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Mharkuv

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1

Donnerstag, 2. Mai 2013, 23:15

[RP] Die Reise

----------------------------------------------------- DIE REISE (OOC-Thread-Hier) -----------------------------------------------------

FERNAB VOR EINIGEN WOCHEN


WO IST MEIN SOHN!?
E-Er w-w-w-w-w-wurde ge-ge-ge-gefangen ge-genommen.
UND DU? WARUM STEHST DU HIER?!
I-I-I-I-I-Ich konnte e-e-e-entkommen, H-H-Herr.
Wie offensichtlich… SCHAFFT ihn mir aus den Augen und WERFT ihn in eine der Gossen. Da steht einem die ganze Welt offen und ich bekomme solch einen stotternden, feigen, angstverkrümmenden, niederen, bekloppten, Piss-…
Aber Herr, wäre mein Bruder ebenfalls gefangen genommen worden dann-…
SCHWEIGT! FÜR DIESE UNZUCHT WIRD ER ZAHLEN! Nun… trainiert an ihm und werft ihn dann in die Gosse und sie gleich mit – oder gebt sie meiner Hure mit, damit sie dort Unterweisungen bekommt wie man Männer richtig zufrieden stellt. Solch eine Verschwendung an süßem Fleisch kann ich nicht tolerieren…
Herr??
Oder schneidet ihr gleich die Zunge raus.
N-N-N-NEIN!
Er spricht immer noch!? Worauf wartet ihr Dummköpfe eigentlich? SCHLAGT IHN ENDLICH! NA LOOOOS! Und dann beide in die Gosse… Jeder Kunde wird sich bei mir beschweren wenn er die in seinem Bett vorfindet, pah!



PROLOG

Er schlich noch ein Stück weit in den Wald hinein und verbarg sich dann hinter einem niedrigen Gestrüpp, welches direkt an einem Baum wuchs. Er beobachtete das Waldstück von dem er gekommen war und wartete ab. Nach rund einhundert Herzschlägen setzte er seinen Weg durch das Unterholz fort. Es bereitete ihm nicht allzu sehr Probleme – die Nacht war klar und Jone und Jode schienen das Vorhaben zu unterstützen. Die klare Nacht würde noch ihre Nachteile mit sich ziehen, wie er später noch feststellen würde.
Nach einiger Zeit kam er an einem Lager vorbei, in dem ein warmes Feuer brannte. Ein Zelt stand nicht unweit davon entfernt und irgendein dickes, stinkendes Tier lag davor. Er zuckte mit den Schnurrbarthaaren und setzte seinen Weg fort. Wenig später nur kam er am nächsten Lager vorbei, was er doch recht interessant fand. Zwei Lager, welche so nah beieinander lagen würden doch sicher die Aufmerksamkeit des jeweils anderen auf sich ziehen. Er musterte die kleine Lichtung genauer und erkannte einen Kessel – dann eine Gestalt in direkter Nähe zum Lagerfeuer. Er vernahm ein seltsam schmatzendes Geräusch und drehte sein linkes Ohr in die Richtung aus der es kam – blickte dann dorthin. Es war die Waldelfe, welche seinen Keller betreten hatte. Hier trieb sie sich also herum. Doch wer war die andere? Sie hatte weißes Haar und blass-dunkle Haut. Eine Dunkelelfe? Dunmer…
Er bleckte die Fangzähne und trat instinktiv einen Schritt nach vorn, doch leider befand sich dort schon das Gebüsch, welches ihn von der Lichtung trennte. Es raschelte – die Dunmer blickte auf und ihre Blicke trafen sich. Dann duckte er sich hinter das Gebüsch und blickte zur Seite, damit das Licht des Lagerfeuers nicht in seinen Augen reflektiert wurde. Wachsam wurden die Ohren zu den beiden Personen gedreht, welche sich kurz regten, dann jedoch wieder in ihr ursprüngliches Tun zurückfielen. Das Gebüsch war zu laut. Er sollte hier nicht weiter verweilen, gab es doch eine Aufgabe zu erfüllen. Vorbereitungen für ihre Reise.
Er ging weiter – fing an zu laufen. Agil und ohne viel Geräusch glitt er förmlich durch das Gehölz, ehe er an der Stelle ankam, an die er sich zu erinnern glaubte. Hier musste es irgendwo sein. Ein Felsen, ein umgestürzter Baum, Pilze. Ja, das war es. Er ging mittig zwischen Felsen und Baumstamm und schlug seine Pranken in den frostigen Boden. Wie zu erwarten war es eine mühselige Arbeit. Brocken gefrorener Erde kullerten um ihn herum und Dreck flog durch die Gegend. Dann endlich stieß er auf das Holz. Er nahm noch ein wenig mehr Erde heraus und hob die erste Kiste an ihren Seilen dann aus ihrem Loch – Der Deckel war schnell beiseitegelegt und er strich über die vielen Beutel. Probeweise öffnete er einen davon und schmunzelte über dessen unversehrten Inhalt. Dann verschloss er die Kiste wieder. Die andere holte er ebenso hervor und stapelte sie neben dem Loch. Anschließend ging er zum nächsten Versteck, welches unter dem Baumstamm lag und holte eine weitere Kiste hervor. Eine vierte würde in einer kleinen Felsnische auf ihn warten und die Fünfte zwischen ein paar Sträuchern. Ein vierbeiniger Geist gesellte sich zu ihm und beobachtete ihn wissend bei der Arbeit. Ja, Arbeit… viel Arbeit noch in dieser Nacht.



