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Freitag, 27. Januar 2017, 18:30

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

Das folgende Charaktertagebuch knüpft an dem Punkt an, an dem die Bruderschaft von Morrowind aufgerieben wurde und beschreibt den Teil derer, die zurück geblieben sind. Es soll gewissermaßen eine Chronik darstellen, die selbstverständlich subjektiv verfasst wurde und somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Das grundständige Tagebuch und einige Blitzlichtgeschichten der kleinen Bretonin, sind unter dem Link meiner Signatur zu lesen.

PS: Bitte keine Kommentare in diesen Thread setzen, via PN habe ich natürlich ein offenes Ohr :)



Kurz nach der Befragung des Schmieds - Im Angesicht der Krähe

Es ist furchtbar und ständig flammt mir dieses Bild vor Augen auf. Dalathars aufgeschlitzte Haut und diese schrecklichen, glühenden Ketten, die ihm die Seele aus dem Leib zu reißen drohten. Aber ich will von vorn beginnen, damit ich meine Gedanken sortieren kann. Wir konnten endlich aufbrechen und Aethyra hat tatsächlich zugelassen, dass ich meine Geschwister auf die Spähmission begleite. Sie hat natürlich ein Portal geöffnet und uns noch vor Anbruch der Dunkelheit in die Nähe der Ritualstätte gebracht. Celera, Aeloth und mich. Bereits etwas von den Ruinen entfernt, sahen wir eine dunkle, vermummte Gestalt in einer Robe, die mit Federn verziert war. So kamen sie also zu ihrem Namen. Die Wache bewegte sich eigenartig und zog einen schweren Streitkolben hinter sich über den Boden, doch wir konnten unbemerkt an ihr vorbei gelangen, vermutlich lief sie Patrouille. Als wir weiter oben angelangten, beobachteten wir drei Mer, die zu den Kultisten gehören mussten. Sie suchten nach einem eigenartigen Kraut, das ich nicht erkannt habe und sprachen von einer seltsamen Entsorgungskammer. Bei dem was wir bereits sahen, wird mir bei der Vorstellung, was sie dort entsorgten ganz schlecht. Aber diese Kammer hat nun wohl kein Gewicht mehr. Wir töteten die Kultisten um uns ihrer Roben zu bemächtigen und an den Wächtern vorbeizukommen, die die Treppen zum Opferplatz bewachten. Ihre Leben waren ein Tribut an den dunklen Vater. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, wie ich es wirklich geschafft habe, ohne Aufsehen zu erregen. Die Bilder geraten so durcheinander und ich konnte nur an diesen Mer denken, der in meinen Armen starb. Mir ist, als würde ich seinen Atem noch immer auf meinen Fingern spüren. Ich tat es einfach, ohne darüber nachzusinnen. Ich habe mir eine Feder von seiner Robe genommen, er soll nicht vergessen sein, so unwert sein Leben auch sein mochte.



Aeloth wollte zunächst für eine Ablenkung sorgen, soweit ich mich erinnern kann aber eigentlich war klar, dass ich zu klein bin, um mich als männlicher Kultist und noch dazu Mer zu verkleiden und außerdem hatten wir nur drei Roben. Also musste ich eine Gefangene sein und, der dunklen Matrone sei Dank, ist es uns geglückt, nachdem Aethyra den Ring und den Ritualdolch präsentierte. Bereits die Worte, die einer der Wächter daraufhin sprach, ließen mir das Mark gefrieren. "Ihr seid der Henker. Passiert". Was ich oben sah, als Celera mich die Treppe hochgestoßen hatte, bestätigte meine schlimmsten Befürchtungen. Sie hatten Dalathar und er sah aus, als würde nicht mehr viel Leben durch seine Adern fließen. Seine Haut war geradezu zerfleischt und aus den klaffenden Wunden lief kein Blut, sondern ein rotes Leuchten schimmerte daraus hervor. Ich hatte schon geschrieben, dass er von Ketten gehalten wurde; es war genau wie der Schmied gesagt hatte. Sie reißen seine Seele aus dem Leib und opfern die leere Hülle der Krähe. Aethyra versuchte ihn zu befreien und sie schaffte es tatsächlich die erste Kette zerbersten zu lassen, doch es kostete sie eine Unmenge an Magicka, wie es schien. In der Zwischenzeit richteten sich die Gerippe auf, die auf den Bänken saßen und lagen. Es waren die Überreste des Kultes, wie es schien. Doch so wie sie aussahen, mussten sie sich schon Jahre an diesem Ort befunden haben. Ein seltsamer Zauber muss sie erweckt haben und es wirkte als würden sie beten wollen. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht dazu kommen dürfte und Aeloth, Celera und ich haben sie zerschlagen so schnell es ging. Ich weiß noch immer nicht, ob es das Richtige war oder was wir damit verhindert haben könnten. Die Rettung war es jedenfalls nicht.


Ich musste Aethyra beistehen, damit sie genug Energie für die zweite Kette aufbringen konnte. Dalathar sah grauenvoll aus, als ich einen Blick in seine Augen warf. Da war kein Blau mehr. Kein Stechen und keine Strenge und selbst in seiner Hand befand sich kaum ein Funke Lebendigkeit. Aber als Aethyra sich meine Magicka nahm, sah ich etwas Erschreckendes. Ich kann es nicht richtig beschreiben und richtig "gesehen" habe ich es auch nicht. Aber mir war, als wäre da eine unergründliche Finsternis in ihr. Eine Leere, die der des dunklen Vaters in meiner Vorstellung gleicht. Oder war das die Krähe? Die Krähe...ich habe nie so viel Entsetzen empfunden, meine Angst war unbändig und ich verstand sofort, warum der Schmied sich so verhalten hat. Die Krähe ist ein Lich, oder war es...? Ich hoffe es so sehr. Sie tauchte auf, noch während wir versuchten Dalathar zu befreien und es gelang Aethyra tatsächlich. Aber Dalathar war schwach und es kostete ihn so viel Kraft sich auf die Beine zu stemmen. Als ich ihn stütze griff er nach meinem Arm und mir war, als würde er mir alle Kraft rauben. Ich fühlte wie sich meine Adern zusammenzogen und es brannte so fürchterlich; es war wie meine Bestrafung, nur nicht gar so lang. Aber ich wusste, dass Dalathar uns alle retten könnte oder zumindest die anderen. Also wäre es nur recht gewesen, wenn er mich ganz ausgezehrt hätte und ich hielt still, so gut ich konnte; die Familie muss überleben.



Ich glaube Dalathar wollte sich mit dem Lich von uns abschotten, damit wir fliehen konnten. Aber niemand wollte von seiner Seite weichen. Während sie noch hastige Worte wechselten, begann die Krähe jedoch den Boden und die Luft gefrieren zu lassen und der Pavillon war wie ein magischer Käfig. Aethyra hätte kein Portal öffnen können und von der Treppe näherten sich die Wächter. Vielleicht schimpfte Dalathar mich eine Närrin, aber ich habe den Atronarchen aus dem Amulett befreit. Ich dachte er könnte uns retten. Doch ich hatte mich geirrt, denn er war viel zu schwach, gegen die Magie der Krähe, die durch diese unzähligen Opfer erstarkt sein musste. Er konnte uns nur eine Weile schützen und Aethyra und Dalathar griffen gemeinsam an, während Aeloth und Celera die Wächter attackierten. Ich war so schwach und konnte nur zusehen wie Dalathar und Aethyra mit dem Lich den Abgrund hinab stürzten, bis ich sie nicht mehr sehen konnte. Ich habe versucht Celera und Aeloth zu helfen, nachdem sie die erste Wache fällen konnten. Doch ich konnte nicht viel ausrichten und dann wurde alles dunkel. Aeloth hat mir irgendetwas gegeben, damit ich wieder auf die Beine kam aber ich habe nicht gefragt, was es war. Er hat mich fort getragen und vor einigen Stunden bin ich hier aufgewacht. Ich weiß nicht mal wo wir hier sind und hoffte, es sei nur ein böser Traum gewesen. Celera ist allein fort gegangen. Ich bete inständig, dass die Worte der Krähe reine Lüge waren. Sie können uns nicht ausfindig gemacht haben. Das darf nicht sein, die dunkle Matrone wacht über uns. Wir müssen Aethyra und Dalathar wieder finden...

-eine rabenschwarze Feder wurde unter dem Eintrag eingeklebt-


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Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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Samstag, 28. Januar 2017, 18:16

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

Einige Tage nach der Trennung - schweigsame Weggefährten
Wir sind nun schon seit Tagen unterwegs und haben kaum richtig gerastet, seit wir den Unterschlupf verlassen haben. Wir haben die Feste Virak passiert und in der Ferne kann ich die Brüder des Zwists erkennen, die versuchen einander nieder zu ringen. Aeloth spricht nicht viel, aber ich sehe dennoch wie ungeduldig er ist. Ich bin noch immer so schrecklich müde und die meisten Nächte bringen mir keinen Schlaf, denn mir ist als würde ich überall flatternde Schatten und kratzendes Gestein hören und das obwohl Aeloth den größten Teil der Nachwache hält und selbst kaum Schlaf findet. Wir reisen fernab der Straßen, auf unwegsamer Strecke, die unser Vorankommen noch mehr verlangsamt. Aber mein Bruder scheint immer ein bestimmtes Ziel anzusteuern und überprüft etliche, tote Briefkästen. Erfolg hatte er aber nicht; Aethyra hat keine Nachrichten hinterlassen und mit jedem Weiteren scheint er unruhiger zu werden. Er tut mir so leid und ich bin keine Hilfe für ihn, ganz im Gegenteil. Ab und an fragt er, ob ich noch bei Kräften bin und letzte Nacht habe ich so fest geschlafen, dass Aeloth mich schütteln musste, damit ich aufwachte. Es war die erste Nacht in der ich wirklichen Schlaf fand und ich träumte den Traum des Traumwandlerrituals. Als ich Aethyra, Celera und Kuola tot dort liegen sah, habe ich sie beneidet. Ist das nicht eigenartig? Aber so war es, ich war neidisch. Vermutlich spielt mir die Erschöpfung Streiche.

