwegs ist.
Normalerweise begleiten ihn Karim und Amin, zwei gute Freunde aus seiner Siedlung und ebenfalls Händler.
Karim wollte bei seiner Frau bleiben.
Sie erwartet ihren ersten Sohn.
Ein allzu guter Grund, wie Yasir findet, als er aus einem Wasserfass nahe der Tränke seinen Trinkschlauch füllt und ihm bei diesen Gedanken ein Lächeln in sein von der Sonne und dem Wind zerfurchtes Gesicht huscht.
Und Amin hatte bei einem seiner letzten Ausritte eine unliebsame Begegnung mit einigen Hyänen.
Nun schmerzt das eine Bein so dermaßen, dass ihm die Mitreise nicht möglich war, sagt er.
Vielleicht liegt es aber auch an der gut aussehenden Rothwardonin, die erst seit ein paar Tagen in der Siedlung weilt und auf die er wohl ein Auge geworfen hat.
Yasir lächelt weiterhin, als er sich ein paar Schlucke des lebendspendenen Wassers gönnt.

Die Leute hier in Lekis Klinge kennen ihn bereits.
Anfangs waren sie etwas abweisend, wenn nicht gar misstrauisch, als er und seine Freunde das erste Mal hier einritten.
Verständlich, wenn man bedenkt, dass nicht ein Jeder guter Gesinnung ist.
Yasir sucht sich einen Platz im Schatten, während ihm einer der hiesigen Rothwardonen grüßend zunickt und er den Gruß erwidert.
Seine zwei Kamele, eines mit seinen Waren bepackt, folgen ihm und trotten ebenfalls hinüber unter einer der Palmen, hinaus aus der Sonne.
Er hat die Reise schon oft unternommen und seine Waren auf dem Markt in Bergama selbst feilgeboten oder einem der dortigen Händler für einen guten Preis überlassen.
Eine Hand wäscht die andere.
Damit ist er bisher gut gefahren.
Die Weidenkörbe hat er selbst geflochten, während sich Jarla, seine allseits geliebte Ehefrau, um die kleine Ziegenzucht kümmert, die sie besitzen.
Meist ist es gar die Milch, die mehr Gold in Bergama erbringt, als die Körbe.

Als er abermals ein paar Schlucke des Wassers zu sich nimmt, schweift sein Blick über den Platz und bleibt an Mozhdeh, einer der hiesigen Stallfrauen haften, die sich über eben jenen staubigen Platz hinüber zu den Pferdestallungen bewegt.
Nicht, dass man man meint, er interessiere sich für andere Frauen, aber just in diesem Moment weiten sich seine Augen.
"Bei den Tränen von Zeth!", sprudelt es aus ihm heraus.
In den Stallungen erblickt er vier rassige Tobiano, ein Pferd schöner als das andere.
Yasir kann gar nicht die Blicke von den Pferden abwenden, die dort ruhig verharren und scheinbar auf Mozdeh warten.
"Was für herrliche Tiere.", spricht er zu sich selbst.
Die Tiere ziehen ihn derart in den Bann, dass er gar nicht einen der Wachleute wahrnimmt, der sich ihm nähert und dem Yasirs Ziel seines Interesses nicht unbemerkt blieb.
"Das sind welche von Abutemal.", spricht er ruhig gen Yasir.
"Abutemal?"
Der Wachsoldat nickt. "Eine Sippe, die sich unter anderem mit der Zucht der besten Tobiano wohl einen guten Namen gemacht hat."
Yasir zuckt mit den Schultern, immer noch die Pferde im Blick.
"Noch nie von ihnen gehört."
"Solltet Ihr aber, mein Freund. Sie haben Pferde, Gold und Einfluss. Es heißt, sie haben überall ihre Nase drin und Beziehungen bis in hohe Ämter."
"Sind sie von den Kronen?", will Yasir wissen.
"Das weiß keiner so recht. Man munkelt, ihre Ansichten ändern sich wie die Fahne im Wüstenwind, je nachdem was für sie besser ist."
"Abutemal.", wiederholt Yasir leise.
"Ich gebe Euch einen guten Rat. Lasst Eure Finger von denen.", sagt der Wachsoldat und wendet sich sodann mit einem knappen Nicken ab.

