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Hylea

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1

Freitag, 26. September 2014, 13:32

Vorgesetzter und Untergebener im Rollenspiel

Hallo Forum :)

Ich bin auf zwei meiner Meinung nach sehr stimmige Artikel zu dem Thema "Vorgesetzte und Untergebene im Rollenspiel" gestoßen vor allem im Bereich MMO, welche wohl auch als Guide gelten können. Ich wollte sie gerne hier verlinken und bin dann auch interessiert an Euren jeweiligen Erfahrungen zu dem Rollenspiel mit einem Machtgefälle, Euren Meinungen dazu oder Wünschen. Einfach weil es mich interessiert und weil ich es als sehr spannendes Thema empfinde wo meiner Erfahrung nach dennoch sehr oft Missverständnisse / Komplikationen entstehen.

Hier die Artikel:
Rollenspiel als Untergebener
Rollenspiel als Vorgesetzter

Also dann mal los. Würde mich über Antworten / Meinungsbilder / Erfahrungsbeschreibungen sehr freuen! :thumbup:

Margra

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2

Freitag, 26. September 2014, 13:59

Ja, die Dame schreibt so einige gute Sachen.
Der Blog sitzt bei mir fest in den Favoriten, seitdem ich sie im RP mal kennenlernte, und wird da auch bleiben.
~*~

Was mir persönlich im Vorgesetzen / Untergebenenspiel auffällt, sind zwei sehr markante Dinge... Einerseits die fehlende Akzeptanz des Vorgesetzten, bzw. das, was sie im Artikel auch beschreibt, nämlich, dass Leute einfach mal so weghuschen und man weiß davon nichts. Vollkommenes No-Go, wenn man denn wirklich eine funktionierende Struktur bespielen will.

Andrerseits aber auch, dass die Spieler hinter Vorgesetzten oft nicht kalkulieren, wie viel Zeit so ein "Untergebener" denn auch irgendwann mal braucht von ihnen - sei es ein Gespräch in die Einweisung von Pflichten oder aber der schlichte Wunsch, auch mal zu spielen, wenn man nicht zweimal im Monat zum Bedienen gebraucht wird. Für Leute, die Bedienstete nicht nur für diese Anlässe einloggen sondern sie leben lassen wollen, kann das ziemlich unangenehm werden.

Ach und ein dritter Punkt ist mir eingefallen:
Oftmals werden Bedienstete schlichtweg wie eine Selbstverständlichkeit behandelt. Das sind sie nicht. Und mit Selbstverständlichkeit meine ich, dass es Leute gibt, die es vollkommen normal finden, dass Bedienstete sich den Arsch aufreißen dafür, dass sie dann 3-4 Stunden reglos irgendwo herumstehen. Es gibt so viele Möglichkeiten Untergebene einfach nur anzuschauen, sie für Kleinigkeiten einzubinden oder sie sich auch mal einbringen zu lassen, oftmals wird man aber nicht einmal angesehen, sondern nur den "Herren" Aufmerksamkeit gezollt in langen Emotes. Liebloses Spiel in der Sparte ist ganz unangenehm.
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Frenja (26.09.2014)

Daglafor

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3

Freitag, 26. September 2014, 14:21

So viel gibts da eigentlich wirklich nicht hinzuzufügen, finde ich.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass je hierarchischer Rollenspiel aufgebaut ist, es umso wichtiger wird, dass die Spieler hinter den Charakteren miteinander vertraut sind und offen kommunizieren können. Das liegt schlicht am ausgeweiteten Abhängigkeitsgefüge zwischen den beiden Rollenarten, je weniger die Spieler da OOC miteinander harmonieren, desto mehr ist es Lotto-Spielen ob das auf Dauer funktioniert.

Sonst weiß ich da nicht wirklich viel konstruktives hinzuzufügen, außer jetzt mit irgendwelchen Einzelfällen um mich zu schmeißen oder persönliche Ansichten zu erlebten oder betrachteten Spielsituationen aufzulisten.


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Margra (26.09.2014), Melania (28.09.2014)

4

Freitag, 26. September 2014, 15:29

Ich würde mich dem anschließen, was Daglafor geschrieben hat, dass es gerade bei Rollen, die von einander abhängig sind, wichtig ist, dass man auf Spielerseite auf der gleichen Wellenlänge schwingt. Die beiden Artikel sind zwar toll und haben einen Haufen sinnvoller Ansätze (und ich werde sie auch gleich mal an jemanden weitergeschickt) aber ich glaube, diese Punkte könnten noch ein wenig mehr Liebe vertragen.

