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Montag, 16. Mai 2016, 18:04

Im Zeichen des Wolfes


OOC: Aufgrund von Charwechsel brauchst es einen neuen Threadanstrich zu der Reisegruppe, daher wird das Reiseding hierüber weitergeführt, was man bisher unter Kind der Wildnis gelesen hat.


Der nächste Morgen ist bereist angebrochen, müde und träge versucht sie sich den Schlaf aus den Augen zu reiben. die wildgelockten, und zerzausten Haare versuchte sie wie jeden Morgen aufs Neue zu bändigen. Ein schon angefranstes Haarband sucht sich seinen Weg durch die wilden, rotblonden Locken. Die Hose streikt ebenso, wobei sie sich sicher ist, gestern wie auch sonst auf zuviel Herzhaftes verzichtet zu haben. Nagt schon der Zahn der Zeit, der ihre Figur wie ein schrumpeligen, und runden Apfel aussehen lässt? Sie ist sich sicher, dem ist nicht so. Nein, eher sagt sie sich diesen Vers fast jeden Morgen gedanklich auf, gefolgt von einem Abklatschen der flachen Handfläche gegen die Stirn. Ein erneuter Versuch, den verdammten Hosenknopf zuzukriegen folgt.

Zuletzt will sie sich um ihre Stiefel kümmern und die Verstecke die sie darin eingenäht hat prüfen, doch Kalevi kümmert sich bereits um diese. Kuschelnd. Ergebenen Blickes sucht sie sich so den Weg zum Lagerfeuer, hoffend das Fjalk schon auf ist und sich hoffentlich um nahrhaftes kümmert. SIe hat es nie gerne gemacht, wenn auch zu Zeiten ihres Sohnes ein wenig lieber als sonst. Verbittert presst sie die Lippen zusammen. " Was Stendarr wohl gesagt hätte würde er..." sie sieht gen Himmel, ehrwürdig, respektvoll. Dann ließ sie den Blick wieder auf den Schlafenden ruhen. Kalevi hat Melisande ihr noch gelassen, wie auch ihren Gürtel als Erinnerung. Eine gute Erinnerung an eine gute alte Freundin. Ihren Mut hätte sie zu gerne gehabt...


Neue Zeiten kommen auf, neue Wege und Hoffnungen auf Glück, ein klein wenig Wohlstand und sich um ihren Glauben zu kümmern....




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CriticalAcclaim (16.05.2016)

2

Dienstag, 17. Mai 2016, 06:42

Der Tag ist noch jung. Der Nebel, der sich über das Tal legt ist dicht und vertuscht noch viele Geheimnisse.
So kommt Fjalk von seiner Jagd ins Lager geschlichen. Obwohl er barfuß läuft, kann dies unmöglich leise passieren, da er einen Hirsch von stattlicher Natur hinter sich herzieht. Ein wahrlich prächtiges Tier. In der anderen Hand trägt er seine Fell-gefütterte Jacke.
Was für ein Spinner! Wenn er bei dieser Kälte öfter so herumläuft, erkältet er sich noch. Und was sind das für Kampfspuren in Form von frischen Schnittwunden und blaue Flecken an seinem Körper?

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Bonnylie (17.05.2016)

3

Donnerstag, 19. Mai 2016, 23:20

Verraten!


Von Carla, der Wölfin niedergeschlagen, liegt der bewusstlose Jäger Fjalk nun verriegelt und angekettet in einem staubigen Schuppen. Sein Jagdmesser, zwei seiner drei Ringe, die Stiefel und die Jacke hat man ihm abgenommen. Es liegt auf der Hand: Er ist im Moment nicht mehr als menschliche Ware, fern seiner Heimat in Himmelsrand entfernt. Kaum einer warmen Unterlage würdig verweilt sein bewusstloser Körper auf dem staubigen Boden im Schuppen eines ansässigen Dunmer.

Wie viel er ihm wohl einbringt?

4

Samstag, 21. Mai 2016, 15:00

Eiseskälte spürt sie, als sie sich wie jedes Morgens hinkniet. Das ledrige, abgegriffene Gebetsbuch legt sie in ihre Hände. Silben, Verse der Anbetung und Anpreisung gibt sie von flüsternden Tones von sich. Jeden Morgen verbrachte sie so, bevor sie sich in das einfache Gewand aus Jute schwang. Des Morgens war es noch fröstelnd kühl, jedoch sobald die Sonne aufging wurde es schwül und drückend warm. Das Leben hier hatte seine Eigenheiten, doch sie liebte die Schönheit der kargen Landschaft.
Alles verlief geordnet und einfach. Selbst ihre Garderobe war so einfach dass man es schlicht asketisch nennen konnte. Sich keine Gedanken machen müssen, welchen Schmuck sie zu welcher Kleidung trug, welches Kleid oder welchen Rock. Wobei sie sicher keinen Mann von hohem Stand geheiratet hätte, war es ihrem Vater recht egal ob es je irgendwer wurde. So fand sie hier Zuflucht, Zuflucht unter Brüdern und Schwestern.