Als Yasir auf seinem Kamel aus Lekirs Klinge reitet, ausgeruht und mit genug Wasservorräten ausgerüstet, so muss er unentwegt an die Tobiano denken.
Die Sonne geht bereits unter und die Nacht naht.
Er wird sie nutzen und durchreiten, um der heißen Sonne aus dem Weg zu gehen, und um Kräfte zu sparen.
Bis Bergama sind es noch ein paar Nächte und Tage.
Als er auf eine Anhöhe zureitet, stoppt er für den Moment.
Er blickt sich um, sieht die Lichter von Lekis Klinge hinter der Mauer, die Eindringlinge abhalten soll.
Was würde er dafür geben nur eines dieser prachtvollen Tiere sein Eigen nennen zu können.



In dieser Nacht geht nur ein mäßiger Wind, der lediglich die oberste Schicht des Wüstenstaubes hier und da sanft ein paar Meter mit sich trägt, um es an anderer Stelle wieder abzulegen.
Der Mond scheint in seiner vollen Pracht und lässt die Dünen der Wüste, die Mauern und Gebäude von Lekis Klinge in ein sich bizarres bis betörend anmutendes Schattenspiel tauchen.
Eben jene Schatten nutzt Yasir, um sich unbemerkt der Mauer der Siedlung zu nähern und um sich dort weiter zu einem der auch in dieser Nacht geöffneten Tore zu schleichen.
Eine gefühlte Ewigkeit beobachtete er jenes Tor und er wusste, dass es schon mal zu Nachzeiten offen, aber natürlich bewacht blieb.
Vielleicht erwartet man noch jemanden.
Nun aber nutzt der sonst so ruhig und besonnene Yasir, der allgemein nicht als allzu tapfer gilt, die Tatsache, dass die Wachen sich für den Moment vom Tor abwenden, wohl um ein wenig abseits etwas zu trinken.
Sein Herz rast vor Aufregung, der Schweiß rinnt ihm nur so von der Stirn, als er unbemerkt das Tor passieren kann und gen Stallungen schleicht.
Immer wieder stoppt er, blickt sich mit weit aufgerissenen Augen um, um ja nicht entdeckt zu werden.
Bis auf einfaches Messer hat er keine Waffe dabei und im Umgang mit der Klinge ist er ebenfalls nicht geschult.
Er versucht ruhig zu bleiben, doch sein Atem geht schnell.
Er meint, sein Herz schlägt so wild und schnell, dass man es hören und es ihn gar verraten könnte.
Doch es bleibt ruhig.

....
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Dienstag, 2. Oktober 2018, 11:49

...

Er nähert sich den Stallungen.
Die Pferde bemerken ihn, schnauben leise, scheuen aber nicht auf.
"Ruhig...ganz ruhig.", flüstert er leise mit sanfter Stimme und öffnet die Koppel.
Einmal wieder mustert er die Umgebung.
Immer noch hat ihn niemand entdeckt.
Doch er muss sich sputen, ehe die Wachen wieder auf ihrem Posten sind.
Er leint zwei der vier Tobiano los und führt sie so ruhig und leise es nur geht nahe der Siedlungsmauer in Richtung des Tores.
Die Pferde lassen sich ohne Probleme mit sich führen, so als wären sie es gewohnt.
Kurz vor dem Tor linst Yasir aus dem Schatten über den Platz und fixiert die Wachsoldaten, die sich bei Fackelschein und Wein über irgendetwas unterhalten und lachen.
Das ist seine Chance.
Er setzt seinen Weg fort und führt die Pferde aus dem Tor hinaus ins Freie.
Rasch blickt er sich noch einmal um, dann beschleunigt er seinen Gang bis er beginnt durch den Sand auf die Anhöhe zu zu rennen.
Nur schnell weg.
Keuchend und immer noch mit rasendem Herzschlag gelangt er auf die Anhöhe und stoppt hinter einem Felsen.
Er späht hinunter zur Siedlung.
Nichts.
Alles ist ruhig.
Man hat nichts bemerkt, noch nicht.
Sollte es wirklich geklappt haben?
Das erste Mal huscht wieder ein Lächeln in des Rothwardonen Gesicht.
Doch er will auf Nummer sicher gehen und setzt seinen Weg fort.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man den Diebstahl bemerken wird.
Ob sie ihn verdächtigen werden?
In diesem Moment kommt ihm der Wachsoldat in den Sinn, der ihn am Tage zuvor dort ansprach.
Aber er schüttelt schnell diesen Gedanken ab, während er weiter schwitzend durch den Sand läuft, die zwei Tobiano hinter sich her ziehend.

