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Montag, 30. Januar 2017, 11:12

Eine harte Nuss

Diese Reise nach Dolchsturz

Nuez stand am Fenster der Taverne. Er blickte hinaus in die grauen Straßen der Stadt. In seiner Unterkunft war es kühl. Er ließ seinen Blick über die noch nassen Straßen wandern. Er atmete tief ein und wieder aus, er legte seine Hände auf sein Gesicht und fuhr sich über dieses, in einer Bewegung ließ er seine Finger durch seine Haare gleiten. Seine Haare waren deutlich zu lang, er musste irgendetwas dagegen machen, dachte er während er sich eine lästige Strähne aus dem Gesicht hinter sein Ohr strich. Dass ihm eine Strähne in sein Gesicht baumelte und ihn störte passierte immer häufiger. Erneut atmete er tief ein und wieder aus, löste seinen Blick von den grauen Straßen und ließ ihn durch sein Zimmer schweifen.

Alles bestand aus Holz und auch das wirkte auf ihn grau und leblos. Es schien ihm fast so, als würde es diesem Ort an Leben und Farbe fehlen. Manche seiner Kollegen waren sichtlich erfreut darüber, dass sie eine Menschen Stadt besuchten. Sie bezeichneten die Stadt als rustikal. Bei diesem Gedanken konnte er nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.

Er fühlte sich hier nicht im geringsten Wohl. Erneut atmete er tief ein und wieder aus, er pustete dabei die Luft zwischen seinen Lippen aus. Das erzeugte einen leisen Pfeifton.
„Ich habe nichts gegen Menschen“, dachte er sich. „Es ist die Masse die es ausmacht, viele Menschen auf einen Haufen. Da verhalten sie sich anders, als wenn sie alleine sein.“ Er nickte knapp, so als wollte er den Gedanken für sich bestätigen. Er atmete erneut tief ein und aus, nicht aus Atemnot, sondern viel mehr um sich selber zu beruhigen. Er ging auf sein Bett zu, strich über die kratzige Wolldecke. Er drehte sich um und legte sich auf die Decke, sein Blick zur Zimmerdecke gewandt. Er überlegte sich: „Soll ich hinabgehen, meine Schwester und vielleicht einer der anderen könnte unten sein?“ Seine Schwester war erst seit wenigen Tagen wieder da und schon waren wieder kleine Machtkämpfe zwischen ihnen entbrannt. Sie war in seinen Augen schon immer der Liebling von allen gewesen, egal ob in Windhelm oder in Himmelswacht. Er musste sich jemanden suchen, den er anschließend überzeugen musste, ihn als Schüler aufzunehmen. Seine Schwester hatte solche Probleme nicht. Eine angesehene Magierin hatte sich sofort angeboten sie zu unterrichten. Er atmete tief durch und folgte weiter den Erinnerungen. An wen war er geraten? Er schüttelte den Kopf und verscheuchte den Gedanken sofort wieder. Daran wollte er jetzt nicht denken. Aber der Neid fraß sich tiefer und der Gedanke ließ sich nicht verscheuchen. Er dachte an Himmelswacht. Eine Hochelfe die er schon damals in Windhelm gefragt hatte, hatte damals betont, dass sie nie wieder einen Schüler annehmen würde, dies galt wohl nur auf ihn bezogen. Denn nach ein paar Wochen in Himmelswacht, hatte sie sich entschlossen, seine Schwester anzunehmen. Er schnaufte wieder durch, der Zorn in seiner Brust nahm zu. Er versuchte sich zu beruhigen. Irgendwie schaffte er das auch.

Wieder einmal atmete er tief durch: „Bald wird alles besser“, sagte er zu sich selber, „Mir kann es ja egal sein“. Er blickte auf seine Stiefel und kniff die Augenbrauen zusammen, er setzte sich auf um sie auszuziehen. Warum hatte er sie überhaupt angezogen? Als seine Füße den kalten Boden berührten, wusste er es wieder. Er seufzte und zog seine Füße auf das Bett. Er blickte zur Zimmertür und legte den Kopf schief: „Ob jemand kommt?“ Er blinzelte und sprach erneut zu sich: „Wer soll denn schon kommen…“ Er seufzte leise und griff sich mit seinen dunklen Händen die Decke, es war ihm kalt hier. Aber anstatt sich wieder hinzulegen und sich zuzudecken, saß er dort und erstarrte in seiner Bewegung. Er betrachtete seine Hände, drehte sie um. Sie waren dunkel. Er betrachtete sie genau, die Fingernägel die Hand Innenflächen, welche Farbe sie wohl haben. Viele bezeichneten sie als Grau oder Aschfarben. Er fand schon immer sie hätten eher einen Blauton als einen Grauen. Er strich mit seinen Daumen über die Handinnenflächen, sie fühlten sich rau und trocken an. Er schaute seine Hände weiter an. Vielleicht auch nur eine Mischung aus Dunkelblau mit etwas Schwarz und ein Aschgrau, überlegte er. Er drehte sie wieder, um alle Seiten zu betrachten, dabei zog er seinen Mundwinkel zur Seite. Er strich sich über die Wangen, abtastend. Er hatte noch keinen Bartwuchs, wie lange es wohl dauern würde, bis ihm einer wachsen würde? Er atmete erneut tief ein und wieder aus. „Am besten nie“, dachte er sich, „Sieht doch sicherlich lächerlich aus, bei meinen Feuerroten Haaren.“ Er schmunzelte bei dem Gedanken, als er sich selbst mit einem feuerroten Vollbart vorstellte. „Ich würde lächerlich aussehen“, sagte er in Gedanken zu sich. Er griff zu seinen Kissen, formte mit seinen Beinen einen Schneidersitz und legte das Kissen auf diesen. Er legte seine Unterarme darauf und stützte sich etwas ab. „Bald wird wieder alles zur Normalität zurück kehren“. Er lächelte bei dem Gedanken, er dachte auch an eine andere Person, die neu in seinem Leben war.

Aber diese Freude war nur kurz, als wieder ein glühender Stachel durch seinen Geist fuhr und er die Augen zusammenkniff. Diese Stachel in seinem Geist, sie kamen zufällig so wie auch geplant. Er massierte sich die Schläfen, er erkannte langsam das Schema. Der Stachel tauchte immer auf, wenn er Widerworte gab oder auch nur daran dachte, wenn er aufmüpfig wurde. Neben diesen Ereignissen tauchte er auch reinzufällig auf, ohne jegliche Vorwarnung, als wollte er Nuez daran erinnern, dass er da ist. Der Stachel hielt das nun immer häufiger für nötig Nuez an seine Existenz zu erinnern oder gab er nun häufiger Widerworte? Er atmete erneut tief ein und wartete darauf, dass der Schmerz nachließ. Er wusste es nicht, er tat sich immer häufiger schwer, seine Gedanken zu sammeln. Er seufzte leise, aber er war sich auch sicher, dass all dies bald der Vergangenheit angehören und wieder Normalität einkehren würde. Er schloss die Augen und nickte dann auf dem Bett liegend ein.

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Exorbitanz (30.01.2017), Naryndis Seniith (02.02.2017), Naal (05.05.2017)

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Montag, 30. Januar 2017, 11:37

Nuez saß auf einem Stuhl, wieder in seinem Zimmer. Es dauerte nicht mehr lange und die Reise würde weitergehen. Morgen war der Termin, die Straße, die sie nehmen wollten, war wieder passierbar. Er freute sich, auch wenn er Angst hatte. Vor ihm stand eine Kommode, er betrachtete sie. Er hatte auf dieser einen Silberspiegel und eine Schere platziert. Beides hatte er sich organisieren können und durfte es sich ausleihen. Er strich sich durch die langen Haare und betrachtete sie. Er hatte genauso viel Angst wie Freude, vor dem was ihn am Ende dieser, nein seiner Reise erwarten würde. Angst, dass sie ihn vielleicht ändern könnte und Freude darauf, endlich eine Last von den Schultern zu bekommen und wieder nach Hause zu kommen. Er griff sich die Schere, die auf der Kommode lag. Er betrachtete sich weiter im Spiegel. Er hatte ihn sich ausgeliehen, er war recht groß. Der Wirt war so freundlich gewesen und hatte ihm den Spiegel anvertraut. Er atmete tief ein und aus. Sein Blick fiel auf seinen Oberkörper, er betrachtete ihn mit zur Seite gezogenen Mundwinkel. „Ich bestehe aus mehr Narben als Haut“, dachte er zu sich, „Ich möchte gar nicht wissen, wie es darunter aussieht…“

Er legte die Schere wieder zurück auf die Kommode und strich sich vorsichtig über eine dieser kreisrunden Brandnarben. Sie fühlte sich glatt an unter der rauen Haut seiner Hände. Als er dann zum Vergleich über eine nicht vernarbte Stelle strich, merkte er deutlich den Unterschied. Er überlegte. Er hatte von einer Baumelfe gehört, die ein verbranntes Gesicht hatte. Er atmete tief durch. „Die haben sie ja auch wieder hinbekommen“, sagte er im Geiste zu sich, während er seinen Oberkörper weiter betrachtete. Er drehte sich leicht nach links und rechts, um auch etwas von seinem Rücken zu sehen. Auch dort waren Brandnarben zu sehen, aber nur an den Seiten. Er wurde offensichtlich am Rücken kaum getroffen. Er schmunzelte und schien froh über sein Glück zu sein. So hatte er auch damals Glück im Unglück: Fast tot, aber trotzdem überlebt. Wäre er an der Wirbelsäule getroffen worden, hätte es wohl weitere Folgen für ihn bedeutet. Er wollte daran aber nicht denken. Er blickte hinab, und betrachtete seinen Oberkörper nun nicht mehr im Spiegel. Er zog die Lippen zur Seite als er ihn direkt anschaute. Er seufzte leise und blickte wieder hinauf, er betrachtete seinen Körper nicht als schön, schon vor den Verletzungen nicht. Er mochte auch Kleidung lieber und vermied es seine Haut unbedeckt zu lassen. Er hatte gesehen, dass seine Schwester sich tätowieren hatte lassen. Er betrachtete seinen Körper und stellte sich vor wie solche Bemalungen auf seiner Haut aussehen würden. Er dachte weiter: „Feyria hat auch ein Hautbild, hat sie mir gesagt und auch, dass es mir wohl sehr wehtun würde, so als könnte ich keine Schmerzen aushalten.“ Er schüttelte seinen Kopf mit einem Seufzer.

Eine Strähne seines feuerroten Haares rutschte dabei in sein Gesicht. Er seufzte genervt und griff zu der Schere. Er griff nach einer Strähne und betrachtet sie. Seine Haare waren strähnig, er wusste auch woran es lag. Er kam einfach nicht dazu es zu waschen. Er schmunzelte nun, er fand sein fettiges, wildes und unordentliches Haar nun irgendwie erheiternd. „Vielleicht sollte er es einfach so lassen?“, fragte er sich. Wen würde es denn schon stören? Er legte die Schere wieder auf die Kommode und betrachtete seine Haare weiter. Sein Blick wanderte auf seinen nackten Oberkörper, er zog wieder einen Mundwinkel zur Seite. Er war wenigstens froh, dass man ihm etwas von seinen körperlichen Übungen ansah, auch wenn diese Erfolge langsam verschwanden. Er seufzte schwer, sich wohl bewusst, dass es Arbeit bedeutete und er viel zu tun hatte. Er blickte auf sein Oberteil und seine Jacke, die er auf seinem Bett deponiert hatte. „Warum habe ich sie nochmal ausgezogen?“ Er kniff die Augenbrauen zusammen und betrachtete die Jacke eindringlich, als langsam die Erinnerung wiederkam: „Stimmt, ich wollte keine Haare darin haben, damit sie nicht kratzig werden“. Er hielt diese Idee, nun da es ihm kalt wurde, nicht mehr für so gut wie am Anfang. Woher sollte er auch wissen, dass er für das Haareschneiden so lange brauchen würde. Seine Schwester hatte sich angeboten, das Haareschneiden für ihn zu übernehmen. Er hatte zu ihr gesagt: „Wenn ich schon wie ein Idiot aussehe, dann will ich wenigsten selber dafür verantwortlich sein“. Er musste schmunzeln, als er daran dachte.

Er warf einen letzten Blick auf seine Haare im Spiegel, er atmet tief ein, legte die Schere auf die Kommode und stand auf.
Er ging zum Bett und zog sich Oberteil und Jacke wieder an. Beides fühlte sich unangenehm auf seiner Haut an. Der Stoff war billig, er konnte sich keine edlen Kleidungsstücke leisten, die Kleidungstücke waren außerdem kalt, sie hatten seine einstige Körperwärme wieder verloren. Er stand auf und verließ sein Zimmer. Er griff in seine Hosentasche und holte einen Kamm hervor. Er hatte ihn extra mitgenommen, falls er sich mal die Haare machen musste. Der Kamm war nur eines von wenigen Dingen, die er sein Eigen nennen konnte. Er holte außerdem noch ein Band hervor, setzte sich auf den Stuhl vor den Spiegel und klemmte sich das Band zwischen die Zähne, damit er beide Hände frei hatte. Er fing an sich durch die Haare zu streichen und zu kämmen, um die Strähnen zu verfeinern. Er legte den Kamm auf die Kommode und fragte sich in dem Moment, warum er nicht auch das Lederband dorthin gelegt hatte. Er schmunzelte über seine eigene Dummheit und strich mit beiden Händen die Haare zurück. Er nahm das Band und band sich damit hinten einen Pferdezopf. Zwei Strähnen baumelten links und rechts neben seinem Gesicht. Er griff sich diese und fing an zwei kleine Zöpfe zu flechten. Es ging recht einfach und sah am Ende ordentlich aus. Er fand Zöpfe flechten ziemlich einfach. Er drehte den Kopf nach links und rechts, um sein Werk zu betrachten. Er lächelte sich im Spiegel an, war zufrieden mit seiner Arbeit und nickte knapp. Dann wandte er sich der Türe zu und ging in den Schankraum. Die geliehenen Sachen konnte er auch morgen wieder zurückbringen.

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Exorbitanz (30.01.2017), Feuersucherin (30.01.2017), Naryndis Seniith (02.02.2017), Naal (05.05.2017)

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Dienstag, 31. Januar 2017, 11:37

Nuez saß ruhig im Schankraum. Er atmete etwas schneller als gewöhnlich. Seine Nervosität stieg, je näher die Weiterreise rückte. Er strich sich durch das Haar. Heute hatte er sich nicht die Mühe gemacht seine Haare zu binden und zu flechten. Er seufzte leise, er hatte Angst davor, was ihn am Ende der Reise erwartete, es galt nun nur noch auf die anderen zu warten. Er überlegte: „Wo war nochmal der Treffpunkt, hier oder in der hiesigen Magiergilde? Verdammt hätte ich nur besser zugehört.“ Er entschied sich aber erst noch zu warten, wenn er etwas zu spät kommen sollte, wäre es auch kein Weltuntergang. Wozu sind schließlich ausreden da, wenn nicht genau für solche Situationen. Er blickte zum Ausschank. Er zog einen Mundwinkel zur Seite und dachte darüber nach, sich etwas zu trinken zu holen. Er verwarf diesen Gedanken lieber, auf Tee und Wasser hatte er keine Lust und alles andere, das wollte er nicht. Er spannte sich etwas an und setzte sich aufrecht auf den Stuhl. Er streckte die Arme nach oben, sein Blick wanderte abwechselnd zwischen der Haupttür und dem Treppenaufgang hin und her. Er war sich nicht sicher, wo seine Begleiter waren. Vielleicht die Stadt erkunden oder in ihren Zimmern sich auf die Weiterreise vorbreiten. Er atmete tief durch und legte den Kopf in den Nacken. Sein Blick wanderte Richtung Decke. Er schloss langsam die Augen „Vielleicht ist seine Schwester gerade irgendwo mit dem Hochelfen unterwegs, die Maga bereitete mit Sicherheit etwas vor oder klärte die letzten Sachen ab, um mit der Weiterreise fortzufahren.“ Er seufzte leise. „Die Kahjit hat sicherlich auch etwas zu tun. Die beiden anderen werden wahrscheinlich auch irgendwelche Reisevorbereitungen treffen.“ Er atmete tief ein und wieder aus. Er blickte erneut zur Türe und anschließend zum Treppenaufgang. Er hob seine Hände und betrachtete sie von vorne und Hinten. Er seufzt leise, er fühlte sich hilflos und nutzlos. „Bald wird alles besser.“ Sagte er laut zu sich. Er stockte kurz und schaute sich um. Es wäre ihn peinlich, wenn jemand mitbekommen würde, dass er ein Selbstgespräch führte. Er spannte sich an, aber als er feststellte, dass niemand ihn gehört oder Aufmerksamkeit geschenkt hatte, entspannte er sich wieder.

Dann wieder einmal jagte ein glühender Stachel durch seinen Geist und Kopf. Er kniff die Augen zusammen und massierte seine Schläfen, mehr konnte er nicht machen. Er wartete ruhig darauf, dass der Schmerz abklingen würde, der wie so oft plötzlich auftauchte und dann langsam abnahm, bis er wieder verschwand. Er atmete ruhig ein und aus. Er öffnete langsam wieder die Augen, als der Schmerz aus seinem Kopf fast verschwunden war. Wieder folgte ein prüfender Blick durch das Gasthaus. Er blickte erneut forschend zur Eingangstüre und zu dem Treppenaufgang. Aber niemand kam. Sein Blick wanderte zum Kamin, er überlegte, ob er sich dorthin stellen sollte. Dort ist es schließlich wärmer als hier. Er erhob sich und stiefelte auf das Feuer zu. Er streckte ihm die Hände entgegen und rieb diese zwischendurch immer wieder aneinander. Er trat etwas näher an den Kamin und genoss die Wärme. „Ich hoffe alles wird gut gehen und es werden keine Probleme auftreten, ich muss den anderen vertrauen. Sie schaffen das schon.“ Sprach er in Gedanken zu sich und nickte knapp, so als würde er seine Gedanken bestätigen wollen. „Meine Schwester erfreut sich mal wieder immer größerer Beliebtheit.“ Er schluckte, als wieder Eifersucht und Neid hochkamen. Er atmete tief ein und aus. „Nein, das stimmt nicht. Das bilde ich mir nur ein. Bald wird wieder alles normal und wir sind wieder in Himmelswacht.“ Er schmunzelte kurz und verscheuchte den Gedanken aus seinem Kopf. Er versuchte ihn mal wenigstens für ein zwei Augenblicke frei zu bekommen. Er blickte in die Flammen und beobachtete das brennende Holz. Sein Blick wanderte zu der Tür und wieder zum Treppenaufgang. Er zog einen Mundwinkel zur Seite. „Wann kommen sie nur? Bin ich auch sicher am richtigen Treffpunkt?“.

