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  • »Celebringil« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 3. November 2014, 12:05

Was ist gutes Crime-RP?

Als ESO startete, war ich einer von denjenigen, die sich am Teehaus "Goldener Mohn" beteiligen wollten (einige erinnern sich vielleicht noch an das Projekt: ein Teehaus mit braver Fassade und kriminellem Hintergrund). Es gab unter den Spielern immer wieder Diskussionen, wie was auszuspielen sei, was möglich wäre, und was zu offensichtlich sei und überhaupt nicht gehe. Mittlerweile spiele ich seit geraumer Zeit das Gaunerliebchen Lydia aus und bin grundsätzlich auch sehr zufrieden, wie es läuft. Im Hintergrund tüfteln wir bereits seit längerem an einem weiteren Projekt für die Crime-RP´ler.

Mir wird in letzter Zeit jedoch einmal mehr sehr deutlich bewusst, wie heikel und schwierig das Thema Crime-RP ist (nicht nur speziell auf das Gaunerliebchen bezogen). Ich bekomme von verschiedenen Spielern immer wieder mal Feedback, worüber ich mich auch sehr freue und mir durchaus meine Gedanken drum mache. Allein, diese Rückmeldungen, Anregungen und Kritik sind teilweise völlig widersprüchlich.

Ich habe jetzt nicht unbedingt den Eindruck, daß mein RP sowas von Banane ist - immerhin lockt das Liebchen in der Mehrheit ernstzunehmende Crime-RP´ler an, während die unsterblichen Superschurken kurz vorbeischauen und auch schnell wieder weg sind. Andererseits irritiert es mich doch sehr, wie unterschiedlich ein und derselbe Sachverhalt von verschiedenen Spielern ausgelegt wird.

Daß ich mir als Schurke nicht alles erlauben kann und jederzeit damit rechnen muss, ins Gefängnis zu wandern oder abgemurkst zu werden, ist für mich völlig in Ordnung und macht den Reiz des Spiels aus. Daß Dolchsturz einer Dystopie a la 1984 gleicht, möchte ich jedoch arg bezweifeln. Also Wachsamkeit ja, aber gleich ein waffenstrotzender Überwachungsstaat, wo man sich als Schurke so rein gar nichts erlauben darf? 8|


Was mich interessieren würde, ist die Frage, wie ihr mit Crime-RP umgeht. Was ist für euch in Ordnung, und was geht entschieden zu weit? Es soll hier nicht speziell ums Gaunerliebchen gehen, und sicher werden die Meinungen zum Thema Crime-RP auch auseinander gehen. Dennoch würde mich interessieren, ob es Dinge gibt, wo die Community sich grundsätzlich einig ist. Für mich (und andere Crime-RP´ler) wäre das vielleicht eine nützliche Orientierung bzw. Anregung.

Beliebige Beispiele:
Wimmelt es in Dolchsturz nur so von Wachen, oder gibt es für euch genau die, die auch als NPCs da sind? Wie gut/schlecht werden die Gilden bewacht? Wie oft kontrollieren Wachen verschiedene Tavernen - und ist es realistisch, daß sie den ganzen Abend lang in einer Taverne einfach nur da stehen und Wache halten? Wie offen dürfen/können Schurken unter ihresgeichen sein? Muss man jemanden erst wochenlang kennenlernen, bevor man überhaupt seinen Namen verrät? Oder halten Schurken eher zusammen im Sinne von "wir gehören der gleichen Gruppe an, und wer sich zu oft als Verräter entpuppt, bekommt schnell keine Aufträge mehr"? Wie realistisch ist es, im Rosenlöwen an der Theke mit Drogen zu handeln? (kein Scherz, ich habe es schon erlebt) Wie "leicht" kann man als Schurke in fremde Häuser einbrechen? Und wie gut sind die Häuser von Adeligen bewacht? Und so weiter ...

Firnormon

Geselle

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2

Montag, 3. November 2014, 14:30

Ich bin (bisher) nicht so der Crime-RP'ler, aber ich stelle es mir so vor, dass je reicher ein Adliger ist, desto mehr lässt er sich grad in diesen Zeiten auch bewachen. Es sei denn, er ist naiv oder größenwahnsinnig. Und wie ich mir das so vorstelle, gibt es die immer mal wieder, oder man bekommt eine Art Wachroutine mit und entdeckt Schlupflöcher, wodurch sich dann mit Aufträgen Gold verdienen lässt. Also Vorarbeit muss zu einem Kriminalakt sicher schon sein. Es geht nicht, dass jemand sagt: "Ich steig da heute Nacht mal ein. Düpdüdü, ich bin reich" Dann wären nämlich viel mehr dahinter gekommen.

Die Aufträge werden bestimmt nicht offen und breit besprochen, auch nicht unter Kriminellen, aber es gibt eine gewisse Gerüchteküche, die ja grad in diesen Kreisen auch das Aushängeschild bzw. die Visitenkarte für jemanden sein können. Wenn man was heikles vor hat, wird man sich sicher auch nur die besten dafür suchen und sich umhören.
Sollte allerdings ein fremdes Gesicht z.B. im Liebchen auftauchen, dann gehen da sicher erstmal gemeinsam alle Blicke hin. Und genau das fände ich zumindest für mich schwierig zu spielen, denn man schaut einfach nicht immer zum Eingang, so wie man es sicher im RL machen würde. Vielleicht liegt da dann auch der Auftrag an Eintretende sich ein Stück weit erkennen zugeben. Sollte da dann zum Beispiel die all abentliche Wache reinkommen, ebben sicher die Gespräche ab und werden belanglos. Es sei denn, das Schmiergeld stimmt. ;) Ständig überwacht denke ich, wird so eine Spelunke sicher nicht, wenn nicht grad Beschwerden kommen. Die finanziellen Mittel waren auch in Tamriel sicher nicht dafür gedacht, sie aus dem Fenster zu werfen. ^^ Und kommt ein selbsternannter Retter der Welt heran, wird er bestimmt der gesammelten Gaunermannschaft gegenüberstehen, wie es aber auch in anderen Vereinen/Gruppierungen/Treffen der Fall sein dürfte.