4 Tage später - die Heimat vor Augen
Wir sind beinahe an der Zuflucht angekommen und verbringen die Nacht in diesem eigenartigen Keller eines heruntergebrannten Hauses. Vermutlich ist es den Schrötern zum Opfer gefallen. Es ist klamm und kalt aber wenigstens sind wir verborgen und sicher; das hoffe ich zumindest. Aeloth hat uns neue Vorräte besorgt, während ich hier auf ihn gewartet habe. Mein Magen knurrte schon den ganzen Tag über, aber wenn ich daran denke, warum wir hier sind, fühlt es sich ganz falsch an, überhaupt nur ansatzweise an Hunger zu denken. Auf unserem Weg habe ich nicht ein einziges Mal einen unserer Häscher zu Gesicht bekommen. Sind wir so gut verborgen oder sagt Aeloths nichts, nur um mich nicht zu beunruhigen? Ich habe Angst, dass die Krähe doch nicht gelogen hat. Aeloth sagt zwar immer wieder "sie leben" doch er meint damit nur Aethyra und Dalathar. Seine Zuversicht gilt nicht unseren Geschwistern in der Heimstatt und ich glaube der dachte nicht einen Moment daran, dass es eine Lüge sein könnte. Ich bete jede Nacht zur dunklen Matrone, auch wenn das närrisch erscheint. Sie kann nicht ungeschehen machen, sollte etwas passiert sein. Dennoch bin ich sicher, dass sie über uns wacht; sie ist unser aller Mutter.

5. Tag nach dem Aufbruch - Tod und Zerstörung
Ich weiß nicht, wie ich diesen Eintrag beginnen soll. Mit Aethyra, ja. Aethyra war dort und sie hat auf uns gewartet; 3 Tage lang. Sie lebt und ist mehr oder weniger wohlauf, dem Schreckensvater sei Dank und sie sagte Dalathar hat es geschafft. Mein Lehrmeister ist am Leben. Noch nie war ich so erleichtert und dennoch sitzt mir das Entsetzen tief im Nacken. Das nächste Bild, das mir in den Sinn kommt, sind die vielen Fußabdrücke vor der Zuflucht und das zerborstene Tor. Den leeren Pferch in dem unter anderem Chraggo und Tyr standen habe ich nur flüchtig gesehen, denn der Anblick meines Zuhauses ließ mich erstarren. Uns schlug schon am Tor ein süßlicher Verwesungsgestank entgegen und man konnte keine zwei Schritte gehen, ohne gegen einen Leichnam zu stoßen.





So viele sind tot. Ich bin dankbar, dass etliche der Angreifer es ebenfalls waren; endgültig. Ich habe es erst kaum gewagt mir jeden Leichnam anzusehen, doch am Ende zwang ich mich dazu. Sie waren und sind meine Familie und es wäre nicht richtig, sich nicht an ihren Tod zu erinnern. Es muss so sein. Aeloth habe ich noch nie so erleichtert gesehen, er war überglücklich Aethyra wieder zu treffen und ich kann es ihm ein Bisschen nachfühlen. Ich muss trotzdem zugeben, dass mir dieses Wiedersehen in unserer zerstörten Heimstatt furchtbar schräg erschien. Als sei es ein entsetzlicher Scherz des verfluchten Gottes. Wir nahmen, was noch von unseren Sachen zu gebrauchen war und Aethyra brachte uns fort; den ganzen Weg zurück nach Himmelsrand. Zurück in dieses Grab in dem Nachts die Schatten zu flüstern scheinen. Ich hoffte, wir würden nie dorthin zurückkehren. Da fällt mir noch ein, dass die Chronik fort war. Nur einer unserer Geschwister kann sie genommen haben, denn Aethyra sagte, der Schutzzauber verbraucht sich nicht. Jedenfalls erzählte Aethyra, was passierte, nachdem sie durch das Portal fielen. Sie stürzten in einen Teich und irgendwie schaffte sie es an die Krähe heranzukommen und ihren Körper zu zerstören. Mit...dieser eigenartigen Kraft, die ich in ihr gespürt habe. Sie berichtete, dass Dalathar sehr viel Blut verlor und sein Herz aufhörte zu schlagen. Irgendwie hat sie ihn zurück gebracht. Zumindest drückte sie es so aus. Sie trennten sich, als sie wieder einigermaßen bei Kräften waren aber ich begreife nicht richtig warum. Vielleicht will ich es auch nicht. Er ist nun auf Auridon und ich bin hier. Neben Aethyra und Aeloth fühle ich mich so schrecklich einsam. Ich hoffe, dass die dunkle Mutter ihn bald zu uns zurück bringt und über ihn wacht. Ich weiß nicht, was aus uns werden soll aber meine beiden Geschwister haben Pläne, die es zu verwirklichen gilt. Ich fürchte es wird ein sehr langer Weg. Heil dem Schreckensvater.

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Donnerstag, 2. Februar 2017, 20:17

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

1. Tag der Morgenröte - Gefährtentreue
Wir haben Chraggo und Tyr wieder, aber sie sind in einem schlechten Zustand. Wir mussten die Suche nach ihnen an der Kaverne beginnen und ich danke der dunklen Matrone, dass wir nicht hinein gegangen sind. Die gähnende Dunkelheit hinter dem zerborstenen Tor, hat mich dennoch bis ins Mark erschauern lassen. Aeloth hat mich etwas über das Spurenlesen gelehrt und Aethyra hat einen seltsamen Zauber angewandt, mit dem wir die Spur recht gut verfolgen können. Ich hätte nicht gedacht, dass wir unter der dicken Asche noch eine Fährte hätten aufnehmen können. Allerdings wusste ich bis dahin auch kaum mehr als nichts über das Fährtenlesen. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Spur uns tatsächlich zu Tyr und Chraggo führte. Auf dem Weg dorthin fanden wir Kampfspuren und Blutflecken und insgeheim dachte ich tatsächlich, dass ich Chraggo nicht wieder lebend antreffen würde. Es waren Banditen in diesem Lager und sie hielten noch so viele andere Tiere gefangen. Alit, Skeever, Guar und ich glaube sogar einen Schröter gesehen zu haben. Aber ich könnte mich auch getäuscht haben, denn alles ging so schnell und dann war da diese Explosion. Aeloth hat ihre Vorräte angezündet um für Ablenkung zu sorgen, damit Aethyra und ich an die Käfige gelangen konnten. Ich sollte das erst allein machen aber ich kann nicht gut Schlösser knacken. Es hätte zu lange gedauert, wenn es mir überhaupt gelungen wäre. Ich bin froh, das Aethyra bei mir war, denn vor den Käfigen hingen tatsächlich welche. Und sie waren sehr groß. Also öffnete sie und ich riss die Türen auf, während das ganze Lager damit beschäftigt war, das Feuer zu löschen. Doch ewig hielt diese Ablenkung natürlich nicht. Vor Allem nicht, weil die ganzen anderen Tiere in die Freiheit liefen. Tyr war voller Blut und Chraggo so in Panik, dass er mich nicht erkannt und sich in meiner Rüstung verbissen hat. Ich konnte ihn nicht beruhigen. Auf Aethyra´s Geheiß hin, habe einen Wall gewirkt, als die Männer heranstürmten um uns in einen Kampf zu verwickeln. Das viele Üben hat sich ausgezahlt, denn einige prallten frontal dagegen und das schenkte uns wertvolle Zeit. Es gelang meiner Schwester ein Portal zu schaffen und sie schickte uns hindurch. Als ich auf der anderen Seite war, wurde mein Guar fauchend und nöhlend herausgeschleudert. Eigenartig. Sowas passiert doch eigentlich nicht, wenn man ganz normal hindurch schreitet, oder? Ich glaube Aethyra hat nachgeholfen. Mein Oberschenkel blutete ein Bisschen, vermutlich hat sein Zahn das Leder durchstocken. Aber es war nicht sehr tief und der Schmerz machte mir fast nichts aus. Chraggo musste ich in einer dunklen Ecke festbinden, damit er sich endlich beruhigt und aufhört zu klagen. Er schläft jetzt und abgesehen von einigen Schnitten durch die Netze scheint er unversehrt zu sein. Nicht so Tyr. Ich weiß nicht genau, was sie ihm angetan haben aber sieht furchtbar aus und fiept die ganze Zeit über leise vor sich hin. Aeloths Nähe hat ihn etwas entspannter werden lassen, aber er wird sicher noch eine Weile brauchen, bis er ganz der Alte ist...

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Sonntag, 5. Februar 2017, 22:11

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

5. Tag der Morgenröte - unverhofftes Wiedersehen
Es war eine Falle. Wir, das heißt Aethyra, Aeloth und ich, begaben uns zur Ruine in den Sümpfen. Das Portal sollte an diesen Ort führen und wir nahmen an, einige unserer Geschwister könnten es dorthin geschafft haben. Bereits als wir vor dem Hintereingang der Ruine standen, entdeckte Aeloth Fußspuren und wir machten uns auf einen Kampf gefasst. Was uns jedoch erwartete, hat sicher keiner geahnt. Wir fanden Nephye in der verlassenen Ruine. Sie sah sehr mitgenommen aus und war dort, wie sie sagte, seit ihrer Ankunft allein. Es gab dort nicht viel aber es reichte offenbar um zu überleben. Als sie sich mit Aeloth und Aethyra unterhielt, fiel mir dieses eigenartige Wasser auf. Als wir die Stätte betraten, war es noch ganz ruhig, doch kurze Zeit später begann sich dichter Nebel darauf zu bilden und als ich näher an die moderig stinkende Oberfläche ging, weil ich dachte einen dunklen Schatten ausgemacht zu haben, fiel offenbar ein Knochen von einem Gebeinhaufen.





Damit begann es. Ich war starr vor Angst, als das Geräusch kratzender Knochen von den Wänden der Ruine hallte und bemerkte erst danach, dass das Wasser begann gegen den Untergrund zu schwappen. Im Wasser erhob sich ein verwester Schädel und die Überreste von Federn waren am Saum der vermoderten Kutte auszumachen. Es war ein Mitglied der Krähenfüße und nicht das Einzige.




