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Hylea

Denker

  • »Hylea« ist weiblich
  • »Hylea« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 411

Gilde: Misthaven

Allianz: Dolchsturz-Bündnis

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1

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 14:39

Das freut mich! *kleiner mara fan sei* :thumbup:

Feuersucherin

Gelehrter

  • »Feuersucherin« ist weiblich

Beiträge: 651

Gilde: Amaraldane

Allianz: Aldmeri-Dominion

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2

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 15:48

Schön, danke dafür. Ich liebe ja vor allem den Suffdaedra! :thumbup:


Und natürlich nochmal einen besonderen Dank für "meine" eigene Ballade. Auch wenn Karquass sich von dem Schreck wohl noch lange nicht erholen wird. Holdes Weib, ts ... 8| X( ;(

  • »Gragosh gro-Donneraxt« ist männlich

Beiträge: 667

Gilde: Ghorbash Clan

Allianz: Dolchsturz-Bündnis

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3

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 20:17

Gragosh kann die Bardin sehr empfehlen :thumbsup:

4

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 19:14

*wegbrech* Das Lied wurde nun also vorgetragen? Yay! Ich kann mir das Gesicht lebhaft vorstellen. >:D


"Er kennt alle Seitenwege des Herzens. Die Hauptstraße aber ist ihm unbekannt." - Voltaire

5

Mittwoch, 1. März 2017, 17:38

Mara´s Bardenbuch

An dieser Stelle zunächst ein ganz liebes Danke an Cyrenar, der dafür gesorgt hat, dass meiner Bardin wieder ein wenig Leben eingehaucht wurde. Ebenso will ich es mit diesem verstaubten Thread halten und einige Stücke meiner Bardin einstellen. Es sind mittlerweile so viele, dass ich nur eine kleine Auswahl posten möchte. Alle Lieder und Gedichte die ich hier hinein stelle sind selbst verfasst. In diesem Sinne:

Liederteil

Nereidenlied

Spoiler Spoiler

Ein schöner Bursche, jung im Blut,
auf Glenumbra´s Meere fuhr hinaus.
Das Fischen wars, er konnt´ es gut,
er tat sein Werk und fuhr nach Haus.

So ging es stets, tagein, tagaus,
die Zeit dem Manne wurd zu lang.
Er wollte aus dem Boot heraus,
und lief verborgene Ufer an.

Da fand er eine Grotte tief,
finster war sie, feucht von Gischt.
Weiter hinein der Bursche lief,
bis Weh befiel das reizend Gesicht.

Seine Augen erblickten dort,
eine schmerzend schöne Nereide.
Thronend sie harrte an jenem Ort,
wallend Gewand, sie umschlang liquide.

Ref.:
Komm zu mir und sei mein Lieb,
aller Wellen Lust mir gib.
Schenke mir nur einen Kuss,
auch wenn ich dabei sterben muss.
Nereiden tanzen auf Wassers Säulen,
Ströme durch ihre Grotten heulen.
Bleiben einsam, bis zum letzten Tag,
sie zu lieben, kein Mann vermag.

Verloren ward sein Herz sogleich,
in Hingabe so tief und rein.
Als ihn die Nereid´ erreicht,
ihr Blick ihm geht durch Mark und Bein.

So saß er Stunden vor dem Wesen,
himmelnd ihrer Stimme Klang.
Sein Herz konnt nimmer mehr genesen,
als sie ihn zog in ihren Bann.

In heiligem Quell, sie wogte auf dem Thron,
für lange Zeit beim Fischersmann.
Sang ihm Lieder mit leidenschaftlich´ Ton,
von Meeren tief, wo Zeit begann.

Er vergaß sein Leben, die Zeit, das Boot,
und ertrank in meeresgrünen Augen.
Sah doch nur die Lippen und gewahrte keiner Not.
Fast konnt sie ihm nichts mehr rauben.

Ref.:

Er flehte bald an ihrem Saum,
um der schmerzlich schönen Lippen Kuss.
Ihre warnend Worte vernahm er kaum,
ahnte nicht, dass er sterben muss.

So küsste ihn, die weinend Nereide, /Meermaid
Zärtlichkeit war ihres Mundes Gebot.
Ihr Atem seine Lungen füllte liquide, /Raubt mit ihrem Kuss die Zeit,
und beim zweiten Seufzer, war er tot.

Ref.:

Traumlied

Spoiler Spoiler

Bald schon graut der Morgen neu,
schweig still und weine nicht, mein Kind.
Die Sterne verblassen voller Scheu,
ein zartes Lied, Dir singt der Wind.

Sanft der Bäume Äste kratzen,
am Fenster Deines Schlafgemachs.
Hab´ heute keine Angst vor Fratzen,
ich sing´ sie weg, der Nachtmahr wars´.

Refrain:
Schlafe tief, so schlaf nur ein,
Träume werden bei Dir sein.
Nehmen Dich bald bei der Hand,
und ziehen Dich ins ferne Land.
Wo die Gedanken sind so frei,
ich singe Dir den Traum herbei.

Auf sanften Wellen, ich Dich wiege,
tief hinein ins Träumerland.
Hör mir zu, spür meine Liebe,
ich leite Dich, reich mir die Hand.

