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Mittwoch, 17. August 2016, 01:06

Vom Sklaven zum Erben

>ICH ZIEH DIR DEIN FILZIGES FELL ÜBER DIE OHREN, RÄUDIGER KATER!< ..

brüllt der Koch des Hauses mit hochrotem Kopf dem flüchtenden Kneul aus Pechschwarzem Fell hinterher, in der Hand den höchst bedrohlichen Kochlöffel schwingend. Die Zofen duckten sofort ihre Häupter unter der Stumpfen Mordwaffe hinweg.
Es ist ein kratzen und rieseln zu hören als der junge Khajiit mit größter Mühe das offene Dachfenster erklimmt. Nicht mehr als ein kreisrundes Loch in der Sandstein- und Lehmfassade des abgegrenzt stehenden Hauses der Shar'dama Ka. Eine, so wird vermutet sehr großzügige Frau. Überaus spendabel seit dem Ableben ihres ältesten Sohnes. Es wird in den dreckigen Gassen gemunkelt und getratscht das die Steinreiche Shar'Dama aus dem Nord-Osten Nirns sich ein Flicken besorgt hat. Ein pelziger Flicken der ihr zerissenes Herz stopfen soll.

Der junge Khajiit hinterließ tiefe Furchen in der Kunstvoll verzierten Fassade, fixiert mit den Hinterbeinen das Stück Ziege und zerpflückt geschickt mit den krallenbewehrten Händen das gekochte Fleisch. Die raue Katzenzunge leckt über die mit Fett benetzten Krallen, der Kochen wird achtlos nach hinten geworfen. Mit einem dumpfen Ton landet der Knochen auf dem Berg an Tiergebeinen. Die Mittagssonne schiebt sich zwischen den entfernten Gebäude und strahlt genau auf die runde Fensteröffnung und bescheint den Pelz. Das Fell verschluckt die warmen Sonnenstrahlen und die ersten weißen Mähnenbüscheln die wie ein Kranz um sein Gesicht sich anordnen glänzen in der gold-gelben Sonne. Die weißen Augen blinzeln hinaus, der Unmut über die störende Sonne wird mit einem kurzen Knurren belegt.

>Viel zu Warm.< brummelt er vor sich hin, kriecht auf allen vieren zu der Öffnung in der Wand und springt Kopfüber hinaus. Fast Lautlos kommt er auf allen vieren auch unten wieder an, erhebt sich auf die zwei Beine, klopft sich die verdreckten mit Fett besudelten überaus teuer Aussehenden Kleidungststücke ab. Ein Krallenfinger schiebt sich durch ein Loch an seinem kunstvoll bestickten Hemd, belustigt blickt er sich seinen wackelnden Finger an.

>Hoffentlich wird das nächste Hemd nicht wieder rosa..< der selbstgefällige Gang mit hin und her schwingendem Schweif und stolz geschwellter Brust führt ihn gradewegs in das Innere des klein angelegten Palastes. Die herumhuschenden Bedinsteten scheinen ihn komplett auszublenden als wäre er eine selbstverständlichkeit, eine teure Vase die einfach umlaufen werden muss. Die scharfen und viel zu lang gehaltenen Krallen kratzen bei jedem schritt des halbstarken Katers über den Perserteppich. Missbilligend werden die Lippen des Trunkdieners zu einem engen Rektum gespitzt, doch getadelt wird nicht nur das schnalzende Kopfschütteln ist von dem Hänfling mit Rüschen zu vernehmen. Die weißen Schnurrhaare zucken vor Freude auf, vibrieren schwingend in der Luft.

Nach unzähligen verwinkelten Gängen vollgestellt mit heimischen Früchten und Krügen von Traubensäften die, die Pelzlosen erheitern und zu schlechten scherzen ermutigten bis über zu reinem Quellwasser, erreicht er den gewünschten Gang. Die üppige Anzahl an Zierpflanzen und kleineren Palmensorten ließen diesen Ort mitten in der erbarmungslosen Wüste das Paradies schlecht hin ähneln. Fehlen nurnoch die Jungfrauen. Dort erblickten die auflitzenden Katzenaugen auch schon die Türe. Zwei flügelig und aus massivem Ebenholz passte diese nu wirklich nicht in das Mobiliar, allerdings zeigte sie ganz genau WIE reich die reizende Dame sein musste, und auf unnötigen Kitsch steht. Auf der Türe waren abstrakte Schnitzerein, die sich der junge Kater nie lange anschaute denn dort lauert das begehrte Hinderniss.

Ein breiter Rothwardone mit Plattenrüstung und zweiseitig geschliffener Breitaxt steht dort vor der Tür. Der Kopf des Hühnen fängt energisch an zu schüttelt, dann erklingt es wütend unter dem Helm >Bleib da stehen Pelzpantoffel!< breitbeinig steht der dunkelhäutige nu dort eine Hand mahnend ausgestreckt. Der Kater läuft im rotzfrechen Gang grade auf ihn zu. Die Zweite Hand wird zu hilfe genommen und steckt diese ebenfalls nach ihm auf, meint es wohl nu ernster. Doch noch immer verlangsamt der pelzige Jungspund nicht seine Geschwindigkeit, erst kurz bevor die ausgestreckten Armen nach ihm greifen wollen, sackt der pechschwarze Khajiit ein, lässt sich wieder auf seine vieren herunter schiebt sich zwischen die Beine des brüllenden, kommt hinter diesem zum stehen und hält die Krallenhände an die massive Türe. Die Bewegungen wirken so leicht, als wären sie einstudiert. Der Khajiit drückt gleichzeitig seine Füße in die Kniekehlen des gepanzerten, der den Halt verliert und sowohl die Balancé und das Gleichgewicht verliert und so gleich nach vorne überkippt. Der erzürnte Blick des Rothwandonen trifft nu eine sich schon wieder schließende Türe. Der gleiche Trick, schonwieder.

