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Donnerstag, 17. Oktober 2019, 11:27

Aus den Irrenwegen eines Bretonen.

Gestrandet

Wochen sind vergangen seitdem er den Orden den Rücken gekehrt hat. Der Entschluss seinen eigenen Weg zu gehen war irgendwie richtig und nötig. Nun hatte er die Wochen unter Deck eines Schiffes verbracht, welches ihn hoffentlich näher an heimischen Gefilde bringen wird.
Es war ihn bewusst, dass es auf keinen Fall ein einfacher oder bequemer Weg vor ihn liegt, doch das ist ein Preis, den man für seinen Willen bezahlen muss.
Sein Ziel hatte das Ziel erreicht und die Endstation. Von hier an musste er nun alleine Weiter.
Mit leichten Gebäck in Form eines Rucksackes und den Sachen, die er noch sein eigenen nenne konnte, machte er sich auf seinen Weg.

Langsam schritt er vom Schiff und seine Wangen werden von warmen Winden umfangen. Die Planken und das Holz knarzen unter seinen Stiefeln und den vieler andere an dem Hafen. Die Augen werden kleinen und misstrauisch. Hier stimmt hier doch etwas nicht, es ist doch für die Jahreszeit viel zu warm für Wegesruh, kommt es ihn in den Sinne.
So treibt er langsam mit den Menschenstrom vom Pier in Richtung Stadt. Dabei werden den zu kurz geratenen Bretonen werden noch von all diesen großen Menschen in der Hafenstadt der Blick versperrt. Verdammt, warum muss auch jeder größer sein als er ? Er wurde immer nervöser ihn schwante schon böses, so wollte er doch Gewissheit für das Offensichtliche.
Sebastian fährt sich mit gespreizten Finger durch das lange blonde Haar, die Grünen Augen suchen nach einen Spalt in den Menschen, wo er vielleicht etwas erblicken konnte.
Bitte lass es nicht so sein, wie damals auf dieser Ork-Insel“, kam es leise flehend von ihn.
So schwamm er ungeduldig weiter mit den Menschenmasse, bis sie sich lichtet und ihn sich die Hafenpromenade von Anvil offenbart.
Scheiße“ Entfuhr es ihn leise. Es war doch wie mit der Ork-Insel.
Langsam bleibt er stehen und pustet die Wangen auf, es war wirklich wie auf der Ork-Insel, so lässt er die Luft mit einen langen Seufzer wieder entweichen und kratzt sich am Nacken. Mal wieder irgendwo gelandet wo er nicht wollte.
Nun gut, kein Problem. Man muss es positiv sehen“ murmelt er und rang sich ein lächeln ab. Er wollte doch eh irgendwann mal nach Anvil und Kvatch.
Außerdem ist es hier auch schöne den Winter zu überdauern!“ So bildet sich doch ein ehrliches Grinsen auf den Lippen.
Das wird schon alles gut, und auch hier kann er sich bei der Kriegergilde anmelden und bewerben. Alles also gut! Unsanft wird er von einen Kaiserlichen angerempelt, weil Sebastian ja auch mitten im Weg stehen bleiben musste. So aus seinen Gedanken gerissen schaut er sich fix um und geht dann langsam weiter, als wäre nichts passiert und als hätte er nicht gerade lebendes Hindernis gespielt.

