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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:19

ESO Community-Spotlight – Chergarkas und Isugis Cosplay & Vvardvark-Figur


Chergarka und Isugi arbeiten zusammen, um wundervolle „Elder Scrolls“-Cosplays, -Requisiten und -Skulpturen zu erschaffen, die sich meist mit der Insel Vvardenfell und der Kultur der Dunkelelfen beschäftigen. In unserem neuesten Community-Spotlight sprechen wir mit den beiden über ihr Cosplay und eine ihrer neuesten (und anbetungswürdigsten) Kreationen, der Vvardvark-Figur!


Tamriel ist voller einzigartiger und wundervoller Kreaturen. Weshalb habt ihr euch entschieden, einen Vvardvark bildhauerisch zu gestalten?

Chergarka: In dem Moment, als ich diese Kreatur während der Beta von ESO: Morrowind auf Vvardenfell gesehen habe, war ich schockverliebt. Erdferkel und Gürteltiere sind ja schon für sich supersüß, aber gegen den Charme ihrer Mischform stinken sie alle ab; und das gilt ganz besonders für die im typischen Morrowind-Stil (alles, was in Morrowind kreucht und fleucht, sieht aus wie ein Kieferpaar auf zwei Beinen). Ich rief sofort „So einen will ich haben!“, und jetzt habe ich einen in 3D!




Auf welche Quellen habt ihr bei der Planung der Skulptur des Vvardark als Referenz zurückgegriffen?

Chergarka: Ich habe The Elder Scrolls Online angeschmissen und das Modell im Kronen-Shop aufgemacht, während ich daran arbeitete. Außerdem habe ich mir Konzeptzeichnungen angeschaut, aber ein 3D-Modell, das man drehen und aus jeder Blickrichtung betrachten konnte, erwies sich als sehr hilfreich.

Wenn ich Figuren mit Objekten aus anderen „TES“-Spielen anfertige, fliege ich gern mit Konsolenkommandos um die Referenzmodelle herum. Als ich dies auf Vvardenfell in The Elder Scrolls III: Morrowind tat, machte ich auf diese Weise auch öfter mal alle Klippenläufer auf dem Kontinent auf mich aufmerksam!


Wie läuft das ab? Wie formt ihr eine handgefertigte Figur wie diese hier? Wie lange hat es gedauert?

Chergarka: Zuallererst fertige ich mithilfe von Draht oder Harz ein Skelett an, wodurch die Kreatur ordentlich auf ihren Füßen stehen kann und keine Einzelteile abfallen. Dann forme ich die eigentliche Figur mit Modelliermasse. Ich fange mit groben Formen und Proportionen an und arbeite dann die kleinen Details heraus, bevor es an die Texturen geht. Im Fall des Vvardvark war das die Gestaltung der Schuppen und des Fells. Als Nächstes backe ich die Figur im Ofen, damit das Material hart und robust wird, ähnlich wie Plastik.





Nach dem Backvorgang kommt der Schritt, den ich am meisten liebe: das Kolorieren. Zunächst bemale ich die tieferen Stellen mit dunklen Farben, bevor die Grundfarbe draufkommt, auf der ich dann mit hellen Tönen Akzente setze. Anschließend bekommt die Figur mit Glanzlack den letzten Schliff – mein Vvardvark zum Beispiel brauchte unbedingt diese neugierigen, glänzenden Augen!

Zu guter Letzt gestalte ich die Basis mit einem Tongefäß, EVA-Schaum und echten Steinen. Wenn ich von früh bis spät werkeln würde, würde der ganze Vorgang einen Tag dauern. Doch leider kann ich meinem Hobby nicht ganz so viel Zeit widmen, weshalb ich so einen Vvardvark dann in zwei bis vier Tagen fertig habe.


Worin bestand bei der Herstellung dieses kleinen Tierchens die größte Herausforderung?

Chergarka: Am kniffligsten war, seine Füße kräftig genug herauszubilden, dass sie seinen dicken Bauch halten. Es war auch nicht ganz einfach, die Schnauze so zu gestalten, dass sie etwas Freundliches ausstrahlt. Meine Kreaturen schauen oft etwas mürrisch drein, sodass man glaubt, sie hätten gerade einen nervigen Kwamaerkunder verschlungen.




