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Sazael

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Samstag, 12. März 2016, 16:59

Sazael Almedihar - Das Aschenblut

Sazael Almedihar - Das Aschenblut




Dies ist meine Geschichte.
Sie erzählt von meinen Taten, den guten und den schlechten. Meinen engsten Freunden und ärgsten Feinden. Meiner Vergangenheit, sowie die Gegenwart.
Es sind keine Legenden, Märchen, Gedichte oder Lieder.
Alles was ich schreibe, ist wahr.
Du, der du diese Geschichte liest, schließe sie in dein Herz und halte sie. Halte sie sicher, trage sie weiter.
Verkünde sie und lass sie erklingen.
Gewähre mir Unsterblichkeit!

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Elfenblut (19.12.2016)

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Samstag, 12. März 2016, 16:59

Sazael stieg von seinem Pferd, keine hundert Schritt von dem
Gehöft, das ihm genannt worden war. Hinter ihm saßen seine beiden
Brüder, Kailis und Veranis, ebenfalls von ihren Rappen ab und
betrachteten gemeinsam mit ihm die Ansammlung von Gebäuden, die sich
inmitten der wogenden Haferfelder erhob.
Seine Brüder und er waren dunmerische Attentäter, spezialisiert
in Nacht und Nebel Aktionen und nur schwerlich zu erschüttern. Genau
die Eigenschaften benötigten sie für ihre Aufgabe.
Äußerlich verschmelzten sie dank ihrer Kleidung mit der Nacht.
Unter ihren nachtschwarzen Kapuzenumhängen waren die ebenso
schwarzen verstärkten Lederrüstungen und ihre Kurzschwerter
lediglich zu erahnen.
Die nächtliche, warme Luft war erfüllt von dem Geruch nach
Asche, nach reifendem Getreide und Rauch, der aus dem Kamin des Hofes
stieg. Der Duft von schmorrendem Fleisch gesellte sich dazu;
anscheinend wurde gerade das Abendessen vorbereitet.
Der sanfte Wind spielte mit den Rispen, bog die Halme und erschuf
Muster in den Feldern.
Sazael gefiel der Anblick. Es scheint so als würde der Wind
Gefallen daran finden sich unaufhörlich veränderbare Bilder zu
malen.
Er fasste die langen
schwarzen Haare zusammen und band sie zu einem Knäuel am Hinterkopf.
Mit einer Nadel, die er aus dem Gürtel zog, fixierte er den Schopf.
Das war das Zeichen für seine beiden Brüder, die Mäntel abzulegen und sich bereit zu halten.
Jetzt erst kamen die Kurzschwerter, die zahlreichen Wurfdolche und
-sterne zu Vorschein, die sie an Brust- und Rückengurten trugen. Die
beiden legten ihre schlcihten weißen Masken an, die keine
aufwendigen Verzierungen hatten oder dem Gesicht eines der Mitglieder
des Tribunals nachempfunden war.
Sazael tat es ihnen gleich. Er löste den schwarzen Umhang von seinen Schultern und befestigte ihn
an dem Sattel seines Pferdes, dann trabte er auf die kleinste der
Scheunen zu.
Das Getreide um sie herum raschelte, die reifen Körner an den Rispen rieben aneinander, dann
schlug der Wind um, als wüsste er, was dem Bewohner des Gehöfts bevorstand.
Das letzte Mal als sie ihre
Pflicht taten, mussten sie mitten in Gramfeste zuschlagen und darauf
achten, das niemand erfuhr, was geschah.
Kein Laut durfte erklingen, kein
Schrei ertönen und unter allen Umständen durfte niemals bekannt
werden, was der Grund für den tödlichen Besuch dieser drei
Attentäter war. So lautete die Maßgabe.
Die Abgeschiedeheit gibt uns einen großen Vorteil. Sazael
zog seine Kurzschwerter, deren beide Seiten scharf geschliffen waren.
Die Parierstangen bogen sich ungewöhnlich weit hoch und verliefen
eine Handbreit parallel zur Klinge. Es ist schon zu lange
her, das wir keine Rücksicht auf die Umgebung nehmen mussten.