Insgesamt waren es drei und es musste ein Hinterhalt gewesen sein, sonst hätten sie Nephye den Garaus gemacht, als sie noch allein war. Wir haben es irgendwie geschafft sie zu zerschlagen, doch ich kann mich nicht mehr vollständig erinnern. An dem Punkt, an dem das Ding dieses grüne Feuer gegen die Flammenwand von Nephye schleuderte und uns damit durch die halbe Stätte schleuderte, bekomme ich nur noch Bruchstücke zusammen. Ich schaffte es noch Aeloth mit dem Zauber zu schützen, den Dalathar mir beibrachte und habe mit Aeloth dafür gesorgt, dass das Konstrukt gegen das er kämpfte, das Gleichgewicht verlor. Aethyra konnte den anderen Kultisten festhalten, Nephye entriss ihm eines der Schwerter und warf es in unsere Richtung. Dann hackte ich damit auf jenen ein, den Aeloth am Boden fixierte, bis die meisten Knochen zertrümmert waren. Wir nahmen die Klingen und verschwanden von diesem Ort. Dagegen wirkt dieses Grab wie ein kuscheliges Nest. Wir waren alle furchtbar erschöpft und blieben nicht lange wach. Aeloth hat einen derben Schlag auf den Kopf erhalten und Aethyra macht die Magickaanwendung mehr zu schaffen, als sie zugeben mag, glaube ich. Ich hatte nur eine Platzwunde am Kopf, die aber nicht sonderlich weh tut. Und ich dachte die Bisswunde die mir Chraggo beigebracht hat, sei wieder aufgegangen. Aber ich hatte mich getäuscht. Tante Eveline sagte, dass sowas irgendwann passieren würde. Verflucht sei ihre elende Seele. Nephye sagte noch, sie habe seltsame Träume gehabt und wolle Celera suchen. Ich kann nicht glauben, dass sie uns nun auch verlässt. Aeloth, Aethyra und ich werden aber nicht wanken. Die Mutter gab uns eine Aufgabe und wir werden ihr keine Schande bereiten. Außerdem müssen wir Dalathar beistehen. Aethyra sagte, sie würde für mich abermals einen Brief an ihn übermitteln...
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Montag, 20. Februar 2017, 14:47

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

16. Tag der Morgenröte - Bücher und dunkle Zellen
Aethyra hat mich zur Magiergilde nach Gramfeste mitgenommen, um dort einige Bücher auszuleihen. Die Magierin die wir dort antrafen, trug den Namen Isur`Ra und war wirklich freundlich. Das kam mir ein wenig seltsam vor. Ich habe noch nie eine Dunmer getroffen, die von Anfang an so nett war wie sie. Jedenfalls fand ich, dass die Gildenbibliothek von Gramfeste wirklich klein war, wenn man bedenkt, dass sich die Gilde in der Stadt der lebenden Götter befindet. Isur`Ra und Aethyra sagten aber, dass läge daran, dass man ein stehendes Portal errichtet habe, das zur Akademie von Augvea führt. Wenn dort all die Magier ausgebildet werden, wird man die Meisten wohl tatsächlich dort brauchen. Schlecht für uns, denn Aethyra konnte deshalb nur zwei Bücher borgen. Eines Über Ayleiden und eines über... Schlammkrabben! Jetzt habe ich das Thema vergessen. Nein, es will mir einfach nicht mehr einfallen. Jedenfalls berichtete die andere Magierin über Anomalien in Kargstein, und es klang wirklich aufregend, was sie dort entdeckt hat. Aber wir haben keine Zeit uns über etwas dergleichen den Kopf zu zerbrechen. Wir müssen uns wieder neu formieren; irgendwie.

Ich habe Erkundigungen über den Schmiedeburschen Erwyn eingeholt. Man hat ihn in den Kerker von Gramfeste geworfen. Ich habe Aethyra gebeten ihn besuchen zu dürfen, und man hat mich auch ohne weitere Fragen zu ihm vorgelassen. Ich sagte, ich sei seine Schwester und niemand stellte viele Fragen, weil niemand von der Meinung er habe seinen Meister getötet, abrücken wollte. Er sah fürchterlich aus und ich hatte so großes Mitleid mit ihm. Man schien ihn abermals verprügelt zu haben, und weder seine Kleidung durfte er wechseln, noch wurden seine Wunden versorgt. Er sah krank und schwach aus, und hat kaum ein Wort gesprochen. Ich fühle mich so zerrissen, wenn ich daran denke, warum ich Teil dieser Familie geworden bin. Wenn ich daran denke, dass wir den Willen der dunklen Matrone ausführen. Ich bin kein gutes Kind der Mutter. Vielleicht war es grausam von mir, Aethyra zu bitten sein Leben zu retten. Hätte ich ihn einfach an seinem Blut ersticken lassen, wäre ihm all das erspart geblieben, und er hätte nicht einmal mit seinem Tod ringen müssen. Wie gern hätte ich ihn befreit, aber wer bin ich, zu denken, dass ich drei Ordinatoren töten könnte, und noch dazu mit einem blaugeprügelten Schmiedeburschen, ungesehen entkommen würde? Ich bin nur eine Mörderin; nicht mehr. Aber ich sehne mich nach seinem Wohl, was also soll ich tun? Ich könnte ihn töten, um ihm all das zu ersparen, vielleicht mit Gift? Oder weiter mit dem Wissen leben, dass er in dieser Zelle verrottet. Ich kann nicht sagen, welcher dieser Gedanken mir selbstsüchtiger anmutet, aber ich kann unmöglich für ihn sprechen, ohne die Familie in Gefahr zu bringen. In meinen Augen sind dies die einzigen Optionen. Vergib mir, Erwyn.


 
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Samstag, 25. Februar 2017, 21:06

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

23. Tag der Morgenröte - der magische Bote
Dalathar hat endlich auf meine Briefe geantwortet. Ich wusste überhaupt nicht, dass es solche magischen Boten gibt und habe mich unglaublich erschrocken, als dieser prachtvolle und halbdurchsichtige Hirsch vor uns auftauchte. Ich wusste ja, dass Dalathar ein sehr guter Magier ist, aber nicht, dass er so schöne Tiere abbilden kann. Er schrieb jedenfalls, dass er schon seit einiger Zeit wieder in Morrowind ist und sich noch verborgen hält. Natürlich hat er seine Gründe dafür. Aber er schrieb auch, dass es ihm gut geht und wir auf ihn warten sollen. Aber den Zeitpunkt verstehe ich nicht so richtig. "Wenn die grauen Spitzen den Himmel zum Bluten bringen", was soll das bedeuten? Der blutende Himmel ist sicherlich das Abendrot aber die grauen Spitzen? Ich frage mich, ob es irgendwelche Ruinen von geschliffenen Festungen in der Nähe gibt. Ich hoffe jedenfalls, dass wir diesen Ort bald wieder verlassen können. Die Kälte ist wirklich unerträglich und mich graust es jedes Mal davor, den Unterschlupf zu verlassen oder auch nur einige Schritte von der Feuerstelle weg zu treten.

24. Tag der Morgenröte - Dalathar´s Rückkehr
Er ist zurück! Er ist wirklich wieder da und vollkommen gesund. Zumindest sah er so aus. Als ich die Luke geöffnet habe, war ich so überrascht, dass ich fast die Leiter hinunter gestürzt wäre, aber es ist zum Glück nichts passiert. Er kam auf einem wunderschönen Pferd zum Unterschlupf, das ich noch nie gesehen habe und die Sonne ging bereits über den Berghängen unter. Das mussten also die grauen Spitzen sein, schätze ich. Jedenfalls kam Dalathar mit vielen Neuigkeiten und Plänen, über die wir lange gesprochen haben. Offenbar war er in der Freistatt, aus der er nach Morrowind gesandt wurde, und hat sich dort mit einem Sprecher beraten. Ich habe noch nie einen Sprecher gesehen und frage mich, wie so jemand eigentlich aussieht... Dalathar sagte es gäbe einen alten Telvannimagier, der ein Anwesen tief im Velothigebirge hat. Dieses Anwesen wäre uns von großem Nutzen und es braucht nur noch einen ausgefeilten Plan, wie wir den Magier dazu bringen es zu verkaufen, ohne großes Aufsehen zu erregen. Wir hatten viele Ideen, trafen aber noch keine endgültige Entscheidung, wie wir den Plan in die Tat umsetzen. Dalathar schien es jedenfalls plötzlich unheimlich eilig zu haben, wieder aufzubrechen und er ließ sich nicht länger aufhalten. Er sagte er habe nicht vor, sich noch einmal von den Krähen fassen zu lassen. Es war mir danach wirklich peinlich, dass ich versucht habe, ihn noch zurück zu halten. Obendrein war nicht zu übersehen, dass er diese Gruft widerlich fand. Aber wir sind schon so lange hier, dass mich nicht Mal mehr der moderige Gestank stört.


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7

Montag, 27. Februar 2017, 13:25

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

26. Tag der Morgenröte - vollendete Pläne
Meister Athar war wieder da, um sich erneut mit uns über das Anwesen zu beraten. Wir hatten sehr viele Ideen aber die von Aethyra und Aeloth sagten ihm am Meisten zu. Meine waren wohl nicht so gut und ich ärgere mich ein Bisschen darüber. Immer werden meine Einfälle über den Haufen geworfen, und die Idee mit der magischen Explosion kam mir auch, aber Aeloth war schneller als ich und hat sie vorgebracht. Es ist, als hätte er meine Gedanken geklaut. Als Dalathar mich dann angezischt hat wie eine Giftschlange, weil ich vorgeschlagen habe, der Magier hätte seine Frau im Zwist umbringen können oder umgekehrt, weil er in seiner Abgeschiedenheit wahnsinnig geworden ist, habe ich gar nichts mehr gesagt. Mir war in dem Moment nicht bewusst, dass es so sehr auf ihn zutreffen könnte, sondern erst als die Worte schon gesagt waren. Ich habe mich später bei ihm entschuldigt, weil ich nicht noch mehr Aufmerksamkeit vor Aethyra und Aeloth auf das Thema lenken wollte. Ich ertrage es einfach nicht, wenn er mir zürnt.

Der Plan jedenfalls steht. Aethyra wird von Aeloth begleitet und sie werden versuchen sein Labor, also das des Magiers, zu manipulieren. Das Ganze wird wie ein schrecklicher Unfall aussehen. Als Dalathar sagte, Aethyra solle die Frau des Magiers wenn möglich strangulieren und sie von einem Turm oder dergleichen baumeln lassen, damit es nach verzweifeltem Freitod aussieht, lief es mir eiskalt den Rücken herunter. Irgendetwas an dieser Szene lässt mich bis ins Mark erschauern, aber ich kann es nicht benennen. Wenn dieser Teil des Planes Erfolg hat, wird Aethyra jedenfalls auf das einzige Kind des Magiers, seine Tochter, zugehen und versuchen sie davon zu überzeugen, das Anwesen an einen Magierzirkel zu veräußern, der sich auf die Problematik mit magischen Anomalien versteht. Also an uns. Wenn sie sich weigert, wird Aethyra sie töten und das Dokument fälschen. Allerdings wird sie ohnehin sterben, denn Meister Athar sagte, sie könnte sonst später zum Problem werden. Die Frage ist also nur ob sie vor oder nach der Unterzeichnung zu Sithis geht.

