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Margra

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:14

Eine Reise gen Valenwald ...

Hier findet ihr den ein oder andren Einblick in die Geschichte, die innerhalb der Schwingen des Dominions derzeitig bespielt wird.
Ich wünsche viel Freude beim Lesen und vielleicht begegnet man sich ja dann und wann im Spiel. Wer uns begegnet, ist herzlich eingeladen, die Erlebnisse mit uns - so er / sie denn ein Charaktertagebuch führen möchte - hier einzufügen, auf dass sich möglichst viele Erzählungen verflechten zu einer Geschichte.




~Eine Reise gen Valenwald~


[Erster Eintrag - Iryanara Windpfeil - Auridon - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Der Tag war gekommen.
Endlich. Die Heimkehr war zum Greifen nahe.
Und andrerseits hielt sie tatsächlich inne, als sie an der Seite der hochelfischen Priesterin die Treppen zu den Stegen von Himmelswacht herab schritt, um den Blick noch einmal zurück schweifen zu lassen. Starr und in der üblichen Vollkommenheit ragten die Häuser, Türme und Mauern der Stadt auf. Das Licht der aufgehenden Sonne streifte in goldener Glut über die hellen Steine und ließ diese regelrecht aufglimmen – ein erhabener Anblick, ganz so wie er dem altmerischen Stolz wohl gerecht wurde.

Vor Monaten, als sie hergekommen war, hatte sie einen ebensolchen Blick aus Sommersend erhaschen können. Allerdings war es damals Alinor gewesen und nicht Himmelswacht, welches an der Küste von Auridon lag. Auridon – das östliche Bollwerk der Sommersend-Inseln. Einige Wochen hatte sie hier verbracht, obschon sie zu Beginn nicht einmal geglaubt hätte, es länger als eine Handvoll Tage auszuhalten. Erst recht nicht, nachdem man sie von der Beerdigung der toten Weggefährtin ausgeschlossen hatte, deren Asche sie in die Heimat der Altmer überführt hatte. Viel mehr als eine gewisse Verachtung und Furcht hatte sie den Hochelfen wahrlich nicht entgegen bringen können. Daran hatte auch die vordergründige Freundlichkeit des Priesters und der Magierin nichts ändern können, die sie vor den Mauern Alinors getroffen hatte.
Letzten Endes hatte sie ihren Schwur erfüllt, um so bald als möglich heimkehren zu können. Alles in ihr hatte sie fortgezogen … Und hätte man ihr zum damaligen Zeitpunkt gesagt, dass sie an der Seite zweier Altmer in den Valenwald zurückkehren würde … Nun, sie hätte wohl lauthals gelacht – im besten Falle!

Iryanara hatte sich geirrt.
Die Dinge waren anders gekommen. Anders genug, um nun wahnsinnig genug zu sein mit einer Priesterin des Auri-El und deren Dienerin und ihrer eignen Schwester in See stechen zu wollen. Der Gedanke an das Überqueren der Wasser verdunkelte ihre Züge, und der Ernst grub sich noch tiefer in diese, ließ die blassgrünen Augen regelrecht erstarren, als sie an das dachte, was vor ihnen lag. Die Schatten des Krieges reckten sich ihnen entgegen. Und ganz gleich, wie gut sie sich vorbereitet hatten oder wie gut sie aufeinander achtgeben würden – die Schlachten wählten ihre Opfer nur allzu oft wahl- und gnadenlos.

Tief atmete die Bosmer ein und setzte ihren Stiefel entschlossen auf den hölzernen Steg.
Es half jetzt nichts, sich Schwarzmalereien oder aber Zweifeln hinzugeben. Die ersten Schritte hatten sie längst getan.

„Malabal Tor … bald bin ich wieder daheim“, murrte sie, „Es wird Zeit.“
… auch wenn noch eine Seereise dazwischen lag und wahrscheinlich eine ganze Reihe an Tagen, an denen die einhergehende Übelkeit ihren Tribut fordern würde.
„Ich habe es schon immer gehasst, auf schwankenden Bäumen über unruhiges Wasser zu fahren ...“
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Firnormon (23.07.2014)

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:18

[Zweiter Eintrag - Auf hoher See - J'Nor - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Die erste Nacht an Deck haben wir hinter uns gebracht.
Sommersend ist hinter uns in der Ferne verblasst.
Helle Monde!
Dieser kann endlich wieder frei atmen, ohne an der Erhabenheit der Altmer zu ersticken oder den Gestank ihres Hochmutes in der Nase zu haben. Aber was hatte dieser auch erwartet von ihnen, die weder Gastfreundschaft noch die Bedeutung von Gemütlichkeit verstehen können? Ja, dieser hätte es weitaus besser wissen müssen. Und doch hofft J'Nor jedes Mal von Neuem. Vergebens – so scheint es diesem.
Dieser ist ihnen eine Zeit von Nutzen und dann geht er wieder.

Ob sich mit Königin Ayrenn Arana Aldmeri etwas ändern wird?
Vielleicht wird es das. Man könnte durchaus sagen, dass sie sich um die Bündnisse des Aldmeri Dominions bemüht oder aber zumindest weiß, wen sie sich besser nicht zum Feinde machen sollte unter den Würdenträgern ihrer Verbündeten. Dass sie damit einen großen Teil Rückhalt im eignen Volk verliert – das ist nicht mehr die Angelegenheit von diesem. Vorerst zumindest nicht, und hoffentlich auch länger, ja?

Für's erste soll es diesem genügen, den Wind im Fell zu spüren und ein Auge auf die kleine Bosmer zu haben, die mit dieser adligen Goldhaut an Bord gekommen ist. J'Nor kennt Malderiel von früher und dieser wird nicht vergessen, was versprochen wurde, gleichgültig, ob ihre Schwester – diese vernarbte und ernste Bosmer – bei ihr weilt oder nicht.
Den wachenden Augen von diesem entgeht wenig.
Hoffentlich gar nichts.

Dennoch soll es für's erste genügen, den Seewind zu spüren und seinen Geruch zu atmen und die warme Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen.
Die Schatten werden uns früh genug einholen.
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Firnormon (23.07.2014)

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:20

[Dritter Eintrag - Auf hoher See - J'Nor - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Thalmor.
Gerupfte Thalmor, gepfercht in ein kleines Boot und den Launen des Meeres ausgeliefert.
Wenn das nicht nach Ärger oder aber nach einer Falle stinkt, dann stutzt sich dieser seinen Schweif nach und nach um Fingerbreite. Dakarrn befiehlt sie an Bord zu holen - diesem sollte es gleich sein, denn es sind genug waffenfähige Matrosen und Seemänner an Bord, um im Zweifelsfalle mit ihnen kurzen Prozess zu machen. Gleichgültig ist es diesem aber nicht. Nein, ist es diesem wahrlich nicht. Die Kleine, ihre Schwester und die Priesterin samt Wächterin werden bei ihnen sein.

Es sind fünf Altmer, die wir aus dem Boot fischen, ein Bosmer und eine Khajiit. Dieser kennt den Offizier des Thalmor, den sie auf einer Bahre möglichst behutsam ins Schiffsinnerste bringen. Imandril ist sein Name. Ein guter und gerechter Mer ist er gewesen, soweit dieser sich erinnern kann ja? Ja, so muss er gewesen sein. Umso bittrer für das Dominion, dass sein Blut vermischt mit dem herab fallenden Regen bereits auf die Planken rinnt. Ob er es schaffen wird? Das liegt nun in den Händen des Schiffsarztes und dieser Priesterin, die wohl kaum je mehr gesehen hat als ihr behütetes Sommersend. Entweder lernt die Goldhaut also schnell oder jener Thalmor wird die Nacht kaum überleben.
Dunkle Monde...

"Bleiben wir besser bei ihnen, aye? Der Thalmor hat mir noch nie geschmeckt, aber diese hier gefallen mir noch viel weniger. Hab zu viele Listen der Maormer erlebt ...", knurrt mir einer der Seemänner zu, den wir auf Grund seines abgeschnittenen Ohres Schlitzohr nennen. Ein unpassender Name vielleicht für einen Hochelfen, aber auf See scheren sich wenige um die Etikette. Weder kann man davon leben noch sein Essen, Rum oder Huren bezahlen. Und noch weniger retten Ehre und starre Regeln Leben auf See und an Land. Aber wer wäre dieser, dies den Altmern zu erklären?

Als wir letztlich unter Deck ankommen, hat man die ersten Thalmor bereits um ihre Waffen erleichtert - mit mehr oder weniger Widerstand. Verdammte altmerische Arroganz ... Aber solange sie gehorchen, ist auch dies nichts, was diesen weiter stören wird. Schlimmstenfalls nimmt man ihnen die Schwerter und Messer eben mit Gewalt ab.
Die Stimmung ist angespannt. Wenigstens jedoch scheint die Priesterin des Auri-El mit der Situation zurecht zu kommen und wimmert nicht wie ein kleines Mädchen. Sie hat gar den Raum mit einigen Laken und Decken zu einem behelfsmäßigen Lager umgestaltet und steht für eine Landratte erstaunlich fest auf ihren Füßen, während draußen der Donner erwacht und die Wellen fester gegen die Schiffswände schlagen.

Die aufkeimende Hoffnung von diesem endet jedoch mit einem Schlag ...
Einer der Thalmor, der seinen Offizier mit herab getragen hat, rammt die Klinge, die er zuvor abgeben zu wollen schien, in die Kehle von Imandril. Worte des Schleiers erklingen und seine Augen zucken zu der Priesterin.
Dunkle Monde!
Das Fell von diesem sträubt sich und ein jeder Muskel im Leibe spannt sich an, als er zu ihr eilen will. Es ist zu spät ja? Ja, das weiß dieser. Dennoch ist es seine Pflicht. Und dieser ist froh, dass das Schlitzohr und Iryanara schneller reagiert haben als er. Der Verräter wird nieder gerungen und ein Schlag des Seemanns sorgt dafür, dass er sich nicht einmal mehr regt. Fesseln werden ihm angelegt und wahrscheinlich schleifen die Matrosen ihn nach oben zum Kapitän.
Arynon wird es schon gelingen, die Informationen zu bekommen, die er braucht. Dieser vertraut darauf.

Was unter Deck bleibt, ist Entsetzen. Entsetzen, schal werdende Bitterkeit und Blut.
Imandril ist nicht mehr zu retten. Was für ein erbärmlicher und dreckiger Tod. Im eignen Blut und der eignen Pisse zu verrecken, die Kehle aufgeschlitzt von einem Verräter. Nein, einen solchen Tod wünscht dieser keinem und sich selbst auch nicht.

