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Mittwoch, 27. Dezember 2017, 23:11

Aus den Forschungsnotizen eines Weisen

Spoiler Spoiler

Kurzes Vorwort zum Vorwort: All das was hier niedergeschrieben wird ist als IC-Sicht zu betrachten, soll heißen, dass hier zwar schon nachrecherchiert wurde um gewisse magische Vorgänge korrekt wiederzugeben, allerdings geschehen sämtliche hier aufgeworfenen Theorien auf einer ideologischen Sicht Anwéns und ist damit von ihren eigenen Ideen durchsetzt. Demnach stellt dieser kleine Thread keineswegs allgemeingültige Lore da, sondern gibt nur ihr eigenes Gedankengut wieder.


Prolog


Nach reichlicher Überlegung akademischen Interesses und in Anbetracht meiner anderweitigen Pflichten als Administratorin des Kollegs der aldmerischen Schicklichkeit, habe ich beschlossen die arkanen Forschungen meines Vaters und Lehrmeisters Aranas Erandor Llewellyn, seinerzeit "der Weise" genannt, wieder aufzunehmen und dort weiterzumachen wo er seinerzeit viel zu früh aufhören musste.
In seiner langen Lebensspanne hat er sich mit vielen Fragen magischer Natur auseinandergesetzt, sodass es zugebeben schwierig ist eine gewisse Ordnung in seine Unterlagen zu bringen, vor allem, da er es scheinbar vermieden hat Notizen zu hinterlassen, die für andere nachvollziehbare Gedankengänge zulassen. Außerdem sehe ich oft nur erzielte Ergebnisse vorliegen, nicht jedoch die Wege, die zu jenen Ergebnisen führen. Das bedeutet, dass ich dazu gezwungen bin dieselben Forschungen betreiben zu müssen wie er, in der Hoffnung die Resultate zu erzielen, die er schilderte und welche von mir im Ansatz schon richtig interpretiert wurden.
Dies ist tatsächlich ein wenig zermürbend. Es ist natürlich sein gutes Recht gewesen seine magischen Erkenntnisse für sich zu behalten, allerdings weiß ich so niemals ob ich mich auf dem richtigen Weg befinde oder einem Irrtum aufgesessen bin, der mich ewig in einem Kreis führen wird, bis ich mich dazu entschließe aufzugeben oder noch einmal ganz von vorne anzufangen.
Wie dem auch sei, habe ich damit begonnen die Forschungen um die Varlianz wieder aufzunehmen, da mir dies ein Projekt scheint, dessen Erkenntnisse am Sinnigsten für unsere heutigen, sagen wir einmal, „akademischen Lücken“ einzusetzen sind. Vielleicht werde ich mich zwischenzeitlich mit anderen Dingen beschäftigen, dies jedoch klar und deutlich kenntlich machen, damit ich nicht in einem ähnlichen Chaos ende wie mein früherer Mentor.

Einleitend sei zu betonen, dass das Licht, genauer gesagt, Sternenlicht nicht ohne Grund als das höchste Element in der Schöpfungslehre der Mer steht. Besonders für die alten Ayleïden hatte dieser Aspekt eine ganz besondere Bedeutung. Nicht selten wird auch das alte, ayleïdische Wort für Licht „Latta“ sinnbildlich für Magie gleichgesetzt. Dies zeigt schon, dass die Herzland-Hochelfen die kosmische Energie, die Nirn durchdringt auf eine Weise verstanden, die wir immernoch nachzuahmen versuchen. Wie wir, wussten auch die Ayleïden, dass die Magie durch die Löcher nach Aetherius zu uns strömt, welche von den fliehenden Magna-Ge geschaffen wurden, die aetherischen Geister, die es schafften vor der endgültigen Schaffung Mundus zu entkommen. Diese Löcher sind uns als Sterne bekannt, welche des Nachts das Leuchten der Ebene der Unsterblichkeit verkünden, der Heimat aller Magie.
Was wir jedoch nicht wissen ist, warum genau sie auf unsere Ebene strömt und hier kann ich mich nur auf diverse Theorien von Magierkollegen und Priestern unserer Tempel stützen und von dort aus weiterarbeiten.

Die erste Frage, der man sich hier stellen muss wäre der Grund für die Existenz der sterblichen Ebene. Dafür muss man sich wohl oder übel mit dessen Schöpfer auseinandersetzen, oder zumindest mit dem, der den Grundstein für die Erschaffung unserer Welt gelegt hat und welchem Konzept die Sterblichkeit selbst unterliegt.
Nach der Lehre der Aldmer (welcher sich nicht durch falsche Lehren haben verderben lassen), war es Lorkhan welcher die Aedra, unsere Ahnen, in eine ausgeklügelte Falle lockte um Mundus zu erschaffen. Diese Ebene selbst entriss sie der Unsterblichkeit und machte die Götter selbst, entgegen ihres Willens sterblich. Man könnte unsere Welt daher durchaus als eine Macht bezeichnen, die dazu gedacht war einen Gott selbst Sterblichkeit erfahren zu lassen und ihn zu töten. Letztendlich wird nur Magnus selbst, als Konstrukteur, den wahren Nutzen kennen aber wenn wir einmal davon ausgehen, dass Mundus dazu gedacht war Unsterbliche in Sterbliche zu verwandeln, könnte man die gesamte Ebene als eine Art gigantischen Katalysator betrachten, der unentwegt Magicka durch die Pfade absaugt, welche die et’Ada dereinst unbeabsichtigt schufen – vielleicht ein perfider Plan Lorkhans um Aetherius langsam ausbluten zu lassen? Natürlich macht dies alles nur wenig Sinn, da unsere geehrten Toten ohnehin wieder nach Aetherius aufsteigen um sich zu unseren Ahnen zu gesellen, es sei denn natürlich Mundus war dazu gedacht unsere Seelen auf alle Zeiten hier festzuhalten, wodurch man von einem Seelenfallenzauber exorbitanter Größe ausgehen müsste, der nur Magnus gerecht werden könnte.
Interessanterweise stellt das Reich der Toten der Nord, „Sovngarde“ die letzte Ruhestätte im Zeichen des Shor dar, jener, welcher bei uns als Lorkhan bekannt ist. Geht man also davon aus, dass die gefangenen Seelen Aetherius nie mehr die sterbliche Ebene von Mundus entkommen sollten, könnte es also sein, dass dieses Totenreich selbst eine Seelenfalle ist um besagten toten Gott mit göttlicher Energie zu erfüllen. Vorrausgesetzt es existiert. Vorrausgesetzt Lorkhan lebte tatsächlich noch irgendwo um davon zu profitieren. Doch ich schweife ab. Diese Gedanken sind an sich schon beunruhigend genug und eigentlich möchte ich mich ja einer ganz anderen Sache widmen.

