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Celebringil

Gelehrter

  • »Celebringil« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 569

Gilde: Haus der Wissenschaft

Allianz: Dolchsturz-Bündnis

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1

Samstag, 18. März 2017, 14:24

Von der Herausforderung, ein anerkanntes Projekt zu leiten

Praktisch jeder von uns möchte Rollenspiel, und Projekte bieten sich hierfür wunderbar an. Was mich jedoch immer wieder überrascht: gehen Projekte den Bach runter, oder werden keine angeboten, wird über zu wenig RP geklagt. Gibt es jedoch neue Projekte, ist es scheinbar eine Frage des puren Glücks, ob ein Projekt von der Community angenommen wird oder auch nicht.

Beim Haus der Wissenschaft habe ich hinter den Kulissen nach weiteren Spielern gesucht, die sich -völlig unverbindlich- auf die eine oder andere Weise daran beteiligen könnten. Ideen dazu hatte ich reichlich, und ein durchdachtes Konzept (meiner Meinung nach) ebenfalls. Eine Magiergilde wird im DB nicht ausgespielt, ein vergleichbares Konzept ebenfalls nicht. Fazit: praktisch null Interesse. Lediglich 2 Spieler waren dabei, von denen einer kaum Zeit hat, und der andere zuletzt schon Einschränkungen machte, daß er womöglich bald (wegen [ic]-Entwicklungen) nicht mehr nach Wegesruh kommen könne, dem Sitz des Hauses der Wissenschaft.

Als -sicherlich gut gemeinten- Ratschlag lese ich, es wäre hilfreicher, sich vorab einige Spieler zu suchen und dann erst mit solch einem Projekt zu starten. Klingt logisch, nur habe ich genau das bereits vorab und in einem anderen Zusammenhang probiert. Das Resultat war das gleiche.

Bei anderen Projekten ganz ähnlich. Da versucht jemand, eine Magiergilde auszuspielen und floppt. Prompt macht ein anderer das gleiche, wird er schon mit dem ersten Angebot zum Zusammenspiel überfallen. Natürlich können Konzepte/Projekt-Ideen schlicht zur falschen Zeit erscheinen oder sind einfach unpassend. Und es muss auch nicht jeder Mist gefeiert werden, der im Forum vorgeschlagen wird. Und doch - siehe Beispiel Magiergilde. Wie ein Spieler an anderer Stelle schon sehr treffend schrieb: man legt sich ins Zeug und macht sich reichlich Mühe, ein Konzept auszuarbeiten und ein Projekt auf die Beine zu stellen - und keinen interessiert es. Dann kommt jemand anderes, macht genau das gleiche, und alle sind begeistert. Als gescheiterter Projektleiter steht man dann ziemlich ratlos da und fragt sich, was falsch gelaufen ist.

Ich will hier niemanden durch den Dreck ziehen, und ich gönne jedem seinen Erfolg bei (s)einem Projekt. Meine persönliche Meinung ist immer: jedes erfolgreiche Projekt lockt mehr RP´ler an, und davon profitieren letztlich alle. Was ich allerdings nicht verstehe ...
Wie kann es sein, daß manche Spieler bei einem Projekt offene Türen einrennen, während andere Spieler mit der (teils gleichen oder ähnlichen) Idee schlicht sitzen gelassen oder ignoriert werden?
Warum verweigern sich große Projekte manchen kleinen Projekten oder einzelnen Spielern? Hat man es einfach nicht nötig, sich gegenseitig zu unterstützen?
Setzt ein gelungenes Projekt lediglich voraus, daß man jede Menge Fans in der Community hat, statt daß es ein gutes Konzept bietet?

Auf die Schnauze zu fallen ist sicherlich ärgerlich. Aber auf die Schnauze zu fallen und so rein gar nicht weiterzukommen, während andere scheinbar nur mit dem Finger schnippen müssen, um erfolgreich zu sein - ist schon sehr frustrierend. Erst recht, wenn man nicht versteht, woran es liegt. Dieser Thread wird natürlich weder die Community umkrempeln, noch dafür sorgen, daß plötzlich alle Projekte erfolgreich laufen. Hier soll es auch nicht spezifisch um das Haus der Wissenschaft gehen, sondern ich will einfach nur besser verstehen, warum einige Spieler so gnadenlos scheitern, während andere schon gefeiert werden, wenn sie nur nebenbei erwähnen, daß sie was neues machen (um es mal überspitzt auszudrücken).


[Auf weitere konkrete Beispiele wurde in diesem Thread bewusst verzichtet. Das macht es zwar leider nicht immer ganz so leicht nachvollziehbar, warum ich so ratlos/frustriert bin, aber ich möchte auch nicht, daß man Rückschlüsse ziehen und dann behaupten kann, ich wolle nur bestimmte Projekte/Personen angiften; dieser Thread soll nicht als Basis für eine Schlammschlacht dienen!]

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2

Samstag, 18. März 2017, 14:37

Ich habe die Erfahrung gemacht dass es sehr stark auf den ersten Eindruck ankommt.

Ist ein Projekt zu sehr bis ins Detail ausgearbeitet entsteht schnell der Eindruck, es mit einem steifen Pedanten zu tun zu haben.
Ist das Projekt kaum ausgearbeitet oder nur grob umrissen, glaubt man es mit jemandem zu tun zu haben der eine halbgare Idee hingeworfen hat.
Ist der erste Kontakt per PN oder InGame merkwürdig, vielleicht auch ganz unabsichtlich weil man gerade im Stress ist, einfach beschäftigt, afk oder hat die Nachricht übersehen, wirkt das auch sehr merkwürdig und beeinflusst eventuelle Lust.
Manchmal ist es auch ein kleiner Punkt der manch einem Sauer aufstößt (Beispiel: Erinnert sich jemand an das Jamba-Spar-Abo?). Rollenspieler sind eigen, sie lieben ihre Freiheiten und Eigenarten, und wenn sie eins davon bedroht sehen dann schrecken sie hinfort.

Stark abhängig ist es auch davon, was für Leute momentan in der Comm unterwegs sind.

Als ich 2014 zum Release meinen Alchemie-Laden eröffnet hat, war nicht ein einziger Rollenspieler beim Eröffnungsevent. Vielleicht lag das am Gramfeste-Markt, der plötzlich am selben Tag stattgefunden hat - der war nämlich proppevoll besucht. Vielleicht auch einfach daran, dass sich damals niemand für Alchemie interessiert hat.
Als ich 2016 wiederkam und den Thread updatete, meldeten sich direkt mehrere Leute die gern vorbeikommen wollen. Jetzt habe ich mit dem Char plötzlich viel mehr RP, und vorallem Alchemie-RP als jemals vorher.

Vielleicht gibt es einfach gerade keine Leute die gerade einen Charakter haben der sich DAFÜR genau JETZT interessiert.
Oder die Örtlichkeit passt nicht weil der Char aus Grund XY nicht nach Ort Z reisen kann/darf/will. Nicht jeder kann oder will sich einen neuen Char machen weil ihn das Projekt OOC interessiert. Wenn man einen großen Freundeskreis hat, der sich begeistern lässt und etwas "starhilfe" gibt, ist es - natürlich - viel einfacher. Aber auch nicht immer. 2014 hatte ich viele Freunde und Gildenbekannte, und gefloppt bin ich trotzdem. Als ich 2016 wiederkam war ich alleine - und jetzt kenne ich durch Projekte wieder viele Leute. Wenn man dazu, wie ich, noch jemand ist der durch seine Art die Massen polarisiert wird es nochmal schwieriger.

Für mich steht fest:
Das hängt von vielen Faktoren ab, und das ist mir selbst auch schon mehr als ein Mal passiert. Womöglich hat man scheinbar manchmal einfach Pech. Das ist verletzend, es frustriert, aber es gehört leider dazu.
Am Ende sind wir alle nur Menschen, die nach ganz subjektiven Eindrücken Entscheidungen nach Geschmack treffen.

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Samstag, 18. März 2017, 15:01

Es kommt vielleicht auch darauf an, wie man ein Projekt aufzieht und in welcher Größenordnung man anfängt. Eine Magiergilde, die gleich zu Beginn direkt mal eine Expedition in die Ebenen von Oblivion startet schreckt vielleicht auch schlicht zunächst ab.
Es muss nicht immer das große Kabumm und Riesenaction geboten werden. Vielleicht war der Zeitpunkt einfach schlecht gewählt, ebenso der Zeitpunkt für das Haus der Wissenschaft. Es gibt - wenn man dem Forum glauben kann - bereits so viele wissenschaftliche Expeditionen seitens anderer Projekte. Da ist die Community vllt schon übersättigt.

Ich habe bisher nur ein Projekt geleitet und tue es immer noch, daher kann ich nur für mich sprechen. Ich habe meine Gilde als winzig kleines Projekt gestartet. Das Konzept... Ich weiß gar nicht, ob man es überhaupt so bezeichnen kann, war sehr knapp. xD Und dann ist es gewachsen. Über Monate hinweg. Nun schon ein ganzes Jahr.
Manchmal ist es also vielleicht besser, wenn man ganz klein und unscheinbar anfängt und sich alles rein über das IC entwickeln lässt, anstatt schon ein OOC vorgefertigtes Projekt vorzulegen.

Was ich jedoch ebenso wie Celebringil selbst immer wieder erlebe und erlebt habe und absolut nicht nachvollziehen kann und auch keinerlei Verständnis für aufbringe, ist die Unfähigkeit zur Kommunikation und die Feigheit vieler in der Community. Ich weiß nicht, wie die Leute hier erzogen wurden, aber ich habe noch gelernt, dass man via Nachricht absagt, wenn man keine Zeit, kein Interesse, keine Lust mehr hat. Das geschieht hier so selten, dass ich mir fast schon ein rotes Kreuz im Kalender mache, wenn es tatsächlich mal geschieht. Das ist ein absolutes Unding und nimmt mir persönlich überhaupt die Lust, mit den betreffenden Leuten je wieder irgendwie in Kontakt oder RP zu kommen. Ebenso die ständigen Vertröstungen. Sowas ist... tut mir Leid... asozial.