Hör nur wie die Aedra singen,
lieblich ihrer Stimme Klang.
fort, weit fort sie Dich nun bringen,
zu Sphären wo ihr Leb´ begann.

Refrain:

Bardenseele

Spoiler Spoiler

In jedem dunklen, tiefen See, erahnt mein Herz,
auf dem Grunde einsam schwimmend,
den Gesang von Nereiden.
Und so manche Stunde lang, ich harre voller Schmerz,
meiner Sehnsucht so bestimmend.
Wo sind sie geblieben?

Auf jedem Berg, verschneit und starr, erblickt mein Herz,
im argen Sturme flügelschwingend,
Drachen wie sie fliegen.
In jenem Augenblick ich spür, den Wunsch schwer wie Erz,
ihm nahe zu sein, mein Herz erklimmend.
Wo sind sie geblieben?

Ref.:
Bardenseel´, so trag´ mich fort,
umschließ´ mein Herz, mit Deinem Klang.
Entführe mich an jeden Ort,
der Deinem Geist so frei entsprang.
Bardenseele süß wie Wein,
bring´ Farben in mein karges Land.
Erhell´ den Weg mit Deinem Schein,
und lass´ erblühn´, was einst verbrannt.

In jedem Wald, in Schatten gehüllt, vernimmt mein Herz,
im Dickicht lustvoll wimmelnd,
der Feentänzer Wiegen.
Und leis´ schleich ich an sie heran, doch ahn´ das Glück verwehrts,
nur einen Herzschlag himmelnd.
Wo sind sie geblieben?

Unter jedem Fels und schattig Grund, besieht mein Herz,
dem Tageslichte schnell entrinnend,
die längst verronnen Ayleiden.
Voll Glanz besieht mein Aug´ ihr Reich, keine Last beschwerts,
sich keines Zeitenzahns entsinnend.
Wo sind sie geblieben?

Ref:

Das fliehende Herz

Spoiler Spoiler

Kynareth küsst meine Flügel,
und trägt mich weit davon.
Das Herz weint, der Geist lacht,
hebe mich empor zur Sonn´

Refrain:
Der Wind spricht zärtlich flüsternd:
"Sieh nur, was ich Dir zeigen kann,
fern, auf der anderen Seite Tamriels.
Ich trage Dich über Berge hinweg,
in Cyrodiil gehen Drachenfeuer an"

Keine Hand hält meine Zügel,
bin bar von Sattel und Zaum.
Nur Staub verrät meine Spuren,
meine Stimme nur ein Traum.

Refrain:
Der Wind spricht zärtlich flüsternd:
"Sieh nur, was ich Dir zeigen kann,
fern, auf der anderen Seite Tamriels.
Ich trage Dich über Meere hinweg,
in Auridon gehen Elfenfeuer an"

Bald ziehts mich wieder fort,
selten bleibt etwas zurück.
Mein Weg unendlich lang,
wann find ich mein Glück?

Weiberheld

Spoiler Spoiler

So Blaue Augen, so blond das Haar,
ach, er reitet stolz auf seinem Ross.
Sein Blick ist so mutig und so klar,
im Felde führt er jeden Tross.

Wenn ich ihn seh, fehlt mir die Luft,
das Herze rennt, es schwirrt der Kopf.
Sein Blick mich trifft, die Seele ruft,
doch fühl, bin nur ein armer Tropf.

Denn haben konnt er viele schon,
so bin eine nur von vielen ich.
Ob Magd oder Tochter vom Baron,
´s sind zuviele für mein Gedicht.

Ref:
Weiberheld, du bist begehrt,
eine jede Dich verehrt.
Weiberheld, der Mütter Pein,
jede Tochter lässt sich ein.
Weiberheld, so kühn bist Du,
Deine Gier kennt keine Ruh.

So steh ich unterm Fensterbrett,
und singe ihm von meiner Lust.
Da hör ich quietschen schon das Bett,
die Schankmaid hat heut keinen Frust.

Der nächste Abend bricht herein,
steh wieder dort, und sing mein Lied.
Er ist wieder mal beim Stelldichein,
zeigt der Schmiedin heut sein...en Schmiedehammer.

Ref:

Doch manche Nacht hör ich Geschrei,
wenn ich da steh und spiel die Laut´.
Da brach so mancher Krug entzwei,
wenn eine dacht´ sie würd die Braut.

Jetzt steh ich bald jeden Abend hier,
so hab ich ihn fast für mich allein.
Und wenn ich laut sing, von meiner Gier,
holt er vielleicht auch mich herein.

Ref: -abweichend
Weiberheld, du bist begehrt,
eine jede Dich verehrt.
Weiberheld, der Mütter Pein,
jede Tochter lässt Dich rein.
Weiberheld, so kühn bist Du,
Deine Gier kennt keine Ruh.

Corvin LaRouche

Spoiler Spoiler

Hört mein Wort; sing euch ein Lied,
von einem der schon längst verschied.
Corvin LaRouche - ein Seemann groß,
mit süßen Mädchen auf dem Schoß.