Er fuhr sich mit beiden Händen durchs Gesicht und durch sein Haar. Ihm fiel eine Strähne vor die Augen. Er kniff die Augenbrauen zusammen und starrte die Strähne an, als könnte er sie damit dazu bewegen zu verschwinden. Er atmete tief ein und versuchte die Strähne weg zu pusten. Seine Hände waren immer noch dem Feuer entgegenstreckt. Die Strähne bewegte sich etwas, aber sie fiel ihm doch wieder zurück in sein Gesicht. Er zog seine linke Hand vom Feuer weg und strich die Strähne hinter sein Ohr. Er musste dagegen etwas tun, denn seine Haare immer zum Pferdeschwanz zu binden war ihm eindeutig zu lästig. Er seufzte leise „Nein dafür ist auch noch später Zeit. Es gibt nun eindeutig wichtigeres.“ Es gab so viel noch zu tun, aber wenigsten hatte das Ganze eine Reihenfolge, wenn er sich ein Problem nach dem anderen widmete, dann würde er das ganze schon irgendwie durchstehen. „Bald wird alles besser.“ Sagte er leise zu sich, dazu folgte in seinen Gedanken: „Bald sind wir wieder alle zurück in Himmelswacht, dort geht es dann weiter. Ich werde alles tun, damit aus mir etwas Besseres als ein wandelndes Problem wird.“ Er schloss wieder die Augen und nickte wieder knapp, als wollte er den Gedanken noch einmal für sich bestätigen. Die Augen öffneten sich wieder und der Blick wanderte erneut kurz zur Eingangstür und dem Treppenaufgang. Wieso machte er das, er könnte es doch hören, wenn jemand käme. In der Taverne war es ruhig und seine Ohren gut. Er seufzte leise, und drehte dem Feuer seinen Rücken zu. Er ließ auch seinen Rücken nun etwas aufwärmen. Sein Blick wanderte langsam durch den Raum. Es waren nur wenige Gäste anwesend, er kannte keinen von ihnen. Er hatte jetzt außerdem sowieso keine Lust mit irgendeinem Fremden ein Gespräch anzufangen, um etwas Zeit totzuschlagen. „Es geht ja eh bald los“, dachte er. Er wanderte mit seinem Blick erneut zum Treppenaufgang und zur Türe. „Ich warte noch kurz, dann gehe ich mal zur Gilde, vielleicht habe ich mich mit den Treffpunkt vertan.“

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Exorbitanz (31.01.2017), Schneeweiß (31.01.2017), Naryndis Seniith (02.02.2017), Naal (05.05.2017)

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Mittwoch, 1. Februar 2017, 09:15

Er stand am Ufer der kleinen Insel. Das Moos unter seinen Füßen. Er blickte um sich, die Reise war vorbei und sein Ziel erreicht. Es war frisch, aber es störte ihn nicht mehr, wenn es ihm zu kalt wurde konnte er sich ja wieder aufwärmen. Er wackelte etwas mit den Zehen. Seine Schuhe hatte er vor dem Ritual ausgezogen, er wollte die Pflanzen nicht beschädigen. Er atmete tief ein und wieder aus, hob seine Hände und betrachtete sie wieder von allen Seiten. Er drehte und wandte sie. Er fand immer noch das seine Hautfarbe nicht grau, sondern viel mehr einen Blauton hatte. Er ballte die Fäuste und entspannte sie wieder, dies machte er einige mal. Dann ließ er seine Hände wieder sinken. Er fühlte sich anders, aber nicht schlecht. Ihm ging es gut, ihm war eine Last von den Schultern genommen worden und er war sich über das eine oder andere Ding klargeworden. Er betrachtete seine Gefährten, Freunde und Begleiter. Jeder hatte sich anscheinend einen Platz zum nächtigen gesucht, ohne Decke, ohne Kissen und ohne Dach. Er schmunzelte bei dem Gedanken: „Nun ja wohl nicht ganz ohne Dach“, dachte er und schaute zu dem Baum. Er betrachtete ihn, wanderte mit seinem Blick bis zu seinem Blätterdach. Er musste seinen Kopf in den Nacken legen. Unter den Wurzeln fand er Platz. Sie hoben den Baum in die Höhe und erzeugten so einen Raum. Er blickte zu Feyria, sie lag dort immer noch.

Es war mitten in der Nacht, er konnte nicht mehr weiterschlafen. Er war als erster wach geworden. Er ließ seinen Blick über die Gegend wandern. Hier um diesen Baum war es so, als wäre alles voller Leben, Licht und Farbe und nicht wie das restliche Gebiet, trostlos, kalt und grau. Er grinste leicht, als das Wort Grau in seinem Kopf auftauchte. Unwillkürlich hob er seine Hände und betrachtete sie wieder von allen Seiten. Er schüttelte den Kopf. Er war sich sicher, dass er nicht grau war. Seine Hautfarbe hatte eindeutig einen Blaustich. Vielleicht sollte er mal jemand anderes fragen. Er überlegte und blickte zu Fey, dann zu Fynella, die Hochelfe und seine Vorgesetzte. Er schüttelte den Kopf: „Nein, sie kann ich mit Sicherheit nicht fragen, warum ziehe ich das überhaupt in Erwägung?“, sprach er im Geiste zu sich. Er konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, als er seine Schwester und Sylvin nebeneinanderliegen sah. Er gab ein leises besorgtes Seufzen von sich.
Wenn alle wach wären, würden sie wieder in die Stadt Dolchsturz gehen. Vielleicht mussten sie etwas warten, bis alle wieder bereit waren weiterzureisen. Er seufzte leise und blickte sich um. Ihm gefiel es hier, hier war es fast wie in Himmelswacht. Vielleicht sogar etwas besser. Er beschloss für sich, dass dies wohl sein liebster Ort sein würde in ganz Hochfels. Er fuhr mit seinen Füßen über das Moos. Es war weich und angenehm. Er wanderte etwas herum, leise und vorsichtig, denn er wollte niemanden anderes aufwecken. Dann kehrte er zum Ufer zurück und schaute in die Ferne. Ob es wohl irgendetwas im Meer gab? Unbekannte Inseln, vergessene Städte? Er legte den Kopf schief. Er hatte ein paar Legenden gelesen, dass die Menschen einst über das Meer gekommen waren. Er würde es gerne genau wissen. Aber ihm war auch bewusst, dass er wohl die Wahrheit nie erfahren würde.

Er seufzte leise. Außerdem gab es hier viel zu tun. Hier und nicht dort in der Ferne. Er musste erst nach Himmelswacht. Dort wartete schließlich jemand auf ihn. Kein Freund, eher ein Feind. Sein Körper spannte sich bei dem Gedanken an. Er wollte nicht wieder zurück, wollte davor flüchten. Er atmete tief ein und aus. Nein er konnte das nicht machen, sie würde ihn sicherlich verfolgen. Er kaute sich nachdenklich auf der Unterlippe herum. Er sollte vielleicht jemanden kontaktieren. Der Thalmor… Ob sie ihm wohl helfen würden? Seine Kollegin hatte vorgeschlagen er sollte sich an sie wenden. Er atmete tief ein und wieder aus. „Aber würden sie mir helfen, ich bin ein Dunkelelf. Zwar bin ich auch ein Mitglied der Magergilde und genieße gewisse Vorteile, aber ich weiß auch nicht, welche Intrigen schon wieder gesponnen werden. Hochelfen halten gerne zueinander.“ So hatte er zumindest den Eindruck. Nuez atmete tief ein und wieder aus, er sollte den Rat annehmen und es einfach mal versuchen. Was könnte es schon Schaden. Er musste wieder zu Geld kommen, er konnte die letzte Zeit kaum arbeiten. Er schmunzelte etwas, aber er hatte schon einen Plan. Etwas was er nicht machen konnte, nun aber schon. Vielleicht sogar machen musste. Es war ein Risiko, aber kein all zu großes. Er hatte ja schon fast alles vorbereitet. Er blickte gen Himmel. Er hatte auch Feyria eine Überraschung versprochen. Er musste sich da etwas überlegen, ob er es vor oder nach seinem Vorhaben machen würde. Das war die Frage. Die nächste Frage die aufkam, war was die Überraschung sein sollte. Er suchte seine Schwester unter den anwesenden, vielleicht konnte er sie fragen. Er überlegte: Vielleicht konnte er auch Sylvin fragen. Er schüttelte den Kopf und verwarf den Gedanken: „Nein, es würde mich wohl kaum weiterbringen, er würde sicherlich nur wieder seine Witze machen.“

Er würde wahrscheinlich Geld brauchen. Er seufzte und dachte nach: „Zuerst gehe ich zum Thalmor, dann suche ich mir etwas Arbeit, anschließend widme ich mich der Überraschung für Fey. Sie hat es verdient. Vielleicht ein Geschenk?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, es muss etwas Besonderes sein. Dann mache ich das mit der Mine und zu guter Letzt widme ich mich der Waldelfe.“ Er stockte: „Was ist, wenn sie nicht so viel Geduld hat?“ Er seufzte leise. „Nein, das hat Vorrang. Ich werde mit dem Thalmor sprechen. Anwen ist sicherlich die richtige Ansprechperson und wenn es nichts hilft, werde ich mich der Bosmer widmen.“ Er plante schon voraus, ging verschiedene Situationen im Kopf durch. Er schaute zu Feyria und seine Gedanken verstummten. Ihm kamen nun ihre Worte wieder in den Sinn: „Sein Weg ist vorbestimmt, oder so ähnlich hat sie zu mir gesagt. Vielleicht meinte sie damit das ganze Planen? Bestimme ich vielleicht meinen eigenen Weg oder werde ich nur unbemerkt gesteuert? Wenn er seinen eigenen Weg bestimmt, ist es schlecht?“ Er atmete erneut tief durch: „Was hat Fey nur genau gemeint?“. Er legte den Kopf in den Nacken und blickte gen Himmel. „Bald wird alles besser“, sagte er flüsternd zu sich, um niemanden von den anderen zu wecken. „Bald wird alles besser“, murmelte er und wartete darauf, dass die anderen wach würden und sie die Rückreise antreten konnten.

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Exorbitanz (01.02.2017), Feuersucherin (01.02.2017), Schneeweiß (01.02.2017), Naryndis Seniith (02.02.2017), Naal (05.05.2017)

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Donnerstag, 2. Februar 2017, 10:08

Nuez schaute sich in seinem Zimmer um, aus irgendeinem Grund hatte er das gleiche bekommen wie bei ihrem ersten Besuch. Er strich mit der Hand über die kratzige Wolldecke. „Ob sie jemanden anderes hier untergebracht hatten?“ Er seufzte, seine größte Sorge dabei war, ob sie die Bettwäsche ausgetauscht hatten. Er wollte auch nicht nachfragen, er käme sich dann unhöflich vor, sogar etwas arrogant. Menschen waren oftmals leicht eingeschnappt. Er ging zum Fenster und blickte hinaus auf die graue Straße. Er folgte mit seinem Blick einer Wachfrau, die eine Patrouille schob. Er legte den Kopf schief und musterte sie. Sie trug die übliche Uniform und war wohl auch sonst nichts Besonderes. Die Wachfrau blieb stehen und schaute sich um. „Ob sie wohl die Blicke bemerkt hat?“ Nuez kannte das Gefühl, wenn man beobachtet wurde und wusste, dass es so ist, ohne den Beobachter zu sehen. „Warum merkt man es manchmal, wenn man beobachtet wird?“, fragte er sich stumm. Er entschloss sich, den Blick von der Wachfrau abzuwenden und vom Fenster weg zu treten. Er nahm auf dem Stuhl Platz und schaute Richtung Türe. Er verschränkte die Arme und streckte die Beine aus. Ob jemand der anderen gerade unten war? Sie waren alle wieder in dieser Taverne Namens Rosenlöwe untergebracht worden. Er schloss die Augen und dachte an alles was passiert war in den letzten beiden Monaten. Er lächelte und freute sich auch, dass nun alles wieder langsam zur Normalität zurückkehrte. Dann kam ihm mit einem Schlag etwas in den Sinn, was er völlig vernachlässigt hatte und auch vergessen. Seine Magie, was war mit ihr?

Er blickte auf seine Hände, dann fiel ihm auf, seitdem er wieder frei war Magie zu benutzen, hatte er es bist jetzt noch kein einziges Mal gemacht. Es überhaupt probiert, ob es nur funktioniert, wie er wollte. Er starrte gebannt auf seine Hände, ging im Kopf alle möglichen Zaubereien durch, große, wie kleine. Er wurde nervös und hibbelig. Was wäre, wenn er einiges verlernt hätte oder noch schlimmer, vielleicht keine Magie mehr gebrauchen konnte. Er schüttelte den Kopf. „Nein das kann nicht sein“, sagte er zu sich selber. Dennoch zögerte er einen Zauber zu wirken. Wollte er es überhaupt ausprobieren? Was war, wenn er es nicht schaffen würde. Die Unsicherheit übermannte ihn, seine Hände fingen an zu zittern. Was sollte er machen, wenn es nicht funktionieren würde? Dann müsste er bei der Gilde austreten und wieder zurück in das Paktgebiet. Panik befiel Nuez und er fing an zu schwitzen. Feine Perlen bildeten sich auf seiner Stirn. Er wischte sie mit dem Ärmel seiner Jacke ab. Es war immer noch frisch. „Warum habe ich mich noch nicht versucht mit Magie aufzuwärmen?“ Die Panik wuchs weiter. „Wusste ich im Unterbewusstsein, dass ich sie nicht mehr benutzen konnte?“ Er schüttelte den Kopf, nein jeder konnte Magie benutzen, dass wusste man doch! Er atmete tief ein und wieder aus. Betrachtete seine Hand weiter. Sollte er es nun alleine versuchen oder nur während jemand anderes dabei war? Er schluckte, aber wenn er es nicht schaffte, dann könnte er es nicht verbergen und vertuschen. Er wischte sich erneut mit seinem Ärmel über die Stirn. Er atmete tief ein und aus, im Versuch sich irgendwie wieder zu beruhigen. Sein Herz hämmerte vor Aufregung in seiner Brust. Es klang für ihn laut, ihm wurde noch heißer. Er wischte sich über die Stirn. Die Panik und Angst vor dem Versagen verschlimmerte sich. Er zog seine Hand in den Ärmel seiner Jacke und griff sich den Stoff, er wischte sich damit nun den Schweiß vom Gesicht. Es war deutlich mehr geworden. Nuez war es kochend heiß. Er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen, um sich an einen Zauber zum Versuchen zu erinnern. Sein Kopf war zu sehr damit beschäftigt, sich all die möglichen Folgen seines Versagens aus zu malen.

Er stockte kurz, dann schloss er die Augen und hielt den Atem an. Er hörte nur noch sein hämmerndes Herz. Dann atmete er langsam ein und aus. Sein Herzschlag passte sich langsam seinem Atemrhythmus an. Die kleine Panikattacke die er hatte, wurde schwächer und sein Kopf klarer. Er atmete weiterhin ruhig und konzentrierte sich auf seine Magie. Nuez hob die Hand und öffnete die Augen wieder. Er starrte sie an und bildete mit seiner Hand eine Klaue. Diese zeigte zur Zimmerdecke. „Ich muss es wissen“, sagte er leise zu sich. Nochmal ging er in Gedanken die Zauber durch, die ihm einfielen. Er entschloss sich für eine einfache Flamme. Er nickte langsam und bildete im Geist die magischen Worte. Er schloss die Augen und wirkte den Zauber. Er ließ sie geschlossen, er wusste nicht, ob sein Zauber geglückt war oder nicht. Er hatte Angst die Augen zu öffnen. Er kniff sie fest zu, als wollte er es gar nicht wissen. Trotz dessen öffnete er nun langsam seine Augen, zwang sich förmlich dazu. Er musste wissen, ob sein Zauber geglückt war oder nicht. Als er die Augen auch nur einen Spalt öffnete, sah er den Schein einer Flamme. Er riss die Augen auf, voller Begeisterung und vor allem auch vor lauter Erleichterung. Über seiner zur Kralle gebildeten Hand schwebte eine Flamme. Die Flamme war so groß wie die einer Fackel und sie schwebte einige Handbreit über seiner Hand. Er betrachtete die Flamme, die aus einer Mischung aus Rot, Orange und Gelb bestand. Er lächelte. Das Lächeln wuchs innerhalb von Sekunden zu einem breiten erfolgreichen Grinsen an. Er freute sich. Er hatte es geschafft. Nun spürte er auch die Wärme, die von der Flamme ausging. Er konnte seinen Blick von ihr erst gar nicht abwenden und sein Grinsen hörte nicht auf. Er wirkte wie hypnotisiert. Dann, nach einiger Zeit, fing er sich wieder und ballte die Hand zu einer Faust. Die Flamme erlosch schlagartig. Er hüpfte erfreut vom Stuhl und streckte sich. Er blickte zu seiner Zimmertür und entschied sich spontan dazu hinab in den Schankraum des Rosenlöwen zu gehen. Vielleicht waren die anderen ja dort! „Bald wird alles besser“, sagte er leise zu sich, während er sich hinab in den Schankraum begab.