Ungefähr zwei Reitstunden von Lekis Klinge entfernt hat Yasir ein Lager aufgeschlagen.
Etwas höher gelegen und von einigen Felsen vor neugierigen Blicken geschützt, wähnt sich der Rothwardone sicher und will sich einen Moment von den Strapazen seiner Aktion erholen.
Ja, er wollte die Nacht durchreiten.
Doch Yasir ist kein Dieb, zumindest keiner, der dies gewohnt ist.
Es war das erste Mal, dass er dies tat.
Er ist völlig erschöpft von der Aufregung und Angst entdeckt zu werden.
Erst jetzt wird ihm gewahr, in welche Gefahr er sich begab.
Was wäre geschehen, hätte man ihn entdeckt?
Mit Pferdedieben ist man nicht zimperlich.
Yasir denkt an Jarla, die Liebe seines Lebens.
Ob sie ihm das je verzeihen wird?
Er ist ein ehrlicher Händler, doch er konnte einfach nicht widerstehen.
Diese zwei Tobiano, noch ohne Brandzeichen, wird er gut verkaufen können.
Dafür müsste er sehr lange Ziegenmilch und Weidenkörbe verkaufen, verdammt lange.
Ein neues Leben werden sie beginnen können, weg von der kleinen eher ärmlichen Siedlung, wo sie nun schon seit vielen Jahren leben.
Ja, er hat die Chance ergriffen, die sich ihm bot.
Einmal mutig sein und die Zügel selbst in die Hand nehmen.
Er nimmt sich vor sein schlechtes Gewissen einfach weg zu wischen und nur an Jaral und ihre neue gemeinsame Zukunft zu denken.
Yasir lächelt, als er auf dem Rücken liegend, die Hände hinterm Kopf gefaltet gen Nachthimmel zu den Sternen schaut und langsam einschläft.
Er träumt von den Tobiano, Ziegen und Jarla...



Ein Geräusch, ein Schmerz.
Yasir schlägt die Augen auf.
Er blickt in ein durch einen Turban verhülltes Gesicht, dass sich direkt über ihn befindet.
Zwei dunkle Augen blicken ihn an.
Eine dunkle, sanfte Stimme spricht zu ihm: "Du bist gerade nur erwacht, weil ich Dir soeben die Kehle durchgeschnitten habe."
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

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Montag, 8. Oktober 2018, 14:10


Das Anwesen der Abutemal, an der Küste bei Schildwacht, gerade erst...

Rashid bin Temal al Alik´r blickt auf das Wasser hinaus, genau gesagt auf die unendlich anmutenden Weiten der Iliac-Bucht, trotz dass sie natürlich endlich sind und dem Meere in Größe und Weite buchstäblich nicht das Wasser reichen kann.
Es ist, wie immer, heiß, wie an jedem Tage.
Hier am Strand nahe Schildwacht geht ein laues durchaus angenehmes Lüftchen, während in der Stadt zumeist die Hitze steht und wie in einem Kessel eingefangen wirkt.
Einzig wenn die Wüste sich wieder daran macht einen ihrer Sandstürme zu entfachen, dann wird auch die Hauptstadt der Rothwardonen hiervon nicht verschont werden.
Rashid sitzt wie so oft zu dieser Tageszeit an dem Tisch einer kleinen Sitzgruppe auf dem Vorplatz, die aber - ein erbauter Übergang sei Dank - im Schatten steht.
Er trinkt Tee und schaut auf das Wasser hinaus.
Ja, so tut er es schon sehr lange, nur diesmal ist er alleine.