Er erreichte das Tor und lieb stehen.
Veranis erklomm lautlos das Dach des Hauptgebäudes und Kailis
umrundete das Gehöft.
Sazael atmete tief ein und horchte auf sein Herz. Nachdem zehn
Herzschläge vergangen waren, öffnete Sazael den Eingang mit einem
kräftigen Tritt und schritt gemächlich ins Innere, die
Kurzschwerter am langen Arm schräg vor sich haltend. Der Anblick,
der sich ihm bot, ließ den Dunmer eine Braue unter der Maske heben.
Zwei nackte weibliche Dunmer standen in der Mitte der
kerzenbeleuchteten Scheune umringt von Leichen und versuchten sich
gegenseitig davon abzuhalten sich ihre Kehlen durchzuschneiden. Sie
bluteten bereits aus mehreren Wunden aber zeigten keine Schwäche und
knickten nicht ein.
Beim näheren hinsehen fiel Sazael auf das die Leichen ebenso
nackte Frauen von verschiedenen Völkern waren.
Eine der beiden Dunmer wandte närrisch den Kopf zu der
aufgetretenen Tür und sah den Dolch nicht kommen, der sich in ihren
Hals bohrte. Sie ließ ihren Dolch fallen und griff nach der Wunde um
sie zuzudrücken, sackte aber röchelnd zu Boden. Die noch stehende
Dunmer wandte dann den Kopf zu Sazael.
Sie wollte etwas sagen aber das Schwert von Sazael verhinderte
dies, indem es ihre Kehle durchschnitt.
Sazael schaute sich dann um. Ketten hingen von der Decke und den
Wänden herab, Stroh lag überall auf dem Boden verstreut herum und
war vom Blut rot gefärbt. Er schaute hoch zu der Decke und sah auf
der oberen Ebene der Scheune einen kleinen Vorsprung. Auf dem
Vorsprung hatte man einen Stuhl hingestellt, von dem man ohne
Probleme den Kämpfen der Frauen zuschauen konnte.
Das hintere Tor der Scheune wurde aufgeschoben und Kailis trat
ein. Er nahm die Maske ab und ließ seinen Blick über die toten
Frauen schweifen und schaute dann zu dem mit Blut beschmierten
Schwert von Sazael. Dann zog er seine Kurzschwerter und gab der noch
röchelnden Frau vor sich den Todesstoß.
“ Die anderen Scheunen sind leer.“, sagte er und schaute zu
Sazael.“Das Wohnhaus auch. Allerdings sagte Veranis, das wir ihn
drinnen treffen sollen.“
Sazael nickte nur und schritt über die Leichen an seinem Bruder
vorbei ins Freie und schaute zum Wohngebäude. Er hoffte, das Veranis
eine Spur von ihrem Ziel gefunden hatte. Schon zu lange mussten sie
dem selbsternannten Spielzeugmacher durch
Morrowind hinterherjagen, zu lange schon führte er sie an die Nase
herum.
Aber Sazael hatte das Gefühl,
das sich die Suche hier dem Ende neigen würde. Schon bald würde ein
Narr weniger die Bewohner Morrowinds mit seinen Taten plagen.
Ja, schon bald wird alles ein Ende haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Sazael« (12. März 2016, 18:13)


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Samstag, 12. März 2016, 18:15