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Exorbitanz (02.02.2017), Naryndis Seniith (02.02.2017), Naal (05.05.2017)

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Freitag, 3. Februar 2017, 12:58

Nuez wanderte durch die Straßen von Dolchsturz. Er schaute sich um und seufzte schwer. Am letzten Tag hier hatte er sich doch dazu entschlossen, wenigstens einmal die Stadt zu besichtigen. Die gepflasterten Wege glänzten noch vom Morgentau und der Nässe der Nacht. Die Stadt war bereits im Hochbetrieb, viele Menschen, mancher Elf und auch ein paar wenige Tiervölker wuselten durch die Straßen. Es war laut und roch seiner Meinung nach streng. Er vermied es sogar tief einzuatmen. Er schaute sich um, er fühlte sich hier beobachtet und vor allem auch eingeengt. Nein, so eine Stadt der Menschen war nichts für ihn, alles schien leblos und grau zu sein. Er träumte vor sich hin, dachte an seine Schwester, die er gestern in einer skurrilen Szene gesehen hatte. Sie mit einer Zange in der Hand, vor ihr kniend ein Argonier mit weitaufgerissenem Maul und dazu noch eine Dunmer. Er sollte sie mal heute danach fragen. Bevor er den Gedanken weiterverfolgen konnte, oder auch nur eine Theorie darüber erspinnen konnte, wurde er durch ein unsanftes Anrempeln aus seinem Tagtraum geholt. Er war mit einem Bretonen, der es offenbar sehr eilig hat, mit der Schulter zusammengestoßen. Er blickte dem Bretonen nach, ein junger Kerl, sogar noch jünger als er. Der Bretone trug einfache Dienstboten-Kleidung. Auch er hatte sich umgedreht, aber nur um Nuez kurz Beschimpfungen an den Kopf zu werfen und mit seinen Händen obszöne und wohl auch beleidigend gemeinte Gesten zu machen. Nuez verstand die Beleidigungen nicht, er wandte sich ab, er hatte besseres zu tun, als sich jetzt mit einem Dienstboten anzulegen. Nein dazu hatte er keine Lust.

Aber nach dem Vorfall war ihm auch die kaum vorhandene Lust auf den Erkundungsspaziergang durch die Stadt vergangen. Er machte sich auf den Rückweg zur Taverne. Der Rösenlöwe. Eine überraschend große Taverne mit großem Schankraum. Er betrat den Schankraum und ging hoch in sein Zimmer. Er schaute zu der großen Schüssel auf der Kommode. Er überlegte kurz, nahm sie und eilte wieder hinab. Er ging zum Brunnen und füllte sie mit Wasser. Anschließend ging er wieder nach oben und stellte sie auf die Kommode. Er schaute sich um und entschloss sich noch Seife und Tücher zu holen. Als er alles zusammen hatte, erwärmte er das Wasser mittels Magie. Er zog sein kratziges Oberteil aus und legte es auf das Bett. Er kratze sich erst einmal am ganzen Oberkörper. „Endlich befreit von diesem verfluchten Ding“, dachte er. Er streckte sich und stöhnte leise. Er gähnte ausgiebig und kratzte sich nochmal am Bauch. Er schaute kurz zum Bett und spielte einen Augenblick mit dem Gedanken noch einmal ein Nickerchen zu machen. Er schüttelte den Kopf. Nein er hatte ja schon das Wasser aufgewärmt. Also trat er zu der großen Schüssel und beugte sich über sie. Er drehte den Kopf leicht nach links, formte mit seiner einen Hand eine Schale und goss sich das lauwarme Wasser über den Kopf. Das wiederholte er immer wieder, bis sein feuerrotes Haar triefend nass war. Nuez griff sich das kleine Stück Seife und tauchte es kurz in das Wasser. Er holte es wieder heraus und rieb es sich zwischen den Händen, bis es Blasen schlug. Dann passte er einmal nicht auf, die Seife flutschte ihm aus der Hand und landete mit einem Platschen in der Schale. Er grinste und lachte leise. Er schmierte sich die Seifenreste in sein Haar, dann griff er in das warme Wasser und holt die Seife heraus. Er fing an sich mit der nass glänzenden Seife den Kopf und das Haar zu schrubben, langsam liefen ihm Wassertropfen über das Gesicht hinab, oder fielen direkt bei der vielen Bewegung auf seine Schultern und auf den Boden. Er bereute es nicht, das Oberteil ausgezogen zu haben. Es wäre ja jetzt nass geworden. Er schrubbte weiter ausgiebig sein Haar, um so die Seife darin zu verteilen. Als er der Meinung war, dass es genug Seife war, ließ er den kleinen Klumpen an dem das eine und andere feuerrote Haar klebte ins Wasser der Schüssel fallen. „Wie es wohl nun weitergehen wird?“, fragte er sich, als er die Seife weiter ins Haar verteilte. „Ich werde bald in Himmelswacht wieder sein, dann geht es weiter wie vorher.“ Er seufzt leise. „Kann es aber wirklich so weitergehen? Die Arbeit ist meistens etwas schlecht bezahlt und reicht zum Leben…oder eher überleben. Ich sollte mir etwas Lukrativeres suchen. Aber was?“ Er seufzte erneut. „Etwas magisches wäre gut, aber ich Idiot habe mir ja die beste Schule fürs Reich werden ausgesucht“, sagte er ironisch im Geiste zu sich.

Seine Gedanken wanderten weiter zu den Morden, von denen er so viel mitbekommen hatte. In ganz Tamriel gab es Berichte über diese. Sie scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. Seine Schwester und er hatten sich am gestrigen Abend darüber unterhalten. „Ob es wirklich nur irgendwelche Spione sind, die sich gegenseitig abmurksen? Oder steckt da mehr dahinter?“ Er verscheuchte die Gedanken. „Nein, es geht mich nichts an. Das ist nichts.“ Er nickte knapp und beugte sich vor, um sein Haar auszuwachsen. Er machte das möglichst gründlich. Vor ihm in der Schüssel hatte sich eine weiße Brühe gebildet. Er seufzte leise, machte mit seinen Händen eine Schale und ließ in diese Wasser fließen. Er drückte sie in sein Gesicht, um dieses so zu säubern. Hauptsache er hatte es gemacht. Anschließend fischte er aus der undurchsichtigen Brühe das Stück Seife heraus. Er wusch sich noch die Hände und legte die Seife anschließend neben sich auf die Kommode. Er schaute in die Schale und seufzte leise „Das mit den Morden sind sicherlich nur irgendwelche politischen Spiele oder dergleichen, was weiß ich. Mich betrifft es auf jeden Fall nicht“, dachte er sich und nahm die Schale. Er schaute sich um, blickte zum Fenster und überlegte kurz. Er stellte die Schale wieder auf die Kommode, ging zum Fenster und öffnete dieses. Anschließend nahm er die Schüssel, ging damit zum Fenster, warf einen prüfenden Blick nach unten und schüttete den Inhalt hinaus. Er beobachtete wie sich die Brühe in einem Schwall nach unten bewegte und ein lautes Platschen von sich gab, als sie auf dem Boden auftraf. Er schloss das Fenster schnell und trocknete sich dann mit den Tüchern ab. Als er fertig war, zog er sein Oberteil wieder an und sammelte die Sachen ein. Das was er geliehen hatte, brachte er wieder zurück und träumte schon wieder von den nächsten Schritten. „Ich werde mir in Himmelswacht irgendetwas suchen, was gut Geld abwirft. Da wird sich schon was finden.“

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Exorbitanz (03.02.2017), Naal (05.05.2017)

7

Samstag, 4. Februar 2017, 11:02

Zurück in Himmelswacht

Nuez atmete tief ein und aus. Er befand sich gerade auf dem Rückweg vom Kolleg. Sein Ziel war die Magiergilde Himmelswacht. Er hatte am Kolleg nur einen kleinen Brief abgegeben, etwas was nicht warten durfte. Er atmete tief ein und wieder aus, seine Gedanken rasten. Die Hektik und Panik saßen ihm noch in den Knochen. Seine Schwester war anscheinend von irgendeinem Argonier vergiftet worden. „Warum“, fragte sich Nuez, er war immer noch in Sorge um seine Schwester, wenn er auch Angst vor der Kopfgeldjägerin hatte. Er hatte sie in der kurzen Zeit, in der er sich wieder in Himmelswacht befand, noch nicht gesehen. Er atmete tief durch: „Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie mich aufspürt.“ Man konnte über die Kopfgeldjägerin sagen, was er wollte. Sie schien auf jeden Fall professionell zu sein, selbst wenn sie nur ein Haustier einer Hochelfe war. Er atmete tief durch, ging durch den Torbogen zur Stadt. Er wurde nach nichts gefragt, er war mittlerweile ein altbekanntes Gesicht in der Stadt. Wahrscheinlich nicht von allen gern gesehen, aber er war dort und blieb dort. Es gefiel ihm hier, vor allem das Wetter.

Er blickte hinauf. Es war mittlerweile dunkle Nacht und die Sterne glänzten am Himmel, ebenso wie die Monde, die den Nachthimmel dominierten. Er genoss den Anblick für ein paar Sekunden und trat dann durch den Torbogen. Er fuhr sich durch das Gesicht, als seine Gedanken wieder zu seiner Schwester rasten. Sie wurde vergiftet, von einem Argonier. Aber wie und warum. Er sah den Argonier und dachte sich zuerst nichts dabei. Er hätte zu ihr hingehen sollen, das wäre richtig gewesen. „Ich kann nicht immer da sein, um sie zu beschützen“, dachte er schweren Herzens. Sie musste auch lernen auf sich alleine aufzupassen. Vielleicht auch lernen sich zurückzuziehen und auch zu flüchten, wenn ihr etwas unangenehm war. Er atmete tief durch, aber die Frage die ihn am meisten beschäftigte war immer noch das Warum. „Warum meine Schwester? Warum ein Argonier? Warum stand sie mit der Zange vor ihm? Warum ist das alles passiert?“, fragte er sich im Stillen. Er stellte sich zu der Brüstung der Brücke, legte seine Hände auf den Stein. Er genoss die warme Luft. Es war schön wieder hier zu sein. Er schloss die Augen und lies sich vom warmen Wind umwehen. Seine Ohren zuckten leicht, als sie von der warmen Luft umschmeichelt wurden. Ihm gefiel das Gefühl. In seinen aufbrausenden Gedanken kehrte nun für einen Augenblick Ruhe ein, bis er sich langsam wieder in das Jetzt begab. Er öffnete die Augen und starrte in die Ferne. „War er vielleicht ein einfacher Rassist, der Dunmer hasst? Sowas habe ich schon zu oft gesehen“, er atmete tief durch, seine Gedanken wanderten weiter. „Alter Hass brennt tief. Was hat dieser Zahn damit zu tun, war es ein gezieltes Attentat? Aber wer würde meiner Schwester etwas Schlimmes wollen? Aber vielleicht war sie nicht das Ziel? Was ist wenn das eigentliche Ziel die fremde Dunmer war, die so begierig gewesen ist, sie nach Himmelswacht zu begleiten?“ Die Fragen häuften sich in dem Kopf des Dunmers und es waren keine Antworten in Sicht. „Ich werde meine Schwester fragen und diese fremde Dunmer im Auge behalten.“ Er seufzte schwer und seine Gedanken wanderten weiter. „Was war das für ein Brief, den Maga Fynella erhalten hatte? Als Sylvin neugierig wurde, wollte sie ihn nicht zeigen.“ Er stöhnt leise, fast genervt. Das Verhalten von Sylvin missfiel ihm ganz und gar. Sowohl sein einfach nur respektloses und kindisches Verhalten. Er war Adept und verhielt sich wie ein Magier. „Ihm ist sein Rang egal“, äffte er ihn im Geiste nach und zog dabei Grimassen. „Da kann auch ein Küchenjunge sich wie ein Adeliger aufführen.“ In seiner Brust wallte Zorn auf, er fuhr sich über sein Gesicht. „Oder wie er meiner Schwester den Hof macht, nur damit er sie vergessen konnte und sie verletzen.“ Er seufzte leise, wohlwissend, dass er dagegen nichts machen konnte. „Sylvin ist mehr Mensch als Mer“, murmelte er leise für sich. Nuez schaute sich prüfend um, um sicher zu stellen, dass niemand ihn gehört hatte. Es wäre ihm peinlich. Aber die Straße war, abgesehen von ein paar Nachtschwärmern, leer. Es hatte ihn niemand gehört.

Er seufzte erleichtert. Die Luft kühlte langsam ab und wurde frischer. Aber nicht so frisch wie in Dolchsturz. Es wirkte fast so, als würde die Luft Nuez erfrischen. Er legte den Kopf in den Nacken und blickte wieder gen den Nachthimmel. Er betrachtete die Sterne. „Aber was war das für ein Brief, den Fynella da hatte, er hatte ein Siegel. Ich konnte es nicht erkennen. Slyvin war natürlich so neugierig und versuchte ihn sofort zu lesen. Das Fynella ihn nie tadelte? Sie sollte es mal machen.“ Seine Gedanken wanderten weiter zu dieser unbekannten Dunmer. Sie hatte es überraschend eilig Dolchsturz zu verlassen. Er seufzte leise, es gab so viel zu tun. Er fuhr sich erneut über das Gesicht. So viel zu tun und so wenig Zeit, er war kurz vor dem Verzweifeln. Wie sollte er es alles unter einen Hut bringen? Er war nicht allein, das war ihm bewusst. Er brummte leise und schloss die Augen, aber er konnte nicht von heute auf morgen die Eigenschaft ablegen, alles allein zu schaffen. Er überlegte, ob seine Freunde ihm irgendwie helfen konnten. Er schüttelte den Kopf. „Nein erst einmal muss ich es selber für mich regeln. Dann vielleicht.“ Er seufzte und schaute sich erneut um, prüfend ob die Bosmer da war. Er fragte sich im Stillen, ob sie sich überhaupt erblicken lassen würde oder ihm einfach einen Pfeil in den Rücken jagen würde, wenn er mal alleine wäre und sie niemandem auffiel. Ob er es merken würde, wie er stirbt oder ginge es dann ganz schnell? Er schüttelte den Kopf und verscheuchte den Gedanken. Er würde es nicht soweit kommen lassen, er würde alles schaffen und am Ende noch aufrecht stehen können. Er kniff die Augen zusammen. Bei diesen Gedanken schossen ihm wieder Erinnerungen durch den Kopf, die er versuchte zu verdrängen. Irgendwie gelang es ihm und die Erinnerungen verschwinden zu lassen. Wieder in den Nebel. Er hörte Schritte und sah einen jungen Boten. Er trug die Uniform des Thalmor. Er eilte Richtung Gildenbezirk. „Was er wohl macht? Ob er wichtige Nachricht überbringt? Er scheint doch sehr in Eile zu sein.“ Nuez ging dann langsam Richtung Magiergilde zurück, zu seinem Zimmer, während er die frische Nachtluft auf dem Weg noch etwas genoss.

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Exorbitanz (04.02.2017), Jheranimus (04.02.2017), ddr.Peryite (14.02.2017), Naal (05.05.2017)

8

Sonntag, 5. Februar 2017, 13:29

Nuez streckte sich, seine nackten Füße trugen ihn durch die Straßen. Der Spaziergang sollte etwas Klarheit in seinen Kopf bringen. Seine Gedanken kreisten um das, was er gestern erfahren hatte und was passiert war. Seine Lippen formten ein Lächeln. Gestern war ein erfolgreicher Tag gewesen. Es war besser als erwartet gelaufen. Seine Füße trugen ihn zum Lederer, an dessen stand blieb er stehen. Er betrachtete die Auslage. Seine Gedanken wanderten weiter. Er hatte einiges Neues erfahren. Zwei seiner Freunde hatten die Stadt verlassen. Aber warum? Ihm wurde der Grund genannt, aber die Zusammenhänge? Er biss sich auf die Unterlippe und blickte sich weiter am Stand um, betrachtete die verschiedenen Sachen, die zum Verkauf standen. Ein leiser Seufzer kam über seine Lippen. Es passierte so viel in der letzten Zeit, er fühlte sich hilflos. Als müsste er nur dasitzen und warten. Nein, das wollte er nicht. „Es muss doch irgendetwas geben, was ich machen kann“, dachte er still. Die Hände wurden hinter dem Rücken verschränkt und der Rücken durchgedrückt. Der Lederer musterte ihn etwas misstrauisch, seine Blicke fielen Nuez nicht auf, zu sehr war er mit sich selber beschäftigt. Er suchte in Gedanken nach einer Möglichkeit etwas zu tun, sich nicht mehr hilflos zu fühlen. Er seufzte verzweifelt. Er fand nichts. „Noch nicht, irgendetwas wird es schon geben, selbst wenn ich es noch nicht weiß.“ Das räuspern des Verkäufers riss ihn aus seiner Traumwelt.