Auf dem Anwesen ist es ansonsten recht ruhig.
Ein paar der Wachen patrouillieren und der Stallmeister Halil, ein ebenso älterer und getreuer Mann, ist emsig, aber dem Alter entsprechend angepasst fleißig dabei den Stall zu säubern, während ihm die Pferde - drei reinrassige Tobiano aus eigener Zucht - ruhig dabei zusehen.
Rashid kümmert sich nicht um sie.
Der in die Jahre gekommene Rothwardone und Familienoberhaupt der Abutemal ist in Gedanken versunken, während er unbewusst immer mal wieder die Tasse Tee zum Mund führt und daran nippt.
Es stimmt, Rashid ist nicht mehr der Jüngste.
Auf seinem Haupt präsentiert sich eine Glatze und der kurze Kinnbart, der am Ende dennoch zusammengebunden ist, ist bereits ergraut.
Aber er ist immer noch fit, weiß mit der Klinge umzugehen und die Jahre haben ihn vieles gelehrt.
Das Leben ist immer noch der beste Lehrmeister.

Nun sitzt er hier alleine, wo noch vor kurzer Zeit sein sehr alter Vater noch neben ihm saß und ebenso aufs Wasser blickte.
Eine gefühlte Ewigkeit ohne Wortwechsel verbrachten sie dort eine gemeinsame Zeit und trotz, dass sie nicht sprachen, waren sie sich so nah, verbunden im Blute und im Geiste.
Es ist noch nicht lange her, dass er für ihn Tu´whaccas Gebet sprach auf dass dieser ihn als Bewahrer der fernen Ufer sicher ins Jenseits geleiten solle.
Nun ist er tot.
Viele Jahre war es Temal, sein Vater, der die Familie mit seinen Geschäften leitete.
Selbst als er schon so alt war kaum noch das Anwesen verließ, hatte er immer ein wachsames Auge auf die Belange der Sippe.
Keiner wagte es ihm zu widersprechen.
Ein alter, aber stolzer Mann.
In Rashids Gesicht schleicht sich bei diesen Gedanken ein leichtes Lächeln, bis er an Basma denken muss, seine liebreizende Frau, die viel zu früh bei der Geburt ihres jüngsten Kindes, ihrer Tochter Alya, verstarb.



Rashid nimmt noch einen Schluck von dem Tee, als sich in diesem Moment Faisal nähert.
Faisal abd al Rashid, so sein voller Name, ist nun bereits seit vielen Jahren im Dienste der Abutemal.
Keiner der Familie, aber ein getreuer Begleiter und versierter Schwertkämpfer.
Einer, der als gekaufte Waffenhand noch von seinem Vater Temal in die Dienste der Familie aufgenommen wurde, sich aber nun fast schon als rechte Hand von Rashid fühlen darf und so auch seinen Namen änderte.
Der in dunkler Lederrüstung gekleidete Faisal bleibt an Rashids Seite stehen, neigt sein Haupt zum respekvollem Gruß und spricht mit ruhiger Stimme:

"Herr, ich bringe Neuigkeiten aus Levis Klinge. Dort gab es einen Zwischenfall."
Rashid sagt nichts, hört nur zu.
"Ein einfältiger Händler hat vor ein paar Nächten versucht ein paar unserer Pferde zu stehlen, die wir dort regelmäßig unterstellen. Aber ich habe mich darum gekümmert."
"Gut.", erwidert Rashid nur knapp und ebenso ruhig. "Wo ist Zahir?", fragt er dann.
Rashid meint seinen ältesten Sohn, der sich vorwiegend um die Belange der eigenen Pferdezucht kümmert.
"Er ist noch in der Stadt, kümmert sich um die Pferde, die wir aus Lekis Klinge hierher führten. Er wird sie wohl wie immer in einen der dortigen Stallungen unterbringen, bis wir hier genug Platz haben, Herr."
Rashid blickt kurz auf.
"Und die anderen, wo sind sie?"
"Alya sollte auch in Schildwacht sein, so hörte ich. Und Aabid ist auf dem Rückweg von Bergama."
Das Familienoberhaupt nimmt noch einen Schluck vom Tee, stellt die Tasse dann ab und schaut Faisal nun direkt an.