Was auch neuen Projekten schadet und was ich desöfteren erlebe ist, dass es in dieser Community Individuen gibt, die gezielt und mit voller Absicht böses Blut verbreiten und gezielt Projekte zerstören oder im Keim ersticken wollen. Und gegen diese Leute wird keinen Deut vorgegangen. Diese Leute wurden bereits mehrfach bei der Gildenleitung gemeldet und die Leitung tut ganz einfach nichts. Gar nichts. Ich finde ja, solche destruktiven Gestalten sollten aus einer solchen Gilde entfernt werden. Ich habe sogar selbst miterlebt, wie Gildenmitglieder gezielt das RP eines Projektes störten durch trollen, durch das RP hüpfen und springen und den Leuten am Arsch kleben dabei.
In dieser Community gibt es so viel Missgunst und OOC-Hetzerei gegeneinander, dass es nicht verwunderlich ist, dass nicht nur neue Projekte es zuweilen schwer haben.

Edit:
Übrigens hat auch meine Gilde, die Faroth Tong, erst jüngst eine schwere Krise durchmachen müssen. Eine Krise, die die Mitgliederzahlen dezimiert hat und sogar die Laune auf RP auf 0 gesetzt hat. Aber es gibt die Faroth Tong immer noch. Es wird weitergekämpft, weiter RPt und ganz einfach nicht aufgegeben. :P

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Mollorow

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4

Samstag, 18. März 2017, 15:15

Damit Cele durfte ich schon letztes Jahr Erfahrungen sammeln. Und es liegt oft an vielen Faktoren. Aber genau das hier ist ein sehr wichtiger Faktor:

Zitat


Setzt ein gelungenes Projekt lediglich voraus, daß man jede Menge Fans in der Community hat, statt daß es ein gutes Konzept bietet?


Leider oder auch nicht. Ich hatte letztes Jahr versucht die Diebesgilde aufzubauen. Ich hatte erstaunlich viele Interessenten, auch Werbung habe ich genug gemacht. Aber das Ende vom Lied war dass von Ca. 25 Interessenten nur 3 Leute aktiv einstiegen.

Ein Großteil erschien nie, sagte nur immer dass sie mal vorbeischauen wollen, Einem kleineren Teil fiel plötzlich ein dass sie für noch ein Projekt als Mitglied keine Zeit oder wenig Zeit haben. Und ein paar Leuten war Mord dann doch lieber als Diebstahl und haben einfach nicht gepasst. Das heißt man kann anhand der Interessenten nicht festmachen ob daraus wirklich viele Spieler entstehen. Man hat auch mit vielen Spielern zu tun die sich an einem Tag dafür interessieren und am nächsten Tag dann doch was anderes im RP verkörpern wollen.

Das Projekt habe ich dann quasi auslaufen lassen. Meine rl Zeit wurde begrenzter und einfach zu kostbar um sich hinzusetzen und oft mit einer Person laufend zu RPn weil von den dreien alle auch noch unterschiedliche Zeiten hatten. Selten dass es mal mehr waren. Da kann mir auch keiner mangelnden Durchhaltewillen unterstellen. Ich habe es mindestens über 2 Monate versucht. Und die Resonanz war auch überwiegend positiv. Natürlich kann man mich auch angelogen haben aber das will ich einfach mal nicht glauben.

Ich glaube weniger dass man das auf die persönliche Kappe nehmen muss. Auch wenn ich die Erfahrung machen durfte dass es Leute gibt die Neulinge sofort vor anderen Spielern warnen weil sie diese nicht mögen.

Es ist zum Teil einfach zufall. Aber es gibt natürlich auch diejenigen die bekannt sind und denen alles gelingt. Einfach Personen mit einem Charisma die regelrecht Leute anziehen über die Bildschirme hinweg. Teilweise entstehen auch Kettenreaktionen. Da nimmt man Mitglied A auf der ein Mitglied B und C hinzuholt. Das ist dann natürlich zum Teil auch wieder dann stark zufallsabhängig. Aber dass es nun mal die gewissen Personen gibt, daran gibt es keinen Zweifel. Seltsamerweise wirken die meisten davon auf mich oft eher abschreckend.

Natürlich kommt dann noch der Faktor Werbung hinzu. Viele Neulinge verirren sich hierher. Und finden in dem Guide Vorschläge zu expliziten Projekten an die sie sich wenden können. Dadurch wird der Blick in das Projektforum in dem es noch mehr Projekte gibt, abgewendet. Die Neulinge gleich zu Projekten gestoßen (natürlich nicht alle aber sicherlich ein Teil). Aber dazu kennst du meine Meinung Cele und ich kenne auch die Meinung der Meisten hier . Daher will ich diese Diskussion nicht erneut entflammen.

Mir kommt es persönlich auch so vor als wenn es eigentlich genug oder sogar schon zu viele Projekte gibt. Ich habe Projekte kennengelernt die sind hier kaum vertreten und machen kaum Werbung. Laufen aber dennoch wie geschmiert.
Projektliste
Projekt Meldestation
Kurzer RP Guide für Neulinge und RP Interessierte

Man muss realistisch sein - Neunfinger Logan (First Law Trillogie)

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Samstag, 18. März 2017, 15:26

Auch ich habe auch mal ein Projekt geleitet. Welches ich glaube nach nicht einer Woche eigenständig wieder eingestampft.

Wegen etwas ähnlichen wie Anaree es beschreibt:

Zitat

Was auch neuen Projekten schadet und was ich desöfteren erlebe ist, dass es in dieser Community Individuen gibt, die gezielt und mit voller Absicht böses Blut verbreiten und gezielt Projekte zerstören oder im Keim ersticken wollen. Und gegen diese Leute wird keinen Deut vorgegangen. Diese Leute wurden bereits mehrfach bei der Gildenleitung gemeldet und die Leitung tut ganz einfach nichts. Gar nichts. Ich finde ja, solche destruktiven Gestalten sollten aus einer solchen Gilde entfernt werden. Ich habe sogar selbst miterlebt, wie Gildenmitglieder gezielt das RP eines Projektes störten durch trollen, durch das RP hüpfen und springen und den Leuten am Arsch kleben dabei.
In dieser Community gibt es so viel Missgunst und OOC-Hetzerei gegeneinander, dass es nicht verwunderlich ist, dass nicht nur neue Projekte es zuweilen schwer haben.


Nur will ich es nicht auf den Bösen willen der Spieler schieben, sonder einfach mal sagen den Spieler dahinter war nicht bewusst was er Getan hat. Ich wollte eine Taverne aufbauen und es sind einfach Wiederliche Arschloch Chars, der schlimsmten Sorte aufgetaucht. Ich habe mir zu erst gedacht, okay gut, das ist nur die Anfangsphase, das wird besser.

Dann ist jemand aufgetaucht, der eben nicht so einen Arschloch Char war, ich hatte rießen Spaß, nach den Zähen und frustierenden Tagen habe ich fast vor Freude geweint.
Dann kam der Arschloch Char und hat den anderen Sysemtisch vertrieben...Durch Bedrohungen etc....
Als er in das gemacht hat im RP, war ich so schockiert und verdatter, ich konnte nicht einmal richtig reagieren im RP. Ich bin vor dem RP gesessen und habe vor mir gesagt: "Was?" Als ich gelesen habe, was er so schrieb.
Ja einen weiten Abend gab es nicht. Weil ich mir gedacht habe, du kannst mich mal, dich bespaße ich nicht wieder.

Was ich damit sagen möcht, auch hinsichtlich der OOC und IC Trennung, gibt es einfach Char-Typen und Konzepte die Pures Gift für Projekte in den Anfangsphasen sind, da sie anscheinden darauf basieren ander Chars von den RP Standort zu vertreiben...

*seufzt*

Ja da habe ich beschlossen auch nie wieder ein Projekt zu leiten...

Aber hinsichtlich Magiergilde / Haus der Wissenschaft, muss ich sagen, Magiergilden und Gelehrten Themen fanden noch nie reisenden Anklang, ich spreche aus Erfahrung. Ich habe schon zwei Magergilden an verschieden Standorten bespielt. Man kann sich darüber freuen, wenn bei solchen Themen eine Stammspielerschaft von drei Leuten hat. Weil sie sich nicht aller größter Beliebtheit erfreuen, wegen den unterschiedlichsten Gründen.

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Celebringil (18.03.2017)

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6

Samstag, 18. März 2017, 16:29

Den Segen der Göttlichen euch allen und auch dir, Celebringil.

Ich kann dir nicht die Erfahrung im Leiten von Projekten im Elder Scrolls Rollenspiel anbieten, aber die andere Seite des Tisches - durch meine Veränderungen im beruflichen Leben wurde ich von der Spielleiter-Bank an den "Konsumenten"-Trog geführt. Auch wenn ich noch viele Ideen habe, fehlt mir die Zeit, etwas auf- oder umzustellen.
Das Ergebnis: Ich nehme nur bereits vorgekautes, sprich eingetragene Veranstaltungen mit festen Programmpunkten wahr. Ich möchte dir einmal aufzählen, was mir mein momentanes Projekt bedeutet, was zugleich auch mein längster Begleiter in Elder Scrolls Online wurde. Ich hoffe, das es Licht darauf werfen kann, warum genau dieses Projekt seine Anziehung entfaltet.
Alle Antworten spiegeln mein Empfinden und meinen Erfahrungswert im Projekt Normanier wieder.

Zitat

Setzt ein gelungenes Projekt lediglich voraus, daß man jede Menge Fans in der Community hat, statt daß es ein gutes Konzept bietet?


Nein. Die Projektleitung und ich waren uns fremd, ich hatte nie von diesen Spielern gehört, umgekehrt denke ich, dass es ebenso wahr.

Zitat

Wie kann es sein, daß manche Spieler bei einem Projekt offene Türen einrennen, während andere Spieler mit der (teils gleichen oder ähnlichen) Idee schlicht sitzen gelassen oder ignoriert werden?


Adel ist keine Neuheit, sollte mich mein Gedächtnis nicht trüben gab es fast sofort bei Veröffentlichung Anno 2014 ein Projekt, das sich damit befasste. Von Haus aus bin ich misstrauisch gegenüber dieser Sparte von Spielern, als Betrachter fühlt sich so etwas als "Wessen (nicht ausgespieltes) Schwengel Anwesen ist denn nun größer?"
Diesem Verdacht blieb es geschuldet, das ich bis Anfang 2016 nicht in diesem Bereich tätig war. Überzeugt hat dann beim aktuellen Projekt die Schlichtheit und der niedrige Status der Spielleitung, wo ich sofort das Gefühl hatte: Da will jemand Spielleiten und keine inneren Luftschlösser mit Dienern füllen!
Es war also "das Gleiche", nur die feinen Details waren ... einstiegsfreundlicher? Ich hätte einen einfachen Bettler zum Anschnuppern spielen können, ohne als Randfigur im Straßengraben zu liegen oder von 10 ausgespielten Verwandten des Großkönigs mit Naserümpfen verurteilt zu werden.