Wieder spürte sie etwas hartes und kaltes als sie aufwachte, es war Stein, jedoch keine Steinplatten die sie aus dem Kloster kannte, sondern das Stein des Felsens hinter der Scheune, auf dem sie eingeschlafen war. Sie konnte von Glück sagen, dass sie niemand gesehen hatte. Mit Gewissensbissen lugte sie durch den Spalt zwischen den Felsen hindurch zur Scheune. Was wenn sie noch den Glauben hatte, wäre es dann besser als jetzt? Wie konnte sie solchem den man unter anderem nicht umsonst Bestie nannte Vertrauen? War es Vertrauen? Kopfschüttelnd reibte sie sich über die schmutzige Stirn, und versuchte vergebens ihre wilden Locken zu ordnen. Nichts war so wie es war. Die Ordnung und Disziplin die sie so sehr liebte und genoss. Doch welchen Sinn hatte es das, was sie hier tat? Es war durchaus Wahnsinn. Lebensmüde? nicht doch. ...-Wahnsinn.

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CriticalAcclaim (21.05.2016)

5

Donnerstag, 26. Mai 2016, 09:15



Seit drei Tagen sind sie bereits in Sturmfeste. Ueber Fjalk's Anmerkungen verliert sie kein Wort mehr. Oder hat es zumindest vor. Jeden Morgen geht sie umher um ihr Schwert am liebsten an einer passablen Stelle fuer immer zu versenken. Doch...- findet sie nach wie vor keine. Sie ueberlegt noch immer, ob der Sklavenjaeger Fjalk's haariges Problem ueberlebt hat. Ob er ihnen geglaubt hat? Nachdem was Melisande ihr ueber welche seinesgleichen berichtet hat kann man von ausgehn dass dem nicht so ist. Sie tun nur gut daran den Abstand fuer eine Weile zu Morrorwind zu vergroessern. Das hiesse auch, dass sie eigentlich bald weiterreisen muessten. Doch fuehlt sie sich unter einem Haufen auf zwei Beinen gehender Krokodile recht sicher. Und der Denkzettel ist ihnen wohl mehr als gelungen.
Genug gegruebelt widmet sie sich erstmals dem austesten einheimischer Kueche....

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Montag, 13. Juni 2016, 20:39

Fjalk der Jäger ist seit heute früh nicht mehr im Lager gewesen. In den frühen Morgenstunden hat er Vorräte, bestehend aus einigen Kartoffeln, Äpfeln, Gurken, Brot, Seemannszwieback, Würsten, getrocknetem Fleisch und einem Schlauch Wasser hinterlassen. Zeitgleich zur Morgendämmerung ist er nicht mehr aufgetaucht.

Sein Reisegepäck aber liegt noch in der Hütte, welcher der Reisegruppe derweil als Unterschlupf dient. Aus dem eher kleinen Lederrucksack spickt eine Pergamentrolle. Sind das die fälschlicher Weise als vermisst-deklarierten Dokumente, die er sucht? Oder verbirgt er etwas?



Pergamentrolle




Welches Privileg müssen wir mit uns bringen,
um im Schein der Sonne, wo wir alle gleich sind,
das Recht auf tatsächliche Gleichheit zu haben?

Spezien kommen und gehen
Doch die Zeit vergeht für immer gleich schnell
Alle Flüsse führen zur See
doch niemals füllt sie sich

Um die Einsamkeit zu erforschen
und verwundenden Stolz zu leben
werde ich für immer alleine durch die Jahre wandern

Und ich lasse niemanden in meine Nähe
Bettelnd, ja bettelnd darum, verstanden zu werden
Die Angst, die in mir lebt
erblüht wie ein unberührter Frühling

Mein Körper wird von den Bürden gezeichnet sein
Das Beben von Grund und Boden
wird die Kluft darunter aufdecken
Wenn nur ein Einzelner zwei Schritte voraus sein könnte?

Ob nun rIchtig oder falsch
Wir handeln mit Lügen und dessen Wirkungen
Im Schein der Lichter auf den Straßen
ist niemand, was er vorzugeben scheint

Was ich nicht zu verstehen scheine:
Die Zeit, der Ort
und wer ich bin



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Bonnylie (13.06.2016)

7

Dienstag, 14. Juni 2016, 17:24




Wie duenner Film klebt ihr der Schweiss und die Feuchte der Luft alle Kleidung fest an den Leib. Sie sind noch noerdlich des Sumpfes, doch schon hier ist es geradezu drueckend und schwuel. Was sie jedoch ebenso wenig daran hindert luftigere Kleidung zu tragen. Gewohnheiten wird man nur schwer los. Mitten im Sumpf in der Fremde, in Landen die nichtmal mehr kaum von Menschen bewohnt werden, achtet die fromme ehemalige Nonne nach wie vor auf die guten alten Sitten.
Sie wandert nochmal ueber den Marktplatz, wo sie ihren neuen Speer erstanden hat. Gut, zugegebenermassen war er sogar gebraucht denn soviel an Geld und Tauschwaren hatte sie nicht bei sich. Wobei wenn sie nachdachte nie sonderlich viel an Wert besass. Weder damals als Nonne, noch als sie im Schuhgeschaeft ihres Vaters mithalf.
Der Marktplatz war auch hier unter den Argoniern recht laut, wie es Marktplaetze fuer ueblich sind. Nur die vielen Stimmen hoeren sich dafuer eher wie Geschnatter und das lispeln von Schlangen an. Sollte sich ein riessiger Wespenschwarm geraeuschvoll dem Laerm dazugesellen wuerde sie das wenig wundern. Sie tauschte noch ein paar Lederreste die sie nicht brauchte gegen ein wenig Wundalkohol und weitere Tabakvorraete, dann machte sie sich wieder auf ihren Rueckweg. Fjalk hatte schon seit Tagen die Schnauze voll. Nicht nur die Schwuele, auch die Gerueche der Sumpftiere machten ihn zu schaffen.
Eine Nacht sich noch als Festtagsschmaus der vielen Muecken opfern, dann ging es in luftigere Gefilde. Sie planten noch fuer unrerwegs ein Lager im Sumpf mit ein, dann wollten sie schon in Cyrodiil sein.