"Sorge dafür, dass sie zum Anwesen kommen. Ich will sie alle hier bei mir haben. Wir haben zu sprechen."
"Jawohl, Herr."
Faisal neigt abermals sein Haupt, wendet sich dann ab, um rasch den Vorplatz gen Ausgang zu überqueren.
Der in die Jahre gekommene Rashid bleibt zurück, bei einer leeren Tasse Tee, der Iliac-Bucht und seinen Gedanken.
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Montag, 15. Oktober 2018, 11:24


Schildwacht, im Gasthaus ´Schwestern der Sande´, vor kurzem...

Die in einfachem Leder gehüllte und mit einem Turban ´vermummte´ Alya führt Silann Ashere im Gasthaus ´Schwestern der Sande´ in die obere Etage.
Sie hatte Recht behalten.
Schon einige Zeit hatte sie ihn von oben herab beobachtet, diesen vermeintlichen Fremden, der ihr aber dann doch irgendwie bekannt vor kam.
Sie mag noch ein wenig zu jung sein, um ihm früher einmal persönlich begegnet zu sein und wenn doch, dann weiß sie es nicht mehr.
Rudabeh am Empfang des größten Gasthauses der Stadt gab ihr dann Gewissheit.
Denn Rudabeh kennt einfach Jeden der Stadt.

Es hieß Ashere sei tot.
Irgendwann, so sagt man, habe er Schildwacht verlassen, angeblich um seine Familie zu suchen.
Wie lange er fort war kann wohl niemand so recht sagen, aber einige Jahre waren es bestimmt.
Und wie es in den sandigen Gassen Schildwachts so üblich ist, wird viel geredet und Gerüchte auf den Weg gebracht, die - wenn sie lang genug gestreut sind - teils ungeahnt ´kreative´ Züge und Dimensionen annehmen.
Alya gibt nicht viel auf das Gerede aus den Gassen, weiß aber, dass es nicht verkehrt ist das Ohr am Puls der Stadt zu haben.
Nichtsdestotrotz ist es wohl eine Tatsache, dass Ashere ein vermögender Mann ist.
Einer mit einem Titel.
Und einer, der ebenso Einfluss haben könnte.
Mehrere Faktoren, die für Abutemal durchaus von Nutzen sein könnten.

Nun schreitet Alya, mit zwei rothwardonischen Klingen am Gürtel, langsamen Schrittes die steinerne Treppe hinauf und dann direkt auf die gepolsterte Sitzgruppe zu, wo Aabid wartet.

Aabid ist der Zweitgeborene des Familienoberhauptes Rashid bin Temal al Alik´r.
Sein Zwillingsbruder Zahir kam nur wenige Minuten vor ihm auf die Welt.
Ein Umstand, den Zahir ihm bei jeder passenden Gelegenheit genüsslich in Erinnerung ruft und die ihn bis aufs Blut kochen lässt.
Nicht dass man auf falsche Gedanken kommen mag: Aabid liebt seinen Bruder, aber ihm ist klar, dass er auf ewig eben jener ´kleine´ Bruder sein wird.
Und genau so behandelt ihn auch sein strenger Vater.
Doch Aabid hat gelernt zu kämpfen, nicht zu verzagen und stets um die Gunst des übermächtigen Vaters zu buhlen.
Irgendwann, wenn ihm die Götter hold sind, wird das Schicksal es gut mit ihm meinen und seine emsigen Taten gerecht belohnen.



