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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Mittwoch, 9. Oktober 2019, 19:51

Wir stellen vor – Sai Sahan


Meister des Schwertes und Hauptmann der Drachengarde: Der rothwardonische Krieger Sai Sahan ist ein unerschütterlicher Gefährte im Kampf gegen den Nekromanten Mannimarco und die Bedrohung durch die Drachen gleichermaßen. Erfahrt in unserer aktuellen Charaktervorstellung mehr über diesen Soldaten aus alten Tagen!



Sai Sahan

Aus dem Tagebuch von Abnur Tharn

Mein fortwährendes Bestreben, hinter das letztendliche Schicksal des Drachen Kaalgrontiid zu kommen, begann mit einer umfassenden Vertiefung in die obskursten khajiitischen Legenden, die ich finden konnte. Ich reiste von Knurr’kha nach Torval, durchkämmte Bibliotheken und belästigte Mondsänger, um jede Geschichte zu hören, die im engeren oder auch weiteren Sinne mit dem mythologischen Helden Khunzar-ri zusammenhängt. Ich habe die Hoffnung, mithilfe dieser Erzählungen die verborgene Geschichte des uralten Drachen aufzudecken und einen Einblick in seine Ziele und Kenntnis über geheime Unterschlüpfe, die er womöglich nutzt, zu erhalten. Während meine Untersuchungen in Richtung des südlichen Elsweyr deuteten, erreichte mich über mein Netzwerk aus Spionen und Kontakten Kunde von einem alten Kollegen. Sai Sahan ist am Leben und wohlauf und offenbar in Pellitine tätig!

Sai Sahan. Ich habe schon eine ganze Weile nicht mehr an dieses bärtige Mammut gedacht. Einst waren wir Gefährten, gewissermaßen Verbündete im Dienst des Kaisers Varen Aquilarios. Kommt mir vor, als wäre das ein ganzes Leben her. Als ich den Mann zum ersten Mal traf, war er bereits als versierter Krieger bekannt. Der rothwardonische Edelmann war ein meisterlicher Schwertkämpfer, der es bis an die Spitze der kaiserlichen Drachengarde geschafft hatte. Doch davor? Ich muss in uralten Erinnerungen kramen, um herauszufinden, wie man Sai Sahan am sinnvollsten einsetzen kann.

Er ist so übertrieben unnachgiebig und ehrenwert, dass er Pflicht und Hingabe über alles andere stellt. Natürlich führt dies dazu, dass er denen, die über ihm stehen, unbeirrbar dient, was wahrscheinlich der Grund ist, weshalb wir so wunderbar miteinander auskommen. Während er der Welt insgesamt ein ruhiges und gefasstes Äußeres präsentiert, wütet der sprechende Bart unter der Oberfläche, wo Zorn und ein kaum im Zaum gehaltener Blutrausch darauf warten, entfesselt zu werden. Aus diesem Grund blüht der unterdrückte Krieger in der Hitze der Schlacht so richtig auf, wenn er seinen destruktiven Zügen freien Lauf lassen kann. Doch er verfügt auch über eine sanfte Seite. Diese kommt immer dann zum Vorschein, wenn die Halbriesin Lyris Titanenkind die Bühne betritt. Er nennt sie, zu meiner größten Abscheu, seine „Schneelilie“. Sie scheint die Schönheit zu sein, die den Todessturm, der im Kern des Rothwardonen schäumt, besänftigen kann.

Wo kommt also der stille Berg aus unverhältnismäßig vielen Muskeln her? Er erlernte die Künste der altehrwürdigen yokudanischen Schwertheiligen bereits in seiner Kindheit oben im Tal der Klingen. Dort studierte er zu den Füßen seiner Mentorin Kasura. Er gelobte, die Kampftraditionen seiner Vorfahren wieder aufleben zu lassen, scheiterte jedoch bei seinen frühen Anstrengungen diesbezüglich. Stattdessen rasierte er sich das Haupt, ließ sich einen wuchtigen Bart wachsen und wurde Söldner. Schließlich traf er auf den colovianischen Heerführer Varen Aquilarios, der im Krieg gegen die Langhauskaiser diente. Während der Schlacht zur Befreiung von Leyawiin wandten sich seine eigenen Söldner gegen ihn. Sie wurden von Kaiser Leovic bezahlt und beauftragt, ihm den Kopf des legendär gewordenen Hauptmanns zu liefern. Sie versagten – ganz offensichtlich –, doch hier beginnt die Geschichte absonderlich zu werden. Angeblich metzelte sich Sai Sahan sowohl durch die Armee aus Verrätern als auch durch die Verteidiger Leovics und kehrte mit den Skalpen von sechsundachtzig Feinden und der Kunde zu Varen zurück, dass Leyawiin nun befreit war.

Da ich erwäge, mit welchen Strategien man Kaalgrontiid und den Drachen, die Elsweyr verwüsten, begegnen soll, ist eines ganz klar. Ich muss das Potenzial jeder Waffe in meinem Arsenal restlos ausschöpfen. Ich sehe keinen Grund, weshalb ich mich nicht erneut mit dem Bart, der läuft wie ein Mann, zusammentun und seine vortrefflichen Kampffertigkeiten nutzen sollte. Es nicht zu tun, wäre fahrlässig. Und außerdem bin ich mir fast sicher, dass er alles, was geschah, als wir uns das letzte Mal begegnet sind, längst vergessen hat.

***

Seid ihr auch schon gespannt darauf, in der kommenden DLC-Spielerweiterung Dragonhold erneut Seite an Seite mit dem „bärtigen Mammut“ zu kämpfen? Lasst uns über Twitter @TESOnline_DE, Instagram oder Facebook wissen, ob ihr mit dem Schwertmeister daran arbeiten werdet, seinen uralten Orden wieder aufzubauen.