Zurück zu den bekannten Fakten: Magicka strömt durch die Portale von Aetherius nach Mundus und erfüllt alles um uns herum, inklusive der Sterblichen, mit kosmischer Energie. Jedes Lebewesen nimmt diese Macht unbewusst in sich auf, manche mehr als andere und einige sind dazu in der Lage sie effektiv zu nutzen. An dieser Stelle setze ich einfach vorraus, dass es klar ist, dass die Magie nicht von den Sterblichen selbst kommt. Ich weiß, dass es andere Meinungen gibt, jedoch halte ich es persönlich für Schwachsinn anzunehmen ein Sterblicher könnte etwas Unsterbliches erzeugen und gleichzeitig nutzen.
Wir verfügen „lediglich“ über die Befähigung sie für uns nutzbar zu machen und so ist jeder Sterblicher als kleiner Katalysator zu verstehen, der soviel Magicka in sich aufnimmt, bis sein natürliches Limit erreicht ist und füllt sich langsam wieder auf, wenn es durch aktiven Zaubergebrauch verbraucht wurde, wobei die Schnelligkeit der magischen Regeneration von Magier zu Magier unterschiedlich ist.
Doch warum oder eher –wie- sind wir dazu befähigt? Dazu hat mein Mentor eine interessante Theorie: Der Grund warum wir als eine Art Anker für Magie funktionieren sind unsere Seelen. Unsere Seelen sollen es sein, welche die magische Macht aufnehmen und speichern. Je mächtiger eine Seele ist, desto mehr Magicka kann entsprechend gelagert werden und desto schneller wird verbrauchte Energie wieder ersetzt. Dies macht insoweit Sinn, als dass es erklärt, warum Mer generell älter werden und durchschnittlich mächtigere Magier hervorbringen als Menschen. Überdies würde es erklären, warum die Daedra ein solches Interesse an unseren Essenzen haben. Je mehr sie davon ernten, desto mehr magische Macht wird in ihre Ebenen gespült und desto mächtiger werden sie schlussendlich selbst.
Dies ist nur ein weiterer Grund die daedrischen Machenschaften auf Nirn zu vereiteln, sooft sich uns nur die Möglichkeit dazu bietet.

Zwar ist mir durchaus bewusst, dass ich meine eigene Seele der Herrin des Lichts überantwortet habe und ich niemals nach Aetherius zu den geehrten Ahnen zurückkehren kann, doch da ich Merid-Nunda beileibe nicht als Daedra ansehe, sondern vielmehr als heilige Wächterin unserer Welt, habe ich zumindest die richtige Seite gestärkt, die Seite, die aktiv gegen Unholde wie Molag Bal und dessen Jünger vorgeht, die versuchen die natürliche Ordnung Magnus‘ Pläne zu zerstören. Dies ist ein Opfer, das ich bereiwillig eingegangen bin um die Nachfahren der göttlichen Acht zu schützen, ein Opfer, das ich bis heute nicht bereue.
Per Definition mag Meridia als Daedra gelten, doch ihre Natur ist es schlichtweg nicht. Sie ist eine Magna Ge, welche über eine eigene Ebene verfügt, nicht mehr und nicht weniger. Mir ist durchaus bewusst, dass dies für andere, Uneingeweihte, nicht nachzuvollziehen ist, doch dies ist ohnehin nicht Gegenstand dieser Forschungen. Noch zumindest nicht.


Der eigentliche Gegenstand meiner nächsten Forschung sind die Relikte der alten Ayleïden, welche sich nach wie vor in Mysterien hüllen: Ihre Kristalle und natürlich ihre sagenumwobenen Brunnen. Zusammengefasst verfasse ich also die nachfolgenden Kapitel meiner persönlichen Forschungstagebücher unter dem Credo der Magie der Sterne, ihre Einflüsse auf uns und ihre praktische Anwendung. Vor allem interessiert mich dabei, wie die Ayleïden es geschafft haben Magicka effektiv auf ihre einzigartige Weise zu speichern. Könnte dieses Geheimnis wiederentdeckt werden – ich wage mir gar nicht vorzustellen welche Errungenschaften sich vor mir auftun würden. Zweifellos würde ich als eine glorreiche Magierin in die Geschichtsbücher eingehen, welche dem Vermächtnis von Shalidor selbst standhalten könnte. Oder als eine Unheilsbringerin, die direkt in einem Atemzug mit Mannimarco genannt werden kann.