Zitat

Ich habe die Erfahrung gemacht dass es sehr stark auf den ersten Eindruck ankommt.


Ja und Nein. Ich hatte die Projektseite von Normanier gefühlte 10.000 mal offen, gezündet hat es erst bei der 10.001. Ganz ehrlich? Der erste Eindruck war negativ.

Zitat


Auf die Schnauze zu fallen ist sicherlich ärgerlich. Aber auf die Schnauze zu fallen und so rein gar nicht weiterzukommen, während andere scheinbar nur mit dem Finger schnippen müssen, um erfolgreich zu sein - ist schon sehr frustrierend.


Dieses Finger schnippen ist in meiner Ansicht oft auch eine Sicht auf das grüne Gras auf der anderen Seite. Ich erinnere mich an Durststrecken, in denen gefühlte 3 bis 4 Spieler (inklusive Leitung) nur noch am Spielen waren - irgendwann denkt man sich auch nur noch: "Und jetzt?". Wiederholt stand man sich gegenüber, hatte sich nichts zu sagen, musste "Zeit schinden", etwas aus dem Ärmel schütteln. Spaß macht das weniger.
Die Spielleitung reagierte mit dem Ausschütten von kleinen Ereignissen und aktuell sogar noch eine Stufe weiter: Mit wöchentlich oder monatlich nachgeschobenen Stimmungsbildern der Umgebung. Als Reaktion auf diese Aktivität, egal wie klein der Rahmen auch wahr, kam auch wieder Fahrt in die Sache. Dadurch wurde die Spielleitung nicht erforderlich, um auch mal selbst mit dem Charakter die Umgebung unsicher zu machen - ein abgesteckter Rahmen, in dem man sich in der aktuellen Situation bewegen konnte, ohne das die Zeit bis zum nächsten Termin stillstand. Freiraum ohne Schwebe!

Weitere, sehr wichtige Faktoren waren für mich unter anderem...
Das für mich so unendlich leidige Stichwort Bewerbung. Schaut man in die Projektvorstellung von Normanier - kein Wort von Bewerbung! Keine Kopier-und-einfügen Vorlage aus dem Jahre 2005, in dem man leidig und mit Zeitaufwand seine Seele niederschreiben muss, nur um in den erlesenen Kreis aufgenommen zu werden. Bewerbungen schreibe ich nicht mal mehr im beruflichen Bereich, für die Freizeit? Das ist so ein unglaublich dicker Minuspunkt für mich. Es wird ein Ansprechpartner angegeben und wenn ich mich recht erinnere (1 Jahr sollte mein Sieb noch schaffen) war die Antwort damals im ungefähren Wortlaut: "Komm doch einfach vorbei!".
Kein "Wer bist du?", "Welche Schuhgröße", nichts! Einfach nur eine unverbindliche Einladung. Der erste Eindruck stimmte bei uns.

Jeder Status wurde erarbeitet, das hat Spaß gemacht. Ich hätte als ausgespielter Erzmagier oder hundsgemeiner Meuchel-Vampir aufkreuzen können (So schon gesehen *g*) und trotzdem hätte die Baronin, ein Teil der Spielleitung, sagen können: "Danke, dass du da warst, gute Heimreise!" Ich mache das nicht gerne, aber hier ein Beispiel mit meinem Charakter (Jetzt beweihräuchert sich der schon selbst!): Vor einem Jahr als ziemlich perspektivlose Wache angeheuert, Veteran, kaum Gold im Beutel, am Körper nur eine rostende Platte und ein Schwert in den Pfoten. Heute kann ich nach einigen vielen schönen Stunden auf einen Quasi-Ritter blicken, der nur aufgrund fehlender Barschaft und Einfluss der Baronie keinen Titel führt.
Das ganze ließ sich mit meiner knappen Freizeit vereinbaren, es gab keine harten Zeitanforderungen, weder im voraus, noch als Hinweis auf meinen aktuellen Charakterkurs. Ein einfaches "Ich bin sehr knapp bemessen an Freizeit" reichte vollkommen aus, um 100 Absagen in der Zukunft überflüssig zu machen.

Es gibt kein internes Forum. Ist so, außer ich stehe auf einer internen schwarzen Liste, die mir die Einsicht verbietet ( Unwahrscheinlich ;) ). Diese ausgelagerten Foren sind so mühselig, und trotz der Projektgröße ist es (in meinem Beispiel) - überflüssig! Ich will keine Registrierung, Vorstellungsrunde, Wörterkette und keine virtuelle Taverne, ich will Rollenspiel, gottverdomme!

Der Umgang ist erwachsen und sehr distant. Ich habe keine Ahnung wie die Spielleitung mit Vornamen heißt, was sie arbeitet oder wie alt sie sind. Interessiert mich auch nicht! Es sind Menschen, über die ich mich freue, wenn sie als Online angezeigt werden. Wollte ich etwas? Dann habe ich direkt geflüstert. Bis Februar diesen Jahres gab es keine Gildenmitgliedschaft meinerseits. Nur die Göttlichen wissen, ob die Projektgilde zu diesem Zeitpunkt überhaupt existiert hat!
Auch wenn es sicher mal interne Spannungen gab, musste ich sie als einfaches Mitglied nie fühlen.

Zusammengefasst habe ich das Gefühl in meiner Freizeit zu sein. Und das ist schön.

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Samstag, 18. März 2017, 16:44

Ein demi-wissenschaftliche Herangehens-Versuch

Ich kann mich mit vielen Dingen, die hier gesagt werden, identifizieren. Da wäre erst jüngst die Hautstecherin gewesen, deren Aufruf vollkommen leer ausgegangen ist und mein Char sich anderen regelrecht aufdrängen musste. Ich will mich aber nun nicht in die Reihe stellen und von Miseren und verpatzten Möglichkeiten jammern.

Wir alle kennen diese Erlebnisse. Das Muster wiederholt sich andauernd. Ich persönlich würde gern einmal erleben wie sich schlaue Köpfe hier, Leute, die gute Sachen von sich geben und deren Meinung geschätzt werden - zusammen finden und eine Lösung erarbeiten.
Vllt die Missstände benennen und gemeinsam überlegen, wie man Verbesserung schaffen kann.

Leider erlebe ich es bei Diskussionen hier im Forum viel zu oft, dass sie geführt werden, manchmal auch heiß aufflammen der Themen wegen, sich aber dann genauso verlaufen wie die hier beklagten Gilden-Konzepte.

Ich selber suche schon seit Jahren eine Lösung für das Problem 'Mensch und zwischenmenschliche Beziehungen im Internet'. Es gibt verschiedene Ansätze, die von mir ausgetestet wurden, RP-Gruppen, die ich beobachtet habe und versucht habe Verhaltensmuster fest zu halten, die in der RP-Commu gesellschaftlich anerkannt wurden und gefördert und welche nicht. Ich war sogar so verrückt und habe versucht an dieses Paradoxon wissenschaftlich heran zu gehen, denn ich muss wirklich gestehen, eine RP-Community ist ein psychologisches Wunderland.
Einen Masterplan habe ich nie gefunden. Es gibt so viele Faktoren zu beachten.

Das einzige, was ich heraus gefunden habe:
"Leute sind uninteressant, bis man sie kennen lernt." Ich sehe hier wie sich eine zunehmend größere Wegwerf-Gesellschaft etabliert. Ich vergleiche das immer gern mit der Entwicklung von World Of Warcraft. Einige werden nun stöhnen, aber es ist nun einmal das größte Medium der MMO-Szene und das eines der Älteste. Man kann dort eine ähnliche Entwicklung der digitalen Gesellschaft erkennen, wie sie sich nun auf sämtliche MMOs ausweitet. Ich nenne es das 'lfg-Syndrom'. lfg = Looking for Group, oder auch lfr = Looking for random.
Früher war es in WoW so, dass man sich noch ernsthaft anstrengen musste eine Gruppe zusammen zufinden, für eine Gruppenaufgabe, Instanz oder Raid. Man hatte keinen Broswer, der einem über alle Server hinweg Gruppenmitglieder präsentierte. Man musste ernsthaft suchen UND man musste kommunizieren. Man musste jemand anschreiben und mit ihm reden, ihm erklären um was es ging und was sein Vorteil daraus war. Meinst der heiß begehrte Loot.
Und das TOLLE war, dass diese Gruppen, wenn sie denn einmal zusammen gefunden haben, zusammen hielten! Ich ging einmal davon aus, dass das etwas mit Sympathie zu tun hatte. Dass das reichen würde, aber dem ist nicht so. Es gab früher nur diesen einen Server, du hattest also nur ein relativ begrenzte Auswahl an Leuten mit demselben Ziel. Also hast du dich angestrengt in dieser Gruppe zu bleiben!!!

Dann kam jenes 'lfg'. Das sorgte dafür, dass man auf einmal sich überhaupt nicht mehr absprechen musste, sondern auf Knopfdruck sofort das fand, was man brauchte um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Man musste nicht mehr kommunizieren! Warum auch? Warum sich noch länger mit zwischenmenschlichen Kanten und Problemen abgeben, wenn man auch ganz einfach die Gruppe verlassen uns sich die nächste suchen konnte. In WoW hat sich das Pve dadurch komplett verändert. Es ist weniger persönlich, es ist anonym, steril sauber und schnell.

Die MMO-Szene entwickelt sich, wie jede Subkultur, und dies ist für mich die nächste Entwickelungsstufe, denn sie lässt sich auf nicht nur WoW und das Pve, PvP, etc. projezieren sondern auch auf jedes MMO und jede Community.

Von daher ist für mich weniger das Lästern und Stänkern, das Hetzen, das Warnen vor anderen Spielern, der Bekanntheitsgrad in einer Commu oder Wissensstand der Lore an erster Stelle das Problem, das wir hier haben. Sondern eher die Frage: "Sind die und die Leute, das und das Projekt überhaupt meine Zeit wert?" "Lohnt es sich sich dafür anzustrengen."