/just my 2 cent

Undn och ein kurzes Edit: Ich war zwar noch nicht im Liebchen, eine Gaunerkneipe stell ich mir aber in der Regel so vor, wie zum Bsp. die Kneipe in (Ba-)Sin City. Vorne wird gesoffen, getanzt und gelabert. Im Hintergrund werden mit Türsteher größere Kaliber abgehandelt und gezockt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Firnormon« (3. November 2014, 14:36)


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Celebringil (03.11.2014)

Daglafor

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3

Montag, 3. November 2014, 15:37

Nun... "gutes Crime RP".

Ich selbst habe in diese Szene aktiv eigentlich in der Vergangenheit eher wenig Energie... naja eher gar keine investiert, denn just bei Lotro waren die Sichtungen dieses Rollenspiels immer sehr abschreckend bis nahezu albern. Zumindest aus meinem Blickwinkel. Hier bin ich mehr oder weniger hier und da dorthinein verwickelt worden, wobei ich sagen kann, dass ich es, wie das Kneipen-RP, hier schon für ausgereifter halte.

Generell gilt für mich die gleiche Grundlage für eine Beurteilung wie für eigentlich jedes Rollenspiel. Beim Rollenspiel will ich mich soweit hineinfühlen können, dass ich aus Sicht meines Charakters die Welt in der ich agiere als "meine reale Welt" begreifen kann, zumindest auf den ersten und zweiten Blick. Dieser Anspruch muss schon da sein, sonst ist das Rollenspiel für mich nicht interessant.

Dementsprechend ernst müssen die entsprechenden "Crime-RPler" auch ihre Figuren nehmen, damit ich sie ernst nehmen bzw. das Rollenspiel mit ihnen als interessant einordnen kann. Das etwa Schurken mitunter ansich schon etwas wilder aussehen als Durchschnittsbürger ist sicher oft nachvollziehbar, denn meist liegt der Karriere als staatlich geprüfter Berufsgauner ja auch eine entsprechend bewegte Vergangenheit zugrunde. Aber Leute die 24/7 nur mit tief im Gesicht liegenden Kapuzen, über und über in dunkeltiefschwarz gewandet und mit der flatternden Aura "Isch bin EEEEVIIIL!" durch die Gegend laufen und beim ersten Gespräch jede locker dastehende Gruppe Durchschnittsbürger fragen, ob sie vielleicht einen Mordauftrag für sie hätten, die... naja...

Sicher ist Tamriel kein Überwachungsstaat wie Orwels 1984 oder Merkels 2014, aber dafür haben die Bretonen etwa ein Rechtssystem das den Grundsatz vertritt "Von der Obrigkeit angeklagte sind schuldig, bis sie ihre Unschuld beweisen!" Das setzt bei vernunftbegabten Wesen eigentlich die Vermutung voraus, dass sie beim Ansteuern einer kriminellen Karriere eine gewisse Diskretion verfolgen, denn wer tagein- tagaus mit dem Schild "Schurke, böse, zu allem fähig" herum läuft, der könnte da schnell in Verlegenheit kommen, wenn ein Bürger den Wachen erklärt "Ich bin sicher der wars, der schaut immer so finster und redet von seinen düsteren Machenschaften. Haben Klaus, Uwe und Der-sich-Hanspeter-nennt auch schon gehört!"

Hier kommt dann auch wieder der Unterschied zwischen Orten wie dem Rosenlöwen und eben dem Gaunerliebchen zum tragen. Der Rosenlöwe ist so der öffentlichste Punkt in ganz Dolchsturz, da würde ich meinen Schurken schon für reichlich... nennen wir es freundlich "risikofreudig" halten, wenn er sich was zu Schulden kommen lässt oder offen über finstere Absichten spricht. Denn wenn dann etwas passiert... siehe einen Absatz höher. Zeugen gibt es eben immer genug und da dort auch Krieger, Ritter, Söldner, Leute die man nicht einfach einschüchtern kann verkehren, wäre das vermutlich ein eher unintelligenter Ort.

Das Gaunerliebchen ist da natürlich was anderes, wobei ich es persönlich im Rollenspiel etwas zurückschrauben würde, es ständig an jeder Ecke offen zu bewerben. Gäbe es eine bespielte Stadtwache und das würde ich für die Zukunft nicht ausschließen, wäre die Schurkenjagd bei einem so offen besprochenen und dabei auch als solchem deklarierten "Schurkentreff" für sie hier wie Dynamitfischen in einem Goldfischglas. Immer dran denken: Bretonen brauchen keine Beweise um euch lebenslang einzubuchten, ihr braucht die eher, sie dran zu hindern. Am Anfang war das natürlich nötig, keine Frage, damit alle Spieler darauf aufmerksam werden. Aber nun weiß es ja jeder und auch um den Flair zu vergrößern, würde ich einfach empfehlen in Zukunft da allgemein etwas diskreter zu werden. Zumindest ingame, im Forum natürlich nicht.

Was die Ausgestaltung des Spiels angeht, birgt "Crime-RP" natürlich immer eine gewisse Verantwortung. Es ist ein Spiel, dass anderen aufgedrängt wird, dessen sollte man sich immer bewusst sein. Es macht gar keinen Sinn, wenn man das nicht tut, immerhin ist es recht albern wenn man Spieler vorwarnt nach dem Motto "Hömma, hasse Bock heute ausgeraubt oder bestohlen zu werden?" Gerade hier muss man darüber nachdenken, wie viel Maß an Kriminalität eine Spielerschaft da eigentlich verträgt und sein eigenes Spiel da ruhig mal hinterfragen.