Als ich mich draußen bei Dalathar entschuldigt habe, hat er gesagt, dass ich in der Zeit bei ihm wohnen darf. Das habe ich Aeloth zu verdanken, scheinbar hat er ihn darum gebeten. Ich kann es kaum erwarten diese kalte, moderige Gruft zu verlassen und in einem richtigen Bett zu schlafen. In Dalathar´s Haus wo es überall nach Blumen duftet, wie auf dieser Insel. Ein richtiges Bett... Dalathar sagte, ich würde mein eigenes haben und sogar eine Truhe für meine Sachen. Allerdings besitze ich so wenig, dass eine Schachtel reichen würde. Ein Taschentuch von Meister Athar, ein Armband von Avarus, den Aufziehargonier dieses Spielzeugmachers und einen Beutel Münzen. Und natürlich meine Rüstungen und dieses Buch. Oh, und Chraggo! Der Wird wohl eher nicht in die kleine Schachtel passen. Ich kann es erst glauben, wenn es so weit ist, denn im Moment wage ich es eigentlich nicht, mir vorzustellen wie es wird, wenn unser Plan Erfolg hat.

Da war noch etwas. Als ich auf Dalathar zugegangen bin, hat er Masser und Secunda beobachtet. Mir kam ein Gedanke über den ich schon seit längerem nachgedacht habe. Es kam mir vor, als würden immer mehr kleine Teile auftauchen, die ein Bild werden wollten. Wie ein zerbrochenes Mosaik. Er hat uns das letzte Mal schon sehr eilig verlassen und auch an diesem Abend zog er wieder seine goldene Uhr hervor. Es hätte alles zusammengepasst. Die Geräusche in seinem Anwesen, von denen er sagte, es seien Netchrufe gewesen. Aber ich habe Netche gehört; zuletzt als ich mit Aeloth auf der Flucht war. Sie klingen nicht so, wie die Geräusche, die ich da gehört habe. Dann das Verbot nachts in seinen Garten zu gehen, die immer gleiche Uhrzeit zu der er uns verlässt... und ja; auch wenn er mit mir draußen stand, hat er gesagt, dass es manche gibt, die es bis zu einem gewissen Grad kontrollieren können. Er sagte jedenfalls, dass ich jetzt tot wäre, wenn meine Vermutung zuträfe. Ich bereue die Frage gestellt zu haben, denn er war sehr kurz angebunden und sagte ich solle nur an mein Überleben denken; dass ich womöglich ein viertel der Bruderschaft von Morrowind sei. Allerdings hat er nicht genau sagt, dass ich falsch liege. Doch ich habe seine Worte schon einmal auf die Goldwaage gelegt und meine Bestrafung heraufbeschworen. Ich sollte das Thema ruhen lassen.

Oh, und seine Stute ist das schönste Tier, das ich jemals gesehen habe. Ich wusste nicht, dass Pferde so atemberaubend aussehen können. Ihr Name ist Alata. Und ich brauche bald ein neues Buch. Das hier hat mittlerweile nur noch eine Hand voll freier Seiten, dabei ist es schon so dick. Ich sollte Aethyra fragen; neue Kohlestifte brauche ich auch.


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8

Samstag, 4. März 2017, 01:38

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

28. Tag der Morgenröte - ein harter Schlag
Meister Dalathar hat mich vom Unterschlupf in Himmelsrand abgeholt und wir sind zusammen nach Hause geritten. Nunja, in sein Zu Hause, nicht in meines; das gibt es nun nicht mehr. Er war sehr ungehalten, weil Chraggo so langsam und störrisch war. Er sagte er habe uns viel zu viel Zeit gekostet. Ich hatte einfach nicht genug Zeit, bevor die Ausgangssperre verhängt wurde und seine Wunde brauchte doch Zeit um zu heilen...

Jedenfalls ist mein Kopf so voll, dass ich mich fühle, als müsste er bald besten. Ich schaffe es kaum meine Gedanken zu sortieren. Dalathar hat Wachen vor seinem Anwesen postiert. Als ich das letzte Mal hier war, waren sie noch nicht dort. Sie haben mich so sehr an die Wächter der Krähe erinnert, dass ich mich einfach überzeugen musste, was unter dem Visier steckte. Ich wünschte beinahe, ich hätte nicht hingesehen. Es war grausig und mir gefror das Blut in den Adern. Welcher lebendige Mann lässt so etwas mit sich machen? Sie können doch nicht freiwillig hier sein... das kann ich einfach nicht glauben.

Sein Garten war auch eigenartig. Er war zum Großteil verwuchert, nur die Gräber nicht. Aber warum? Dalathar war so lange fort, um sein Leben zu... Ich kann nicht glauben, dass ich mir über diesen Garten Gedanken mache, wo der Meister doch in diesem Zustand ist. Er hat mir erzählt, was passiert ist, als er auf Auridon war. Und er hat mir auch gesagt, dass es niemand vermochte die Magie der auszehrenden Runen in seinem Fleisch einzudämmen. Ich will es nichteinmal aufschreiben und ich will es nicht glauben.

Dalathar sagte, dass er bald... nein, es geht nicht. Er sagte mir, dass ihm noch Zeit bleibt, mich alles magische lehren, was ich wissen muss, damit ich ihm... *die Schrift rutscht hier jäh ab und endet in einem scharfen Gekritzel, das womöglich von einer wütenden Feder geführt wurde*

Ich bete zur dunklen Matrone, dass Aeloth und Aethyra ihre Mission gelingt. Sie hat meine Gebete schon einmal erhört und ich dachte, Dalathar´s Rückkehr wäre auch eine Antwort darauf gewesen. Aber ist sie das wirklich...? Die Mutter kann nicht so grausam sein, wir sind ihre Kinder. Das kann einfach nicht richtig sein, ich übersehe etwas. Ganz sicher. Ich werde zu ihr beten; jeden Tag. Stunden, wenn es sein muss. Sie wird mir einen Weg weisen, wie ich Dalathar helfen kann. Ich verstehe noch immer nicht, warum er nicht wollte, dass ich an seine Stelle trete. Das macht keinen Sinn. Ich kann nicht klar denken und bin so schrecklich müde...


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9

Sonntag, 5. März 2017, 22:13

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

4. Tag der Erstsaat - platzende Ratten
Aethyra war da. Ich glaube sie hatte im Grunde erwartet Meister Dalathar zu treffen, aber er musste dringend fort, und wollte eigentlich längst zurück sein. Ich habe ihr von seinem Zustand erzählt; er hat mir nicht verboten darüber zu sprechen, aber ich bin mir dennoch nicht sicher, ob ich es Aethyra sagen durfte. Sie klang zwar, als ahnte sie etwas, aber ich glaube sie wusste nicht, dass es so gravierend sein würde. Aber Aethyra ist unsere Schwester und ich dachte sie wüsste vielleicht eine Lösung. Ich...hoffe das wird nicht zum Problem.

Sie sagte jedenfalls, dass sie es zu einem gewissen Grad eindämmen könnte, und hat draußen ein paar Ratten gefangen, um ihnen die Seelenenergie zu rauben, wie sie es bei dem Troll am Strand getan hatte, den wir mit Raak-Taz in die Falle lockten. Aber als sie die Energie in den Körper einer anderen leiten wollte, die noch am Leben war, ist ihr Körper geplatzt. Aethyra sagte er sei zerrissen worden, weil ihr Leib nicht mehr Energie aufnehmen konnte. Ich habe stunden gebadet, um die Stückchen aus meinen Haaren zu bekommen. Was auch immer sie damit bezwecken wollte, hat nicht ganz geklappt. Aber sie war auch nicht vollkommen unzufrieden. Dennoch hoffe ich, dass Dalathar nicht mich dafür verantwortlich macht, dass in seinem Speisezimmer Körperteile von explodierten Nagetieren verteilt liegen.

Meine Schwester hat aber auch davon gesprochen, dass es ihr ähnlich ergehen könne, wenn sie zu viel Magie anwendet. Ich dachte erst, dass das nicht sein könnte, und es doch umgekehrt sein müsste. Aber Aethyra meinte es genau so. Irgendetwas seltsames ist mit ihr, und ich bin sicher, es liegt an dieser Dunkelheit, die ich in ihr gesehen habe.

Irgendetwas Wichtiges wollte ich noch schreiben... oh ja, natürlich! Die Mission, war erfolgreich, sagte sie und die Tochter hat ihnen das Anwesen verkauft. Nun muss nur noch das Gold hinterlegt und die Urkunde vom künftigen Besitzer unterschrieben werden, dann gehört es offiziell uns. Ich hätte sie gern noch mehr darüber gefragt, aber sie hatte es plötzlich furchtbar eilig. Es ist schon spät und ich glaube der Morgen graut. Dalathar ist noch immer nicht zurück. Ich bin zwar unheimlich müde, aber ich kann noch nicht schlafen. Erst muss ich zur dunklen Matrone beten. Irgendwann erhört sie mich; ganz bestimmt.

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10

Montag, 13. März 2017, 19:34

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

8. Tag der Erstsaat
Aethyra war da, um mit Dalathar zu sprechen. Sie kam auch direkt zum Punkt und sagte ihm, dass sie eine Lösung gefunden hat, wie sie seinen Zustand stabilisieren kann. Dalathar war sehr zornig auf mich, weil ich es ihr gesagt habe; womöglich ist er es noch. Aber ich weiß es nicht, denn er geht mir aus dem Weg und ich traue mich nicht, ihn jetzt aufzusuchen. Vielleicht ist es klug, wenn ich mich für die nächsten Tage von ihm fern halte, bis sein Zorn verflogen ist. Noch hat er mich jedenfalls nicht bestraft. Was Aethyra mit Dalathar besprochen hat, war recht kompliziert und nach einer Weile konnte ich ihnen kaum noch folgen. Doch Meister Athar´s Verhalten nach zu urteilen, hat Aethyra eine sehr gute Lösung gefunden. Doch um sie umzusetzen, müssen wir eine Ayleidenruine erkunden, damit wir diese, ich glaube Dalathar nannte sie "Welkynsteine", nutzen können. Ich hoffe der Plan geht auf.