Sicherlich sprechen beide Texte an, dass man die eigenen Wünsche und Erwartungen mit einander abgleichen soll aber viele Probleme in Vorgesetzter-Untergebenen-Verhältnis entstehen meiner Meinung nach dadurch, dass den Spielern nicht bewußt ist, dass es überhaupt verschiedene Führungsstile gibt. Ein Beispiel: Ein sehr autokratischer Vorgesetzter gibt seinem Untergebenen einen Auftrag im Stil "geh und mach" ohne ihn die größeren Zusammenhänge im Hintergrund einzuweihen. Einfach weil es der Führungsstil ist, den der Spieler des Vorgesetzten am ehesten kennt, für ihn verhält sich jemand in einer Führungsrolle nun mal so. Der Spieler des Untergebenen hingegen ist jemand, der gerne Dinge nachvollzieht und mitdenkt, er fängt also an Fragen zu stellen. Der Vorgesetzte sieht das als aufmüpfiges Verhalten an und gleich kommt es zu unnötigen Spannungen, obwohl beide Seiten eigentlich davon ausgehen, sich "richtig" (so wie es für sie normal ist) verhalten zu haben. Abgesehen vom Führungsstil kommen solche Probleme auch in anderen Bereichen zustande über die man sich gemeinhin wenig Gedanken macht zum Beispiel Etikette oder Interaktion in hierachischen Gruppen. Jemand, der seine Vorstellung aus einem romantischen Abenteuerroman zieht, wird mit jemandem, der irgendwelche sozialkritische Studien als Ausgangspunkt nimmt, zwangsläufig aneinander geraten, ohne zu wissen, was er denn nun eigentlich falsch gemacht hat. Die Welt sieht nunmal für beide anders aus. - Damit will ich jetzt nicht sagen, dass eine Vorstellung besser oder schlechter als die andere ist, nur dass sie nicht zusammen passen.

Ähnlich sieht es mit dem aus, was den eigentlichen Spielspaß in Vorg.-Unterg.-Situationen ausmacht. Es gibt Spieler, die lieben es, Unfug zu machen und dafür bestraft zu werden; Strafen zu erhalten ist für sie ein Event im positiven Sinn. Wenn sie auf einen Vorgesetzten stoßen, der eigentlich eher auf Atmosphäre Wert legt, geht das ebenfalls nicht gut. Was für den einen lustig ist, ist für den anderen eher nervig.

Wie gesagt, was ich eben geschrieben habe, ist in beiden Artikeln irgendwo mit drin. Ich finde nur, dass es als wesentlich weniger wichtig hervorgehoben wird als es in meinen Augen ist.

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Daglafor (26.09.2014), Frenja (26.09.2014)

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5

Freitag, 26. September 2014, 20:27

Zitat

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass je hierarchischer Rollenspiel
aufgebaut ist, es umso wichtiger wird, dass die Spieler hinter den
Charakteren miteinander vertraut sind und offen kommunizieren können.
Das liegt schlicht am ausgeweiteten Abhängigkeitsgefüge zwischen den
beiden Rollenarten,
Dem widerspreche ich! Wohl aber dass ein Bewusstsein dafür vorhanden sein muss, wer wo in welcher Position steht. Die Akzeptanz sich auf soetwas einlassen zu wollen muss ebenfalls gegeben sein. Man muss dazu nicht vertraut sein und auch nicht offen interm kommunizieren. Achtung verdient man sich allenfalls durch dass wie man den Vorgesetzten auslebt, die Anerkennung erhält man meiner Meinung nach aus den gleichen Gründen.

Zitat

je weniger die Spieler da OOC miteinander
harmonieren, desto mehr ist es Lotto-Spielen ob das auf Dauer
funktioniert.
Da gebe ich dir Recht. Das ist in der Tat so. Doch glaube ich daran, dass das OOC auch völlig aussenvor bleiben kann um seine Vorgesetztenrolle authentisch zu spielen. Was ich damit sagen will ist, dass die Harmonie OOC für mich zB überhaupt keine Rolle spielt. OOC schafft mehr Probleme als dass es welche löst.