Er war schon mal hier, bildete sich ein, sich wenigstens ein kleinwenig auszukennen und steuert das Stadttor an in der Schloss nähe an. Der Blick fällt kurz auf das alt ehrwürdigen Gemäuer. Er wusste nicht im geringsten wie alt das Gemäuer war und war ebenso wenig gewillt das herauszufinden.
Er warf kurz einen Auge auf die Torwachen und lächelt ihnen unsicher zu, sie aber widmeten ihn keinerlei Aufmerksamkeit. Gabe es wohl interessantere neu Ankömmlinge.
Nur wenige Schritte und links neben ihn war schon die Kathedrale von Anvil. Eine große Festung der Acht. Er konnte nie was mit so großen Dingern anfangen. Seine Lieblings Acht ist immer noch Kynareth und wenn er schon auf Reisen ist, kann er ruhig mal der Acht der Reisenden mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Aber für ein kurzes Gebet, war auch später noch Zeit.
Seine Blick wandert musternd über Straße und Umgebung, so manche Erinnerung weckten diese Plätze bei ihn. Vor einen Jahr war er schon einmal hier. Damals hatte er kaum die Möglichkeiten sich die Stadt genauer anzuschauen. Verträumt wandert er durch die Straßen schreitet, so sucht er zuerst nach einer bestimmten Einrichtung.
So fällt ihn schlussendlich das Schild der Kriegergilde in den Augen, er bleibt stehen und dreht sich langsam zur Pforte hin, nervösen Schrittes geht er auf diese hin. Die Hand legt er auf den Türgriff und drückt die Türe auf.
Er schreitet ein und wird von den leichten Geruch nach Schweiß begrüßt. Es ist überraschend ruhig und sein Blick schweift durch den Raum. Sein Blick fällt auf eine alte Kaiserliche hinter einen Tresen aus dunklen Holz. Die Dame blickt von ihren Papieren aufblickt und ihn anschaut.
Kurz wird er von den braunen Augen der Frau mit den faltigen Gesicht gemustert. Sie zieht ihre Augenbraue skeptisch empor und fragt knappe, mit wenig freundlichkeit: „Ja? Was kann man für euch tun?

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Donnerstag, 24. Oktober 2019, 10:07