Der Zweitgeborene erhebt sich und breitet die Arme aus, als sich Silann Ashere nähert.
Obwohl noch nie zuvor bewusst persönlich gesehen empfängt ihn Aabid wie einen alten Freund, und das mit überschschwänglicher Freude.
Man könnte den Eindruck gewinnen es wäre gespielt, dieses nette Auftreten und der wärmende Empfang.
"Tavas Segen sei mit Euch! Silann Ashere, mein Freund.", ruft er ihm laut und mit einem breiten Lächeln im Gesicht zu.
"Komm, lass Dich begrüßen. Komm, und setz Dich zu mir."

Ashere kann gar nicht anders als das zu tun, was man ihm anbietet, während Alya sich indes wieder ein wenig entfernt.
Sie stellt sich etwas abseits der Sitzgruppe und den zwei Männern an eine Wand, kreuzt die Arme vor der Brust und lässt ihre dunklen Augen durch die Räumlichkeiten schweifen.
Sie hat kein Problem damit sich als Wache auszugeben, während sich ihr Bruder Aabid im Glanze der Familie sonnt und ein ums andere Mal protzig seinen vermeintlichen Einfluß kund tut.
Sie mag es sogar ´unerkannt´ zu bleiben, so als hätte sie gar zwei Persönlichkeiten.
Als Wache hört und sieht man Dinge, die man sonst möglicherweise nicht wahrnimmt.
Und sie mag es mit den Leuten zu spielen, insbesondere mit den Männern, die naiv und von ihren Trieben geleitet ein ums andere Mal keine klaren Gedanken fassen können, wenn sie einer hübschen Frau über den Weg laufen.
Sie ist die Jüngste der drei Kinder des Rashid.
Es macht ihr nichts.
Einzig die Tatsache, dass ihre Mutter bei ihrer Geburt starb, schmerzt.
Ihr Vater lässt es sie jede Minute spüren, dass sie es war, die Schuld an ihrem Tod ist.

Jetzt aber wischt sie diese Gedanken weg wie den Sand der Alik´r und mustert weiter eingehend diesen Silann Ashere, der sich angeregt mit ihrem Bruder unterhält.
Aabid errechnet sich, seinem Vater einen einflussreichen neuen Geschäftspartner präsentieren zu können, in der Hoffnung, er wird ihn dann mehr anerkennen.
Aber das wird er nie.

Was für ein naiver Tölpel ihr Bruder doch ist, denkt sich Alya, während sie unauffällig dem Gespräch der Zwei lauscht.
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Montag, 22. Oktober 2018, 10:24


Schildwacht, an einem heißen Tage...

Sein Name lautet Faisal abd al Rashid.
Und er ist die getreue Waffenhand der Familie Abutemal, rechte Hand des Familienoberhauptes Rashid bin Temal al Alik´r.

So könnte eine sehr kurze, aber im Kern treffende Beschreibung eines kräftigen dunkelhaarigen Rothwardonen aussehen, den man zumeist in dunklem Leder gekleidet antrifft.
Faisal ist in den besten Jahren, voller Kraft und geübt im Umgang mit der kleinen, sowie der großen Klinge.
Man kann durchaus sagen, es gehört seit Jahren zu seinen alltäglichen Dingen, die Kampfkunst mit der Klinge, sowie einen stets wachen Geist zu trainieren.

Seit einer gefühlten Ewigkeit ist er im Dienste der Abutemal, kam als junger unerfahrener Hitzkopf zu ihnen und wurde von Temal bin Mansour al Alik´r, dem Vater des jetzigen Oberhauptes Rashid aufgenommen.
Er trieb ihm seinen oftmals unkontrollierten Zorn, erzeugt durch seine rasende Ungeduld mit seiner Ruhe und Erfahrenheit aus und behandelte ihn gar wie einen eigenen Sohn.
Temals Sohn Rashid nahm sich sodann seiner an und formte ihn zu einem noch besseren Schwertkämpfer, auf das er fortan zur rechten Hand der Familie avancierte.
Dem heutigen sehr ruhig anmutenden Faisal, dem nichts aus dem Gleichgewicht zu bringen scheint, würde man vermutlich nie ansehen, dass er als sehr junger Mann ein völlig anderer war.
Als Temal vor kurzer Zeit dann im hohen Alter verstarb überfiel auch ihn große Trauer.
Er war der Einzige, der neben den direkten Familienangehörigen an der sehr privaten Trauerfeier beiwohnen durfte, als Rashid Tu´whaccas Gebet sprach auf dass dieser ihn als Bewahrer der fernen Ufer sicher ins Jenseits geleiten solle.