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Daglafor

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6

Freitag, 26. September 2014, 21:07

Das hat nebenher nichts damit zu tun wie authentisch man spielt, da hast du mich missverstanden. Es geht schlicht darum, dass die Tatsache das (der extremste Fall) der eine einen Besitzer, der andere einen Sklaven spielt nicht vergleichbar ist damit, dass man sich mal IC auf ein IC-Bier in der IC-Schenke trifft. Wenn ich den Sklaven von jemanden darstelle, dann ist mein Rollenspiel zu einem enormen Teil von dieser Person abhängig. Er kann mir den Umgang mit Leuten verbieten, er kann mir den Umgang mit anderen Leuten aufzwingen. Er kann über mein Rollenspiel bestimmen. So ein Rollenspiel starte ich nicht mit Leuten, die ich nicht einschätzen kann, oder, wie gesagt, ich spiele Lotto. Kann man natürlich auch recht gefahrlos machen, erstellt man nen Stufe 3 Charakter und wenns nicht klappt, dann schmeißt man den eben weg. Sicher. Wenn man das so angeht, kann mans machen. Aber mehr sollte es dann auch nicht sein, denn wenn es er Herzblut Charakter ist, den man dafür vorsieht, dann ist die Gefahr das man sich am Ende kräftig in den Allerwertesten beißt doch hier von eklatanten Ausmaßen.

Man KANN OOC eh nicht außen vor lassen, denn man spielt immer mit Menschen, nicht mit Charakteren. Es wird immer OOC Abweichungen zwischen den Personen geben, ebenso wie IC erlebtes OOC Nachwirkungen nach sich zieht. Es ist ein Spiel, exakt das und nichts anderes. Keiner schaltet seine Person und sein persönliches Seelenleben komplett ab, wenn er den Rechner anschaltet. Keiner lässt sich selbst dabei zu 100% vor der Türe und aus genau dem Grund gibt es IMMER eine OOC Relevanz. Und da muss man auch OOC drüber reden können. Beispiele: Onlinezeiten sind OOC. Nicht gerade irrelevant bei maximaler Abhängigkeit voneinander. Thematische Hintergrundkenntnisse und deren persönliche Auslegung sind OOC ("Wie wenn ich Sklave bin darf man mich einfach auspeitschen oder sogar umbringen? Also in den Comics die ich gelesen habe..."). Auslegung der Spielwelt sind OOC ("Ja tut mir leid Kommandant, du kannst den Wegschrein vielleicht nutzen, für mich gibt es nicht überall auf Tamriel Teleporter.")

Und gerade dann wenn eine spielerische Abhängigkeit voneinander geschaffen wird, je mehr, desto prägnanter die dargestellt ist, desto wichtiger ist es von vorne herein klarzustellen, welche Erwartungshaltung erfüllt werden kann und welche nicht. Und wir reden hier eben von einem Thema mit einem Maximum an Abhängigkeit voneinander.


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7

Freitag, 26. September 2014, 23:48

Zitat

So ein Rollenspiel starte ich nicht mit Leuten, die ich nicht einschätzen kann
Das mit dem Sklaven ist natürlich ein Extrembeispiel. Aber und da denke ich darf man nicht NUR von sich ausgehen. Ich glaube nämlich dass andere sehrwohl sowas starten können ohne dass eine Einschätzung gegeben ist. Wir wissen doch beide dass Rollenspiel viele unterschiedliche Facetten hat. Ich habe zum Beispiel mal jemanden gekannt der einen Wolf als Tier (keinen Werwolf, eher der Hund) ausspielen wollte. Da habe ich aber mit mir eher zu ringen gehabt als er. Denn er tat einfach das was ein Wolf/Hund tut den ganzen Tag. Und das wichtigste daran ist er hatte Spaß daran. Also ob jemand einen Sklaven oder einen Hund spielt ist fast schon ähnlich vom Schwierigkeitsgrad für alle Beteiligten.

Zitat

Man KANN OOC eh nicht außen vor lassen

Doch kann man!

Zitat

Es ist ein Spiel, exakt das und nichts anderes.
Genau, als solches sollte man das auch sehen. Und zwar in jeder Hinsicht. Unterschied ist, dass die einen 20% Rollenspeiler sind, die anderen 50% dann gibt es welche die 80% sind und wieder andere die 100% in ihre Welt abtauchen und ihren Charakter leben. Hier ein richtig oder falsch zu finden muss jeder für sich selbst beantworten. Ich für meinen Teil lebe ohne OOc ganz gut. Denn Gragosh sieht sich nicht als Teil anderer Welten. Sondern Andere sind Teil Gragosh`s Welt. Ich handhabe es ja schon immer so und erinnere mich noch an die Anfangsdiskussionen zu diesem Thema wie unrecht doch Gragosh mit seiner These hat. Und wo sind sie heute alle? Weg! Sie sind einfach weg!