DIE FEHDE

Ein Tag war bereits vergangen seitdem sie der Taverne den Rücken gekehrt hatten und sie gingen mitten durch den Wald. Erst waren sie noch auf der Straße geblieben, aber dann hatte der Khajiit gesagt, dass sie nun in den Wald abbiegen sollten und jetzt liefen sie durch jenen. Zu allem Überdruss hatte es dann auch wieder angefangen zu schneien. Die Bäume wurden zunehmend einseitiger und Nadelgewächse gewannen alsbald die Oberhand. Dennoch gab es weiterhin niedrigere Büsche, welche die Sicht durch den Wald einschränkten. Sie hatten gerade erst ihr Nachtlager abgebrochen und die ersten Sonnenstrahlen des Tages fielen durch das dichte Geäst und spendeten ein wenig Wärme. Die Gruppe selbst bewegte sich auf einem schmalen Pfad welcher zwei – mit Zweigen im Gesicht sogar vielleicht drei Personen auf mal Platz bot, doch der Boden war eben.



Der Khajiit hatte einen kleinen einachsigen Karren zum Ziehen dabei, dessen Inhalt allerdings von einer dicken Wolldecke verborgen wurde, auf der sich bereits ein wenig Schnee gesammelt hatte. Allerdings konnte man zwei lange und am Ende gebogene Holzstücke daraus hervorragen sehen – Kufen? Warum wurden sie dann nicht längst angebaut?
Durch den Schneefall wurden sie bereits langsamer und er würde sicherlich bald jemand anderen darum bitten, den Karren zu ziehen oder die Kufen anzubauen, doch bisher hatte er kein Wörtchen darüber verloren, auch nicht was in dem Karren war.
Inwiefern sich die Personen bereits untereinander ausgetauscht hatten war unklar, doch bot sich nun die Gelegenheit dazu, war es doch so ein schöner Tag.
"Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt. Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes."
- George Raymond Richard Martin

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2

Donnerstag, 2. Mai 2013, 23:35

Die Reise schien bisher ruhig zu Verlaufen, doch was war in diesem Karren. Es war wohl offensichtlich, das die Dunmer den Karren des Khajiits nicht ausser acht lassen würde. Wenige Meter hinter dem Karren, würde sie sofern Willow nicht woanders lief, sich neben sie gesellen und mitlaufen. Leise flüsterte sie der Bosmer zu. "Was wohl in diesem Karren sein mag, kann man den beiden vertrauen ?" Immer wieder schaute sich die Dunmer in der gegend um und blieb wie jedesmal mit dem Blick am Karren hängen. Der Schnee wurde stetig tiefer und das vorran kommen umso schwerer.