Doch seltsam sind des Schicksals Wellen,
er zog zur Allik´r- zu Gefährten mit Schellen.
Schausteller und Vagabunden, hielten Schritt,
die Zeit ihm gab so manches mit.

Er lernte schlucken bald das Schwert,
sein Meister ein Ekel, doch von Wert.
Manche Wunde er ihm schnitt,
doch La Rouche tapfer weiter ritt.

Ref.:
Schwerter schlucken das braucht Mut,
machst du´s falsch, ja dann fliesst Blut,
auf den Mund und rein das Blatt,
und die Münzen klimpern satt.
Willst du´s einer Frau beweisen,
schlucke Schwerter; schlucke Eisen.

Bald schloss sich eine Dunmer an,
sie war eine Zier für jeden Mann.
Und der Meister war ganz scharf,
sie mitten in sein Herz ihn traf.

Der geile Hund, er buhlte schwer,
um das Herz der dunklen Mer.
Doch, herrje, sein Unterfangen,
sollt an ein Ende bald gelangen.

Ein scharfes Schwert, dass wollt er schlucken,
um die Merfrau zu beeindrucken.
S´ schwand schon in der Kehle tief,
als panisch man um Hilfe rief.

Ref.:

Da lacht´ die Mer, gar glockenhell,
von draußen klang ein Warngebell.
Ein Wamasu, der fand sein Fressen,
und alles Buhlen war vergessen.

Da bricht der Meister schon zusammen,
und alle Lust- sie ward vergangen.
Sein Ende fand er schamvoll schwer,
vor den Füßen, der hübschen Mer.

Sodann trat Corvin aus dem Schatten,
um die Dunmer zu begatten.
Und als die Mer geschluckt sein Schwert;
sprach La Rouche, "das war´s mir wert!"

Ref.:
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Morlana« (1. März 2017, 18:26)


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6

Mittwoch, 1. März 2017, 17:40

"Die Sumpfrose"- zu Isker´s Geschichte

Spoiler Spoiler

Der Mond glänzte Hell, über düsterem Moor,
als ein kaiserlich Recke, sein Herze verlor.
In den Schwarzmarschen tief, das Leben erwacht,
eine argonische Maid, seine Sehnsucht entfacht.

Er besah sie am Ufer, über Rosen so zart,
ihre sanftgrünen Schuppen, mit Perlmutt gepaart.
„Lass dich halten im Arm, argonische Maid,
will ehren dich stets, und lieben dein Kleid“

Refr.
Nebel wallt auf, es flüstert der Wind,
die Laute verzaubernd und sonderbar sind.
Bring heim meine Seele, zum Hist mich zurück,
im Schoß meiner Heimat, wartet das Glück.

Die Stunden verschwanden, wie Nebel im Wind,
der Kaiserreichbursche, entführt sie geschwind.
Fern von den Marschen, mit jedem Schritt,
nur eine Rose, aus dem Sumpf nahm sie mit.

Die Blume verblüht, denn die Reise war lang,
das Leben verfloss, die Schönheit verrann.
„Wenn einst ich vergeh´, mein Herz hör´ mir zu,
Ich erfüll´ diese Blume, dann bring mich zur Ruh“

Refr.

In der Heimat des Recken, sie liebten sich sehr,
doch die Menschen im Dorfe haderten schwer.
Und bald schon erkrankte die argonische Maid,
trüb´ warn´ die Augen, die Schuppen ganz bleich.

Der Glanz war verloschen, sie entschlief früh am Tag
und ihren Händen - die Sumpfrose lag.
„Weh meine Liebe, komm zu mir zurük,
in deinen Armen, lag doch all mein Glück!“

Refr.

Da geht auf die Rose, was braun erst wurd´ grün,
und voll Schmerz und Trauer, sah er sie erblühn.
„Bring Heim mich, mein Liebster“, es war ihm wie Wind,
„erhalt meine Seele, eil dich, geschwind!“

Nach Wochen und Tagen, erreicht er den Hist,
die Stimme der Maid, so schmerzlich vermisst.
Da erklingt sie ganz zart, von Trauer befreit,
„mein Liebster nun bin ich zu gehen bereit…“

Refr.

Und in jener Stunde, ein Hauch im Gesicht,
"du liebtest mein Kleid, ich vergesse dich nicht".
"Behalte die Rose, in ihr liegt mein Herz,
bewahre sie zärtlich und vergesse den Schmerz"

Das Lied der Schmiedin

Spoiler Spoiler

Donner und Funken fegen durch die Hallen,
wenn die Hämmer auf den Amboss knallen.
Die kundige Hand, formt härtesten Stahl,
mit orkischer Kraft, wirds stets ideal!

Refr.:
Shel gra-Mhorak, mach mir ein Schwert,
Münzen und Gold, mir die Arbeit ist wert!
Schwing deinen Hammer, entzünde die Glut,
deine glorreichen Waffen, verleihen uns Mut.

Der Orsimerin Wehr, in all ihrer Pracht,
schon so manchen Heroen hervor gebracht.
In tausenden Schlachten, tanzten ihre Waffen,
mit einer davon, auch ihr könnt es schaffen!