„Kann man ihnen helfen?“ fragte der Hochelf etwas unfreundlich. Er ließ seinen Blick über die Auswahl wandern und er fiel auf einen Hut aus Leder. Es war ein Spitzhut mit breiter Krempe. Nuez grinste vor Freude, als er dieses Schmuckstück entdeckte. Sein Blick wanderte vom Hut zum Verkäufer. „Wie viel soll das da kosten?“ Sein Zeigefinger deutete auf den Hut, während er den Altmer fragend anschaute. Der Altmer nannte ihm den Preis und die Mundwinkel von Nuez wanderten nach unten. „Das ist aber recht teuer“, gab er von sich. Der Hochelf zuckte mit den Schultern. Nuez kaute sich nachdenklich auf der Unterlippe herum. „Es würde den größten Teil meines ersparten fressen. Aber wenn ich vielleicht nur alle zwei Tage was esse, sollte ich es mir leisten können, vielleicht auch nur alle drei Tag.“ Er verschwendete dabei aber keinen Gedanken daran, ob dieser lächerliche Hut das Geld überhaupt wert war. Aber im Moment war es ihm nicht bewusst, oder schlichtweg egal. Er nickte knapp und entschloss sich, den Hut zu kaufen. Er eilte hinfort. Seine Füße trugen ihn etwas außerhalb aus der Stadt zu einem großen Baum. Er stand mitten im Wald. Nuez schaute sich prüfend um. Er wollte sichergehen, dass niemand ihn verfolgte. Vorsichtig wurde um den Baum herumgeschritten, zu einem kleinen Busch. Er ging in die Knie und strich die Äste zur Seite. Es kam eine kleine Schatulle zum Vorschein, diese wurde genommen und sofort wieder in die Stadt geeilt. Seine Gedanken kreisten nur um das Objekt seiner Begierde. Die Schatulle klapperte leise bei jedem der schnellen Schritte. In diesem Kästchen bewahrte er neuerdings sein Erspartes auf, nachdem ein gewisser Heiler den Preis seiner Dienste eigenständig geholt hatte. Mehr oder weniger. „Hat alles pfänden lassen“, grummelte er leise vor sich hin. Dabei ging es ihm weniger um die Gegenstände, sondern viel mehr um das Prinzip. Er schnaubte aus, als die Wut in ihm hochstieg. Aber nur kurz, denn er war wieder beim Lederer angekommen.

Die Augen strahlten und funkelten, als sie den Hut erblickten. „Zum Glück ist er noch da“, dachte er, wohl davon ausgehend, dass der Hut von anderen genauso begehrt würde wie von ihm. Er lächelte und deutete auf den Hut. Das Kästchen wurde vorsichtig auf den Tisch gestellt und geöffnet. Er zählte die Münzen langsam ab und legte sie sie den Tisch. Sein vorfreudiges Grinsen wurde mit jeder Münze breiter. Es sammelte sich ein kleiner Haufen zusammen, dieser wurde über den Tisch zu dem Verkäufer geschoben. Die Münzen wurden von diesem entgegengenommen und Nuez schloss das Kästchen, während er den Verkäufer ungeduldig beobachtete. Es dauerte in seinen Augen eine halbe Ewigkeit, aber endlich war der Verkäufer mit dem Zählen fertig und verstaute die Münzen in seiner Kasse. Der Altmer schritt langsam auf den gekauften Gegenstand zu, fast so als wollte er den Dunmer etwas ärgern. Nuez atmete nur ruhig ein und wieder aus, er beruhigte sich wieder und die Euphorie klang wieder ab. Er hatte genau diesen Hut schon mal. Es war natürlich nicht derselbe Hut, sie sahen nur gleich aus. Dieser war eindeutig neuer und das Leder glatt aus welchem er gefertigt worden war. Der Alte hatte schon eine aufgeraute Oberfläche. Es war ein Nigel Nagel neuer Magierhut. Nuez streckte seine Arme dem Hut entgegen und nahm ihn behutsam an sich. Er wurde von allen Seiten betrachtet und anschließend aufgesetzt. Er rutschte etwas in sein Gesicht hinein, der Hut war ihm zu groß, aber das störte ihn nicht. Für ihn war er dennoch perfekt. Er schnappte sich das Kästchen und eilte Barfuß wieder hinfort zu dem Versteck. Das Kästchen klimperte nun deutlich lauter, nun da die Münzen darin mehr Platz hatten. Sie sprangen im Kästchen umher. Endlich war er bei dem Versteck angelangt. Es wurde genau an dem gleichen Ort wieder versteckt. Als es getan war, richtete er sich wieder auf. Seine Hände strichen seine Kleidung glatt, seine Finger klemmetn die Krempe ein und der Hut wurde wieder zurechtgerückt. Nuez grinste vor Freude. „Wem soll ich meinen Hut zu erst zeigen? Was wird wohl meine Schwester dazu sagen? Was ist mit Feyria, Saheejar und den anderen? Er wird ihnen sicherlich so gut gefallen wie mir,“ dachte er, während er wieder Richtung Stadt schlenderte.

Er stockte, als er wieder aus seiner kleinen Träumerei zurückkehrte. Seine Mundwinkel wanderten nach unten, als ihm die ganzen Probleme wieder in den Sinn kamen, die auf ihn warteten. Seine linke Hand hob den Hut und die rechte Hand fuhr durch sein Haar. „Hoffentlich wird bald alles besser“, sagte er leise zu sich und setzte mit der rechten Hand den Hut wieder auf. Die linke Hand klemmte die Krempe zwischen Daumen und den restlichen Fingern, um ihn zu richten. Es wurde tief durchgeatmet und dann weiter Richtung Stadt geeilt.

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Exorbitanz (05.02.2017), Feuersucherin (09.02.2017), Naal (05.05.2017)

9

Dienstag, 7. Februar 2017, 18:47

Nuez saß auf seinem Bett, das Stroh in der Matratze knisterte und raschelte bei jeder seiner Bewegungen. Er atmete tief ein und aus, ließ den Blick durch den Raum schweifen. Ohne Ziel, er war tief in Gedanken, es war doch nicht so gekommen wie er es erwartet hatte. Die Altmer steckten doch unter einer Decke. Wusste er es doch! Er seufzte schwer. Warum musste ihm sowas passieren? Er konnte gar nichts für das Ganze und wurde dennoch wegen der Dummheit anderer hineingezogen. „Wie spät es wohl ist?“ Heute war das Magiergildentreffen. Wie jede Woche. Er atmete tief durch. Ob er den anderen überhaupt davon erzählen sollte? Er schnaufte tief durch. Probleme über Probleme, aber wenigstens eins war er dabei zu lösen. Er war froh, wenn alles vorbei sein würde und er endlich mal wieder seine Ruhe hatte und auch ohne Sorge einschlafen konnte. „Es ist schlimm“, sagte er zu sich selber. In wenigen Tagen ging die Reise los… ins Ungewisse. Er atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen. Warum das alles? Warum wurde er in so eine Sch**** hineingezogen. Wut stieg in ihm auf und machte ihn zornig. Er regte sich auf. Aber er versuchte auch schon wieder sein Temperament unter Kontrolle zu bringen. Es brachte ja alles nichts.

Er ging nochmal alles im Kopf durch. Diesen Turdas würde die Reise losgehen. Kaum eine Woche wieder da, schon ging die Reise weiter. Er atmete tief ein und wieder aus. Er wäre am liebsten ein zwei Wochen hiergeblieben, hätte die letzte Reise erst einmal sacken lassen. Sich auch vielleicht etwas erholt. Er seufzte leise, es brachte nicht einmal was sich irgendeine Arbeit zu suchen, wenn er in zwei Tagen schon wieder für wahrscheinlich zwei Wochen weg wäre. Er atmete tief durch. Übertrieb er? Er schüttelte den Kopf und beantwortete die ihm selbst gestellte Frage selbst. Nein, diese Zeit musste er leider einplanen. Zeit wo er nicht seine Freunde suchen konnte. Er seufzte schwer. Er lehnte sich zurück, langsam und vorsichtig, bis sein Kopf den Stein der Wand berührte. Er schloss die Augen und schwieg. Er versuchte jeden Gedanken in seinem Kopf zu unterdrücken, er genoss die Ruhe in seinem Raum. Es war still und ruhig, kein Geräusch drang hinein. Er fuhr sich langsam über das Gesicht. Es ging von Himmelswacht nach Anvil. Die Goldküste, es würde sicherlich dort recht angenehm sein. Sie würden ein zwei Tag dort bleiben, hatte die Spenderin der Reise sich gedacht. Es handelte sich um eine Dunmer. Schwer einzuschätzen, wie fast alle Dunmer, die er getroffen hatte. Er atmete tief ein und wieder aus. Anvil… von diesem Ort hatte er kaum etwas gehört, bis neulich hat er sogar geglaubt, dass er genauso wie viele andere Kaiserstädte vom Krieg verschlungen worden wäre. Welches Bündnis wohl dort vorherrschend war? „Wohl am ehesten das Dolchsturz Bündnis“, dachte er sich. Die Ruhe in seinem Kopf hielt offensichtlich nur kurz. Er atmete tief ein und wieder aus, wie so oft. Wohl eher ein Seufzer als ein Atemzug. Anvil, wie wohl das Wetter dort sein würde? Werden sie irgendwie annehmlich unterkommen? Er zog die Mundwinkel zur Seite, er bezweifelte es.

Danach ginge es nach Nordspitze. Er wusste nicht einmal wo diese Stadt liegen sollte, er sollte sich mal eine Karte dazu anschauen. Aber so viel war ihm klar, sie würden wohl die Nord-Route nehmen. Den Kontinent umsegeln. Nordspitze wird wohl eine Menschenstadt sein, dort oben war alles Menschenland. Er seufzte, von Nordspitze sollte es weitergehen nach Einsamkeit. Die Dunmer hatte gesagt, mit etwas Glück könnte man diesen Halt auch überspringen. Er wäre sehr froh über diese Möglichkeit. Einsamkeit ist seines Wissens nach Nordstadt. Er mochte Nords nicht, sie waren immer unfreundlich, schlecht gelaunt und hielten sich für etwas Besseres. Nords und Götter waren noch schlimmer als Ordinatoren und Tribunal. So war es zumindest immer seine Erfahrung gewesen, die er gemacht hatte. Es waren schwere Zeiten, er wollte sich nicht vorstellen, wie sich andere damit fühlten. Fynella müsste bald an Haarausfall leiden, bei dem ganzen Stress. Er hoffte es für sich nicht. Er rieb sich über die Augen, seine Schwester würde heute wieder bei dem Gildenabend anwesend sein. „Ich bin gespannt, ob sie mal wieder der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist“, dachte er sich.

Wie viel Zeit wohl vergehen müsste, bis endlich wieder Normalität einkehren würde? Bis der Alltag nicht von Problemen sondern von kleinen Abenteuern geprägt sein würde? Er schloss die Augen. „Bevor es so weit sein wird, muss ich nach Steinfälle. Zum Glück ist das Ziel des Schiffes nach Einsamkeit gleich Ebenherz“, murmelte er leise. Er würde am liebsten sofort dort hin, die geistig verwirrte Altmer dort holen und wieder raus. Die größte Frechheit war immer noch, dass er das ganze umsonst machen musste. Der blöde Thalmor zwang ihn regelrecht, den Knecht der Direnni zu spielen. Er seufzte leise, steckten die doch unter einer Decke. Sicherlich auch mit diesem Handelshaus. Er grummelte leise vor sich hin. „Altmer und ihre Intrigen.“ Es war ihm aber auch schon egal, er konnte daran nichts ändern, also fügte er sich dem Ganzen. Er war ja schließlich nur Gast hier. Er schnaubte aus, er war doch schon überall immer nur Gast gewesen. Seine Mundwinkel wanderten nach unten, er hob den Kopf etwas und schüttelte ihn heftig. „Nein, nein, nein. Das wird sich sicherlich auch irgendwann ändern.“ Er sagte es nicht laut, sondern dachte es nur für sich. „Irgendwann werde ich mal sowas wie ein Zuhause finden, ich muss nur Geduld haben, wie mit allem.“ Es gab nun aber andere Probleme, zuerst musste er sich das mit der Direnni vornehmen. „Pah nicht mal bezahlt werde ich“, dachte er erneut empört. „Sie hatte garantiert den Thalmor beschwatzt, um wieder einen Dienst der Gilde umsonst zu bekommen, von dem nur sie alleine einen Vorteil zieht. Wahrscheinlich würde Fynella sich auf ihre Seite schlagen, wenn ich so etwas wie eine Bezahlung verlange. Also brauche ich es nicht einmal zu versuchen.“ Er atmete tief durch und fuhr sich über das Gesicht. Er richtete sich auf und stand vom Bett auf. Seine Arme spreizte er von seinem Körper und bewegte sie auf und ab, um sich etwas zu strecken. Er schnappte sich seinen Hut, setzte ihn auf und ging zur Tür. Seine Hand lag schon auf dem Türknauf und er murmelte leise: „Bald wird alles besser.“ Dann öffnete er die Tür und trat hinaus.

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Exorbitanz (07.02.2017), ddr.Peryite (14.02.2017), Naal (05.05.2017)

10

Donnerstag, 9. Februar 2017, 11:02

Nuez lässt seinen Blick über die Sachen auf seinem Bett schweifen. Am heutigen Abend wird das Schiff auslaufen, er muss noch packen. Dabei versucht er wie immer mit möglichst leichtem Gepäck zu reisen. Er betrachtet die Sachen und atmet tief durch. Sein Körper schmerze noch, er hat sich in den letzten Tagen bemüht so viel Arbeit zu bekommen wie möglich und so viel Geld zu verdienen, wie er konnte. Denn er musste einige Sachen für die Reise kaufen. Eine Decke, es ging fest davon aus, dass es im Norden kalt sein wird. Die Decke war Grau und aus Wolle gefertigt. Sie war dick und sah kratzig aus. Wenigstens wird sie Nuez warm halten. Er musst von Schnee und Regen ausgehen, er hat sich ein hierfür einen Überwurf für die Schultern mit einer Kapuze aus Segeltuch geholt. Es wird ihn bei einem Sturm einigermaßen trocken halten, so hoffte er. Nuez wollte darauf verzichten auf irgendeine Art sich auf der Reise eine Krankheit einzufangen, er musste gesund bleiben. Er schließt die Augen und sagt leise: „Es wird alles gut gehen.“

Mit diesen Worten wollt er sich etwas Zuversicht verleihen. Seine Augen öffnen sich langsam wieder und sein Blick geht zu den Trinkschläuchen. Er hat zwei mitgenommen. Einer nahm genug Wasser auf, damit es ihn für einen Tag reicht. Mit den beiden würde als zwei Tage auskommen. Er seufzt leise, sein Blick wandert zu der Waffe die er sich besorgt hatte. Er betrachtet sie. Es war ein Hässliches Stück Eisen, schwarz und nicht einmal besonders scharf. Es war die billigste die er finden konnte. Er hebt behutsam mit beiden Händen die ca. 25 cm lange und 5 cm breite Klinge auf. Sie wird leicht gedreht und wird von allen Seiten betrachtet. Die Waffe liegt schwer in seiner Hand, wenn es zu einem Kampf kommen würde, würde die Waffe nicht sehr nützlich sein. Wenn es wirklich zu einem Kampf kommen würde, müsste er sich auch seine Magie verlassen. Er verließ sich gerne auf seine Magie, Nuez hatte aber gerne auch immer etwas in der Hinterhand. Eine Absicherung falls der Kampf zu lange dauert oder er seinen Magica nicht erholen konnte. Die Klinge würde dann dazu dienen, dass er nicht komplett schutzlos war und sich wenigstens etwas verteidigen konnte. Er legt sie wieder auf das Bett und betrachtet sie weiter. „Es wird wohl ein Lehrling gewesen sein, der sie gemacht hat. Vielleicht einer seiner ersten Versuche? So wird es wahrscheinlich sein“, dachte er sich, „Ich hatte Glück, dass der Meister sie nicht weggeworfen hat. Das Material war wohl zu wertvoll, nun ja wenigsten konnte ich sie mir leisten.“

Von Glück hatte er schon immer genug gehabt. Er hatte so oft Glück, wer waren wohl die Götter hierfür? Er kannte sich nicht mit den Göttern gut aus, er zog einen Mundwinkel zu Seite. Er umfasste den Schaft der Klinge und schob sie in die dazugehörige Lederschneide. „Ich sollte mal herausfinden, welcher Gott für Glück zuständig ist und seinen Tempel besuchen.“ Er stockte, „Gibt es überhaupt einen Gott dafür?“ Nuez schüttelt den Kopf, „Nein es gibt sicherlich dafür einen Gott, es gibt für alles einen Gott.“ Erst neulich hatte er schon wieder Glück gehabt, sogar doppeltes wenn man es so nennen möchte. Er hat jemand gefunden, der ihn mitnimmt und dafür kein Geld verlangt. Fynella hat gesagt, er hat sich die Reise geschnorrt. Er zog die Mundwinkel nach unten. „Schnorren ist so ein unschönes Wort. Welche Wahl hätte ich ansonsten gehabt?“ Er nimmt die Lederscheide auf und wiegt sie in der Hand, während er sich im Geiste vor sich selber rechtfertigt. Er lässt die Scheide aus seiner Hand geleiten und auf die Matratze fallen. Er verdrängt den Gedanken wieder mit schweren Herzen. Er fühlt sich dabei nicht wohl, er hätte gerne einen anderen Weg gewählt. Aber es ging nicht, so sah es zumindest für ihn aus.

Er hatte noch einmal Glück, dass ein Schiff schon heute kommt. Es geht alles so schnell, es lief besser als er gehofft hat. Der Blick geht zu seinen Notizbuch, mit den Federkiel und den Tintenfässchen für Reisen. Eine seiner Begleiter war diese Dunmer, sie kommt auch für die Überfahrt auf. Seine Schwester hat gesagt, er soll sich vor ihr in Acht nehmen. Luez hatte auch etwas von der Dunklen Bruderschaft und Sithis erzählt. Er atmet tief ein und schüttelt den Kopf. Es verwunderte ihn etwas, dass sie immer noch an diese Ammenmärchen und Schreckgeschichten glaubt. Jeder wusste, dass die Dunkle Bruderschaft sich nur von ein paar Adeligen ausgedacht wurde, damit sie sich gegenseitig erpressen konnten. Die Geschichten sollten Kinder dazu ermahnen, dass sie nett zu einander sind und Respekt vor ihren Eltern haben sollen, ansonsten werden sie von der Dunklen Bruderschaft geholt, oder so was in der Art. Solche Geschichten, wie es sie zuhauf gibt. Der junge Dunmer schaut als letztes zu seinen Reise Sack. Er fand kein anderes Wort dafür. Es handelt sich um einen Sack aus Segeltuch. Er wird oben mit einen Seil zusammen gebunden und hatte noch ein Seil als Halter.

