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Nairá

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Freitag, 24. Mai 2013, 09:21

Dunmer im RP - Hilfe bei der Geschichte

Heyho liebe Community,

Ich habe lange überlegt und habe entschlossen, dass ich meine Zeit bei TESO den Dunkelelfen widmen möchte. Zwar kenne ich mich mittlerweile recht gut aus im Rollenspiel und weiß auch meinem Charakter eine Geschichte zu geben, aber dennoch gibt es ein paar Dinge, die ich gerne wüsste.

Einige von euch scheinen mir mehr belesen als ich, daher möchte ich euch kurz eine kleine Zusammenfassung meines geplanten Charakters geben und wissen, ob man das so umsetzen könnte und wenn ja habe ich am Ende noch die ein oder andere Frage dazu.

Name: Nairá
Rasse: Dunmer
Klasse: "Kriegspriesterin" (Wird sich noch ergeben, wenn das Spiel draußen ist,aber auf jeden Fall einen Heiler =)
Wesen: stur, stolz, aufbrausend, direkt

Nairá wächst 10 Sommer in guten Verhältnissen auf und verschwindet irgendwann. Ein guter Freund sucht sie über die Jahre hinweg.
Sie selbst wird zu einem "Priester-Orden" gebracht, denn man hatte ihr Talent entdeckt.
Die Ausbdilung meistert sie mit Bravur, denn sie hat darin eine ihr wichtige Aufgabe gefunden. Sie entscheidet sich, als Schlachtenheilerin weiter zu machen. Der Krieg hat ihr einiges abverlangt, Kind und Mann verloren, die ein oder andere Narbe und Verbrennungen des rechten Unterarms, nach Gefangenschaft und Folter. Wieder in der Heimat hört sie von der Suche des Kindheitsfreundes und nimmt Kontakt auf.


So viel zum groben Gerüst des Ganzen. Jezt stellen sich für mich die Fragen:

- Wie alte werden die Dunmer eigentlich?

- Ist die rote Augenfarbe zwingend, oder sind auch die "normalen" Farben zugelassen?

- Gibt es "Orden" und "Schulen" zur Ausbildung in diesem Sinne überhaupt?

Eine Geschichte sollte meiner Meinung nach schlüssig sein, daher die Fragen. Wenn ich mich schon dazu entschließe eine Gilde zu leiten und auch unter deren Name im RP tätig zu sein, dann sollte doch alles irgendwo Sinn ergeben und nicht wild durcheinander gewürfelt werden, denn für mich gibt es nichts Schlimmeres als "Power-RP" oder einen Charakter der vollkommen unschlüssig aufgebaut ist und alles kann, alles gesehen hat und auch in allem besser ist als andere (denkt dabei an die vielen Söhne Illidans und Arthas´ bei WoW und an die vielen Todesritterdamen die auf einmal lebende Kinder zur Welt bringen, die auch noch eine Seele haben).

Ich hoffe, ihr könnt mir da ein wenig helfen. Zwar gibt die schöne Lore-Bibel von Gervinius einiges her, aber auch nicht alles ;) Evtl. habt ihr noch Links oder dergleichen, womit man mir helfen kann.

Lieben Gruß

Nairá

Angier

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Freitag, 24. Mai 2013, 10:33

Zunächst mal: Hallo Naira! Es ist immer schön zu sehen, wenn sich jemand die Mühe machen möchte, seinen Charakter authentisch zu gestalten.

Die Gesellschaft der Dunmer in der 2. Ära ist eine theokratische Diktatur. Das heisst, der Klerus herrscht offiziell, legitimiert durch die Präsenz und den Willen der drei Halbgötter des Tribunals, Almalexia, die Mutter, Vivec, der Kriegerpoet und Sotha Sil, der Gelehrte.
Deren Macht wird durch den Tempel des Tribunals (Tempel, nicht Kirche - der Nomenklaur wegen) vollstreckt, in Persona durch die Ordinatoren.