Ihr merkt selber ich formuliere es etwas abstrakt und vielleicht auch platt. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass viel mehr darein spielt. Aber ich summiere auf und empfinde dieses als Grundproblem.

Ich erinnere mich noch an meine ersten Gilden, die über MMOs zusammen gehalten haben, man hatte auch RL Kontakt. Heute macht jeder lieber sein eigenes Ding, und wenn das zerbricht, dann kommt das nächste, oh, klappt auch nicht? Wieder weiter.
Ich erkenne einen sehr starken Trend, dass man lieber sich minimalst anstrengt und zum nächsten Projekt und den nächsten Leuten linst, als einmal gemeinsam Probleme anzugehen und auszusetzen. Es hat keiner Interesse, also ärger ich mich nun und gehe dann weiter, suche mir andere Leute, etwas das leichter ist, wo es keinen Stress gibt, keine Unannehmlicheiten. Und je weiter man sich in diesem Kreislauf bewegt, desto sturer wird man und so größer wird die Bereitschaft 'weiß/schwarz' zu denken.

Ich denke da müsste man ansetzen und eine Lösung erarbeiten. Und ja, sehr viel Anstrengung wird dafür benötigt werden. Es wird sich wieder die Frage stellen: Ist es das überhaupt werd? Oder: Uff, das ist mir zu viel. Ich such mir was anderes.

Mich würde sehr interessieren, wie ihr das seht und darüber denkt.

Mortum Rex Pax Domini

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Droku

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Samstag, 18. März 2017, 18:29

Ich melde mich hier auch einmal zu Wort.
Ich denke das Problem ein Projekt nicht verwirklichen zu können besteht aus vielen Bestandteilen. Ob das Projekt Anklang findet oder nicht hängt meiner Meinung nach allerdings nicht direkt von der Community an sich ab, sondern von einigen Einzelpersonen und dem, was sie daraus machen. Schlechter Ruf oder Lästereien können sicherlich ein Problem darstellen, allerdings im Endeffekt nur bei Personen, welche kein Interesse daran haben sich ein eigenes Bild zu machen und sich durch Leichtgläubigkeit in eine einseitige Darstellung ein Urteil bilden. Auf jene Leute zu verzichten sollte ohnehin keinen Verlust darstellen. Ebenso mag Bekanntheit und guter Ruf zwar förderlich sein, wird das Konzept an sich jedoch nicht interessanter oder weniger interessant machen, sondern eher daraus resultieren. Wirklich entscheidend sind meiner Meinung nach nur die Spieler, welche an entsprechendem Rollenspiel interessiert sind. Hier hängt es davon ab ob die Stimmung, das Setting und die Möglichkeiten Anklang finden oder nicht. Es ist mit Sicherheit sinnvoll sich im Vorfeld Gedanken zu machen, ob das gewählte Projekt Potenzial hat, gegebenenfalls auch mit Nachfragen, wenngleich jene, wie in einem Vorpost genannt, natürlich nicht zwangsläufig zuverlässig sind. Das Beste was ich empfehlen kann, ist bereits im Vorfeld Gleichgesinnte zu suchen, tendenziell solche mit Verlass, welche das Projekt zusammen mit dir aufziehen. Selbst wenn es keinen großen Zulauf finden sollte, hast du so zumindest einen festen Kern, und seien es auch nur zwei Leute, mit welchen Rollenspiel gemacht werden kann. Jenes interessant und abwechslungsreich zu gestalten liegt zu großen Teilen an einem Selbst. Durststrecken gibt es immer und wird es immer geben, entstehend aus vielen Faktoren. Ich selbst hatte Zeiten mit 12 aktiven und Zeiten mit 2 aktiven Spielern.

Ich denke man sollte sich im Vorfeld die Fragen stellen, was man erreichen, also darstellen / bespielen will, was man dafür zu machen bereit ist und welche Anforderungen man an etwaige Mitspieler stellt. So lässt sich besser abwägen, ob und wie man das eigene Vorhaben realisieren kann, ohne unterbewussten Erwartungen zu unterliegen, die dann unter Umständen enttäuscht werden.
Ich kann verstehen dass es frustrierend ist, wenn man ein Projekt auf die Beine stellen möchte und anschliessend scheitert, wenngleich einem jene Möglichkeit natürlich immer bewusst sein sollte, allerdings sollte man es nicht als Konkurrenzkampf zwischen den Projekten sehen. Läuft es an einem anderen Ort, möglicherweise selbst mit ähnlichem Konzept, besser, so mag dies daran liegen dass einige Dinge dort ansprechender sind, oder die Umstände schlicht günstiger stehen. Ebenso ist wichtig dass man hier nicht nach Schuld oder Unschuld sucht, sondern sich Gedanken darüber macht, wie man das was man erreichen möchte auch verwirklichen kann. Selbst wenn die Community oder gewisse Spieler und Umstände "Schuld" wären, würde es im Endeffekt doch nichts am Problem ändern.

Zuletzt möchte ich sagen dass das Hauptproblem, also abgesehen von dem mangelndem Durchhaltevermögen der Spielleiter oder dem fehlenden Interesse der Spieler, meiner Meinung nach zum einen in der Tat an Unzuverlässigkeit und mangelnder Disziplin oder Wertschätzung mancher Spieler gegenüber einer Sache liegt, womit man jedoch nicht auf eine Community als ganzes schliessen sollte. Spieler die nicht auftauchen oder wortlos verschwinden sind ein Problem, allerdings ist es gerade daher wichtig, sich nicht von ihnen abhängig zu machen. Zum anderen kann auch fehlende Kommunikation Nährboden für Konflikte und MIssverständnisse bieten, weshalb es gerade im online-Chat wichtig ist, sich klar auszudrücken, damit die Spieler sich wohl fühlen. Um nun jedoch nicht zuviel bereits geschriebenes zu wiederholen schliesse ich damit ab, dass ich Tlalyth in weiten Teilen zustimmen kann.

Mfg Droku
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9

Samstag, 18. März 2017, 19:25

Was mir gerade noch einfällt:
Vielleicht würde es auch helfen das Projektforum "aufzuräumen" und alles was es nicht zum aktiven Projekt geschafft hat in ein Archiv zu schieben. So ist es nicht verloren und jemand der ähnliche Ideen hat kann sich inspirieren lassen und es vielleicht besser machen oder mehr Glück haben.
Von...wieviel? 12 Seiten? Würde ich mich als Frischling etwas erschlagen fühlen und berechtigterweise vielleicht eine halbe oder die ganze erste Seite anschauen, wenn überhaupt.

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10

Samstag, 18. März 2017, 23:38

Ein ganz großes Danke schön für die Rückmeldungen. Ich will an dieser Stelle nicht noch mal alles durchkauen, nur so viel:

Ich persönlich würde gern einmal erleben wie sich schlaue Köpfe hier, Leute, die gute Sachen von sich geben und deren Meinung geschätzt werden - zusammen finden und eine Lösung erarbeiten. Vllt die Missstände benennen und gemeinsam überlegen, wie man Verbesserung schaffen kann.

Es reicht schon, wenn sich jeder an die eigene Nase packt und mal kurz über sein eigenes Verhalten zum Thema Rollenspiel nachdenkt. Ansonsten: Lösungen kann ich sicher nicht anbieten (sonst hätte ich wohl kaum diesen Thread eröffnet). Aber ich kann schreiben, was ich mir an der Stelle eines Projektleiters von der Comm wünschen würde:

Ehrlichkeit. Ja, eine Abfuhr ist ärgerlich, und es wird nicht lustiger, wenn es sich ständig wiederholt. Aber - damit kann zumindest ich immer noch besser umgehen, als wenn man mir erzählt, man habe Interesse. Und dann taucht der Spieler unter, hat plötzlich keine Zeit mehr, oder findet fadenscheinige Gründe, warum es auf einmal doch nicht geht. Selbst bei "einfachem" Rollenspiel macht man sich doch seine Gedanken, wie sich die Geschichte der betroffenen Chars (weiter)entwickeln kann. Sich etwas zu überlegen und sich dann auf´s nächste RP zu freuen (sei es ein Projekt-Abend oder "nur so") - und dann kommt die kalte Dusche, indem man einfach sitzen gelassen wird. Sorry, aber in aller Deutlichkeit, DAS kotzt einfach nur unglaublich an. So etwas kann immer mal passieren, keine Frage. Nur ist das leider ein Punkt, den ich erschreckend häufig und in mannigfaltiger Weise erlebt habe - zum Teil von Personen, von denen ich es so nicht erwartet hätte. Man verliert auf diese Weise nicht nur den Spaß daran, ein Projekt aufzubauen, sondern auch den Spaß am Rollenspiel allgemein. Hinzu kommt, so etwas macht leider auch misstrauisch, und es ist schnell der Punkt erreicht, wo sich das Thema "Projekte" erledigt hat, oder man das Rollenspiel gleich ganz sein lässt.

Gerade Rollenspieler, die in jedem Spiel betonen, daß sie eine kleine Minderheit sind, sollten doch eigentlich Interesse daran haben, ihr eigenes Hobby zu unterstützen. Dazu bedarf es keiner schlauen Leute, die sich Gedanken machen und Lösungen anbieten (nichts gegen dich, Tlalyth). Etwas mehr Verantwortung zeigen, etwas ehrlicher miteinander umgehen, und als "großer" Projektleiter kleinen Projekten ein wenig Unterstützung anbieten, wären meiner bescheidenen Meinung nach ein guter Anfang, der auch recht leicht umzusetzen wäre - wenn denn der Wille dazu da wäre.

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11

Samstag, 18. März 2017, 23:39

Den Segen der Göttlichen euch allen und auch dir, Celebringil.
Weitere, sehr wichtige Faktoren waren für mich unter anderem...
Das für mich so unendlich leidige Stichwort Bewerbung. Schaut man in die Projektvorstellung von Normanier - kein Wort von Bewerbung! Keine Kopier-und-einfügen Vorlage aus dem Jahre 2005, in dem man leidig und mit Zeitaufwand seine Seele niederschreiben muss, nur um in den erlesenen Kreis aufgenommen zu werden. Bewerbungen schreibe ich nicht mal mehr im beruflichen Bereich, für die Freizeit? Das ist so ein unglaublich dicker Minuspunkt für mich. Es wird ein Ansprechpartner angegeben und wenn ich mich recht erinnere (1 Jahr sollte mein Sieb noch schaffen) war die Antwort damals im ungefähren Wortlaut: "Komm doch einfach vorbei!".
Kein "Wer bist du?", "Welche Schuhgröße", nichts! Einfach nur eine unverbindliche Einladung. Der erste Eindruck stimmte bei uns.