Er atmet tief ein und wieder aus. Er fing an seine Sachen zu packen, als erstes die Ersatzkleidung. Die würde er wohl nicht so bald brauchen. Während er seine Reisetasche packte, kreisten seine Gedanken weiter. Seine Schwester und er haben sich erst neulich wieder etwas gezankt. Es herrscht zwischen ihnen mal wieder dicke Luft. Er wusste nicht warum. Nein er wusste es, sie war beleidigt dass sie nicht mitgenommen wird. Aber er konnte es nicht. Es war zu gefährlich und er musste bei der Planung rational bleiben. Er wollte nur so wenig Leute wie möglich mitnehmen, nur die wo unbedingt nötig waren. Er atmet tief durch. Er wird wohl bei der Rückreise mal bei Windhelm vorbei schauen. Es kam ihn wieder in den Sinne. Er musste sich etwas für die Rückreise überlegen, er wird wohl einen Boten nach Gramfeste schicken müssen. Isur’Ra ist schließlich dort, mit etwas Glück würde sie sich breit erklären und ihn Geld für das Portal leihen. Es war viel, aber er konnte es sicherlich irgendwie bei ihr abarbeiten. Sie wird es schon nicht hemmungslos ausnutzen. Dann würde er halt eine Weile in der Magiergilde Gramfeste bleiben. Es gibt schlimmeres. Feyria wollte er auf keinen Fall nach Geld fragen, es käme ihn Falsch vor. Er hatte noch ein kleines wenig Stolz übrig. Ihn kam der Plan annehmbar vor. Wenn er in Steinfälle ankam, würde er sofort einen Boten Richtung Gramfeste schicken und hoffen das Isur’Ra ihn aushilft. Dann würde er durch das Portal Feyria und diese Altmer schicken. Er würde zurückbleiben und seine Schulden abarbeiten. Es würde seine Zeit dauern, aber davon hat er genug. Wenn alles abgearbeitet ist, würde er die Rückreise nach Himmelswacht antreten. „Vielleicht werde ich über Windhelm reisen und meine Schwester besuchen.“ Er atmet tief durch und sagt leise zu sich: „Bald wird alles besser.“ Er nimmt den gepackten Reisesack und verlässt sein Zimmer. Er stoppt und legt die Tasche noch mal auf den Boden. Er öffnet sie und geht zu seinem Bett. Er hat die Trinkschläuche vergessen. Er hört etwas rascheln und dreht sich um. Er sieht sie der Sack umgefallen ist und etwas leise darin raschelt. Er schmunzelt, da möchte wohl jemand mitkommen. Er legt Trinkschläuche in den Sack und schultert diesen. Er wird offengelassen, damit sein zusätzlicher Begleiter auch noch Luft kommt.

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Spiffypurse (09.02.2017), Morlana (09.02.2017), Exorbitanz (13.02.2017), Naal (05.05.2017)

11

Montag, 13. Februar 2017, 07:58

Eine lange Schifffahrt

Nuez gähnt und streckt sich die Arme von sich, er bewegt sie etwas und seine Gelenke knacken dabei leise. Es wird sich aus der Schlafstätte geschwungen und aufgestanden. Er schüttelt seine Beine und schaut sich um, er fühlt sich etwas schwindelig noch trunken vom Schlaf. Er blinzelt müde und schaut sich um, seine Hand kratzt ihn seinen Bauch über seinen Oberteil. Er blinzelt müde, als er sich in der Kabine umschaut. Es war eine einfach Schiffkabine, die er bewohnt. Die Kabine erinnert ihn sogar ein klein wenig an sein Zimmer in der Gilde. Er blinzelt erneut müde und blickt auf die Schlafstätte die immer noch unordentlich war. Er überlegte kurz, ob er sich noch einmal hinlegen soll, den Gedanken verwirft er wieder, schließlich steht er schon. Abermals streckt er sich mit einen Gähnen und reibt sich die Augen. Seine Füße tragen ihn langsam zu der Tür, das Schiff schaukelt etwas unter ihn. Ein Seufzer kommt ihn über seinen Lippen und er murmelt leise zu sich: „Ich kann es nicht erwarten, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.“ Nuez steht der Schifffahrt skeptisch gegenüber. Wenn er sich recht erinnert, so war das seinen erste. Seine Hand legt sich um die Türklinke, drückt diese hinunter. Er öffnet langsam die Tür, seine Augen kaum geöffnet und die Lider noch schwer vom Schlaf. Er huscht auf nackten Füßen aus seiner Kabine und entlang des Ganges. „Die anderen werden wohl entweder schlafen, oder schon irgendetwas machen“, dachte er für sich. Langsam wird sein Kopf klarer und seinen Gedanken deutlicher. Wie es wohl seine Schwester geht, fragt er sich. „Ihr wird es sicherlich gut gehen, sie kommt auch ohne ihn zurecht.“ Er erinnert sich kurz an damals seine ersten Tage in Windhelm, seine Schwester und er kamen dort hin, um nach Arbeit zu suchen. Sie endeten aber anschließend in der Magiergilde und an die Worte von Dame Curven. Sie hat wohl Recht behalten. Seine Füße tragen ihn langsam die Treppe zum Deck empor. Sein Körper fühlt sich kalt und starr an. Er schmunzelt, als er an den Sonnenschein und die Wärme denkt, die ihn oben erwartet. „Das wird sicher sämtliche kälte aus meinen Körper vertreiben und wenn es nicht hilft, dann helfe ich mit Magie nach.“ Er experimentierte wieder mehr mit Magie, genoss regelrecht das Gefühl sie wieder wirken zu können, es ist so als wäre ein Teil von ihm, wieder zurückgekehrt. Er schmunzelt und öffnet die Tür zum Deck.

Er öffnet die Tür nur einen Spalt und schon kommt ihm die Sonne entgegen. Er schließt die Augen, öffnet die ganz und tritt hinaus. Seine Arme streckt werden ausgestreckt, seine rechte Hand trifft aber den Türrahmen, was in einen Schmerzhaften auf japsen von Nuez endet. Er zieht seine Hand zu sich und schreibt sie, er fixiert den Blick kurz auf den Türrahmen, als könnte er etwas dafür. Nuez stößt die Luft ruckartig aus seiner Nase und tritt hinaus, komplett in die Sonne und genießt die Wärme auf seinem Gesicht und wie sie langsam durch seinen ganzen Körper dringt. Das schöne Gefühl bringt ihn zum Lächeln, es wird immer breiter. Er liebte es wie er sich derzeit fühlt, gesund und kräftig, als könnte er Bäume ausreißen. Das lächeln verschwindet und er seufzt schwer. Nun musste er aber erst einmal warten, bis er überhaupt irgendetwas machen konnte. Es war erst der Anfang seiner Reise nach Steinfälle. Ein erneutes schweres Seufzen weicht über seinen Lippen. Nuez tapst langsam Richtung der Reling. Feyria begleitet ihn immer noch, er hatte seinen Zweifel. Sie sollte lieber nach Pan und Ley suchen und ihnen helfen, nicht ihre Zeit mit ihn verschwenden. Aber er wusste auch, dass sie sich nicht davon abbringen ließe, deswegen war er einfach dankbar, dass sie ihn begleitet. Vielleicht war es ganz gut. Aber sie wirkt etwas frostig auf ihn, da er seine Schwester nicht mitgenommen hat. „Wie lange sie mir das wohl noch nachtragen wird?“ Er zieht seinen Mundwinkel zur Seite und beugt sich über die Reling. Seine Augen richten sich auf das tiefe Blau des Meeres, sogar Fische können seinen Augen erspähen. „Ich kann nur hoffen, dass sie es mir nicht ewig nachträgt“, murmelt er leise. Er atmet tief durch und versucht seinen Gedanken auf etwas anderes zu schieben. Was war noch mal ihr nächste Reise, fragt er sich. Die Augen werden zusammengekniffen und in die Ferne gestarrt, als er versucht sich zu erinnern. Seine Augen öffnen sich weit, als er sich wieder erinnert. Genau, Abahs Landung, so heißt ihr nächstes Ziel. Dort war doch auch Sylvin zu Zeit, wenn er sich nicht täuscht. Vielleicht trifft er ihn dort. Er seufzt schwer, vielleicht wird Feyria sich auch entscheiden, wenn sie dann die Chance hat, sich auf den Rückweg zu begeben. Er hoffte es nicht, wenn auch die Furcht in ihn vorhanden ist. Er hat sie gerne dabei, auf sie war immer verlass. Allerdings wollte er sie nicht mit seinen Problemen belasten. Er seufzt schwer. Er spricht es einfach nicht an, vielleicht ist Sylvin’s Reisegruppe ja schon wieder weiter gereist. Er fährt sich über sein Gesicht und Stöhnt laut, wegen des inneren Kampfs. „Es wird schon schief gehen“, dachte er sich und hoffte auf das Beste.

Er trommelt mit beiden Zeigefingern auf der Reling herum, sein Blick wandert über seine Hände. Er kneift die Augenbrauen zusammen, und hebt die Hände leicht an. Er dreht sie nach links und rechts, betrachtet sie von allen Seiten. Wie kam er darauf, dass sein Hautfarbe einen Blauen Ton hat. Er schallt sich Idiot in seinen Gedanken. Es war auf keinen Fall ein Blauton, es war schwarz. Aber ein helles Schwarz. Auf keinen Fall handelt es sich um Grauton. Dafür war die Farbe viel zu kräftig und zu dunkel. Es war einen alte Frage, es interessierte ihn schon immer. Wie ist seine Hautfarbe, ebenso warum seine Schwester und er von ihren Eltern in Stich gelassen haben oder aus welchen Haus sie kommen. Aber das sind für ihn fragen, auf die er womöglich nie einen Antwort bekommt. Er seufzt schwer und schaut in die Ferne. Er verscheuchte die Gedanken wieder aus seinen Kopf, er mochte nicht über so was nachdenken. Das zieht ihn immer nur runter und sorgt für schlechte Laune. Er wollte den Auftrag so schnell wie möglich hinter sich bringen. Der Auftrag für den er nicht bezahlt werden würde oder irgendeine Art Anerkennung bekommen würde. Er bleibt auf alle entstanden Kosten sitzen. Er hofft nur, dass er wenigstens die Kosten für die Portalreise zusammen hat, bis sie in Steinfälle angekommen sind. Aber erst hatte er noch eine weite Schiffreise vor sich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Blenio« (6. März 2017, 08:42)


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Exorbitanz (13.02.2017), Verva (13.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

12

Dienstag, 14. Februar 2017, 08:22

Nuez saß am Tisch und grinst breit. Er freut sich über den großen Haufen Münzen vor ihn. „Wer braucht schon Arbeiten, wenn man sein Geld auch so verdienen konnte“, dachte er, während der Becher mit den Würfeln von ihm geschüttelt wird. Sie klappern leise. Er ist von dem Händler vor ihn eingeladen worden, eine Runde mit ihm zu spielen. Es handelt sich um ein simples Glücksspiel. Zwei Würfel werden in einen Becher geschüttelt und gerollt. Beide legen ihre Einsätze auf den Tisch, der Gewinne bestimmt den Einsatz der Runde, der andere Spieler musste entweder genauso viel oder mehr dazu legen. Nuez mustert den Händler, er sieht verzweifelt aus, dann blickt er auf den Bergmünzen. Es ist viel Geld. Der Händler setze als erstes 5 Münzen, Nuez tat es ihn gleich. Nuez gewann und hatte dann 10 Münzen. Diese setze er wieder, der Händler ging mit. Nuez gewann wieder und hatte 20 Münzen. Dann wurden aus 20, 40 und aus 40 80. Es ging so weiter, der dickliche Rothwadrone war nicht begeistert. Er war schockiert, er konnte nicht aufgeben, Nuez fragte sich warum. Er hat schon von Leuten gehört die süchtig nach Glücksspiel sind und damit nicht aufhören können. War der Händler in den teuren Kleidern einer von denen? Aus 80 Münzen wurden 160. Damit hatte der Händler kein Geld mehr, aber er hörte nicht auf. Er stellte Schuldscheine aus und legte sie als Einsatz auf den Tisch und das Spiel geht weiter und so wurden aus 160 Münzen 320 und aus 320, 640. Nuez schüttelt immer noch die Würfel, während er sich das ganze nochmal durch den Kopf gehen lässt. Der Händler war kurz vor dem verzweifeln. Wie viel Geld hatte der Mensch wohl noch? Er betrachtet den jetzigen Einsatz, es waren 1280 Münzen. Nuez atmet tief ein und wieder aus. Es genug um am Ende der Reise ein Portal nach Himmelswacht zu finanzieren, so glaubte er es. Er war Mitglied der Magiergilde, für sie ist so was ja bekanntlich billiger. Er schaut auf den Haufen, er hätte vielleicht sogar noch genug für sich am Ende. Er zog die Mundwinkel zur Seite, er hatte keine Relation für Geld. Er hatte noch nie so viel gehabt. Er wusste nicht ob es für den Händler viel Geld war, oder nur einen Tag auf den Markt. Er seufzt leise. „Was wenn er davon eine Familie zu ernähren hat, Süchtige Leute machen so was“, dachte er für sich, während er den Becher weiter schüttelte. Der Händler hatte sich an den Tisch geklammert und starte ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Nein nicht ihn starte er an, sondern den Becher mit den Würfeln. Er wirkt verzweifelt, musste er wohl den Verlust nachher seiner Frau erklären musste? 1000 Münzen sind sicherlich viel, ob er von ihr angebrüllt wird?

Nuez seufzte leise, als ihn das alles durch den Kopf geht, während der noch den Becher schüttelt. Es sind nur wenige Sekunden vergangen, während sich all diese Gedanken durch seinen Kopf huschen. Er löst seine Hand, welche den Becher bedeckt und knallt ihn auf den Tisch. Der Händler hat den Becher immer noch fixiert. Der Händler hatte zwei vieren gewürfelt. Es war ein recht hoher Wurf. Aber Nuez hatte Glück, viel Glück, so glaubte der Händler es. Nuez hat aber schnelle eine Möglichkeit gefunden, das Spiel zu seinen Gunsten zu manipulieren. Einfach einen kleinen Telekinese Zauber auf die sechsseitigen Würfeln aus Walknochen gewirkt. Einfach auf der Seite mit der Wertigkeit 6 und 5 „befestigt“. So hatte er einen Punkt an den er sich orientieren konnte. Die Würfel dreht er dann so wie er es brauchte. Er hatte sich gemerkt wie die Seiten zu einander liegen und konnte damit immer die Wertigkeit des Wurfes bestimmten. Sein Grinsen verschwand, der Händler nannte ihn mit Glückspilz. Vielleicht mit einen bitteren Unterton, aufgrund seiner Verluste. Die Würfel lagen unter den Becher und er atmet tief ein und aus. Was er hier tat, war unrecht, aber so kam er wenigstens an das Geld für die Rückreise. Nuez fragte sich, wie viele Leute der Händler betrogen hat. Aber er rechtfertigt sich nur, sucht für sich eine Möglichkeit den Gewinn moralisch für sich selber zu rechtfertigen. Es musste ja niemand wissen, dass er betrogen hat und Nuez würde ja schon bald wieder aus Abahs Landung abreisen. Er seufzt schwer und dreht die Würfeln, nein es war nicht rechtens, was er hier macht und dafür gibt es auch keine Rechtfertigung. Er hebt den Becher, der Händler hatte zwei vieren Gewürfelt, die Würfel die Nuez geworfen hat, zeigen eine drei und eine vier. Er schmunzelte etwas traurig, so als würde er über seinen Verlust trauern. Der Händler wurde von seiner Freude hinfort gerissen. Er war erleichtert und grinst Nuez etwas Schadenfroh an. „Na da hat dich dein Glück verlassen“, sagt er hämisch. Er bot ihm noch eine Runde an, Nuez winkte ab. Er wollte nicht mehr. Er rang sich ein freundliches Lächeln ab und neigt sein Haupt. Er sagt: „Nein danke, mein Glück hat mich wohl verlassen.“ Der Händler murmelt leise: „Feigling.“ Gerade laut genug, damit Nuez es hört. Er ließ sich aber nicht provozieren, wie sonst so leicht. Er atmet tief ein und wieder aus. Er wurde ruhiger, langsam scheint er doch irgendwie erwachsen zu werden. Er verlässt die Taverne mit der stickigen Luft und tritt ins Freie. Die Luft war hier frischer. Er schloss die Augen und atmet tief durch. Es war bereits Sonnenuntergang und die Luft wird zunehmende kühler.

Er geht Richtung Schiff, als ihn auf einmal ein kleiner Junge anrempelt, kurz Entschuldigung ruft und dann weiterrennt. Nuez blickt den Jungen verwundert nach, warum hat er ihn angerempelt, es war schließlich genug Platz und die Straßen fast leer. Er macht sich darüber keine weiteren Gedanken, wahrscheinlich war der Junge nur in Eile, er geht langsam auf das Schiff zurück, betritt das Deck öffnet die Tür und geht hinab. Er betritt seine Kabine und setzt sich auf das Bett. Er hielt sich dort nur ungerne auf, es war stickig und die Luft selbst ihn zu warm. Er atmet tief durch und wollte nur kurz seine Ruhe haben. Er griff nach seiner Geldbörse, um sie zu verstauen. Er stockte und tastete Weiter. Da war nichts, stellt er mit erschrecken fest. Das waren 25 Münzen, das war viel für ihn. Da er auch weniger an Geld unterwegs kam. Er hatte gerade so 70 Münzen beisammen. Er atmet tief ein und wieder aus und heute hatte er 40 wieder verloren. 10 für Verpflegung und Getränke, 5 bei den Spiel mit den Händler und nun noch 25 durch den Diebstahl. Nuez seufzt schwer und lässt sich nach hinten auf das Bett fallen. Er hoffte nur, es bekäme das Geld irgendwie zusammen. Seine Hoffnungen schwanden, er zweifelte daran. Er konnte nur hoffen, wenigsten einen Bruchteil zusammen zu bekommen und so nicht allzu viel Schulden machen. Er hoffte wenigstens, dass Feyria damit einverstanden ist, sich vorrausschicken zu lassen, damit er zurück bleiben kann, um sein Schulden abzuarbeiten.

