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Mittwoch, 15. August 2018, 16:03

Von der Reise eines altmerischen Magierlehrlings nach Dolchsturz

Aus der Feder von Yranil Loraethaere


Sonnenhöhe
16. Tag


Auri-El soll
Dich segnen und Magnus dich beschützen, geliebte Mutter.


Ich werde den Brief an Dich abschicken, sobald ich eine Gelegenheit dafür bekomme, was frühestens
in Dolchsturz sein wird, aber ich habe vor, dir möglichst viel zu schreiben, so
werde ich diesen Brief wohl als Tagebuch führen.


Gestern war endlich der Tag der Abreise. Mit einem Schiff, quer über den Ozean, bis nach
Dolchsturz. Noch nie war ich weiter von zu Hause fort.


Es soll nach Silumm gehen, dort werden wir Forschungen betreiben und versuchen mehr über die
alte Ayleiden-Ruine herauszufinden. Es fällt nur schwer, zu glauben, dass die
Ayleiden einst auch über das Land regiert haben, das heute nur noch von
Menschen bewohnt wird. Ich glaube, so aufgeregt war ich nur selten zuvor in
meinem Leben, auch wenn die Abreise selbst alles andere als angenehm war.


Wir – das sind außer mir mein Mitlehrling Tsleei, ein Argonier, dessen eigentlichen Namen
niemand aussprechen kann. Aus diesem Grund nennen ihn alle Tsleei. Wie er dazu
kam, Lehrling bei einem altmerischen Magier zu werden, kann wohl keiner sagen.
Er ist auf jeden Fall sehr interessiert an allem, was sich ihm bietet, auch
wenn sein Interesse an den Varianten von Gesichtsfarben, die je nach
Gefühlszustand bei Mer auftreten, ein wenig unheimlich ist. Ich kann noch immer
kaum einschätzen, Argonier haben kaum Mimik, nie weiß ich, wenn er einen Witz
macht oder ob er es ernst meint.


Unseren gemeinsamen Meister darf ich nicht vergessen, zu erwähnen. Meister Athian,
Magus der Magiergilde in Himmelswacht. Er verlangt viel, aber er scheint
gerecht zu sein. Ausgenommen die Körperertüchtigung, die er mir anbefohlen hat.
Ich kann seinen Sinnspruch „in einem gesunden Körper ruht ein gesunder Geist“
wirklich nicht mehr hören. Ich habe die
letzten Wochen mehr Sport getrieben als die Jahre vorher zusammengenommen – und
habe kein bisschen abgenommen.


Mit auf der Reise ist auch der Schwertmeister, der dem Meister dient, Atenis Derominas. Der
Meister hat ihm die Aufgabe übertragen, sich um meine Körperertüchtigung zu
kümmern. Wenn wir zurück von der Reise sind, werde ich ihn Dir persönlich
vorstellen. Vielleicht ist es mir möglich, Tsleei auch mitzubringen. Ich weiß,
dass du ihn gern über die Botanik seiner Heimat ausfragen möchtest.


Wir reisen auf einem Schiff der Familie Silvrenil, in Begleitung der Dame Lossilian
Silvrenil, es handelt sich um ein Handelsschiff, es ist wirklich gewaltig, noch
nie habe ich zuvor ein größeres Schiff betreten. Leider konnte ich das Ablegen
selbst nicht beobachten, Atenis leidet stark unter Seekrankheit, und ich wollte
einen Freund nicht alleine lassen.


Wir teilen uns zu viert eine Kabine, Atenis, Tsleei, ich und ein kleiner Bosmer, der der
Dame Silvrenil dient, Khasyr. Du musst Dir keine Sorgen machen, Meister Athian
hat betont, dass sein Bett direkt an der Kabinenwand steht, die an unsere
Kabine grenzt.