12./13. Tag der Erstsaat
*die Handschrift dieses Eintrags ist sehr unsauber, und nur schwer leserlich*

Es ist noch immer nicht vorbei. Gestern Nacht brach ein furchtbarer Aschesturm los, und die Vulkane des Velothigebirges grollten so laut, wie ich sie noch nie gehört hatte. Ich glaube er wusste, dass sie kommen würden; lange bevor er mich mit hinaus nahm. Kaum, dass wir vor die Tür traten, sprach er von diesem Baum. Das tote, knorrige Gewächs vor seinem Anwesen. All die Gedanken vermengen sich vor meinen Augen, wenn ich daran denke. Ich kann sie nicht zu Papier bringen. Und plötzlich waren sie da - etwas versuchte das Tor einzureißen und Dalathar begann etwas in den Baum zu leiten, oder von ihm zu zehren, ich konnte es nicht ergründen. Dann befahl er mir, ihn zu schützen; ihm Zeit zu verschaffen und ich musste ihm dieses Versprechen geben. Nichts von dem, was ich heute Nacht gesehen habe, war so grauenvoll wie das Wort, das ich ihm geben musste, und obwohl es nicht dazu kam, sitzt mir dieses kriechende Grauen noch immer im Nacken. Wie konnte er das von mir verlangen? Aber ich habe ihm Gehorsam geschworen, und selbst wenn ich es nicht getan hätte, würden mich die Regeln dazu zwingen, seinem Wort zu folgen. Natürlich gab ich ihm mein Wort.

Ich wirkte einen Wall aus Eis und dachte an das, was Aethyra mich lehrte. Ich gab ihm eine andere Form; einen Halbkreis, der das geborstene Tor abschirmte, und die Krähenfüße ausschloss. Alles bis auf einen. Es gelang mir aber mit Mühe ihn lange genug von uns fern zu halten und dann schickte er mich fort. Ich musste mich in den Ställen verstecken und plötzlich passierte so viel auf einmal. Von dem Baum ging ein blendend helles Licht aus, das in den Augen brannte und als es wieder verglomm waren da all diese...Wesen. Dinger. Dinger die sich auf die Krähenfüße und ihr Flickenkonstrukt stürzten, das meine Mauer durchbrach und es zerrissen. Und Lor...mir wird übel.

Und der Baum. Der Baum über den Dalathar wenige Momente zuvor so zornig wurde, weil er verkrüppelt und tot war, blühte in rosa und weiß. Ich konnte nicht länger warten und habe seine Stute aufgezäumt, um ihn dort weg zu holen. Ich dachte er würde unter meinen Händen wegsterben, und habe ihn angefleht es nicht zu tun. Er brach zusammen, als ich seine Hände nahm, und dann war da dieses weiße Glimmen zwischen seinen Fingern, der Schmerz und schließlich dieser Traum. Dalathar muss diese große Frau sehr geliebt haben. Danach verschwimmt wieder alles.

Drei Tage, sagte er. In drei Tagen werden wir sein Anwesen verlassen, und zur Akademie aufbrechen. Oder sind es nur noch zwei? Ich bin nicht sicher an welchem Tag er sich wähnte, als er das zu mir sagte, und ich weiß auch nicht, wie lange ich geschlafen habe. Draußen ist es schon- oder wieder dunkel. Es könnte auch dieser tosende Aschesturm sein, der alles unter sich erblinden lässt. Ich kann nicht aufstehen um nachzusehen. Ich bin einfach zu müde. Viel zu müde...

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11

Freitag, 17. März 2017, 15:09

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

16. Tag der Erstsaat - eine neue Heimat
Wir sind jetzt da. Dalathar sagte Aethyra und Aeloth wären fort um Besorgungen zu erledigen. Wir sind beinahe den ganzen Tag ohne Pause durchgeritten und Chraggo hat zum Glück wenige Probleme gemacht. Nur der Bergpfad war wirklich mühsam, und wir mussten einige Male absteigen.


Dieses Gebäude ist riesig. Nichtmal in Davons Wacht habe ich so große Häuser gesehen; es ist fast wie eine Bergfeste, die zwischen den Vulkanen des Velothigebirges eingeschlossen wird. In der Eingangshalle bin ich an einem Baum vorbei bekommen, der aussah wie die, die ich auf Auridon gesehen habe. Aber er leuchtete eigenartig, als sei er verzaubert. Ich habe nie etwas so Schönes gesehen; wirklich nicht.

Auf dem Weg hier her, haben wir an einem Hof angehalten, der offenbar einem Dres gehörte. Dalathar sagte ich sollte nicht mit den Arbeitern sprechen, weil sie mich sowieso nicht mögen würden. Was er dort wohl zu besprechen hatte? Jedenfalls war da dieses Mädchen und sie schien kaum älter gewesen zu sein, als ich. Sie kam zu mir und ging einfach an Alata´s Satteltasche; was also sollte ich tun?


Ich dachte erst, sie sei sehr nett und wollte ihr einen Apfel schenken, doch sie sagte man würde sie prügeln, wenn man sie damit erwischte. Sie tat mir erst sehr leid, aber nun nicht mehr. Es stellte sich nämlich heraus, dass sie ein dreckiges Schandmaul hatte. Sie sagte widerwärtige Sachen über Dalathar und hatte wohl sehr viel Freude daran, mir diese Sachen über ihn ins Gesicht zu sagen.

Den einen Teil würde ich sogar glauben, wenn ich nicht wissen würde, dass Dalathar sehr vorsichtig ist. Woher sollte sie also wissen, dass er ein ganzes Dorf gemeuchelt hat? Vielleicht sind es nur zusammengesponnene Gerüchte, die rein zufällig auf die Wahrheit getroffen sind. Die dunkle Matrone muss an diesem Tag für ihn gelächelt haben. Ich war erst ein wenig erschrocken, aber alle sind früher oder später schuldig; was macht es also für einen Unterschied, ob es gleich ein ganzes Dorf war? Dieses Mädchen hat mich so wütend gemacht!

Der andere Teil war sicher gelogen. Dieses Mädchen von dem sie erzählt hat, war bestimmt schwer krank, als sie an ihn verkauft wurde, und er hat ihren Leichnam deshalb zurück gebracht und sein Gold zurückverlangt. So muss es gewesen sein. Sie nannte mich naiv und meinte ich sollte lieber um meinen Tod betteln, bevor er das gleiche mit mir machen würde. Diese elende Netchkuh hat es wirklich genossen, mich zu provozieren. Er ist mein Bruder und würde mir niemals etwas antun. Das weiß ich. Dass sie aber von dem Dres geohrfeigt und in das Haus geschleift wurde, habe ich ihr nicht gewünscht. Er hat sie S´wit geschimpft und ich konnte das erstickte Gejammer noch hören, als wir vom Hof ritten. Dalathar sagte ich sollte den Worten dieser Aschländer keinen Glauben schenken und er würde mir irgendwann die Wahrheit darüber erzählen.

Ich frage mich, ob er das jetzt auch noch so meint. Ich bin ihm zu nahe getreten, und ich glaube er ist nun wütend auf mich. Ich werde heute besser nicht mehr hinunter gehen, um mir die Akademie anzusehen. Ich habe hier wirklich ein eigenes Bett, und eine Truhe für meine Sachen. Er sagte dies sei nun mein neues Zuhause und ich werde viel arbeiten und lernen müssen. Natürlich gebe ich mir Mühe, schließlich habe ich versprochen der dunklen Matrone keine Schande zu bereiten; und ihm auch nicht. Ich kann es noch immer nicht glauben. Jetzt wird sich so Vieles ändern.

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12

Sonntag, 19. März 2017, 21:59

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

18. Tag der Erstsaat - Eingewöhnung
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Alles hier ist riesig und so verschwenderisch. In der großen Halle steht ein Baum, der ohne Licht gedeiht, weil er von einer magischen Quelle zehrt. Er schimmert sogar in der Nacht. Selbst die Küche ist größer, als es das Haus von Tante Eveline und Onkel Lucian war. Aeloth hat heute gekocht und es war wirklich lecker. Fast so gut wie das Essen, das Riell macht.

Und dieses Heiligtum. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Als ich die Chronik aufgeschlagen habe, ist mir erst wieder eingefallen, dass es nicht die ursprüngliche Chronik von Morrowind war. Natürlich ist sie neu, auch wenn sie es nicht sein sollte. Aethyra sagte jeder von uns müsste dafür sorgen, dass sie gefüllt wird. Ich traue mich aber nicht so richtig. Das wirkt so anmaßend. Ich habe mir hier alles angesehen und diesen Giftschrank gefunden.



Die Substanzen darin müssen wirklich potent sein, wenn sie selbst innerhalb des Heiligtums verschlossen aufbewahrt werden. Ob da auch die Kräuter drin sind, die Aethyra für mich mischen wollte? Aber die Notizen am Türchen haben mich ein wenig abgeschreckt, und ich habe nichts angefasst oder geöffnet, auch wenn ich wirklich neugierig war. Eine Bestrafung ist aber das Letzte, das ich riskieren möchte.

Ich habe am Schrein der Matrone gebetet, und mich ihr noch nie so nahe gefühlt. Es ist etwas ganz anderes an einem geweihten Schrein zu ihr zu beten, statt zwischen schnarchenden Geschwistern, von denen man immer erwarten muss, dass sie das leiseste Flüstern mit anhören können. Aethyra sagte die Einrichtung wurde von der anderen Freistatt gesandt. Ich bin erleichtert, dass man Nachsehen mit der Familie hat; trotz unseres Rückschlages. Ob die finstere Mutter mich nun besser hört als vorher? Es muss so sein. Ich habe so lange zu ihr gesprochen, dass ich eingeschlafen bin. Ich habe gar nicht gemerkt, wie müde ich noch immer war. Es gibt hier noch so viel zu tun. Ich werde heute Aeloth helfen, die Küche einzuräumen, der Rest scheint schon fertig zu sein...