Ordinatoren sind jene "Kriegerpriester" , die du vielleicht für dein Konzept suchst. Diese spalten sich wiederrum in mehrere Orden auf, dis unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen und auch unterschiedliche Loyalitäten pflegen.

Neben dem Tempel sind die großen Häuser der Dunmer ein weiterer, wichtiger Machtfaktor. Die Gesellschaft der Dunmer ist traditionell familiär strukturiert und die grundsätzliche Position innerhalb der Gesellschaft lässt sich anhand der Verwandschaft zu diesen Häusern festmachen.

Das Haus Indoril ist dabei traditionell sehr eng mit dem Tempel verbunden. So eng, dass die meisten Mitglieder des Hauses im Dienst des Tempels stehen und natürlich solche Positionen mit Prestige im Hause verbunden sind, die auch im Tempel Einfluss ausüben.

Für deine Dunmer würde es sich also anbieten, dass sie aus diesem Hause stammt (sie muss den Hausnamen dabei nichtmal führen, das tun generell jene Hausmitglieder, die Würdenträger darstellen. Aber so hast du eine soziale Verortung) und darauf basiert eventuell einem der Ordinatoren-Orden beigetreten ist.

Um deine anderen Fragen zu beantworten: Dunmer werden bis zu 300 Jahre alt, manchmal sogar mehr. Aufgrund ihrer Lebensweise ist 120+ jedoch schon ein stattliches Alter für Gemeine. Als Ordinator siedelst du dich irgendwo in diesem Feld an, maximal.

Ja, die rote Augenfarbe ist zwingend, sie ist Teil des Fluches, den Azura ihnen auferlegte für ihren Verrat an ihrem einstigen Herrscher Nerevar Indoril (nein, der Name ist kein Zufall).

Quelle: www.uesp.net
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Nairá

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Freitag, 24. Mai 2013, 10:38

Heyho!

Danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Ich denke damit lässt sich doch schon einmal gut arbeiten und etwas zusammenschreiben. Zwar ist es bis zum Release noch lange hin, aber ich mag es, mich früh mit allem zu beschäftigen um dann auch meiner Gilde als eine Art "Lexikon" dienen zu können :D

Mal sehen, was ich austüfteln kann. Ich denke einmal, dass ich dann auch etwas im Bereich "Charakterbörse" fertig schreiben.

Nairá

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Freitag, 24. Mai 2013, 13:00

So, ich hab mich mal hingesetzt und ein wenig getippt. Nun ist es wieder an euch zu sagen, ob das so in Ordnung geht, was man ergänzen könnte usw. x) Und wenn ich nerven sollte damit: Nicht ärgern, einfach wundern... ich bin verhaltensoriginell und außerdem emotionsflexibel. Und zu beidem steh ich ^^


„Seit Stunden harrt sie dort aus Herr, kein Mucks, keinerlei Regung, es wundert mich schon, dass sie überhaupt blinzelt und atmet! Lediglich die Botschaft, dass sie hier ist, trug sie uns auf euch zu überbringen“

Völlig aufgebracht drehte sich der alte Wirt um und humpelte so schnell es ging von dannen, was angesichts des ganzen Schlamms und der Pfützen mit seinem Holzbein nicht gerade leicht ging.

Sie war also wieder da. Fast 50 Jahre waren vergangen, seit sie das letzte Mal hier war. Sie hatten als Kinder hier gespielt, bis man sie im 10ten Sommer trennte und jeder seinen eigenen Weg gehen musste. Da sie aus dem Hause Indoril stammte und man sie für fähig hielt dem Tempel beizutreten, hatte man sie dorthin gebracht. Seither hatte er nie wieder etwas von ihr gehört. Teilweise hatte er geglaubt, sie habe ihre Ausbildung nicht durchgestanden. Und nun saß sie hier… am Rande eines Brunnens, bei strömendem Regen. Ein weiter Umhang lag über ihren Schultern und die Kapuze hatte sie tief ins Gesicht gezogen. Er musste schmunzeln. Das hatte sie als Kind schon gern getan, um ihr damals rundes Gesicht zu verstecken, mit dem man sie immer aufzog.

