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Dienstag, 26. März 2013, 22:16

[RP] Der Untergang

Nun beginnt das Forenrollenspiel "Der Untergang". Vorab bitte ich darum, den OoC Thread zu lesen.

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Windhelm, die Hauptstadt des Ebenherz-Paktes..
wie an jedem anderen Tag herrscht dort auch heute reges Treiben. Händler betreten und verlassen die Stadt. Auf dem Marktplatz versammeln sich die Bürger, die Wachen patroullieren über die Straßen und einige Vögel sitzen auf Dächern, um die Leute zu beobachten. Wie immer ist die Stadt weiß, von Schnee bedeckt. Die Straßen, Häuser, Stände - Ja sogar die Nord, die eine Weile draußen stehen, um sich zu unterhalten, werden von dem herunter rieselndem Schnee bedeckt. Schon seit den letzten vergangenen Tagen schneit es. Dazu kommt diese allseits gegenwärtige Kälte, die die Bewohner Windhelms Tag ein, Tag aus ertragen müssen. Da wundert es niemanden, wenn die Bürger lediglich mit dicken Fellkleidern durch die Straßen ziehen. Auch ein wenig Sonne bleibt den Bewohnern der Stadt schon seit Tagen verwehrt. Der Himmel ist ständig von dichten Wolken eingehüllt und ein noch schwacher Wind liegt über der Stadt.

Das alles scheint einen Nord ...
... aber wohl nicht zu interessieren. Er stapft zielstrebig über den Marktplatz in Richtung eines eher heruntergekommenen Viertels. Der gestandene 2 Meter große Nord grüßt nicht, redet nicht, sondern stapft einfach teilnahmslos an allen anderen vorbei. Man könne dieses Exemplar sicherlich als gut aussehend bezeichnen, so schauen ihm doch gerade Frauen hinterher. Vielleicht schauen sie ihm aber auch aus anderen Gründen hinterher. Dafür müsste man Frauen erst einmal verstehen können. Seine markanten Gesichtszüge - die ihn gut und gern auf 35 Jahre schätzen lassen - sind gerade verzogen, so als könne man behaupten, ihm wurde gerade gesagt, er wurde beklaut und nun ist er auf dem Weg zum Schuldigen. Dazu passend sein Gang. Steif, die Hände angespannt. Der Wind begegnet ihm von vorne, so wedeln seine Schulterlangen braunen Haare unkontrolliert umher und an seiner Vorderseite, besonders an den Schultern, die mit Fell überzogen sind, hat sich schon eine hauchdünne Schneeschicht gebildet.
Kurz rempelt er höflicherweise einen jungen Mann an, der gerade dabei war, eine Kiste zu schleppen und diese durch den Rempler fallen gelassen hat. Der 2 Meter Nord fängt sich eine unflätige Geste ein, ignoriert diese aber wohl gekonnt und verschwindet um die nächste Ecke.
Dort bleibt er vor einer Tür stehen. Aus massivem Holz, mit Eisen verstärkt. Diese Tür gehört wohl zu einem eher kleineren Haus in diesem Viertel. Er zückt einen Schlüssel aus einer seiner beiden Gürteltaschen und steckt diesen ins Schloss, dreht ihn darin herum aber zu seiner Überraschung ist die Tür schon geöffnet. Mit einem Schubser der rechten Hand wird diese knarrend aufgeschwungen ...
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. - Albert Einstein

Striptease ist Anatomieunterricht mit Musik. - Frank Sinatra

2

Dienstag, 26. März 2013, 23:05

Am anderen Ende der Stadt kämpfte sich zeitgleich die schlanke Gestalt einer Frau durch das bunte Schneetreiben des hohen Nordens. Für den Moment verharrend und die fellbesetzte Kapuze ihres Umhanges zurückziehend, hob die junge Nord den Blick ihrer strahlend blauen Augen gen Himmel und begrüßte die kalten Schneeflocken auf ihrem hübschen Gesicht.