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13

Mittwoch, 29. März 2017, 21:37

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

22. Tag der Erstsaat - Entscheidungen
Ich konnte heute zum ersten Mal die neue Robe anziehen. Der Stoff ich ganz weich, leicht und seidig aber trotzdem ganz warm. Zumindest da, wo er aufliegt. Sie passt so gut, als wäre sie nur für mich geschneidert worden. Das ist wirklich unglaublich, wie machen meine Geschwister das nur immer? Niemand hat mich ausgemessen, und in den letzten Monaten bin ich schon wieder ein Bisschen gewachsen. Trotzdem scheinen meine Rüstungen nicht zu klein zu werden. ich frage mich, ob jemand von meinen Geschwistern sie heimlich auslässt. Jedenfalls mag ich die Farbe

Oh, und Dalathar sagte ich solle den Beschwörungskurs belegen. Wenn ich diesen Kurs nehme, kann ich nur noch einen anderen wählen, und ich wollte mich so gern weiter in Zerstörung üben. Doch wenn ich diese zwei wähle, kann ich die ganzen anderen nicht mehr nehmen. Ich habe extra danach gefragt und Aethyra und Dalathar sagten, es sei überhaupt nicht ratsam, mehr als zwei Kurse zu wählen und es könnte mich verrückt werden lassen. Wie macht Wissen verrückt? Aethyra wird Veränderung unterrichten und sie macht so furchtbar nützliche Dinge mit ihren Zaubern. Ich kann mich nicht richtig entscheiden. Außer für die Beschwörung. Wenn Dalathar sagt es ist klug diesen Kurs zu wählen, dann mache ich das. Ich muss ihm irgendwo eine Notiz hinterlassen, weil er in den letzten Tagen immer wieder so viel weg ist. Wo geht er nur hin?


26. Tag der Erstsaat - Lustige Kräuter
Ich habe gerade Aethyras Kräutermischung ausprobiert. Vom Rauch wurde mir ganz schlecht und er reißt mir in der Lunge. Ich dachte erst, es würde gar nicht wirken, aber so langsam geht es mir richtig gut. Heute werde ich so lange baden, bis das Wasser kalt wird. Es ist ein komisches Gefühl, wenn ich daran denke, wie es noch vor einigen Monaten war, als ich von Glück sprechen konnte, wenn Tante Eveline ihr Badewasser im Zuber gelassen hat, und es noch warm war. Jetzt bade ich so lange wie ich will, und ihre elende Seele ist in der leere aufgegangen.

Oh nein... mir fällt gerade wieder mein Versprechen ein. Ich kann es nicht noch länger hinaus zögern. Ich glaube ich werde Aethyra fragen, ob ich einen leichten Kontrakt erfüllen darf, sobald es die Zeit zulässt. Hoffentlich sehr bald. Ich fühle mich langsam unwohl, mit dieser unbeglichenen Schuld. Aber nicht meinetwegen. Aber sie ist so beschäftigt in letzter Zeit. Vielleicht rede ich doch lieber mit Aeloth. Er ist lieb und wird mich sicher verstehen.


29. Tag der Erstsaat - Pläne
Ich habe eine Notiz von Dalathar im Heiligtum gefunden. Er hat die Spur der Krähenfüße verfolgt, die sein Anwesen angegriffen haben, und wir werden die Ruine am Loredas erkunden. Loredas schon! Ich muss mich vorbereiten. Hoffentlich darf ich überhaupt mit... ich brauche noch welche von diesen Kräutern. Ich frage mich, wo Aethyra das Beutelchen versteckt hat.
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14

Samstag, 1. April 2017, 17:35

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31. Tag der Erstsaat - Wiedersehen
Col ist wieder da! Ich konnte es erst gar nicht glauben, als ich ihn zwischen den Torflügeln habe hindurchschreiten sehen. Aber er ist es. Er sagte, er war für die ganze Zeit durch den Kontrakt gebunden und fand die Freistatt leer vor, als er zurück kam. Er wusste nicht, was in der Zwischenzeit geschah und wir mussten ihn erst ins Bild setzen. Es ist schrecklich, an diese Bilder zurück zu denken; beinahe unerträglich. Ich habe noch einige Kräuter von Aethyra übrig. Sie werden mir sicher beim Einschlafen helfen. All die magischen Energien in der Akademie scheinen ihm Probleme zu bereiten; hoffentlich gewöhnt er sich bald daran. Es gilt nun einen Platz für ihn zu finden.

Das Ziepen in meiner Hand stört beim Schreiben. Aethyra hat heute Blut von mir genommen, und mich ziemlich tief geschnitten. Es schien eine Art Schutzzauber zu sein, vermutlich für das Heiligtum. Es sah eigenartig aus, wie sie aus meinem Blut Runen in der Luft formte, aber es hatte etwas unheimlich Faszinierendes. Zuerst konnte ich die Flasche nämlich nicht greifen, aber nachdem sie mein Blut damit verbunden hatte, konnte ich den Widerstand der unsichtbaren Kuppel durchbrechen. Ganz zufrieden war sie aber nicht.

Ich werde noch mein Gebet sprechen, bevor ich schlafen gehe. Hoffentlich steht uns die dunkle Matrone morgen bei. Ich fürchte mich vor dem, was uns in dieser Ruine erwartet. Dalathar ist noch immer geschwächt und ich weiß nicht genau, wie es um Aethyra steht.
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15

Montag, 3. April 2017, 13:09

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

2. Tag der Regenhand - von Sklaven und Meistern
Das, was eine Ruinenerkundnung werden sollte, nahm schneller eine Wendung als irgendjemandem von uns lieb sein konnte. Wir hatten schon einen Ritt von mehr als einer Stunde hinter uns, als plötzlich diese Aschländerin mit dem Kristallsplitter in der Seite auf die Straße taumelte. Dalathar kannte sie, diese Karakal. Sie war wohl eine Sklavin einer Frau namens Verorethi. Von der hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört.

Sie sprach davon, dass ihre Herrin in diesen Splitter gesogen wurde, als sie eine Ruine erkundeten und auch von einem Meister...Deryns? Oder so ähnlich. Sie sollte diesen Splitter, der in ihrer Seite steckte "füttern", das klingt sehr widerlich. Ob sie ihn sich selbst in ihr Fleisch getrieben hat? Weil sie sagte, ihre Herrin und der andere Mann seien nicht mehr auf Nirn, musste das so eine Art Taschendimension sein. Ich habe einmal einen kurzen Absatz darüber gelesen. Aber ich hatte keine Vorstellung.

Wir brachten diese Krakal zurück in die Akademie, um den Splitter dort irgendwie zu entfernen. Zumindest schien das der grobe Plan zu sein. Doch als Meister Dalathar den Splitter aus ihrer Seite ziehen wollte, brach dieser Schatten daraus hervor. Irgendetwas hat sich um meinen Hals gelegt, und ich sah nur noch bunte Punkte, das Labor verschwamm und dann wurde alles schwarz.


Wir wurden ausgespuckt und prallten auf aschigem Untergrund auf. Meine Rippe tut noch immer weh. Als wir einem der Gänge folgten, um den beunruhigenden Geräuschen zu folgen die überall von den Wänden hallten, kroch hinter uns ein Riese um die Ecke. Zumindest glaube ich, dass das ein Riese war. Das Wort zerfetzt trifft es wohl am Besten. Seine Augen waren ausgestochen und die Beine abgetrennt. Er brüllte schrecklich und dann bebten die Wände; er wurde vor unseren Augen von einer Wand zerquetscht, die sich einfach verschob. Es war ein Alptraum. Ich höre noch immer das Splittern seiner Knochen, und den matschigen Klang seiner erstickten, letzten Laute.


Ich musste mich kurz übergeben, aber jetzt geht es mir wieder gut. Ich muss diese Sachen einfach aus meinem Kopf herausschreiben.

Wir eilten diese Stufen hinauf, doch auf dem Weg dorthin griffen plötzlich Gliedmaßen aus den Wänden und von der Decke nach uns. Es war, als würden sich leuchtende Risse im Gestein bilden. Sie waren teils verwest, teils verbrannt, aber ich konnte nur das aufgedunsene Gesicht des Wesens bei Aeloth sehen, dann wurde alles um mich herum dunkel, und ich hörte dieses sinistere, donnernde Lachen, und dann ein kleines Mädchen, das weinte. Es war in meinem Kopf, und ich konnte meine Geschwister kaum noch hören, als stünde ich urplötzlich in einem engen Raum; ganz allein.

Sie war so hübsch in ihrem weißen Nachthemdchen, und den goldenen Locken, die mich an die Haare von Erwyn erinnerten. Die schmutzige Puppe, die sie in der Hand hielt, sah aus wie die, die meine Mutter mir schenkte. Zumindest sagte Tante Eveline, dass sie von meiner Mutter sei. Irgendwann hat sie sie einfach ins Feuer geworfen, weil sie meinte sie stinkt zu sehr. Jedenfalls streckte das Mädchen die Hand nach mir aus, und flehte um Hilfe. Ich wollte ihr helfen. Da war dieses bösartige Lachen, und sie hatte solche Angst. Ich wollte sie herzen und ihr sagen, dass nun alles gut wird. Sie hätte mit uns gehen können, und wäre meine kleine Schwester geworden. Aber dann sah ich etwas hinter ihren Augen schimmern; nur ganz kurz. Was ich tat wollte ich gar nicht, es passierte einfach so. Die Kälte brach durch meine Finger und ich habe irgendetwas zu ihr gesagt, an das ich mich nicht mehr erinnere. Ihre Haut quoll auf, das Gesicht wurde zu einer Fratze und sie schrie. Schrie so laut, dass mir schwindelig wurde und ich gestolpert bin. Ich muss gegen irgendetwas gefallen sein, denn das nächste an das ich mich erinnere, war Aeloth, der mir auf die Füße half.


Wir folgen den anderen, und am Treppenabsatz bot sich uns ein ganz eigenartiges Bild. Der Raum in den wir sahen war...irgendwie überall und es waren viele. Ganz viele Räume in Räumen, und Treppen die kopfüber in andere Räume führten. Ich habe das Gefühl verrückt zu werden, wenn ich versuche den Anblick zu beschreiben. Und da waren Bücher. So viele wie ich sie noch nie gesehen hatte. Und Stimmen. Wir sollten bald herausfinden, vom wem sie stammten.


((An dieser Stelle eine Entschuldigung dafür, dass Zaylin nicht mit auf dem Screenshot ist. Mir ist die Gelegenheit leider durch die Lappen gegangen, da der Abend wirklich lang und die Aufmerksamkeit etwas lahm wurde. Wenn jemand einen hat, schiebe ich den gern nach.))