Am Ende war es ich, der über der Reling hing und – wie die Seeleute sagten – die Fische
fütterte. Nein, ich bin nicht plötzlich seekrank geworden. Du kennst doch die
großen Motten auf den Inseln? Bei der Abreise habe ich lernen müssen, dass man
sie braten und als Zwischenmahlzeit essen kann. Für Argonier und Bosmer
scheinen sie eine Spezialität zu sein – außen knusprig, innen flüssig. Tsleei
hatte ein ganzes Päckchen dabei. Den beiden zuzusehen, wie sie in diese Motten
beißen – ich will es Dir besser nicht genauer beschreiben – es führte auf jeden
Fall dazu, dass mir fürchterlich schlecht wurde. Erst zum Abendessen ging es
mir wieder besser. Seeluft macht wirklich hungrig.


Das Essen ist wirklich gut, zu einem Abendessen gab es Lachs in Zitronensoße, frisches
Brot und Früchte. Bis auf die Erkenntnis, dass der Argonier nun wirklich keine
Ahnung von Tischmanieren hat – er kennt offensichtlich kein Besteck – war es
ein wirklich angenehmes Mahl, ausgenommen der schwer seekranke Schwertmeister,
der sich aus Höflichkeit an den Tisch gequält hatte, bis Tslei und Khasyr
wieder anfingen, über diese Motten zu sprechen.


Deine Teemischung gegen Übelkeit hilft auch in solchen Fällen, wusstest Du das? Sie
war mir sehr nützlich.


Sonnenhöhe,
19. Tag


Das offene Meer ist wunderbar. Der Geruch nach Salz und Wind, das Lied der Wellen und der
Anblick der untergehenden Sonne, wie sie sich auf den Wassern spiegelt, während
das Schiff in ihrem rotgolden gezeichneten Weg entlanggleitet, es ist ein
einziges Lied. Ich wollte, ich könnte diesen Anblick angemessen festhalten,
meine Zeichnungen können das Spiel aus Farben und Tönen einfach nicht
einfangen. So versuche ich, diesen wunderbaren Abend in meinem Gedächtnis zu
bewahren, um mich später dahin zurückträumen zu können.


Sonnenhöhe,
22. Tag


Unterricht auf Deck. Trotz der Reise, kommt auch der Unterricht nicht zu kurz. Sei Dir
versichert, dass ich meine Studien nicht vernachlässige. Ich erweitere mein
Wissen und meine Kenntnisse über Magie und ihre praktische Anwendung täglich.


Ich vernachlässige die Aufgaben, die du mir gegeben hast, ebenfalls nicht. Auch
wenn Tsleei sich sofort das Buch über die Botanik des Dolchsturzgebietes
ausgeliehen hat und ständig darin liest, solange ich es ihm nicht wegnehme. Als
Angehöriger eines Volkes, das sich auch unter Wasser wohl fühlt, wäre er ideal
geeignet dafür, Wasserpflanzen in ihrer natürlichen Umgebung näher zu
untersuchen. Ich habe vor, mit ihm darüber zu sprechen. Die Ergebnisse würden
dich sicher auch interessieren.


Ich höre Atenis kommen. Wir werden bald landen, deshalb werde ich diesen Brief jetzt
beenden. Ich schreibe Dir sobald wie möglich wieder.


In Liebe,
Dein Sohn.

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As3her (15.08.2018), ddr.Peryite (15.08.2018), Narmaeril (15.08.2018)

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Mittwoch, 15. August 2018, 16:05

Sonnenhöhe
24. Tag,


Magnus möge
Dich beschützen, geliebte Mutter,


Diesen Brief verfasse ich in Dolchsturz. Dolchsturz. Wir sind wirklich in den Ländern der
Menschen angekommen. Allein die Anfahrt auf den Hafen – wie sich die Stadt
langsam aus dem Dunst schälte, die Geräusche, die Gerüche, alles ist so anders.


Dass ich jemals am anderen Ende Tamriels sein werde, unter Menschen, wenn man mir das
letztes Jahr gesagt hätte, hätte ich es nicht glauben können.


Mach dir keine Sorgen bitte, ich habe, bevor ich das Gastzimmer in der Taverne bezogen
habe, alles gründlich gereinigt. Ich verwende meinen eigenen Schlafsack und
habe mein eigenes Kissen dabei. Ich weiß, dass ich Wasser abkochen muss, bevor
ich es trinke, aber wir trinken sowieso immer Tee. Ich passe wirklich auf,
Mutter.