Und draußen tobt der Sturm.
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Firnormon (23.07.2014)

Larendia

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:30

[Vierter Eintrag - Seekrankheit und andere Plagen - Malderiel]

Zitat


Nebel, überall dieser verdammte Nebel. Nicht so, dass es mich unter normalen Umständen beunruhigen würde und doch taten die Schatten zwischen den Felsen ihr übriges, ganz abgesehen davon, dass die Seekrankheit den Körper meiner Schwester durchaus geschwächt hatte. Sie versuchte es sich nicht allzu sehr anmerken zu lassen, doch ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr die ewige Kotzerei nicht ein wenig ihrer Kraft raubte.

Etwas an den Schiffsbrüchigen stank gewaltig und dennoch konnte ich nur hilflos mit ansehen wie sie einen nach dem anderen an Bord brachten. Regen gesellte sich zu dem Nebel, fernes Donnergrollen, welches beinahe widernatürlich klang. J'Nor und andere Seemänner trugen die Neuankömmlinge unter Deck, dort wo Esseleth bereits ein notdürftiges Lager errichtet hatte. Abwarten, man konnte nur abwarten ob etwas geschah.

Die Anspannung legte sich zumindest etwas als den Thalmor ihre Waffen abgenommen wurden, bis auf ihr hochnäsiges Gehabe schienen sie keinen wirklichen Grund zu haben es zu verweigern...dachte ich. Ich hätte es wissen müssen, verhindern sollen, dass sie mit ihren Waffen unter Deck gebracht wurden...irgendetwas. Stattdessen konnte ich nur hilflos mit ansehen wie einer der Männer ihren Offizier erstach, unter Maormer Gebrabbel seine Klinge in die Tiefen der Kehle rammte. Glücklich, dass Iryanara und ein recht grimmig aussehender Seemann den Abschaum außer Gefecht setzen konnten. Wie bei abgeschlachtetem Vieh bedeckte das Blut alles in Reichweite, nicht einmal mehr zu einem Röcheln fähig verreckte das arme Schwein von Offizier. Seine einzige Hinterlassenschaft: eine Befehlsrolle.

Den Schock in den Augen Esseleths und vor allem Iryanaras mitansehen zu müssen war beinahe mehr als ich ertragen konnte, wie gern hätte ich meine Schwester in die Arme gezogen. Was mit den Männern geschieht? Einerlei, soll der Kapitän sie von mir aus mit bloßen Händen zerfetzen nachdem er Informationen aus ihnen herausgeprügelt hat. Ich bin nur froh, dass J'Nor bei uns ist. Auch wenn sich Esseleth noch nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden kann, damit muss sie leben. J'Nor ist ein fähiger Kämpfer und solange ich unter seinem Schutz stehe gilt das gleich auch für Iryanara...dies ist das Wichtigste.

Noch immer will sich bei mir das Entsetzen nicht einstellen, kein Schock, nur ein leises Bedauern des sinnlosen Todes. Es muss vorwärts gehen, immer vorwärts, die Heimat ruft. Und wieder einmal bestätigt sich, dass man nicht vertrauen sollte.

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Firnormon (23.07.2014)

Esseleth

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Mittwoch, 23. Juli 2014, 17:35

[Fünfter Eintrag - Dritter Tag auf See, Schiffbrüchige und ein Attentat - Esseleth Mallestel]


Zitat

Du hast ihn nicht retten können.

Diese Worte hämmerten immer wieder durch Esseleths Gedanken, während sie auf die Leiche vor ihr starrte. Das Blut auf ihrer Robe kümmerte sie nicht. Fast schon ironisch war es, dass Kila sich noch wenig zuvor darüber sorgen machte, dass Salzwasser ihre Kleidung beschmutzen konnte. Und jetzt? Blut. Aber das kannte sie. Esseleth war Heilerin und sogar eine gut ausgebildete. Ihre Lehrmeisterin Neryeris war eine Kriegspriesterin, die schon mehr als nur ein paar Schlachten erlebt hatte.

Zwar war Esseleth nie mitgenommen worden, dennoch hatte ihre ehrwürdige Lehrmeisterin sie auf genau solche Situationen vorbereitet. Esseleth wusste, dass Neryeris sie durchaus gerne an ihrer Seite gehabt hätte auf dem Schlachtfeld. Doch Esseleth war keine Kriegspriesterin und das wurde sie vermutlich nie sein. Sie war nicht schwach. Besonders ihr Kampfwille war groß. Aber dennoch ... sie war eine Beschützerin, keine Kriegerin. Doch nun hatte sie versagt.

Wie lächerlich war es doch, dass sie gerade noch dem Schiffsarzt gesagt hatte, dass sie sich um den schwer verletzten Offizier kümmern würde. Denn sie hatte den überforderten Blick in den Augen des Altmers gesehen. Auch Esseleth fühlte sich der Aufgabe nicht gewachsen, aber sie dachte zumindest, dass ihre Maske gut genug saß. Doch sie hatte nur hilflos daneben stehen können. Hilflos? Nein! Nicht ganz! Sie hatte dem Offizier in seinen letzten Momenten beigestanden, sie hatte seine Hand gehalten und - so hoffte sie zumindest - hatte sie ihm die Angst in jenen letzten Momenten nehmen können. Er sollte nicht realisieren, was passiert war. Er sollte sich sicher, geborgen und vor allen Dingen nicht allein fühlen.

Es war eine ganz eigene Sicht der Welt, die Esseleth hatte. Während Andere vermutlich die Würdelosigkeit des Todes sahen, war sich Esseleth bewusst, dass dies eine Frage der Sichtweise war. Wenn der Offizier in seinen letzten Momenten sich geborgen fühlte, wenn er wahrhaftig glaubte, wenn er sich nicht vor den Ahnen fürchtete, dann war es nicht ganz so schlimm - und es war auch keine Lüge. Denn zu keinem Moment hatte Esseleth in diesen letzten Augenblicken seines Lebens gelogen. Sie war da. Die Ahnen waren da. Außerdem würden sie sich um den Befehl kümmern, um diese Pflicht, die der Altmer noch in seinen letzten Momenten versuchte zu übergeben.

Was darin stand? Das wusste Esseleth nicht. Die Befehle hatte Malderiel direkt zum Kapitän gebracht. Dies war nicht Esseleths Aufgabe. Sie war hier, um zu heilen, um zu beschützen - und daher musste sie sich, verdammt nochmal!, zusammenreißen! Esseleth ärgerte sich über sich selbst, dass sie so schockiert war. Sie versuchte es zu verbergen, doch es gelang ihr nur ein wenig. Es brachte nichts, wenn sie in diesem Augenblick ihre Angst zeigte, die sie verspürte. Denn sie hatte Angst - schreckliche Angst. Dies hier war nicht die Illusion von Sicherheit, die sie bisher kannte. Dies hier war die Realität.

Esseleth war nicht mehr auf ihren Inseln, sie war nicht mehr auf Sommersend. Sie war in der Fremde. Doch gerade hier musste sie um so aufrechter sein und stehen. Sie war eine Altmer, sie war eine Priesterin des Auri-El, sie war Vorbild, sie musste eines sein. Wenn sie schwach wurde, dann wurden auch alle um sie herum schwach. Also richtete sie sich um so gerade auf, egal wie es in ihr selbst aussah. Diesen sturen Willen besaß Esseleth.

Sie musste sich um die Khajiit mit ihrer Platzwunde kümmern. Wie immer war Iryanara ihr in diesen Momenten eine Stütze und wer weiß, ob sie das hätte durchstehen können, wenn die Bosmer nicht direkt neben ihr gestanden hätte in diesen Augenblicken. Doch es war gut, dass sie da war, dass sie half, dass sie ihr ein paar der kleineren Arbeiten abnahm und die Wunde der Khajiit auswusch. Am liebsten hätte Esseleth ihr dankbar eine Hand auf die Schulter gelegt. Doch das war fehl am Platze. Es zählten jetzt nur die Verwundeten.

Daher bereitete Esseleth die Nadel vor. Sie schmierte sie mit jener Salbe ein, die einerseits betäuben sollte und andererseits auch die Wunde vor dem Eitern bewahren sollte. Mit dieser Salbe wurde auch die Wunde vorher vorsichtig bestrichen. Und dann setzte sich Esseleth daran, um die Wunde der Khajiit zu nähen. Es war keine einfache Aufgabe, denn die Wellen und der Sturm sorgten für manch überraschende Bewegung. Doch J'Nor hielt den Kopf der Khajiit fest, und Iryanara hielt die Hand der Khajiit fest. Doch Iryanara machte noch etwas viel Wichtigeres, sie hielt allein durch ihre Anwesenheit und durch diese Hilfe die Hand Esseleths ruhig. Dazu brauchte sie diese nicht zu berühren, sie musste nur anwesend sein.

Mit sicherer Hand führte Esseleth die Nadel an den Kopf und nähte, so wie es ihre Lehrmeisterin ihr beigebracht hatte. Für den Schock, für die Angst war später immer noch Zeit. Daher verschloss Esseleth diese Gefühle. Im Verschließen von Gefühlen war sie gut - zumindest zeitweise ...
Esseleth Mallestel
"War leaves its trail | in moonlight so pale | its shadows they flow |in rivers, in rivers
So put on my mask | I'll go where they ask | so I might once again see the Roses of May
.""

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Firnormon (23.07.2014)

Margra

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Freitag, 25. Juli 2014, 08:21

[Sechster Eintrag - Iryanara Windpfeil - Auf hoher See - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Ein Ruck ging durch das Schiff und Iryanara fluchte leise, als sie mit dem Tuch von der Kopfwunde abrutschte und Ja'ira erneut nach ihr schnappte in den auflodernden Schmerzen, welche die Khajiit quälten. Dieses Mal streiften die Zähne gar ihren Unterarm, um dort Striemen auf den ledernen Armschienen zu hinterlassen.
Unbedeutend, denn das Kratzen von etwas hartem an der Außenwand des Schiffes, das viel zu laut an ihr Ohr drang, ließ die Bosmer vielmehr zusammen zucken. Die Farbe wich ihr deutlich aus dem Gesicht – soweit dies denn noch möglich war – und ihr Blick wendete sich ruckartig gen Esseleth, als könnte diese etwas an den Umständen ändern. Nicht, dass dem so wäre, aber es war ein fast schon naiver Glaube, zumindest für einen oder zwei Wimpernschläge lang. Dann atmete Iryanara auch schon wieder tief ein.
Es war nur ein kurzes Streifen von Holz auf Stein gewesen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Etwas, das durchaus passieren konnte auf der Route, die gewählt worden war. Gewiss war das schmerzliche Knarzen irgendwo am Rumpf kein gutes Zeichen, aber es war auch keines, das Mut und Haltung in die Kniekehlen rutschen lassen musste. Schon gar nicht jetzt, wo sie es am wenigsten brauchen konnten.