[...]

Es gibt kein internes Forum. Ist so, außer ich stehe auf einer internen schwarzen Liste, die mir die Einsicht verbietet ( Unwahrscheinlich ;) ). Diese ausgelagerten Foren sind so mühselig, und trotz der Projektgröße ist es (in meinem Beispiel) - überflüssig! Ich will keine Registrierung, Vorstellungsrunde, Wörterkette und keine virtuelle Taverne, ich will Rollenspiel, gottverdomme!


Ich kann zu der Diskussion jetzt nicht so viel hinzufügen, da das meiste schon gesagt wurde. Aber diese beiden Punkte möchte ich 2x dick unterstreichen. Gerade Bewerbungen sind so ein Ding, die stammen noch aus Zeiten, wo Progress-orientierte Gilden ihre Mitglieder aussieben mussten. Aber eigentlich sind sie nur lästig und ich werde mich auch an keinem Projekt anmelden, was so etwas von mir verlangt. Ich habe aber wiederum kein Problem damit, vor dem Eintritt in ein Projekt im Chat über die wichtigsten Dinge zu reden.
Die Forenpartitionierung ist für mich ein Überbleibsel aus Web1.0 wie persönliche (HTML-based) Homepages. Nutze damals kaum jemand und heutzutage erst recht fast niemand mehr. Ein Projektforum, in dem dann 3 von X Leute aktiv sind und daher nix passiert, ist einfach dröge. Ich weiß, es war mal en vogue das jede Gilde ihre eigene, teilweise recht aufwendige Homepgae/Forum hatte. Aber heutzutage, im schnelllebigen Internet ohne viel persönliches Engagement sind es einfach nur Hürden. Weil man sich dort registrieren muss, nur um dann nach einer Woche in der nix passiert ist eh nie wieder rein zu schauen. Ich weiß, das trifft nicht auf alle Foren zu, aber von all den Gilden, in denen ich bisher in ESO (und anderen MMOs) war, hatte jede eine Gildenwebsite und 90% davon habe ich nie besucht... und es haben sich mir keinerlei Nachteile ergeben.

Sorry für den leichten OT rant, aber ich glaube, dass das zum Punkt "Projekt scheitert wegen zu viel Ballast" dazu zählt.

12

Sonntag, 19. März 2017, 00:51

Zitat von »Celebringil«

Es reicht schon, wenn sich jeder an die eigene Nase packt und mal kurz über sein eigenes Verhalten zum Thema Rollenspiel nachdenkt. Ansonsten: Lösungen kann ich sicher nicht anbieten (sonst hätte ich wohl kaum diesen Thread eröffnet). Aber ich kann schreiben, was ich mir an der Stelle eines Projektleiters von der Comm wünschen würde: Ehrlichkeit.


Ich weiß nicht, ob das reicht, Celebringil. Man sieht es an den vielen Aufrufen und wütenden Posts, die immer mal wieder erscheinen, diskutiert werden und dann verschwinden.

Ich meinte das 'schlaue Leute' weitaus weniger ironisch als vielleicht suggeriert wurde. Tatsächlich war sogar gar keine Ironie dabei. Es gibt einfach meiner Meinung nach wirklich einige Leute, deren Meinung ich schätze und gern höre. Von der ich etwas halte und glaube, dass da Gedanken hinter stecken, die wirklich etwas ändern oder bewirken können. Die 'weise' sind.
Viele dieser Leute kenne ich nicht persönlich, lese nur eben hin und wieder etwas mit.

Mein Traum - auch wenn das mächtig dramatisch klingt - wäre es wirklich einmal eine Disussion mit sinnigem, lösenden Ausgang zu erleben. Nicht dieser offene Schrei ins Nichts. Ich verstehe vollkommen was dich stört, ich hatte auch kürzlich ein solches Erlebnis, bei dem ich am liebsten den Glauben an die Menschheit verloren hätte. Wie damit umgehen?
Denn dieser Appell an die Moral bringt meist nur zustimmendes Nicken, aber Nichteinhaltung hat keinerlei Konsequenz im virtuellen Raum.

Deswegen diese Überlegung: Warum nicht mal eine Art Ältesten-Rat. Reine Gedanken-Spielerei.
Eine Runde, die über dieses Thema philosophiert und neue Ansätze teilt. Ich habe von irgendjemanden mal ein Buch empfohlen bekommen: Wie halte ich einen RP-Plot am Leben. So oder so ähnlich, es war aus dem PnP entlehnt. Ich muss das mal wieder heraus suchen...

Und ich bin sicher, es gibt auch viele Male, bei denen es funktioniert hat. Im RP. In der Gemeinschaft. Warum nicht einmal solche Erlebnisse teilen und festhalten. Vielleicht kann jemand etwas daraus lernen. Trost beziehen, sich daran messen und feststellen: Hey, es war nicht ganz allein meine Schuld, dass der Plot versackt ist. Oder eben: Hey, vielleicht war das mein Fehler, und ich sollte es das nächste Mal so und so machen.

Das ist unendlich schwierig, eben weil so viel herein spielt. Und ich hab keinen Schimmer, wie man so etwas anfangen sollte.

Eine spontane Idee, die ich zu dir und deiner Idee hatte, Celebringil. Hättest du nicht Lust dich dem Magierakademien-Projekt mit deinem Wissenschafts-Projekt anzuschließen?
Zusammen rücken. Sich gegenseitig helfen.
Ich würde dein Projekt begrüßen, habe aber keine Char-Kapazität dort, wo du dein RP betreiben willst. Würdest du dich zu einem frakionsübergreifendem Projekt wie diese Magiergilde z.b. anschließen könnte ich dir/euch helfen und das Projekt mit beleben.

Das sind nur Hirngespinste, die ich einfach mal als Denk-Anstoss/Angebot in den Raum stelle. Vielleicht eine gute Idee, vielleicht nur ein Hirnfurz.

Hey... vielleicht ist das die Antwort? Probleme schildern vor der Community und um Rat nach einem Weitermachen fragen? Angebote und Ideen zum 'Problem' anhören und Vorschläge eine Chance einräumen? So wie ich gerade mit Angebot machen?

Mortum Rex Pax Domini

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13

Sonntag, 19. März 2017, 02:23

Guten Abend

Ich kann vielem hier zustimmen, insbesondere dem, was Droku und Tlalyth schreiben.
Mit letzterer habe ich mich in den letzten Wochen immer mal wieder über die Probleme, die Projekte und Rollenspiel mit sich bringen auseinander gesetzt und dazu auch mal in einem andren Forum einen langen Text geschrieben.

Wer mag, kann ihn ja mal lesen.
Er behandelt insbesondere die heran gewachsenen Probleme durch mangelnde Begeisterung, Zuverlässigkeit und ernsthafte Beteiligung, bzw. die Rolle der Projektleiter.

Spoiler Spoiler


Einen guten Abend wünsche ich Euch

Nein, dies hier wird kein Thread der Marke „Das Rollenspiel stirbt, zur Hilfe!“ und auch keine weitere Ausführung des „Wir kennen uns alle schon aus drei Spielen und wissen mittlerweile bei einigen Leuten, dass wir mit ihnen aus den verschiedensten Gründen nicht spielen können / wollen und etwaig auch keine zweiten Chancen geben möchten“. Genanntes ist gewiss ein Problem von Communities (wenn es diese denn im großen Rahmen jenseits des gemeinsamen Interesses „Rollenspiel“ überhaupt gibt) und auch kein kleines, aber es ist nicht das, worauf ich hinaus will.

In den letzten Jahren habe ich das Gefühl, dass in Spielen immer schneller der Punkt „Das lohnt sich hier nicht, wir ziehen weiter“ erreicht wird. Es werden die alten Geschichten einer besseren Zeit ausgepackt und die ohnehin erhöhte Erinnerung vielfach heran gezogen. Ebenfalls tauchen Beispiele auf, wie „früher“ RP-Hotspots und legendäre Projekte aufgebaut wurden und dass man selbst ja jahrelang etwas gemacht habe.
Gut, stellt sich die Frage, warum das nicht mehr wirklich geht.



1. Es ist schön und gut die alten Tage immer wieder aufzuführen, die wir alle ohnehin nicht rational beurteilen und in Erinnerung haben. Klar war da auch nicht alles besser, aber ein ganz entscheidender Punkt war anders:
Der Großteil der Rollenspieler hatte mehr Zeit. Kein zeitfressender Job, kein nerviger Schichtdienst, keine Familienplanung (was ja ein schöner Grund ist!) und keine andren großartigen Verpflichtungen, die man nicht in der vielen Freizeit noch unterbringen konnte. Ja, man konnte „damals“ noch viel mehr Tageszeit in das Rollenspiel stecken. Und Zeit ist immer etwas, das zu Gelegenheiten und einer gewissen Lebendigkeit im RP führt.

Heute ist es teilweise für manche Menschen nicht mehr wirklich möglich am öffentlichen Spiel teilzunehmen, da selbst, wenn sie jeden Abend einloggen und einen Termin wahrnehmen, das öffentliche Spiel oft an ihnen vorbeirauscht.
Nehmen wir als Beispiel einen Gelehrten, der in einem Plot herangezogen wird:
Erster Abend: Benennung des Problems.
Zweiter Abend: Treffen mit einem andren Gelehrten.
Dritter Abend: Aufbereitung der Ergebnisse.
Vierter Abend: Erneutes Zusammentreffen.
Und das ist schon der Bestfall, der voraussetzt, dass man sich über Termine in acht verschiedenen RL-Terminkalendern einig wird und JEDEN Abend spielt. Bis das erfolgt ist, sind die meisten öffentlichen Plotgruppen drei Schritte weiter, weil sonst ein Teil der Spieler ja abspringt.
Was ist die Folge?
Frustration bei denen, die einerseits fundiertes RP mit einbringen wollen als auch einfach nicht 8 Stunden des Tages Zeit mitbringen.
Und schon hier trennt sich das Rollenspiel dann ganz natürlich in "Gruppen".



2. Als Spielerin, die gerne der Gattung „Macher“ und „Spielleitung“ zugeteilt wird, unterhalte ich mich ja auch mit anderen „Machern“, von denen ich vielfach höre „Auf den Stress habe ich nicht mehr viel Lust“ oder „Es ist undankbar“. Und das ist es auch.