Faisal dunkle Augen mustern in diesem Moment den Stahl des Dolches, der ruhig in seiner Hand ruht, so als könne er sehen, ob sie die Qualität besitzt, die er von ihr abverlangt.
Der Dolch verschwindet in einem seiner Stiefel, schon greift er nach seinen zwei Schwertern, um anschließend die Tür des kleines Hauses zu öffnen und die heiße Sonne der Alik´r zu hinein zu lassen, die ihn bereits mit ihrer unbarmherzigen Hitze empfängt.
Er kneift für den Moment die Augen zusammen und schreitet sodann durch den Sand der Straßen von Schildwacht.
Seine Gedanken sind für einem Moment bei dem einfachen Händler, der vor einigen Tagen versucht hat einige ihrer Pferde aus den Stallungen von Lekirs Klinge zu stehlen.
Was für ein Narr er doch war.
Hat er wirklich geglaubt, er käme damit durch?
Für einen Augenblick versucht er sich vorzustellen, ob er ebenso gehandelt hätte, wäre er in der Situation jenes Mannes, dessen Namen er nie erfahren wird.
Möglicherweise sah er in dieser Tat eine Chance seinem Leben eine entscheidende Wende zu geben.
Er setzte alles auf eine Karte, und er verlor alles.
Faisal ertappt sich in der Vorstellung den Mut dieses Diebes anzuerkennen - oder war es einfach nur die Dummheit eines einfältigen einfachen Händlers?
Aber so beendete jener Dolch in Faisals Stiefel mit einem raschen Schnitt sein Leben.

Die Waffenhand der Abutemal steigt die steinernen Stufen hinab zur unteren Ebene der Stadt und hält auf den Basar zu, der zu dieser Tageszeit gut gefüllt sein sollte.
Einige Wachen grüßen ihn, als er sie auf den Weg dorthin passiert.
Man kennt sich, respektiert einander, aber mag sich nicht besonders.
Es juckt ihn nicht sonderlich.
Die Gedanken an den Pferdedieb hat er weggewischt, denn es gilt die Kinder der Familie zu finden und zu Rashid zu bringen.
So lautet sein Auftrag, aber vorher muss er noch mit Bousssa sprechen.
Boussa ist eine Händlerin, die man immer auf dem Basar antrifft und die Abutemal wohl noch etwas schuldig ist.
Faisal steuert sie direkt an, hindurch durch die Menschen, die sich beim Basar tummeln und sieht sofort ihre Miene, als sie ihn kommen sieht.
Er wird ihr Druck machen, ja.

Und während er sich sodann angeregt mit ihr ´unterhält´, sieht er gar nicht jene hellhaarige Frau kommen, die verträumt über den Basar schlendert und direkt auf Faisal zusteuert...
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Silann (22.10.2018)

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Donnerstag, 1. November 2018, 11:36


Schildwacht, ein Zimmer im Gasthaus ´Schwestern der Sande´...

Mit einer Engelsgeduld poliert sie den rothwardonischen Dolch, dessen Knauf viele kleine Verzierungen aufweist.
Sie tut es schon eine Weile, widmet sich jener feinen Klinge viele Minuten mit einer Akribie, die man ihr ansonsten vermutlich nicht zutrauen würde.
Ein letzter prüfender und auch kritischer Blick, dann wird der Dolch in eine Schlaufe geschoben, dort wo die anderen liegen, allesamt auf einem dunklen Ledertuch ruhend.
Für einen Moment verweilt die jung aussehende Rothwardonin vor der kleinen Sammlung verschiedenster Klingen, alle von bester Qualität und von Meistern ihrer Kunst gefertigt.
Dann wird das lederne Tuch zusammengewickelt, verschnürt und in einer Truhe verstaut, die in einer Ecke des Zimmers steht.