Es war frueh am morgen. Wie brennendes, loderndes Feuer brannte die aufgehende Sonne am Himmel, eingerahmt von Schilf, Farn und übergrossen Wespen.
Fjalk trieb sich wieder des Schlafmangels wegen herum. Es stoerte sie nicht, im Gegenteil es erleichterte sie. Sie machte sich schon seit Tagen Gedanken wie die beiden, da die anderen fort waren, auf andere wirkten. Sorge und Scham, sie wuerde ihrem verstorbenen Gatten nicht genug Respekt durch die Trauer zollen, aber auch der Gedanke daran man sage ihr sittenwidrige Dinge nach graemt sie. Sie kontrolliert nochmals Vorraete und Rucksaecke nach, damit sie weiterzuziehen konnten. Vier statt sieben Tabakbeutel, sowie ihren persöhnlichen kleinen Beutel, den sie sonst immer im Stiefel versteckt trug. Ebenso der ehemalige Knauf ihres Schwertes. Veraergert pruefte sie ihre Stiefel ehe sie sich anzog. Das schwere Leder zog sich mit Muehe ueber die nun nicht ganz so zarten Waden. Auch das noch. Reichte schon dass sie jeden Morgen ihren Zweikampf mit dem Hosenknopf zelebrierte. Sie schrieb Fjalk noch eine hastige Notiz ehe sie aufbrach. Es war kein weiter Weg bis nach Sturmfeste, so hoffte sie vor ihm wieder da zu sein.
Nachdem sie ihre ehemalige Lehmhuette verlassen hatte um die liegengelassenen Dinge einzusammeln, durchstreifte sie suchend die schlammigen Wege. Ausgehungert muessten die Muecken sein, nachdem die Lehmhuette wieder ohne Nackthaute wie es Argonier gerne benennen, leer stand. Vornuebergebeugt sah sie sich besonders die Wegesraender an, waehrend der Speer bei jedem Schritt auf dem Ruecken hin und herwackelte. So sah sie zwar noch die Spitzen ihrer Stiefel wie auch die ein oder andere Pfote von Kalevi, dafuer aber nicht den sich naehernden Fremden. Der Aufprall war unausweichlich. Sie bemerkte nicht einmal dass es sich bei dem Fremden um einen Kaiserlichen handelte.

Den Ekel und Abscheu den sie empfand, versuchte sie sich zu verkneifen. Sie müsste wahrscheinlich sehr schockiert ausgesehen zu haben, ausgerechnet hier einen Solchen zu begegnen. Die Armee und politischen Persöhnlichkeiten, denen sie begegnen musste ratterten ihr namentlich Listengleich durch den Kopf. Nein, das Gesicht hier konnte sie zu niemandem zu ordnen. So versuchte sie eine angenehme und so belanglose Konversation mit ihm zu führen wie möglich. Sie wusste insgeheim, dass gerade negative Erlebnisse eher hängenbleiben, als Gewöhnliches. Für den Fall, dass er ihre wirkliche damalige Person doch kannte. Und sie musste sich eingestehn, dass Kaiserliche wie auch Coluvianer nicht alle gleich waren. Doch diese Wahrheit viel ihr mehr als schwer.

Irgendwann kehrte sie mit den vergessenen Habseligkeiten zu ihrem Lager zurück, wie sie es sich erhofft hatte war sie vor Fjalk wieder da. Ihm von ihrer Begegnung mit dem Kaiserlichen zu berichten, vermied sie allerdings. Die Erinnerungen an damals will sie nur ungerne wieder an das Tageslicht bringen. Noch nicht jetzt...

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Golli (14.06.2016)

8

Donnerstag, 16. Juni 2016, 16:57



Sie sind nun ihrem kleinen Schatz naehergerueckt und weiter hinein ins Kriegsgebiet hineingerueckt. Weit ist es nun nicht mehr. Nach wie vor halten sie sich nahe der Grenze, fuer denn Fall, dass es zu brenzlig werden sollte. Vielleicht haette sie Fjalk sagen sollen, dass sie nicht sicher weiss, ob sie auf cyrodiilischem Boden noch als Kriegsgefangene gilt oder nicht. Dass sie die Nordkrieger aus Haalfingar mitgenommen hatten, war mehr ein Mitnehmen von Beute als eine Befreiungsaktion. Wobei sie sich sehr sicher ist, haette man ihr die Wahl gelassen, so wuerde sie ihr Vaterland nach wie vor hinter sich lassen. Es hielt sie dort nichts mehr, der Verrat an ihr und den anderen Bruedern und Schwestern fuehlte sich noch zu frisch an.