Die Klingen so scharf, sie spalten ein Haar,
Ornamente voll Glanz, wie der Morgen so klar.
Die Dolche, sag ich euch, liegen gut in der Hand,
selbst eine Bardin wie ich, führt diese galant.

Refr.:

Die Hämmer und Äxte, schlagen wuchtig brutal,
die Zier der Berserker, das Ergebnis brachial.
Und bist du ein Hühne, führst einen Bidenhänder?
Mit Orsiniums Waffen, dich fürchten die Länder.

Shel gra-Mhorak, der überragende Schmied,
in der dolchsturzer Kette, das festeste Glied.
Schützt mit ihrem Werke, Heim, Kind und Weib,
Dominion und Pakt sind heut nicht mehr weit.

Refr:

Das Mädchen am Brunnen

Spoiler Spoiler

In Dolchsturz, da war einst ein Mädchen bekannt,
das Liebreiz und Anmut und Schönheit verband.
Des Tags weilt sie oftmals, am Brunnen der Stadt,
wo sie die Schönheit des Lebens besungen hat.

Und gefüllt war ihr Herze, mit kindlichen Träumen,
von Blüten und Bächen und sattgrünen Bäumen.
So leicht war es ihr, dass sie mochte ein jeder,
ob Schmied oder Magier, ob Söldner, ob Jäger.

So vergingen die Sommer, und nach einer Zeit,
da fühlt´ sich die Maid, für die Liebe bereit.
Bald kam auch ein Jüngling, wie in ihren Träumen,
zu schauen die Schönheit, wollt´ er nicht versäumen.

Refr.:
Ja mein Sinnen ist aufrecht, ich liebe nur Dich.
Von heut´an auf ewig, lass gehen Dich nicht.
Denn das Band, das uns eint, ist fest wie der Stein,
und auf immer, wirst bei mir Du sein.

Und so stehts geschrieben, er erobert´ die Maid,
mit Dichtung und Liedern, so schön war die Zeit.
Das Mädchen war treu, und sie liebte ihn sehr,
doch ach, bald wurd´ ihr das Herze so schwer.

Denn was einst der Bursche, hatt´ erobert für sich,
das verging mit der Zeit, und er liebte sie nicht.
Als die Lust ward vergangen, das Feuer verglommen,
er sinnte schon bald, wann die Nächste würd´ kommen.

Und das Mädchen, es litt, denn ihr Herze war voll,
sie wollt´ lieben und leben, dass es über bald quoll.
Doch der Liebste, er zwang sie aus Habsucht und Gier,
an seiner Seite zu harren, wie ein prachtvolles Tier.

Refr.:

Und sie fühlte sich einsam, vor dem erkalteten Herz,
was einst schlug nur gemeinsam, brachte nun Schmerz.
Fürderhin sang sie am Brunnen, von Trauer und Leid,
und ersehnte die Freiheit, das Ende dieser Zeit.

Bald fand sie ein Recke, aus dem Norden so kalt,
hört die traurige Stimme, die im Winde verhallt.
Und bald nahm die Fügung, einen finsteren Lauf,
legte beiden den Zauber der Liebe auf.

Er traf sie ganz heimlich, im Schutze der Nacht,
wo sie verlangten, was ihnen das Schicksal gebracht.
Und ihr Herze war voll nun, von Freude und Glück,
träumt´ sich Blüten und Bäche und Bäume zurück.

Refr.:

Doch was drohte, musst´ kommen, der Gehörnte ihr folgt,
und sie war nicht zu halten, für Silber und Gold.
Dann das haarige Herze, ihres Mannes gewann,
eine grausame Rache, für die Maid sich ersann.

"Ich gebe Dir Zeit noch, bis der Morgen anbricht,
bist du wieder bei mir, trifft mein Zorne Euch nicht.
Aber siehst du ihn wieder, im Schutze der Nacht,
dann dein Geliebter, niemals wieder erwacht!"

Und sie weinte und flehte, doch es war ohne Zweck,
dann in größter Verzweiflung, rannt´ sie los, von ihm weg.
Doch das grausame Herze, nun endlich gewann,
packt das hilflose Mädchen, bis ihr Leben verrann.

Refr.:

Und der Nordmann, er wartet im Schutze der Nacht,
bis ein Windhauch, die Stimme der Maid ihm gebracht.
Und er sucht sie am Brunnen, und in den Straßen seither,
denn auch den Geliebten, man sah niemals mehr.

Und manchmal wird man des Nachts, wenn die Sterne ganz klar,
am Brunnen vor dem Gasthaus, einer Stimme gewahr.
Sie singet von Liebe, Blüten, Bächen und Glück,
bis kalter Nordwind sie verschluckt, Stück um Stück.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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7

Mittwoch, 1. März 2017, 17:41

Geschichtenwettbewerb - Das Mädchen und der Wolf - für den Sieger Graf Salas

Spoiler Spoiler

Ich sing´ von einem zauberhaften Mädchen,
der war das Herze gar fürchterlich schwer.
Sie ging fort, aus ihrem kleinen Städtchen,
denn die geliebten Eltern waren nicht mehr.