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ddr.Peryite (14.02.2017), Exorbitanz (14.02.2017), Feuersucherin (21.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

13

Mittwoch, 15. Februar 2017, 08:17

Nuez sitzt am Deck mit den Rücken zur Reling. Die Hand offen hält er offen etwas von sich, die Handinnenfläche ist nach oben gedreht. Er betrachtet die Musterung seiner Hand. „Manche behaupten aus diesen Linien könnte man die Zukunft und das Schicksal herauslesen, was für einen von wem auch immer vorherbestimmt ist. Was wohl mein Schicksal ist?“, murmelt er leise für sich. Ihn geht das gestrige Gespräch mit der Rothwardone durch den Kopf. „Wie hieß sie noch gleich?“ Er dachte nach. Er seufzt schwer, sie haben sich über alles Mögliche unterhalten, von Göttern, über Kultur und Heimat. Sie wirkte ernst auf ihn, nüchtern, aber auch etwas mütterlich. Er dreht seine Hand und betrachtet die Rückseite. Er atmet tief ein und aus. Sie wirkte völlig entgeistert, als er erzählt hat, dass er nur die Allgemeinsprache spricht. Er lächelt bitter. Es hieß auch, dass er keine Heimat hat. Sie hatte wohl damit Recht. Er gehört nirgendwo so richtig hin. Bei anderen Dunmer sticht er allein Aufgrund seines Verhaltens und seiner fehlenden Erziehung hervor. Man sieht es ihn an. Er seufzt erneut. Das hat er in Anvil feststellen dürfen und es ihn auch gesagt wurde. Er gehört nicht zu seines gleichen und auch nicht unter anderen. Zusätzlich herrscht derzeit Krieg, damit gehört er zu vielen zum Feind. Einige haben Freude und Verwandtschaft im Krieg verloren.

Sie Abneigung trugen sie nur wenige offen zu Tage, was aber allein an seiner Gilden Zugehörigkeit gehört, so glaubt er zumindest. Er merkte die Abneigung in dem Unterton der anderen, natürlich abgesehen von ein paar Ausnahmen. Das merkte er zentral, wenn er Arbeit suchte. Eine feste Stelle irgendwo war utopisch für ihn, damit war ein einiger maßen geregeltes Einkommen ein Traum. Wenn er dann eine Tagelöhner Arbeit bekam, war die Arbeit hart und schlecht bezahlt. Er gab sich mühe, aber die ansässigen in Himmelswacht waren am längeren Hebel. So musste er sich täglich neue Arbeit suchen, von der er nicht einmal wusste, ob sie ihn satt macht. Er seufzt schwer und sprach zu sich im Stillen: „Was macht Fynella, sie macht mir Vorwürfe, dass ich mir immer den leichten Weg suche. Wie viel schwere soll ich mir das Leben noch machen?“ Er fand die Behauptung aus seiner Sicht ungerechtfertigt. Er schob es einfach auf eine Abneigung von Fynella, ihn gegenüber. Andere hatten es besser, alle aus der Gilde, hatten eine Reiche Familie oder Verwandte, von deren Geld sie zerrten und deswegen nicht Arbeiten musste, so bildet er sich es ein. „Und wenn ich versuche Arbeit zu vermeiden, dann bin ich faul.“ Er schnaubt bei den Gedanken wütend aus. Er dreht die Handinnenfläche wieder nach oben. „Sie haben keine Ahnung, wie es mir geht. Alle kommen aus reichen Handelsfamilien oder Adelshäuser.“ Er nickt knapp, „Sie wissen gar nicht wie es ist nichts zu haben.“ Er seufzt leise und erinnert sich an die Zeiten, als er und seine Schwester umhergezogen sind. Er und sie hatten noch nie eine Heimat, nur selten irgendwo willkommen. Dabei sie immer mehr als er, sie verzauberte auf ihre Weise immer alle um sie herum. Aber das ist Vergangenheit, durch Großzügigkeit und Nächstenliebe, ist er zu einem regelmäßigen Gehalt gekommen und musste sich wenigstens deswegen keine Sorgen mehr machen.

Seine Gedanken wandern weiter, ob er jemals irgendwo, etwas wie eine Heimat findet. Der weibliche Mensch gestern hat gesagt, ohne Heimat, hat man keine Wurzeln, ohne Wurzeln kann man kein Wasser ziehen. Aus der Heimat erwüchse Stärke und Wille. Er erinnert sich nicht mehr an den genauen Wortlaut. Er wusste aber, dass seine Stärke und sein Willen aus ihm wachsen. Er braucht dazu keine Heimat. War es aber so Richtig, es fühlte sich manchmal so an, als würde er verbittern. So als würde er Zornig und Hasserfüllt werden, das wollte er nicht. Er atmet tief durch, versucht den Gedanken und den Aufsteigenden Zorn wieder zu verscheuchen. Er wird schon irgendwann einen Platz finden, wo er wirklich hingehört und nicht nur ein Gast ist. Er zweifelte oft daran. Er glaubt es irgendwie auch selber nicht. Er seufzt erneut schwer, während er an der Reling sitzt und in seinen Gedanken vertieft ist.

„Es ist kalt hier in Dolchsturz. Wie es wohl den anderen in Himmelswacht geht? Wahrscheinlich verbringen sie einige ruhige Tage.“ Seine Gedanken wandern wieder zurück, zu seiner Aufgabe. Er musste immer noch die Altmer aus Steinfälle zurückholen. Er würde das schon irgendwie schaffen. Er kneift die Augen kurz zusammen und blinzelt einige Male. Er fragt sie von wer er eine Belohnung bekommt für seine Arbeit? Von der Dame Direnni, vom Anwen von den Thalmor oder von der Magiergilde. Vielleicht wurde er auch endlich zum Magier befördert. Er schmunzelt, er würde einfach von allen dreien eine Belohnung verlangen. Sie steckten ja alle mit drinnen aus seiner Sicht. Die Direnni hat ihn dazu erpresst es zu machen. Fynella ihn dazu genötigt und der Thalmor ihn schließlich dazu gezwungen. Sie haben es ihn alle drei aufgehalst, also sollen sie ihn auch bezahlen. Von Fynella wird er auch eine Beförderung verlangen, davon hat er gehört, dass man so was bekommt, wenn man eine größere Aufgabe erfüllt hat. Seine Aufgabe war groß, er musste die halbe Welt umreisen. Er schmunzelt bitter, es kamen langsam Zweifel in ihn hoch, ob er überhaupt von irgendwer bezahlt werden würde. Die schmerzhafte Wahrheit ist, so ist er klar, wohl eher, dass er kein Geld bekommen würde, keine Belohnung und auf den Kostensitzen bleibt. Das auf ihn eine Belohnung in Himmelswacht wartet, waren wohl nur Tagträume.

Er lässt eine kleine Flamme entstehen, die über seiner Hand schwebt. Sie ist stabil und flackert trotz des Windes nicht. Er wirkte etwas Magie um seine Gedanken von all dem abzuwenden. Er konzentrierte sich darauf, es war ein einfacher Zauber, er viel ihn einfach und er schaffte es ohne Probleme. Das Wirken des Zaubers lenkt Nuez von seinen Gedanken und seinen Zweifeln ab. Er seufzt leise, ballt die Hand zur Faust. Die Flamme erlischt schlagartig, er öffnet sie wieder und die Flamme taucht genauso schnell auf wie sie verschwunden ist. Das wiederholt er einige Male immer wieder, eine einfache Spielerei. Er schließt die Hand langsam und die Flamme erlischt. Die Hand lässt er sinken und sein Blick, der die ganze Zeit auf seiner Hand ruhte, wandert nun zum Himmel. Ein erneutes schweres Seufzen wandert über sein Lippen und er sagt ruhig zu sich: „Bald wird alles besser.“ So konnte er es nur hoffen.

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Exorbitanz (15.02.2017), ddr.Peryite (16.02.2017), Sahár (17.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

14

Freitag, 17. Februar 2017, 08:51

Nuez streckt und gähnt sich. Er blickt auf die Gischt am Bug des Meeres. Sie segeln in Küstennähe, da es sich anbiete. Sie haben ein gutes Tempo drauf, wie schnell das weiß er nicht. Er kennt sich nicht mit Schiffen aus. Sein Blick geht zu dem prall gestraften Segel. Er schmunzelt, es geht schnell. Je schneller sie sind, desto schneller sind sie in Steinfälle und er wieder in Himmelswacht. Dort war wenigstens das Klima schön. Er zog einen Mundwinkel zu Seite. Dort warten allerdings schon die nächsten Probleme auf ihn, er hoffte, wenn er es auch selber stark bezweifelt, dass sie sich vielleicht von selber gelöst haben. Er wird wohl nicht lange bleiben in Himmelswacht. Wenn es hochkommt vielleicht eine Woche, wahrscheinlicher wäre sogar weniger als diese Woche.

Er wird zur Bank gehen und sein Gehalt holen. Das machte er immer, er war Sylvin immer noch sehr dankbar, für die Zahlung. Er würde nicht wissen was er ohne sie machen würde. Er würde wohl nur noch Arbeiten um sich irgendwie über Wasser halten zu können. Die Zeit für Studium und Übungen, sowie auch kleine Experimente würde fehlen. Er schmunzelte, aber er war froh, dass das Geld da ist. In Steinfälle muss er nur die Altmer abholen, währenddessen geht ein Bote nach Gramfeste. Dort hält sich derzeit eine Freundin von ihm aus. Sie wird ihn sicherlich aushelfen. So hatte genug Geld für das Portal und könnte die Altmer mit Feyria vorrausschicken. Dann würde er zurück bleiben und seinen Schulden abarbeiten. Er hatte keine Wahl, Feyria wird sich sicherlich dagegen wehren. Ihn fehlt die leiste Idee, wie er sie von seinen Plan überzeugen könnte und auf eine Schifffahrt mit einer geistig verwirrten Altmer hatte er keine Lust. Normale Altmer sind schon stressig genug. Er seufzt schwer, er sehnt sich nach ruhigeren Zeiten mit weniger Stress.

Er atmet tief durch und streckt sich. Sein Blick wandert zu der Küste, an der einige Ansiedlungen verteilt sind. Er verschränkt die Arme um sich etwas zu wärmen, es ist deutlich Kälter hier, als in Himmelswacht und das Klima wird jeden Tag rostiger. Sein Blick wandert zu den Menschen auf den Straßen, es kam ihn wieder der Taschendiebstahl auf Abahs Landung in den Sinn. Es brachte ihn auf eine Idee, dafür bräuchte er aber die Hilfe von Fynella. Ein schweres Seufzen kommt über seine Lippen, ob sie ihm überhaupt helfen würde. Es war eine kleine Idee für einen neuen Zauber, etwas entspanntes nicht zu ernstes. Eher etwas zu spielen, als dass es wirklich einen Nutzen hatte.

Er schmunzelt bei den Gedanken, sein Blick wandert zu dem Abgang, ihre kleine Gruppe ist um eine Person gewachsen, wenn auch nur bis zu ihren nächsten Ziel. Er muss kurz überlegen, bis er auf den Namen des nächsten Zieles kam. „Nordspitze“, flüstert er für sich. Das klang schon alleine vom Namen her kalt und unfreundlich. Er zog die Mundwinkel nach unten und murmelt: „Ich hoffe, dass wir dort nur wenige Tage bleiben.“ Beim Sprechen bildet sein Atem bildet kleine Wölkchen. Er lächelt bei den Anblickt und haucht warme Luft aus, um eine große Wolke zu erzeugen. Er beobachtet sie, wie sie wieder verschwindet. Er begibt sich grinsend zur Reling mit langsamem Schritt. Er blickt zu dem klaren und blauen Himmel. Das Wetter war gut, kein Sturm oder Unwetter und so wie er es beurteilen konnte, standen die Winde auch günstig. Sie hatten Glück und er war froh darum. Je schneller desto besser, der Wind um ihn herum störte ihn wenig, genauso wenig wie die Kälte. Er konnte sich selber gut wärmen, aber es zerrt auch an seinen Kräften und er schaffte es auch nicht einen Weg zu finden, sich während des Schlafens warm zu halten. Das führt dazu, dass er jeden Morgen völlig durchfroheren aufwacht. Er hasste Frost und Kälte.

Aber Bald würde er wieder in Himmelswacht sein, dann müsste er ein zwei Sachen noch erledigen und dann endlich ist alles vorbei. Ich kam noch ein kleine Vorhaben in den Sinn, was ihn zum Schmunzeln brachte. Etwas was er seit gefühlt einer Ewigkeiten vorhatte, aber sich immer wieder etwas dazwischen schob. Aber es lief ihn auch nicht weg, erst musste er einige Sachen wieder auf die Reihe bekommen. Am wenigsten freute er sich auf Fynella, wenn sie ihn wieder tadelte für Sachen für die er nichts konnte oder sie über ihn Urteilt. Er seufzt schwer, oder wenn eine bestimmt Adelig kam, ihn wegen etwas beschuldigt. Dann hört sie nicht einmal seine Seite der Geschichte an. Er tritt mit Fuß frustriert und wütend gegen die Reling. „Es ist ihr wohl schlicht weg egal“, grummelt er leise. Er dachte häufig daran und immer wird er dabei wütend. Nuez fährt sich mit beiden Händen über sein Gesicht. Nein das wollt er nicht. Er wollte sich ändern, ruhiger werden und nicht mehr so frech. Das hat er sich vorgenommen. Er seufzt erneut und legt die Hände auf die Reling.

„Irgendwohin haben sie mich auch nicht mitgenommen, immer werde ich zurück gelassen!“ dachte er aufgebracht, die Idee mit den ruhiger werden ist für den Moment verworfen. „Immer werde ich zurück gelassen, man lässt mich nichts machen“, er schnaubt aus. Er erinnert sich an den magischen Unfall, bei dem er fast verreckt wäre. Fynella hat ihn regelrecht desinteressiert angeschaut, als wäre es ihr egal ob er lebt oder tot ist. „Ihr wär es wohl auch lieber, wenn ich weg bin und nicht wieder komme“, sagt er zu sich in Gedanken. Er schnaubt zornig aus und beißt die Zähne zusammen. „Die würde mich garantiert bereitwillig opfern, wenn sich ihr eine Gelegenheit bietet, um in der Gunst der Direnni aufzusteigen.“ Bereits zweimal wollt sie ihn aus der Gilde werfen, da er etwas gemacht hat was der Direnni nicht passt. Die ist dann zu Fynella gegangen, die hat dann der voll und ganz zu gestimmt, ohne ihn mal zu fragen. Als seine Gedanken die Richtung einschlugen, wurde er immer wütender und auch etwas traurig. Er kneift die Augen zusammen und holt tief Luft. Er atmet langsam ein und wieder aus, zwang sich selber, sich wieder zu beruhigen. Er betrachtet die Küste und murmelt leise: „Bald wird eh wieder alles besser.“

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Sahár (17.02.2017), ddr.Peryite (17.02.2017), Exorbitanz (17.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

15

Montag, 20. Februar 2017, 10:26

Nuez starrte an die Decke, während er auf sein Bett lag. Er atmet ruhig, während des Versuches einzuschlafen. Es war bereits spät in der Nacht und obwohl er müde war, blieb der Schlaf noch ferne. Die Reise ging langsamer voran als er erwartet hat, sie sollten heute Abend in Nordspitze ankommen. Damit wäre die Hälfte des Weges bereits geschafft, aber nur die Hälfte. Er seufzt schwer, er machte sich sorgen. Je früher sie ankommen, desto früher sind sie wieder zurück. Wieder der Alltag in Himmelswacht. Er freute sich wieder darauf. Er genoss die Zeit in Himmelswacht, so lange er bleiben durfte. Er ging nicht davon aus, dass er bis in allen Ewigkeiten bleiben durfte. „Der Thalmor lässt mich nun eh in Ruhe, er schuldetet mir nun ja etwas“, bildet er sich ein. Ein Portal wäre wohl ein tausendmal schneller gewesen, es ist ihn aber zu teuer gewesen, er hätte es sich nicht leisten könnten. Außerdem hat sich die Schifffahr angeboten. Er stöhnt leise, er fing langsam an Schifffahrten zu hassen. Am Anfang war noch aufregend und neu, aber es geht so langsam von statten. Er atmet tief durch und murmelt dann mit geschlossenen Augen: „Es sind nur noch die Zwischenstopps Einsamkeit und Windhelm.“ Danach sollten sie bei ihren Ziel angekommen sein. „Ich kann es eh nicht beeinflussen, ich bezahle die Reise nicht“, rechtfertigte er sich in Gedanken. Arya schob es immer wieder auf den Kapitän, dass sie so ungewöhnlich viele Stopps machen, Nuez war sich dem nicht mehr ganz so sicher, ob sie doch ihre Hände im Spiel hatte? Die Augen werden geöffnet und der Kopf geschüttelt. „Nein, das ist absurd“, dachte er sich und er konnte auch nicht beurteilen, ob es viele Halts waren oder nicht. Es war schließlich seine erste Schiffreise. Er wurde langsam Nervös und wollte endlich ankommen.