Die Waldelfe kniff ihre Augen zusammen und tupfte ein letztes Mal die Platzwunde ab, als sie ihren sicheren Stand wieder gefunden hatte. Hernach nickte sie der Priesterin Auri-Els zu und nahm schlichtweg ihren Platz ein, die Pranke Ja'iras in die ihre nehmend und sie beinah schon tröstlich drückend. Es war nicht wichtig, dass die Khajiit eine Fremde war. Es war unbedeutend, welchen Rang sie innerhalb des Thalmor bekleidet hatte. Ja'ira brauchte sie nun und alles andre musste warten. Iryanara hatte genug Kämpfe und Stürme innerhalb des Valenwaldes erlebt, hatte genug Hände von Verletzten gehalten – da würde ihr jetzt die See auch keine Angst einjagen oder sie dazu bringen sprichwörtlich den Schwanz einzuziehen.

„Welche Wahl hat diese schon, als sich euren Händen zu überlassen, Priesterin?“, erklang die von Fauchen gezeichnete Stimme der Khajiit und für den Moment zog etwas, das ein halbherziges Grinsen sein könnte, ihre Lefzen zurück, auf dass sich die scharfen Zähne offenbarten. Gewiss hätte es auch als Drohgebärde verstanden werden können. Dass sie sich jedoch von J'Nor festhalten ließ und sich bemühte, ruhig zu liegen, zeugte allerdings von etwas ganz andrem und einer Menge an gutem Willen.

„Richtig. Ihr habt keine andre Wahl.“
Auf ihre ungemein trockene und altmerische Art erfolgte die Antwort Esseleths auch schon auf dem Fuße und jene brachte Iryanaras Mundwinkel dazu empor zu rucken. So erbärmlich die Situation sein mochte, so gut tat es auch, dass selbst die Priesterin einen Anflug trotzigen Humors beweisen konnte. In jedem Falle war es besser, als die Gedanken allzu sehr zu dem toten Offizier des Thalmor wandern zu lassen, der nur von einem Tuch bedeckt noch immer neben ihnen lag.

Für den Moment schweifte der Blick der Bosmer zu der verhüllten Gestalt. Das Blut des Mer hatte längst an mehreren Stellen den Stoff durchdrungen und zeichnete groteske Formen in dieses. Die Konturen des Mannes waren in aller Reglosigkeit zu erkennen und vielleicht war es dies, was Iryanara am wenigsten leicht am Anblick eines Toten ertragen konnte – diese Stille, jene vollkommene und starre Stille. Kein Atemzug hob und senkte die Brust des Mannes mehr und auch kein Zittern schüttelte noch seinen Leib. Diese Reglosigkeit hatte etwas unwirkliches und etwas bedrückendes.
Dass der Tod ein Teil des ewigen Kreislaufes des Lebens war ...das machte ihn nicht unbedingt angenehmer.

Mit einem Straffen der Schultern wischte sie diese Gedanken beiseite und widmete sich wieder vollkommen dem Geschehen vor ihr. Esseleth war an ihr vorbei getreten, um sich nun selbst der Kopfwunde anzunehmen, derweil J'Nor in leisem Ta'agra auf die Verwundete einredete.
Esseleths Geschick bei der Wundversorgung war bewundernswert und die Waldelfe kam nicht umhin, ihr zuzusehen, wie sie die Wunde mit ordentlichen Stichen zu nähen begann. Es hatte etwas beruhiges … Etwas, das nicht durch Wellen und die gebrüllten Befehle von Deck aus zu unterbrechen war.

Für diese Momente war es ein kleines Auge des Sturmes.
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Margra

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Samstag, 26. Juli 2014, 21:44

[Siebter Eintrag - J'Nor - Auf hoher See - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Die dritte Nacht bricht an, die dieser auf der Sonnenklinge verweilt, und noch immer scheinen die Monde sich hinter Wolken und Sturmböen verschleiern zu wollen. Die Wellen schlagen gegen die hölzernen Planken, werfen unser Schiff hin und her, als wollten sie uns daran erinnern, dass wir bei allem Geschick der See trotz allem ausgeliefert sind wie Mäuse auf kleinen Nussschalen. Ja, das sind wir. Regen und Wind brechen auf uns ein, das Holz ist rutschig geworden und die Taue glitschig, als würden sie sich wie zuckende Aale aus den Händen der Seemänner winden wollen.
Keine gute Nacht für die Mer, die doch so sehr ihren warmen und hellen Inseln nachtrauern ... Dieser jedoch liebt die Wildheit des Meeres wie er die Hitze der Endlosigkeit der Wüsten liebt. Ja, J'Nor ist nun einmal keine Goldhaut, die schon friert, so bald die Sonne nicht auf die Haut hernieder scheint.

Dessen Klauen graben sich etwas tiefer ins Holz, als eine erneute Böe das Schiff ergreift und uns in sich auftürmende dunkle Wellen drängt. Gischt spritzt in das Gesicht von diesem, auf die Brust und den Leib. Erfrischend. Kühl. Es weckt die Lebensgeister. Und es wäscht das Blut aus dem Fell.
Einen letzten Blick lässt dieser wandern über das Aufbäumen der See. Das Werk der Maormer? Vielleicht. Ein Sturm, angefacht von den Strömungen und Winden, die hier aufeinander prallen? Schon eher. Doch was es auch ist, viel mehr als eine Drohgebärde ist es nicht. Dakarrn und der weitre Steuermann, der mit an Bord ist, sind vom Salzwasser geschliffene Seefahrer.

"J'Nor ... Kater! Beweg dich!", erklingt die raue Stimme des Mer hinter diesem. Im Halbdunkel und den herab zuckenden Blitzen erscheinen seine vernarbten Züge und sein fehlendes Ohr noch grotesker. Gerade für einen Altmer kein schöner Anblick. Aber was kümmert das? Schlitzohr ist ein Kerl mit dem Herzen am rechten Fleck und einer sicheren Hand, auch wenn es darum geht, Informationen aus einem Verräter heraus zu schneiden.

Verräter.
Die Lefzen von diesem ziehen sich zurück, als dieser die steile Treppe den hinteren Teil des Schiffes herabsteigt und sich dort der Kammer zuwendet, in der einer der Thalmor-Soldaten unter Arrest verschlossen wurde. Oder sollte dieser besser sagen: Das räudige Stück Dreck eines Sklaven des Schleiererbes?
Verräter.
J'Nor verabscheut nichts so sehr wie Verräter. Bannerlose und gedankenlose Kreaturen, die mit ihren Taten zu viele Seelen mit sich reißen und ganze Einheiten auslöschen können. Das Dominion besitzt genug Feinde von außen, als dass es sich jene von innen leisten könnte. Umso wichtiger, dass unser 'Gast' endlich seine Zähne aufkriegt, damit wir wissen, wo die Reise hingehen soll.

Langsam beugt sich dieser zu dem in seinen Fesseln zitternden Mer herab.
Noch verschweigt er, was er weiß. Aber das einzig angenehme an Verrätern ist, dass jeder von ihnen seinen Preis hat.
Die einzige Kunst ist es, ihn zu finden.
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Iferian (30.07.2014)

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 10:52

[Achter Eintrag - Immer nur Ärger - Malderiel]

Zitat

Regen...nur kurz eroberte die Sonne den Himmel, mich soll es nicht stören. Angespannte Unruhe lag noch immer in der Luft und es war keinesfalls überraschend, dass der Kapitän nach uns schickte. Ein kurzes Gespräch war es gewesen in welchem sich die Befürchtungen bewahrheiteten. Die Maormer hielten Kurs auf die Küste, nur wenige Tage und sie würden diese erreichen, versuchen mit aller Gewalt an Land vorzudringen. Es war keine Frage, dass wir sie in die Tiefen des Meeres schicken würden, fast schon beleidigend der Vorschlag man könne uns an einer sicheren Küste absetzen. Für Esseleth habe ich gehofft, dass sie noch etwas mehr Zeit habe bis sie sich in die Schlacht stürzen müsse, doch eine wahre Vorbereitung gibt es dafür auch nicht. Keine Frage, dass ich meiner Schwester folgen werde.



Doch noch immer drängt sich Ärger in meinen Geist, wie kann es ein stinkender Seemann wagen Iryanara und auch Esseleth mit seinen dreckigen Blicken zu beschmutzen? Zumindest konnte ich ihn 'höflich' davon überzeugen seinen Blick auf anderes zu richten. Esseleth...wahrlich ein hoffnungsloser Fall! Bedankt sie sich bei diesem Bastard auch noch, ich hoffe einfach für sie, dass sie dessen Blick nicht wahrgenommen hat.



Nun bleibt nicht viel mehr als warten, warten darauf dass der Kapitän uns abermals zu sich ruft, die Taktik besprechen und eine verschlüsselte Botschaft an die Truppen an Land zu senden. Wichtigeres gibt es als lüsterne Blicke. Klingen müssen geschärft werden um sie mit Blut der Maormer zu tränken.

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Iferian (30.07.2014)

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Mittwoch, 30. Juli 2014, 14:10

[Neunter Eintrag - Dritter Tag an Bord - Neuigkeiten des Kapitäns - Esseleth Mallestel]

Zitat

Tief hatte sich der Schock des Vortages in Esseleth gefressen. Doch sie ließ es sich nicht anmerken. Nur hier und dort konnte man einen Riss in der altmerischen Maske aus Fassung und Würde erkennen. Doch immer bemühte sie sich, dass mindestens die Mannschaft dies nicht mitbekam.

Aber ihre eigenen Leute? Kila? Malderiel? Iryanara? Nein, ständig konnte auch Esseleth dies nicht verschließen und so sehr sie sich mühte und diese Momente dadurch versteckte, dass sie sich an die Reling stellte und hinaus in die graue Suppe aus Nebel und Sturm blickte, es war keine perfekte Maske. Esseleth hätte auch reichlich abgestumpft dafür sein müssen, wenn ihr das möglich gewesen wäre. Doch das war sie nicht.

Die Neuigkeiten des Kapitäns überraschten auch Esseleth nicht. Sie war keine Strategin. Bei den Ahnen nicht! Doch sie war umsichtig und durchaus vorausschauend. Ja, vielleicht ein wenig naiv, aber sogar dies konnte eine nicht zu unterschätzende Kraft in diesen Situationen werden - und unerwartet, wenn Idealismus und Glaube Berge versetzen konnten.

Für Esseleth war es keine Frage, ob sie den Kapitän unterstützen würde. Dies hier war ein Schiff des Dominions. Die durch die Maormer bedrohten Stützpunkte gehörten ebenso zum Dominion. Bisher hatte Esseleth gedacht, dass sie auf dem Weg an die Front waren - in den Krieg. Doch mehr und mehr erkannte sie: Sie war bereits mittendrin. Hier würde sie nicht kneifen. Sie hatte eine Aufgabe: Familie, Pflicht, Tradition! So waren die Worte ihres Vaters und auch wenn sie es verabscheute, dies zu denken, für sie waren diese Worte ebenso wichtig wie für ihn - wenn auch vermutlich auf andere Weise.