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Donnerstag, 28. Dezember 2017, 14:51

Weitere Gedankenspiele und noch mehr Fragen


In meiner kleinen Einleitung hatte ich ja bereits die Theorie angedeutet, nach der jedes Lebewesen, egal wie unbedeutend es auch sein mag, über eine Seele verfügt, welche konstant Magicka in sich aufnimmt und speichert, je nachdem wie groß das magische Potential ist.
Jeder Verzauberer weiß genau darum, da für Verzauberungen stets Seelen von Kreaturen in einem Seelenstein eingeschlossen werden müssen.
Abgesehen von lebenden Personen also, verfügen jedoch auch noch andere Aunahmen über die Fähigkeit Magicka effektiv zu speichern; nämlich die magischen Brunnen der Ayleïden, sowie die Varla- und Welkyndsteine.

Verzauberte Gegenstände zähle ich hierbei natürlich nicht hinzu, da sie nicht tatsächlich Magicka speichern, sondern lediglich ein eingearbeitetes magisches Muster aufweisen, das selbst immer wieder durch Magicka, beziehungsweise gefangene Seelen aufgefrischt werden muss, sobald sie verbraucht ist, was jedoch wieder zeigt, dass diese beiden Komponenten untrennbar miteinander verflochten sind.

Geht man also davon aus, dass man tatsächlich eine Seele haben muss um Magicka adäquat aufnehmen und speichern zu können, erschließt sich doch folgende Frage: Verfügen besagte Steine und Brunnen über einen ähnlichem Komplex, mit ähnlichen Fähigkeiten wie die einer Seele? Oder: sind an ihnen vielleicht sogar selbst Seelen gebunden? Letzteres wäre ein eher grausiger, nahezu blasphemischer Fund und ich möchte gewiss nicht als die Magierin in die Geschichte eingehen, die herausgefunden hat, wie man als Sterbliche Seelen knechtet um zusätzliche Macht zu erlangen, zumindest nicht, wenn dies vorraussetzt, dass ich die Seelen intelligenter Wesen, wie Mer oder Menschen binden muss. In Anbetracht der teilweise ruchlosen Geschichte der Ayleïden wäre dies durchaus denkbar. An dieser Stelle ergeben sich für mich zwei verschiedene Experimente: Zum einen arbeite ich an einer gewiss komplizierten Verzauberung, welche Magie von sich aus speichert und auch nicht durch fremde Beeinflussung aufgefrischt werden muss und zum Anderen werde ich mich daran probieren die Seelen kleinerer Kreaturen einzufangen und an Miniatur-Brunnen zu binden um zu beobachten ob dies den gewünschten Effekt erzeugt. Wenn ich nur mit einem dieser beiden Möglichkeiten Erfolg hätte, könnte ich selbst Kristalle erschaffen, die der Funktion von Welkynd- und Varlasteinen gleichkäme. Ein zugegeben berauschender Gedanke mich so nah auf den schmalen Grad zwischen Wahnsinn und Genialität zu begeben.

Eine grundlegende Frage ist jene; wenn Seelen tatsächlich jene Komponenten sind, die Magie aufnehmen und speichern, warum verzauberte Gegenstände, an denen Seelen gebunden sind, sich nicht selbst erneut mit Magie versorgen und diese speichern. Die Seelen, welche für die Verzauberungen genutzt werden, werden so geformt, dass sie einem gewünschten Muster entsprechen, doch damit sie dieses Muster weiterhin mit Macht erfüllen, müssen sie stets mit neuer Magie versorgt werden. Sollten sie nicht eigentlich von selbst dazu in der Lage sein diese Magie wiederherzustellen, wenn es tatsächlich Seelen sind, die als Anker für Magicka dienen?
Warum bekomme ich an dieser Stelle das Gefühl, dass mich auf jede Antwort, die ich mir erkämpfe, ein vielfaches von neuen Fragen erwarten?
Gehen wir das Ganze einmal ganz analytisch an. Woraus besteht ein Lebwesen? Ich würde behaupten aus der Seele, dem Geist und dem Körper.
Der Körper ist das sterbliche Gefäß, durch welchen wir direkt auf Nirn handeln können. Es ist etwas, das daedrischen Kräften fehlt und ein Beschwörer ihnen erst geben muss und verhindert, dass sie einfach so auf Tamriel herumspazieren können, es sei denn, sie reißen sich eine physische Form auf andere Art und Weise an sich. Diese sterblichen Hüllen sind auf Mundus eingestimmt und werden nach unserem Tod hinter uns gelassen.
Dann wäre da unser Geist und unsere Seele, Animus und Anima. Der Geist steht hierbei für all dies, was uns ausmacht, unsere Stärken, unsere Schwächen, unsere Ethik, unsere Laster, sprich unsere gesamte Persönlichkeit und unser gesamtes Denken. Im Gegensatz zu dem Körper und der Seele ist der Geist etwas weniger greifbares, wenngleich ein Illusionist mir da zweifelslos widersprechen würde. So ist es zumindest als etwas subtiler einzustufen, wenngleich ich nicht glaube, dass er bei der Anwendung von Magie groß ins Gewicht fällt. Natürlich muss der Geist dem Zauber eine Richtung geben können aber auch beschäfigte oder unter diversen Einflüssen stehende Geister vermögen Zauber zu vollführen, wenngleich diese oftmals unkontrollierter Natur sind. Aber es funktioniert. Was geschieht jedoch mit dem Geist, wenn der Körper stirbt? Ich weiß, dass es Magier gibt, die sich damit brüsten Geister Vertsorbener herbeirufen zu können. Daher vergeht der Geist nicht wie der Körper, sondern existiert „irgendwo“ weiter.
Und die Seele? Ist sie untrennbar mit dem Geist verbunden oder eher etwas Eigenständiges, etwas weniger persönliches, als manch einer vielleicht annehmen würde? Während der großen Katastrophe, die durch Molag Bals Anhänger ausgelöst wurde, kamen mir Gerüchte über sogenannte „Seelenlose“ zu Ohren, Sterbliche, welcher ihrer Seelen entrissen wurden und deren Körper und Geist dennoch unabhängig weiter funktionierten, wenngleich um als Sklaven zu dienen. Wenn diese Gerüchte wirklicher Tatsachen zugrundeliegen, dann ist es denkbar, dass die Seele „lediglich“ der göttliche Funken ist, der uns stetig mit Magie erfüllt, jedoch nichts, was uns persönlich ausmachen würde. Eine Komponente unseres Daseins, eine mächtige zwar aber nur eines unserer Bestandteile, wie ein zweites, magisches Herz. Leider ist auch dies rein spekulativ, da ich nicht weiß wie man einem Sterblichen seine Seele entziehen könnte, während er noch am Leben ist. Und um ehrlich zu sein würde ich das auch gar nicht wissen wollen, da mich dies zu sehr an nekromantische Praktiken erinnert, zu sehr an den Vorgang der Lich- und Vampirwerdung angelehnt, die keine Seele für Magie brauchen, da sie mit dunkler daedrischer Magie gefüllt sind und das würde meine Herrin nicht einmal aus akademischen Interesse heraus billigen.