Arya und dieser Orden der Feder, von den er noch nie etwas gehört hat. Es war ihn alles etwas Suspekt. Er hatte noch nie was von den Orden gehört, aber von der Welt hat er noch wenig zu Gesicht bekommen. Aber sie war auch ein Haus-Dunmer, diese treten seines Wissens nach nur selten irgendwelchen überregionalen Gilden bei. Sie bleiben normalerweise lieber unter sich und innerhalb ihres Hauses. Vielleicht ist dieser Orden auch Teil des Hauses. Was weiß er schon. Haus-Dunmer waren immer so eine Sache für sich, hielten sich immer über alles erhaben und besser als alles andere. Sie waren ihn schon immer suspekt und er mochte sie noch nie. Am liebsten würde er sie meiden, wo es nur geht und alles was mit ihnen zu tun hat, aber er traf immer wieder auf sie und man drängte ihn förmlich dazu, sich mit deren Kultur auseinander zu setzen. Ihre Sprache konnte er nicht, es war gut so. Er fühlte sich nicht mit ihren Göttern verbunden und hatte nichts dagegen. Er sagt gerne, dass er frei wäre, betrachtet die Haus-Dunmer gerne so, als wäre jeder von ihnen nur ein Sklave eines anderen Dunmer, ob er seinen Meister kannte oder nicht. Versuchte er mit den Gedanken, vielleicht nur sich selber zu trösten, ein Seufzen weicht über seine Lippen. Er öffnet die Augen und streckt sich im Bett, er dreht sich zur Seite unter der Decke, sodass er zu der Wand blickt. Er dachte über die anderen Mitglieder der kleinen Truppe nach, um sich so von den Gedanken ab zu lenken.

Die Wyrdin Feyria Deris, die ernst schauente Breton, die zu oft für eine Bosmer gehaltern wird. Diese Fehlinformation wird manchmal aus Spaß von ihn verteilt. Er schmunzelt bei den Gedanken, sie war fürsorglich und nett. Er seufzt schwer, fast tut es ihn leid sie mitgenommen zu haben. Sie wird sicherlich wo anders dringender gebraucht als hier. Dennoch verschwendet sie ihre Zeit hier, bei ihn auf dem Schiff. Jetzt ist sie aber hier und er sollte sich einfach nur freuen, dass sie dabei ist. Sie hat sich ein kleinwenig zurückgezogen auf der Reise, sie wird wohl noch etwas zu tun haben oder es liegt an der Schiffreise an sich. Sie hat schließlich mal geäußert, dass sie kein großer Freund von Schiffreisen sei. Es lag sicherlich daran, anderseits trägt sie ihn es wohl immer noch nach, dass er seine Schwester nicht mitgenommen hat. Sie ließ ihn nicht einmal eine Chance sich zu rechtfertigen. Aber sie kann es ihn ja nicht ewig nachtragen, so hoffte er. Er hofft nur, dass bald all seine lächerlichen Probleme vom Tisch sind und er sie nicht mehr damit belastet. Warum schenkte sie ihn nur so viel Beachtung? Er atmet tief durch und dreht sich unter seiner Decke, er schaut nun in den fast Schwarzen Raum vor ihn. Er konnte kaum etwas in der Dunkelheit sehen.

Seine Gedanken wandern zu den neusten Zuwachs der kleinen Reisetruppe. Eine Rothwadonin mit den Namen Sahar. Sie war ebenso freundlich und ähnlich fürsorglich wie Feyria, fast schon mütterlich. Diese Mütterliche Seite kann aber auch an ihrem Alter liegen, das mag auch der Grund sein, dass sie deutlich gefasster und ruhiger wirkt als Feyria. Sie war auf ihrer eigenen Reise und hat sich ihnen nur angeschlossen, weil sie die Gelegenheit für eine Schiffsreise nutzen wollte. Er hat sie bis jetzt nur in ihrer Reise Rüstung gesehen, sie hat gesagt, dass sie mit der Klinge aufgewachsen ist. Sie war in seinen Augen eine simple Kämpferin. Ob sie ein Mitglied der Kriegergilde ist? Es würde sich sicherlich anbieten, wenn sie auf ihrer Reise auch außerhalb des Dolchsturzbündnisses nach diesen Noah suchen muss. Sie trug auch an permanent diese Tuch um den Kopf, er glaubt, dass er sie noch nie ohne gesehen hat. Ob sie damit alter bedingtes lichtes Haar verbergen möchte oder das sie eine Glatze hatte. Ob Frauen überhaupt Glatzen bekommen können, fragt er sich selber. Er hat noch nie eine mit gesehen, aber er hat bei weiten auch nicht alle Frauen in Tamriel gesehen. Er schließt seine Augen und rollt sich in seine Bettdecke ein.

Er verdrängt langsam alle Gedanken aus seinen Kopf und entspannt sich. Sein Kopf wird klar und leer, seine Augen schwer und nach einer Weile schläft er endlich ein.

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Sahár (20.02.2017), Exorbitanz (20.02.2017), ddr.Peryite (21.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

16

Dienstag, 21. Februar 2017, 09:43

Geschehnisse in Nordspitze

Nuez wandert zwischen den Regalen der Bibliothek herum. Ein Notizbuch, ein Federkiel und ein kleines Tintenfass hatte er bei sich, trug alles in einer Hand. Es ist stockfinster und Mitten in der Nacht. Nuez wird von einer kleinen Lichtkugel begleitet, diese glüht rot-orange und gibt ein warmes Licht von sich. Die Kugel ist gerade hell genug, das es ca. 2 Meter um ihn herum alles erleuchtet und sichtbar macht. Alles was hinter der Grenze dieser 2 Meter ist, ist stockfinster. Er starrt in die Dunkelheit, seine Mundwinkel zieht er unzufrieden zu Seite. „Ich kann nicht einmal erkennen, wie lang es dauert, bis die Reihe endet.“ Er schaut sich suchend um, er wurde von Arya gefragt, ober er Bücher über den Drachenbruch finden könnte. Er hatte keine Ahnung, was das sein sollte. Er wandert ziellos den Reihen entlang, die meisten Bücher hatten keinen Titel auf den Rücken. Vielleicht ist er auf seiner Suche schon dreimal an ein entsprechendes Buch vorbei gerannt. Er seufzt schwer, als er am Ende der Regelreihe angelangt ist. „Was soll dieser Drachenbruch eigentlich sein?“ Er kneift die Augenbrauen zusammen und sprach stumm im Geiste zu sich, „Sicherlich irgendwelche nordischen Lügengeschichten, wie sie Heldenhaft irgendwelche Erfundenen Drachen erschlagen haben.“ Er schnaubt aus. Er geht in die nächste Reihe und schaut sich um, er kratzt sich im Nacken und murmelt: „Es ist hier wirklich sehr dunkel.“

Er lässt mehr Magika in die Kugel fließen, dadurch leuchtet sie etwas heller. Es bringt wenig, nur nach vorne sieht er nun einen Meter weiter, zu den beiden Seiten ist er immer noch von den Regalen begrenzt. Sein Notizbuch, den Federkiel und das Tintenfass werden von ihn abgelegt. Er schaut sich um, greift sich ein einfaches Buch. Seine Finger wandern über den Ledereinband und die erste Seite wird aufgeschlagen. Er schlägt die erste Seite auf und liest den Titel „Die Bretonen: Mischlinge oder Vorbilder?“ steht auf der Ersten Seite genau in der Mitte. Es besteht aus zwei Zeilen, die Buchstaben sind fett und kunstvoll geschwungen. Er rollt mit den Augen, wieder so ein Lobpreisung des eigenen Volkes, von irgendeinen Gelehrten, der beweisen wollte, dass er und seine Rasse besser sind als alle anderen. Solche Bücher kannte er, aber eins über Bretonen hat er noch nie gefunden. „Was könnte ein Blick auf die ersten Seite schaden“, dachte er sich und blätterte um. In den ersten Zeile steht geschrieben „Das Mensch und Mer sich paaren könnten“ Er liest nicht weiter, rollt abermals mit den Augen und überflog die ersten Absatz grob. So wollte er auch mit den zweiten Absatz verfahren, aber schon in der ersten Zeile des ersten Absatzes stieß er auf etwas, was sein Interesse weckte. „… die seltsame Kultur von Klan Direnni…“, er grinste frech, denn er kannte eine Direnni. Fand er vielleicht etwas in diesen Buch womit er sie aufziehen konnte? Er liest stumm weiter. Es folgt eine kurze Erklärung der Regierungsart der Direnni, sie war für ihn uninteressant. Seine Augen folgen weiter den Zeilen, sein grinsen wurde breit als er auf die Zeilen stößt, „…wer die ansehnlichsten menschlichen Untertanen in seinen Stall hatte.“ Er lachte leise und beschloss für sich, mal die Dame Direnni zu fragen, wie viele Menschen sie in ihren Stall hatte, so als richtige Direnni.

Dann auf einmal als er gerade weiter lesen wollte, erlischt sein magisches Licht. Er stockt, es ist schlagartig Finster um ihn herum. Er kann nicht einmal das Buch vor ihn sehen. Sein Gesicht verzieht er während er für sich überlegt: „War das Buch wirklich so spannend, dass ich nicht bemerkt habe, dass der Zauber sich dem Ende neigt?“ Nuez wollte gerade eben den Zauber erneut sprechen, als er ein Rascheln hört, er erstarrt mitten in seiner Bewegung. „War ich vorhin nicht noch alleine?“, fragte er sich stumm in Gedanken. Er räuspert sich und ruft: „Hallo, wer da?“ Er wartet angespannt auf eine Antwort, doch diese bleibt aus. Er ruft erneut, dieses Mal aber lauter, jedoch bleibt auch nun die Antwort aus. Er schluckt laut, er hat sich das sicherlich nur eingebildet. Er wirkt den Zauber und stellt das Buch zurück. Außerdem geht er nun in seine Knie um seine Sachen wieder. Nuez bleibt aber weiterhin stumm und lauscht, schon wieder rascheln und so etwas wie Schritte. Er war sich sicher, dass er es sich nicht eingebildet hat. Er setzt sich mit langsamen Schritten in Bewegung, sein Ziel ist der Ursprung der Geräusche. Seine Füße tragen ihnen zwischen Regalreihen, er hört Schritte die versetzt zu seinen ertönen. War es wirklich jemand anderes hier, oder war es nur der Hall seiner eigenen Bewegungen. Jagte er gerade ein von seinen Verstand vorgetäuschte Illusion nach? Er beschleunigte seinen Schritte, die Schritte des ungesehen beschleunigen auch, aber sie kommen näher. Nun war er sich sicher, er war hier nicht alleine. Er fing an zu rennen, er folgt den Gängen aus den Regalen, biegt immer wieder ab kommt langsam näher. Nun erwischt er den Dieb, den Fremden gleich, kann ihn zu Rede stellen. Er biegt ein letztes Mal ab, jetzt muss er ihn sehen, nach den klang der Schritte. Aber da war nichts, nur eine Sackgasse aus Regalen. Nuez stockte und es überfiel ihn Panik, er rieb sich den Nacken, ließ mehr Magie in die Lichtkugel fließen, sie wurde heller und erleuchtet die Sackgasse. Die Panik wuchs, hatte er sich doch alles nur eingebildet? Nein, er war sich sicher, dass da andere Schritte waren. Er bleibt still, schaut sich suchend um, nach irgendetwas auffälligen. Vielleicht ein versteckter Hebel, aber da war nichts nur eine Sackgasse aus Regalen. Er geht weiter, tastet das Regal mit seiner freien Hand ab. Vielleicht war es nur eine Illusion? Aber nein es war nichts, hat er sich vielleicht das Ganze nur eingebildet? Dann hörte er auf einmal wieder Schritte, dieses Mal hinter dem Regal. Er stockte und schluckte. Ein eisiger Schauer rinnt ihn über seinen Rücken. In diesen Moment entschloss er sich, dass Arya nach ihren Buch selber suchen konnte. Er wendet sich ab und verließ die Bibliothek so schnell wie ihn seine Füße tragen konnten. Er wollte ins Mondlicht und an einen Ort, wo andere sichtbare Lebewesen waren.

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Exorbitanz (21.02.2017), Feuersucherin (21.02.2017), ddr.Peryite (21.02.2017), Sahár (22.02.2017), Spiffypurse (22.02.2017), Morlana (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

17

Donnerstag, 2. März 2017, 09:01

Nuez streckt sich und schaut sich in der Kabine um. Er atmet tief durch und blinzelt. Sein Blick fällt auf die Bücher neben ihn. Er hat sich die letzten Tage etwas zurückgezogen und wollte etwas allein sein. Ob er eine Landgang verpasst hat? Er wusste es nicht, vielleicht hat man es ihn nicht gesagt oder er hat einfach mal wieder nicht zugehört. Er erhebt sich von dem Stuhl, um seine Beine etwas zu schütteln. Dann setzt er sich langsam in Bewegung einen Schritt vor den anderen, der Kabine auf und wieder ab wandern. „Wie es den anderen wohl geht?“ dachte er für sich. Er verfolgt den Gedanken nicht sonderlich lange, er würde wenn es wissen wollte eh nicht darum herumkommen, sie zu fragen.

Er schließt die Augen und überlegt, während er immer noch seiner Kabine abwandert, wie lange die Reise bereits dauert. Die Anzahl der Tage konnte er nicht genau bestimmen, aber sie dauerte ihn viel zu lange. Zu lange, wo er nur herum sitzen musste und warten. Ein gereiztes Stöhnen rinnt über seine Lippe. „Nichts ist schlimmer, als einfach nur herumsitzen und warten“, grummelt er leise. Er bleibt stehen, unterbricht sein auf und abwandern im Zimmer. Er fährt sich über sein Gesicht, die Reise ging schleppend langsam in seinen Augen voran. Die ganze Zeit nur rumhocken und nichts tun, nichts Besonderes ist auf der Reise passiert. „Vielleicht das treffen mit der blinden Dunmer, aber das war auch nicht so besonderes. Wieder mal eine Dunmer, die sich eingebildet hat ihr ach so wertvoll Kultur mir nahe bringen zu müssen. Ich brauche die nicht und warum geht mir jeder damit auf die Nerven?“, spricht er leise für sich. Er ist zornig und es war auch eine Sache, die ihn immer wieder aufgeregt. „Jetzt muss ich wegen der miefenden Direnni in das Heimatland der blöden Haus-Dunmer“, es wäre ihn am liebsten gewesen, möglichst weit weg zu sein. Aber das ging ja nicht, wegen seiner lieben Vorgesetzen Fynella. Wenn er nicht macht was die Direnni will, wird er aus der Gilde geworfen. „Wie oft hat sie mir schon den Rauswurf angedroht?“ sprach er stumm im Geiste zu sich. Die Augenbrauen in einer Mischung aus Zorn und Denkarbeit zusammen gekniffen. „Jedes Mal nur wegen der miefenden alten Altmer. Jedes Mal nur damit sie in der Gunst der miefenden alten Direnni aufsteigt.“ Er schnauft tief durch und fährt sich durch das feuerrote zum Pferdeschwanz gebundene Haare, so gut es halt ging.

„Mit ihr reden kann ich ja nicht, hört mir eh nicht zu, hat nicht einmal nach meiner Meinung gefragt. Alles geglaubt hat sie, ohne zu zögern.“ Seine Gedanken gehen weiter, er ist regelrecht in Rage.

„Diese Anwen ist genauso intrigant wie alle anderen, erst nett und freundlich tun. Aber dann hinten herum einen in den Rücken fallen.“ Er erinnert sich an den Besuch bei den Thalmor, wo sie ihn Unterstützung zugesichert hat. „Stecken doch eh alle unter einer Decke.“ Er hatte keine Lust auf den Auftrag, welcher ihn aufgezwungen wurde und der auch die Gildenneutralität verletzen könnte. Keine Lust darauf in Kontakt mit irgendwelchen Dunmer zu treten. Keine Lust auf das Pakt Gebiet und vor all dem hatte er keine Lust, am Ende für alles den Kopf hinhalten zu dürfen.

Wo sie ihn jetzt einreden, dass er es machen muss, wegen irgendeines mündlichen Vertrags oder irgendwelche Versprechungen. So werden sie das gleiche Argument dafür verwenden, ihn nachher nicht zu bezahlen oder irgendeine Arte der Belohnung zu geben. Weil er es ja aus ihrer Sicht rein freiwillig gemacht hat, es gibt ja keinen offiziellen Vertrag.

Er schnauft aus, es wurde ihn langsam zu viel, es erschien fast einfacher einfach alles hinzuwerfen und abzuhauen. „Wäre auf jeden Fall angenehmer“, dachte er. Ob es einfacher wäre, darüber ließe sich diskutieren. Das Geld welches er für die Rückreise eingeplant hatte, war nur ein kleiner Bruchteil. Es war viel zu wenig, er würde wohl sich etwas leihen müssen. Ob Feyria ihn etwas geben würde? Nein, ihn war zu unwohl bei den Gedanken, um ihn auch nur ansatzweise in die Tat umzusetzen. Von manchen Leuten leiht man sich kein Geld. Auch er hatte seine Prinzipien.

Er seufzt schwer, er wusste im Moment nicht vor und zurück. Es war eine Probe auf seine Willensstärke und sein Durchhalte vermögen, auf beides war er stolz und er war sich sicher, dass er es schaffen wird. Er durfte nur nicht aufgeben, immer weiter einen Schritt vor und er wird schon irgendwann am Ziel ankommen. Egal wie schwer auch die Schritte sein werden, egal wie beschwerlich der Weg ist. Er wird es schon irgendwie schaffen, bisher hatte er alles geschafft. Er wird wahrscheinlich auch öfters mal Hilfe brauchen, aber das ist nicht schlimm. Es ist in Ordnung sich von anderen helfen zu lassen. Er schmunzelt etwas, er hatte schließlich Freunde gefunden, so glaubte er. Egal ob Feyria, die sich um jeden Sorgen macht und er versuchte ihr so gut es geht zu helfen. Sahar, die mütterlich ernste Rothwardone, von der er hofft, dass sie ihn noch etwas länger begleitet. Saheejar die zurückhalten Kahjit, er schaut auf das Kästchen mit Tränken, welche sie ihn mitgegeben hat und von denen er zum Glück noch nicht einen gebraucht hatte. Arya, die etwas komische Dunmer. Pan und Ley, die beiden die sonst wo unterwegs waren.