Zitat

Und da muss man auch OOC drüber reden können. Beispiele: Onlinezeiten sind OOC

Man muss garnichts! Ob ich jetzt schreibe "Morgen Abend bin ich um 19:00 Uhr online", oder schreibe "Nächste Sonne um den siebenten Glockenschlag bin ich in den Hallen" ist für mich eine Sache der Phantasie und des Ideenreichtums. Wenn ich afk gehe kann ich entweder schreiben "afk 5, rauchen XD" oder ich sage dass was ich halt gerade tue. "Ich geh mal in die die frische Luft, bin in ein paar Augenblicken zurück". Ganz ehrlich, aber man kann sichs aber auch einfach machen. Und wenn du das Beispiel Sklave schon wieder anführst, so würdest du bestimmt OOC fragen ob du ihn auspeitschen darfst und sogar noch auf eine Antwort warten. Gragosh wenn so ein Peitschender wäre würde doch direkt zum Sklaven sagen "Gragosh hat jetzt richtig Lust dir eine überzupeitschen". Wohl dem wenn er mitdenkt und mir seinen Rücken zudreht. Aber genug dem Thema, ich werde es nicht weiter ausführen da sich der alte Ork da immer reinsteigert.

Eine Bitte an dich Daglafor: Ich kanns mir einfach nicht verbeissen dir zu sagen, es wäre nett wenn du andere Meinungen einfach auch mal stehenlassen könntest.

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8

Samstag, 27. September 2014, 01:36

Zitat
Man KANN OOC eh nicht außen vor lassen

Doch kann man!

Ja man kann vieles machen oder lassen aber ich hoffe mal, dass wir uns darauf einigen können, dass man den Menschen hinter der Figur nicht außer Acht lassen sollte und bei aller "Authentizität des Rollenspiels" (Was heißt das überhaupt in diesem Zusammenhang? Und, ja, das ist eine ernstgemeinte Frage.) vor allem darauf aufpassen sollte, dieser Person das Leben nicht zu schwer zu machen. Ob ich jetzt einen Rollenspieler rein durchs Rollenspiel über Wochen und Monate hinweg kennenlerne und mir dadurch ein Bild davon mache, wie der Spieler so drauf ist, bevor ich mich in ein längeres bindendes Spiel mit ihm einlasse oder ob ich gleich mit einem guten Freund zu spielen anfange, von dem ich von vornherein weiß, dass ich gut mit ihm auskomme und ihm vertrauen kann, nimmt sich am Ende nicht viel. Das Ziel, dass man mit einer Person (nicht einem Charakter) spielt, die man einigermaßen gut einschätzen kann, ist erreicht, wenn auch auf anderem Weg.

Wobei ich ebenfalls der Meinung bin, dass es einfach so viel leichter ist und eine grundsolidere Basis bildet, wenn man sich persönlich gut kennt und sich gelegentlich mal über Meinungen und Ansichten austauscht; zum Beispiel über die Handhabung von Portalen und Wegschreinen, wie man sich so den Alltag der eigenen Charaktere vorstellt (den man ja nur zu einem winzigen Teil wirklich ausspielt) oder auf welche Einflüsse man für die Gestaltung seiner Figuren zurückgreift, etc. Das ist ja auch nichts anderes als das, was wir hier im Forum machen, welches ebenfalls zu großen Teilen ooc ist.

Daglafor

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9

Samstag, 27. September 2014, 03:02

Gragosh, ich kann dazu nur sagen, was ich das letzte Mal schon dazu geschrieben habe. Eine Diskussion beinhaltet nunmal, dass man seine Meinungen diskutiert, nicht nur aufzählt. Neues Beispiel: Diskussion zum Thema Bier von Peter, Ali, Thomas und Klaus.

Peter: Bier schmeckt
Ali: Bier schmeckt nicht
Thomas: Bier macht betrunken
Klaus: Bier sieht doof aus.