Warum aber ist es das?

2.1
Ein Rollenspiel-Angebot zu gestalten ist zunächst eines: Mehrarbeit. Es ist nicht einfach so, dass man sich hinsetzt und dann hat man Spiel. Im Gegenteil. Es muss durchdacht, organisiert und aufgebaut werden, Texte gestaltet etc. pp....
Gestaltet man selbst, spielt man meistens auch nicht die Hauptrolle in einer Geschichte. Das gebietet alleine der gute Ton. Im schlechtesten Falle ist man dann auch noch IC der Charakter, der nichts auf die Reihe kriegt oder nichts geleistet hat, schlicht und ergreifend, weil man der Gruppe eine Bühne liefert.
Eine Gruppe, die organisiert und bei Laune gehalten werden will, bei der auf unterschiedlichste Spielstile und Vorlieben im besten Falle Rücksicht genommen und jedem eine Entfaltungsmöglichkeit geboten wird - beinahe unmöglich.
Feedback ist diesbezüglich rar gesät bis nicht vorhanden und meist bedankt sich ein Macher noch für das Erscheinen.

2.2
Bei Machern entsteht ebenfalls das Gefühl, Spieler erst einmal überzeugen zu müssen.
Durch negative Erfahrungen und daraus resultierende Vorsicht, die nachvollziehbar ist und die ich selbst kenne, wird ein Angebot erst einmal sehr behutsam wahrgenommen. Man schaut erst einmal oder betrachtet gar aus der Ferne, ob sich ein Projekt / eine Gruppe etabliert.
Und an der Stelle beißt sich der Hund in den eignen Schwanz.
DENN: Wenn sich niemand oder wenige auf etwas einlassen, dann entsteht auch nichts, dann etabliert sich nichts. Zu der Mehrarbeit des „Machers“ gesellt sich dann auch noch der „Druck“ zu ködern und die stark erhöhten Erwartungen von Spielern zu befrieden, derer sich diese vielleicht nicht einmal mehr bewusst sind.

Klar, wenn man nur noch wenig Zeit hat und eh schlechte Erfahrungen aus andren Spielen mitbringt, dann will man nicht wieder Elan und Zeit verpulvern, aber auch hier gilt: Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
Und auch:
Wer nicht erscheint sondern denkt, dass Projekte schon genug Leute haben und keine Unterstützung brauchen, der sorgt eigentlich schon passiv für das Absterben.

Denn wer soll sich noch die Mühe machen, Wochen bis Monate zu schwimmen, ohne zu wissen, ob dann „die Gnade erwiesen wird“ dem Ganzen doch eine Chance zu gewähren. Wer lebendiges Spiel will, der muss sich endlich mal wieder aufraffen und etwas „richtig“ machen. Nicht nur einmal alle zwei Wochen mit einem Twink, sondern einfach mal wieder wagen, anpacken, aufbauen. Wir sind keine Schüler mehr, die Zeit für zehn Twinks haben, diese nachmittags gestalten und Abends das Projekt-Rp durchziehen können.


2.3
Die aktive Teilnahme an Events oder Rollenspiel.
Und das AKTIV möchte ich an dieser Stelle fett unterstreichen.
Es ist ja schön, dass manche Spieler immerhin (!) zu Events kommen. Dann aber still in einer Ecke zu sitzen und den anderen beim Emoten und Spielen zuzusehen, erschafft in manchen Fällen zwar wenigstens Atmosphäre, in vielen Fällen aber eher bei Machern und Spielern das Gefühl von „Der langweilt sich, wie kriege ich den ins RP?! Mache ich nicht genug Angebote?“.
Gewiss, viele Spieler mögen das Klischee des schweigsamen Helden, der mysteriös in der Ecke steht und nur lauscht – ein Streicher / Aragorn aus dem Herrn der Ringe eben – im Endeffekt aber lebt er davon, dass andere Spieler Rollenspiel aktiv betreiben, steuert oft nichts zu deren RP bei und wäre, sobald er in Massen auftritt, ein toter Spot im Rollenspiel.

Jeder wird gerne angespielt, klar, aber seid doch auch einmal derjenige, der einfach Spiel anfängt!
Meist kommt eine spielfreudige Reaktion zurück.



3. Wie in den beiden Punkten zuvor schon angeführt, leidet insbesondere am Mangel von Zeit und mangelnder Beteiligung das Rollenspiel.
Nun mag mancher sagen, dass ich auf sehr hohem Niveau jammere oder auch keinen Grund zu jammern habe, da ich zu den Spielern gehöre, die ja immer Spiel haben und eine Plotgruppe / Evantgruppe mehr als voll kriegt. Und ja, das stimmt auch, dennoch kriege ich mit, dass immer mehr „Macher“ und teilweise auch ich selbst eben nicht mehr machen, sondern sich lieber zurückziehen. Daraus resultierend und vermengt mit mangelnder Begeisterungsfähigkeit entstehen viele Projekte, die maßgeblich für eine lebendige Welt sind, gar nicht erst, oder sie sterben nach kürzester Zeit ab.

Ja, die Begeisterungsfähigkeit fehlt mir.
Wenn erst immer erwartet wird, muss man sich nicht wundern, dass jene Spieler mit Ideen lieber gleich aufgeben, ehe sie zu dem Aufwand von Organisation und Gestaltung auch noch die „Bürde“ auf sich nehmen.
Es funktioniert nämlich nicht einfach so.

Mischt sich dann noch das „höher, weiter, schneller“-Verhalten hinzu und die Hick-Hack-Streite einer Community entwickelt sich ein wenig konstruktives Klima für Rollenspiel.

Und das ist schade. Sehr schade sogar.

Ich würde mir mehr Begeisterungsfähigkeit wünschen, mehr Freude an und auf Rollenspiel, weniger „Ach ich gehe das nächste Mal zu Event xy, da sind bestimmt genug Leute“, weniger „Ich nehme das RP gerne mit und dann ziehe ich weiter“, weniger „Jeder kämpft alleine“ und mehr „Kann ich dir irgendwie helfen?“ ein paar Tage vor Events und Plots und nicht fünf Minuten davor.
Mehr konstruktive Kritik wäre schön und vielleicht auch manchmal ein „Das hast du gut gemacht“ an den ein oder andren Macher.

Nichts kommt von selbst.
Wer eine lebendige Rollenspiel-Welt will, muss auch selbst dafür mehr tun, als mal da zu sein. Die anderen machen das nicht schon. Nein, die Andren haben auch oft nicht mehr Zeit und Kraft als man selbst. Allein die Erwartungshaltung ist unfair und kann nur enttäuscht werden.
Nicht aufgeben, nicht in blinden Aktionismus verfallen, nicht sechs verschiedene Stränge gleichzeitig aus dem Boden stampfen, sondern einfach mal wieder fragen, ob jemand dazukommen mag, ein bisschen mehr miteinander – und seie das in Grüppchen, die man nicht schon vor einem Jahr doof fand.

Und ganz wichtig:
Im nächsten MMO wird es nicht anders, nur weil unsre Wohnung da frisch angestrichen ist.
Es leben ja die gleichen Menschen darinnen.

Ein Gruß
Margra


PS: Dies ist kein Angriff an irgend jemanden persönlich.
All die „Fehler“ sind mir auch schon mal oder mehrfach an mir selbst aufgefallen.
Also nicht krumm nehmen, sondern einfach nur als Aufforderung und Bitte.
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Jendred

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14

Sonntag, 19. März 2017, 09:23

Hier wurden nun also viele Ideen, Annahmen, Vermutungen und gar Analysen zusammengetragen.
Wie ich aus Gesprächen aber auch eigener Erfahrung lernte, sollten neuaktive oder werdende Projektleiter mehr
versuchen, sich in die leute hineinzuversetzen.
Da sitzen nun also viele Spieler hinter ihrer Tastatur und die sind von 12 oder 13 Jahren (ich weiss, sie sollten älter
sein, aber das steuern wir nicht und können es nicht steuern. Ein Kind oder Heranwachsender, der in eine Gilde will,
die ab 18 ist, ist dann eben ganz schnell 18 geworden.) bis ins Rentenalter (ja auch schon erlebt. Finde ich Klasse.)

es sind spieler, die unerfahren, schüchtern oder aber mit einer Leserechtschreibschwäche behaftet sind. Oder Leute
wieich es selber bin, mit sehr hoher Onlinezeit, aber vielen unterbrechungen. Weil die Arbeit eben 24 Stunden dauert.

Solche Spieler treffen hier im Forum immer mal wieder auf tolle Ideen. Diese Ideen werden beschrieben und man kommt
dannins grübeln. Ist das was für mich? nehmen die mich auch, wenn ich nicht die beste Rechtschreibung habe? Was muß
ich mitbringen?

Und da kommt meiner meinung nach oft der Punkt, wo sich die Konzepte ein wenig aufspalten in "Erfolg" oder "naja".
Wo ein anfangs sehr einfaches Konzept erfolgreicher werden kann, als ein völlig durchdachter Masterplan. Am Umgang
miteinander. Und dazu will ich hier mal drei Beispiele benennen oder nochmals benennen.

Da ist erstmal die Baronie von Amelie und einigen weiteren fleissigen Gefährten. die durch einen festbespielten Ort
für jedermann gut und einfach mal zu beschnuppern ist und für den, der den Mut hat sich mal vorsichtig anzunähern,
einen einfachen Zugang ins Rp schafft. Dazu kam, das ich gleich in die Freundesliste aufgenommen wurde, was ein
weiterspielen natürlich immer vereinfacht.

Dann ist da Anraee, die über das Forum die leute regelmässig auf dem laufenden hält und mit sturer gelassenheit auch
noch so böse Rp-flauten aussitzt um dann doch wieder erfolgreich weiter zu machen (ist eine rein eigene einschätzung).
Da ist wie auch bei der Baronie einfach geduld und kontiniutät eine sache, die den Neugierigen glauben läßt, das sich
dahinter etwas gutes verbirgt.

und dann möchte ich Margra noch erwähnen. auf ihr Projekt wurde ich aufmerksam zu einem Zeitpunkt, da ich wenig
zeit hatte. als ich später dann kontakt suchte war die Gruppe schon in den Kampf gezogen und örtlich für mich nicht
anspielbar. ich wurde netterweise aber sofort in die Gilde eingeladen damit ich die möglichkeit bekommen würde,
nach (hoffentlich gesunder) Rückkehr, das Rp mit der Gruppe zu suchen.