Gedankenverloren und froh Ablenkung von den Gruebeleien zu finden, starrte sie Fjalk's Schuhwerk musternd an. Er koennte sich von ihr in der Tat ein Versteck im Schuhwerk einarbeiten laassen. Bei der Dicke seiner Stiefelsohle und des Leders waere es ein Einfaches fuer kleine, wichtige Dinge Platz zu schaffen.
Die Sonne ist bereits seit geraumer Zeit untergegangen, gluecklicherweise kannte sie manche Ecken aus der Gegend aus Ihrer Kriefsgefangenschaft her. Sie erinnerte sich noch vage an ein altes Handwerksgebaeude mit einem einfachen Aussichtsturm, in dem man damals einen Teil der Gefangenen wegsperrte. Sonderlich wohl fuehlte sie sich nicht bei dem Gedanken dort tatsaechlich zu rasten, doch fuer eine Rast war es einfach perfekt. Der kaiserliche Stuetzpunkt war gewiss nicht mehr dort, und wenn es ueberhaupt noch einer ist, so eher dem Ebenherzpakt aus, von dem sie beide kamen. Es war noch dazu in bergigen Gefilden, und mit einer soliden und festen Mauer abgesperrt, dessen schmale Fensterloecher es Angreifern fast unmoeglich machen weder hindurch zu schluepfen, noch irgendwelche Wurfgeschosse hindurch zu befoerdern. Nur die Erinnerungen zogen sich wie eine brennend, gluehende Fessel um ihre Brust dass ihr fast die Luft wegbleibt.
So gestaltete sich auch bereits die erste Nacht dort, die sie in Anwesenheit Fjalk's mehr und mehr bereute. Es war ihr zu persoehnlich und erdrueckend, was sie in Form von Alptraeumen nochmals durchlebte. So nah standen sie sich nunmal nicht, um solcher Art Erinnerungen zu teilen. Ueberhaupt war es ihr zuwider, irgendeiner Menschenseele soweit an ihrer Person teilhaben zu lassen. Selbst ihrem Gatten Jorgrim, konnte sie so manches nicht offen auf den Tisch legen. Statt Trauer ueber den verstorbenen Gefaehrten ihres lebens plagten sie noch immer Schuldgefuehle.
Das Fjalk sie mehr als einmal aus ihren Alptraeumen weckte, sagte ihr dass er weder weghoerte noch dazu viel zu viel mitbekam. Ob er dadurch herausfand dass hier ihre Gefangenschaft begann?

Am naechsten Morgen versuchte sie Kraft zu finden, um aus vergangenen Erinnerungen ihre damaligen Zauberverse zusammenzufinden. Sicher waere ein Gebetsbuch Stendarrs nicht verkehrt, doch manche Zauber fuehrte sie zu oft durch, so dass es schwer war sie gaenzlichst zu vergessen.
Auf einem Eckstueck an Leder ritzte sie die Verse ein, da sie das Pergament dummerweise bei der letzten Rast hat liegen lassen. In der Tat, sind sie nicht sonderlich gut lesbar, doch ein Anfang. Es fehlten nur noch ihre vergrabenen Relikte, die sie hoffte ueber die Zeit hinweg zu retten....

Kritzeleien auf dem ersten Lederrest

Spoiler Spoiler


Ein flackernd kleines Kerzenlicht,
das Heilung reflektiert,
im weißen Kerzenwachs,
das seine Form verliert,
in Tropfen, die den Tränen gleich
erstarrt in seiner Spur,
erhellt und wärmt es da und dort
für wenig Stunden nur;
Heilt uns in Not und Leid
ist Salbei in vielen Händen
will dir und mir zur rechten Zeit
Regeneration fuer Wunden spenden.




Kritzeleien auf dem zweiten Lederrest

Spoiler Spoiler


Ein Licht wie dieses, das die Flamme wirkt
der Kerze in der Nacht der Finsternis,
unscheinbar zwar und doch des Scheines mächtig mit der Kraft der Gerechtigkeit.
Dein Leuchten macht die Ferne nah, wandelt Dunkelheit in Sternenglanz,
führt das wunde Herz aus der Fährnis und der Bangigkeit in das Lichtesglanz.



Kritzeleien auf dem dritten Lederrest

Spoiler Spoiler


Stendarrs Licht wie Sternenglanz
So bilde lange Streben zum Himmel empor
Streben des Mitgefuehls das dich bewahre
Vor deiner eigen Finsternis und Verderben
Jede Tat des Zorns und Wankelmut solle dich lehren
Und wieder bringen auf Stendarrs Pfad der Gerechtigkeit und Mitgefuehls.


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CriticalAcclaim (16.06.2016)