Meister Dalathar beschwor ein Licht, das in einen dieser Räume flog, und rief nach dieser Frau. Es war wirklich die Herrin von Karakal. Diese Matriarchin Verorethi; zumindest nannte er sie so. Sie hing über Kopf an der Decke, als sie mit ihm sprach, aber ihre Haare hingen gar nicht nach unten, oder oben, also in die falsche Richtung, und sie hatte auch einen Begleiter. Aber ich konnte ihn nicht richtig erkennen, weil er eine Maske trug. Vielleicht wegen dem ganzen Staub, der in diesem seltsamen Raum war. Als sie den Fuß auf die Treppe setzte, stand sie plötzlich wieder richtig herum, als sei sie eine ganz gewöhnliche Treppe hinaufgestiegen. Ich begreife das einfach nicht.

Sie sprach davon, dass das seine Taschendimension eines...Niederneffen(?) von Herma Mora sei. Aber dem Gespräch habe ich kaum folgen können, weil mir plötzlich unheimlich schwindelig wurde. Diese dröhnende Stimme hat mich dann aber wieder aufmerksam werden lassen. Ich wusste nicht woher sie kam, aber sie war haarsträubend. Sie sprach von diesem Kristall und davon, dass sie einen Körper haben wollte. Sie wollte damit in die Akademie getragen werden oder so ähnlich. Ich kann es noch immer nicht fassen, und noch weniger begreifen. Ich fürchte aber, hätte sich niemand darauf eingelassen, hätten wir diese Ebene nicht mehr ohne große Risiken verlassen können. Größere als dieser Pakt sie mit sich bringt. Dalathar stimme ihm zu. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie sich das entwickeln wird.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

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16

Dienstag, 4. April 2017, 17:59

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

3. Tag der Regenhand - Katzenjammern
Als ich heute Morgen über den Hof ging, dachte ich erst, dass ich schon Stimmen hören würde, weil ich so müde war. Ich konnte die ganze Nacht nicht richtig schlafen, und die Kräuter von Aethyra sind mir aus gegangen.

Aber die Stimme habe ich mir nicht eingebildet. Da stand wirklich jemand vor dem Tor und hat so laut gebrüllt, dass es selbst neben dem Grollen der Vulkane und dem pfeifenden Aschewind zu hören war. Ich habe mich schon beeilt zum Tor zu kommen, das war aber wohl noch immer nicht schnell genug, denn der Besucher hat sich sehr darüber geärgert, dass es so lange dauerte und wollte über das Tor klettern.


Dachte sie wirklich, sie hätte diese hohe Mauer erklimmen können? Sie hat ja kaum tiefe Fugen. Ich frage mich, ob sie nur geflunkert hat. Als das Tor aufschwang, war sie tatsächlich schon am oberen Teil des Torflügels angelangt. Das sah wirklich lustig aus und sie wollte nur herunter kommen, wenn ich ihr versprach, dass ich das Tor nicht vor ihrer Nase zu schlage. Was hätte ich also tun sollen? Ich konnte das Tor nicht einfach wieder zu schwingen lassen und sie zerquetschen. Hoffentlich werde ich nie so, dass ich einmal anders darüber denke. Ich fürchte diesen Augenblick.

Jedenfalls ist ihr Name Kihrazad, eine Khajiit und sie ist nett. Ich wollte erst mit ihr in der Küche warten, weil ich dachte es sei niemand da, der über ihre Einstellung entscheiden könnte. Aber Aethyra war zum Glück doch da, und so habe ich sie nach einem kurzen Gespräch nur noch durch die Akademie geführt, um ihr alles zu zeigen. Nunja; alles bis auf die Privaträume der Hochmagier. Da darf ich nicht rein.

Es klang so, als würde sie ihre Stelle tatsächlich antreten können. Scheinbar kann sie sehr viel. Kochen, waschen, aufräumen und mit Bratpfannen kämpfen. Ich musste sehr lachen. Sie scheint auch ein wenig magiebegabt zu sein, aber sie kann es nicht kontrollieren, so wie ich damals, bevor mich Meister Orenas unterwiesen hat.

Dieser Splitter von gestern beunruhigt mich; ich frage mich wo sie ihn hin getan haben. Ich habe ihn weder im Labor, noch im Heiligtum gesehen.
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17

Donnerstag, 13. April 2017, 00:27

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

7. Tag der Regenhand - die zweite Adeptin

Ich glaube es ist noch mitten in der Nacht und ich kann nicht wieder einschlafen; ich versuche es sicher schon seit einer ganzen Stunde. Noch immer liegt mir dieser widerliche Korkwurzelgeschmack auf der Zunge, als hätte ich in gammeliges Brot gebissen. Was auch immer Dalathar da zusammengemischt hat, hat geholfen. Aber diese Alpträume werden immer intensiver, und jetzt kann ich nichtmal mehr richtig einschlafen, weil ich keine Kräuter mehr haben darf. Ich weiß nicht was schlimmer ist; nicht schlafen zu können, oder diese gruselige, schattenhafte Kreatur im Augenwinkel und das singende Mädchen im weißen Nachtkleid.

Heute ist die erste Adeptin in die Akademie gekommen. Ihr Name ist Achtet-auf-Glühwürmchen, oder Jinx - eine Argonierin. Ich nenne sie Jinx, sonst verhaspele ich mich sicher ständig. Sie scheint recht nett zu sein, aber weiß erst sehr wenig über Magie. Ich schätze sie ist noch nie von jemandem unterwiesen worden. Das macht aber nichts; schätze ich. Woher sie kommt weiß ich noch gar nicht. Wir hatten nicht so viel Zeit uns zu unterhalten, weil es schon recht spät war und ich sie recht bald hinauf gebracht habe.

Sie schläft natürlich auch hier im Schlafsaal. Leider macht es das mir schwerer jetzt ins Heiligtum zu gelangen. Es ist sowieso schon schwer genug, seit wir nicht mehr allein in der Akademie sind. Ich werde versuchen so leise wie möglich hinunter zu gehen, und eine Weile in der Küche warten. Wenn mir dann niemand folgt, kann ich sicher gefahrlos hinein gehen.

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18

Donnerstag, 13. April 2017, 00:31

9. Tag der Regenhand - Gewissensbisse

Meister Athar kam ins Heiligtum, als ich mitten im Gebet war. Er muss sich schon vorher sicher gewesen sein, dass ich es tun würde. Ich frage mich, ob er ahnte, wie sehr ich mein Versprechen einlösen wollte oder ob er es mich hat aus anderen Gründen tun lassen.

Er brachte mich in sein neues Anwesen, aber es blieb nicht genug Zeit danach zu fragen; ich bin sogar sicher, dass es nichtmal in Morrowind sein kann, jedenfalls ist es noch viel schöner, als das Alte. Das Portal zu wirken, kostete ihn sehr viel Mühe, vermutlich weil er bereits mit einem Portal zur Akademie gereist ist.

Er stellte mich den beiden Frauen, die er in sein Haus gelassen hatte, als sein Mündel vor. Das Mädchen war kaum älter als ich. Amelia- ich kannte nichteinmal ihren Nachnamen und auch nicht den ihrer Mutter. Ihre Mutter war sehr krank und bereits erblindet; sie suchten Heilung bei Meister Athar.

Ich war entsetzt, als ich Amelia sah, sie war so lebendig und aufgeweckt. Doch Dalathar sagte mir im Heiligtum, es seien gleich zwei Seelen für den dunklen Vater, deswegen muss er gewünscht haben, dass ich auch sie töte. Ich wollte es nicht- nicht sie. Für ihre Mutter mag es beinahe gnädig gewesen sein, denn Dalathar sagte, dass sie so krank war, dass nur der Tod ihre Heilung sein konnte, aber Amelia? Trug sie wirklich schon so viel Schuld ist sich?

Es verlief nicht wie es sollte. Ich glaube Dalathar hatte eine Phiole mit Gift vorbereitet, doch als er sie auf den Tisch legte, und sagte sie sollten den Preis bezahlen, bevor sie das Mittel erhielten, dachte ich es sei genau das; ein Heilmittel. Seinen Blick hatte ich als Zeichen gedeutet, bin ohne zu zögern über den Tisch gesprungen, und habe ihre Mutter mit dem Stuhl umgeworfen; ich wollte, dass es schnell ging.

Amelia schrie und bettelte Meister Athar an, als sie sich gegen meinen Griff wehrte. Aber ich gab sie nicht frei. Ich... ich musste es tun. Es war richtig. Nein, richtig war es nicht. So darf ich nicht denken. Niemand ist ohne Schuld, das hat Dalathar zu mir gesagt, und es war sein Wille, dass ich sie dem Schreckensvater überantworte. Dennoch; ich kann ihren Tod nicht vor mir selbst rechtfertigen. Ich tat es, weil Meister Athar es wollte - und ich zögerte keinen Augenblick.

Sie starb zuerst, dann ihre Mutter. Unsauber; zu langsam. Alles war voller Blut, und ich habe auf Dalathar´s teuren Teppich gekotzt.



Ich hätte das Gift wählen sollen. Doch ich habe zu schnell gehandelt. Meine Überantwortung war weit grausamer und schmerzhafter als es das Gift hätte sein können. Es war genau das, was ich nicht tun wollte. Ich bin ein Monster.

Wir trugen die toten Leiber in sein Labor und was er dort zu mir sagte, kann ich noch immer nicht glauben. Wie soll ich dem nur gerecht werden?

*unter dem Eintrag sind eine blonde und eine braun-graue Haarlocke eingeklebt*
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19

Mittwoch, 19. April 2017, 12:30

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

12. Tag der Regenhand - Neue Wachen
In letzter Zeit kommen hier so viele Leute, dass ich kaum dazu komme sie alle zu erwähnen. Aber es wird mir helfen, ihre Namen zu behalten, wenn ich über sie schreibe. Aeloth hat einen neuen Mann für die Wache eingestellt; sein Name ist Karsu Mor. Ich glaube er ist ein Kaiserlicher, aber ich konnte nicht sehr viel mit ihm sprechen. Er war dabei, als die Matrone Verorethi uns über eine, ich glaube sie nannte es Meditation, in ihre Erinnerungen an die Taschendimension führte.



Wir wurden zurück an diesen Ort gezogen und kamen in jenem Gang an, in dem der Architekt den Riesen zerquetschte. Zumindest denke ich, dass es sein Wille war, und sich die Wände nicht willkürlich bewegt haben.