Wie begann eure Zusammenarbeit beim Herstellen von Figuren, Requisiten und Cosplay?

Isugi: Chergarka und ich arbeiten als Team: Wir helfen einander bei Projekten und veröffentlichen sie meist alle unter einem Profil. Im richtigen Leben sind wir ein Paar, das sich über ESO kennengelernt hat :). Zunächst spielten wir in derselben Gilde und schließlich wurde es zu einer echten Beziehung.

Ich kam 2013 zum Cosplay. Ich habe als Teenager viele Jahre lang TES III gespielt. Im Spiel schien es nichts mehr zu tun zu geben, doch meiner Liebe für das Spiel musste ich irgendwie Ausdruck verleihen, also entschied ich mich, ein Ordinatoren-Cosplay zu machen. Die Indoril-Wachen haben mich schon immer optisch angesprochen, und ich verbinde auch viele schöne Erinnerungen mit ihnen. Ich hatte sehr wenig Geld und noch weniger Wissen über die Materialien, die man benötigt, um Rüstung herzustellen; also benutzte ich Pappmaché (im Grunde Zeitungspapier und Kleber). Damit war ich dann einige Monate beschäftigt, aber ich liebe, was am Ende aus meinem Kostüm geworden ist.




Chergarka: Mein größtes Hobby ist das Gestalten und ich male in verschiedenen Techniken. Aber ich wollte auch immer, dass meine Arbeiten dreidimensional sind, damit man etwas aus einem Fantasieuniversum wirklich anfassen und in den Händen halten kann.

Meine ersten bildhauerischen Versuche waren ziemlich dürftig und stellten mich nicht wirklich zufrieden. Das lag teilweise daran, dass ich mit billigen Materialien improvisierte. Dadurch war der Herstellungsprozess viel schwieriger und die Figuren waren sehr zerbrechlich.

Als Isugi sah, wie versessen ich auf Skulpturen war, kam der Vorschlag, ich solle professionellere Materialien verwenden. Also besorgten wir uns tonnenweise Modelliermasse, Farben, Pinsel und alle möglichen hübschen Dinge, die mich inspirierten. Das Gestalten mit den Sachen fesselte mich. Jetzt sehen meine Kunstwerke genau so aus, wie ich sie mir im Kopf vorgestellt habe, und ich habe noch so viele Ideen, die ich umsetzen möchte!


Gibt es ein bestimmtes Cosplay, auf das du besonders stolz bist?

Isugi: Ich denke, sie alle sind meine Favoriten, jedes einzelne spiegelt einen Teil von The Elder Scrolls wieder, den ich liebe.

Ich habe mich für den Ordinatoren entschieden, weil ich den Tribunalstempel liebe und weil ihre Helme ein stilisiertes dunkelelfisches Gesicht zeigen, dessen Züge ich als wunderschön empfinde. Ich habe mich für den Aschghoul und den aufgestiegenen Schläfer entschieden, weil sie so extrem unheimlich sind und mir das Konzept gefällt. Ich habe mich für Nerevar entschieden, weil ich meine Freunde dazu inspirieren wollte, das Almsivi gemeinsam zu spielen und eine dramatische Geschichte zu erzählen. Und zu guter Letzt auch noch ein Aschländer, denn ich wollte einige Konzepte für mich ausprobieren anstatt nur ein Kostüm aus dem Spiel nachzubilden und mir gefällt ihr Stammesaussehen mit den ganzen natürlichen Stoffen, Knochen usw. Ich habe mich auch von meinem Aschländer in ESO inspirieren lassen.




Kostüme und Utensilien zu erschaffen, ist ein wichtiger Teil des Cosplays, aber wohl gleichermaßen wichtig ist es auch, die jeweiligen Rollen zu spielen. Wie fühlt es sich an, Teil einer so fremdartigen Kultur zu werden?