3

Freitag, 3. Mai 2013, 00:00

Die junge Nord blieb hinter den beiden Elfen und schien die Natur zu genießen. Sie schaute neugierig umher und schien ihre Umgebung mit dem Augen auf zu saugen. Ihre Krähe flog ein wenig vor, setze sich auf einen Ast ab und warte bis sie vorbei kamen um dann wieder voraus zu fliegen. Rovaankya interessierte sich in diesen Moment überhaupt nicht für den Wagen samt Inhalt, da sie mehr damit beschäftigt war in die Natur zu lauschen.
Ein Dolch in der Nacht ist mehr wert als tausend Schwerter am Morgen.- Sharline Durell

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4

Freitag, 3. Mai 2013, 00:18

Himmelsrand ist doof, Himmelsrand ist kalt, Himmelsrand ist tot, fuhr es Willow immer wieder durch den Kopf, als sie einen Fuß vor den anderen stellte, um einen Schritt nach dem anderen zu machen. Schneematsch schmatzte unter ihren Sohlen – immer wieder.

Neben ihr ging ihre Freundin Akisha, die Dunmer mit den langen weißen Haaren. Die Lederrüstung, die sie trug, hätte Willow auch gern und viel lieber getragen, als jenen Fell besetzten, viel zu großen Umhang, den sie von ihrem Reiseleiter, den namenlosen Khajiit erhalten hatte.

Akisha sprach von dem Karren, der hinter dem Khajiit mehr oder weniger glitt und weniger rollte, und der in der Tat so auffällig ein Geheimnis hütete, dass schnell der Gedanke aufkam, der Khajiit führe etwas im Schilde und der Weg nach 'Einsamkind', wie er die Stadt nannte, die wohl Einsamkeit hieß, wäre nur ein Vorwand für ihn, Diebesgut in Sicherheit zu bringen. Immerhin hatte Willow ihn in der Taverne, von der aus sie aufgebrochen waren, einmal nach seinem Motiv gefragt, ihr nach Valenwald zu helfen, und keine Antwort erhalten. Überhaupt war er sehr schweigsam gewesen in den vergangenen Tagen ihres Weges. Er verhielt sich verdächtig, und sie konnte die ohnehin ausgeprägte Skepsis der Dunmer gut nachvollziehen.

Doch sie konnte auch etwas entgegenhalten: „Er hat mir zu Essen, und er hat mir Gold gegeben, und er hat mir diesen Mantel... geliehen“, antwortete sie Akisha. „Natürlich wird er etwas in diesem Karren vor uns verstecken, und es wird Diebesgut sein. Na, und? Lasst ihn doch! Sollte er Gold, Edelsteine oder Zaubertränke, vielleicht auch Skooma schmuggeln, so kann uns das nur nützlich sein. Doch in Gefahr bringt er sich damit nur selbst, nicht auch uns. So könnte es sogar sein, dass er uns dadurch schützt, dass er uns nichts erzählt.“

Trotz alledem war Willow der Trupp doch zu still. Sie hingen allesamt viel zu sehr in ihren Gedanken fest, doch ihr persönlich war eher danach, diese Leute kennen zu lernen, mit denen sie sicher noch einige Zeit verbringen würde. Waren sie wirklich nur ein wild zusammengewürfelter Haufen zwielichtiger Gestalten? Oder konnten – wie ansatzweise es schon zwischen ihr und Akisha geschehen war – Verhältnisse des freundschaftlichen Umgangs unter ihnen entstehen?

Himmelsrand ist doof, Himmelsrand ist kalt, Himmelsrand ist tot.
Unvermittelt sagte sie: „Ist es noch weit?“
Charakter
Aufenthaltsort
Andralina Direnni
Alinor, Sommersend
Bonnadea
Himmelswacht, Auridon
Kuna Winterstätte
Irgendwo in Steinfälle
Unia Herbstweide
Auridon, Kolleg der Aldmerischen Schicklichkeit
Centurio Iulia Tarquinia
Sturmfeste, Schattenfenn
Ivela Drelen
Vulkhelwacht, Auridon
Yrin Kingsley
Dolchsturz, Glenumbra

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Mharkuv

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5

Freitag, 3. Mai 2013, 12:04

Der Khajiit stapfte weiter durch den Schnee und seufzte auf. "Ja", sprach er und zog den Karren weiter. Der Schnee blockierte ab und an, sodass der Kater manchmal mit einem kräftigen Ruck nachhelfen musste. Doch der Karren blockierte mit der Zeit immer öfter und so blieb er schließlich ganz stecken, sodass der Khajiit solange auf der Stelle zog, bis er ausrutschte und im Schnee landete. Mit gesträubten Schwanz und fauchend schlug er kurz auf diesen ein, sodass ein paar Schneespritzer durch die Gegend flogen. Dann schnaufte er auf und stellte sich schweigend vor den Karren, während sein Blick in die Richtung ging, in die sie noch weiterziehen würden.
"Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt. Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes."
- George Raymond Richard Martin