Dies sind drei Beispiele, die alle einen völlig anderen Hintergund haben, aber wie ich meine, neben einigen anderen
hier schon genannten Faktoren ganz wichtige Punkte enthalten. Sie sind einfach erreichbar. Entweder wegen fester
Baronie oder wegen fleissigen Schreibern wie in Anraees und Margras Fall.

Sicher gibt es überall Jene, die sich schnell und einfach bespaßen lassen wollen. Aber eben auch Jene, denen der
Einstieg einfach nicht so leicht fällt.

Mein Fazit also. Ein tolles Konzept ist Prima. Aber noch vor jedem Inhalt sollte man daran Denken, wie mache ich den
Leuten meine Idee zu Ihrer. Vor allem, in dem ich sie erreiche. und da ist dann auch immer ein wenig Fleiß gefragt.

Ist natürlich alles nur meine eigene Einschätzung, Aber ich glaube, das der einfache Einstieg in ein Projekt enorm wichtig ist.

Euch allen einen schönen Sonntag und viel Spaß im Spiel.

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Seosaidh

unregistriert

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Sonntag, 19. März 2017, 09:30

Ich halte mich am besten kurz, viel hab ich auch nciht zu sagen.

Fange nichts alleine an an Projekt/Gilde. Lieber sich Mitspieler suchen mit denen man das gemeinsam leiten kann. Man muss sie nicht namentlich im RL kennen, aber ihr RP soweit kennen dass man weiss, man hat diesselbe Vorstellung vom Projekt. Uneinigkeiten am Start können ziemlich viel Frust nach sich ziehn, müssen es aber nicht.

Noch dazu hilft es etwas solides als Stamm zu haben, der egal was im RP angekrochen kommt standhält. Sicher, wir alle wollen Rp, wir alle wollen es ic halten aber leider können das nicht alle. Man weiss nie im Vorfeld wer das Projekt aufsucht, und wie er sein RP lebt.

Ein Grundstamm bildet auch bereits RP im Vorfeld, ohne dass man sich um weitere Spieler bemühen muss DAMIT es läuft. Nimmt auch viel Frust weg.

Ich selbst besuche leider nur als einfacher Mitspieler andere Projekte, sicher werde ich nichts eigenes aufziehen. Meine Zeiten sind darin vorbei. Als Mutter ist die Zeit sowieso eng bemessen, alleine was aufzuziehen. Allerdings kann ichs nie lassen und schaue mich immer um, ob man manche RPler nicht zusammenbringen kann. Ich finde ohne dass es wie Eigenlob liest, können sich manche daran ein Beispiel nehmen. Viele rpn zu sehr intern, spielen wenig bis selten andere Projekte an. Gerade bei der Magiergilde und Kriegergilde bietet sich soviel für gemeinsames RP. Allerdings finde ich da Kompromisse statt anderen seine Meinung aufzwingen am idealsten. Oft gehen solche RPpartnerschaften dann doch in die Brüche, weil Projekt B nicht so spielen will, wie es Projekt A für richtig hält. Da sind wir wieder beim Thema Vorstellungen und ob man diesselbe Wellenlänge hat. Wir nutzen auch alle ein und diesselbe Lore, doch jeder nimmt sie anders wahr. Ich versuche meinerseits andere Sichtweisen zu respektieren, Kompromisse zu finden oder andere einfach im RP gehen und weiterziehen lassen wenn man da nicht auf einen Nenner kommt, statt wie die meisten rumzumaulen "hee die sind soo faiil, die bespielen das Projekt ja sowas von falsch! Geh da am besten ers gar nicht hin!" Passiert auch oft.

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Katinka12 (19.03.2017)

16

Sonntag, 19. März 2017, 10:04

Da ich ja seit kurzem den Wiedereinstieg in TESO hatte, versuch ich mal aus der Sicht des "Neulings" zu erzählen:

Erst mal war ich erst mal total erschlagen, weil ich vorn und hinten nicht mehr die Lore wusste. Klar hätte ich mich wieder einlesen könnten bis sich die Balken biegen aber dann hab ich mir doch gesagt: erst mal gucken ob ich überhaupt wieder hier spielen will. Also hab ich mir einen kleinen Char gemacht der nichts wissen "muss" so dass ich da viel Freiheit hatte. Aber wo einsteigen? Ich lese mich durchaus durch viel, wenn es mich denn interessiert. Da ich dem Dolchsturzbündniss zugeneigter bin, habe ich also erst mal dort vor allem nach Projekten geschaut. Gilden mag ich nicht mehr so, da ist irgendwie oft dieses "wir sind die Größten" Gedöns mit Beißreflex, oder wollen es gleich familiär kuschlig, oder man wird schnell mit Leuten identifiziert, denen man ferner nicht sein könnte, nur weil man in der gleichen Gilde steckt. Projekte sind da meist "loser", trotz der Zugerhörigkeit. So von meinem Gefühl.

Was war bei meiner Suche für mich wichtig? Atmosphäre und Aktivität. Ich bin jemand der gern einfach on kommt, zu einem Ort und dann weiß, dass ich da auch RP finde welches ich mag. Sozusagen: Einfach ein Hotspot. Die Baronier schien das zu bieten, gegenüber anderen Projekten die doch meist mehr auf das "ein mal wöchentlich" ausgelegt wurden oder "sporadisch". Ich bin eigentlich jemand der gern auf einen Charakter fokussiert - auch wenn ich bemerken muss dass das heutzutage nur noch begrenzt geht, mich schon umstelle - daher ist es mir auch wichtig einen Ort zu haben, der aktiv scheint, was mir auch die Postings im Thread suggerierten. Ein Projekt welches auf Seite 8 steht, ist für mich inaktiv, ich schau mir meist nur die ersten zwei Seiten an - etwa drei Monate nach aktuellem Datum. Alles andere wirkt für mich auch meist, neben möglicher Inaktivität, so wie "muss niemand wissen wie es bei uns aussieht, wir brauchen euch nicht, haben unseren Spaß auch so!" Übertrieben ausgedrückt, aber selbst wenn man unter sich froh ist, so wärs doch immer gut weitere Spieler zu bekommen die alles noch weiter beleben. Fehlende Aktualisierungs-Postings (bzw. IC verpackte Geschehnisse) sorgen für mich für den Eindruck, dass es eben nicht gebraucht oder gewünscht ist. Ich RP meist täglich und das gerne, aber natürlich ist nicht immer für den einen Char dann jemand da, mit dem ich, oder vor allem mein Charakter, auch was anfangen kann. Bestes Beispiel war meine bretonische Heilerin und ein ehrenfusseliger Ork: Man kam kaum über die Kulturunterschiede hinaus, hat sich sozusagen beschnuppert aber viel mehr kommt da einfach nicht an Tiefgang zwischen den Charakteren zustande, weil es schlicht nicht passt. So kommt getwinke zustanden denn entweder - wenn er der einzige wäre - bräuchte ich dann anderen Char für das Projekt der Zugang zu dem Charakter hat/bekommen kann, oder aber ich muss eben umloggen um RP zu bekommen.

Aber ich schweif ab, zurück zur Atmosphäre: Ich bin ja nun ebenfalls bei der Baronie Normanier eingestiegen, aber aus welchem Grund? Die Informationen waren übersichtlich, es wirkte nicht zu verbissen, einfach straffer, aber auch nicht zu offen was die Toleranzschwelle angeht. Die Regeln war klar dargelegt, was man zu erwarten hat - z. B bei Strafen oder RP-Störern. Natürlich, Schreiben kann man viel aber es ist ein Eindruck von der Person, die in den meisten Fällen dann auch das Projekt leitet. Der PN Verkehr war für mich recht positiv und auch die Gespräche um die Einführung meines Chars liefen gut. Das lag auch vor allem an Aktivität. Zwar gab die Leitung da gerade zu wegen Inetzeug und anderem weniger Zeit zu haben/ins Spiel zu kommen, aber sie hat eben an wen verwiesen, der es übernehmen kann und auch aktiv war. Hätte ich da gemerkt, dass sie nicht mal für einen Neuling Zeit haben, bzw. ihn zu vermitteln, der ja immer etwas neues RP hineinbringt, möglichen Zuwachs, hätte ich gedanklich das schon halb geknickt mit dem Eintreten. Dann denk ich mir nämlich meinen Teil: entweder ist die Führung schon so mit eigenen Terminen verplant, in einem Grüppchen, oder halb inaktiv weil eben Arbeit/Freunde oder kurz "RL", dass sie im Grunde gar nicht mehr richtig da ist für das Projekt. Das war zum Glück so gefühlt nicht der Fall, denn so bekam ich mein erstes RP dort und die Atmosphäre überzeugte. Wie man daran sieht ist mir zumindest Aktivität wichtig und zwar auch außerhalb eines bestimmten Termins. Gerade Führungscharaktere nehmen eben meist auch eine entscheidende Rolle ein und wenn diese wegfällt ist es nun mal schlecht.

Ich denke das Problem ist einfach wirklich dass es eben Sachen gibt die mehr Spieler anlockt und Sachen die weniger Spieler interessiert. Die beliebten Powerlevel Diskussionen, aus denen man ganze Lieder singen kann, sind so ein Beispiel. Ich hab früher z. B schon mal irgen dein Argument gehört im Sinne von "Magiergilde zu mächtig", immerhin, wenn man da ist steht eine ganze "Fraktion" gegebenenfals hinter der Figur. Solche Argumente gibts bei Adeligen, gibts bei neutralen Fraktionen, eben auch höherrangigen generell, oder jeden der Autorität ausübt (Wachen). Zudem gibt es auch viele Spieler die mit mystischen oder höheren Sachen nichts anfangen können weil sie Abends einfach lieber ausspannen wollen und gehobene Philosophie, Theorien über magische Rituale oder ähnliches schon viel zu viel des Guten ist. Kurz um stimme ich da einfach vorangegangenen Postern zu, dass es auch immer mal wechselt und nicht jeder zu jeder Zeit für alles zu haben ist. Merkt man auch in jedem Projekt dass es mal auf und ab geht. Die goldene Regel gibt es da nicht. Denke aber dass könnte durchaus der Grund sein, wieso magisch/wissenschaftlich aber gerade nicht so in war: Frühling ist nicht gerade die besinnliche Ruhezeit und da haben wohl viele genug zu tun im RL, nicht mehr sod en Kopf für solcherlei.