Zurück zu meinem Projekt. Wenn ich eine Seele zu einem neuen Muster umforme um einer Verzauberung zu entsprechen gibt es zwei Dinge, die sie vorher verloren haben muss: Körper und Geist. Wie ich bereits andeutete bezweifle ich, dass der Geist einen größeren Einfluss auf unsere magsichen Vorräte hat, als sie zu lenken und mir fiele auch keine Möglichkeit ein, wenn es anders wäre, den Geist eines Wesens an einen Gegenstand zu binden, sollte es anders sein, da dieser an das Fortbestehen des sterblichen Körpers gebunden ist und „irgendwohin“ entweicht, wenn er vergeht. Was ich mir durchaus vorstellen kann, was die Sache jedoch alles andere als leichter machen würde, wäre wenn es tatsächlich der Körper ist, der in Zusammenspiel mit der Seele die aufgenommene Magie speichert. Das Konzept der Verbindung eines sterblichen Gefäßes und einer unsterblichen Essenz könnte tatsächlich das Geheimnis sein Magicka nicht nur aufzunehmen, sondern auch zu lagern. Doch diesen Vorgang über die Zeit hinweg andauern zu lassen würde bedeuten etwas tun zu müssen, nach dem die mächtigsten Magier seit jeher streben und bisher nur die dunkelsten Kreaturen erreicht haben: Die sterblichen Begrenzungen unseres Daseins aufzuheben und unsterblich zu werden.
Doch wie soll ich diese Geheimnisse egründen ohne von den Wegen des Lichts abzuweichen?

Zitat

Einige Zeit später werden die Forschungsnotizen um eine Weitere ergänzt.


Ich habe nachgedacht. Wenngleich mich meine vorherigen Gedankenspiele nur zu düsteren Schlussfolgerungen geführt haben, habe ich beschlossen den Versuch zu wagen der Magie der Ayleïden auf den Grund zu gehen, solange es sich für mich nicht klar und deutlich abzeichnet, dass ich aktiv eine dunkle Form der Magie ausführen muss um zu mehr Wissen zu gelangen. Auch in den Stätten der Ayleïden gab und gibt es Brunnen und magische Kristalle und ich bezweifle stark, dass Meridia in eine ihrer Einflussgebiete nekromantische Einflüsse zugelassen hätte. Daher muss es möglich sein diese Art der Magie auch ohne finstere Abgründe zu meistern.

Fürs Erste werde ich mich damit befassen mit den Seelensteinen zu experementieren, in denen ich die Essenzen geringerer Kreaturen eingefangen habe, wie Vögel, Nager und ähnliches Getier, das überall herumspringt. Vielleicht ist es mir tatsächlich möglich eine Verzauberung zu weben, die dazu in der Lage ist Magie aufzunehmen und zu lagern. Sollte dies nicht gelingen, werde ich überlegen müssen, ob ich an lebenden Testsubjekten Experimente vornehmen sollte, auch wenn ich mich davor nach wie vor scheue, selbst wenn es nur Fische und ähnliches sind. Sollte meine Theorie jedoch zutreffen, dass der sterbliche Körper seinen Teil zur Magielagerung beiträgt, dann bliebe mir gar nichts anderes übrig. Außer aufzugeben und das werde ich, sollte sich heraustellen, dass ich tatsächlich auf dunklen Pfaden wandeln müsste. Doch wie gesagt bezweifle ich, dass ich das tatsächlich werde tun müssen, andernfalls hätte mein Mentor sämtliche Aufzeichnungen zu diesem Thema gewiss vernichtet. Ich bin der Herrin des Lichts gegenüber „lediglich“ loyal und vereehre sie gewiss mit jeder Faser meines Körpers, doch er liebte sie darüber hinaus inbrünstig auf eine Weise wie man sonst nur eine Mutter lieben würde. Er hätte sie niemals derartig hintergangen.

Gefüllte Seelensteine habe ich noch zuhauf übrig… vielleicht lasse ich mir aber schon einmal ein Aquarium in meinen Räumlichkeiten befüllen. Haustiere sind ja schließlich nicht allzu unüblich und die Smaragdkois aus Alinor sehen dazu noch ausgesprochen schön aus.