Das Wohnhaus sollte sich getreu den Worten von Kailis als "leer" vorfinden. Sazael und Kailis waren dennoch vorsichtshalber vom Dach aus in die Wohnung gestiegen und fanden sich zunächst in dem Schlafgemach wieder, welches sorgfältig gesäubert wurde und luxuriös dekoriert war. Ein Himmelsbett stand mittig gelegen an der linken Seite von Sazael und ließ genug Platz um jeweils zwei Schränke daneben stellen zu können. Eins links, eins rechts von dem Bett. Ein rötlicher runder Teppich zierte den dunklen Holzboden.
Der Blick von Sazael fiel aber auch auf ein großes gemaltes Bild rechts von ihm an der Wand. Es zeigte eine Dunmer mit hübschen Gesicht und langen, weißen Haaren in einer nächtlichen Umgebung unterm Sternenfirmament. Unter dem Bild stand eine Kommode mit einer Schale und zwei halb abgebrannten Kerzen.
Kailis ging an Sazael vorbei und trat aus dem Raum. Er musste nicht nach links oder rechts ausschau halten, da er seinem großen Bruder vertrauen schenkte. Wenn Veranis die Sicherheit einer Umgebung bestätigte dann war es auch so. Sazael folgte dem anderen Dunmer dann auch und trat durch einen kleinen Flur, der im Gegensatz zu dem Schlafzimmer komplett leer zu sein war. Ein flüchtiger Blick bestätigte die Vermutung des Dunmers, als er Kailis über die Treppe in das untere Stockwerk folgte und sich in einem länglichen, schmalen Flur wieder fand. So wie der obere Flur sollte auch dieser leer sein....nur sechs Türen ließen weitere Räume hinter ihnen vermuten.
Eine Tür befand sich hinter ihnen, die restlichen fünf vor ihnen. Vier von ihnen teilten sich die Wände links und rechts von den Dunmern auf. Zwei lnks, zwei rechts. Die fünfte Tür befand sich gerade vor...die Eingangstür.
Aus einer der rechten Türen drang der Geruch von mittlerweile verbrannten Fleisch in den Flur. Die beiden Dunmer hielten ihre Schwerter bereit und näherten sich der Tür die ihnen am nächsten war. Drei Herzschläge sollten vergehen, ehe Kailis die Tür ruckartig öffnete und Sazael in den Raum hereinstürmen wollte....nur um an der Türschwelle zu verharren, als er die Klingenspitze seines älteren Bruders einen Fingerbreit vor seinem Gesicht entfernt entgegen starrte.
"Sei froh das ich nicht zugestoßen habe.", flüsterte Veranis ihn mit kalter Tonlage zu und zog den Schwertarm wieder zurück. Das Schwert scheidete er aber nicht. Sazael seufzte kaum hörbar leise aus und richtete sich wieder auf, ehe er drei große Schritte in den Raum tat,der sich als eine große Küche herausstellte, die mit Ausnahme von dem Tisch ebenfalls komplett leer stand. Eine weitere Tür befand sich am anderen Ende des Raumes..vermutlich die Speisekammer.
Veranis deutete mit der Schwertspitze auf einen großen Haufen Fleisch der auf den Tisch lag. Dann auf den Kamin, wo sich noch ein Stück Fleisch aufgespießt über den Feuer gänzlich den Flammen hingab und immer schwärzer und schwärzer wurde. Als letztes dann auf die Tür, die zur Speisekammer führt. Mit fragenden Blick schaute Sazael zu der Tür dann wieder zu Veranis.
"Sieh selbst.", war alles was er dazu sagte und zog den Schwertarm wieder zurück. Wieder seufzte Sazael kaum hörbar aus und ging dann langsamen Schrittes zu der Tür und legte die Hand auf den Griff. Er drehte ihn langsam nach links...und hielt dann inne. Plötzlich vernahm er einen fauligen Geruch, der von der Tür ausging und durch das verbrannte Fleisch und den offenen Flammen unterdrückt wurde. Dies hinderte ihn aber nicht daran, die Tür langsam zu öffnen.
Bei seinem Fund blieb er wie angestarrt stehen. In der "Speisekammer" hingen mehrere eiserne Haken an Ketten von der Decke runter, die meisten waren blutverschmiert. An einigen der Haken baumelten leblose Körper von weiteren Frauen aus den verschiedenen Völkern, die mit Ausnahme von dem Kopf komplett in weißen, blutverschmierten Laken gehüllt waren. Der Blick schweifte dann zu den Wänden. Dort standen decken hohe Regale mit mehreren Etagen, auf denen sich weitere Fleischklumpen befanden, aber auch Gläser mit jeglichen kleineren Körperteilen...wie Augen und Finger.
Langsam wollte Sazael die Tür wieder schließen, da er den Geruch nicht länger ertragen wollte. Doch da hörte er eine der Ketten leise rascheln. Er horchte genauer hin...und wieder ein rascheln. Und wieder. Und wieder. Dann folgte eine kurze Pause. Wieder ein rascheln, diesmal lauter und stärker. Ein schmerzvolles Stöhnen konnte Sazael vernehmen, das immer lauter wurde. Nur um dann wieder zu verstummen.
"Wiedergänger.",hörte Sazael die Stimme Veranis'. Daraufhin ließ er die Tür wieder zufallen und blickte ihn mit einen neutralen Blick an.
"Sie sind keine Gefahr für uns.",sprach er dann und wandete sich von der Tür ab und ging an Veranis vorbei zu Kailis, der vor der Tür Wache hielt. "Du bleibst dennoch hier. Sollte doch etwas passieren..verbrenne alles.", befahl Sazael Kailis, der ihm zur Bestätigung zunickte. So trat Sazael aus den Raum raus, gefolgt von Veranis, und blickten sich in den Flur um. Veranis deutete auf die Tür schräg rechts von ihnen.