Was die Möglichkeiten zum Ausrauben von bestimmten Institutionen wie Gilden/Adelshäuser etc. angeht, naja.. also da wäre ich vorsichtig. Die Gilden lagern bei sich schon ne Menge wertvolles Zeug und werden entsprechend darauf aufpassen. Abgesehen davon können/werden die sich einen Diebstahl nicht so einfach bieten lassen, gerade wenn es um was wichtiges geht. Und welche Möglichkeiten jetzt etwa die Magiergilde hat bzw. welchen Eifer die Kriegergilde geltend machen wird, einen Diebstahl bei sich zu ahnden... wäre ich ein Schurke, würde ichs lassen. Es wäre allerdings auch eine klägliche Fantasywelt, wenn sowas völlig undenkbar wäre. Man sollte eben nur sowas wirklich für die Endstufe seiner Karrierevita vorbehalten.

Was Adelige angeht, kommt drauf an. Ausgespielte Adelige sind ja hier gerne mal Hochadelige mit 2 Leuten Begleitung, warum sollte man denen nichts klauen können? Wie ihre Häuser gesichert sind? Naja... Bei wichtigen NPC Adeligen siehe Gilden. Ob die Amis die das Spiel programmiert haben sich der tendenziellen Unterschiede zwischen niederem Adel (Barone) und Hochadel (Grafen, Fürsten etc.) überhaupt bewusst sind... hab ich jetzt bisher nicht so feststellen können. Einen Baron bestehlen jedenfalls sollte gut organisierten Schurken durchaus möglich sein. Ein Graf... oder gar Fürst... da sollte man schon einiges an Rollenspiel investieren.

Und gerade das ist etwas, was für die Frage nach gutem Rollenspiel für mich immer entscheidend ist. Man sollte gerade hier vor besonderen Spielarten von Power- bzw. Superhelden RP auf der Hut sein. Ich weiß, dass es Pläne gab, sowas wie einen Skooma-Ring in Dolchsturz zu installieren, die bereits mehr oder minder ad akta liegen, weil unter den Schurken zum einen eine deutlich größere Toleranz für Mord als für Drogenkonsum zu herrschen schien, zum anderen es eben Spieler gab die einfach für sich in Anspruch nahmen "Ich kann alles besorgen! 5 Kisten Skooma? Kein Ding, hab noch 12 daheim im Kinderzimmer stehen!" Ich würde da einfach empfehlen, sich auch entsprechende Mühe zu geben, dass sozusagen jeder nur eine Funktion übernehmen kann (Ich kann Mondzucker besorgen, Spieler X kann was daraus brauen, Spieler Y hat Örtlichkeiten zum Verkauf). Das kommt am Ende allen zu Gute. Wenn es keinen Skooma-Ring gibt, kann eine Spielerschaft das eben als "Marktlücke" erkennen und mit Leben füllen, anstatt zu beschließen "Ey jo, dann kann ich eben alles besorgen!"

So, dass nur als subjektive Ansichten und Ratschläge eines eigentlich weitestgehend Außenstehenden.


Entzünd die Flamme tief in mir, mit jedem für und wider

Dann erleuchte ich die Welt für Dich, oder brenn' sie mit Dir nieder

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4

Montag, 3. November 2014, 15:39

Eine Schöne Idee für das RP welches ihr da abhaltet wären einige Wachen, die durch die Stadt patrouillieren. So läßt sich besser agieren als mit NSC´s. Eine entsprechende einheitliche Ausrüstung mit vielleicht sogar einem passendem Gilden Wams würde ich für eine Bereicherung zu eurem Vorhaben halten. Sicher zieht das Konflikt RP nach sich, weil keine der dunklen Gestallten die ihr da versammelt habt einer solchen Wache Respekt zeigen würde. Eine Unschöne Aufgabe also, obwohl die Belebung von Städten durch dortige Wachen überall und in jeder Fraktion meiner Ansicht nach schön wäre.
Ein Besuch eures "Crime" RP steht auch ganz oben auf meinem Termin Kalender ^^

Wie Fir schon schrieb denke ich ebenso, das Korruption in den Reihen einer Stadtwache üblich ist. Obwohl die Bretonen eine der Rassen Tamriels verkörpern, denen Recht und Gesetzt sehr wichtig sein dürfte.

Wäre doch schön, wenn hierdurch ein Katalog mit Stadtwachen Ausrüstung für alle Fraktionen zustande kommt.


Viel Spaß und Erfolg bei eurem Projekt



Grieselda
Ich bin der Wald
Ich bin Uralt
Ich hege den Hirsch
Ich hege das Reh
Ich schütz Euch vor Sturm
Ich schütz Euch vor Schnee

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Celebringil (03.11.2014)

5

Montag, 3. November 2014, 15:43

Ich bin mir sicher, dass es nicht gelingen wird, es jedem Recht zu machen, Cele. Rollenspieler sind untereinander oft sehr intolerant, dass sollte dir bewusst sein und du solltest versuchen, dich davon nicht unterkriegen zu lassen. ;)

Ich war viele Jahre sehr viel Im Crime-RP unterwegs und für mich ist es das interessantere Rollenspiel, weil es eben so abwechslungsreich und spannend sein kann, wie kaum etwas anderes. Das wichtigste ist immer, dass man so viel wie möglich im RP belässt und es nicht OOC persönlich nimmt. Wenn das passiert, knallt es in den meisten Fällen und das oftmals ohne eine zweite Chance zu bekommen. Rollenspiel ist eine Gemeinsamkeit , was das OOC angeht. Spieler und Spieler haben ein gemeinsames Interesse, die Charaktere allerdings können arg verfeindet sein.WICHTIG: Im RP gibt es keine Gewinner und Verlierer!
Bleibt immer so nah an der Realität wie es irgendwie möglich ist, denn diese Dinge sind belegbar, Superhelden-RP artet meist in totalem Schwachsinn aus, daher kann sowas auf die Masse bezogen nicht funktionieren (das geht dann nur mit vorhergehender OOC-Absprache gut).