Hinter der protzigen Türe befindet sich ein noch viel protziger Raum, der dadrüber hinaus auch noch verflucht klein war. Kissen, Räucherbehälter und Bücher waren wohl am meisten vertreten in diesem Kuriositäten Lager. Goldene Vasen, Urnen und Artefakte zieren die Wände und jeden freien Meter. Doch das wertvollste in diesem Raum war überaus ledrig, silberne Fäden hänge in Massen herab und die feinen Linien in dem Leder waren so unzählig viele das der Künstler Monde lang dadran gearbeitet haben muss. Doch nein, es war nur die überaus stark einparfümierte Shar'Dama Ka der die Aesterischen Öle wohl nicht so gut bekommen. Sie grinst an die mit Wandmalerin bedeckte Decke, und säuselt leise etwas vor sich her, klatschte und jubelt gelegentlich.

Die 5 Söhne, allesammt gut betucht sehen diesen bedauerlichen Geisteszustand der mittlerweile keine seltenheit mehr war als klares Anzeichen das ihre Mutter bald versterben wird, wohlmöglich dieses Jahres. Über ihr Lebenswerk wird während ihres Lebens wie auf einem Basar verhandelt. Wer würde wieviel bekommen, wer das Haus? Wer die Länderein? Mordgelüster breiten sich in dem 5er gespann von Brüdern aus. Die Dunkle Bruderschaft hatte die nächsten Monate vieleKontrakte an der Backe.

Von hinter der Türe kam nichtsmehr. Der schwarzhäutige hat verloren und gibt sich als guter verlierer. Der junge Löwe verliert die stolze Körperhaltung und tapst hinüber zu dem Haufen an Kissen auf dem die Shar'Dama sich rekelt. Ihr Parfüm benebelt nu seine scharfen Sinne, und treiben ihm Tränen in die Augen. Er drückt seinen Kopf gegen die Wange der alten Frau, die ihn erst dadrauf hin mit einem weiteren Jubelschrei registriert.

>Mein Silbermähn'chen! Ja warst du heute auch schön artig? Oh wie siehst du denn aus! < .. sie verliert irgendwie den Faden. Eine längere Zeit ist es still.

>Ich liebe dich mein mein kleiner Kater.. du wirst irgendwann ein besonders Hübscher, das riech ich. < kommt es dann warm ergießend über ihn. Sein Köpfchen wird gepackt und zwischen den Faltrigen Lappen, wohl ehemals Brüste gedrückt. Er wehrte sich nicht, ließ sie machen so wie er abschätze würde sie eh gleich.. und da war es passiert. Die Shar'Dama schlief, schnarchend.

Das Schwarze Köpfchen mit zuckenden Ohren wird aus der Todeszone geschoben. Die glühenden weißen Augen blinzeln mit schräg gestelltem Kopf, frech wird die Krallenhand stubsend gegen die Wange der alten gedrückt. Das Schnarchen wurde nur umsolauter, so konnt er sich komplett aus der zwanghaften Liebesumarmung befreien, und rollt sich auf einer Kissenansammlung über ihrem Kopf zusammen. Die raue Zunge leckt über das lange weiße Haar, drückt dann noch einmal tief schnurrend den Kopf an das weiße Köpfchen und verfällt ebenfalls nicht ganz freiwillig in einen wilden Traum.

Dort steht er nun. Die Silbermähne wallt über das tiefschwarze Haupt, weht im nicht vorhandenen Wind wie in Zeitlupe. Ein Stattlicher Löwe, mit zähen harten Muskeln steht dort im Diebesnest, gestikuliert übertrieben mit den breiten Pranken in der Luft und versucht der inkompetenzen Fälscherin etwas zu vermitteln. Die gut 4 cm langen Fangzähne waren Rubin besetzt, verziert mit Goldenen Linien bleckten immer wieder auf zu einer drohgebärde. Seine Kleidung ebendso prachtvoll wie die Person selbst. Der pralle Beutel Gold wechselt den Besitzer, Inkompetenz macht sich wohl bezahlt.

Fünfzehn Jahre war es her, da wurde er von der Brust seiner Mutter gerissen, über See gesetzt und in ein fremdes Land geschafft. Und heute besaß er wohl ein unverschämt großes Erbe, blendendes Aussehen und jede menge Ärger. Ach, und Ärger. Und dadrüber hinaus.. Ärger.

Die Wüste ist für ihn nichtmehr sicher. Sein Aussehen bekannt. Nu wird das Erbe benutzt um wieder Richtung Heimat zu kommen, in Hoffnung dort noch lebende Verwandschaft zu treffen. Und vielleicht würde das Vermögen bis zu diesem treffen nicht vollkommen aufgebraucht sein und könnte der erhofften Familie ein guter start in eine gemeinsame Zukunft sein. Doch ersteinmal musste er dorthin. Er dreht sich um, streift sich durch die wellige silbrig glänzende Mähne und erblickt einen belustigt aussehenden Argonier, mit äußerst schlechten Nachrichten für sein künftiges vorhaben.

(Mein erster versuch überhaupt im "schreiben". Es hat mir spaß gemacht es runter zu schreiben, ich hoffe vielleicht macht es auch jemanden spaß es zu lesen! :S )
Die Angst vor dem Tod ist emotional, nicht rational.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Cerasa1« (17. August 2016, 01:57)


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Lyetas (17.08.2016), Angier (10.10.2016)