Die Stadt ist wirklich faszinierend, aber sehr fremdartig. Die Mauern sind so düster und
dick, die Menschen vergraben sich geradezu hinter ihren Mauern. Die Gebäude
lassen jegliche Eleganz und Schönheit missen. Sie sind plump und wirken auf das
Auge irgendwie schwer. Sie streben nicht nach dem Himmel und nach Schönheit,
sie sind Bastionen, in denen sich die Menschen vor ihresgleichen verschanzen.


Der Meister hat uns erklärt, das komme daher, weil die Menschen ständig Kriege
gegeneinander führen anstatt gemeinsam im Frieden zu leben. Es kommt mir
seltsam vor, ich kann mir nicht vorstellen, wie es sein kann, dass sich die
Inseln gegenseitig bekämpfen.


Der Vorsteher des Hauses der Wissenschaft von Wegesruh, Namir al-Rashid, hat uns
eine Führung durch die Stadt gegeben. Für einen Menschen ist er sehr gebildet,
seine Vorträge waren sehr interessant.


Es ist faszinierend, dass die Menschen mitten in der Stadt Schweinpferche und
Hühnerställe gebaut haben anstatt dort einen Garten für Ruhe und Besinnung zu
errichten. Es wäre dringend nötig. Dolchsturz ist eng und überall sind
Menschen, es ist laut, schmutzig und stinkt. Es gibt kein richtiges Kanalsystem
für Abwasser hier. Tslei, der Wahnsinnige, wollte es erforschen – dieser
Argonier hat wirklich Mut, manchmal wohl mehr als gesund für ihn ist.


Aber eines können die Menschen wirklich. Hättest du gedacht, dass sie vorzügliche Bäcker
sind? Hier gibt es eine Spezialität, sie nennt sich „Süßkringel“. Man sagt, es
wurden unter den Menschen schon Kriege deswegen geführt. Ich habe das Rezept
besorgt und es dem Brief beigelegt. Das Gebäck schmeckt wirklich gut, ich habe
sicher ein Dutzend schon probiert seit ich in Dolchsturz bin.


Die Magiergilde hier in Dolchsturz ist bedeutender als die Gilde zuhause in
Himmelswacht. Das Haus, in dem sie residiert, gehört zu den prunkvollsten hier
in der Stadt und die Bibliothek ist weithin berühmt. Ich hoffe, ich finde die
Gelegenheit, mich dort umzusehen und lesen zu dürfen.


Auf dem Markt von Dolchsturz habe ich noch ein Buch für die Reise erstanden: Eine Gedichtesammlung
aus den Cambrayhügeln. Die Gedichte sind wirklich schön, sie passen zu dieser
Gegend, sind stimmig und angenehm zu lesen.


Sonnenhöhe
26. Tag


Ich hatte endlich Gelegenheit, mich in der Bibliothek der Magiergilde von Dolchsturz
umsehen zu können. So plump und hässlich dieses Gebäude auch von außen wirken
macht, auch wenn es zu den prunkvollsten der Stadt gehört, so herrlich ist das
Innerste. Bücher, wohin das Auge auch schaut. Man weiß überhaupt nicht, wo man
anfangen möchte, so viele Folianten bieten sich dar.


Als Lehrling hat man selbstverständlich nicht Zugang zu allen Werken, aber die, in denen ich
lesen konnte, waren faszinierend. Es ist unglaublich, wie viel Wissen hier
aufbewahrt wird. Ich könnte Monate in dieser Bibliothek verbringen und mir wäre
niemals langweilig.


Ich würde Dir gerne noch länger schreiben, aber morgen geht es endlich auf nach Silumn
weswegen ich diesen Brief heute noch abgeben muss.


In Liebe,
Dein Sohn.

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Mittwoch, 15. August 2018, 16:09

Sonnenhöhe,
29. Tag,



Auri-El möge Dich beschützen und Magnus dich segnen, geliebte Mutter,
Zwar schreibe ich diese Zeilen während ich in unserem Lager in der Nähe der Ruinen
von Silumn sitze, aber ich werde sie erst abschicken können, wenn wir wieder in
Dolchsturz oder zurück auf den Inseln sind. Trotzdem möchte ich Dir alles
schreiben, solange es noch frisch in meinem Gedächtnis ist.