Wenn man die Frau so betrachtete, machte sie einen beinahe glücklichen Eindruck. Selbst die eisige Kälte schien dem keinen Abbruch zu leisten, im Gegenteil. Sich eine Strähne ihres langen rotbraunen Haares aus dem Gesicht streichend, setzte die Frau schließlich lächelnd ihren Weg durch die verschneiten Straßen fort.

Ab und an blieb sie an einigen der Marktstände stehen und betrachtete die ihr feilgebotenen Waren, jedoch ohne etwas zu kaufen. In der Masse der Bürger dürfte die Frau kaum auffallen, trug sie doch landesübliche Kleidung aus Fell und Leder. Auch bewaffnet war die Nord offensichtlich nicht. Sie schien einfach nur den Tag zu genießen, während sie durch die Handelspassagen der großen Stadt schritt.

3

Dienstag, 26. März 2013, 23:43

Am anderen Ende der Stadt

Die Marktstände haben heute wohl einen überwiegenden Anteil an Fisch, Fleisch und Holz. Die Stände mit dem Holz sind gut besucht, so drängeln sich schon manche Bürger förmlich an anderen vorbei, um noch einigermaßen gutes Feuerholz zu ergattern. Nur ein Stand, der wohl etwas abseits steht, hat wohl Schmuck oder dergleichen im Angebot. Hier stehen außer der Verkäuferin hinter dem Stand, momentan nur zwei weitere Nordfrauen, die wohl gerade dabei sind heiter über ihre Männer zu tratschen.

Die junge Nordfrau dürfte sich ob des ein oder anderen neidischen Blickes der Damenwelt gewahr werden oder die gar schon durchbohrenden Blicke der Männer. Ihr stellt sich aber wohl niemand in den Weg, lediglich der Wind nimmt ein klein wenig mehr zu.

Am Haus

Der zwei Meter Riese betritt sein Haus und lässt die Tür wieder ins Schloss fallen. Erst dann blickt er sich um. Aber wohl nicht allzu lange, da es ziemlich düster ist. Lediglich fällt Licht vom Nebenzimmer in den Flur. Er stapft mit schweren Schritten weiter, tritt nach rechts in das Zimmer. Die Lichtquelle geht wohl vom Holztisch aus, auf welchem eine Kerze thront. Der Tisch hat seinen Platz wohl inmitten des Raumes. Er bleibt im Türrahmen stehen, verschränkt die bulligen Arme und blickt zu der Gestalt, die hinter der Kerze am Tisch sitzt. Eine Maske und dunkle Haare kann er schon einmal erkennen, genauso wie eine zurückgeschlagene Fellkapuze und eine Lederrüstung die wohl mit den dazu passenden Ledergürteln 'bemantelt' ist.


Er blickt den maskierten Fremden an und schweigt. Wohl abwartend. Der fremde hingegen legt nun seine Hände auf den Tisch. In der rechten ein Laib Brot. Mit der linken zieht er die Maske herunter und die tiefe, ansatzweise rauchige Stimme ertönt. "Ich darf doch - he?"

Nun scheint auch der Riese erkannt zu haben, wen er da genau vor sich sitzen hat. Er schlägt den Weg nach links zu der Kommode ein, die direkt neben der Tür steht. Öffnet die beiden oberen Schubladen, welche jedoch leer sind.

Der Fremde beißt vom Brot ab, schiebt sich samt Stuhl ein wenig zurück und legt gemütlich seine Stiefel auf den Tisch. Er kaut ausgiebig und wartet, bis der Riese mit der Suche bei der Kommode aufgibt. "Mein lieber R .., deine Waffen hab' ich alle längst entsorgt. Hälst du mich für so dämlich?"
Der große Nord dreht sich nur um und sieht, wie der Fremde nur wieder vom Brot abbeißt. Er schnaubt einmal verächtlich. "Vince .. warum sollte ich meine Waffen zücken? Du bist doch einer meiner besten. Wie ist dein .. Auftrag gelaufen, mh?"