6

Freitag, 3. Mai 2013, 12:21

"Wer wird denn gleich so...", sagte Willow zur Erwiderung an, als der Khajiit in den Schnee fiel, hielt sie jedoch inne. Sie rannte zu ihm und blickte mit ihm in die Richtung, in die die Reise weiter gehen sollte, doch der Wagen steckte fest. "Wie lang wird´s noch hell sein?", fragte sie. "Ich schon Zeit für eine Rast?" Sie blickte den Khajiit an und hob die Augenbrauen.
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7

Freitag, 3. Mai 2013, 12:26

Die junge Nord war sich sicher das sie nichts außer gewöhnliches von der Natur vernahm und wendete ihren Blick direkt auf die Rücken der beiden Elfen und verharrte dort. Sie schien etwas zu überlegen und ein schelmisches grinsen war zu sehen. Als der Khajiit in den Schnee viel und alle anhielten, machte sie sich die Gelegenheit zunutze um in die Hocke zu gehen, zwei Schneebälle zu formen, wieder aufzustehen und versuchte erst Willow mit einem Schneeball abzuwerfen und danach musste die fremde Dunmer daran glauben. Sie konnte sich einfach nicht zurück halten. Rovaankya wendete so unschuldig wie möglich ihren Blick an den beiden Elfen vorbei, um den Khajiit zuzuschauen wie er mit den Händen den Schnee zu erschlagen versuchte.
Ein Dolch in der Nacht ist mehr wert als tausend Schwerter am Morgen.- Sharline Durell

8

Freitag, 3. Mai 2013, 12:49

Willow hörte etwas heransausen und sah aus den Augenwinkeln auch, was es war. Doch um sich wegzuducken, war es zu spät.

KLATSCH!

Schneepulver rieselte von ihrer Backe auf die Schulter des Fellumhangs.

Sie blickte zurück und in Rovaankyas schelmisches Grinsen. Die Waldelfe zögerte einen Moment, wägte ihre Möglichkeiten ab - die von 'Einen Schneeball formen und ihn zurückwerfen' über 'Hinlaufen, die Nord in den Schnee werfen und durchkitzeln' bis zu 'Böse werden' reichten -, entschied sich dann aber, wieder an den Khajiit gewandt zu ergänzen: "Es sieht ganz danach aus."
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Mharkuv

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Freitag, 3. Mai 2013, 14:09

(Ein Tag zuvor - nicht fernab)

Freund oder Feind?


Der Schneefall des Morgens hatte inzwischen wieder zugenommen und der Boden verfärbte sich zunehmend weiß. Selbst die Stellen, an die der Schnee zuerst nicht gekommen war, wurden nun von jenem erobert. Er war ein ungebetener Gast - stets darauf versessen, es den Leuten schwer zu machen - so zumindest kam es ihm vor, als er malwieder an einer Wurzel hängen blieb, welche von den dicken Flocken verdeckt wurde. Ein Glück war er nicht gestolpert, denn er hatte sich bereits auf solche Situationen eingestellt... zumindest nachdem er mehrere Male zu Boden gestürzt war. Es dauerte nun zwar etwas länger, aber immerhin wurde die Chance, dass er sich den Fuß brach oder den Knöchel verstauchte, weitaus verringert. Den Schnee selbst hatte er nicht erwartet, denn die Nacht war klar gewesen. Klar und kalt... und enttäuschend.
Er hielt sich den Bauch, denn es schmerzte noch immer, selbst nachdem er das Zeug geschluckt hatte. Die Wunde hatte sich zwar geschlossen, doch hinterließ sie eine hässliche Narbe. Eine nette Überraschung für das nächste Miststück, was in seinem Bett liegen würde. "Scheiß Dunmer!", rief er aus und blieb bei diesen Worten wie zu einer Strafe an einem Ast hängen, worauf eine geballte Ladung Schnee auf seinen Kopf fiel, welche ihn mit Gewalt zu Boden drückte. Das wars... "Verfluchte Pisse! Seid ihr denn alle gegen mich!? Das kann doch nicht wahr sein!" Er kochte so sehr vor Wut, dass es ihn beinahe wunderte, warum der ganze Schneeberg nicht einfach dahinschmolz. Ich muss sie wiederfinden.. und dann gibt es Rache... oh ja - süße Rache. Zornig versuchte er sich aus dem Schneehaufen zu erheben.
"Ein Leser durchlebt tausend Leben, ehe er stirbt. Der Mann, der nie liest, lebt nur sein eigenes."
- George Raymond Richard Martin