Bald sie kam an einen schönen Flecken,
der dem Maidlein mutete an sehr lieb.
Wo prachtvolle Häuser sich erstreckten,
und sie hoffnungsvoll einstweil´ verblieb.

Sodann die junge, aufgeweckte Maid,
sprach hier wohl, mit einem jeden.
Und recht schnell, verschwand die Zeit,
aber ein Heim, wurd´ hier nicht gegeben.

Doch so lang und weit die Waise lief,
durch die engen, dunklen Winkelgassen.
vernahm sie, dass ein böser Wolfe schlief,
in dem größten Hause, ganz verlassen.

Der warnend Worte waren da viele,
als das Kind, fragt andere nach dem Weg.
Ob es ihr, der kleinen - denn wohl gefiele,
wenn in sie, des Wolfes Zahne schlägt.

Refrain:
Mein Herz brennt wie Feuer, es zieht mich weit fort,
ich such´ ungeheuer, schon lang jenen Ort,
der mich sein heißt, und hütet in finsterer Nacht,
denn ich weiß, dass einst mir ein Heim wird gebracht.
Und wenn Donner und Regen, am Himmel dort grollen,
werde ich ganz verwegen, meinen Dank ihnen zollen,
denn er ließ mich stets hoffen, bald nahet der Tag,
da meine Tränen verflossen - ich Vater zu Dir sag´

Aber mit Einsamkeit und Leidenschaft,
hat die Zeit das Mädchen wohl geprägt.
Alsbald sie allen Mut zusamm´gerafft,
und so die Neugier, sie zum Tiere trägt.

Und als sie dann pochte, an der Türe,
ganz unwissend, was würd´ geschehen,
sie merkte, dass sich niemand rühre,
drum musst einfach hinein sie gehen.

Das pelzig Tier, mit schwarzem Fell,
sah mit ganz finstrem´ Blicke auf.
"Was willst du Mädchen, spreche schnell,"
bellte der böse Isegrim zu ihr hinauf.

"Oh Wolf, ich such´ ein Heim für mich!"
ihre Stimme war gar fest im Klang.
"Doch bin weder Freund noch Bruder ich,
und so fruchtbar schrecklich ist mein Fang!"

Doch das Mädchen war sehr schlau,
und eines, sie war sich ganz gewiss.
In einer Stadt mit so viel Mann und Frau,
trifft sicher jemand anderen sein Biss.

Refr.:

Als sie es sprach, da lacht der schwarze Pelz,
sein Herze längst ihres, und stimmte ein.
"Viel ists´ nicht, doch meinen Leib erhälts´
Dach und auch Zuflucht, mag es dir sein".

Doch als das Mädchen, am nächsten Tag,
die Straße vor dem Haus beschritt,
ganz geschwind, ein Band am Halse lag,
eine garstig´ Hexe, ihr den Weg abschnitt.

Und sie führte die Maid, so an der Lein´
in ihr großes Haus, gar prächtig voll.
Sollte künftig der Hexe Mündel sein,
niemals Lachen, aus ihrem Munde quoll.

Obwohl sie wurd´ hier gut erzogen,
hübsch gekleid´, und wohl ernährt,
fragt´ sie oft, warum grad´ sie erwogen,
wollt erfahrn´, was ihr Leid war wert.

Doch die alte Hexe schweiget stets,
deut´ der Kleinen auf ihr Halsesband.
"Sei still und frag´ nicht, hat Dir des Wegs
das Dankbarsein, niemand zuerkannt?"

Refr.:

Des Mädchens Herz, wurd´ schattig nun,
und all ihr Lachen, ward vergangen.
Bestimmte Freud´, einstmals ihr Tun,
schien all das Schöne, nun verhangen.

Nach Monaten, fast so schien es ihr,
nahet winzig klein, ein Hoffnungslicht.
Denn an der Tür, stand das dunkle Tier,
doch die böse Vettel, ließ hinein ihn nicht.

Und wieder verging, eine gar lange Zeit,
in der alles Wünschen auch verschwand,
Sie tat schweigend nun, der Hexe Arbeit,
und die Dunkelheit, ihr Herz übermannt.

Einst ging die Vettel, dann zum Markte,
holte Zutaten, für Kunst und Bräu´.
Doch war überrascht, dass man sich labte,
ihres Anblicks und sie wurd´ ganz scheu.

Eine prächtig bunte Schar, lauerte ihr auf,
man sah dort gar viele Tiere stehen.
Und sah auch den guten Wolfe vorne auf,
seiner Rache, sollt´ sie nicht entgehen.

Refr.:

`s waren Raben, Bär und auch zwei Ratten,
ein Vogel bunt, sein Schnabel sehr groß,
auch Pferd, ein Löwe und Tiger hatten,
beim Wolfe sich gefunden, es war famos!

Und weh, dann ging alles gar so schnell,
die garstig´ Vettel, wurd´ zerrissen nun.
böses Krächzen, Wiehern und auch Gebell,
begleitet´ der prächtig´ Schar blutiges Tun.

Angelockt vom wilden, lauten Zetern,
das junge Mädchen ward´ herbeigeeilt.
Da sah man schon, auf hundert Metern,
dass ein Lachen, zog den Mund ganz breit.