9

Donnerstag, 16. Juni 2016, 17:19



Heute wollten sie aufbrechen, Carla sortierte sie abermals ihr Gepaeck und pruefte die Waesche auf der Waescheleine ob ihrer Trockenheit. Manche fuehlten sich noch leicht klamm an, so liess sie sie vorerst haengen.
Ihre Vorraete gingen zu neige, auch der Vorrat an Wasser aus den Wasserschlaeuchen. Die letzten noch brauchbaren Reste rettete sie aus dem Berg von Kruemeln und bereits hartgewordenem Brot und verstaute es so in einen derJutebeuteln. Die eisblauen Augen suchen derweilen das Lager ab, es wirkte es als waere er mal wieder auf Streifzug. Doch er ruhte wachsam stehend hinter der Waescheleine als beobachte er etwas.
Ob sich Kaiserliche dem Lager naehern? Seine angespannte Haltung versetzte sie in Alarmbereitschaft, die Beutel und Rucksaecke liess sie fuer einen Moment achtlos in den staubigen Boden fallen, um sich ihm zu naehern.
Er reagierte kaum, auch die wenigen Silben die ueber seine Lippen gingen waren fremdklingend ungewohnt fuer Fjalk's ueblichen Wortschatz. Ein anstubsen an seiner Schulter liess ihn kurz aufschrecken, als waere er auf der Lauer nach Aussicht auf frischer, blutiger Beute. Sie versuchte dennoch mehr herauszufinden und den noch waehrenden Aufenthalt u klaeren. Ueber seine Antworten wurde sie in keinster Weise schlau. Da er sich jedoch negativ zur aktuellen Rast auesserte, noch dazu aus unsagbar verborgenem Grund dringend Wasser brauchte, machte sie sich auf die vielen oder eher wenigen Dinge ihres Inventars zusammenzusammeln. Die Waescheleine riess sie nur grob herunter. Irgendetwas stimmte mit ihm nicht was ihr Sorgen bereitete. Fuer ein sorgsames und ordentliches Zusammenpacken blieb daher keine Zeit mehr.
Bereits aufgebrochen, war noch immer unklar in welche Richtung sie gehen sollten. Da sie zum einen nah an der Grenze lagen, zum anderen recht suedlich und nah an beschiffbarem Gewaesser stand die Moeglichkeit offen, per Schiff zu den Summersetinseln weiterzureisen, und Elsweyr dessen Kern wohl noch immer Seuchengeplagt ist auszulassen. Die Schnittermark blieb noch offen, wohingegen Fjalk's unliebsamer Freund unter Khajiit und wildlebenden Bosmern Probleme bereiten koennte. Doch Schiffe scheinen ihm in aktueller Lage zuwider zu sein, so entschied sis sich zwar direkt ab der Grenze und Kueste aufzuhalten, doch dafuer vorerst in Richtung Anwil, um von dort vielleicht per Schiff weiterzureisen. Ob zu ddn Hochelfen, oder direkt weiter in das kuehlere Dolchsturzbuendnis. Wobei die Moeglichkeit hier ueber Hammerfell weiterzureisen nicht ausgeschlossen blieb.
Sein Zustand besserte sich erstmals entlang der Kueste nach wie vor nicht. Ihn interessierte nichtmal das Wasser, dass er vor nicht allzulanger Zeit dringlichst vermisste. Aergernis machte sich in ihr breit, als sie bemerkte dass sie sich der kleinen Insel, auf der sie ihre Relikte vergrub naeherten. Doch in dem Zustand wollte sie sie nicht bergen. Es waere unklug ihn jetzt am Strand alleine zu lassen, noch dazu ihn in dem Zustand Wache halten zu lassen. So passierten sie die kleine Insel und liessen sie zurueck. Irgendwann, durchaus bereits am spaeten Abend naehrten sie sich einer kleinen Hafenstadt wobei es der Groesse nach wohl eher ein Dorf war. Sie konnte niemanden Bewaffneten ausmachen, es wirkte mitten im Kriegsgebiet fast zivilisiert und ruhig. Die einzelnen vom Krieg gezeichneten Bruchbuden liessen sie jedoch Wachsamkeit walten. Abermals versuchte sie mit ihm ein brauchbares Gespraech zu fuehren, was sich als erfolglos herausstellte. Seiner Lage sich nun doch dreisterweise zu nutze zu machen, band sie ihm ihre Halstuecher um Kopf und Hals drapierend legte, um ihn wie eine mehr schlechte als rechte Barde aussehen zu lassen. Hoffend diesmal er bleibt noch fuer eine Weile in diesem Zustand hakte sie sich bei ihm ein, um unzuechtigklingende Texte schief singend durch den kleinen Hafen zu groehlen. Wer einige Zeit in einem nordischen Dorf lebte, weiss schnell ein paar solche Liedzeilen, selbst ungewollt. Sie passierten das schmale Eingangstor des Dorfes und schauten sich um. Wobei Fjalk mehr eingehakt einfach mitgezerrt wurde, als waere er eine Puppe oder Teddybaer den man einfach nicht uebers Herz brachte liegenzulassen, oder schlicht eineh sturzbetrunkenen Nord. Um letzteres zu untermauern, vollfuehrte sie mit ihm noch ein paar schiefe Schlangenlinien, in dem sie ihn abwechselnd von der einen Richtung in die andere schubste.
Muede war sie, auch wurde es zunehmends dunkel. Eine neue, sichere Rast musste her. Ein Stossgebet an Stendarr, er moege ihren naechsten Schachzug als gerecht ansehen, stationierte sie Fjalk vor einem leerstehenden Haus, dass zwar keine Fensterscheiben mehr besass, dafuer eine solide Tuer und Dach. Sie sah sich nach links und rechts um, ob sich denn jemand beiden naeherte. Als sie nur Leere bemerkte, kletterte sie durch eines der Fenster mit dem Speer voraus hindurch, um das hoffentlich auch sicher leere Haus von innen zu oeffnen. Sie konnte niemanden im Hausinneren finden, so schob oder zerrte sie Fjalk hindurch ins Innere, wenig spaeter auch ihr bescheidenes Reiseinventar. Seine noch immer poetisch angehauchten aber wirren Verse trieben sie noch in den Wahnsinn. Die Ruhe selbst fuer beide zu wahren, fehlte ihr durch trotzende Muedigkeit. Eine Ohrfeige sollte hoffentlich ihr uebriges tun, odsr ruettelte sie nur an ihm? Sie wusste es schon nicht mehr, so muede war sie. Dafuer konnte sie ihm, sobald er wieder seinen Verstand und sarkastischen Humor innehatte einfach herunterrattern was sie beide bzw. Er in den letzten Stunden getan hatten...
Gemuetlich in das Bett kuschelnd hoffte sie fuer morgen auf den Fjalk mit Verstand und Scharfsinn, statt seinem unliebsamen Freund....