Zwei oder drei Tage hatte Esseleth noch, um die Verwundeten des Thalmors zu versorgen und auf die Beine zu bringen ehe sie auf die Maormer stoßen würden. Zwei oder drei Tage! Das war nichts. Doch mehr Zeit blieb ihr nicht. Es musste langen. Bis dahin musste sie auch noch einen Segen vorbereiten. Wann würde sie dazu schon kommen? Oder würde sie ihn improvisieren? Sie würde sehen. Doch es war wichtig, zu der Mannschaft zu sprechen und ihren Glauben zu entfachen.

Hier draußen auf der See vergaß man ihn zu gerne und zu schnell. Doch es waren gute Männer - vielleicht manchmal ein wenig ruppig und vermutlich rollten sie die Augen über diese altmerische Priesterin, die in viel zu vielen Momenten all zu deutlich als Adelstochter zu erkennen war. Wenigstens hatte die Mannschaft hier anständige Manieren. Esseleth war verwundert, als der Seemann mit dem Spitznamen "Schlitzohr" ihr die Tür aufhielt - zweimal sogar! Da sollte noch jemand sagen, dass Seeleute sich nicht zu benehmen wussten ...
Esseleth Mallestel
"War leaves its trail | in moonlight so pale | its shadows they flow |in rivers, in rivers
So put on my mask | I'll go where they ask | so I might once again see the Roses of May
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Iferian (30.07.2014)

Larendia

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Montag, 4. August 2014, 11:43

[Zehnter Eintrag - Ringe und Falken - Malderiel]

Zitat

Es dauerte nicht lange bis wir uns einig waren, wie wir weiter vorgehen würden. Gemeinsam vervollständigten wir die Karte, welche meine Schwester bereits angefertigt hatte und ich denke, dass uns dies recht gut gelungen ist. Die Art der Briefe an Altmer und Bosmer war klar, ebenso wer sich um den schriftlichen Teil kümmern würde. Ich gebe zu, ich bin froh, dass ich an keinem von beiden beteiligt bin, meine Kenntnisse über Wortlaut und dergleichen halten sich nun wirklich in Grenzen, es würde sicherlich sofort auffallen.
So tat ich das, was ich konnte, in den Schatten operieren. Iryanara würde den Brief als eine Warnung eines überlebenden Thalmors tarnen und um es offizieller – und auch glaubwürdiger – wirken zu lassen, wäre ein versiegelter Brief optimal. Welch günstiger Zufall, dass wir die Leiche eines Offiziers auf diesem Schiff liegen haben, wenn dieser keinen Siegelring bei sich trägt sollen mich die Dunmer holen.
Schwer war es nicht ungesehen unter Deck zu gelangen, wo der tote Körper lag, viel zu beschäftigt war die Crew um sich Gedanken über eine Bosmer zu machen die lautlos umher schleicht. Der Geruch verschiedenster Körpersäfte umwaberte die Leiche, der stickige Geruch von Verwesung begann sich langsam auszubreiten, doch es gab schlimmeres. Es ist sicherlich nicht das angenehmste eine Leiche zu durchsuchen, doch nichts was Wasser nicht wieder richten könnte. Das eigentliche Problem bestand darinnen den Ring von seinem geschwollenen Finger zu ziehen und ich war gar versucht diesen mit einem glatten Hieb abzutrennen, doch damit hätte ich wohl eine Spur hinterlassen die gerade danach schrie diese zu bemerken. Nunja, ein wenig Öl und das Problem hatte sich mehr oder minder sauber gelöst. Doch wo ich schonmal dort war...angespannt horchte ich für einen Moment auf die Geräusche, ob sich jemand am tage unter Deck verirren würde. Es schien sicher und so ließ ich meine Finger auch in die Taschen des Toten gleiten, man weiß nie was man findet und immer sollte man alles nutzen was einem vor die Füße fällt...man weiß schließlich nie wofür es noch gebraucht werden könnte. So steckte ich nebst dem Ring auch Wachs und einige Abzeichen von scheinbar gefallenen Thalmor ein.

Fast hätte ich damit gerechnet, dass mich auf dem Rückweg jemand aufhalten würde, doch noch immer herrschte geschäftiges Treiben an Deck, so dass ich schnell wieder bei Iryanara und Esseleth sein konnte. Esseleth...sie schien nicht ganz begeistert von dem Diebstahl, doch hier würde sie sich fügen müssen, notfalls nehme ich all die Verantwortung auf mich. Nun da das Nötigste zusammengesammelt war würden noch die Falken auf ihren langen, durchaus gefährlichen Flug vorbereitet werden müssen. Beleidigend, dass Iryanara mich fragt ob ich mit Vögeln umgehen kann...irgendwann werde ich es ihr zurückzahlen, vielleicht ein stinkendes Moorbad? Nunja, darüber kann ich mir Gedanken machen wenn es soweit ist.

Freiheit umgab mich in all ihrer Schönheit als ich die Falken aus ihren Käfigen befreite, sie sich freudig in die Lüfte erhoben, gar freudig einige Runden um das Schiff flogen. Doch wir waren nicht zum Spaß hier und dies schien auch den Vögeln bereits bewusst zu sein. Viel Arbeit musste ich nicht leisten, sie würden höher und schneller fliegen als jemals zuvor, würden die Nachrichten sicher überbringen...ich vertraue ihnen. Manch ein Seemann mochte denken, dass ich verrückt sei, mit stummen Lippen auf die Vögel einzureden, vertrauter mit ihnen umzugehen als jeder Falkner dies vermochte. Mich störte es nicht, die Blicke waren mir egal, die Gedanken, es zählte das Ziel und die Freiheit welche ich in den Falken sah. Einige Extraportionen an Fleisch, angereichert mit etwas Zucker brachte ich den Vögeln, sie würden die Energie für die lange Reise brauchen.

Eilt euch mit den Briefen...die Falken sind bereit.

Margra

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Dienstag, 5. August 2014, 00:12

[Elfter Eintrag - Iryanara - Auf hoher See - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Gedankenverloren spielte sie mit dem Siegelring, welchen ihre Schwester ihr gebracht hatte, und ihre Daumenkuppe streifte dann und wann über das Wappen des Thalmor. In aller altmerischer Kunstfertigkeit war es gefertigt worden und Iryanara erwischte sich dabei, dass ihr die Feinheiten der Konturen durchaus eine gewisse Bewunderung abrangen. Nicht, dass sie es offen zugegeben hätte, schon gar nicht vor der Priesterin, die an dem schmalen Schreibtisch neben ihr saß, trotz allem war es die schlichte Wahrheit, dass sie, je mehr von der Kultur Esseleths sie erlebte und erkannte, durchaus fasziniert war. Schönheit brachten die Altmer in vielem hervor, hatten sie gar in gewisser Weise zur Vollkommenheit geführt, und dennoch fehlte ihren Schöpfungen das Fleisch, das Herz, die Lebendigkeit – zumindest hätte Iryanara es in ihrer Sprache so ausgedrückt. In der Starrheit der altmerischen Zunge gab es dafür wenige Worte, die es treffen würden, oder aber sie waren ihr schlicht nicht bekannt.

Mit einem tiefen Atemzug straffte sie ihre Schultern. Ihre Finger zwang sie mit dem Spiel innezuhalten und stattdessen nach der Feder zu greifen, um diese in die widerstandsfähige dunkle Tinte zu tauchen, die sie vor vielen Wochen aus ihrer Heimat mit nach Auridon genommen hatte. Nun würde sie ihr erneut gute Dienste erweisen. Dessen war sich die Bosmer so sicher wie sie es nur sein konnte.
Ohne auch nur einen weiteren Atemzug lang zu zögern, setzte sie den Kiel letztlich auf das Pergament. Kratzend formten sich die ersten Buchstaben zu Worten und es wurde rasch deutlich, dass Iryanara die hochelfische Schrift imitierte, die genau so starr und beherrscht wirkte wie die Bauwerke des goldhäutigen Volkes. Die Botschaft, die Iryanara schrieb, war kurz und präzise. Floskeln, die der Etikette dienten, erachtete sie für herzlich wenig bedeutsam in diesen Momenten.


Zitat

Die Ahnen mit Euch.
Es ist nur eine Eilbotschaft, die ich zu euch entsende zum Wohle des Dominions:
Maormer.
Zwei Schiffe mittlerer Größe auf dem Weg gen Küste Grünschattens. Ankunft in drei – höchstens vier – Tagen nördlich von Waldheim, südlich von Meereshort, nahe des Beckens der großen Schlange.
Eine Handvoll fähiger Magiewirker sollten unter ihnen sein, die bereits ein übersetzendes Schiff des Thalmor vernichtend bezwungen haben. Überlebende der Mannschaft sind an Bord eines Handelsschiffes gebracht worden. Waldheim wird dessen Ziel sein.

Gez.
Imandril Ahareth
Im Namen des Thalmor



Mit spitzen Fingern griff Iryanara in einen Tiegel, in dem sie feinen Sand von den Stränden Malabal Tors aufbewahrte, und streute diesen über die frische Tinte, auf dass sie nicht mehr verwischen konnte. Erst als sie sich sicher sein konnte, dass sie getrocknet war, pustete sie den Sand fort und erhitzte Siegelwachs in einem Löffel über der Kerzenflamme, die sie entzündet hatten. Der übliche Geruch stieg ihr in die Nase und derweil sie wartete, wanderte ihr Blick zu der altmerischen Priesterin an ihrer Seite.
Den goldenen feinen Zügen Esseleths wohnte tiefer Ernst inne und ebenfalls eine Konzentration, die ihresgleichen suchte. Iryanara konnte es ihr kaum verdenken … Bei ihrer eignen Botschaft war eine Verschlüsselung hinfällig. Sollten die Maormer sie abfangen, so würde eine komplexe Verschleierung sie nur vorwarnen, dass jemand ihnen folgte. Genug Mittel, um eine eigne Botschaft zu fälschen, würden sie spätestens nach dem Entern des Schiffes des Thalmor besitzen, oder aber es würde schlicht genügen, das Pergament zu verbrennen, auf dass es niemals ankäme in Waldheim. Hinzu kam, dass eine Verschlüsselung auf Seiten der Verbündeten vielleicht kostbare Zeit verschwenden würde...

In Esseleths Fall war das etwas andres. Es ging um einen Brief gen Sommersend an ihre einstige Lehrmeisterin, um Kunde, die sie hinter komplizierten Schlüssen auf heilige Schriften verbergen wollte. Für die Korrespondenz zweier Dienerinnen des Auri-El eine durchaus kluge Taktik, welche Iryanara Respekt abverlangte.
Vorsichtig legte sie ihre Hand auf die Schulter der Altmer.