"Oh ja, Tapferkeit erfüllt dein junges Herze,
denn viele Sprosse, schon verzweifelt sind.
Mein Haus sei Dir Heim, wie eine Kerze,
die nun die Dunkelheit vertreibt, mein Kind."

Und sie folgte sodann, der grimmen Gestalt,
und man sagt, sie sollen leben dort noch heut´.
Ihr Lachen, auch mancherorten widerhallt,
sich der bunten Schar, und eines Vaters erfreut.

Refr.:

Nach Sovngarde

Spoiler Spoiler

Süß klingt Lachen in der Ferne,
Kynes Töchter sind nicht weit,
tragen mich bis an die Sterne,
nach Sovngarde, für alle Zeit.

Die schönste Maid, in ihrem Reich,
die Seel´ über die Schwelle trägt,
von meinen Lippen, kalt und bleich,
kein Klagelaut im Kuss vergeht.

Es fließt der Met, die Tafel voll,
zu Shors Gefolg´ gesell ich mich,
die Weiber lieblich, jeder Zoll,
bin selig nun, beweint mich nicht.

Klaget nicht an meinem Grab,
Feuer trug mich längst ins Licht,
gedenkt der Zeit, die man uns gab,
bin selig nun, beweint mich nicht.

Die Waffen klingen, voller Blutgier,
wir jagen Bestien meilenweit,
nie in Trübsal harren wir hier,
in Sovngarde, für alle Zeit.

Kein Gebrechen und kein Schmerz,
nur Nächte heiter, sorgenfrei,
nicht Eis noch Winter fängt mein Herz,
und jeder Groll wird einerlei.

Es fließt der Met, die Tafel voll,
zu Shors Gefolg´ gesell ich mich,
die Weiber lieblich, jeder Zoll,
bin selig nun, beweint mich nicht.

Klaget nicht an meinem Grab,
Feuer trug mich längst ins Licht,
gedenkt der Zeit, die man uns gab,
bin selig nun, beweint mich nicht.

Kynes letzter Kuss

Spoiler Spoiler

Stahl kalt wie Eis, reißt die Seele fort,
du gabst dein Blut, wie jeder Nord,
für Himmelsrand.

Bei Shor und seinen Kriegern wirst du sein,
in Sovngarde, wo dein Leben erst beginnt.
Doch dein Name bleibt bei uns zurück;
vergiss das nie.

Bei Shor und seinen Kriegern wirst du sein,
in Sovngarde, wo dein Leben erst beginnt.
Doch dein Name bleibt bei uns zurück;
in Erinnerung.

Kynes letzer Kuss,
Kynes letzter Kuss,
verheißungsvoll doch so hart wie Winterwind,
der von den hohen Bergen weht,
und deinen Namen mit sich trägt.

Kynes letzer Kuss,
Kynes letzter Kuss,
verheißungsvoll doch so hart wie Winterwind,
der von den hohen Bergen weht,
und deinen Namen mit sich trägt.

Kynes letzer Kuss

Rubine im Nichts

Spoiler Spoiler

Jenseits von Daenia, in der Grafenschaft Camlorn,
zog einst de Voiture, gegen daedrische Brut.

Er scharte Soldaten, die treu und ergeben,
er kannte sie alle, ihre Träume, ihre Leben.
Verbrannt war die Erde, unter Stiefeln aus Stahl,
Meilen vor dem Schlachtfeld, herrschten Chaos und Qual.

Dem Donnern des Himmels, des Unwetters Lied,
das zur Aufgabe und nimmermehr Rückkehr ihm riet,
trotzte der Graf, führt das Heer stolz voran,
und voll Grauen warn´ die Schreie, als die Schlacht dort begann.

Tiefschwarze Anker, zerbarsten die Erde,
an rasselnden Ketten, menschengroß jedes Glied.

Ganz als wäre der Welt, alles Reine entflohen,
kroch die stinkende Brut, aus dem klaffenden Boden.
Und wie Wellen sie zerschellten, an den tapferen Kriegern,
doch den endlosen Horden, würden sie bald erliegen.

Aber Mut trug ihr Herze, keine Schlacht sie verlorn´,
nicht umsonst hatt´ der Graf zu seiner Faust sie erkorn´.
Und die vielen Soldaten, sie boten die Stirn,
was Molag Bal selbst gesandt, in seinem Hass gegen Nirn.

Voll Schrecken sie erkannten, ihr dunkles Geschick,
als das Klirren der Fessel, über ihnen erklang.

Und als schwärende Feuer, fünfzig Mannen umgaben,
schienen Verzweiflung und Feind, sich an ihnen zu laben.
Und kein Gott sandte ihnen, die schützende Hand,
als der Anker zerriss, all ihr blutig Gewand.

Kein Rufen und kein Flehen, ihren Lippen entwich,
und auch die letzten Gebete, die sprachen sie nicht.
Der Tod griff nun um sich, kaum einer noch stand,
vom Sturm nur begleitet, der sterbend Gesang.

Schon ließ de Voiture, seine Stimme erklingen,
voll Hass seine Rede, über Rache und Wut.