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Oswin

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Freitag, 3. Mai 2013, 14:27

Oswin stiefelte gerade durch den Wald, als er ein Fluchen hörte. Daruf folgte Schnee, der durch Äste rauschte. Er hob etwas den Kopf, hatte er ihn doch gesenkt gehabt um sowohl den Boden unter seinen Füssen als auch das, was vor ihm passierte einigermassen im Blick zu haben. Die Kapuze wurde zurückgelegt und er hörte genauer hin und sah sich dann etwas um. Wieder bedeckte er seinen Kopf mit dem Stoff und er marschierte in die Richtung, aus der er glaubte, käme der Lärm. Nach ein paar Metern war er da. Da wand sich einer im Schnee. Er stand da und bildete mit seiner grösse, der dicken Kleidung und dem dunklen Mantel, die nochmal für mehr Masse sorgten, schräg hinter dem Mann und bildete einen hübschen Kontrast zum Schnee. "Alles in Ordnung?", war die einfache frage, mit der er auf sich aufmerksam machte.
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- Ron Swanson

Mharkuv

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Freitag, 3. Mai 2013, 14:35

Der Mann unter dem Schnee hielt in seiner Bewegung inne, so als ob er gerade etwas vernommen hat, was er nicht erwartet hätte. Suchend drehte er den Kopf hin und her, ehe er sich wieder daran machte, aus dem Schneehügel aufzustehen. "Verflucht, Götter. Jetzt höre ich schon Stimmen..." Schneeklumpen fielen zu Boden und endlich brach sein Rücken durch die Oberfläche des kleinen Haufens. Seine Hände fanden ihren Weg auf seinen Rücken, wobei sie nach Bogen und Köcher tasteten, welche er sogleich erfasste und heruntenehmen wollte.
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Freitag, 3. Mai 2013, 14:42

Das Problem an einem Rücken auf dem sich ein Bogen befindet und der durch den Schnee guckt ist: man kann den Bogen sehen. Oswin trat durch den Schnee die letzten paar Meter heran. "Das würde ich an deiner Stelle sein lassen." Er nahm die einschneidige Holzfälleraxt vom Gürtel in die Hand. "Finger weg vom Bogen."
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Freitag, 3. Mai 2013, 15:00

"Wuah!", zuckte der Kerl zusammen und drehte sich zur klaren Stimme um, wobei er sich auf den Rücken warf. Eine seiner Hände befand sich noch hinten, sodass diese nun von seinem eigenen Körpergewicht in den Schnee gedrückt wurde. Die andere hielt er abwehrend gen der dunklen Gestalt, welche so plötzlich aufgetaucht war. Vielleicht konnte man bemerken, wie sich die eingeklemmte Hand noch hinter dem Rücken bewegte - wahrscheinlich wollte er sie wieder freibekommen. "Wo kommt ihr denn her? Was wollt ihr hier?" Noch immer klebte ihm überall Schnee am Körper - auch in seinem Gesicht, wobei er eine tiefe Kapuze trug - so tief sogar, dass man gerademal seinen Mund und etwas von der Nase sehen konnte. Wahrscheinlich sah der Kerl selbst nichtmal was.
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- George Raymond Richard Martin

Oswin

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Freitag, 3. Mai 2013, 15:27

Oswin dachte bei sich: "Theatralik ist 'ne feine Sache." Doch laut sagte er nur: "Ich bin nur auf der durchreise. Und ich hab nicht vor dir was zu tun. Es sei denn du zwingst mich dazu."
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Freitag, 3. Mai 2013, 15:50