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Montag, 22. Januar 2018, 12:12

Erste Versuchsdurchführungen


Ich habe mich nun an mehreren Varianten versucht wie man eine Verzauberung bloß mittels Magie an einen Gegenstand binden könnte, hatte jedoch, wie ich es erwartet hatte, wenig Erfolg damit. Die Magie hat sich relativ schnell verflüchtigt, was die allgemeingültige Regel der Verzauberer ist, dass eine Seele als Ankerpunkt für die Verzauberung benötigt wird. Übermäßig enttäuscht über den Ausgang dieser experimente bin ich zwar nicht aber ich denke, dass ich die Kunst der Verzauberung hätte revolutionieren können, wenn ich eine Methode gefunden hätte Magicka durch Magicka an einen Gegenstand zu binden. Ich gehe allerdings ohnehin davon aus, dass dies nur unter sehr komplizierten Umständen möglich gewesen wäre, die sich gewiss nicht rentiert hätten, ganz abgesehen davon, wieviel magische Macht diese Verzauberung wohl geschluckt hätte. Sei’s drum. Was mich viel eher ärgert ist die Tatsache dass meine eigentlichen Experimente noch keine Fortschritte gemacht haben und ich nach wie vor keine Formel für eine Verzauberung entdeckt habe, die es möglich macht Magicka von selbst aufzusaugen und zu speichern. Im Zuge meiner Forschungen habe ich die Versuche in genau jene Teilbereiche untergliedert, zunächst von einander abgesondert, damit ich ihre einzelnen Bereiche besser nachvollziehen kann.

Verzauberung eins: Magicka absaugen

Diese Verzauberung habe ich bereits im großen Stil auf das Kolleg angewandt und mir mehr oder weniger von einer gewissen Ayleïdenruine abgeschaut, die ich hier namentlich nicht erwähnen werde. In besagter Ruine herrschte ein mächtiger Bann vor, der es den Magiern der Expedition beinahe unmöglich machte ihre Mächte zu bündeln, da er die genutzte Magicka aus den gewirkten Zaubern selbst abgezogen hat, sodass diese, ohne jede Wirkung verpufften. Ich bin mir nicht ganz sicher was anschließend mit der Magie geschah, doch vermute ich, dass sie tatsächlich in das einging, was diesen Bann aufrecht erhält, da es lange schon keinen Magier mehr gab, der sich selbst hätte darum kümmern können, weswegen davon auszugehen ist, dass die Verzauberung autark funktioniert. Dies ist quasi genau das, was ich zu bewerkstelligen versuche, allerdings kann ich nicht riskieren mich dem Artefakt selbst zu nähern um es zu untersuchen, wie vorhergehende Untersuchungen es nahegelegt haben.

Der magische Bann hingegen, den ich über das Kolleg legte zersetzt die gewobene Magie lediglich, speichert sie jedoch nicht, sodass ich sie immer wieder, wie eine gewöhnliche Verzauberung, aufladen muss, je nachdem wie oft sie magische Wirkungen hatte vereiteln müssen. Das Erneuern der Schutzzauber nehme ich fast täglich vor, selbst dann, wenn niemand versucht hat sich gegen die Bestimmungen des Kollegs hinwegzusetzen. Die größte Schwachstelle des Schutzzaubers liegt darin, dass er im Prinzip dadurch gebrochen werden könnte, dass genügend Zauber gewoben werden, sodass dem Bann bei der Ausübung seiner Pflicht irgendwann der Vorrat an Magicka ausgeht. Dieses Ereignis halte ich jedoch für relativ unwahrscheinlich, da nicht nur ich, sondern auch etliche andere Magier des Kollegs ihm beinahe täglich magische Energie zukommen lassen. Es bräuchte schon eine exorbiatnt große Menge an magischer Kraft um den Schutzzauber derartig zu erschöpfen. Trotzdem wäre es jedoch möglich und wenn ich herausfinden könnte, wie der Schutzzauber die Magicka nicht zersetzt sondern selbstständig aufnimmt und speichert könnte ich dieses offene Nische umgehen.

Verzauberung 2: Magicka binden

Auch diese Verzauberung ist dem geneigten Verzauberer zumeist wohlbekannt und wird gerne genutzt um über zusätzliche magische Reserven zu verfügen. Was Magier gerne tun, ist eine Seele an ein Schmuckstück, wie Ringe, Amulette oder an Diademe zu binden und diese mit einem zusätzlichem Reservoir an magischer Macht zu füllen, auf das sie zurückgreifen können, wenn ihnen die Magie ausgeht. Soweit ist dies jedoch nichts bemerkenswertes. Viel interessanter ist jedoch die Möglichkeit ein Schmuckstück so zu verzaubern, dass es die magische Regeneration des Trägers verbessert. Im Prinzip tut dies bereits genau das, was ich will, allerdings wird die Magie direkt an den Magier weitergeleitet. Wenn ich sie jedoch dazu bringen könnte sie in sich selbst zu speichern, anstatt sie weiterzuleiten, wäre sie Katalysator und Reservoir in einem. Doch genau dies ist ja der Knackpunkt daran. Ich merke selbst, dass ich mich mit meinen Gedanken im Kreis drehe und es macht mich wahnsinnig. Selbst mit einer doppelten Verzauberung erreiche ich nicht das was ich erreichen wollte. Ich habe, aus purer Verzweiflung, auf einem Ring zwei Verzauberungen gelegt, einmal eine, die Magicka speichert und eine andere, die Magicka aufnimmt, in der Hoffnung so Erfolge zu erzielen. Ich wusste allerdings schon halb, dass es so einfach nicht werden würde. Der Ring hat zwar von selbst ein gewisses Maß an magischer Macht aufgenommen – allerdings hat er die aufgenommene Magie nicht an das Reservoir weitergeleitet, sondern nach wie vor an den Träger. Die Verzauberungen haben separat voneinander gewirkt, als gäbe es die jeweils andere überhaupt nicht. Zugegeben hat mich das so wütend gemacht, dass ich das Schmuckstück in einem hohen Bogen aus dem Fenster in Richtung der kleinen Wasseranlage des Anwesens geworfen habe. Ich habe es dann Quietschen gehört und glaube dass Arenils geliebte Schlammkrabbe getroffen habe. Sie sollte es aber überlebt haben, ihr Panzer schützt sie immerhin vor derlei Dingen.