Der Hall seiner Worte, erfüllte die Seelen,
und die letzten Soldaten, folgten seinen Befehlen.
So bäumten sie sich, gegen die dunkelste Brut,
und der Grund unter ihnen, weinte Tränen aus Blut.

Doch die Hoffnung schien am Ende; zur Gänze verronnen,
als ein Daedroth stand vor ihnen, aus Schrecken gesponnen.
Der Graf in verzweifeltem Mute vor ihn tritt,
doch mit zagendem Herzen, und so schwer war sein Schritt.

Seine Zähne so lang, wie Schwerter aus Eisen,
die Gestalt war so hoch, wie drei ganze Nord.

Der Tod ihn begleitet, wie die Sonne den Morgen,
und dem Blicke der Bestie, blieb kein Streich verborgen.
So hob de Voiture, im Todeskampf die Klinge,
auf dass Kaltenblut den nächsten Tag ihnen bringe,

doch schon hatt´ der Dämon, sich in ihm verbissen,
mit den Fängen beinahe, die Brust ihm zerrissen.
Und ihm schwanden die Sinne, ihn erfüllt Dunkelheit,
als er mit verbliebener Kraft, ins Maul die Klinge treibt.

Klagende Winde, sich plötzlich erhoben,
alle Farben verschwommen, zu gleißendem Licht.

Die Ketten erzittern, am Himmel dort oben,
und berstend die Dämonen, in alle Richtungen stoben.
Magie hat des Herrschers Lebensflamme entfacht,
der für die geschundene Schar, den nächsten Morgen gebracht.

Und die Flüsse, sie weinten, die Luft voll Bitterkeit,
als sie im Blute der Brüder, flehten der Götter Geleit.
Und auf dem Schlachtfeld, am Fuße der Hügel,
wo de Voiture seine Todgeweihten hat beflügelt,
da sind die Wiesen noch heute, mit Blumen so voll,
wie Rubine im Nichts, gleich rotem Blutzoll.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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Dradclaw (01.03.2017), Baumläufer (01.03.2017), Forollkin (01.03.2017), Golli (02.03.2017), Toxem (02.03.2017), Corentin (02.03.2017)

8

Mittwoch, 1. März 2017, 18:13

Gedichtteil

Ohne Titel

Spoiler Spoiler

Edler Mund so weibverfallen,
den blonden und den braunen.
Am Leben findest Du kaum mehr,
als sie alle zu bestaunen.

Wie Soldklingen zum Kampf bereit,
suchst Du nach Deiner Queste.
Schlägst manche Liebesschlacht dabei,
dem Lustgefühl ein Feste.

Schön sind sie, Dir nah und fern,
jede für sich allein.
Dibellas Gunst auf ihnen liegt,
leuchtend wirkt ihr Schein.

Und hast Du auch manch Maid geküsst,
so vieler Leib gespürt,
scheint mir, mein Freund, ists nicht genug,
Dein Weg Dich weiter führt.

Galant ist Deiner Zunge Schlag,
die Stimme weich wie Samt.
Der Honig Deiner Worte süß,
verheißungsvoll und stets charmant.

Gleich einem Wolf folgst Du der Fährte,
das Ziel Begierde, Lust.
Wie wünschte ich zu sein Dein Fang,
zu spüren Deiner Lippen Kuss.

Der Apfel

Spoiler Spoiler

Ein Apfel bist Du, Liebster nur,
lustvoll seufzend, Deine Spur.
Bin eine nur von vielen ich,
Ring am Finger willst Du nicht.

Doch folg´ich Dir, ganz ohne Zagen,
denke nur "vergiss die Fragen".
Fließ´ ob Deiner Stimm´ dahin,
denn Liebe ward zu Anbeginn.

Ein Apfel bist Du, Liebster nur,
ich bin Maler, Du Figur.
So lab´ ich mich an Deiner Pracht,
hab bald auf Lein´ Dich gebracht.

Doch kosten kann ich von Dir nicht,
das Bild hält nicht, was es verspricht.
So hungere ich vor bunter Wand,
und sehne mich ganz unverwandt.

Ein Apfel bist Du, Liebster nur,
ich such´ zu spannen eine Schnur.
Die hält Dich bei mir wissentlich,
aus Furcht einmal verlässt Du mich.

Doch nähr ich nur von Äpfeln mich,
ist´s wie fürs Herze das Gedicht.
Erfüllet erst, dann voller Hunger,
küss ihn weg, mein leidlich Kummer.

Die Nachtigall

Spoiler Spoiler

Still singt die Nachtigall,
dem schwindenden Abend ihr trauriges Lied.
´s ist nicht ihre Stimme, all überall,
man höret doch nur, wie die Seel´ ihr verschied.

So lausche ich ruhig, dem klagenden Klang,
der mich rührt, so tief in meinem Geist,
bis dem sterbenden Vogel, das Herzblut verrann,
begrüßend den Morgen, der Hoffnung verheißt.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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9

Mittwoch, 1. März 2017, 18:18

Der Wolf

Spoiler Spoiler

Oh, siehe dort!
Dort am Fuß der trauernd´ Weide,
liegt mein Herz begraben nun.
Ihr Haupt ziert tödliches Geschmeide,
und in kalter Erde wird sie ruhn´.