Jeder hat seine Meinung gesagt, aber eine Diskussion ist das nicht. Es ist jedenfalls kein sehr charmanter Zug eine Aussage von jemandem aufzugreifen, dieser zu widersprechen, sie damit als falsch zu betiteln (mit spannenden Behauptungen wie "OOC schafft mehr Probleme, als es löst". Ich habe etliche Freunde "ganz OOC" übers Rollenspiel gefunden, da seh ich nicht, wo mir da Probleme geschaffen wurden) und wenn man dann darauf eingeht drauf zu pochen, dass man damit anderen nicht ihre Meinung gönne. Du kannst an Meinungen haben was du willst, aber wenn Du sie "zur Diskussion stellst", dann lebe bitte auch damit, dass man sie diskutiert.

Hauptmann/Soldat ist mitunter ein genauso extremes Beispiel wie Sklave/Meister. Auch da ist der Soldat völlig vom Überstehenden abhängig, wenn der das so sieht. Er darf seinen Dienst tun, sonst nix, außer er wird freigestellt. Wird er das nicht, darf er mitunter nicht mal seinen Posten verlassen, ohne das es ihm gestattet wird und damit vielleicht an keinem Rollenspiel außerhalb teilnehmen.

Zitat

Ich handhabe es ja schon immer so und erinnere mich noch an die Anfangsdiskussionen zu diesem Thema wie unrecht doch Gragosh mit seiner These hat. Und wo sind sie heute alle? Weg! Sie sind einfach weg!



Ne, ich bin eigentlich noch da. Und nicht nur ich.

So wie ich das sehe müsste man, bevor man das diskutieren könnte, erst mal für sich die Frage klären, ob man RP im Gildenkanal/whisper als Teil seiner Rollenspielumgebung begreift, oder nicht. Ich persönlich tue das nicht. Und dadurch wird alles was im Gildenkanal da so an Abklärungen getroffen wird nicht zu Rollenspiel, sondern zu OOC Diskussionen im "rp-igen Jargon". Denn eine wirkliche IC-Unterhaltung könnte dann schlicht nur stattfinden, wenn die beiden Charaktere auch wirklich voreinander stehen. Sobald meine Charaktere sich vom Rest der Gemeinschaft entfernt haben, müsste ich mich Gildenkanal, flüstern etc. völlig verweigern (weil - keine Telepathie und Smartphone auf Tamriel ohne Netz). Da dies aber nach deinen Ausführungen die Grundlage für das "immer IC bleiben" zu sein scheint, wird in der Tat jedwede Diskussion darüber obsolet.

Weiter kann ich darauf auch nicht eingehen, weil es sich sonst vom Thema entfernt. Nur zur Verdeutlichung: Was du da mit "Gargosh würde dich gerne auspeitschen" erklärst wäre, sofern der Charakter nicht vor dem Charakter steht, in meinen Augen eine OOC Absprache.


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10

Samstag, 27. September 2014, 09:21

Zitat

wird in der Tat jedwede Diskussion darüber obsolet.

Habs ohnehin aufgegeben mit Rollenspielern zu diskutieren. Habe ich früher mal mit dem selben Ehrgeiz wie du angenommen. Heute jedoch habe ich die Erkenntnis, dass eine Diskussion letztlich immer auf das rausläuft was es am Anfang war. Ein Gegenüberstellen von Ansichten. Viel Spaß weiterhin!

Linara

Geselle

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11

Samstag, 27. September 2014, 10:41

Ich muss hier an der Stelle Gragosh loben, er ist wie er schon Schreibt gänzlich IC wenn er Online kommt. Egal ob "flüstern" in Gruppeninstanzen oder wenn man ihn in der Welt begegnet, ich Respektiere das und finde es sehr schön wie er es macht. Sein Beispiel zeigt auch das selbst Handelsabsprachen oder andere Dinge die zu klären sind auch rein IC gehen. :thumbup:

Wenn die beiden Personen die zusammen RP betreiben es als Regel auch zulassen das auch ooc geflüstert werden kann habe ich dagegen auch nichts. Es gibt solche und solche Spieler.
♫ Bier her, Bier her, oder ich fall um, juchhe! ♫
♫ Bier her, Bier her, oder ich fall um! ♫
♫ Wenn ich nicht gleich Bier bekumm, ♫
♫ Schmeiß ich die ganze Kneipe um! Drum: ♫
♫ Bier her, Bier her, oder ich fall um! ♫

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