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As3her (22.01.2018)

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Montag, 22. Januar 2018, 12:12

Ich denke ich sollte mir noch einige andere Betätigungsfelder suchen, damit ich nicht tasächlich noch wahnsinnig werde. Wann habe ich das letzte Mal gezeichnet? Viel zu lange, schätze ich. Aufgefallen ist mir das jedoch erst als Fiiranddalf mich gezielt darauf ansprach. Die Pflichten des Kollegs, die Erziehung meiner Tochter, meine Experimente und natürlich die Vorbereitungen der Hochzeit, die nun verschoben wurde haben mich einfach zu sehr in Anspruch genommen, als dass ich mir noch zusätzlich die Zeit hätte nehmen können den Pinsel in die Hand zu nehmen, was schade ist, da ich sehr gerne gezeichnet habe. Vielleicht sollte ich meine Experimente tatsächlich einige Tage ruhen lassen und stattdessen etwas suchen, das ich porträtieren könnte, allein schon um meinen Kopf etwas abzukühlen. Fiiranddalf ist… interessant. Man trifft nur wenige Mer, welche so sorglos, so offen erscheinen, wie er es ist. Er ist direkt, jedoch nicht unverschämt, eher voller Witz und –zugegebenermaßen- Charme, mit dem er gewiss die Frauenwelt zu beeindrucken weiß. Ich bin zwar mittlerweile schon etwas zu alt um mich von bloßen Komplimenten zu meinem Äußeren beeindrucken zu lassen aber es erheitert mich durchaus als schönste und anmutigste Frau der Sommdersend-Inseln bezeichnen zu lassen. Ich genieße die ernsten und tiefgründigen Gespräche, die ich mit Arenil führen kann absolut aber Fiiranddalfs ungezwungene Art ist… ablenkend, auf eine positive Weise. Wenn ich mit ihm spreche fühlt es sich beinahe so an, als hätte ich keine anderen Sorgen als entscheiden zu müssen welches Kleid ich trage, welchen Tee ich trinken soll oder welches Bild ich als nächstes male. Dabei sind unsere Gespräche alles andere als flach. Er hat mir schon einiges von sich erzählt und ich ihm einige Dinge von mir, die, die ich bereit bin zu teilen, natürlich und ich denke mit ihm ist es nicht anders. Was mich am meisten an ihm fasziniert ist die Tatsache, dass er mit –mir- redet. Mit Anwén Llewellyn, einer gewöhnlichen Mer und nicht mit der Administratorin des Kollegs der aldmerischen Schicklichkeit, wie es die meisten tun, selbst wenn ich als Privatperson irgendwo unterwegs bin und nicht gekleidet in den offiziellen Roben des Thalmor. Das ist bemerkenswert erfrischend und ich bin davon überzeugt, dass daraus eine gute Freundschaft erwachsen kann.
Ilyara hingegen macht mir eine Schwierigkeit nach der anderen. Abgesehen von ihrem unmöglichen Äußeren, bekomme ich zusehends Beschwerden über ihr Betragen. Als wäre es noch nicht schlimm genug, dass sie sich eine Seite ihres Kopfes kahl geschoren und tättowiert hat, nein, sie lässt sich auch noch in der Taverne zum Widerhaken mit Jagga vollaufen und lallt des Nachts durch die gesamte Stadt. Gut, was ihr Äußeres angeht habe ich wohl keine andere Wahl als dies ihr zu überlassen, da sie sich jedes Mal, wenn ich das Haar durch Magie habe nachwachsen lassen, eine neue, noch schrecklichere Frisur hat einfallen lassen mit der sie mich strafen konnte und langsam graut es mir davor, was sie tun würde, wenn ich es abermals tue und ihre Tättowierung verschwinden lasse. Aber was das Benehmen angeht muss ich ein ernsthaftes Wort mit ihr wechseln, so kann das einfach nicht weitergehen. Als Erziehungsmaßnahme habe ich ihr ein Haustier geschenkt, ein anhänglicher Wolfswelpe der selbst eine feste Hand und Erziehung benötigt. Vielleicht lernt sie so etwas Verantwortung. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Als wäre dies nicht schon genug Familiendrama hat sich Andralina Direnni, erste Tochter von „ist-mir-absolut-egal“ aus „das-interessiert-mich-noch-viel-weniger“ vor mich aufgebaut und eine Forderung nach der anderen vom Stapel gelassen. Es stimmt, dass mein Cousin mit ihrer Schwester liiert ist und diese furchtbar verzogene Göre junge Frau in die Welt gesetzt hat, dies legitimiert das Haus Direnni jedoch keineswegs sich in die Familienpolitik der Llewellyns einzumischen, wenngleich sie dies jedoch zu glauben scheinen. So hat sie ernsthaft verlangt, dass ich eine Erlaubnis für meine Hochzeit aus Balfiera hätte einholen müssen und mich auch anderen Sitten der Direnni unterwerfe. Mir war durchaus bewusst, dass ich meine eigene Familie verärgern würde, wenn ich die Missbilligung der Direnni auf mich ziehe und war bereit, um meiner Tochter willen, Kompromisse einzuegehen. Die Direnni jedoch waren nicht auf Kompromisse aus. Sie verlangten eine vollständige Unterwerfung und die Überantwortung der Kontrolle über mein Haus in ihre Hände. Dem konnte –und wollte- ich jedoch besten Willens nicht zustimmen, sodass Andralina Direnni irgendeinen Direnni-Ritus vollzog und mich aus den Reihen ihres Hauses verstieß, mitsamt aller meiner Verwandten, abgesehen von Seraphea, welche nicht meinen Namen trägt. Ich gehe mal davon aus, dass auch mein Cousin von dieser Regelung ausgenommen sein wird, da er schließlich ebenso den Namen seiner Frau angenommen hat. Ich bin nur froh, dass meine Tochter mir letztendlich mitgeteilt hat, dass sie nicht anders reagiert und deutlich weniger Geduld aufgebracht hätte als ich es getan habe. Zumindest scheinen wir uns in dieser Ansicht einig zu sein. Ich hatte gehofft, dass sich damit die Auseinandersetzungen mit Andralina geklärt hätten, doch nun macht sie neuen Ärger indem sie sich darüber beschwert, der Thalmor würde die Gilde der Magier aus Himmelswacht vollends für sich beanspruchen, sodass sie sich nicht mehr mit ihren Belangen befassen können, vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass wir daran arbeiten eine unmittelbare Bedrohung, ausgehend von den Maormern, abzuwenden, was nur allzu deutlich zeigt, dass sie ihre eigenen Bedürfnisse über die Sicherheit einer gesamten Nation stellt, eine Arroganz, welche ich nicht einmal ihr zugesprochen hätte. Ich werde mich mit meinen Kollegen und natürlich der Gilde beraten wie in dieser Hinsicht zu verfahren ist und ob die Gilde sich tatsächlich so überbeansprucht fühlt und sich lieber aus den Untersuchungen zurückziehen will. Ich persönlich halte diese Beschwerde für lächerlich und nur dem Dienst geschuldet Unmut zu schüren.