Hell wie der Morgen, glomm ihr Haar,
wie Gold und Silber es verschmolz.
Und nur dem Wind wird es gewahr,
denn hier begklag´ ich meinen Stolz.

Das süße Mädchen, rein wie Tau,
ihr klares Lachen Balsam war.
Ich gab sie einem Wolf zur Frau,
die golden Münze lockt, fürwahr!

Und nun hör ich ihr Flüstern nahen,
oder ist es nur ein Hauch im Baum?
Es spricht von Schuld ohne Erbarmen,
ich kann die Wahrheit nicht erschaun´.

"Vater, Vater, hörst du nicht,
des Biestes Knurren voller Hunger?
Zerschneid´ das Band, ich bitte dich!
Oh, mich zerfrisst der Seele Kummer"

"Wo bist du Vater, end mein Leid!
Siehst du denn nicht, wie grimm er ist?
Er reißt und Blut benetzt mein Kleid,
den kalten Tod verheißt sein Biss!"

Tochter, Tochter, liebstes Kind!
Mein Wort gilt, längst ist es zu spät.
Den knarzend Stricke streift der Wind,
und meine Schuld er mit sich trägt.

Für Ridwin - in Erinnerung

Spoiler Spoiler

"Ach hätt´ ich nur", war stets ein Wort,
das hastig sprang, von mancher Zunge.
Zu spät ists dann, das Liebste fort,
und wieder kommt es nimmermehr.

Reue und Gram bleibt nur zurück,
auf meiner Seel´ so schwer und taub.
Versiegte Hoffnung, ohne Glück,
vereinen wir uns nimmermehr.

Nur wenig bleibt, das Bild verblasst,
erinner kaum noch deine Augen.
Und halt sie fest, in größter Hast,
das Blatt empfängt sie nimmemehr.

Nimm meinen Kuss mit dir, mein Freund,
im Leben wards uns nie vergönnt.
Der Liebe Blick mein Herz versäumt,
harrt deinem fortan nimmermehr.

Maid der Dibella

Spoiler Spoiler

Oh, schöne Maid Dibella´s,
ließest Du mich nur ein einziges Mal
an Deine gesegnete Pforte klopfen.
Öffnetest Du mir Deinen Tempel,
so träte ich immer wieder ein, und huldigte Dir auf Knien.
Ich küsste Deinen scharfen Mund, und lauschte
Deinen seufzenden Gebeten.

Oh, schöne Maid Dibella´s,
nur einmal noch, will ich meine dürstenden Lippen,
auf Deine heiligste Stelle setzen,
und Dir mit zärtlichen Küssen, die tiefsten Geheimnisse entlocken.
Ich berührte die imposanten Säulen Deines Heiligtums,
und erforschte jede Fuge Deines Fundamentes.

Oh, schöne Maid Dibella´s,
nur ein letztes Mal noch, will ich Deine Pforte weit aufstoßen,
und tief in Dein Reich vor dringen.
Wie ein Sturm will ich durch Deine Hallen gehen,
Dein Innerstes erfüllen und in jede Flucht vordringen,
sodass Dein Geist befreit werde.

Oh, schöne Maid Dibella´s,
auf immer will ich nur diesen Ort aufsuchen,
und keinem anderen Gott meine Huldigungen darbringen.
Ich lege meine Ketten in Deine zarten Hände und bete,
dass Du sie niemals bei Seite legest.
Nimm ihren Schlüssel und führe ihn in Deine geheimsten Katakomben,
wo er verborgen Deiner harrt.

Oh, schöne Maid Dibella´s,
wie lange noch, wird mein Drang mich an dich binden?
Wann endet mein schmerzendes Zehren,
das mich mich nur in Deinen Tempel zieht?
Befreie meinen Geist, meine Liebe.
Sprenge meine Ketten mit dem Kuss,
den ich Dir darbrachte, und ende meine Qualen.

Oh, schöne Maid Dibella´s,
lass mich in Deinen Wassern, einen sinnlichen Moment ertrinken.
Lass mich sehen, dass Deine Mauern nicht Stein und Fels sind,
sondern lebendig und warm pulsieren.
Ich blicke zu Dir empor, und meine Augen bestaunen Deinen baren Leib.
Ein erstes,- ein letztes Mal.
Ich sterbe in Deinen ausgebreiteten Armen.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

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Golli

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10

Donnerstag, 2. März 2017, 10:03

Hach Mara! Absolut die beste Bardin! :love:

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Morlana (02.03.2017)

11

Donnerstag, 2. März 2017, 12:38

Hihi, du bringst mich in Verlegenheit :rolleyes: :whistling:

Aber schön, wenn es ein wenig Anklang findet.
Keine Realität ist so erfüllend wie die Phantasie.

Die Abenteuer von Kynhild Riesenschreck

Margra

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12

Donnerstag, 2. März 2017, 15:40

Find's schön, dass du selbst ein paar Lieder zu der Welt schreibst.
Dafür ein Däumchen rauf. :)
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Morlana (02.03.2017)