Isugi: Eines meiner Hobbys sind Textrollenspiele, weshalb das Hineinversetzen in jemand komplett anderes irgendwie ganz natürlich ist. Ich stelle Ordinatorenwachen dar, vertriebene Aschländerinnen, alte Dres-Fürstinnen, Telvanni-Zauberinnen, uralte altmerische Vampirinnen, einfach gestrickte Khajiit … Ich wechsle gerne zwischen diesen Charakteren. Es macht Spaß, sich auszudenken, wie ihre Gedanken abhängig von ihrer Moral, kulturellen Tradition, persönlichen Eigenheiten, Lebenserfahrungen usw. beeinflusst werden.

Beim Cosplay ist es für mich aber noch etwas schwieriger. Ich bin im wahren Leben eher schüchtern und fühle mich vor großen Massen unwohl. Ich habe auch kein gutes Schauspieltalent, weshalb ich bei meinen Auftritten versuche, meine Schwächen irgendwie anders zu kompensieren, um den Leuten dennoch eine gute Show zu liefern. Mein aufgestiegener Schläfer wurde beispielsweise von einer Gruppe Kultisten beschworen und tötete einen von ihnen während der Show. Mein Aschländer riss als Teil eines blutigen Rituals eine Krähe auseinander. Die Krähe bestand natürlich nur aus schwarzem Papier und roten Bändern, weshalb sie eher symbolisch wirkte und nicht zu blutig!

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Mythal (20.12.2017)

Viola Valerius

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Sonntag, 17. Dezember 2017, 16:20



Trotz meiner Angst vor der Bühne machen mir diese Erlebnisse dennoch immer Spaß und sie geben mir einen großen Adrenalinschub.


Viele der von dir erschaffenen Utensilien und Cosplays konzentrieren sich fast nur auf Vvardenfell und die Dunkelelfen. Was fasziniert euch so an der dunmerischen Kultur?

Isugi: Für mich gibt es zwei Hauptelemente, die die Dunmer und Vvardenfell so ansprechend machen: Exotik und Nostalgie. Ich wuchs mit TES III: Morrowind auf, weshalb ESO: Morrowind bei mir eindeutig Eindruck hinterlassen hat. Als ich das erste Mal aus dem kaiserlichen Büro in Seyda Neen kam, war ich von allem, was ich gesehen habe, überwältigt. Riesige Pilze, Lavaflüsse, ein Floh als Reittier, ein springender Egel, der mich sofort töten wollte …

Die dunmerische Kultur und Moral wirken mir auch sehr fremdartig und es ist irgendwie fesselnd, zu versuchen, diese zu verstehen und ihre Ansichten auf die von mir gespielten Charaktere zu übertragen. Ihre Feindseligkeit gegenüber Fremden und die merkwürdigen Tugenden ihrer lebenden Götter machen sie so interessant. Für mich ist es aufregend, die Chance zu erhalten, eine brutale totalitäre theokratische Gesellschaft zu erleben, ohne selbst darin leben zu müssen.




Habt ihr irgendeinen Rat für andere Fans und Schöpfer, die etwas aus The Elder Scrolls Online nachbilden möchten?

Chergarka: Versucht es einfach! Idealerweise mit hochwertigen Materialien; damit geht es viel schneller und leichter von der Hand. Denkt an irgendeinen Teil der Flora, Fauna oder gar Architektur, die euch am meisten inspiriert und bildet sie dann nach. Manche komplizierten Formen könnten zu schwierig für einen Anfänger sein, aber ihr könnt euch immer Objekte mit einfachen Formen zum Üben suchen. Ich habe mit den Pilzen aus Morrowind begonnen: Sie wirken ziemlich einfach und dennoch so chic und in so vielen wunderschönen Formen!


Wo finden wir mehr von euren von „Elder Scrolls“ inspirierten Schöpfungen?

Isugi: Unsere Seiten und Werke findet ihr hier:



Danke an euch beide, Isugi und Chergarka, für eure Geschichte und dafür, dass wir etwas von euren fantastischen Werken zeigen durften. Falls ihr gerne mehr sehen möchtet, dann zögert nicht und werft einen Blick auf ihre verschiedenen Seiten weiter oben und zeigt ihnen eure Unterstützung.

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