„Du hast lange nichts von dir hören lassen, was treibt dich jetzt wieder in die Heimat und zu mir?“

Er hatte die Worte schroffer ausgesprochen, als eigentlich gewollt. Und sie? Sie erhob sich langsam, lies sich vom Brunnenrand gleiten und kam leichtfüßig auf dem matschigen Boden auf. Was auch immer sie mit diesem grau-silbernen Umhang angestellt hatte, es schien kein Schmutz daran haften zu bleiben. Langsam schoben schlanke, lange Finger die Kapuze zurück und was zum Vorschein kam, lies ihn erst einmal eine Weile verstummen.

Sie hatte sich gut gemacht. Eine schlanke Dunmer, mit stolzer Haltung, ernstem, elfentypischem Gesicht und Augen, die Bände sprachen. Sie stand keine zwei Meter von ihm weg und dennoch konnte er sehen, dass diese Frau nichts mehr mit dem fröhlichen Mädchen von damals zu tun hatte. Sie strahlte eisernen Willen aus, Disziplin und einen gewissen Grad an ungehaltener Wildheit. Nein, mit ihr sollte man sich nicht anlegen, denn er wusste, wenn auch nur ein Fünkchen von dem kleinen Mädchen übrig war, diese Frau schneller an die Decke gehen konnte als man blinzelte. Das mondweiße Haar fiel offen über ihre Schultern, war mit kunstvollen einzelnen und geflochtenen Strähnen versehen, die verhinderten, dass ihr das lange Haar ständig ins Gesicht fiel.

Begrüßt man so eine alte Bekannte?“ Der Anflug eines Lächelns… … und schon war er wieder verschwunden.

Er gab nur ein leises Schnauben von sich und sah sie forschend an.

„Wollen wir nach drinnen gehen? Mir ist es hier draußen zu nass und windig.“ Keine Antwort, nur ein Nicken und sie schritt an ihm vorbei.

Ein paar Minuten später saßen sie an einem Feuer der Taverne, einen dampfenden Becher Tee in den Händen. Unter ihrem Umhang trug sie eine Rüstung, versehen mit uralten Runen und Zeichen. Das Seltsame an dieser Rüstung waren die Farben. Anthrazitgrau an erster Stelle, die Runen auf den ersten Blick ebenfalls, doch sobald Licht darauf fiel, schimmerten sie wie der Mond selbst. Statt einer Hose, trug sie einen Rock, mit feinen Plättchen versehen, der einerseits Schutz und andererseits genügend Bewegungsfreiheit bot um schnell agieren zu können. Er erkannte sie kaum wieder. Allein dadurch fiel sie schon auf und es schien sie keineswegs zu jucken.

„Du hast mich gesucht?“

Sie sah ihn eindringlich an und schien auf eine Antwort zu warten, doch dieses Mal war er es, der nur nickte.

„Ich war lange fort, das stimmt wohl, aber jeder von uns hat seinen Weg zu gehen und der meine lies nicht zu, dass ich regelmäßig nachhause kehrte.“

Offensichtlich war das ihre Entschuldigung, was ihn nicht weiter verwunderte.

„Was ist die letzten Jahre alles vorgefallen Naira vom Hause Indoril?“

Es tat gut, den Namen wieder auszusprechen und dieses Mal auch eine Person aus Fleisch und Blut vor sich zu haben, aber den leichten Anflug eines Scherzes, bei der Nennung ihres Hauses nahm sie nicht wahr. Pustend sah sie zuerst auf ihren Becher, dann ins Feuer.

„Man brachte mich in den Tempel. Die Templer dort sagten mir, ich hätte Potential und das müsse man fördern, sonst würde aus mir nichts. Seit diesem Tag war mein Kontakt nach außen hin mehr als rar gesät und man verbot es mir, mich draußen herumzutreiben. Meine Studien und die Ausbildung gingen vor. Ich glaube die meiste Zeit verbrachte ich auf meinem Zimmer, die Nase in Bücher gesteckt oder aber bei meinem Meister um das, was ich im Kopf hatte auch praktisch anzuwenden.“ Eine kurze Pause ihrerseits und als von ihm nichts weiter kam, fuhr sie fort.