"Die anderen Räume sind leer.", war alles was er sprach.
Ein weiteres Mal sollte Sazael ausseufzen. Er spürte, wie sie sich ihrem Ziel näherten. Dem Spielzeugmacher, der Liebling der Kinder und aufrichtiger Bürger... so sieht ihn die Öffentlichkeit. Doch ist er nichts weiter als nur ein Kannibale, der gefallen daran findet, seine Opfer vor dem verspeisen zu foltern. Oder sie in Kämpfen gegeneinander antreten zu lassen, wie es scheint.
Langsam ging er auf die Tür zu, auf die Veranis gedeutet hatte und legte die Hand auf den Türgriff. Jenen drückte er langsam runter, als Veranis sich vor die Tür positionierte...und öffnete sie langsam.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sazael« (25. Januar 2017, 09:16)


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Sonntag, 15. Januar 2017, 02:39

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Naryndis Seniith« (24. April 2017, 22:01)


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Montag, 24. April 2017, 19:13

Kaum war die Tür geöffnet, da stürmte Veranis schon an ihm vorbei und betrat so den Raum. Sazael zögerte keinen Augenblick und folgte seinem Bruder sogleich. Beide ließen aber erleichtert ihre Waffen senken als sie den Raum verlassen vorfanden. Es herrschte in dem Raum ein schwaches Licht, was daran liegen könnte, das hier keine Kerzen brannten und vier Bücherregale die so lang waren wie die Wände an den sie standen, mit Ausnahme von dem Regal an der Türseite, welches geteilt war um die Tür nicht zu versperren. Die Bücherregale waren komplett leer und das anscheinend schon länger. Die dicke Staubschicht war deutlich zu erkennen.
Veranis scheidete seine Klingen und knurrte genervt. Dies war der einzige Raum, den er noch nicht überprüft hatte und auch dieser war wie die anderen leer und ohne eine Spur von jeglichen Leben. Auch wenn er wusste, das es vergebens ist, blickte er sich prüfend in dem Raum um, und ging dann zu dem ihm nächsten Bücherregal. Er strich mit dem Finger über die verschiedenen Ebenen, ging dabei in die Hocke und gab an mehreren Stellen Druck auf das alte Holz. Auch klopfte er an die Rückseite, in der Hoffnung, einen Hohlraum zu finden. Aber es tat sich nichts. So wandte er sich von dem ersten Bücherregal ab und widmete sich dem nächsten zu. Auch hier fand er nichts ausschlaggebendes. Er linste währenddessen zu seinen jüngeren Bruder, welcher sich selbst auf die Suche nach Geheimnissen gemacht hatte. Jener würde nach einer kurzen Zeit des Suchen das Schweigen brechen.
"Wieso dieser Raum?",kam die Frage von ihm. Nicht zu Unrecht, wie sich Veranis eingestehen musste... immerhin hätte er niemals in so kurzer Zeit das gesammte Haus alleine nach Geheimräumen oder Gängen oder sonstigen Geheimnissen absuchen können, doch es störte ihn, das sein Bruder ihn hinterfragte. Er gab einen genervten Laut von sich, ehe er antwortete.
"Der Raum war bis eben noch verschlossen.",kam es lediglich von ihm und suchte weiter. Sazael murmelte etwas daraufhin und Veranis wusste genau, um was es ging. Doch er hatte keine Zeit ihn jetzt zurechtzuweisen, also entschied er sich, sich das für später aufzuheben, wenn sie mit ihren Auftrag fertig sind. Er schmunzelte. Das war eine der wenigen Vorfreuden, die er hatte, wenn sich sein Bruder als Führungsperson versuchen soll. So suchte er weiter, hin und wieder linste er zu Sazael.. dann fiel ihm aber auch die Tür auf. Hatte sein Bruder sie wieder geschlossen, als er ebenfalls in den Raum getreten ist? Er schüttelte kaum merklich mit dem Kopf. Ein weiterer Makel.