Die Reise von Dolchsturz hierher war hart. Wir waren zu Fuß unterwegs und mussten alle
unsere Halbseligkeiten tragen. Es gab keine Wege, wir marschierten geradewegs
durch die Wildnis, bis auf die Dame Lossilian, die beritten war.


Der Meister prüfte unser Talent für die Organisation einer Reise und sowohl Tslei als auch
ich schnitten sehr schlecht dabei ab. Wir mussten lernen, dass es viel gab, was
wir nicht berücksichtigt hatten. Wir werden uns für die nächste Reise besser
vorbereiten.


Der Weg fiel mir schwer, auch wenn diese Expedition für mich äußerst faszinierend und
interessant ist und ich es kaum erwarten kann, was der nächste Tag bringen mag
– am Tragen eines Rucksacks bin ich gescheitert. Es ist wieder die rechte
Schulter, Mutter. Sie verträgt die Belastung durch den Träger nicht. Nach
wenigen Stunden Tragen halte es kaum noch aus vor Schmerzen. Atenis hat
schließlich das Tragen des Rucksacks für mich übernommen. Ich muss überlegen,
ob ich den Träger irgendwie anders polstern kann, damit das Gewicht anders
verteilt wird, denn ich habe nicht vor, niemals wieder auf eine Expedition zu
gehen. Im Gegenteil, ich will Forschung betreiben – und ich kann mich nicht
darauf verlassen, dass ich jedes Mal Hilfe habe.


Letzte Saat,
14. Tag


Geliebte Mutter, Magnus möge Dich beschützen,

vielleicht wunderst Du Dich, dass ich Dir diese Zeilen aus Auridon schreibe, nachdem ich
dir eine Weile gar nicht geschrieben habe. Wir sind zurück und ich hoffe, Du
hast Dir nicht schon Sorgen gemacht. Ich kann Dir alles erklären.


Wir stiegen Anfang Saat in die Ruinen von Silumn um sie zu erforschen. Es ist kaum zu beschreiben,
welche Atmosphäre sich dort bietet, Mutter. Varlasteine, die die Stärke eines
Mer in Magicka in sich tragen, erleuchten noch all der Zeit noch immer die
leeren Hallen und Gänge. Die Ayleiden haben diese Steine so geschützt, dass
kein Mensch sie bisher ihren Hallen entreißen konnte. Diese hier verfügten über
die Fähigkeit zur Zerstörung – jeder Kontakt mit Holz oder sogar Stein ließ
dieses zu Staub zerfallen, ihren Fassungen taten die Steine jedoch nichts.


Die Baukunst der Ayleiden ist faszinierend, sie ähnelt in ihren Strukturen den Gebäuden
unseres Volkes – soweit von mir als Laien zu erkennen, ich bin kein Baumeister.


Die Erkundung der Ruine war interessant – noch nie hatte ich vorher dergleichen
gesehen. Aber ein Brief ist nicht Mittel genug, um Dir ausreichend davon zu
berichten, Mutter. Obwohl wir vorsichtig waren, wurde eine Illusionsfalle
ausgelöst. Wir waren darin gefangen, tagelang, und nur dank unseres Meisters,
der uns davon befreien konnte, gelang es uns, zu entkommen.


Danach blieb nur noch der Abbruch der Expedition. Wir hatten unsere Ausrüstung verloren,
keine Vorräte mehr, waren geschwächt. Aber Meister Athian hatte noch genug
Kraft, nachdem er sich einen Tag ausgeruht hatte, um ein Portal zurück nach
Himmelswacht zu öffnen.


So bin ich jetzt zurück zu Hause, Mutter. Ich schreibe diesen Rest des Briefes an meinem
Schreibtisch sitzend, bei einer Tasse heißen Blütentees und einem köstlichen
Abendessen.


Wir werden sicher die Ruinen erneut erforschen, wenn wir in unserer Ausbildung weiter
fortgeschritten sind.


Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen,
in Liebe,
Dein Sohn.

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