Ihr Name ist Alya bint Rashid al Alik´r.
Sie ist die Tochter des alten Rashid, dem Familienoberhaupt der Abutemal.
Zwei Brüder hat sie, Aabid und Zahir.
Sie ist die Jüngste und ist als Frau von vielen der Dinge entbunden, die ihre Brüder als zukünftige Erben der Familie ganz im Sinne der Familie zu erledigen haben.
Sie scheinen es mit Freude zu tun, wobei es der Zweitgeborene Aabid seit seiner Geburt schwer hat die Gunst des übermächtig wirkenden Vaters gewinnen zu können.
Alya stört das alles nicht.
Sie ist froh, dass sie ihrer Wege gehen kann.
Zumindest noch, denn ihr ist klar, dass es nicht mehr lange dauern wird, dass Rashid sie einem geeigneten Kandidaten zur Heirat übergeben wird.
Es gab schon einige jener ´Bewerber´, aber bisher konnte Alya den Vater davon überzeugen, dass sie nicht die beste Wahl sind, zumal einer von ihnen gar ´plötzlich´ von heute auf morgen verstarb.
Immer wenn sie an ihn denkt, dann muss sie leicht schmunzeln, als Fakhri - so hieß der vermeintlich vermögende, aber derart hässliche Händler aus Bergama - von jetzt auf gleich die Augen verdrehte, vom Stuhl kippte und bereits tot war, ehe er auf dem Boden aufschlug.
Das Herz, es war schwach, sagte man.
Sie schmunzelt immer noch, während sie sich die lederne Kleidung überzieht und ihren Turban kurz noch richtet, um in ihre Rolle als stumme Wache ihrer tölpelhaften Bruders zu schlüpfen.

Sie verschließt das Zimmer hinter sich und lässt den Schlüssel in einem kleinen Beutel verschwinden, der an ihrem Gürtel baumelt.
Sie geraumer Zeit schon hat sie hier im Gasthaus ´Schwestern der Sande´ ein Zimmer, bezahlt natürlich von ihrem Vater, dem es wohl nur Recht ist, dass sie gar nicht so oft auf dem Anwesen der Familie ist.
Dort hat sie natürlich auch ein Zimmer, aber sie genießt ihre Freiheiten und weiß, dass sie es nur schaffen muss, Rashid nicht zu auf die Nerven zu gehen.
Er ist leicht zu verärgern, auch wenn er es nicht offen zu zeigen pflegt und er ist es gewohnt, dass man das tut was er sagt.
So ist es besser, sie hält etwas Abstand und trifft ihn nur, wenn es zwingend notwendig ist.

Als sie durch die untere Halle des Gasthauses schreitet begegnet sie Rudabeh, die hier schon seit Ewigkeiten die Leitung inne hat.
Ein knappes Nicken zum Gruß, dann macht sich Alya daran ins Freie zu treten.
Die Sonne der Alik´r empfängt sie mit offenen Armen und schickt sogleich einen heißen Windzug zur Begrüßung hinterher.
Vor dem Gasthaus herrscht bereits ein buntes Treiben.
Der Tag läuft schon seit einiger Zeit und ehe die Sonne am höchsten steht, möchte man schon einiges an Arbeit erledigt haben.
Alya steigt die steinernen, teils vom Sand bedeckten Stufen vor dem Gasthaus herab, als sie auch schon ein ihr bekanntes Gesicht ausmacht.
Faisal, der langjährige Wegbegleiter und Waffenhand der Familie, nähert sich ihr und bleibt nur wenige Schritte vor ihr stehen.
Man spricht zunächst nicht, nickt sich nur kurz zum Gruß zu.
Faisal tut nie etwas ohne Grund, daher ist sich Alya sicher, dass er ihr diesen sogleich nennen wird.

"Dein Vater wünscht ein Treffen.", spricht er mit tiefer, aber ruhiger Stimme.
Alya blickt ein wenig überrascht.
"Dann ist es wieder an der Zeit, ja?", erwidert sie knapp.
Faisal nickt.
"Mach Dich auf den Weg. Du weißt, er wartet nicht gern."
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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