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Kailis hatte sich, nachdem seine Brüder den Raum verlassen haben, sich in die linke Ecke positioniert, damit er die Tür, die in die Küche führte gut im Blick haben konnte, sowie aber auch die Tür, die in die Speisekammer führte. Er hatte eine seiner Klingen neben sich an die Wand abgestellt, damit er eine Hand frei hatte, um Zauber wirken zu können. Wenn sich einer der lebenden Toten wirklich irgendwie von ihren Haken befreit, wollte er nicht seine Klinge stumpf hauen, in dem er versuchte sie so zu töten. Nein, stattdessen wollte er es gleich mit Magie versuchen und sie mit Flammen von sich fernhalten. Sein Blick wanderte bei dem Gedanken auch wieder zu der Speisekammer. Das Rascheln der Ketten ist leiser geworden, nicht ganz verstummt, aber leiser geworden. Anscheinend hat Sazael die Kreaturen bei ihrem "Schlaf" gestört, als er die Tür geöffnet hatte und etwas Licht in die Kammer scheinen ließ. Dann blickte er auf den Boden unter ihm und seufzte aus.
Tief in seinem innersten wünschte er sich, das seine Brüder gerade genauso viel Spaß hatten wie er. Sie scheinen in dem letzten Raum auch keine weiteren Hinweise zu ihrem Ziel gefunden zu haben, ansonsten hätten sie ihn doch bestimmt schon von seinem Wachdienst erlöst. Er überlegte sich, ob er nicht einfach in die Speisekammer treten und den lebenden Toten von ihren Leid erlösen sollte. Er wiegte den Kopf hin und her und entschied sich dann dafür. So stoß er sich von der Wand ab, ließ aber seine Klinge an der Wand stehen. Er ging zuerst zu der Tür, aus der seine Brüder die Küche verlassen haben und schloss die Tür vorsichtig, darauf achtend, keine Geräusche zu verursachen. Dann drehte er sich der Spisekammer zu und ging auf sie zu. Die rechte legte sich auf den drehbaren Türgriff und drehte ihn wie Sazael nach links. Aber die Tür bewegte sich kein Stück. Kailis versuchte es ein weiteres Mal und drehte den Knauf so weit nach links bis er den Anschlag bemerkte. Wieder zog er an dem Griff und wieder bewegte sich die Tür kein Stück. Stirnrunzelnd drehte Kailis den Knauf nun nach rechts bis zum Anschlag, aber wieder tat sich nichts. Ein weiteres Mal drehte er nach links, wieder bis zum Anschlag und zog mit beiden Händen an dem Griff. Aber die Tür bewegte sich kein Stück. Knurrend trat der Dunmer von der Tür weg und verschränkte die Arme vor dem Brustkorb. Wie hatte Sazael die Tür aufbekommen? War er schwächer als sein Bruder? Oder hat sein Bruder vorsichtshalber ein Zauber auf die Tür gewirkt, um sie am öffnen zu hindern? Konnte er das überhaupt? Er schüttelte mit dem Kopf. Unmöglich. Dazu war Sazael nicht in der Lage... also warum ging diese verdammte Tür nicht auf..?
In seinen Gedanken versunken überhörte er zunächst das leise rascheln der Ketten. So bemerkte er auch nicht, das sich mehrere Ketten auf einmal dem rascheln einstimmten. Erst, als das rascheln lauter wurde, schreckte er aus seinen Gedanken hoch und starrte zu der Tür. Er lauschte den Ketten, welche immer lauter und lauter wurden.. dank dem rascheln der Ketten gingen die Geräusche, die die untoten Körper machten, als sie auf den Boden fielen, unter und Kailis wurde sich der Situation erst gewahr, als das Rascheln stoppte und er das Stöhnen und Ächzen der sich bewegenden Untoten hinter der geschlossenen Tür hörte. Kailis zögerte keinen Moment. Er zog seine verbliebene Klinge und konzentrierte sich dann auf einen Flammenzauber. Auch wenn die Tür sich keinen Millimeter von der Stelle bewegte wollte er auf Nummer sicher gehen.