Der Fremde kaut wieder genussvoll zu Ende, bevor er spricht. Dabei antwortet er nicht wirklich auf die Fragen. "Für dich immer noch Vincent .. un' ich hätt' damit gerechnet, das ich wenigstens soviel wert bin, das du mir einen von der Bruderschaft auf'n Hals hetzt un' nich' diese Vollidioten. Du hättest echt bessere Leute schick'n sollen."

Der Nord steht nun vor der Kommode, blickt Vincent über die Kerze hinweg einfach nur an. Eine Zeit lang schweigen sie beide. Vielleicht findet der Hüne keine Worte, vielleicht wartet er aber auch nur höflicherweise darauf, dass Vincent sein Brot zu Ende aufgegessen hat.
Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. - Albert Einstein

Striptease ist Anatomieunterricht mit Musik. - Frank Sinatra

4

Mittwoch, 27. März 2013, 00:12

Ob sich die junge Frau den Blicken der Neider und Lustmolche bewusst war oder nicht, blieb dem Betrachter überlassen. Sie schenkte den gaffenden Leuten zumindest keinerlei Beachtung, schien sich mehr auf die Stände der Händler zu konzentrieren und blieb mal hier und mal dort stehen – beinahe höflich den anderen Platz lassend.

Der weiter aufkommende Wind blies ihr kalt ins Gesicht und spielte mit ihrem langen Haar, wodurch sie ihren Umhang nun doch etwas fröstelnd enger um sich zog. Ihre blassen Wangen hatten sich dank der Kälte mittlerweile leicht rötlich verfärbt, doch lächelte sie weiterhin und sah sich aufmerksam um.

Als sie einen Blick auf die Auslage mit dem Schmuck erhaschte, stahl sich ein unlesbares Schmunzeln auf ihre vollen Lippen. Im Vorbeigehen nickte sie der Nordfrau hinter der Theke einmal grüßend zu, beließ es letztendlich jedoch dabei und schlenderte weiter. Den Tratsch bekam sie wenn überhaupt nur beiläufig mit.

5

Mittwoch, 27. März 2013, 00:55

Am anderen Ende der Stadt

Der kühle Wind wird nun wieder etwas schwächer. Die Nordverkäuferin am Schmuckstand ruft der jungen Nord aber noch hinterher. "He, ihr da - Schaut euch doch meine Sammlung etwas genauer an - Vielleicht ist etwas dabei, was euch gefällt!"
Die tratschenden Waschweiber lassen sich wohl nicht beirren, so sie direkt am Stand stehen und ihnen nun so ins Ohr gebrüllt wird. Im Gegenteil, sie tratschen sogar ein wenig lauter. "Hast du auch diesen Kerl mit den dunklen Haaren gesehen? Du kannst mir vieles sagen, aber der war sicherlich kein Nord!" - "Ja, das glaube ich auch nicht. Ich stand neben ihm an der Theke. Gestern abend in der Schenke. Merkwürdiger Kerl, muss ich sagen." Dann werden sie auch schon wieder leiser und stiefeln sogar langsam vom Stand weg. Wer weiß schon, wen genau sie meinen. Sicherlich haben auch Nord dunkle Haare und Verhalten sich merkwürdig in Tavernen, oder?

Im Haus

Es dauert eine ganze Weile, bis Vincent das Brot endgültig verschlungen hat. Erst dann spricht tatsächlich der Hüne weiter. "Nun .. Vincent. Ich weiß nicht welcher Floh dich gebissen hat, aber .. ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst."