„Ich musste mich irgendwann entscheiden, was ich genau machen möchte. Du weißt, dass ich niemand bin, der lange still sitzen kann, oder sich damit begnügt an einem Ort zu bleiben. Ganz zu schweigen davon, dass ich an einem Schreibtisch sitze und mir über Geld und Verwaltung eines Ordens den Kopf zerbreche. Nein, ich wählte und entschied, dass ich in der Schlacht eingesetzt werden möchte. Man verwies mich an einen anderen Ort des Ordens, wo es einen Meister gab, der mich in dieser Richtung ausbilden konnte. Danach fand ich meinen Platz bei unseren Truppen.“ Sie nahm einen Schluck des noch heißen Tees und schwieg eine Weile, ehe sie fortsetzte.

„In den letzten Schlachten habe ich gedient und mir einen Namen gemacht unter den meinen. Man bot mir ebenso eine führende Position an, aber ich bin nicht gewillt, herumzusitzen, anderen bei Arbeiten zuzusehen und selbst nichts tun zu können. Vor etwa 15 Sommern lernte ich dann meinen Mann kennen. Ich tat etwas, dass ich nie wollte und begann, im Tempel selbst auszubilden. Und als dann auch noch meine Tochter zur Welt kam, war ich erst recht an diesen Posten gebunden. Als vor 13 Sommern dann wieder der Krieg ausbrach, wovon ich sage, dass es eher sinnlose Scharmützel waren, verlor ich meinen Mann und meine Tochter.“

Wieder Schweigen, dieses Mal allerdings betretenes Schweigen. Die sog tief Luft ein, schloss die Augen und atmete langsam wieder aus, als wolle sie etwas ziehen lassen. Er selbst wusste nicht, wie es war ein Kind zu verlieren, er hatte keine, aber er konnte sie ansatzweise verstehen. Als sie sich wieder gesammelt hatte und wieder kein Ton seinerseits kam, begann wie wieder zu erzählen.

„Ich schrie, kämpfte, wütete wie eine Furie, aber meine Familie brachte es mir nicht zurück. Sondern Gefangenschaft bei den Orks. Widerliche Viecher wenn du mich fragst. Ich weiß bis heute nicht, wie ich es überlebt habe, aber ich will es auch nicht.“

Langsam zog sie den rechten Ärmel ihrer Robe nach oben und gab den Blick auf einen völlig vernarbten und verbrannten Arm preis, wo noch zu erkennen war.

„Das ist alles, was ich von damals noch habe und auch das einzige was ich nicht loswerde. Albträume vergehen, Erinnerungen verblassen und auch Geschehenes gerät in Vergessenheit, aber das… nein, das will und werde ich nie vergessen.“ Sie krempelte den Ärmel wieder nach unten. „Damals wurde ich von einem wohl wahnsinnigen Trupp befreit. Sie hatten das Lager der Orks aufgespürt und vollkommen ausgelöscht. Noch ehe ich mich also versah, war ich wieder frei und wurde zum Tempel gebracht, wo man mich wieder zusammenflickte. Glaube mir, so grobschlächtig die Orks auch sein mögen, Folter kennt bei ihnen keine Grenzen. Nach meiner Genesung zog ich wieder los und in die Schlacht. Ich brauchte etwas, womit ich mich ablenken konnte und wo ich meinen ganzen Frust loswerden konnte. Erst vor drei Monaten kehrte ich wieder in den hiesigen Tempel zurück wo man mir sagte, dass du nach mir gefragt hättest.“

Zuerst konnte er sie nur anstarren, dann richtete er den Blick gen Feuer. Sie hatte das alles erzählt, als hätte sie ein Herz aus Eis. Doch aus Erzählungen wusste er, dass die Templer in der Schlacht teilweise nach außen hin abstumpften, um sich und andere besser schützen zu können. Und so saßen sie nun schweigend da, jeder seinen Becher in der Hand und nachdenklich gestimmt. Naira vom Hause Indoril war wieder zurück... doch ob das gut oder schlecht war, konnte er nicht genau sagen. Das Mädchen von damals, existierte nämlich nicht mehr.