Der jüngere Mann am Boden griff sich vorsichtig an die Kapuze und zog diese hoch. Nun konnte er auch endlich mehr als nur die Stiefel des anderen erkennen. Sein Blick blieb misstrauisch. "Sicher nicht. Warum sollte ich?" Er legte den Kopf leicht schief. "Dürfte ich aufstehen?"
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Freitag, 3. Mai 2013, 17:02

"Lass die Hände da, wo ich sie sehen kann, dann können wir Freunde sein und du darfst aufstehen", gab Oswin von sich. Die behandschuhte Hand hatte die Axt fest im Griff und er behielt den Mann im Auge. "Was tust du hier draussen? Einer der alleine unterwegs ist und so flucht wie du, der hat entweder gute Gründe oder was auf dem Kerbholz."
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Freitag, 3. Mai 2013, 17:09

Auf die Aufforderung hin, beide Hände zu zeigen, zog er die verborgene nun ebenso hinter dem Rücken hervor. Langsam kam sie zum Vorschein und sie hielt etwas dünnes, langes mit einer scharfen Spitze. Der auf dem boden Liegende präsentierte den Pfeil vorsichtig und ließ ihn dann neben sich in den Schnee fallen. "Also gut." Er blieb vorerst weiterhin im Schnee liegen und warf einen wachsamen Blick zur Axt. "Gestern noch war ich mit jemand anderem unterwegs, doch in der Nacht überfiel er mich und raubte sich mir meine Sachen. Nach einiger Zeit konnte ich die Fesseln lösen und nun bin ich ihm auf der Fährte, damit ich mir zurückholen kann, was rechtmäßig mein eigen ist."
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Freitag, 3. Mai 2013, 17:19

"Rache? So simpel?", stellt er skeptisch in den Raum. Er sah sich den Kerl an. Manchmal gab ja alleine schon die Aufmachung Aufschluss darauf, wen man vor sich hat. Es heisst nicht umsonst, dass Kleider Leute machen. Ausserdem sollte ihm das wohl helfen, einschätzen zu können, wie gut seine Chancen in einem Handgemenge stünden. Er stand so weit von dem Kerl entfernt, dass er nicht gleich einen Dolch in den Bauch bekommen konnte ohne Reaktionszeit zu haben. Dennoch war es wohl nah genug, wenn einer der beiden die Distanz hätte überbrücken wollen. "Wenn du schon mal verloren hast, solltest du sicher sein, dass du dieses mal ein besseres Blatt gezogen hast."
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Freitag, 3. Mai 2013, 17:27

"Diese Rache wird es wert sein. Darüber hinaus werde ich früher oder später in dieser Wildnis sterben, wenn ich nicht meine Sachen wiederfinde oder andere Leute, mit denen ich umherziehen kann." Bei diesen Worten schien der junge Nord den anderen genauer zu mustern. Er selbst trug eine abgenutzte, doch gut gepolsterte Lederrüstung und einen wolligen Umhang, welche hier und da eingerissen zu sein schien, doch mehr konnte man ob des Schnees nicht erkennen. Die Stiefel schienen ebenso eher von der abgenutzteren Sorte zu sein. "Oh, das war ein hinterhältiger Verrat und nun bin ich mir seines Zustands bewusst. Außerdem ist er aufgrund der ganzen Ausrüstung langsamer als ich und muss so mehr Pausen machen. Darüber hinaus ist er allein." Er gewährte sich ein Schmunzeln.
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Freitag, 3. Mai 2013, 17:36

Oswin sah sein Gegenüber an. Da blieb wohl nur zu hoffen, dass er dem Jungen nicht die Nase brechen müsste. Die Axt hätte vermutlich nur bedingt Probleme mit einer Lederrüstung. Aber man musste ja nicht unbedingt eine Sauerei veranstalten. Er sah sich etwas um, ob er irgendjemanden verpasst hatte. "Soweit ich das sehe bist du auch allein. Ausser deine Freunde sind im Erdboden versunken." Oswin hängte seine Axt wieder an den Gürtel. Dennoch behielt er ihn im Auge. Man weiss ja nie, auf was für Ideen junge Männer mitten in der Wildnis kommen, wenn ihnen unrecht wiederfahren ist und sie Ausrüstung benötigen. "Jetzt steh schon endlich auf, du machst dich lächerlich."
Never half-ass two things. Whole-ass one thing.
- Ron Swanson