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CriticalAcclaim (16.06.2016)

10

Donnerstag, 16. Juni 2016, 17:27




Seit des fruehen Morgengrauens war er auf, und machte sixh nuetzlich. Da er sich zu allererst um neue Vorraete kuemmerte, die alten fast gaenzlichst aufgebraucht waren blieb fuer sie nicht viel uebrig,als die Zeit totzuschlagen. Sie kannte das kleine Oertchen nicht, so hielt sie sich alleinigen Erkundunfstouren erstmals fern. Mit einer soliden Nadel und einem weiteren, leeren Stueck Lederrest trug sie weitere Notizen ihrer Verse bei. Bei dem Gedankengang liess sie dabei ihren Blick schweifen, nicht unweit Fjalk's Habseligkeiten. Sie bemerkte dabei die Pergamentrolle die herausragte. Und sie war sich sicher, dass sie am Abend zuvor noch nicht da wahr. Auch fielen ihr seine Worte mehr als deutlich ein, dass sie auch ja die Finger von seinen Habseligkeiten lassen soll. Der Gedanke, zu erfahren was alles mit ihm loswar wenn sein unliebsamer Freund praesent war, war zu gross um der Versuchung zu wieder stehen. Seine Worte selbst wenn es wirklich nicht seine waren, brachten viele Fragen mit sich. Wollte er sie loswerden? Sollte sie ihn wirklich in Frieden lassen? Sie lugte zu der verschlossenen Tuere und rollte hastig das Pergament auf. Erst ueberflog sie die Zeilen nur fluechtig. Sich seiner Abwesenheit sicher, las sie nun sorgsamer durch. Ungerne gesehn, bestaetigte er sich in den Zeilen bzw. Sie ihrer Annahme. Wuetend darueber, sich belogen fuehlend stopfte sie das Pergament wieder eingerollt in den Rucksack.



Bei den Worten haderte sie nicht lange, und nutzte so noch die Moeglichkeit ihre Relikte hoffentlich ungesehn zu bergen solange er noch fort war. Seine Warnung, alleine sei es ein eher gefaehrliches Unterfangen stiess sie ins Nirvana ihres Kopfes. So stur sie nur konnte.




Der Strand war wie gestern verlassen und ruhig. Statt ihr eine zweite Warnung zu geben, motivierte sie das nur Ueberlegtes in die Tat umzusetzen. Vor der Insel angekommen, kontrollierte sie die Tiefe des Wassers mit einem Blick um sich wenig spaeter von ein paar ihrer Kleidungsstuecke zu entledigen. Es wuerde stunden dauern, bis alles triefendnasse durch das kleine Bad wieder trocknen wuerde. Nochmals, diesmal mit Schamesroete sah sie sich um bis sie das kuehle Nass bis hin zur kleinen Insel passierte. Die Stelle, an der sie die Schmuckstuecke vergraben hatte, konnte sie aufs erste nicht sofort finden. Es war schon Jahre her, noch dazu vergrub sie die Dinge damals eiligst in der Not. Nichts was einen langen Plan oder groesse Ueberlegungen mit sich brachte. Sicher drei oder vier Ecken grub sie dessen Erde mit ihren schmalen Fingern auf, um nichts als nur Erde, Moos und Kaefer vorzufinden. Fast aufgegeben, bemerkte sie an einer Stelle jedoch ein wenig mehr als das uebliche Reich des Erdbodens. Etwas hartes und kantiges. Sie grub weiter, und vergass dabei im Uebereifer wo sie war und was sie hier, leicht entbloesst und alleine eigentlich tat. Gluecklich ueber den wiedergewonnenen Schatz richtete sie sich wieder auf, um ans Ufer zurueckzuschwimmen. Den kleinen, von Erdkruste bedeckten Beutel haengte sie sich dabei um den Hals. Freude, Erleichterung und das Glueck ein Stueck weit liebgewonnener Vergangenheit und Glauben bemerkte sie den lauernden Fremden erstmals nicht. Er versteckte sich gut hinter einem Fels. Sie zog sich eiligst ein, vor Glueck gackernd, konnte sie es kaum fassen. Als sie sich zu ihrem noch am Boden liegengelassenen Speer beugte, bemerkte sie Schritte, knirschend im von Muscheln uebersaetem Sand. Bis eine Hand herzlichst nach ihrem Gesaess griff, und sie begriff welche Dummheit sie als Frau hier eigentlich tat. Bewusst auch der Tatsache, dass sie sicher nicht unbewaffnet und dem Kampfe hin nicht gaenzlichst ungeuebt lies sie den Griff des Speeres zwischen ihre Finger gleiten, um fuer jeden Schachzug seinesgleichen gewappnet zu sein. Er hatte offenbar nicht genug Grips, um ihre erst hilflose Lage zu nutzen, den Speer flink nachhintenstossend versetzte sie ihm dabei hoffentlich einen guten Schlag in die Mafengrube. Durch seine Abwehr mit dem Schwert stiess er sie dabei kurzzeitig zur Seite hin weg. Sie parierte erneut, indem der Speer flink von einer Fingersluecke in die Naechste schwang um erneut zuzustechen. Doch ihm halb zugewandt passte er seinen Moment der Abwehr ihren Speer abwenden zu wollen besser als zuvor ab. Sie noch dazu alsbald wehrlos machen zu wollen, streifte er sie bei der Abwehr wissentlich an Armen und Magengegend. Wohl nur dem Glueck und Geschick allein durchbohrte der beseite geschobene Speer statt seinen Torso nun seinen Kopf.
Gerne haette sie den Ort in sekundenschnelle verlassen wollen. Dank dem tief sitzenden Speer dauerte es noch eine gute Weile...