Wo wir gerade beim Thema sind: Die Verfolgung der flüchtigen Maormer scheinen sich in eine neue Runde zu begeben. Ich hörte schon, Morith habe eine neue Information, die uns nützen könnte die Viper zu stellen und auch Maga Nimrassar kümmert sich darum den magischen Helm aufzuspüren, den sie gestohlen hat und vermutlich noch immer bei sich trägt. Mit etwas Glück können wir sie wohl tatsächlich, endlich einfangen und verhören ob sie diesen Mord an den Buchhalter zu verantworten hat und auch, was die Maormer auf dem Schiff vor der Küste möglicherweise planen, -falls- sie etwas planen, wovon ich beinahe ausgehe, da ich langsam das Gefühl bekomme, dass sie diese Hetzjagd nur inszeniert haben um uns von etwas anderem abzulenken. Ein Gedanke, der mir nicht zuletzt durch diese merkwürdige Rune gekommen ist, welche uns die Diebe haben zukommen lassen und offensichtlich einen magischen Zweck erfüllt, der angeblich dazu in der Lage ist Geschöpfe der Tiefe anzulocken, was für unsere Küstenstädte eine Gefahr darstellen könnte. Ich hoffe, Maga Fynella Indariel wird Erfolg beweisen entsprechende Runen herzustellen, welche diesem Zauber entgegenwirken und uns so Schutz bieten. Das nächste Mal, das ich mit Maga Nimrassar in Kontakt trete, sollte ich sie fragen wie weit die Runenmagierin ist. Ich befürchte wir werden auf ihre Arbeiten bald angewiesen sein, vor allem, wenn die Maormer erfahren, dass wir ihre kleine Freundin gefangen haben. Ob sie wohl tatsächlich einfach verschwinden werden, wenn wir sie ihr übergeben? Schließlich haben sie dann keinen offiziellen Grund mehr um zu bleiben, da unsere Vereinbahrung auf Zusammenarbeit damit erlischt. Wir haben sie darüber in Unklaren gelassen, dass wir wissen, dass sie auf Auridon spionieren, vielleicht sollten wir sie vorerst auch nicht wissen lassen, dass wir die Maormer gefangen haben, wenn wir sie gefangen haben um herauszufinden was sie vorhaben.

Und ehe man es sich versieht habe ich meine Forschungsnotizen eher mit persönlichen Dilemma und Angelegenheiten des Thalmor gefüllt, denn mit tatsächlichen Forschungsnotizen. Ich denke, ich sollte an dieser Stelle für heute Schluss machen, ehe ich noch weiter ausschweife.

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Mittwoch, 28. März 2018, 22:53

??? - Part 1


Seltsam. ich habe in den Katakomben meiner Familiengruft einen eigentümlichen Folianten gefunden, den ich vorher noch nie gesehen habe. Er muss eindeutig meinem ehemaligen Mentor gehört haben, denn ich erkenne seine Schrift. Ich habe nicht viel freie Zeit um dieses Buch neben all meinen Forschungen und den Pflichten für den Thalmor noch zusätzlich zu studieren... andererseits ist es gewiss wichtig, wenn er es für nötig befunden hat, es zu Pergament zu bringen. Ich denke einige Zeit werde ich für ein paar Seiten pro Tag durchaus erübrigen können. Daher werde ich das Buch Schritt für Schritt auf Hinweise zu alter Magie untersuchen. Ich bin gespannt ob ich dieses Mal aus seinen Unterlagen schlau werde oder ob sich dies als eine weitere frustrierende Erfahrung entpuppten wird.