Mehr Zusammenhalt unter den einzelnen Projekten/Gilden wäre aber wirklich wünschenswert. Selbst wenn man nicht mit allem einverstanden ist was "die anderen" machen, wieso nicht einfach mal auf die Sachen konzentrieren wo man zusammen spielen kann? RPler sind wirklich die schärfsten Kritiker... statt Gemeinsamkeiten zu suchen, sucht man da immer liebern den Strohhalm im Auge des anderen. Einfach mal ein "ich seh das anders, aber spiel du nur", geht doch trotzdem, ohne sich gleich meilenweit aus dem Weg gehen zu müssen. Man muss dann ja nicht "den" Aspekt zusammen spielen, der einen störte sondern spielt nur da zusammen wo es eben geht. Gerade bei gemeinsamen Plots wäre das doch mal kurzzeitig verkraftbar bzw. ein Auge zudrückbar. Man hat im Kampf von Magie und Powerlevel andere Vorstellungen? Jeder kriegt eine Aufgabe im Plot, wo er eben nicht mit den bösen anderen zusammen ist, aber nacher in einem Feldlager geht es dennoch wieder zusammen. Man könnte hier sagen "dann können wir aber das auch gleich unter uns machen", aber dann bleibt man eben isoliert und hat gar keinen Kontakt mehr nach außen. Das war schon immer etwas was ich schade fand: Isolation von Projekten.

Wo ich aber etwas widerspreche ist: "Man muss daran arbeiten". Es ist ein Hobby, es soll Spaß machen. Es mag meiner eben getätigen Aussage gleich zu widersprechen scheinen, aber jeder entscheidet trotzdem selbst wieviel Arbeit er reinstecken mag. Ich war lange Gildenleiter um zu wissen dass es schlaucht der SL zu sein. Irgendwann, gerade wenn mane ben kein Schüler mit viel Freizeit mehr ist, merkt man dass man genug hat wenn da nicht gleichermaßen zurückkommt. Ich hab auch schon große Plots geleitet, einer ging z. B gut obwohl er feindliches aufeinander treffen mit andren Spielern hatte, wo alle nur dachten das konnte nur schief gehen - vermutlich weil das Ende mit der anderen Fraktions-SL abgemacht war - während ein anderer weit konfliktloser schief ging und man sogar für Sachen die Schuld bekam, die nur indirekt was mit dem Plot überhaupt zu tun hatten. Die Führung ist ein undankbarer Job, man kann da helfen, wenn mand ie Zeit und Geduld hat, muss es aber nicht. Neue Macher wird es immer geben, genauso wie es immer wieder die gibt die eben von diesem anstrengenden Job die Schnauze auch mal voll haben. Das einzige was ich als wirklich wichtig sehe für den Erhalt einer Community, ist ein wenig Offenheit, Ehrlichkeit - und Kommunikationsbereitschaft.
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"Wenn die Winde des Wandels wehen, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."
-Chinesisches Sprichwort

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17

Sonntag, 19. März 2017, 10:13

Wichtiger Punkt das letzte, Deikan.

Jeder tut so viel, wie er eben mag. Daran ist nichts falsches.
Nur, wenn sich zu wenig tun dann aber eine riesige Erwartungshaltung gesellt, dann stimmt da was nicht. Wenn ich wenig zu geben bereit bin, muss mir nicht umso mehr entgegen getragen werden.
Da wäre ich ganz bei dir, dass Ehrlichkeit und Respekt eine Lösung darstellt.
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18

Sonntag, 19. März 2017, 11:22

Was mich mal abseits der ganzen Analysen, Ratschläge, Beteuerungen, ... mal interessieren würde:

Wie viele schauen überhaupt noch in das Forum? Wie viele lesen sich die Projekte durch oder schauen überhaupt mal in diesen Bereich? Ich weiß darauf kann niemand antworten aber:

Eins der Hauptprobleme ist doch, dass es eine gewisse Forenfaulheit gibt bzw. eine Faulheit sich irgendwas durchzulesen und sei es ein Satz. Damit durfte ich schon in WoW die Erfahrung machen aber hier scheint das Problem noch tiefer verwurzelt. Ich habe hier was gelesen von "dass man nicht Lust hat sich viele Seiten eines Konzeptes durchlesen zu müssen." Dabei haben die wenigsten Projekte so viele Seiten, wenn man mal von den ganzen /pushs absieht.

Wenn sich hier jemand oft beschwert über Zuwenig RP mache ich die Erfahrung dass die Person nicht einmal die Gildennotiz angeschaut hat und von den Projekten nichts weiß. Dann fehlt einfach auch einigen der Mut mal was auszuprobieren, an einem Projekt teilzunehmen, weil man Angst hat dem nicht gerecht werden zu können. Das sind zwei mittlerweile stark verbreitete Phänomene an denen keiner viel machen kann.

Das nur ein Bruchteil der Interessenten mitmacht letztlich und nur ein Bruchteil sich als aktiv herausstellt, noch weniger selbst tätig werden, gab es schon immer. Ebenso hetzen und Co. Das stimmt. Aber der Gemisch dieser ganzen Vorfälle bildet nunmal kein positives Endergebnis. Mein Fazit ist:

Es gibt zu viele Projekte, viele Projekte die mit Mundpropaganda besser laufen als mit Forenarbeit, und vereinzelte Spieler die einfach nichts finden weil man heute gewohnt ist das einem alles zugeschmissen wird.

Psychologische Herangehensweisen führen da zu keinen Problemlösungen. Und selbst wenn verschiedene Leute hier, sich einen Moment vertragen könnten und den Hass aufeinander oder auf andere zur Seite schieben um eine gemeinsame Problemlösung zu entwickeln, wird sie nichts bringen. Keine Lösung sein. Denn das was eingetreten ist lässt sich von ein paar Spielern nicht wieder umkehren. Der Einfluss den ein Spieler auf viele andere ausüben kann ist bei weitem nicht so groß wie früher.

Letztlich kann ich nur drei Dinge sagen, die natürlich verpuffen werden, denn die die hier aktiv mit schreiben sind nicht gerade unbedingt die die es erreichen soll:

- Bevor ihr ein Projekt macht, schließt euch lieber einem an.
- Denkt daran dass es mehr Projekte gibt als die Drei die hier immer in jedem Thread erwähnt werden. Auch wenn sie vielleicht gut sein mögen sie sind nicht die einzigen die existieren.
- Sucht und wartet nicht dass euch ein Projekt findet.

Dann klappt es auch Spaß zu haben.

Ich selbst darf z.b. an einem Projekt, einer Gilde teilhaben, dass offen eher wenig Werbung macht, viel mit Mundpropaganda läuft und dennoch viel besucht wird und viele aktive tolle Spieler hat. Ich werde es nicht nennen. Aber diejenigen werden wissen dass ich sie meine.
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Man muss realistisch sein - Neunfinger Logan (First Law Trillogie)

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kromonos

unregistriert

19

Sonntag, 19. März 2017, 15:04

ok, ich schreib nur noch diesen einen Text zu dem Thema.

Ich finde es ehrlich gesagt eine Anmaßung, jetzt, wo ich mein Projekt aufgrund desinteresses anderer RPler geschlossen habe, mir vor zu werfen, ich würde ja verlangen, dass alle auf einmal mein Projekt mit bespielen sollen.
Zudem empfinde ich es als eine Frechheit, dass jetzt die Magiergilde Himmelswacht ankommt und denkt, mich rekrutieren zu können, wo sich mein Charakter Isur aus Himmelswacht zurück gezogen hat, weil sie sich weder Willkommen noch Tolleriert gefühlt hat. Sie war zwar mit auf der Expedition, wurde aber nur ein einziges mal mit integriert bei dem aufsammeln des Steines, weil sich die Telvanni und die Mitglieder der Magiergilde gezofft haben und sonst niemand den Stein nehmen wollte, danach wurde Isur aber links liegen gelassen. Ihre fragen wurden nicht beantwortet und in die darauffolgenden Plotfortsetzungen wurde sie auch nicht mal mehr eingeladen oder gar vermisst, wenn sie nicht da war.
Als ich dann die Magiergilde Gramfeste bespielen wollte, waren auf einmal viele voller begeisterung, 9 um genau zu sein, die meinten, sie würden mal vorbei schauen. Aber bis auf Bosmerland hat sich die Magiergilde Himmelswacht dann nicht mal dazu in der Lage gesehen, auf eine Einladung von Isur überhaupt erst mal ab zu sagen. Stattdessen kommt einfach niemand. Klasse. Und ich soll also daran schuld sein?

Zudem ist es einfach nur arrogant, mir jetzt auch noch fehlende Kooperation vor zu werfen, weil ich, aufgrund meines Frustes, gerade echt null Bock habe auf Interaktionen mit der Magierakademie, weil die ja von allen als Grund für die Schließung der Gilde genommen wird, noch auf die Magiergilde Himmelswacht. Was fällt euch eigentlich ein, euch auf so einen hohen Schemel zu setzen und Könige zu spielen?

Hey, wir wollen zwar nicht zu deinem Projekt kommen, aber komm du doch zu uns. Jetzt, wo du eh nix mehr leitest. Wer versucht da jetzt wen zu seinem Projekt zu zwingen und auf "absagen", die nicht mal absagen waren, direkt damit an zu kommen, ich sei nicht kooperativ und ein totaler egoist. Ich habe nicht mal irgendwem sein Projekt streitig gemacht. Aber kommt einfach mal damit klar, dass nicht jeder euer Gehabe gutheißen kann!

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Jendred

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20

Sonntag, 19. März 2017, 15:40

hallo Kromonos
das war wohl so ein wenig schnellschuss. nicht nur, das es auch hier nicht um dein projekt geht, sondern auch
konnte ich hier bisher nicht heraus lesen, das dich jemand angegriffen hat. und wenn dein projekt nicht
angenommen wurde. aus welchen gründen auch immer, wäre so eine einladung meines erachtens eine chance
für einen neubeginn und für deinen char die möglichkeit in einer für ihn/sie anspruchsvollen umgebung ausgespielt
zu werden. nicht jeders wort ist eine beleidigung atme mal tief durch und vieleicht magst du dann nochmal
anders reagieren.

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