Vincent's Mundwinkel zucken dabei ob dieser Worte nur kurz nach oben. So als würde er es ziemlich amüsant finden, wie der Hüne gerade versucht, sich aus der Schlinge zu ziehen. Seine linke Hand gleitet kurz unter den Tisch, nur um ziemlich schnell unter selbigem wieder hervorzukommen und dem Hünen ein Wurfmesser entgegen zu werfen. Wohl erfolgreich, denn das Messer schneidet sich durch das Leder in den Brustkorb. Der Hüne sackt auf dem rechten Knie zusammen, stützt sich mit der linken Hand auf dem Boden ab und die rechte wird an das Messer gelegt, welches tief in seiner Brust steckt und wohl auch den rechten Lungenflügel erwischt haben mag. Er keucht und schnaubt auf.

Vincent erhebt sich gemächlich, stiefelt relativ gelassen vor den Tisch, an welchen er sich gleich einmal anlehnt. "Un' ich hab' keine Ahnung, welcher Wolf dir in dein Hirn geschissen hat, das du denkst, hier auf ahnungslos zu mach'n .. 'Cheffe', aber das nützt dir nu' auch nichts mehr. Du bist mir in den Rücken gefallen, hast mein Vertrauen missbraucht - un' du kennst meine persönlichen Prinzipien." Er stößt sich mit den letzten Worten vom Tisch ab, beugt sich schon etwas hinab, um einfach eine Nadel aus dem Stiefel zu ziehen, die dort wohl mit passender Halterung befestigt war. Er würde dem Hünen "R" auch keine weiteren Versuche gönnen, sich zu rechtfertigen, sondern die Nadel einfach in seinen Hals rammen. So dies erledigt ist stiefelt er einfach an ihm vorbei, aus dem Zimmer heraus, den kurzen Flur entlang bis zur Haustür und verlässt das Haus. Dabei zieht er sich mit der linken die Maske über den Mund und mit der rechten die Kapuze über den Kopf. Bei so einer Kälte wirkt das sicherlich nicht verdächtig. Die Haustür lässt er angelehnt, einen Fingerspalt breit offen.
Der Hüne hingegen bleibt keuchend zurück, zieht sich Messer, als auch Nadel aus dem Fleisch, sackt aber endgültig zusammen und zappelt nur noch vor sich her. "Verdammtes .. Arschloch, das ist .. mein Gift."
Diese Worte waren wohl seine letzten gemurmelten, röchelnden Worte, denn danach ging von dem Hünen keine Regung mehr aus. Was für ein Ableben. Grausam.
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Mittwoch, 27. März 2013, 01:16

Als die Worte ihr Ohr erreichen bleibt die junge Frau unverhofft an Ort und Stelle stehen und sieht langsam über die Schulter zu der Nordfrau zurück. Die beiden Tratschweiber verfolgt sie nur kurz mit dem Blick, ehe sie sich völlig der Händlerin zuwendet und sogar ein Stück näher geht, um sich die Auslage genauer anzusehen.

Vor dem Stand stehenbleibend und die Schmuckstücke betrachtend, wiegt sie den Kopf leicht hin und her als überlege sie, was sie denn kaufen möchte. Schließlich legt sie grüblerisch eine Hand an ihr Kinn und blickt zu der anderen Frau auf, die wohl ein wenig größer war als sie selbst. „Was meint Ihr würde zu mir passen? Das oder doch lieber das hier?“, fragt sie lächelnd, fast schon zu freundlich und deutet dabei auf das jeweilige Schmuckstück.

7

Mittwoch, 27. März 2013, 01:43

Der eisige Wind weht nun heftiger. Auch der Schneefall nimmt etwas zu und über kurz oder lang könnten die Schneeverwehungen von Dächern und Straßen für eine ziemlich störende Atmossphäre sorgen.