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6

Montag, 2. April 2018, 22:11

Varlaloria - Part 2


Nun, eines ist mir nun klar: Sollten diese Aufzeichnungen tatsächlich aus dem Zeitalter stammen, aus dem sie behaupten zu sein, dann sind sie alt, unglaublich alt. Ich weiß noch nicht wohin mich diese Reise führen wird aber ich denke es wäre tatsächlich von Vorteil, wenn ich ihnen eine gewisse Aufmerksamkeit zukommen lasse, wer weiß immerhin schon auf welche magischen Geheimnisse ich hierbei stoßen könnte? Wenn nicht das, dann werde ich zumindest etwas aus dem Leben meines Mentors erfahren, von dem er mir bislang nichts erzählt hatte... Vorausgesetzt natürlich, dass all dies, was in diesem Buch steht auch die Wahrheit ist. Ich habe schon selbst viel erlebt aber dieser Tagebucheintrag gibt an, dass mein ehemaliger Meister ein Sklave im alten Abagarlas war, welches vor vielen, vielen Jahrhunderten, gar Jahrtausenden zerstört wurde und in dessem Zuge dessen Konkurrentin Delodiil verschwand. Ich möchte ihn nicht als einen Lügner hinstellen aber... es fällt mir doch sehr schwer das zu glauben.

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-Gut, dieser Eintrag war dann doch etwas zu... dick aufgetragen für meinen Geschmack. Ein Satz betreffend ihrer Schönheit hätte doch ausgereicht. Aber man weiß ja im Vorfeld leider nicht welche Seiten man getrost überspringen kann... Danke für gar nichts, Meister.-

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7

Montag, 9. April 2018, 21:05

Varlaloria - Part 3


Ich bin nach wie vor damit beschäftigt das übertriebene Geschwärme meines ehemaligen Mentors aus meinen Gedanken zu verbannen. Ich bin ja wirklich sensibel und empathisch und alles drum und dran aber das Gedusel war dann doch etwas zu viel für meine Nerven. Dieses Geschmachte hat mich sogar in meine Träume verfolgt: Ich sah eine hochgewachsene Mer mit tiefgoldener Haut, blauen Augen und wallendem Silberhaar, in welchem Sterne funkelten. Tatsächlich sehe ich sie immernoch so deutlich vor mir wie in jenem Moment als ich erwachte. In meinem Traum versuchte sie mir etwas zu sagen aber ich konnte sie nicht verstehen. Ich weiß nicht was ich davon halten soll; vielleicht sollte ich das Tagebuch nicht mehr kurz vor dem Einschlafen lesen, damit ich von derlei Dingen verschont bleibe.

Außerdem war sie gar nicht so hübsch, wie behauptet. Es gibt schönere Frauen.

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Nun, auch diese Seiten haben nicht viel neue Erkenntnis zutage gefördert, abgesehen davon, dass ich meinen verstorbenen Mentor in einem ganz neuen Licht betrachte. Er liest sich so... unterwürfig. Der Erandor, den ich kenne ist ein stolzer, aufrechter Mann gewesen, der durchaus zu einem arroganten Tonfall neigen konnte, wenngleich er immer Worte der Weisheit von sich gab. Diese poetische Ader jedoch hatte er wohl schon damals an sich gehabt, zumindest darin erkenne ich ihn wieder. Ach, ich wünschte nur, ich könnte ihn mit seinen eigenen Worten über Sternenhaare und Saphiraugen aufziehen... Das würde ihn unglaublich ärgern.

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Sonntag, 15. April 2018, 22:05

Varlaloria - Part 4


Diese Einträge scheinen schon etwas interessanter zu sein als die Letzten... Zumindest schwärmt er nicht mehr von irgendeiner atemberaubenden Schönheit und berichtet mehr von dem alltäglichen Leben, welches er führt, sowie den Einfluss, welchen die Priesterin auf die Gesellschaft der Stadt ausübt... Und welchen Einfluss die Stadt auf sie auszuüben versucht. Ich muss keine Dramaturgin sein um mir beinahe denken zu können wohin all dies zu führen scheint... Aber lassen wir uns einmal überraschen.

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9

Mittwoch, 6. Juni 2018, 00:09

Varlaloria Part 5

Hm. Ich wusste doch gleich, dass es darauf hinauslaufen würde. Früher oder später hat es ja so kommen müssen. Es ist jedoch interessant zu sehen, welche Wirkung die namenlose Priesterin auf einen einfachen Sklaven haben kann... Ob das wohl der Anfang eines ungewissen Endes sein wird? Wird dies nun ein Lust- oder ein Trauerspiel werden? Ich muss durchaus zugeben, dass, nun wo es nicht mehr um irgendwelche Beschreibungen atemberaubender Schönheiten geht, die Handlung etwas fesselnder wird.

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Samstag, 17. November 2018, 19:44

Varlaloria - Part 6


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Ein Bittsteller hier, ein Bittsteller da, Rekruten, die mir auf der Nase rumtanzen, Familienmitglieder, die nicht tun was ich ihnen sage und dann noch Kollegen, die mir ständig hinterherschnüffeln! Furchtbar! Wie hat meine bessere Hälfte das nur ausgehalten? Es verwundert mich, dass sie nicht direkt nochmal das Ritual der Reinigung durchführen musste! Am Liebsten würde ich mir einfach irgendeinen Idioten schnappen, den keiner vermisst und etwas Spaß haben. Aber das darf ich nicht. Kalanar hat mir ausdrücklich ans Herz gelegt keine Aufmerksamkeit zu erregen und gute Miene zum nervigen Spiel zu machen. Ich werde es tun. Für den Moment. Aber sobald wir erreicht haben, was wir zu erreichen wünschen, werden sie sich alle noch wünschen niemals meinen Zorn erregt zu haben. Bis dahin muss ich mich jedoch damit abfinden meinen Zorn anders zu bewältigen. Schreiben soll helfen, also probiere ich es. Anwén hat es geschafft nicht durchzudrehen, also schaffe ich das auch. Abgesehen davon habe ich in ihren Erinnerungen etwas interessantes entdeckt: Die Tagebücher unseres alten Meisters. Ich bin wirklich unglaublich gespannt, was sie wohl für Wissen enthalten mögen.


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Gallowsbane (18.11.2018)

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