Wenn Char A bei Char B einbrechen will, muss Char A sich vorher irgendwie darüber Informieren, ob und wie das Haus gesichert ist und was an Beute überhaupt zu holen ist. Nicht das Spieler A zu Spieler B sagt: Haha, ich hab dich gerade ausgeraubt und du bist jetzt 500 Gold ärmer! So funktioniert das nicht. Das wäre ein No go.
Wenn Sich aber Spieler A, die Mühe macht und diese Dinge IC herausfindet, entsteht schon mal Rollenspiel, mit Nachbarn, Bekannten der Zielperson, oder vielleicht sogar einem Wachmann, oder was auch immer. Das wäre schon ein guter Anfang dann. Wenn man also jemanden bestielt, geht es rein ums RP und nicht darum, dem anderen Spieler eins reinzuwürgen. Wenn ein Diebstahl also geungen ist, dann hat zwar Char B in dem Moment "verloren", allerdings kann er so aktiv werden. Leute befragen, Söldner anheuern, Detektiv arbeit machen oder machen lassen. Der Spieler, der gestohlen hat, darf auch Spuren hinterlassen haben. Man sollte ggf. dann per Whisper mit dem Dieb sprechen und ihn fragen, ob man was herausfinden könnte. Also ist es wichtig, realitätsnah zu bleiben und beiden Seiten Spaß am RP - nämlich dem Diebstahl - zu bieten.

Was auch helfen kann - aber leider hier engine technisch noch nicht möglich ist - gewisse Dinge auswürfeln zu lassen. Derzeit geht es nur im RL und auf Vertrauensbasis und leider noch nicht über Gruppe, wenn jedoch alle beteiligten darüber einig sind, dass es auch schwierig oder gelegentlich auch vielleicht unmöglich sein kann, den Dieb - um bei meinem beispiel zu bleiben - zu fassen, so kann dennoch jeder etwas RP daraus ziehen und das ist eigentlich schon das große Geheimnis von gutem Crime-RP.

Jeder der erwischt wird, muss ja nicht gleich sterben oder so, mann kann den auch an den Pranger stellen und auspeitschen lassen, oder mit Obst und Unrat bewerfen. Danach gilt das als gewühnt und es kann jeder weitermachen, ohne gleich einen Char über die Klinge springen zu lassen. Wenn sowas mal passieren muss, dann kann man auch besondere heiler oder Nekromanten finden, die einen wieder aufstellen. Sterben darf ein Char nur dann, wenn der entsprechende Spieler selbst es absegnet oder wünscht.

Ein gutes Miteinander ist sehr Hilfreich für Crime-RP und die beste Voraussetzung generell für Rollenspiel. Wir sind keine Konkurrenten, sondern haben ein gemeinsames Ziel und das heißt Spaß am RP!

Gutes gelingen :thumbup:
Respekt und Toleranz statt Egoismus und Faschismus

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Firnormon

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6

Montag, 3. November 2014, 16:35

Gewürfelt werden sollte sowieso viel mehr. ^^
Ich habe bisher nur tolle Erfahrungen gemacht, wenn jemand gewürfelt hat, auch wenn ich selbst nie P'n'P gespielt habe. Das macht das ganze auf allen Seiten so schön unberechenbar. Ich hatte auch schon Spieler die dann zu Hause ihren x-seitigen Würfel gerollt haben und das Ergebnis im Chat schrieben. Da muss man dann allerdings auch vertrauen. Ich finde schade, das die engine das hier nicht hergibt.

7

Montag, 3. November 2014, 17:25

Wenn Du sagst, dass im Liebchen mehrheitlich ernstzunehmende Crime-RLer anzutreffen sind, Cele, sagst Du damit eigentlich schon, dass Du selbst auch eine Vorstellung davon hast, was eben ernstzunehmendes d.h. gutes Crime-RP ist. Magst Du diese Vorstellung davon vielleicht einfach auch selbst mit in den Thread einbringen? Immerhin bist Du ja ebenfalls ein Crime-RPler, der sicher dazu eine Meinung hat, die wie Melania eben schrieb, nicht unbedingt mit der aller anderer übereinstimmen muss.

Ansonsten würde ich die Sache von der Seite aus angehen, dass Schurken nicht geschnappt werden wollen. Hat einen die Wache einmal festgenommen, hat sie einen danach auch auf dem Kieker. Man kann seinem Tagewerk nur noch schlecht nachgehen, der Ruf ist auch so ein wenig ruiniert und insgesamt ist es sicher auch nicht unbedingt erfreulich, längere Zeit in einem dunklen Loch zu verbringen. Man möchte also vermutlich eher nicht öffentlich als Gauner bekannt sein - und eine Gaunerkneipe möchte vermutlich auch nur unter den Gaunern als solche verrufen sein, da ansonst unter Umständen doch mal etwas häufiger die Wachen im Raum steht (außer man kann sie schmieren, versteht sich). Das heißt auf der Kehrseite, dass man - wie Daglafor schon geschrieben hat - nicht jedem seine Fähigkeiten als Dieb/Auftragsmörder anbieten sollte oder als potentieller Auftraggeber jedem Fremden, der zur Tür reinkommt, gleich mal einen Auftrag anbietet. Der Fremde könnte eine Wache in Zivil sein oder einfach nur ein rechtschaffender Bürger, der gleich mal mit dem Erlernten zur Stadtwache weiterwandert. Das hieße also, dass man eine Vertrauensbasis braucht, wenn man mit jemandem krumme Geschäfte machen möchte. Um eine solche zu erhalten, fallen mir spontan zwei Wege ein: Man kennt die Person selbst gut genug oder sie hat einen Bürgen.