Am anderen Ende der Stadt

Die Verkäuferin lächelt höflich, als die junge Dame sich doch entscheidet, sich die Ware einmal näher anzusehen. Als die junge Frau fragt, welches der Schmuckstücke zu ihr passt, nimmt die Verkäuferin eines der beiden in die Hand und hält es hoch. Es ist wohl ein silberner breiter Armreif, mit den verschiedensten Verzierungen in Form von schwarzen eingravierten Linien. Man muss dazu sagen, das dieses Stück die besten Jahre schon hinter sich hat, aber die Frau hat sich wohl darum bemüht, dieses zum glänzen zu bringen, was auch funktioniert hat - zumindest bedingt. "Das hier würde ich sagen. Es gehörte meiner Mutter, aber ich habe keine Verwendung mehr dafür. An Euch würde es sicherlich gut aussehen."
Ob es eine der berühmten Verkaufsmethoden war, Waren als Erbgegenstände anzupreisen .. wer weiß das schon. Jedenfalls zieht die Verkäuferin ihren Fellmantel enger um sich, als der Wind wieder stärker wird.

Irgendwo anders in der Stadt

Vincent schlendert gemächlich durch die verschiedenen Gassen und Straßen. Einen festen Zielort hat er gerade nicht, aber seine Schritte tragen ihn wohl langsam zum Marktplatz. Den Patroullierenden Wachen nickt er höflich zu und misstrauischer Blicke von den Bewohnern wird geschickt ausgewichen, indem er hier mal in eine Straße einbiegt und dann wieder in eine andere.
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Mittwoch, 27. März 2013, 02:12

Die junge Nord nickt ob der Worte der Frau bedächtig und antwortet fast schon gerührt: „Ein wunderschönes Objekt! Doch wenn es Eurer Mutter gehörte, solltet Ihr es nicht einfach so aus der Hand geben! Es hat sicher großen persönlichen Wert für Euch.“ Ihre Stimme bebt zum Ende hin schon förmlich, so sehr schienen sie die Worte der Händlerin mitzunehmen, vielleicht aber auch wegen der Kälte, die langsam durch ihren Mantel drang. Sie schüttelt nur den Kopf, als wäre der Gedanke untragbar. Es konnte aber auch sein, dass sie einfach nur eine verdammt gute Schauspielerin war…

9

Mittwoch, 27. März 2013, 02:24

Am anderen Ende der Stadt - Marktplatz

Die Verkäuferin bleibt überraschend trocken und kühl. "Ich sagte ja, ich habe keine Verwendung mehr dafür. Meine Mutter hat mir soviel vermacht. Und mit diesem Stück hier verbinde ich nichts weiter als den materiellen Wert, den es besitzt." Meint sie das Ernst? Wahrscheinlich. Es klingt zumindest danach.

Kurz vor dem Marktplatz

Vincent erreicht nun die Passage zwischen diesem Wohnviertel und dem Marktplatz. Als er gerade durchstiefeln will, kommen ihm zwei etwas größere Wachen entgegen, die es wohl gar nicht einsehen, für jemand kleineren - und dann auch noch einen Mann - Platz zu machen. Sie rempeln ihn an. "Aufpassen, Bürger!" Rufen sie ihm noch über die Schulter zu. Er lässt sich nichts anmerken, blickt den beiden brummig nach. Was vielleicht ein Fehler war, denn schon hat eine der beiden diesen Blick bei einem Schulterblick bemerkt. Sie schlägt der anderen leicht an die Schulter und beide bleiben sie stehen. Wenden sich sogar um und stapfen schweren Schrittes wieder langsam zurück zu Vincent.
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Mittwoch, 27. März 2013, 02:38

Unhörbar seufzend und erneut den Kopf schüttelnd, tritt die junge Frau einen Schritt von dem Stand zurück, zieht sich dabei die Kapuze ihres Fellumhanges wieder über den Kopf und sieht fast schon missbilligend zu der nordischen Händlerin. „Ihr solltet das Vermächtnis Eurer werten Mutter mehr ehren, gute Frau. Seht nur, selbst die Götter scheinen Euer Handeln zu verurteilen.“, sagt sie etwas leiser. Gemeint war wohl der heftige Schneefall und der Wind, der mehr und mehr zunahm.