Angier

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Freitag, 24. Mai 2013, 13:54

So, ich hab mich mal hingesetzt und ein wenig getippt. Nun ist es wieder an euch zu sagen, ob das so in Ordnung geht, was man ergänzen könnte usw. x) Und wenn ich nerven sollte damit: Nicht ärgern, einfach wundern... ich bin verhaltensoriginell und außerdem emotionsflexibel. Und zu beidem steh ich

Hallo nochmal, Nairá!
Zunächst lass mich dir sagen, dass ich - ungeachtet ihrer Verortung - die Geschichte in sich toll geschrieben finde und durchaus Spass dabei hatte, sie mir zu Gemüte zu führen.
Ich denke auch, dass dieses Thema langsam aber sicher wohl besser bei der Charakterböse aufgehoben wäre, quasi als Konzeptthema für deinen Charakter.
Im Folgenden werde ich nun versuchen die einzelnen Absätze zu kommentieren um dir Hinweise zu geben, wo sie für mich die angestrebte Nähe zur Lore verlässt und/oder was du vielleicht anders ausgestalten könntest, um dir ein besseres Bild von der Situation deines Charakters zu machen wie auch um sie passender darzustellen.

„Seit Stunden harrt sie dort aus Herr[...]

Morrowind, auch bekannt als Resdayn ist eine klimatisch sehr abwechslungsreiche Provinz Tamriels. Während im Nordwesten das Klima stark an Himmelsrand (Skyrim) erinnert, ist das Kernland eher kontinental. Heisse Sommer, kalte Winter. Im Süden der Provinz geht dies über in subtropische Sümpfe, während im Norden die kulturell höchst bedeutsame Insel Vvardenfell eine Steppenlandschaft bis hin zu vulkanisch aktiven Calderas anbietet.
Das spielt insofern eine Rolle, als das die verschiedenen Häuser typische Einzugsgebiete haben. Das Haus Indoril hat zwar die Eigenheit, sich stets als Beschützer der großen Glaubenszentren zu sehen und dort Ansiedlungen zu unterhalten, das ist jedoch immernoch abhängig davon, welche Glaubenszentren dort existieren. Und damit welchem Klima man ausgesetzt ist. Kein wirklicher Kritikpunkt, nur ein Hinweis.
„Du hast lange nichts von dir hören lassen[...]

Mondweißes Haar (oder eher generell weißes Haar) ist anders als bei Drow bei Dunmer nicht typisch. Dunkle Töne, vornehmlich schwarz, blauschwarz und grau herrschen vor. Auch dies nur als Anmerkung.
„Begrüßt man so eine alte Bekannte?“[...]

Sollte sie tatsächlich als Ordinatorin auftreten, so würde sie die Kleidung ihres Ordens tragen - weithin damit auch für jedermann sichtbar.
„Du hast mich gesucht?“[...]