„Du solltest ebenfalls das Siegel des Thalmor verwenden und nicht dich selbst offenbaren. Deine Lehrmeisterin wird es ohnehin erkennen und nachdem wir erfahren haben, dass scheinbar schon andre deiner Briefe verschwunden sind … wäre es nicht ratsam“, raunte sie leise und schrägte ihren Kopf. Kurz zuckte ihr Mundwinkel auf.
„Ich habe doch gesagt, dass dieser Siegelring uns sehr nützlich sein wird. Selbst wenn es dir in keinster Weise gefallen mag. Trotz allem folgen wir auch dem Eid und Befehl des Toten – das Dominion um jeden Preis zu schützen.“
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Dienstag, 5. August 2014, 16:51

[Zwölfter Eintrag - Dritter Tag - Eine verschlüsselte Botschaft an Neryeris Amerendur - Esseleth Mallestel]

Zitat


Nein, Esseleth fühlte sich nicht wohl. Doch es verwunderte sie kaum. Aber einem Thalmor einen Siegelring klauen und ihn dann weiter verwenden? Das konnte sie in Schwierigkeiten bringen - große Schwierigkeiten! Dabei sorgte sich Esseleth weniger um sich selbst. Sie war eine Altmer, sie war eine Priesterin des Auri-El. Trotz des nicht gerade hohen Ansehens ihres Hauses hatte sie wenig zu befürchten; zumindest nichts, womit sie nicht fertig wurde. Aber Iryanara und Malderiel? Sie waren Bosmer. Was würde das Dominion mit zwei Bosmern anstellen, wenn sie so etwas mitbekommen würden? Nein, Esseleth, besser gar nicht weiter darüber nachdenken. Es ist das richtig, dies zu machen, und das wusste sie. Sie konnte nur hoffen und beten, dass es nicht böse endete.

Doch bis dahin musste sie sich an ihre Nachricht setzen. Eine große Aufgabe hatte sie sich gesetzt, denn hier hatte sie nahezu gar keine heiligen Schriften und dennoch musste sie aus ihnen zitieren. Jetzt würde sich zeigen, ob ihre Lehrmeisterin tatsächlich streng genug gewesen war, dass sie als Novizin alles auswendig gelernt hatte. Vor lauter Angst hatte sie nächtelang in den Bibliotheken verbracht - weniger Angst vor ihrer Lehrmeisterin als vielmehr aus Angst vor ihrem Vater. Denn dieser duldete keine Schwäche, kein Versagen - er duldete nur Erfolg. Ja, er duldete ihn, denn ihr Vater wollte mehr - immer mehr.

Tief holte Esseleth Luft und schaute zu Iryanara: "Du hast recht. Meinen Namen sollte ich nicht darunter setzen. Doch ich habe auch schon eine Idee, wie sie sehr schnell erkennen kann, dass etwas nicht stimmt." Esseleth kannte ihre Lehrmeisterin gut und sie kannte auch ihre anderen Novizen von damals. Wenige hatten überlebt, denn das war das Los einer Kriegspriesterin. Esseleth kannte genug der anderen Novizen, um einen jener Namen zu wählen, die schon den Weg zu den Ahnen gefunden hatten und nie eine Priester-Weihe erhalten. Neryeris würde den Namen erkennen, dessen war sich Esseleth sicher.

Esseleth hoffte nur, dass der Name nicht zu großen Schmerz erzeugte. Aber es war die sicherste und beste Möglichkeit, um Neryeris einerseits die Gefahr vor Augen zu führen als auch die Dringlichkeit - und auch, dass etwas mit der Nachricht nicht stimmte. Oh, ihr Ahnen, helft der ehrwürdigen Neryeris zu erkennen, dass sie zwischen den Zeilen lesen muss! So wählte Esseleth einen solchen Namen, aber nutzte exakt die gleiche Anrede, die sie in ihrem Brief kurz vor ihrer Abfahrt an Neryeris nutzte - auf Wort und Punkt. Sie musste es bemerken! Sie war aufmerksam!

Zitat

Die Ahnen zum Gruße, ehrenwerte Neryeris Amerendur,
Priesterin des Auri-El und Streiterin der ehrenwerten Königin Ayrenn Arana Aldmeri
Erstgeborene Tochter des hohen und ewigen Hauses Amerendur
Wahrerin der Gelehrtenwürde und Klinge von Alinor
Gemahlin des Keramar Imariél von Alinor
Lehrmeisterin, der ich auf ewig zum Dank verpflichtet bin.

Ich möchte mit diesem Brief unseren Disput über heilige Schriften fortsetzen, den wir seit dem Tode meiner Mutter fast wöchentlich zu halten pflegen. Auch wenn ich drei Tage keinen Brief mehr schreiben konnte und Euch der letzte Brief aus Himmelswacht von der Sonnenklinge erreichte, so war es nun wieder an der Zeit. Erst in weiteren zwei bis drei Tagen werde ich erneut eine Möglichkeit haben, Euch zu antworten. Dennoch hoffe ich, dass Ihr bis dahin mir antworten konntet. Es ist wichtig.

An dieser Stelle möchte ich eine Frage aufgreifen, die der Gelehrte Arynon Dakarrn einst stellte: "Wann kommen uns die Ahnen zu Hilfe?" Immer dann, wenn wir sie darum bitten, möchte ich antworten. Doch die Antwort ist komplexer als sie auf den ersten Blick scheinen mag und man muss zwischen den Zeilen seines Werkes "Wie wir dem bosmerischen Volk spirituelle Hilfe leisten können" lesen. Seht Euch dazu eine andere seiner Schriften, die er unter dem Pseudonym Illior Aranor schrieb: "Die Geographie Tamriels - Sommersend und der Valenwald". Auf Seite 21 werdet Ihr die Antwort finden, die Euch den Weg zu Seite 34, Absatz 10 weisen wird und Ihr werdet erkennen. Die Route, die er bei seiner Reise nach Grünschatten wählte, und in dem Werk "Eine Wanderung durch Grünschatten" verfasste, mochte ihn zu jener Erkenntnis geführt haben. Betrachtet diese also genau auf Seite 23 unter Absatz 6!

Die Bosmer sind ein vielfältiges Volk, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Das wisst Ihr sicherlich. Um so wichtiger ist es, dass wir gerade an solchen Stützpunkten wie denen nahe Waldheim helfen. Dazu habt Ihr mich einst inspiriert und immer habt Ihr gewünscht, dass ich Euch folgen würde. Doch nun bin ich es, die hofft, dass Ihr mir folgen werdet in dieset theoretischen Diskussion. Mir ist bewusst, dass Ihr eine Streiterhin seid, dass Ihr das Schlachtfeld persönlich kennt im Gegensatz zu mir, doch auch in rein theoretischen Diskussionen braucht man manchmal den Rat einer schlachtfelderfahrenen Priesterin. So hoffe ich, dass Ihr mir in dieser philosophischen Frage helfen könnt.

Ich erinnere mich noch gut an Eure Predigt "Ein Sturm zieht auf", die Ihr vor Eurer Schlacht gegen die Maormer im Jahre 582 gehalten habt. Eine Gänsehaut überkommt mich noch heute, wenn ich mich an Eure Zeilen erinnere: "Wir stehen zusammen, denn wir brauchen einander, um diesen Sturm zu überstehen!" Vielleicht erinnert Ihr Euch noch, dass Ihr wenige Tage später auf einem Schiff sein solltet und die Angriffspläne der Maormer herausfinden konntet. Doch es war Euch nicht möglich zu warten. Ihr konntet nur hoffen, dass man Euch Truppen nachschicken würde, die Euch unterstützen konnten.

So habt Ihr Euch auf den Weg gemacht im Ungewissen darüber, ob Verstärkung noch rechtzeitig eintreffen würde. Doch was blieb Euch auch Anderes übrig? Es ist unsere Pflicht, es ist unsere Aufgabe, denn so steht es in unseren Werken "Vom Erbe unserer Ahnen" auf Seite 142, Absatz 5, Satz 3. Doch möchte ich dies in besonderer Unterstreichung des Werkes: "Die Kriegskunst der Völker Tamriels" sehen. Zwar ist dies kein klerikales Werk, doch ist wahre Kriegskunst stets von Philosophie begleitet, wie Ihr mich gelehrt habt. So denke ich, dass auf Seite 89, Absatz 3, die Sätze 2-5 Euch verstehen lassen.

Mich persönlich würde allerdings eine Sache interessieren: Nie habt Ihr mir gesagt, wie die Schlacht ausging. Ihr habt Euch mutig den Maormern gestellt. Kam die Verstärkung rechtzeitig? Es muss so sein, denn Ihr seid noch am Leben. Ich wünschte, wenn ich einmal in einer solchen Situation wäre, dass es mir dann ebenso ginge. Doch ich kann mich glücklich schätzen. Dank meines Bibliotheksdienstes fernab der Front wird mir ein solches Schicksal erspart bleiben. Doch bin ich sicher, dass ich die beste Lehrmeisterin hatte, die es gibt, und wenn ein solcher Fall einmal eintreten würde, dann wäre ich bestens darauf vorbereitet.

Mit diesen Worten möchte ich schließen und ich würde mich auf eine Antwort Eurerseits freuen. Wenn Ihr immer noch Kontakt zum Gelehrten Rheavar aus dem Hause Imariél besitzt, dann würde ich mich sehr freuen, wenn er vielleicht sogar diese Nachricht persönlich überbringen könnte. Ich könnte mich über manch eine seiner pazifistischen Schriften mit ihm unterhalten. Dies würde ich sehr schätzen, besonders wenn er einige seiner Novizen mitbringen würde, damit diese ebenso von einer solchen Lehrstunde profitieren würden. Ich erinnere mich noch gut an die Gespräche mit seinen Novizen Ylena aus dem Hause Aranas und Eilistraa. Es wäre schön, sie wiederzusehen.

Ehre dem Dominion!

gez.
Erlanna Alin Aresed
Priesterin des Auri-El
Mitglied des Thalmor


So nannte sie in diesem Brief alles: Ihr Problem, ihren Abreiseort, ihren Abreisetag, ebenso den Tag ihres vermutlichen Aufeinandertreffens mit den Maormern sowie deren Truppengröße. ihre Reiseroute und die vermutlichen Angriffsorte - auch das Hilfegesuch. Die versteckten Hinweise sollten auch sehr deutlich die Reiseroute anzeigen und den vermuteten Angriffsort. Jetzt blieb nur noch eines: abwarten und beten.