Neu Bekanntschaften

Die Ankunft in Anvil und folgender Beitritt in die Kriegergilde liegt nun einige Tage zurück. Sebastian hat es nach Kvatch verschlagen, dank zweier Aufträge.
Der erste war mit zwei anderen einen Händler nach Kvatch zu begleiten. Es handelte sich dabei um zwei Kaiserliche.
Felix vom Rang her ein Lehrling, der einen zu interessierten Blick auf Basti seinen Schild gelegt hatte. Er hat auch schon öfters gefragt hat, ob er ihn sich mal leihen darf. Jedoch ist der Bretone erbittert und rückt ihn nicht raus, wie er einst gelernt hat, verleiht man gutes Werkzeug nicht. Daran hält er sich auch streng, vor allem weil er auch kein Ersatz für das Ding hat.
Der andere Begleiter war ihn schon Lieber, ein schlecht gelaunt schauender Geselle in schwere Rüstung und einen großen Hammer. Markus war sein Name und man hat schnell bei ihn gemerkt, dass er kein Mann der vielen Worte ist. Ihn missfiel es offenbar mit den beiden mit zu dürfen, hatte er ja keine Lust Kinderaufpasser zu spielen. Er hielt sich schlussendlich ja auch schon für größeres Bestimmt. So verlief die Reise entspannt und ruhig, keine Oger, Goblins oder was sich sonst noch rumtreibt.
So kamen sie dann in Kvatch an, wie seine Füße doch von den strengen Marsch geschmerzt haben. Doch an Urlaub und ausruhen war erst einmal nicht zu denken, folgte doch schon am nächsten Tag die zweite Hälfte des Auftrages.
Ein örtlicher Alchemist der den einzigartigen Namen Potanus Remx brauchte seine Hilfe. Weniger seine, als vielmehr von irgendeinen. Hat ja schlussendlich deswegen auch einen Auftrag bei der Kriegergilde hinterlegt. Im höchsten Alter und nur noch möglich mit einen Stock zu gehen. So traffen beide sich bei seinen Laden. Zu Erst musterten Sebastian kritische dunkel Braune Augen, ein schaudern rasselte seinen Rücken hinab und die Nackenhaare stellten sich auf.
Doch schien der Herr mit den Anblick zufrieden zu sein, so durfte Sebastian für ihn ab den Zeit Punkt Blumen pflücken gehen oder wie er es formuliert, „Helfen beim Auffüllen Seiner Vorräte“. Seitdem bekam Sebastian jeden Tag eine Karikatur von einer Pflanze, eine kurze Beschreibung wo sie ungefähr zu finden ist und wurde dann vor die Stadt geschickt.
Tag ein, Tag aus sammelte er verschiedenste Pflanzen auf den Wiesen vor der Stadt, dass er sich dabei so manches Mal verlaufen hatte, ist nebensächlich. Denn Glücklicherweise war ja jemand klug genug gewesen Kvatch auf einen Plato zu errichten. Dieser Umstand machte es sehr einfach die Stadt wieder zu finden.
So hatte er ein paar neue Bekanntschaften gemacht, viele davon sogar fast schon Freunde.
Da wäre Siska, ein Trümmer von einer Nord. Hochgewachsen und grimmig herzlich. Sieht sie aus als würden so mancher kleiner Mann ein Liebelei mit ihr nicht überleben oder sich zu mindestens so manchen gebrochen Knochen dabei zu ziehen. Froh darüber, dass sie ihn mehr als Freund als Feind sieht, sind Unterhaltungen mit ihr immer wieder amüsant und nichts macht mehr Spaß als ihr ein Ohr ab zu kauen. Etwas planlos ist die gute Dame dann aber schon, weiß so gar nichts was sie in Kvatch arbeiten soll. Aber da er will sich da gar nicht erst einmischen, eine gestandene Frau wie sie eine ist, wird schon wissen was sie macht.
Felicita gab es auch noch eine Kaiserliche mit doch exotischen aussehen. Braune Haut und Pechschwarzes Haar, hatte er noch keine zweite wie sie gesehen. Freundlich, fürsorglich und die Unschuld in Person erinnerte sie ihn sehr an Emelyne. So zauberte es doch, wenn er mal an die kleine Dame denkt ein schmunzeln auf seine Lippen. Vor allem das hin und her zwischen ihr und ihren Vater war immer süß. Es wirkte normal und erfrischend. Sie ist erst kürzlich aus den Herzlande geflohen und hat sich in die Sicherheit von Kvatch zurückgezogen, wie er es verstanden hat. Dort hat sie dann ihren Vater erst wieder getroffen. Worüber sie sich, wie sie erzählt hat, sehr freut.
Ihr Vater ist aber auch wirklich eine Persönlichkeit, wandert es Sebastian durch den Sinn, als er die letzten Tage Resümee ziehen lässt. Ein Legionäre mit einen dieser komischen Legionsrängen, von denen er keinen Plan hat, war er doch ein besorgter, wenn auch strenger Vater geblieben. Die strenge mag wohl auch von den Militärdienst und beides schien seiner Tochter nicht immer zu gefallen. Felicita hatte wohl derzeit einfach zu viel Freude an der Ungebundenheit, aber das ihr Papa eine schützende Hand über hat, davon war sie auch nicht abgeneigt.
Die Legion hat sich aber in Kvatch sehr konzentriert und er sieht täglich Soldaten, jung wie alt. Eine Kontrolle seiner Person durfte er über sich ergehen lassen, wobei ihn die Mitgliedschaft bei der Gilde sehr half. Aber das Verhalten und die Art der Legionäre, ließ bei ihn Erinnerungen an seiner Zeit beim Orden wach werden. Nur das er nun wieder auf der anderen Seite stand, ein Sache gegen die er nicht im geringsten hatte. Zu viel Spaß hatte er daran, endlich zu machen, was er möchte. Keine Vorschriften, keine Sonderregeln. Nur er und sein stur Kopf.
Mit einen Grinsen stößt sich der Betrone von der Mauer ab. So war sein Resümee der letzten Tage abgeschlossen und rappelt sich auf. „Genug geträumt und gedacht, zurück ans Werke!“ So ging er gut gelaunt wieder seiner Arbeit nach. Schließlich wartet der alte Mann schon auf sein Grün Zeug.

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Belthion (26.10.2019)

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Montag, 24. Februar 2020, 12:04