„Wie dem auch sei.“, fährt sie mit nun schneidender Stimme fort, „Ich habe kein Interesse an Eurem wertlosen Plunder. Seid froh, dass ich nicht nachtragend bin! Vielleicht ist Euch das Schicksal bei einem anderen Dummen gnädiger.“ Sie nickt der Frau noch einmal zu, um sich anschließend abzuwenden. Ihr Lächeln war vergangen.

11

Mittwoch, 27. März 2013, 02:50

Auf dem Marktplatz

Die Verkäuferin scheint ein reges Gemüt zu besitzen. Vielleicht hat sie auch einen kleinen Knacks, von der andauernden Rumsteherei in dieser höllischen Kälte und diesem verdammten Schnee. Als die Worte "wertloser Plunder" schließlich fallen, greift sie nach dem erstbesten Schmuckstück - was diese zwei Worte vielleicht sogar bestätigen mag - und wirft es nach der jungen Frau. Untermalt mit lauten, fast schreienden Worten. "Miststück! Wie kannst du es wagen, die Schmuckstücke meiner Familie als wertlosen Plunder zu bezeichnen!"

Eingang zum Marktplatz

Vincent scheint wohl Glück zu haben. Er steht mit dem Rücken zum Marktplatz und die Wachen genau vor ihm. Als auf dem Marktplatz allerdings eine Frau losschreit, verlieren sie schlagartig das Interesse an ihm und laufen durch die Bürgermengen zum Schmuckstand. Vincent selbst folgt den Wachen, zwar langsamer aber er folgt ihnen, wohl aus schlichtem Interesse daran, was dort vor sich geht.
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Mittwoch, 27. März 2013, 03:05

Sie war noch keine zwei Schritte weit gekommen, als die Frau hinter ihr losbrach. Es verging ein Augenblick, in dem die junge Frau wie zu Eis gefroren verharrte, ehe sie zu der schreienden Nord herumwirbelte, die geworfenen Schmuckstücke ignorierend und versuchte diese grob am Kragen zu packen und gewaltsam ein Stück zu sich herunter zu ziehen. Dabei zischte sie wütend: „Noch ein Wort, du skeevergesichtige Mistmade und du wärst froh, wenn du deiner liebreizenden Mutter jetzt schon unter der Erde Gesellschaft leisten könntest!“ Genauso schnell, wie sie die Frau packte, würde sie sie auch wieder loslassen. Vielleicht gelang ihr dieses ganze Kunststück dank dem Überraschungsmoment sogar.

13

Mittwoch, 27. März 2013, 03:17

Auf dem Marktplatz

Die Verkäuferin wird gepackt und hebt sogar beschwichtigend die Hände. Sie erwiedert darauf auch nichts mehr. Als sie schließlich wieder von der jungen Nord losgelassen wird, zieht sie sich ein paar Schritte weiter nach hinten hin weg. Sie zeigt aber fast schon verräterisch lächelnd auf die junge Frau und blickt etwas seitlich hinter sie. "Wachen, na endlich!"

Und ja, sollte sich die junge Frau nun wieder umdrehen, stehen ihr die zwei Hünen gegenüber, die auch Vincent eben schon das Leben schwer machen wollten. Die beiden Wachen bauen sich vor der kleineren Frau auf. "Könnt Ihr erklären, was das gerade sollte, Miss?" Natürlich sind sie überraschend freundlicher, als zu Vincent, aber dennoch liegt strenge in ihren Blicken, die durch die Helme dringen. Ebenso werden die Hände beider Wachen auf dem Schwertknauf geparkt.

Vincent selbst stellt sich einfach mal dreist hinter die Wachen und linst zwischen den beiden hindurch. Diese bemerken ihn nicht, sind sie wohl gerade auf die junge Nord konzentriert.