Die Gelehrsamkeit der Tempeldiener fokussiert sich vor allem auf die Studien der heiligen Schriften des Tribunals, unter anderem den "36 Predigten des Vivec". Als Hinweis für dich, falls dich die Glaubenswelt der Dunmer auf theosofischer Ebene interessieren sollte (was dein Charakter zweifelsfrei hat lernen müssen ;) ).
„Ich musste mich irgendwann entscheiden, was ich genau machen möchte. Du weißt, dass ich niemand bin, der lange still sitzen kann, oder sich damit begnügt an einem Ort zu bleiben. Ganz zu schweigen davon, dass ich an einem Schreibtisch sitze und mir über Geld und Verwaltung eines Ordens den Kopf zerbreche. Nein, ich wählte und entschied, dass ich in der Schlacht eingesetzt werden möchte. Man verwies mich an einen anderen Ort des Ordens, wo es einen Meister gab, der mich in dieser Richtung ausbilden konnte. Danach fand ich meinen Platz bei unseren Truppen.“ Sie nahm einen Schluck des noch heißen Tees und schwieg eine Weile, ehe sie fortsetzte.
Ordinatoren sind - allgemein gesprochen - keine regulären Truppen. Sie sind (einer der) militante(n) Arm(e) des Tempels, agieren aber vornehmlich auch als Beschützer desselben. Die Truppen Morrowinds sind davon getrennt die Armeen der großen Häuser, allem vorran das Haus Redoran - das nicht immer gut zu sprechen ist auf Haus Indoril und den Tempel, jedoch auch bei weitem keine Abweichler darstellen.
„In den letzten Schlachten habe ich gedient und mir einen Namen gemacht unter den meinen. Man bot mir ebenso eine führende Position an, aber ich bin nicht gewillt, herumzusitzen, anderen bei Arbeiten zuzusehen und selbst nichts tun zu können. Vor etwa 15 Sommern lernte ich dann meinen Mann kennen. Ich tat etwas, dass ich nie wollte und begann, im Tempel selbst auszubilden. Und als dann auch noch meine Tochter zur Welt kam, war ich erst recht an diesen Posten gebunden. Als vor 13 Sommern dann wieder der Krieg ausbrach, wovon ich sage, dass es eher sinnlose Scharmützel waren, verlor ich meinen Mann und meine Tochter.“
Der Ebenherz-Pakt entstand als politische Bewegung aus der Erkenntnis heraus, das die erst kurz zuvor stattgefundene Eroberung durch die Akaviri in gemeinschaftlicher Wirkung durch die Nord, die Dunmer und die Argonier abgewehrt werden konnte. Insgesamt stellen die Akaviri eines der typischen Feindbilder dar, da die letzten Herrscher des Kaiserreichs selbst Potentaten waren(selbst Akaviri, genauer Tsaesci).
Wieder Schweigen, dieses Mal allerdings betretenes Schweigen. Die sog tief Luft ein, schloss die Augen und atmete langsam wieder aus, als wolle sie etwas ziehen lassen. Er selbst wusste nicht, wie es war ein Kind zu verlieren, er hatte keine, aber er konnte sie ansatzweise verstehen. Als sie sich wieder gesammelt hatte und wieder kein Ton seinerseits kam, begann wie wieder zu erzählen.

„Ich schrie, kämpfte, wütete wie eine Furie, aber meine Familie brachte es mir nicht zurück. Sondern Gefangenschaft bei den Orks. Widerliche Viecher wenn du mich fragst. Ich weiß bis heute nicht, wie ich es überlebt habe, aber ich will es auch nicht.“

Langsam zog sie den rechten Ärmel ihrer Robe nach oben und gab den Blick auf einen völlig vernarbten und verbrannten Arm preis, wo noch zu erkennen war.