Neue Stadt, doch alte Geschichten

Der junge Bretone wandert durch die Straßen von Immerfort, die Kaiserliche Stadt hatte er hinter sich gelassen. Üblich seiner Art wanderte er lange ziellos durch die Weltgeschichte herum, zu seinen Schrecken auch die Grenzen des Bündnisses hinaus. Doch nun haben ihnen die Winde des Wanderns wieder in seine Heimat geweht. Auf sohlen die ihn über so manchen Pfad getragen haben, geht er langsam über die Gewaltigen Stadtmauern. Die Gedanken schweifen hin in die Vergangenheit. Auch für ihn war es ein Geschichtsträchtiger Ort. Hat doch hier vor vielen Jahren sein neues Leben und seine Reise begonnen.
Noch gut kann er sich daran erinnern, wie er das erste Mal diese Stadt gesehen hat. Diesen Kollos aus Stein, nie hatte der ehemalige Leibeigne etwas vergleichbares gesehen. Denn er hat schließlich sein gesamtes Leben in der kleinen Gemeinde verbracht, mit den altbekannten Leuten und den paar Nachbardörfern und Höfen.
So kam ihn auch ein altes Gebäude im Sinne, der Ort seiner ersten Arbeitsstelle. Als Aushilfsbedienung hatte er in einer neu gegründeten Taverne gedient. Lane überlegte er, wie denn der Name war. Die Flackernde Flamme, die Leuchte Kerze, irgendetwas mit Licht und Feuer. So viel wusste er noch, der Rest war mit der Zeit verschwunden, ebenso wie auch das Gebäude raum gemacht hat für neues.
Für den Bauern in der Stadt war es aufregenden in so einen Wirtshaus zu arbeiten. So fanden sich
im den Kopf des Bretonen, damals so mancher Tagtraum wieder. Von Reisenden, die ihre Geschichten teilen, von Seefahren, die von fernen Ländern berichten. Magier, die ihre Künste demonstrieren!
In wirklich kam vieles so sehr anders. Die Tavernen Gründer lockten mit Versprechungen, zuerst klang es nach vielen schönen Abenden. Einer Festen Arbeitsstelle, doch nach einen ersten Abend,
kam die Ernüchterung. Mehrere Tage hintereinander, war die Stube fast wie leer gefegt. Dann kamen ohne eine Vorwarnungen so viele Leute auf einmal in das Wirtshaus, stellten sich vor als das Rostklauen Rudel. Wie sie bekannt gaben, waren sie ein Gruppe Söldnern und gute Freunde des einen Tavernen-Besitzers. Trotzdem führten sie sich schrecklich auf, fast wölfisch und sehr aggressiv. Nach einer Stunde, als fast jemand Sebastian an die Kehle gesprungen ist, entschied er sich unter den tiefen, spöttischen Lachen des Rudels lieber das Weite zu suchen und früh Feierabend zu machen.
In den morgendlichen Stunden, als sich Sebastian auf den Weg machte, um die Schrecken der letzten Nacht aufzuräumen traf ihn der Schock. Das Gebäude verwüstet, an der Türe ein Eine Nachricht, des anderen Tavernen Besitzers. Wohl das wegen Streitigkeiten in der Führungseben die Flamme geschlossen bleibt. Enttäuscht hört er sich um und fragte bei den Nachbarn nach. Von ihnen erfuhr er das wohl der andere Tavernen besitze, kurz nachdem der junge Bursche in die Nachtruhe ging. Die Stadtwache gerufen hatte. Das Rudel, wie sich selber nannten, führten sich unzumutbar auf.
Dieses war wohl der Meinung, dass die Stadtwache nicht die echte war und es kam zu einen wilden und blutigen Kampf. Was danach kam, darüber streiten sich die Geschichten und sich auch uneinig.
Was aus den Wirten, den Rudel oder der angeblichen Stadtwache wurde, er hörte von allen drein nie wieder etwas.
Er atmet tief durch und streicht sich über sein Haupt mit den blonden Haar, als seine Gedanken wieder langsam aus der Vergangenheiten und den Geschehnissen von vor fast fünf Jahren, in das Jetzt zurückkehren. Seine Gliedmaßen waren schon durchgefrostet, weil er so tief in Gedanken versunken war.
Heute war aber all das Vergangenheit und auch heute passiert unglaublich viel. Jeder Tag ist ein Abenteuer, er fang in Immerfort schnell und gut Bezahlte Arbeit. Trifft neu Leute und genießt es Sebastian ein kleiner Teil ihrer Geschichte zu sein.
Erneut traf er Leute aus den Orden, sie war auf Reisen. Jedes Mal tun ihn solche treffen im Herzen weh, Erinnerungen an so viele schönen Tage und Stunden. Er seufzt leise, das er ihnen so oft über den Weg läuft. War es schon Schicksal oder doch nur Zufall.
Wenigstens waren die Weltuntergangszenarien, die Deadra-Kulte und Mysterien nun erst einmal etwas in den Hintergrund gerückt und so freute er sich über so manche neue Bekanntschaft und die derzeit eingekehrte Ruhe. Gar konnte er diese Jahr seinen Geburtstag-Feiern, wenn auch nur für sich.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Toxem« (25. Februar 2020, 08:38)