Die erste Variante, die Person selbst kennenzulernen, ist die zeitaufwändigere von beiden und die, die Du deswegen nicht so zu mögen scheinst. Man muss mit der Person reden, sie indirekt zu einigen Dingen ausfragen und ihr vielleicht mal einige Testaufgaben stellen, durch die sie sich beweisen kann. Die zweite Version funktioniert über Referenzen und geht entsprechend etwas schneller, das neue Gesicht muss sich zumindest im Punkt Vertrauenswürdigkeit nicht mehr selbst beweisen, da eine schon als vertrauenswürdig eingestufte Person für sie die sprichwörtliche Hand ins Feuer legt. Tamriel hat für diese zweite Version eine besonders elegante Lösung in Form der Diebesgilde. Die Gilde hat ein paar einfach zu befolgende Regeln, wer sich dran hält, steht mit ihr auf gutem Fuß, und ist perse erstmal jemand mit dem man mal die Zusammenarbeit wagen kann; wer sich nicht dran hält, verliert den guten Ruf bei der Gilde und wird von den Mitgliedern eher kritisch beäugt. (Wobei ich den Weg einer Bekanntschaft über die Gilde nur bei jemandem gehen würde, mit dem ich so schon mal gespielt habe und von dem ich weiß wie er so drauf ist.)

Sicher, beide Varianten brauchen etwas Zeit und Mühe. Ich würde sie dennoch nicht als Zustimmung auf die Frage "Muss man jemanden erst wochenlang kennenlernen, bevor man überhaupt seinen Namen verrät?" betrachten. Du gibst ja auch nicht gleich einen Großauftrag für Kuchen für dein Fest an eine Bäckerei aus, die dir gerade mal eben rein zufällig irgendwo aufgefallen ist oder? Andererseits finde ich die Phase des gegenseitigen Beschnupperns im Rollenspiel auch mit am interessantesten und habe keine Probleme damit, wenn sie mal etwas länger dauert. Wenn man dagegen möglichst schnell zu kriminellen Großaktionen kommen möchte, kann ich mir vostellen, dass es frustrierend ist, erstmal Leute kennenlernen zu müssen - da hilft es dann wirklich nur noch gleich mit einer Gruppe mit gemeinsamem Hintergrund anzufangen, welcher das Kennenlernen erübrigt.


Zitat

[...]jederzeit damit rechnen muss, ins Gefängnis zu wandern oder abgemurkst zu werden, ist für mich völlig in Ordnung und macht den Reiz des Spiels aus.
Sehe ich eigentlich nicht so. Charaktere umzubringen finde ich schlicht und ergreifend langweilig, außer es dient dazu, innerhalb eines bestimmten Plots ein Zeichen zu setzen oder als emotionaler Ansporn zu dienen (Edit wollte noch klarstellen, dass es dabei dann meistens NSC sind.). Es ist meistens einfach nur ein Zeichen von Einfallslosigkeit auf Spielerseite oder davon, dass man sich mit dem Thema recht wenig auseinandergesetzt hat. Mit einem lebendigen Charakter kann man so viel mehr spannendes anfangen. Ebenso finde ich es eine relativ unglückliche Lösung, einen Spieler-Charakter für einige Wochen schlicht unspielbar zu machen ohne dass vielleicht noch Schmankerle wie ein Gefängnisausbruch, eine Zellenbekanntschaft oder dergleichen involviert sind. Da gibt es doch schönere Lösungen für. - Das heißt jetzt nicht, dass die Gauner, die Wachen nicht aus gutem Grund fürchten sollen, nur dass einen Spieler mit der Unspielbarkeit seines Charakters zu bestrafen in meinen Augen keine gute Lösung ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Anska« (3. November 2014, 18:10)


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Vexaris (03.11.2014), Linara (04.11.2014)

8

Montag, 3. November 2014, 18:03

Für mich ist im Crime RP in erster Linie das richtige Ambiente und Umfeld wichtig.

Sprich:

Nicht alle müssen zwangsläufig maskiert sein.

Es sind zum größtenteil Charaktere aus den Unterschichten, die entweder nie eine richtige Ausbildung genießen konnten,

durch irgendwas ihren Beruf verloren haben,

oder einfach herumstromernde Waisen ohne zu Hause.

ebenso ein Großteil davon NICHT töten kann.

Die Charaktere sollten, auch wenn sie crimetechnisch was drauf haben, auch offensichtliche Schwächen haben, oder Macken, was sie menschlicher wirken lässt.

Wie Bob, der mit seinem hässlichen Antlitz einen super Lockvogel spielt, aber Schiss davor hat auch nur eine Waffe bei sich zu tragen.

Etc.

Es sind auch nicht größtenteils Schönlinge.

Das zu den offensichtlichsten Dingen.

Die Handlungen selbst. Weniger Anstand und Sitte:D Finde es nicht schlimm wenn es mal bunt zu geht und das Blut ein wenig in Wallung gerät. Gehört dazu.

Auch dass die Herren nicht unbedingt Kavaliere sind. Je nach kriminellem Geschäft auch die Diskretion unterschiedlich ist. Visitenkarten wie Bob ist der mit der dicken Faust, oder Suse die, mit dem Langfinger. Ist mir zu offensichtlich und nimmt für mich den Reiz.