„Das ist alles, was ich von damals noch habe und auch das einzige was ich nicht loswerde. Albträume vergehen, Erinnerungen verblassen und auch Geschehenes gerät in Vergessenheit, aber das… nein, das will und werde ich nie vergessen.“ Sie krempelte den Ärmel wieder nach unten. „Damals wurde ich von einem wohl wahnsinnigen Trupp befreit. Sie hatten das Lager der Orks aufgespürt und vollkommen ausgelöscht. Noch ehe ich mich also versah, war ich wieder frei und wurde zum Tempel gebracht, wo man mich wieder zusammenflickte. Glaube mir, so grobschlächtig die Orks auch sein mögen, Folter kennt bei ihnen keine Grenzen. Nach meiner Genesung zog ich wieder los und in die Schlacht. Ich brauchte etwas, womit ich mich ablenken konnte und wo ich meinen ganzen Frust loswerden konnte. Erst vor drei Monaten kehrte ich wieder in den hiesigen Tempel zurück wo man mir sagte, dass du nach mir gefragt hättest.“
Orks, anders als in D&D, sind in Elder Scrolls keine (rein) stumpfen Barbaren. Und sie sind keine direkte Bedrohung für die Dunmer, da die Orks am anderen Ende des Kontinents leben (weswegen sie auch im Dolchsturz-Bündnis zu finden sind). Ich empfehle dir, die alten Klischée-Bilder was Dunkelelfen, Orks und andere klassischen Fantasy-Völker anbelangt in Elder Scrolls über Bord zu werfen. Der Laden hier läuft anders ;)
Zuerst konnte er sie nur anstarren, dann richtete er den Blick gen Feuer. Sie hatte das alles erzählt, als hätte sie ein Herz aus Eis. Doch aus Erzählungen wusste er, dass die Templer in der Schlacht teilweise nach außen hin abstumpften, um sich und andere besser schützen zu können. Und so saßen sie nun schweigend da, jeder seinen Becher in der Hand und nachdenklich gestimmt. Naira vom Hause Indoril war wieder zurück... doch ob das gut oder schlecht war, konnte er nicht genau sagen. Das Mädchen von damals, existierte nämlich nicht mehr.

Der Abschnitt hat mir tatsächlich sehr gut gefallen, weil es tatsächlich eines der Probleme der Ordinatoren darstellt: Sie sind eine entrückte Elite, die weder die Nöte des allgemeinen Volkes wirklich begreift, noch teilt. Aber sie sind auch mit Dingen konfrontiert, die einem gemeinen Dunmer eher selten widerfahren.

Wie eingangs geschrieben geht es mir nicht darum, deine Geschichte zu verreissen (dafür finde ich sie wie gesagt in sich auch viel zu gut geschrieben), jedoch kann man sie so auch nicht "loregetreu" bezeichnen. Dabei sei jedoch gesagt, dass keiner meiner Kritikpunkte ein tatsächliches "no go" wäre und es mehr die Details sind, die dir aber natürlich als "Einsteiger" nicht wirklich geläufig sein konnten.

Hoffe es hilft dir weiter!
Narben-Schuppe - Gelehrter mit gespaltener Zunge

6

Freitag, 24. Mai 2013, 13:59

Zu den Schlachten:
in dem Jhdt. dieser Ära ist meines Wissens nach nur eine Schlacht bekannt und zwar die gegen die Akavir-Invasion im Jahre 2Ä 572. Die Invasion wurde auch erfolgreich zurückgeschlagen. Ob es Kriegsgefange gab, davon ist leider auch nichts bekannt aber dennoch denkbar. Aber vielleicht folgen da ja noch Nachträge von Seiten der Entwickler.
Von Feldzügen der Orks gegen die Dunmer oder umgekehrt zu sprechen, ist m.E. loretechnisch mit Vorsicht zu behandeln, wenn nicht sogar absurd.

Einiges zur Geschichte Morrowinds kannst du auch hier nachlesen:

http://almanach.scharesoft.de/wiki/Gesch…ds#cite_note-23

LG

Edit: da war Angier etwas schneller :)

Nairá

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Freitag, 24. Mai 2013, 14:06

Ah, danke euch beiden =) Wieder etwas, woran ich feilen kann und umschreiben =) Danke sehr

Freut mich, dass solche Themen hier Anklang finden und Hilfen gestellt werden.

Ich werd mal auf den geposteten Links stöbern und einiges dann anpassen, damit es wieder näher an die Lore kommt. Ganz herzlichen Dank dafür nochmal.

  • »Gragosh gro-Donneraxt« ist männlich

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Gilde: Ghorbash Clan

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8

Freitag, 24. Mai 2013, 15:37

Zitat

Ich empfehle dir, die alten Klischée-Bilder was Dunkelelfen, Orks und andere klassischen Fantasy-Völker anbelangt in Elder Scrolls über Bord zu werfen. Der Laden hier läuft anders
Genau, schau mal den alten Gragosh über die Schulter. Bischen grimmig aber ganz nett. Jedenfalls auch ein Willkommen von mir an Dich :)

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