Esseleth zeigte Iryanara den Brief noch - einfach um sicher zu gehen, was sie davon hielt. Danach verschloss sie den Brief mit dem Siegelring des Thalmor und schritt hinaus. Malderiel musste die Nachricht erhalten, um sie dem Falken zu übergeben. Hoffentlich verstand Neryeris ...
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Margra (05.08.2014)

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13

Donnerstag, 7. August 2014, 12:23

[13. Eintrag - Vierter Tag - Ein gemeinsames Essen und Meinungsverschiedenheiten - Esseleth Mallestel]

Zitat

Esseleth geleitete Malderiel noch zur Tür ihrer Kajüte - wie es sich für eine gute Gastgeberin gebührte. Sie stand zu ihren Worten, dass sie die Traditionen und die Etikette auch hier wahren würde und auch auf dem Schlachtfeld wahren würde soweit sie konnte. Noch eine ganze Weile blieb sie an der offenen Tür stehen und blickte Iryanaras Schwester nachdenklich hinterher.

Wieso trat sie nur für die Khajiit so ein? Ja, sie waren wichtig. Ja, sie gehörten zum Dominion. Ja, sie hatten Malderiel wohl geholfen. Doch sie waren keine Mer! Esseleth verstand es nicht. Sie sollte stolz darauf sein, eine Bosmer zu sein und damit über den Khajiit zu stehen. Das konnte sie doch, oder nicht? Wieso machte sie es dann nicht? Es war eindeutig edleres Blut, das durch Malderiels und Iryanaras Adern floss.

Esseleth blickte dabei zurück zu Iryanara am Tisch. Heute war Esseleth zwischen allen Fronten gewesen und kurioserweise hatte ausgerechnet Iryanara ihr - zumindest ein wenig - den Rücken gestärkt. Denn Kila und Malderiel hatten genau die Themen angesprochen und Meinungen vertreten, über die sie sich noch wenig zuvor mit Iryanara gestritten hatte.

Wieso verstanden sie denn nicht, dass Esseleth keine feige Adlige sein wollte? Sie wollte nicht in Sicherheit irgendwo sitzen, fein Tee trinken, den Finger dabei abspreizen und die neuesten Zahlen der Gefallenen vom Schlachtfeld hören. Ja, Esseleth war unerfahren. Ja, Esseleth hatte den Krieg nie erlebt. Ja, sie war in Sicherheit auf Sommersend aufgewachsen. Vielleicht war sie ein wenig naiv und weltfremd - vielleicht! Aber das änderte nichts daran, dass sie ihre Pflicht ernst nahm.

So viel sie auf das Blut hielt, das in ihren Adern floss, so stolz sie darauf war, so sehr sie sich über Andere erhob, sie erkannte immer die Pflicht auch, die sich daraus ergab. Es war eine Last - ein Geschenk und ein Fluch gleichermaßen. Davor schreckte die Altmer nicht zurück und sie wollte nicht, dass dieser Gedanke aufkam. Zu lange hatte sie in Sicherheit verbracht. Es war nun Zeit für Taten! Warum sahen sie das alle nicht? Gerade diese drei Mer sollten das doch einsehen und erkennen!

Nein, natürlich wollte sie gerade diese Mer nicht in Gefahr bringen. Sie wollte sich auch nicht selbst selbstmörderisch in die Schlacht stürzen. Damit wäre niemandem geholfen. Das wusste sie. Es wäre sogar ein zu großer Schaden für Moral und ... noch mehr. Eine ganze Weile blickte Esseleth Iryanara so an, während sie ihren Gedanken an der Tür nachhing. Nein, sie wollte kein Leid heraufbeschwören, sie wollte es lindern - egal wo, egal wie.

Sicherlich war das Lazarett wichtig und da würde sie auch ihre Arbeit verrichten. Sie schätzte diese Arbeit auch nicht als gering ein. Aber der Schock über den verblutenden Offizier vor ihren Augen saß ihr immer noch in den Knochen. Sie hatte zu spät reagiert! Sie hatte nicht richtig reagiert! Das redete sie sich zumindest ein, auch wenn sie - ehrlich gesagt - herzlich wenig dagegen machen konnte. Doch die altmerische Priesterin war Perfektionistin. Sie legte hohe Maßstäbe an ihre Umgebung an, aber noch viel höhere an sich selbst. Daher verzieh sie sich solche Fehler nicht und genau daher wollte sie dies wieder gut machen.

Natürlich verstand Esseleth die Sorge der anderen Mer. Schweren Herzens würde sie diesen auch Folge leisten. Es war nicht gut, wenn sie Uneinigkeit in die kleine Gruppe darüber brachte. Also würde sie im Lazarett bleiben und dort ihre Arbeit gut machen. Und wie gut sie diese machen würde! Mit diesen Gedanken atmete sie tief durch, blickte noch einmal über das Deck, doch Malderiel war verschwunden. Esseleth schloss die Tür.
Esseleth Mallestel
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Margra (07.08.2014)

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Freitag, 8. August 2014, 12:59

[14. Eintrag - Iryanara – Westküste Valenwalds - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Mit einem Satz sprang Iryanara aus dem Beiboot der Sonnenklinge und watete durch das seichte Wasser des Ufers. Endlich wieder festen Boden unter ihren Füßen zu spüren, war wohl das schönste, was sie sich in den letzten Tagen herbeigesehnt hatte. Auch wenn sie es selbst nicht ganz verstand, dass sie zwar in den vom Winde hin und her geworfenen Baumkronen ausharren konnte, ohne auch nur blass zu werden, aber der wiegende Grund eines Schiffes sie schier zur Verzweiflung trieb … so konnte sie doch nicht anders, als einen jeden Schritt einzeln zu genießen. Die Gischt und seichter Regen brandeten dabei in ihr Gesicht und die feuchte Witterung des Valenwaldes war auch hier schon zu spüren.

Valenwald.
Einen tiefen Atemzug nahm sie, als sie am Strand angekommen die Hände in ihre Hüften stemmte. Der Geruch von Heimat und Salz stieg ihr in die Nase und ihr Blick streifte an der steilen Küste empor, die von vom Grün überwachsenen Felsen dominiert wurde. Wurzeln und Ranken reichten herab bis auf den rauen Sand und hier und da streiften die einkehrenden Wellen gar ihre Enden, als würden See und Wald einander berühren wollen. Zerklüftet ragten die gewaltigen Steinbrocken und Felshänge empor, als wären sie an der Stelle ihrer Landung tatsächlich eine natürliche Mauer, die sich einem jeden Angreifer entschlossen entgegen warf.
Vielleicht mochten die Klippen nicht so majestätisch wirken wie ihre Vettern von Auridon oder jene vor der königlichen Stadt Alinor im Herzen von Sommersend, aber sie waren in jedem Falle eines: verwilderter.

Valenwald.
Iryanara war endlich wieder daheim …
Ihre Finger gruben sich in den feuchten Sand und für diese Atemzüge lang gewährte sie sich die Sentimentalität einfach nur die Erde ihrer Heimat zu spüren, dem Raunen des Windes in den hohen Baumkronen und dem Rauschen der Wellen zu lauschen. Y'ffre, das Grün … es wusste, wie sehr sie es genoss, zu ihren Wurzeln zurück zu kehren.

Es war das Krachen der Ruder, welches die Bosmer aufschrecken ließ, als ihre Gefährten auch an Land kamen. Zuerst war da Malderiel, ihre kleine Schwester, die beherzt durch das Wasser watete, dann J'Nor, der Khajiit, der sie seit Sommersend begleitet hatte und der nun das Boot hinter sich her in den Sand zog, .. hernach folgten Kila Aluwe und Esseleth Mallestel, jene beiden Frauen altmerischen Blutes, die zum ersten Mal nach Valenwald kamen. In ihren Augen erkannte Iryanara dasselbe Fremdsein, das auch sie erfüllt hatte, als sie vor den Toren Alinors zum ersten Mal Fuß auf Sommersend gesetzt hatte.
Wie könnte sie ihnen also dieses Gefühl verdenken?

Dennoch war jetzt nicht die Zeit sich diesen Dingen zu widmen. Mit einem entschlossenen Einatmen trat sie an das Boot heran und schulterte ihren Bogen mitsamt der Pfeile. Ihre freie Hand deutete sodann zur Küste.
„Beeilen wir uns. Und hoffen wir darauf, dass wir auf die Unterstützung treffen, die von Waldheim unterwegs sein soll nach Norden ...“, erhob sie die Stimme und verschwieg das, was sie dachte.
'Und hoffen wir ...dass wir auf keine großen Rotten von Seeelfen treffen …'

Ihr Weg würde an der Küste entlang nach Norden führen – stets im Schatten der Klippen und der herab reichenden Wurzeln. Das Grün sollte sie beschützen ...
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Esseleth (08.08.2014)

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15

Montag, 11. August 2014, 14:27

[15. Eintrag - Sechster Tag - Scharmützel am Land gegen die Maormer - Esseleth Mallestel]

Zitat


Das Adrenalin wurde noch durch Esseleths Körper gepumpt, während die Kampfgeräusche verklangen. Die Hochelfe stand schwer atmend hinter Iryanara und deckte deren Rücken. Mit blutverschmiertem Mund richtete sich Iryanara auf - sie hatte dem Maormer die Kehle aufgerissen und seinem Leben ein Ende bereitet. Der Anblick erschreckte Esseleth in all seiner Wildheit. Doch noch war die Hochelfe zu angestachelt durch den Kampf, als dass sich auch noch Ekel dazu gesellte. Das wäre für eine Adelstochter, die behütet auf Sommersend aufgewachsen war, sicherlich nicht ungewöhnlich oder gar überraschend gewesen.

Esseleths Blick fiel auf die verbrannten Körper und auf die Leiche der fremden Bosmer. Zorn kämpfte sich wieder in Esseleth empor, begleitet von Hilflosigkeit. Wieder einmal hatte Esseleth nicht helfen können. Sie waren zu spät gekommen, um dieser Bosmer das Leben zu retten. Nur wenige Momente hätten sie mehr gebraucht! Dann hätten sie den tödlichen Schnitt über die Bosmerkehle verhindern können. Zwar konnte die Gruppe mit gut gezielten Pfeilen Iryanaras und Malderiels zwei der vier brandschatzenden Maormern erlegen. Aber es war zu spät gewesen.

Schuldgefühle machten sich breit in Esseleth. Sie hatte die Gruppe zu sehr aufgehalten, seitdem sie vom Kapitän an Land gesetzt worden waren. Der Plan war es gewesen, dass sie möglicherweise auf Unterstützungstruppen an Land treffen sollten - und später zur Mannschaft wieder aufschließen sollten. Doch Esseleth war keine Soldatin. Für sie war das alles neu und nicht nur die militärische Natur des ganzen Vorgehens war ungewohnt für sie.