Das sich die Chars auch nicht gleich ihre halbe Lebensgeschichte anvertrauen, ist für mich auch klar.

Oder eine einfach erfinden.

Wachen sind für mich genauso menschlich anzusehen. AUch eine Wache kann mal müde sein, unaufmerksam und in einer Kneipe sicher mal was übersehn. Wachen sind auch nur Menschen oder menschlich, die nicht 24 h am Tag durchtriebene Wachsamkeit wiederspiegeln.

Ebenso dass auch Fehler ausgespielt werden. Wenn ich einen Langfinger spiele, der jedoch ein Problem hat zu flunkern. Gibts auch und ist wesentlich reizvoller zu spielen.

Charaktere die unspielbar gemacht wurden gibt es für mich nicht.

Mir sind im RP ziemlich viele Situationen und Charaktere begegnet, wo ich einfach positiv erstaunt war, wie manche kreativ aus einer misslichen Lage etwas neues erschaffen. Eine Freundin musste in den sauren Apfel beissen und in einem Plot erkennen, dass ihr Char mit ihrem Würfelglück entweder tot ist, oder zumindest ein oder zwei Gliedmaßen verloren hat. Sie hat weitergespielt, und der Char fand ich war danach wesentlich reizvoller als vorher.

Charaktere denen mehr droht, als nur die Hand ab. Ebenso weiterhin spielbar. Wenn auch nicht einfach, da sie meist ihr gesamtes Umfeld ändern müssen, oder verdeckter handeln ohne sich maskieren zu müssen. Hatte ich auch schon und es geht.

Ebenso gehören auch Säufer dazu, die ein Talent haben viel Geld anzuschaffen, aber vielleicht ohne Schulbildung nur bis 10 zählen können, und sich das meiste Geld versaufen. Zockercharaktere, welche mit unendlichen Lügenmärchen, das man am Ende nicht weiss, was nun eigentlich die Wahrheit ist.

Umso mehr die SPieler auch die Bereitschaft haben, Fehler konsquent auszuspielen umso mehr macht es Spaß. Niemand ist perfekt, sei es die Person, die Handlung oder sonstwas. Gauner legen auch nicht unbedingt wert auf Taschentücher, oder sich gepflegt zu artikulieren. Man stottert, hat ne verrotzte Nase, etc.

Würfeln ja, ist eine gute Idee. Nur manchmal ist es schwierig logisch das Würfelglück oder Pech auszuspielen. Mir ist Logik dann lieber, sofern ich mir sicher sein kann, dass der andere seinen Char nicht wie einen Übermensch ausspielt.

Helden gibt es für mich im Crimerp schonmal gar nicht. Sicher haben Kriminelle auch ihre Schokoladenseite, aber ein Held, nein.

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Ark Kajus (09.11.2014)

9

Montag, 3. November 2014, 18:52

Ich habe noch etwas wichtiges vergessen .. <Asche auf mein Haupt>


Konsequenzen! Es ist absolut wichtig, dass der Spieler eines krimineller Charakters konsequent spielt. Es muss ihm immer bewusst sein, dass er erwischt werden kann und wenn es dazu kommt, es zu akzeptieren. Es muss nicht das Ende des RP'S sein und schon gar nicht das Ende eines Chars. Man kann auch am Pranger noch RP'n und den Gefängniswärter beim Spielchen über den Tisch ziehen, oder ihm den Schlüssel klauen, oder ihn bestechen, oder, oder oder... Am Ende ist ein Char erst dann, wenn der Spieler hinschmeißt und keine Sekunde vorher. Gefängnis sollte man im RP auch nur für ein paar Tage verhängen, damit die Spieler nicht ganz raus sind, kann man evtl. dann einige Spieler finden, die Mithäftling oder Wärter spielen. Möglichkeiten sind kaum gesetzt.

Sorry für meinen fopas und viel Spaß! :)

Liebe Grüße,
Kayani
Respekt und Toleranz statt Egoismus und Faschismus

Vexaris

Denker

Beiträge: 515

Gilde: Nachtwind

Allianz: Ebenherz-Pakt

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10

Montag, 3. November 2014, 18:58

Disclaimer: Ich bin ehrlich und gebe zu, dass ich nicht alle Wall of Texts hier gelesen habe. Daher bitte ich um Verzeihung, falls eine Dopplung von Meinungen stattfindet.

Hochfels ist kein Überwachungsstaat - ich nehme mal an, dass du Hochfels meinst, da das, was du ausspielst, meines Wissens nach in Glenumbra stattfindet (falls ich irre, bitte ich um Korrektion). Hochfels hat grob ein ähnliches Rechtssystem wie das Kaiserreich, aber jede Region hat zusätzlich einen sehr großen Haufen eigener Gesetze, welche a) teilweise irrsinnig sind (in einer Region ist, habe ich mal im teslore reddit gelesen, Salz verboten), und b) sich kaum jemand merken kann. Daher würde ich eher mit dem groben cyrodiilischen System im RP arbeiten. Wache bekommt Fall zugetragen. Bei schwerem Fall (Mord, schwerer Diebstahl, o.ä.) wird es einem Offizier zugetragen. Wache/Offizier entscheidet darüber, ob der Fall verfolgt wird oder nicht. Hier müssen wir auch noch hinzufügen, dass wir keine modernen Investigationen im kriminellen Bereich haben, was heißt, das tatsächlich jede Wache, jeder Offizier, wahrscheinlich einen eigenen Weg hat, etwas zu lösen, und wahrscheinlich bei einem eher komplexeren Fall diesen nicht lösen kann. Zudem kann man Leute anklagen, woraufhin Wache/Offizier wieder entscheiden muss, ob die Person unter Arrest gestellt wird oder nicht. Theoretisch kann eine Person bereits dadurch gehängt werden, dass man sie nur anklagt (ich sage theoretisch, weil kaum eine Wache derartiges einfach so zulassen würde).
In Hochfels haben wir noch die Besonderheit, dass man vor ein Gericht kommt. Vor einem Gericht kann sich der Angeklagte verteidigen, muss dies aber nicht unbedingt mit Beweisen tun. Es erinnert eher an griechische Gerichte der Antike, bei denen allein die Redekunst des Klägers und des Angeklagten entscheidend war, wer gewinnt. Strafen können Geldbußen, Haftstrafen oder Hinrichtungen sein.