Das Geschrei beider Parteien ist natürlich auch nicht unter sich geblieben. Alle - wirklich alle Bürger - die zu diesem Zeitpunkt auf dem Marktplatz vorzufinden waren, haben sich nun zu einer Art Halbkreis um den Schmuckstand versammelt.
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Mittwoch, 27. März 2013, 03:31

Ihr liebenswertes Lächeln wieder aufsetzend, drehte sich die junge Nord zu den beiden Wachmännern um und sieht so unschuldig wie es ihrem erhitzten Gemüt im Moment möglich war, zu diesen auf. „Diese Frau hat mich grundlos mit ihren Waren beworfen und den halben Marktplatz zusammengeschrien, als ich ihr sagte, dass ihre liebe Mutter sehr traurig darüber wäre, wenn sie einfach ihren Schmuck an wildfremde Menschen verkauft…“, sagt sie leise und wirkt von den Männern fast schon eingeschüchtert. Dabei deutet sie auf die Schmuckstücke, die die Frau als Wurfgeschoss misshandelte und die wohl nun um sie herum am Boden lagen.

Einmal kurz die Schultern hebend wendet sie den Blick zu der Händlerin. „Sie ließ sich nicht beschwichtigen, egal was ich versuchte.“ Ein Streit zwischen Frauen, wie er so oft vorkam. Vincent selbst nahm sie im Moment nicht wirklich wahr, was vermutlich daran lag, dass sie zu beschäftigt damit war ihren Hals zu retten.

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Mittwoch, 27. März 2013, 03:44

Auf dem Marktplatz

Die Wachmänner blicken von der jungen Nord zur Verkäuferin, auf die Schmuckstücke am Boden und wieder zur jungen Nord. Wirklich überzeugt scheinen sie nicht. "Redet keinen Unsinn. Wir haben gesehen, wie ihr diese arme Frau über den Stand gezerrt habt. Dabei sind diese Waren wohl auf den Boden gefallen. Und niemand, der noch bei Verstand ist, verkauft die Erbstücke seiner Mutter." Meint schließlich eine der beiden Wachen. Ziemlich trocken formuliert. Und bevor die andere Wache noch etwas anfügen konnte quetscht sich spontan Vincent dazwischen. Er hat die junge Nord wohl schon erkannt. Ob er sich deswegen einschaltet? Er murmelt dieser wohl nur schlicht und leise zu. "Dank' mir später.." und würde einfach ein paar der Schmuckstücke aufheben. Noch bevor die Wachen wirklich begreifen, oder ihn ergreifen, läuft er schon seitlich zur Menschentraube.

"Dieb!" schreit die Verkäuferin. "Meine Schmuckstücke!" Beide Wachmänner scheinen nichts von Arbeitstrennung zu kennen, denn sie eilen Vincent beide hinterher, welcher schon in der Menschenansammlung verschwunden ist. Augenscheinlich..
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Mittwoch, 27. März 2013, 03:54

Dem fremden Mann einen leicht irritierten Blick schenkend, ließ sich die junge Frau nicht lange bitten und würde sich, kaum dass sich die Wachen auf Verfolgungsjagd begaben, flink in entgegengesetzte Richtung aus dem Staub machen und versuchen, sich einen Weg durch die Menschenmenge zu bahnen, um den Wachen zu entgehen. Dabei würde sie nicht scheuen Ellenbogen und Tritte einzusetzen, sollten die Leute nicht weichen. Ansonsten sollte es ihr durch ihre schmale Statur ein Leichtes sein in der Menge zu verschwinden.

17

Mittwoch, 27. März 2013, 11:09

Der Wind entwickelt sich langsam zu mehr oder minder starken Sturmböen, welche den Schnee regelrecht gegen das Gesicht peitschen lassen. Die daher aufkommenden Schneeverwehungen tragen dazu noch eine verschlechterte Sicht bei. Könnte in dieser Situation sogar von Vorteil sein.

Marktplatz

Der jungen Nord sollte dies tatsächlich nicht allzu schwer fallen, da die Bürger sogar ein wenig Platz machen. Einige bleiben stehen, können aber mit Leichtigkeit zur Seite gedrängt werden.