Er atmet tief durch und blinzelt, ihn wird gerade bewusst, dass er die ganze Zeit mitten im Raum stand und an die Wand gestarrt hatte. Er reibt sich die trocknen Augen, anschließend streckt er sich. Sein Blick schweift umher, er blickt kurz zu seiner Ausrüstung. Den schweren Eisendolch, die paar Kleidungsstücke, die er sich geholt hatte, um auf das Wetter vorbereitet zu sein, das Kästchen mit den Tränken. Ja mehr hatte er nicht dabei, es war nicht viel und er hoffte dass es genügt.

Er schritt auf sein Bett zu und lässt sich nach vorne auf die Matratze fallen, das Bett gibt keinen Ton von sich, warum auch. Nuez ist klein und wiegt nicht viel, warum sollte das Bett da auch einen Ton von sich geben. Er rollt sich auf den Rücken und streckt sich. Es wird tief Luft geholt, dann springt er auf und geht zur Tür. Sein Ziel ist das Deck, er möchte mal schauen, wie weit sie gekommen sind.

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Morlana (02.03.2017), Exorbitanz (02.03.2017), Naal (05.05.2017)

18

Montag, 6. März 2017, 08:41

Vor der Ankunft

Nuez gähnt müde und reibt sich die Augen, während er auf dem Deck steht. Es ist früh am Morgen und die Sonne ist noch nicht einmal richtig aufgegangen. Seine Arme streckt er von sich und verdreht sie etwas. Sie werden gen Himmel gerichtet, sein Mund weit aufgerissen gähnt er erst einmal ausgiebig. Erneut werden die Augen gerieben, sein Geist ist noch vernebelt, ebenso wie der Stand in Sichtweite noch in einen morgendlichen Dunst liegt. Er kneift die Augen zusammen und bemüht sich etwas am Strand zu erspähen. „Ob es bereits Steinfälle ist oder noch ein anderes Gebiet“, fragt er sich im Geiste. „Oder ist es noch das andere Gebiet?“ Egal wie viel er sich auch bemüht, sein verschlafener Verstand spuckt den Gesuchten Namen nicht aus. Er kneift die Augen zusammen und schaut zu den gestraften Segeln empor. Sie fahren schnell, es wird von ihn sogar hier und dort ein Fahrtwind gespürt, welcher an seinen Ohren kitzelt.

Wenn sie die Fahrt beibehalten sollten, könnte das Schiff Ebenherz heute Abend noch erreichen und nicht erst morgen. Er schmunzelt, es war ein kleiner Erfolg und eine gute Nachricht, wenn er auch nicht von ihn errungen wurde. Es war Glück, wie so oft auch schon. Er hatte schon recht oft Glück, manchmal hatte er das Gefühl, dass alle seine Probleme sich von alleine lösen, wenn er nur lang genug wartet. Es hat sich schon oft bewiesen, aber dennoch wusste er dass es so nicht läuft im Leben. Man konnte sich nicht hinhocken und einfach alles aussitzen, nicht warten bis sich eine Gelegenheit ergibt. Man musste sich manchmal eine schaffen und sie dann ergreifen, sich mal aufrappeln. Er seufzt schwer, er wusste selber, dass er diese so gut wie nie macht. Zu oft sitzt er lieber rum, als etwas zu machen. Das muss sich ändern, beschloss er im stummen für sich. Er wollte sich nicht mehr nur auf sein Glück verlassen, nicht dass es ihn am Ende verlässt.

Er seufzt schwer und betrachtet seine Hände, seine Mundwinkel zieht er etwas nach unten. „Sie sehen doch grau aus“, murmelt er leise im Versucht, seinen langsam erwachenden Geiste mit irgendetwas abzulenken, was vielleicht seine Stimmung nicht ganz so runter zieht. Es half nichts, er dachte weiter über die ganzen Sachen nach, die er an sich ändern wollte. Nuez fühlt sich im Moment wie die Verkörperung der Inperfektion. Ob er jemals etwas wirklich selber erreicht hatte, oder waren alles doch nur Anreihungen von Zufällen und Ereignissen, die schließlich zu seinen Gunsten ausliefen. Konnte er denn überhaupt etwas selber erreichen? Zweifel machten sich in seiner Brust breit. Wurde er deswegen vielleicht nicht ernst genommen, weil er nichts konnte, weil er nie etwas wirklich erreicht hatte, sondern immer nur Glück hatte? Wie sollte er den Auftrag nur schaffen, er hatte Hilfe, aber wie viel würde sie am Ende helfen? Er fährt sich mit seinen Händen über sein Gesicht.
Eine Altmer aus dem Gefängnis holen, Ordinatoren überzeugen sie freizulassen und einen Rückweg zu finden, der Geeignet war. Es klang alles so viel leichter als es eigentlich ist. Alle beiden für ihn fast unüberwindbaren Aufgaben. Er war sich sicher, dass er es mit genug Geld schaffen würde. Dann hätte er wenigsten etwas höhere Erfolgschancen. Aber nein, es fehlt ihn wie immer genau dort. Er seufzt schwer, wieder einmal war er in einer Situation geraden, wo es weder vor noch zurückging. Er steckte fest, konnte nur abwarten und auf das beste hoffen. So war jedenfalls seine Meinung. Er konzentriert sich und atmet tief durch. Vielleicht redet er sich auch das ganz nur ein. Vielleicht wollte er unterbewusst einfach nur rumhocken. Nein er würde einen Weg finden, einmal sich nicht auf Glück, Schicksal und Zufall verlassen.
Sich endlich einmal beweisen, den anderen und vor allem auch sich selber, dass er etwas erreichen konnte. Er soll nicht darauf hoffen, dass alles besser wird. Nein! Er sollte sich bemühen und selber dafür sorgen, dass es besser werden wird, sodass er nicht mehr darauf hoffen musste. Er wird die Altmer schon irgendwie aus dem Gefängnis bringen und eine schnelle Rückreise organisieren. Er würde alles schaffen.

Er blickt der aufgehenden Sonne entgegen und lächelte. Seine Zweifel waren fast hinweg gespült. „Ich werde das schaffen“, sagte er zu sich selbst auf dem Deck. Er würde sich beweisen und die Aufgabe zu die er gezwungen wurde, schaffen und sie auch guten machen.

Bald würden sie Ebenherz erreichen, es ist schon fast in greifbarer Nähe. Dort würde er mit den Vorbereitungen anfangen. Ob er seine Schwester dort treffen wird? Er hat bei seinen Besuch in Windhelm erfahren, dass sie sich derzeit in Steinfälle aufhält, sie war sogar auf den Weg nach Ebenherz. Ob sie bereits dort angelangt ist und wenn ja, werden sie sich über den Weg laufen? Sie wird sicherlich mehr als überrascht sein. Sie erwartet ihn schließlich nicht, oder etwa doch? Wusste sie, dass er auf den Weg nach Steinfälle war? Er war sich nicht sicher.
Was sie wohl in den letzten drei Wochen alles getrieben hat, während der zum größten Teil auf den Schiff festgesessen war. Sie war auf Reisen, so wie er es verstanden hat. Wollte etwas von der Welt sehen. Er verstand das, vielleicht war es auch für ihn Zeit endlich mal etwas herum zu Reisen und von der Welt zu sehen. Er freute sich wenn er seine Schwester wieder sehen würde und wenn nicht, war es für ihn auch nicht weiter schlimm.
Sie hat sich damals dazu entschieden nach Steinfälle zu gehen, laut ihren Lehrmeister etwas von der Kultur erfahren. Wo würde er als erstes hingehen. Vielleicht nach Dolchsturz? Er hatte schon immer die Geschichten über Ritter gemocht und die Bretonen waren berühmt für ihre Geschichten. Vielleicht auch in das Wüstengebiet der Rothwadonen, es wäre sicherlich interessant dort. Vielleicht in die Wälder der Bosmer oder in die Steppen der Kahjit. Es gab viel zu sehen auf der Welt, aber ob er wirklich die Reise andrehten werde war im Ungewissen. Vielleicht stellte er sich eine solche Reise auch leichter vor als sie in Wirklichkeit war. Er atmet tief durch und blickt zum Strand und beobachtet ihn ruhig.

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Exorbitanz (06.03.2017), ddr.Peryite (06.03.2017), Naal (05.05.2017)

19

Dienstag, 7. März 2017, 15:06

In Ebenherz

Seine Füße tragen ihn durch die Straßen von Gramfeste. Die ganze Zeit versucht er herauszufinden, wie und womit er anfangen soll. Er hatte keine Ahnung. Deswegen machte er so Eben einen kleinen Spaziergang, in der Hoffnung, die Bewegung würde ihn helfen. Ihn einen Geistesblitz bescheren.

Es stünde erst die Reise nach Davon-Wacht an, er wusste von einer Karawane die dorthin ziehen würde. Er würde sich dieser mit Feyria anschließen. Ein Seufzen rinnt über seine Lippen, es war weder fröhlich noch freudig, sondern einfach nur bedrückt. Er bleibt stehen und schlägt sich mit beiden Händen auf die Wangen. Es klatscht leise, zwei Dunmer, die im Gespräch vertieft sind, schenken ihn einen komischen Blick. Es war Nuez egal. Er hatte andere Sachen im Kopf.

Bald war all das vorbei und er konnte wieder zurück nach Himmelswacht. Den Ort der derzeit einer Heimat am nächsten kam.
Sein Blick gen den Himmel, er konnte es kaum erwartet alles endlich hinter sich zu lassen. Dann würde alles anders werden. Ja, alles wird zum Guten wenden. Er wird alles dafür tun, dass es passieren wird. Seine Schwester machte Fortschritte, so würde er es auch machen. Endlich seinen eigenen Weg finden.
Wie er wohl aussah, ob er für immer in Himmelswacht bleiben wird oder sein Weg ihn woanders hinträgt? Er wusste es nicht, er wollte es aber wissen. Seine Gedanken schweifen mal wieder ab, verlieren sich in Tagträumen.

Warum auch nicht, schließlich musste er mal wieder warten. Er hasste nichts mehr zu warten. Erneut wird wieder tief durch geatmet. Er sollte die hiesige Magiergilde mal besuchen, beschloss er. Die Gilden waren ein sicher Hafen für ihn. Er fühlte sich dort wohl.
Er erinnerte sich an seine Lehrzeiten, an die schönen Sachen. Es war keine Reiche oder berühmte Gilde gewesen. An die Gilde vor Himmelswacht. An die Gilde in der er oft den Besen geschwungen hat zum Kehren. An die wo er seine erste Abzweigung auf seinen Weg beschlossen hatte. Den Weg den er vielleicht weiter beschreiten musste.
Ob ihn dieser Weg wieder weg von Himmelswacht führt? Es waren so viel unbekannte. Ein schmunzeln breitet sich auf seinen Gesicht aus. Er freute sich, war vorfreudig war nun alles auf ihn zukommen wird. Es hatte ein gutes Gefühl, wenn er an die Zukunft denkt.
Seine Füße tragen ihn weiter durch die Straßen, auf der Suche nach der Magiergilde hier. Ob es überhaupt eine gab? Er wusste es nicht mit Sicherheit.
Es wird sich zeigen.
So wie vieles andere.

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Morlana (07.03.2017), Naal (05.05.2017)

20

Mittwoch, 8. März 2017, 08:19

Rückkehr nach Himmelswacht

Nuez reibt sich die Augen. Er ist gerade durch das Portal getreten. Ihn war davon immer noch schummrig und schwindelig. Er atmet tief durch und fuhr sich über sein Gesicht. Er war gereizt, zornig und ausgebrannt.

Die ganze Reise war um sonst. Drei Wochen seines Lebens verschwendet für nichts und wieder nichts. Warum hat sie das gemacht? Warum hatte die Alte Schachtel ihn erst das Leben zerstören wollen, wenn er es nicht macht, nur um sich dann um zu entscheiden und es selber zu machen. Er würde eine Erklärung Verlangen. Er wollte es wissen, er war enttäuscht und traurig, keine Chance sich zu beweisen, keine Möglichkeit zu zeigen, dass er etwas konnte. Keine Wut empfand er, sein Temperament war im Moment so kalt wie die Wildnis von Windhelm. Er atmet erneut durch, er fühlte sich leer, demotiviert. Seine Füße tragen ihn schleppendes Schrittes Richtung Zimmer. Er hatte immer wieder Glück im Unglück, er atmet erneut durch.

Seine Schwester war schon immer beliebter als er, sie war immer perfekt in den Augen andere, immer der Liebling aller. Er hingegen, war eine Last für alle und offenbar ein Spielzeug für andere, die mit ihn machten, was sie wollten. Wenn es danach war. Er fühlte sich alleine und verlassen.

Sein Glück hatte ihn endgültig verlassen, auf den Rück weg war er bei der Bank. Die Bank auf welcher immer die Zahlungen erfolgten von Slyvin. Sein Konto war leer, keine Zahlung ist erfolgt. Auf Nachfrage hat er herausgefunden, dass Sylvin die Gilde und Himmelswacht verlassen hat. Schweren Schrittes geht er der Treppe empor. Er stand nun wirklich vor dem Nichts. Er war am Ende, wusste nicht vor und zurück. Sah etwa so sein Weg aus? Seine Schwester ein Haus-Dummer mit vielen Freunden und er immer am Ende der Nahrungskette? Seine Brust schnürt sich zusammen, er ignoriert das Gefühl, wollte nicht wissen ob es Eifersucht oder schon Hass auf seine Schwester war, dass sie es so viel leichter hatte als er.

Er schleppt sich weiter, mit den Seesack im Gepäck. Aber wer würde ihn schon zuhören, wer würde ihn glauben, es hatte noch nie jemand gemacht. Seine Schwester wurde immer bevorzugt, immer wurden alle bevorzugt. Er musste sich mit den Resten zu Frieden geben.

Sie wird ein Haus-Dunmer, er war immer noch Fassungslos, wie lange wird es wohl dauern, bis sie ihn vergisst und ihn vielleicht gar verleugnet?

Er wollte mit jemanden reden, aber mit wem? Vielleicht mit Saheejar, sie war immer eine gute Freundin. Bei der Gelegenheit konnte er ihr die Tränke wieder geben. Was würde sie wohl zu der ganzen Sache sagen. Dann wäre da von Feyria, ob er mit ihr über seine Sorgen reden konnte. Er öffnet die Tür zu seiner Unterkunft. Sie öffnet sich langsam und die Tür schabt über den Boden. Dagegen musste er etwas machen.

Ob er wirklich mit Feyria reden konnte? Er würde sie versuchen, ebenso wie Saheejar, bald möglichst aufzusuchen. Feyria hatte seit Beginn der Reise kaum ein Wort mit ihn gewechselt, und ist ihn auch augenscheinlich aus den Weg gegangen. Selbst Arya hatte gefragt, ob sie von ihn gesehen wurde. Feyria hatte sich seit der Reise in Anvil nicht einmal mehr blicken lassen. Er seufzt schwer, gestern hatte er sie getroffen und ist wenigstens mit zurückgekommen. Was er fast schon bezweifelt hätte.

Auch sie mochte seine Schwester lieber, er hat es gesehen, als er sie dort ließ. Seinen Seesack lässt er auf den Boden sinken, etwas kratze und krabbelt daraus. Das Wesen aus struppigen Pelz verschwand unter sein Bett. Wenigstens jemand freute sich wirklich wieder da zu sein. Sie mochte seine Schwester eh auch lieber als ihn. Er griff den Sack und schmiss ihn als Ventil für seine Wut an die Wand, an welcher auch sein Bett steht. Der Sack klatscht gegen die Wand und fällt auf seine Matratze.

Er stand im Zimmer und atmet tief durch. Die Hände hinter seinen Kopf verschränkt. Er wusste nicht vor und zurück. Sollte sein Weg wirklich so aussehen, sich immer weiter quälen. Immer sich einsam fühlen, so als würde niemand zu ihn halten? Immer wieder die zweite sondern vielleicht gar die letzte Wahl bleibt? Nein, das wollte er nicht. Selbst wenn er nicht wusste wie er es schaffen konnte. Er wusste es nicht und fühlt sich Hilflos. Er wusste weder vor noch zurück, wusste nicht einmal wer ihn helfen konnte, wie man ihn helfen könnte. Lag diese Entscheidung nicht schlussendlich bei den andern? Wie er von ihnen behandelt wurde, warum nur. Warum wurde seine Schwester immer wieder bei allen bevorzugt? Was machte er falsch, was macht er anders? Er atmet tief durch. Er wird sein Bestes geben, selber wenn es seinem Gefühl nach noch nie genug war. Er würde nicht aufgeben und wenigstens am Ende von sich behaupten können.

Er würde morgen gleich Feyria aufsuchen, mit ihr reden. Vielleicht hört sie ihn zu. Das wäre in diesen Moment schön. Jemanden zu haben, mit den er ein Entspanntes Gespräch führen könnte. Seinen Geist und Seele erleichtern und sich etwas beruhigen. Er atmet erneut tief durch.

Wenn er sie nicht finden würde, wird er die Direnni aufsuchen und Erklärungen von ihr einfordern. Ja das machten er und seine Schwester. Er wird sich bemühen sie zu vergessen, sie in Vergessenheit geraten lassen. Denn wenn sie den Haus beitreten wird. Er seufzt schwer, dann verband sie nichts mehr. Dann hatte er keine Schwester mehr, nur noch eine Person, die zufällig mit ihn das Blut teilt. Er lässt sich nach vorne auf das Bett fallen und schließt seinen Augen. Er wartet darauf, dass der Schlaf seinen Geist umfängt, er stand vor dem nichts und darf von neuen Anfangen. Alles war zu Nichte, sein Leben in Trümmern. In diesen Moment verlor er auch etwas die Hoffnung, die Hoffnung darauf dass am Ende alles besser wird. Morgen würde er mal wieder von neuen Anfangen, er würde sich nie wieder beschweren oder jammern, er würde alles geben, dass es besser werden wird, aber ein kleiner Teil von ihn wünschte sich, dass er nicht mehr aufwachen zu braucht.

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