Später fluteten all die Erinnerungen der Matrone auf uns ein und ich sah einen tintenschwarzen Gang, an dessen Ende ein großer, sehr großer Raum war. Ich hatte Angst davor, hindurch zu gehen aber ich wusste, dass es wichtig war, diese Angst zu ignorieren. Ich bin nicht sicher, was die anderen dort sahen, aber es war sicherlich nicht weniger beklemmend, zumal unsere Umgebung ums jederzeit ebenso zerdrücken konnte, wie sie es mit dem Riesen getan hatte. Seit wir zurück sind, fühle ich mich ganz seltsam; so schwach und müde. Hoffentlich werde ich nicht krank...


14. Tag der Regenhand - Die Mavroths
Die anderen sind zu uns zurückgekehrt und haben eine Gruppe Dunmer mitgebracht. Ich glaube sie gehören zum Haus Dres und scheinen der Matrone sehr gut bekannt zu sein. Ich ärgere mich darüber, dass ich nicht mitkommen konnte, und sie so schnell aufbrechen mussten.

Diesen jungen Dres Thumar und seine Mutter Norven hatten sie nicht dabei, und Aethyra kam erst viel später hinterher, als die anderen. Ich weiß noch gar nicht was passiert ist und alle sind so mit unseren Gästen beschäftigt, dass ich kaum Gelegenheit habe, sie nach irgendetwas zu fragen. Mich interessiert wirklich, was dort passiert ist und vor allem, warum Achtet-auf-Glühwürmchen, ich meine Jinx, in diesem Zustand zurückkam. Sie schläft seitdem so fest, als sei sie in ein Koma gefallen. Jedenfalls sind diese Mer sehr stolz und streng, scheint mir. Und sie haben einen Sklaven bei sich, der wirkt wie ein Netchbulle in Katzengestalt. Ein reines Bündel von Fell und Muskeln – ob er Kihra imponiert hat?

Ich hätte mich gern mit ihnen unterhalten aber ich habe mich irgendwie nicht getraut. Ich weiß auch gar nicht, wie sie zu uns stehen oder wie wir zu ihnen stehen sollten. Bei Gelegenheit muss ich mit Dalathar darüber sprechen, damit ich weiß, wie ich mich verhalten soll. Aber…wenn ich sodarüber nachdenke gibt es im Grunde nur ein Verhalten, das richtig ist, schließlich müssen wir das Bild aufrecht erhalten, so gut wir können. Ich werde freundlich und zurückhaltend sein – damit mache ich sicher keinen Fehler und vor allem keinen schlechten Eindruck.

16. Tag der Regenhand - Ausgeruht
Hyadriil und sein Gefolge sind wieder abgereist. Sie sagten, sie hätten lange genug ausgeruht, und würden sich nun daran machen, Thumar und seine Mutter Norven zu finden. Ich glaube sie müssen irgendwie verloren gegangen sein; Dalathar sagte ja schon, dass ein Portal aus dieser Dimension nicht sehr zuverlässig sei. Hoffentlich finden sie sie wieder. Aethyra hat ihnen einen Portal nach, ich glaube es war Gramfeste, geöffnet – oder? Hrm, naja, nicht so wichtig. Jedenfalls sind sie nun fort.

Sie haben uns aber nicht ohne freundliche Worte verlassen und uns in ein Anwesen eingeladen. Ich fürchte jedoch, dass die Einladung nur der Form halber ausgesprochen wurde, und in Wirklichkeit nur einigen Mitgliedern der Akademie galt. Beschwören kann ich das natürlich nicht, aber es fühlte sich ein wenig danach an. Und Aethyra hat eine Übereinkunft mit einem Argonier namens Narben-Schuppe getroffen. Er hält sich nun häufig in unserer Bibliothek auf und liest in den vielen Büchern, die wir dort haben. Ich habe versucht mich mit ihm zu unterhalten, aber das war ganz schön schwierig. Irgendwie scheint er in Rätseln zu sprechen. Ich finde ihn aber nicht unfreundlich. Es war nur ein wenig kompliziert.

Ich dachte bevor ich so tue, als würde ich ihn verstehen und später ganz dumm aussehe, wenn es drauf ankommt, sage ich ihm gleich, dass ich kaum begreife, was er mir eigentlich sagen will. Ich glaube das war gut und danach war es ein wenig einfacher, seinen Worten zu folgen.

Oh, den Schrecken heute, hätte ich beinahe gänzlich verdrängt. Col hat mich tatsächlich vor den anderen, also auch in der Anwesenheit von Hyadriil und seinen Leuten „Schwester“ genannt. Ich wäre beinahe umgefallen und Aethyra hat mich schnell an seine Seite zitiert. Später hätte er sich beinahe gegenüber Narben-Schuppe verplappert. Wie konnte so etwas geschehen, er ist doch eine Schattenschuppe, und hat seine Ausbildung begonnen, als er noch viel jünger war als ich? Vielleicht bringen ihn die magischen Quellen hier durcheinander. Ich muss unbedingt mit ihm sprechen, damit so etwas nicht noch einmal geschieht.
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20

Mittwoch, 19. April 2017, 12:34

Elsa´s geheimer Freund - ein Tagebuch

17. Tag der Regenhand - Zuwachs und abenteuerliche Berichte
Schon wieder ein neues Gesicht. Ein neuer Adept kam heute in das Anwesen, als ich mich mit Dalathar im Hof unterhielt. Er hat mir ein Stück Nachtholz geschenkt und gesagt, damit könnte ich vor den anderen Adepten angeben, weil es sehr selten sei. Es ist pechschwarz. Ich werde es auf die Kette mit dem Zahnradbruchstück ziehen. Das Stück, das ich retten konnte, als wir gegen die Krähe kämpften.

Meine Güte, das hätte ich fast vergessen: Nephye ist zurück! Ich muss unbedingt hören, was sie zu sagen hat und sie wird offenbar Zerstörung unterrichten!

Dalathar sagte, dass wir ein Fest geben würden. Eine große Veranstaltung, bevor die Vorlesungen und Exkursionen beginnen würden! Ich bin ganz aufgeregt, denn ich glaube er wird viele, wichtige Leute einladen und es wird bunt und berauschend – vielleicht. Er sagte ich sollte an diesem Tag etwas vorführen. Ich kann kaum schreiben, so sehr kribbelt es in meinen Fingern. Doch ich muss dafür üben und sicherlich noch etwas Neues lernen. Etwas das sich lohnt und Eindruck macht.

Aber eigentlich wollte ich ja über Mavis schreiben. Er ist ein Dunmer und später habe ich erfahren, dass seine Familie wie die Matrone dem Haus Dres angehört. Sie kam hinauf, als ich ihm den Schlafsaal gezeigt habe. Ja, Dalathar hat ihn als Adept akzeptiert, nachdem er einen Flammenzauber demonstriert hat und das Finanzielle geklärt war. Ich glaube Dalathar hielt ihn erst für sehr arm, denn ich habe auf seinem Zettel gesehen, dass er sowas aufgeschrieben hat, ehe Mavis sagte, dass seine Eltern sehr reich seien.



Meister Athar war wirklich sehr herablassend – allerdings scheint Mavis auch ziemlich arrogant, und ich bin gespannt, was das noch für Auseinandersetzungen nach sich zieht. Es gab noch viel Schimpf, als Narben-Schuppe in das Büro der Hochmagier kam, um die Bücher zu studieren, und später hat sich Mavis ganz arg darüber aufgeregt, dass Jinx bei uns im Schlafsaal wohnt.

Er scheint wirklich rassistisch zu sein und hat sich kaum beruhigt, als ich sagte, dass wir hier nicht zwischen Völkern unterscheiden, und nur die Lehre im Vordergrund stünde. Wie auch immer- die Matrone Verorethi scheint ihn zu favorisieren. Ob sie auch einmal bei uns unterrichten wird?

Sie erzählte mir jedenfalls spät an diesem Abend, was in der Taschendimension wirklich passiert ist, und warum Jinx nun in diesem Zustand ist. Es war alles recht viel, und ich muss meine Gedanken erst einmal sortieren.



Nachdem sie zu diesem Thumar - schreibt man den so? Ach, egal! - vorgedrungen waren, verlangte der Architekt, dass Jinx einen der Sklaven tötete, damit sie gehen konnten, und offenbar war es eine Argonierin wie sie. Sie tat es offenbar, aber es war nicht genug. Die Matrone sprach davon, dass der Niederneffe einen Kampf verlangte und offenbar waren alle Ausgänge mit dunklen Verführerinnen besetzt. Genau solche, die mir in der Vision eine Peitsche um das Handgelenk geschlagen haben. Und es tut jetzt noch weh.

Sie mussten also kämpfen und taten es. Doch es war eine List, und in Wirklichkeit kämpften sie untereinander, statt gegen dunkle Verführerinnen. Ich wundere mich, dass überhaupt einer von ihnen gegen Aeloth bestehen konnte, und er niemanden niedergemetzelt hat. Ich hoffe das ist alles so richtig und ich schreibe nicht irgendwelchen Unsinn auf. Diese Geschichte klingt so undurchsichtig, dass ich sie kaum behalten kann, weil ich nicht selbst dabei war.

Verdammt. Die Seite ist schon wieder voll, dabei schreibe ich schon so klein, dass ich meine eigene Schrift kaum lesen kann! Ich würde mich ja wirklich gern kürzer fassen, aber so vieles davon, könnte einmal sehr wichtig sein…

Der Kampf wurde wohl unterbrochen, weil der Architekt etwas von Aethyra haben wollte. Ob er bekommen hat, was er wollte weiß ich nicht aber die anderen sind mehr oder weniger freiwillig durch Portale in die Akademie gelangt. Aethyra blieb zurück und folgte einen Tag später. Hier endete der Bericht der Matrone Verorethi in etwa.

Ich hätte nach dem Bericht wohl besser einfach nach oben gehen sollen, aber ich habe sie gefragt, woher sie diese Leute kannte. Die Antwort gibt mir zu denken. Sie sagte sie hätte jedem anderen die Kehle herausgerissen, der sie danach gefragt hätte. Ich sollte meine Neugierde gegenüber der Matrone im Zaum halten, schätze ich. In Zukunft keine Fragen mehr – nicht an sie. Vielleicht weiß Dalathar mehr.
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Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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