Vincent scheint sich keine allzu große Mühe zu machen. Im Gegenteil. Kurz nachdem er innerhalb der Menge ist, bleibt er stehen, geht ein wenig durch die Menschentraube und verhält sich so wie sie. Gaffende, stehende Bürger. Die Wachen scheinen dies nicht durchblickt zu haben. Sie kämpfen sich durch die komplette Masse und laufen die Straße weiter, die in das nächste Viertel Wohnviertel führt. "Stehenbleiben!" hört man diese lediglich noch rufen. Vincent selbst verharrt noch in der Menge, bis sich diese im Gemurmel einiger Tratschweiber wieder auflöst, sich auf die Stände verteilt oder gar den Marktplatz verlässt.
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Mittwoch, 27. März 2013, 15:00

Im Gegensatz zu Vincent sucht die junge Frau ihr Heil in der Flucht und hält sich nicht lange bei den Menschen auf dem Platz auf. Zielstrebig bahnt sie sich ihren Weg durch die Massen, wirft dabei hin und wieder einen aufmerksamen Blick über die Schulter oder zur Seite und würde in eine der vom Platz wegführenden Straßen einbiegen, in der Hoffnung, sich so der Aufmerksamkeit der Schaulustigen zu entziehen.

Der Wind peitscht ihr dabei unangenehm ins Gesicht, sodass sie abwehrend eine Hand vor das Gesicht hebt und die Schultern zusammen zieht, um dem Schneegestöber weniger Angriffsfläche zu bieten. Man könnte fast meinen, dass sich das Wetter ihrer Laune anpassen würde. Seltsame Sache.

19

Mittwoch, 27. März 2013, 18:36

Marktplatz

Vincent setzt sich nun wieder recht gelassen in Bewegung, dabei geht er in die Richtung, in welche auch die Wachen verschwunden sind. Immerhin liegt dort die Schenke, die er nun wohl auch ansteuert. Die Kapuze wird ob des langsam aufkommenden Sturms soweit wie möglich ins Gesicht gezogen und die Hände lässt er in seinen Hosentaschen verschwinden.
Die Aufmerksamkeit der Bewohner hat er wohl schon hinter sich gelassen. Spätestens, als er die Schmuckstücke auf den Boden fallen ließ, um welche sich direkt gestritten wurde.

Auf der anderen Seite - außerhalb - des Marktplatzes

Die junge Nord braucht sich eigentlich keine großen Sorgen um Schaulustige machen. Da keine Fäuste flogen, oder Blut spritzte, haben diese das Interesse ganz schnell wieder verloren und sich ihrem alltäglichem Leben hingegeben.
Ihrem Weg - wo auch immer dieser sie hinführt - würde sich für den Moment keine einzige Hürde in den Weg stellen.
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Striptease ist Anatomieunterricht mit Musik. - Frank Sinatra

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Mittwoch, 27. März 2013, 19:47

Anstatt weiter durch die verschneite Stadt zu schlendern, bewegte sich die Nord nun schnellen Schrittes in Richtung ihrer derzeitigen Unterkunft. Dabei hielt sie immer wieder Ausschau nach etwaigen Wachen, die sie eventuell wiedererkennen könnten und würde versuchen diesen, sofern nötig, durch ein paar kleine Abkürzungen durch die verwinkelten Gassen und Häuser auszuweichen.

Schnee und Eis verwandelten ihren kleinen Ausflug hin und wieder in eine kleine Rutschpartie. Auch der unangenehme Wind, der ihr noch zusätzlich ins Gesicht blies, trug nicht weiter zu einer Verbesserung ihrer Laune bei.

Mit angespanntem Gesichtsausdruck und sich ihre Kapuze weiter ins Gesicht ziehend, würde sich die Frau ihren Weg durch Wind und Wetter bahnen, bis sie den großen Platz vor dem Königspalast erreichte, den sie überqueren musste, um an ihren Zielort zu gelangen.