Bezüglich gutem Crime-RP:
Gutes RP im kriminellen Bereich braucht Schurken mit viel Fingerspitzengefühl, aber auch die gute Seite, welche versucht, den Schurken auf die Schliche zu kommen. Ansonsten verkommt die eine oder andere Seite nur zu leerem Gerede. Diebstähle sollten unter den beteiligten Personen abgesprochen sein, Morde eignen sich mMn eher für eine längere Storyline, da kaum jemand dazu bereit ist, einfach mal so den eigenen Charakter sterben zu lassen. Auch ist nicht jeder Schurke ein tumber Schläger, ohne Bildung. Man denke an Moriarty, welcher wie die Spinne im Zentrum des Netzes sein Aktionen ausführen ließ, ohne dass die Verbrechen zu ihm zurückverfolgt werden konnten (um mal ein literarisches Beispiel zu geben). Meine leidige Erfahrung mit kriminellem RP in der Vergangenheit war bisher leider nur die erstgenannte Gruppe (nicht auf ESO bezogen, sondern MMO-RP allgemein). Man kennt ja den Stereotyp des unrasierten Kleinkriminellen mit Sprachfehler, welcher nur Vulgärsprache nutzt. Ein verbrecherischer Charakter kann von jedem Stand und jeder Bildung sein!
Ich persönlich sehe die Wachen als existent an, welche auch als NPCs herumlaufen, würde aber eventuelle SC-Wachen, wenn passend bespielt, ebenso anerkennen. Bezüglich des Kennenlernens von schurkischen Charakteren benötigt es schlicht einen oder eine kleine Gruppe von Charakteren à la Moriarty, welche ein Verbrechensnetzwerk aufbauen - also ihre Intelligenz für unlautere Dinge verkaufen. So könnte man ein atmosphärisches Gebilde erschaffen, in dem sich zwielichtige Charaktere einfinden können.
Wer illegale Dinge offen am Tresen erledigt, kommt wohl schneller in Haft als er "Macht X Draken" sagen kann. Das meine ich mit Fingerspitzengefühl - man muss wissen, was legal ist und was nicht. Ich selbst habe auch schon eine Person erlebt, welche offen in einer Taverne erklärt hat, dass sie Nekromantie beherrscht. Ungut, sehr ungut.

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fragili quaerens illidere dentem, offendet solido. - Horaz, Satires


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Rogarson (03.11.2014)

Rogarson

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11

Montag, 3. November 2014, 19:11

Für mich gehören genau zwei Personenkreise zu Dingen wie Crime-RP. Die Leute, die Dinge in Bewegung setzen (z.B. Taschendiebe + Wachen), und eben die, die Dinge -sehen- ... Zeugen.

Was bringt es mir, wenn ich lustig vor mich hin emote, was ich nicht alles aus Haus XY habe mitgehen lassen, wenn ich das -nur- für mich alleine tue?
Was bringt es mir im selben Atemzug irgendwo hin zu gehen und Person XY auf die Nase zu binden "Ey, ich habe gestern Abend Haus XY ausgeraubt!" ...

Für mich ist wichtig, dass es authentisch ist. Crime-RP bedeutet nicht, irgendetwas illegales zu tun und dadurch Spaß zu haben, sondern auch ein bestimmtes Ambiente bieten zu können - etwas verruchtes, intrigantes und "verbotenes" zu tun...
... das Problem ist aber genau das. Kaum jemand will gerne zurück stecken - und kaum jemand will "Freunde" hintergehen. Macht man ja auch nicht. Und - das ist noch viel wichtiger- die meisten wollen gerne bespaßt werden, statt selbst zu bespaßen und -daraus- seinen Spaß ziehen.

Ich denke, dass das Crime RP - gerade in Dolchsturz derzeit - ausbaufähig ist, und noch viele, viele Möglichkeiten bietet.
Faustkämpfe sind schön und gut - Wetteinsätze müssen trotzdem her und es muss den Leuten schmackhaft gemacht werden.
Taschendiebe, tolle und lustige Sache - meist aber "nur" für den Dieb, denn nach meiner Erfahrung sind all diese Gauner ja die besten Diebe, die je existierten, so, dass man garnicht erst merkt, dass etwas gestohlen wurde - und wenn, dann ertragen die Leute die Konsequenzen ihres "Tuns" nicht - Schade, geht meist RP flöten.

Ich selbst war ja auch das ein oder andere Mal im Gaunerliebchen und muss sagen: Ja, es gefällt - aber es könnte durchaus mehr gehen.
Es ist gut aufgezogen, aber es wirkt immernoch eher wie eine Taverne, wo sich Freunde treffen - und keine spitzfindigen Gesellen mit fragwürdigen Absichten.

Ich hoffe, dass das alles weiter geht und hoffe auch, dass es sich weiterentwickeln -kann-. Das liegt aber, wie immer, an den Spielern selbst... und ist, wie der Mensch als solches, kaum vorhersehbar.

