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Freitag, 17. August 2018, 17:16

Das Ende des Winters - Lynari

Filligrane Schneekristalle sanken lautlos zu Boden, hier in
Riften. Mit eleganten Bewegungen lief Lynari Dae’faer den Weg von der Burg hinunter.


Ihr ganzes Wesen strahlte Eleganz aus. Jede ihrer Bewegungen schien Anmutig und geschickt. Sie
hatte ihr blondes Haar hochgesteckt, so das nur noch die Spitzen ihrer altmerischen
Ohren sichtbar waren. hre hochgeschlossene,
Bodentiefe Robe war elegant geschnitten und der weiße Pelz, den sie über den
Schultern trug war zweifelsohne ein edles und wärmendes Geschenk. Sie wandte
sich am Baum vorbei und machte sofort hinter dem Holzwagen eine weitere rasche
Biegung, bis sie in dem schmalen Spalt, welcher sich zwischen dem Holzwagen und
der Hausmauer hinter ihm befand, verschwand.

Sie sah sich um, und versuchte auszumachen, ob sie entdeckt worden war, ihr
zittriger Atem war leise zu hören. Nur wenige Augenblicke später stand er
hinter ihr.



„ Wurdest du gesehen?!“ „Nein...ich glaube nicht…“

Rasch umarmten sie sich und verschmolzen in heißen Küssen und Bewegungen
ineinander.

„Ich muss...fort…sie erwarten mich. du wartest hier und folgst mir gleich…mit
ein paar Minuten Abstand...geh außen rum!“

Sie nickte…ihre Stirn warf plötzlich besorgte Falten. „Pass auf dich
auf…wiedersprich ihm nicht...so kommst du vielleicht davon.“

Ein letzter Blick…und er Verschwand aus der dunklen Ecke in den Schnee hinaus.

Sie atmete tief durch, schloss die Augen für einen Moment um sich zu sammeln
und hob dann ihr Kinn um stolz hinauszugehen. Sie tat wie er es ihr gesagt hatte,
sie ging außen herum, den schmalen Hügel hinauf bis zur großen Halle.

Neben der Halle saß Nathalia, die ebenfalls eine Altmer war und musterte sie
herablassend.

„Er wartet bereits auf dich, Lynari. Du kommst spät!“
Lynari nickte nur stumm und ging dann hinein.
In der Halle selbst waren heut erstaunlich viele Wesen versammelt…Erst später Erfuhr sie warum...

Sofort ruhte sein kalter Blick auf ihr. Er hatte sie erwartet und nun musterte
er sie mit seinen kühlen blauen Augen. Ein Schauer lief ihr über den Rücken,
sie hasste es, wenn er sie so ansah. Auf seinem Thron saß er, breitbeinig, eine
Hand auf einem Oberschenkel, die andere am Kinn.

Vor dem Thron stand ihr Elessar, den Kopf gesenkt wartete er.

Ein kleines Wortgefecht - er wurde immer mehr in die Enge gedrängt. „Du hast es
gewagt, meine Befehle nicht Sachgemäß auszuführen, das ist nun schon das fünfte
Mal! „

Es gab keinen Grund ihn anzuklagen, er hatte nichts getan…oder…doch...er hatte Lynari
bekommen, die Frau, die ER eigentlich haben wollte. Doch sie konnte ihn nicht
leiden, verachtete sein gehabe und hätte ihn lieber tot gesehen, als auch nur
eine Minute freiwillig mit ihm zu verbringen.

Eine kurze Handbewegung vom Jarl nur, und ihr Gefährte sank vor ihr in den
Staub, durchbohrt von Pfeilen der Wächter des Jarls. Dabei war er bis vor
wenigen Augenblicken noch ihr Kommandant gewesen!!!

..“Ich… liebe dich...Lynari...“

Elessar hauchte seinen letzten Atemzug mit ihrem Namen auf den Lippen aus.

In ihr zersprang etwas als sie hinabblickte. Mit Tränen in den Augen versuchte
sie den Thron auszumachen auf dem Ingvar saß.... Hass, Wut und Verzweiflung
machten sich in ihr breit.

Sie spürte die Blicke der anderen auf sich, hörte das schrille Lachen von
Nathalia.

„Nehmt sie fest...!“ Klang es kühl und rau aus seinem Hals. Mit einem hämischen
Grinsen auf den Lippen durchdrangen seine hellblauen Augen ihre zierliche
Gestalt. Hier gab es nichts mehr für sie, außer Hass und Gewalt und
vielleicht...den Tot. Sie riss das Amulett von Elessars Hals, wandte sich um
und rannte so schnell sie nur konnte hinaus. Die Wachen waren zu schwer
gerüstet, als dass sie ihr hätten folgen können und seinen Bognern befahl er
mit einer Handbewegung nicht zu schießen. Ihr Glück, so entkam sie, indem sie
sich so rasch wie möglich in die Büsche stürzte, ihre Verfolger verwirrte.


Sie lief durch die ungepflegten Wiesen, die zum Fluss runterführen, achtete
nicht auf ihre edel schimmernde Robe und lief am Flussufer entlang. Die Hunde
kamen näher und so sprang sie aus Verzweiflung in den Fluss.

Nur mit Mühe konnte sie sich bei der heftigen Strömung mit dem Kopf über dem eiskalten
Wasser halten. Eigentlich war ihr das auch egal. Ingvar hatte ihr alles
genommen, wofür sie lebte, und so gab sie den mehr vom Instinkt gefochtenen
Kampf ums Überleben auf.

Das Wasser schlug über ihrem Kopf zusammen, sie ließ ihre Arme locker neben
ihrem Körper gleiten und wurde von der Strömung fortgetragen.

Stunden oder gar Tage später wachte sie jedoch recht lebendig an einem ihr
fremden Ort auf. Ihre Kleider waren bereits zum Teil getrocknet, sie lag im
Sand. Kraftlos zog sie sich nach oben und setzte sich auf, mit leeren Blicken
das Flussbett absuchend, wusste sie, sie war viele Kilometer weit getrieben
worden.
Wo sie war, wusste sie nicht und sie würde ganz sicher niemals zurückgehen. Aus
ihrer Tasche zog sie das Amulett, das Elessar um seinen Hals getragen hatte und
betrachtete es. Leer war es in ihrem Herzen und ihrem Magen, doch weiterleben?

Ein Flüstern drang an ihr Ohr „Elessar?“ rief sie, doch niemand Antwortete.
Mit einem tiefen Seufzer Atmete sie ein, da…. sein Duft! Sie erhob sich und sah
sich aufmerksam um, denn das letzte was sie wollte war, dass Ingvars Schergen
sie erhaschen konnten. So lief sie in den Wald …..







( Offenes Rp, falls erlaubt und gewünscht... ;) )

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leylinfar« (17. August 2018, 17:22)