Schreck lass nach verband sie in dem Haus ihrer Rast notduerftig ihre Wunden. Ob ihr doch Stendarrs Segen fehlte, oder die Hast und Unruehe sie nicht vernuenftig heilendes Licht wirken liess. Alte Zeiten waren vorueber. So musste sie die Versuche des Wiederherstellens ein anderes Mal wagen, vielleicht in ruhigeren Minuten.
Kaum war sie mit Vetbinden fertig, naeherten sich Schritte dem Haus. Altbekannte Schritte. Toericht und gutglaeubig dachte sie doch glatt, dass er den Blutgeruch nicht wahrnehmen wuerde. Fehlanzeige. Vielleicht war es auch neben ihrer Dummheit Stendarrs Lehre, ihre Taten in Zukunft besser zu bedenken. Sorgsamer.
Auch die letzten, kleinen uebrig gebliebenen Luegen fanden alsbald ihr Ende, in dem Fjalk oder auch Wolfsfreund genannt, in gnadenloser Seelenruhe alle Wunden zusammennaehte. Letztendlich schluckte sie so ihren Stolz ergebenermassen herunter und gab wenigstens neben der kleinen Rumsucherei ihrer Habseligkeiten auch den eigentlich wirklichen Schmerzgrad ihrer Wunden zu.
Auch alteingessene, ehemalige Nonnen lernen trotz frommer Weitsicht selbst im erfahrenen Alter noch dazu...

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CriticalAcclaim (16.06.2016)

11

Donnerstag, 16. Juni 2016, 19:32

Zwei Tage ist es nun schon her, daß Fjalk sich um Carlas Wunden gekümmert hat. Anstatt sich aber um sie zu kümmern, ist er Tag für Tag weg. Und das nicht nur für kurze Zeit, sondern den ganzen Tag lang. Wo um alles in der Welt treibt sich der einäugige Mann im Pelz nur herum? Sein psychischer Zustand in den letzten Tagen ist besorgniserregend. Er ist ohnehin schon von ruhiger Natur, aber die andauernde Stille von seiner Seite aus ist ungewöhnlich.

Nachts geistert er, soweit man es mitbekommen mag, in der Hütte umher, die den Beiden als Unterschlupf dient. Wie auch immer er es anstellen mag, erscheint er dabei nahezu geräuschlos und verschwindet so auch kurz vor Beginn der Morgendämmerung wieder. Seinem kalten Ausdruck kann man dabei doch zweifelsohne Fürsorge für seine verwundete Reisegefährtin und stetige, nächtliche Wachsamkeit entnehmen. Wie auch immer, scheint er den Durchblick zu haben, was Carla angeht. Sowie sie langsam aber sicher vor sich her kuriert, wird er sie bei keinen negativen Anzeichen ihres Heilungsprozesses nicht mit lästigen Fragen nach ihrem Zustand belästigen.

So leise der Denker und Poet auch sein mag, durchbricht er die nächtliche Stille hin und wieder doch mit den Geräuschen von Kohlestiften, die auf Pergament abgetragen werden und tiefen Atemzügen. Der introvertierte Nord weiß wohl einfach nicht, wann gut ist mit seinem seltsamen Benehmen.

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Bonnylie (16.06.2016)

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Samstag, 25. Juni 2016, 18:12





OOC:

Alktuell sind wir an der Grenze Cyrodiils zu Elsweyr, und bewegen uns weiter westlich, Richtung Anvil um von dort per Schiff weiterzureisen bis ins Dominion.

Wer Anschluß an einer Reisegruppe sucht, und Gründe zum mitreisen hat, kann sich gerne anschließen. Wie weit man zusammenpasst, also ic zusammenkann, entscheidet sich entsprechend IC. Daher schließen wir ooc keine Gruppierungen aus oder ein. Einzigallein Kaiserliche könnten es schwer haben, ansonsten sind wir da recht frei von Vorurteilen.

Entzünd die Flamme tief in mir, mit jedem für und wider

Dann erleuchte ich die Welt für Dich, oder brenn' sie mit Dir nieder


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CriticalAcclaim (25.06.2016)

13

Montag, 27. Juni 2016, 06:10

Verdammtes Schlitzohr! Nur kurz wollte Fjalk gestern an die frische Luft. Und wie lange war er weg? Bestimmt zwei Stunden! Wenn nicht sogar drei, bevor sein erschöpftes Dasein einen Sitzplatz auf dem Boden vor Carlas Bett fand. Den Rücken an ihren Bettrahmen lehnend kam er nicht einmal auf den Gedanken sich Jacke oder Handschuhe zu entledigen. Man könnte gar meinen daß sein Abgang gestern vorsorglich und im Voraus entschädigend gemeint war. Da ist doch irgendetwas faul. Mal schauen ob im Ort im Laufe des Tages irgendwelche Gerüchte aufkommen...