Es ist, gerade bei Crime-RP, schwierig den schmalen Grat zu gehen zwischen "Hey, der ist mein Freund, mit dem passiert nix - stelle ich nix an!" und zwischen "aber WENN ich was mit Ihm anstelle, könnte ich daraus profitieren" ... man muss abwägen, was man will - und ob diese spezielle Art von "Konflikt-RP" etwas für einen ist.

Crime RP - um es kurz zu machen - muss für mich konsequent sein. Ohne wenn und ohne aber. Man muss mit seinen Entscheidungen leben, und sollte nicht mit seinen Taten hausieren gehen als würde man bei einem fröhlichen Sonntags-Nachmittagsspaziergang über das Wetter plaudern.

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Melania (13.11.2014)

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12

Montag, 3. November 2014, 21:17

Auch wenn ich jetzt nicht bei jedem einzelnen Beitrag ein "Danke schön" drunter gesetzt habe, möchte ich mich für alle bisherigen Beiträge bedanken. Es war vieles dabei, dem ich sofort zustimmen würde. Einiges, das ich anders sehe. Ich möchte jetzt nicht auf alle Punkte eingehen, lasse mir das hier geschriebene allerdings durchaus durch den Kopf gehen und werde mir daraus das eine oder andere für mein weiteres RP mitnehmen.

13

Dienstag, 4. November 2014, 20:10

Hmm, bei dem inzwischen dazugekommenen ist ist mir eine Sache ins Auge gefallen, die mich immer mal wieder irritiert und das sind die unterschiedlichen Definitionen von "konsequentem Spiel".

Ich habe das Gefühl, dass unter konsequentem Rollenspiel meistens verstanden wird, dass die Person "Konsequenzen tragen können muss" also um ein übertriebenes Beispiel dafür zu nennen: "Wenn Dein Char meinen Char beklaut, musst du damit rechnen, dass er deinen umbringt oder ihm zumindest die Hände abhackt, weil mein Char nunmal so ist." Ich würde unter konsequent spielen dagegen verstehen, dass man die Spielwelt als tatsächlichen Lebensraum für den Charakter begreift und die Figur daher so spielt, dass sie sich möglicher Konsequenzen ihres Handelns bewußt ist. (Man beachte den Unterschied.) In Bezug auf mein Beispiel heißt das, dass ich als Spieler meinen Char oder seine Gliedmaßen sicherlich nicht opfere, weil der andere Spieler gerade Bock hat was zu schnetzeln oder "sein Charakter nunmal so ist" aber, dass es sich aber mein Charakter vielleicht doch zweimal überlegt, ob er dem großen Hünen mit der dicken Axt denn wirklich was aus der Tasche ziehen möchte - bzw ein wenig mehr an der Planung feilt als gewöhnlich.

In weniger dramatischen Zusammenhängen bedeutet das, was ich oben schon geschrieben habe, dass man sich mit manchen Dingen einfach mal etwas mehr Zeit lässt und sie nicht husch husch von jetzt auf gleich passieren müssen - und dass man vielleicht auch mal auf Grund der Umstände des Chars auf irgendein Event verzichtet, welches man als Spieler vielleicht lustig fände, oder es nach hinten verschiebt. Klappt nicht immer aber so als Grundgedanke wäre es nett.

Was das berühmte "Konsequenzen tragen" angeht, kann ich durchaus verstehen, warum man es nicht bei jedem zulässt, der einem über den Weg rennt. Man übergibt dabei seinen - sicherlich doch irgendwie liebgewonnen Char, mit dem man sicher auch noch was vorhat - in die Gewalt eines anderen, möglicherweise völlig Fremden, der unter Umständen eine völlig andere Auffassung davon hat, was eine angemessene Reaktion oder Strafe ist - eine kurze Flüsterabsprache kann da vielleicht schon wesentlich weiterhelfen.

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Vexaris (04.11.2014)

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14

Mittwoch, 5. November 2014, 16:44

So und nicht anders hatte ich es auch gemeint. :) Aber danke für die etwas detailliertere Fassung von dem, was ich ausdrücken wollte.
Spar' ich Zeit! Hach, ein Traum...

15

Donnerstag, 13. November 2014, 12:52

Konsequentes RP

@Anska

Ich meine mit konsequentem RP nicht, dass einer Konsequenzen von Griefing davon tragen muss. Ganz und gar nicht. Sondern das jeder seinen Charakter so spielt, als würde er eben in der Welt, an dem Ort und in der Situation sein oder gewesen sein. Das ist für mich allerdings schon ein generelles Ding, was ich unter "Rollenspiel" verstehe.

Mit konsequentem RP meine ich es eher allgemein. Wenn ich eine Scheibe einschlage, ist eine mögliche Konsequenz, dass ich mich dabei verletzte. Wenn ich mich also dabei schneide, hinterlasse ich z.B. Blutspuren die man auch an meiner Kleidung und vor allem an meiner Hand erkennen kann.. auch zwei Tage später noch.

Wenn ich angeschossen werde und ich verletzte mir das Bein, dann kann ich gar nicht am gleichen Abend noch tanzen gehen, zumindest nicht, wenn ich konsequentes RP betreibe. Konsequenzen für das Handeln des eigenes Charakters. Egal ob er freundlich bedient und dafür geliebt wird, oder ein Schuft ist, der Feinde hat. Die geliebte Schankmaid wird mehrere Verehrer bekommen, der Schuft muss immer damit rechnen eine auf die Schnute gehauen zu bekommen und darf dann nicht jammern, aber ich hatte ja keine Chance ... heul, mimimi. So wie im echten Leben halt auch. ohne nach rechts und links zu schauen, kann man unverletzt eine Strasse überqueren, aber auch unter die Räder kommen und dann kann man hinterher auch nicht sagen, dass das aber jetzt so doof ist und man ja noch was vorhatte.
Respekt und Toleranz statt Egoismus und Faschismus

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