Es waren ihre ersten Schritte auf bosmerischem Boden - dem Valenwald. Er hatte die Gruppe mit einem Wetter begrüßt, wie es ungewohnter für die Hochelfe kaum sein konnte. Regen und die Luftfeuchtigkeit machten es Esseleth deutlich schwerer, als es sowieso schon gewesen wäre. Hinzu kam die ungewohnte Rüstung, in der sie zwar bereits schon früher im Hause ihrer Eltern trainiert, aber nie im Ernstfall angelegt hatte. Ebenso war die Begleitung J'Nors ungewohnt für Esseleth - ein Khajiit. Wieso musste es ein Khajiit sein? Mit Bosmern konnte sie wenigstens mittlerweile umgehen! Das glaubte Esseleth zumindest.

Daher fiel es Esseleth schwer, mit den erfahreneren Kämpfern mitzuhalten. Zwar biss sie die Zähne zusammen und bemühte sich, aber dennoch verzögerte es alles. Auch als sie auf Skeever trafen und J'Nor sie vertreiben wollte, hatte Esseleth durch ihr unachtsames Vorgehen einen Kampf mit den Skeevern provoziert, was sogar zu einer Verwundung J'Nors geführt hatte. Dabei hatte sie es nur gut gemeint! Sie wollte nicht nutzlos hinten stehen! Sie wollte ihre Leute schützen! Ja, selbst den Khajiit! Daher war sie auch an seiner Seite mit vorgegangen.

All dies hatte wohl dazu geführt, dass sie zu spät auf das verbrannte Bosmerlager getroffen waren, in dem die Maormer sich einen Spaß mit der letzten Bosmer erlaubt hatten und diese zwischen sich hin und hertrieben - um ihr dann die Kehle durchzuschneiden. Es passierte schneller, als man hätte reagieren können. Dennoch machte sich Esseleth Vorwürfe. Zwar versuchte sie mit altmerischer Disziplin ihre hochelfische Maske der Ernsthaftigkeit dies zu überdecken, aber es gelang nicht vollkommen. Zu aufgewühlt war ihr Innerstes.

Denn auch saß der Schreck immer noch tief, als der Maormer Iryanara von den Füßen riss und sich Esseleth vor die Bosmer mit Schwert und Schild werfen musste, damit diese wieder auf die Beine kam. Was hätte Esseleth auch gegen den erfahrenen Maormer ausrichten sollen außer zu verteidigen? Sie musste Zeit gewinnen für Iryanara! Den Kampf zwischen der anderen Maormer auf der einen Seite und Malderiel und J'Nor auf der anderen Seite hatte sie kaum mitbekommen. Zu sehr hatte sie sich darauf konzentriert, Iryanara Deckung zu geben und den Maormer abzulenken, so dass die Bosmer aus ihrem Schatten auf den unachtsamen Maormer springen konnte. Es hatte funktioniert. Sie hatte Iryanara schützen können. Wenigstens das!

Die Kampfgeräusche waren versiegt. Stille war eingekehrt. Nur noch das Knacken des Feuers auf den verbrannten Körpern war zu hören und die gedämpften Versicherungen der Gruppe untereinander, ob alles in Ordnung sei. Nein, es war nichts in Ordnung. Gar nichts. Sie waren zu spät gekommen - und Esseleth fühlte sich schuldig. Erneut hatte sie eine Seele nicht retten können. Erneut war sie hilflos im Angesicht des Krieges. Dies schmerzte mehr als jede Wunde eines Skeevers oder Maormers für die Hochelfe. Vermutlich würde der Krieg noch mehr solcher Wunden in ihre Seele schlagen ...
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Margra

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16

Dienstag, 12. August 2014, 12:35

[16. Eintrag - Iryanara Windpfeil – Westküste Valenwalds - Sommer 582 der Zweiten Ära]

Zitat


Ihre blassgrünen Augen schloss die Waldelfe, als Stille einkehrte und sie ihre Waffen senken konnte. Blut schmeckte sie auf ihren Lippen und metallisch auch auf ihrer Zunge, die sie über ihre Zähne führte. Tief atmete sie erst ein und dann wieder aus. Das in ihrer Brust pochende Herz wollte sie beruhigen, wollte es zwingen langsamer zu schlagen, um ihres Kampfrausches wieder Herrin zu werden – was weitaus einfacher gesagt war als getan. Ihre Nasenflügel blähten sich bebend und ihre Lippen zogen sich zu einem leisen Knurren zurück.
Die Wildheit des Grünes durchpulste sie mit jedem Herzschlag, rauschte durch ihre Adern, donnerte in ihren Ohren. Mit ihren Fingerkuppen fuhr sie die Muster auf den beinernen Griffen ihrer Dolche nach, als würde deren Form sie beruhigen.

Die Bilder des vergangenen Kampfes sah sie noch einmal an sich vorüberziehen.
Aus dem Schatten schwelender Zeltplanen und der Dunkelheit der Nacht hatte der Seeelf sie angegriffen und sie schlichtweg zu Boden gerungen. Nichts hatte sie der Wucht seines Vorstoßens entgegen zu setzen gehabt, was bei ihrer Körpergröße nicht weiter verwunderlich war. In den Schlamm hatte er sie gestoßen und sie hatte darum gekämpft, bloß wieder auf die Beine zu kommen, als ein Schildstoß der hochelfischen Priesterin ihr einen weitren Angriff ersparte. Dumpf … krachend drangen hernach Hiebe und Paraden aufeinander ein.
Der Zorn war höher in ihr aufgelodert, als sie sich hinter Esseleth aufgerichtet hatte und kaum einen Atemzug später auch schon selbst in den Kampf eingegriffen hatte. Jener Maormer vor ihnen hatte seine Waffe hoch erhoben zu einem wuchtigen Schlag, als die verhältnismäßig kleine Iryanara ihre Chance gewittert und ihn ihrerseits angefallen hatte. Messer hatten ihre Pfade unter den Armen des Feindes in eine Schwachstelle der Rüstung gefunden und waren von dort aus tief ins Fleisch gedrungen, derweil die Reisszähne der Waldelfe auch schon die blassgoldene Kehle fanden, um diese zur Rache für die Gefallenen ihres Volkes schlichtweg aufzureißen. Blut, heiß und von vergehendem Leben erfüllt, hatte ihre Wangen, ihren Hals und ihren Oberleib benetzt, ohne, dass es sie wirklich kümmerte. Vielmehr hatte es wenigstens einen Hauch von Genugtuung gebracht …

Eine Genugtuung, die nun verblasste, als sie ihre Augen aufschlug und zunächst Esseleth ansah, um vor der Altmer ihren Kopf zu neigen. Dankbarkeit … Sorge … Schmerz – diese drei Gefühle waren es, die ihr Gegenüber in ihren Zügen lesen konnte. Keines sollte verborgen bleiben. Worte sprach sie vorerst keine und auch ihr Haupt wandte sie alsbald schon ab.
Die toten Bosmer, die man wie wertlose Kadaver übereinander geschleift hatte, zogen ihren Blick an. Rausch und Wildheit vergingen – Zorn und Trauer aber nahmen zu. Ihre Finger schlossen sich noch fester um die Griffe ihrer Messer und sie näherte sich den Leichen, um neben ihnen auf die Knie zu sinken.
Es waren in der Tat keine Kämpfer gewesen, nein, sondern nur einfache Fischer in schlichten Kleidern. Die dunkel gewordenen Spuren der tödlichen Wunden ließen die Bosmer ihre Zähne zusammen pressen, denn sie war bei weitem kampferfahren genug, um zu erkennen, dass den Männern ihres Volkes kein rascher Tod geschenkt worden war. Man hatte sie gequält. So wie man auch die Mer gepeinigt hatte, deren Schreie sie hergeführt hatten.

Iryanaras Kopf sank herab, das Kinn auf ihre Brust. Trotz des Verwesungsgeruches … trotz des Anblickes und der nahe schwelenden Glut harrte sie aus. Wenigstens das war sie den Gefallenen schuldig. Ja, wenigstens das, wenn sie schon sonst nichts hatte tun können.
Zu spät.
Wie einmal waren sie zu spät am rechten Ort gewesen. Wenn sie doch nur … Nein! Sie zwang sich mit einem harschen Straffen der Schultern diesen Gedanken nicht einmal zuende zu führen.

„Wir bleiben eine Weile hier und begraben die Toten.“
Das war alles, was sie sagte, mit grimmigen Zügen und kalt gewordenen Augen.
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

Margra

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17

Mittwoch, 13. August 2014, 14:07

[17. Eintrag - J'Nor – Westküste Valenwalds - Sommer 582 der Zweiten Ära]

Zitat

Dieser hätte wissen müssen, dass die Seeelfen – möge das von ihnen so geliebte Meer ihnen die Haut vom Leibe reißen und das Salz in ihren Wunden brennen! - nicht fair kämpfen! Ja? Ja! J'Nor hätte es wissen müssen!
Und dennoch hat er sich wie ein Ja'Khajiit von diesem Weib zum Narren halten lassen! Das wird diesem kein zweites Mal passieren! Dunkle Monde, schon gar nicht vor der Kleinen, die dieser versprochen hat zu beschützen. Was soll sie denken, wenn J'Nor sie nicht einmal vor einer einzelnen Maormer behüten kann, sondern sich vielmehr winselnd im Sand des Strandes windet, weil er dem brennenden Staub, den die Seeelfe diesem entgegen schleuderte, nicht ausweichen konnte.

Wie ein Ja'Khajiit! Nein, noch viel schlimmer!
Vielleicht gar wie ein unbeholfner adliger Altmer, den man das erste Mal in die Welt hinaus stößt.
Die Schande juckt in J'Nors Pelz wie die Bisse von Flöhen in den Kellerlöchern, mit denen dieser einst Bekanntschaft machen durfte, als sie ihm die Klauen banden. Und sie wird wohl nicht aufhören zu jucken, genau so wenig, wie seine Augen aufhören zu brennen, bis die Klauen von diesem endlich das Wasser finden und damit das fressende Lodern auslöschen.

Und J'Nor muss zugeben, dass der Glanz der Monde nie so schön war wie in diesen Momenten, da die tränenden Augen von diesem sie betrachten dürfen. Bald schon wird er wieder unter Jode und Jone tanzen … ob den Tanz des Gebets oder der Klingen – das soll diesem einerlei sein!

Aber da!
Die Krallen von diesem finden auch noch etwas andres in den Wassern der See. Es ist das Haar der Toten, das sich um sie verworren hat. J'Nors Blick findet die kleine Bosmer an seiner Seite, die zwar blutüberströmt ist, aber so lebendig wie eine der Waldfurien nur sein kann. Gemeinsam mit ihr wird dieser die Leiche bergen.