14

Sonntag, 3. Juli 2016, 00:15

Langsam legt sich die Nacht über Auridon. In den Wäldern vor Himmelswacht verbringt Fjalk heute seine schlaflose Nacht. Alleine, in der Dunkelheit, sitzt er fast die gesamte Nacht über auf einem Felsen und rührt sich kaum. Gedanken über Gedanken plagen seinen trüben Geist und lassen den Gesichtsausdruck des sonst so ernsten Nord in Besorgnis verdunkeln. Diese Nacht ist lang für ihn. Zu lang, mal wieder.

Etwas muss vorgefallen sein. Sein mangelndes Interesse für die wandelnden Seelen Tamriels hatte sich schon lange nicht mehr in der Suche nach Einsamkeit und Isolation geäußert. Für diese Nacht, ist es verführerisch, wieder in das alte Muster zu verfallen. Wieder alleine durch die Wälder zu ziehen. Ohne Last und ohne Bündnis zu anderen zu leben. Für einen Moment ist die Möglichkeit, ein weiteres Mal zu verschwinden, zum Greifen nahe. Akzeptanz und Vertrauen sucht er nur vergebens, fürchtet er.

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Bonnylie (03.07.2016)

15

Dienstag, 5. Juli 2016, 09:41

Die kleine Menge tobte. Die Dunkle mit den Stahlfaeusten holte erneut aus, waehrend Carla sich an ihrer Schulter festbiss und zog...
Ein lautes Knacken ertoente, als das Schultergelenk aus der Schulter sprang. Blut geleckt und den Duft des Sieges grinste das rotblondgelockte Weib auf. Geblendet vom Sieg und Gewinn drehte sie der kleinen und zornigen Gruppe Maennern den Ruecken zu, die Dunkle lag noch mit Schmerzensschreien auf dem kalten Steinboden. Der Dreck in dem sie sich wohl oeder uebel waelzte, wuerde bei der dunklen Haut ohnehin nicht auffallen. Sie vergas in dem Moment alles. Sie vergass Stendarr und wofuer er stand. Sie vergas ihr Vaterland und ihre Wurzeln dort. Sie vergas in dem Moment auch Fjalk.

Zwei kraeftige Arme hielten sie fest, waehrend eine Faust gegen ihre Niere prallte. Der Sack ueber dem Kopf sorgte fuer genug Dunkelheit dass sie die Orientierung verlor.
Eine Gruppe aus Seemaennern war das erste was sie erblickte, als sie wiedee zu sich kam.
Der Gestank nach Dreck, Rum und Schweiss kannte sie nur zu gut aus der Goldkueste.
Der Stolz hielt sie waehrenddessen davon ab, um Gnade und ihr Leben zu betteln. Immer wieder spuckte sie ihm ins Gesicht. Sie hielt das alles fuer einen schlechten Scherz, bis der Altere der Seemaenner der Kiste unter ihr einen Stoss gab. - und sie baumelte. Sie bereute heute abend auf leichte Kleidung verzichtet zu haben. Das schwere Leder ihres Wams zog noch mehr ihr Gewicht nach unten. Sie vernahm noch Schritte aus der Ferne die naeherkamen, dann war sie das erste Mal bewusstlos.


Der lichte Nebel umschloss den Felsen wie ein leuchtender Reigen. Jeder Kristall diente seinen Teil der Zeremonie. Der Himmel ueber ihnen war heute nacht nicht mehr so stockfinster wie die letzten Tage zuvor. Es herrschte Vollmond. Sie konnte sich nicht mehr daran erinnern, wieviele Meditationen sie schon hinter sich hatte. Wieviel Konzentration und Willenskraft sie daraus zog um damals schon all den Untoten ein Ende zu setzen. Diese Nacht war es anders. Ein lebendiges Wesen sass inmitten ihres Reigens und wartete. Lenbendig aus Fleisch und Blut, das Schmerzen empfand und Gefuehle besass. An den Teil der Bestie wollte sie jetzt nicht denken, bis...

- Der Strick sass stramm und eng um ihren Hals. Sie spuerte die bereits angeschwollene Zunge, die wie ein plumper Stein in ihrem Rachen lag und die wenige Luftzufuhr fast komplett versperrte. War sie bei bewusstsein oder traeumte sie? Sie rang erneut nach Luft, und dieses Mal fuehlte sich der Strick leicht an. Schwebte sie? War sie tot? Sie roch etwas, und spuerte lange Finger an ihr die an ihrem Koerper zogen. Er war da. Erleichterung.

Sie realisierte nicht einmal das sie in seiner Blutlache sass. Sie hielt ihn einfach in den Armen und drueckte ihn fest an sich.

-Wieder wurde sie bewusstlos, das Licht flimmerte wie kleine Funken vor ihren Augen. Sie schmeckte salzige Tropfen, oder traumte sie wieder? Es war immer schwerer Luft zu bekommen, waehrend sie Muedigkeit ueberkam. Spuerte sie ihren Herzschlag noch?

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CriticalAcclaim (05.07.2016)

16

Montag, 18. Juli 2016, 17:00

Die Reisegruppe mitsamt dem Geschichtenverlauf hier ist beendet. Beide Charaktere werden nicht mehr bespielt.

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Carla« (18. Juli 2016, 17:06)