Und – Jode und Jone kennen den Zorn von diesem, ja, das tun sie – die Maormer werden dafür büßen!
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

Larendia

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Donnerstag, 14. August 2014, 11:21

[18. Eintrag - Malderiel - Anstrengungen]

Zitat


Eine aufregende und nervige Reise war es muss ich gestehen. Das Schiff hinter uns gelassen ging es an Land weiter...endlich wieder im Valenwald. Doch wo wir hätten still sein müssen dröhnte der laute Atem Esseleths in meinen Ohren, nur gekrönt von einem plötzlichen Anflug Heldehaftigkeit. Die Priesterin war unerfahren im Kampf, was dachte sie sich dabei vorzupreschen? Die Begegnung mit den Skeever hätte glimpflicher ausgehen können, ausgehen müssen. Viel zu laut. Doch wer bin ich, dass ich darüber urteilen kann? Ja, sie mindert unser Tempo, sie ist zu laut, zu unbedarft. Doch galt dies vor einigen Jahren nicht auch für mich? Auch wenn er es nie gesagt hat, aber ich habe J'Nor ebenso aufgehalten, habe ihm mehr als einmal die Nerven gekostet.

Doch sie war tapfer, meine Schwester gegen den Maormer schützen, dies hätte ich ihr nur schwerlich zugetraut. Und doch war es ihre Aufgabe gewesen, so wie es meine war dem dreckigen Maormerweib die Kehle herauszureißen. Wie hatte sie es wagen können J'Nor derart hinterlistig anzugreifen? Ihm mehr als einen Tritt zu versetzen? Noch immer schießt kochendes Blut durch meine Adern. Ich schmecke ihren Lebenssaft auf meinen Lippen, metallisch reizt es die Zunge, hält den Rausch des Kampfes aufrecht.

Nun stehe ich neben dem Khajiit, gewachsen in den Jahren, als ebenbürtige Kämpferin und nicht länger als kleine, nahezu hilflose Mer. Doch muss ich gestehen, dass der Kampf ohne ihn weniger glimpflich ausgegangen sein könnte, er war eine Hilfe, eine große Hilfe. Mein Blick trifft den seinen, Nettigkeiten werden ausgetauscht und doch schweifen meine Gedanken ab. Weshalb war es mir egal zu sehen, wie die Maormer mit der Bosmer spielten? Noch immer kann ich bei solch einem Leid nichts empfinden, nicht mehr als den kleinen Anflug von Abscheu - immerhin mehr als noch vor einigen Jahren. Für manch einen mag Gleichgültigkeit ein Segen sein...für mich ist sie ein Fluch.

Die Toten müssen der Erde geschenkt werden. Voran, es muss immer voran gehen.

Esseleth

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19

Samstag, 16. August 2014, 21:30

[19. Eintrag - Sechster Tag - Bestattung am Strand und das Fleischmandat - Esseleth Mallestel]

Zitat

Esseleth stand am Strand und blickte noch einen Moment hinaus auf das Wasser. Sollten diese verdammten Maormer nie ihre Ruhe finden! Fast gewährte es Esseleth eine gewisse Genugtuung, wie die Körper der Seeelfen verunstaltet wurden. Die bosmerische Sitte des Fleischmandats war ungewohnt, fremd und schockierend für die Altmer. Sie erschrak sogar, als sie Iryanara sah, wie sie kurz zuvor den Körper des Maormers aufgeschnitten hatte. Was hatte sie mitgenommen? Esseleth hatte nicht genau hingesehen. Vermutlich das Herz. Das glaubte sie zumindest. Das war aber nicht, was die Hochelfe so schockierte.

Viel mehr schockierte sie jene Seite, die sie an den beiden Bosmern so nie gesehen hatte. Mehrere Monate hatte sie nun in der Begleitung Iryanaras verbracht. In den letzten Wochen war deren Schwester Malderiel hinzugekommen. Sie hatte beide Bosmer schätzen gelernt - obwohl Esseleth zuvor nie wirklich mit Bosmern zu tun gehabt hatte. Sie hatte erkannt, wie nahe sich ihr eigenes Volk und das Volk der Waldelfen eigentlich waren. Ihr war bewusst geworden, dass nicht nur die Altmer von den Ahnen berührt waren. Ja, vielleicht war altmerisches Blut reiner in einer gewissen Weise. Vielleicht waren Altmer näher an den Ahnen, wie man auch an den goldenen Haaren und der goldenen Haut ihres Volkes erkennen konnte. Aber ebenso waren die Bosmer berührt worden von den Ahnen. Das würde die altmerische Priesterin nicht leugnen - nicht mehr.

Aber dieser Moment, in dem Iryanara in die Kehle des Maormers biss, der Moment, in dem Malderiel mit einem Messer die Maormer öffnete, Knochen brach und ... nein, genauer wollte Esseleth nicht darüber nachdenken. Ja, sie billigte das Verhalten der beiden Bosmer dort. Dennoch wurde ihr bewusst, als sie die blutüberströmten Gesichter der beiden Waldelfen danach ansah, wie fremd sie ihr doch waren; zumindest in dieser Hinsicht. War dies etwas, was sie trennte? Oder war dies etwas, was einfach nur anders war? Sie kannte Iryanara nur anders - das Fleischmandat hatte sie noch nie in seiner Durchführung erlebt. Nein, es würde sie nicht trennen. Dafür hatte Esseleth zu tiefe Einblicke in dieses Volk gewonnen und seine Wichtigkeit, seine Größe und auch seine Schönheit erkannt - alles auf seine eigene Weise. Vielleicht waren sie keine Altmer, aber sie waren Mer - durch und durch.

Dies war auch der Grund, warum Esseleth vor der Bestattung so sorgfältig die geschändeten bosmerischen Leichen gewaschen hatte. Die armen Seelen sollten wenigstens einen gewissen Respekt erfahren, wenn sie ihn schon in ihren letzten Momenten nicht erleben durften. Esseleths Blick wanderte zu den Gräbern, die sie zuvor ausgehoben hatten, um die ermordeten Bosmer dem Grün wieder zu übergeben. Ja, vermutlich würden manche Altmer auf Esseleth herabsehen dafür, dass ihr dieses Volk der Bosmer ans Herz gewachsen war. Doch es war nichts Verkehrtes dabei. Bosmer waren Mer und sie verdienten, an ihrer Seite zu stehen, zu kämpfen und zu leben. Sie waren nur getrennt worden vor langer Zeit. Bosmer und Altmer waren ein Baum, der sich geteilt hatte und in unterschiedliche Richtungen gewachsen war. Doch die Wurzeln? Der Stamm? Sie waren gleich.

Trotzdem schluckte Esseleth tief bei dem Anblick dieses Fleischmandats. Sie wollte lieber gar nicht genauer darüber nachdenken. Sie kannte die Wildheit der Bosmer eigentlich mittlerweile. Vielleicht war sie auch nur überrascht, dass sie das alles doch sogar noch unterschätzt hatte. Diese Wildheit konnte aber natürlich auch Geborgenheit spenden auf ihre eigene, vielleicht merkwürdige Weise. Welch weiteren Erkenntnisse wohl noch vor ihr lagen, je mehr sie ihre Schritte in den Valenwald tragen würde? Der altmerischen Priesterin standen sicherlich noch mehr Überraschungen bevor, als sie zu jenem Zeitpunkt glaubte ...
Esseleth Mallestel
"War leaves its trail | in moonlight so pale | its shadows they flow |in rivers, in rivers
So put on my mask | I'll go where they ask | so I might once again see the Roses of May
.""

Margra

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Montag, 18. August 2014, 10:39

[20. Eintrag - Iryanara Windpfeil – Westküste Valenwalds - Sommer 582 der Zweiten Ära]


Zitat

Der Schweiß brannte auf dem zerschrammten Gesicht Iryanaras, als sie nach und nach an der Seite ihrer Schwester ein Grab für die Toten aushob – stets darauf achtend keine Wurzel zu brechen oder auch nur anzukratzen. Dennoch war der karge Platz, den sie gewählt hatten, ein Guter gewesen, denn sie fanden kaum eine Wurzel, die sie umgehen mussten. Trotz allem war ihr Werk schweißtreibend genug und sie beide ausreichend angespannt und erschöpft, um einander tatsächlich anzufahren.
Es geschah selten, dass die beiden Schwestern sich stritten. Heute aber war so ein Tag. Sie gerieten aneinander über den gewählten Pfad, Malderiels Abweichen von der Gruppe, Iryanaras Erschöpfung... Obgleich sie ihre Stimmen dämpften, war es nicht verwunderlich, dass Esseleth, die die Toten wenigstens ausreichend zu reinigen versuchte, dessen gewahr wurde. Auf ihre altmerische Art und Weise versuchte sie gar die harschen Worte der beiden Bosmer zu unterbrechen … und es gelang ihr nach einer Weile tatsächlich.
Ohnehin hatten Sturheit und Zorn wenig zu suchen an einem Ort, der den Toten als Grab dienen sollte.

Fast schon demütig schritt Iryanara zu den reglos liegenden und geschändeten Leichen ihres Volkes und atmete tief ein. Es war so viel leichter gewesen, sich in den schwesterlichen Streit zu flüchten, als von Neuem die Toten zu sehen, sie zu riechen und nach ihnen zu greifen, um sie ihrer letzten Ruhe in der Erde Valenwaldes – tief unter der breiten Wurzel, die den Grund bereits aufgerissen hatte – anzuvertrauen.
Es dauerte seine Zeit, bis sie die Leichen in ihr letztes Lager niedergelassen hatten, um sie dem Grün zu überantworten. Dann jedoch war es vollbracht und sie knieten gemeinsam auf dem kargen Grund – Esseleth, Malderiel und sie selbst. Kila und J'Nor harrten etwas abseits aus, was ihr gutes Recht war.

Es war Iryanara, die letztlich ihre Stimme zu einer Totenklage erhob:

Vom Grün geborn, vom Grün gegeben
Geborgen nun von Rindenhand
Blut und Schmerz von euch gewaschen
Wie es der Pakt von uns verlangt

Vom Grün geborn, vom Grün gegeben
Gebettet nun in Wurzels Hort
Leid und Kummer sind Erinnrung
Und sind längst im Grün verdorrt

Vom Grün geborn, dem Grün gegeben
Geborgen nun in Erd und Stein
Mögt ihr ruhen in der Wildnis
So mag es für immer sein

Nach ihrem Lied schwieg sie eine lange Zeit, schloss gar ihre Augen, die Finger auf die Erde gebettet, als würde sie diese spüren wollen. Tiefe Atemzüge füllten ihre Lungen und der Regen, der auf sie niederfiel, wusch in angenehmer Kühle das Brennen der kleinen Wunden auf ihrem Gesicht fort.
Trotz allem … Sie mussten weiter.

Weder blieb Zeit für das vollkommene Fleischmandat noch für eine Wacht bei den Toten. Beides käme einem Selbstmord nahe, so noch weitere Maormer an der Küste entlang zogen – was wahrlich nicht unwahrscheinlich war.
Vielmehr mussten sie ein Lager finden, essen, trinken … und vor allem den Leibern etwas Ruhe gewähren.
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