Doch dann wurde es wieder ruhig. Er hatte erwartet, das die Untoten an der Tür kratzten und das er ihren fauligen Geruch nun besser wahrnehmen könnte.. Dem war aber nicht so. Es herrschte wieder Stille. Die selbe Stille wie vor einigen Minuten schon. Doch er hielt den Zauber aufrecht und die Klinge gehoben. Den Blick starr auf die Tür gerichtet, traute er jetzt seinen Ohren nicht. Er hörte ein Flüstern. Doch er konnte die Worte nicht verstehen, die ihm zugeflüstert wurden. Er starrte gebannt auf die Tür. Das Flüstern drang langsam in seinen Körper ein. Das Flüstern wurde langsam lauter, aber noch immer verstand er nicht, was ihm da zugeflüstert wurde. Zögerlich machte er wieder einen Schritt auf die Tür zu. Vielleicht würde er so mehr verstehen. Aber dem war nicht so. Also machte er einen weiteren. Und noch einen. Und wieder einen, bei dem er jetzt auch die Klinge fallen ließ und den Zauber auflöste. Ein Schritt trennte ihm noch von der Tür, aber er konnte das Flüstern noch immer nicht verstehen. Also tat er auch den letzten Schritt, neigte den Kopf zur Seite und legte das Ohr an das Holz von der Tür. Jetzt war das Flüstern am lautesten und klang gar nicht mehr wie ein Flüstern. Es hatte mehr Ähnlichkeiten mit einem leisen Lachen, was immer lauter und lauter wurde. Sein Instinkt brüllte ihn regelrecht an, sich von der Tür zu entfernen, aber so sehr er es auch versuchte, sein Körper blieb wie gebannt mit dem Ohr an der Tür kleben. Jetzt vernahm er auch ein kräftiges Klopfen. Mehrere. Er spürte, wie das Holz von der Tür nachließ. Er spürte, wie die ersten Löcher in die Tür geschlagen wurden. Und er spürte die verwesten Hände, die sich in seine Haare vergriffen, an seinen Hals, seine Wange. Er spürte den festen Griff des Todes und alles, was er tun konnte, war wie gebannt da zu stehen und sich das über sich ergehen zu lassen.
Die Hände rissen an ihm, die Schmerzen waren deutlich zu spüren. Das Holz der Tür gab schließlich nach und Kailis fiel rückwärts auf den Boden. Und mit ihm eine scheinbar endlose Anzahl an Untoten, wo immer und immer mehr sich ihren Weg durch die Tür bahnten und sich auf ihr Opfer stürzten. Am gesammten Körper spürte er nun unerträgliche Schmerzen, als er am lebendigen Leibe verschlungen wurde. Und diese Schmerzen ermöglichten ihm, wieder Herr über den eigenen Körper zu werden. Er riss den Mund auf und gab einen vom Schmerz verstärkten Schrei von sich, der im nächsten Moment in ein Gurgeln überging, als einer der Untoten ihm in die Kehle biss und ein großes Stück Fleisch entriss. Sein Körper zuckte noch mehrmals auf, als würde er sich dem sterben verweigern wollen... Doch es war zwecklos. Tränen bahnten sich ihrem Weg aus seinen Augen über seine Wangen, dann sollte alles um ihn herum schwarz werden, als er seinen letzten Atemzug hauchen und so den restlichen Schmerz nicht mehr mitbekommen sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Naryndis Seniith« (24. April 2017, 21:59)


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Dienstag, 23. April 2019, 20:22

Sazael versuchte das mürrische Knurren seines Bruders so gut es geht zu ignorieren. Sie haben den Raum bereits zweimal gründlich abgesucht, aber weiterhin nichts gefunden. Aller Anschein nach handelte es sich hier doch nur um einen simplen Leseraum, der von dem ehemaligen Besitzer des Gehötfs bereits geplündert wurde. Dennoch... das machte alles keinen Sinn. Das Haus war komplett leer - wenn man davon absieht, das Untote an Ketten aufgehängt von der Decke baumelten. Wer auch immer das Feuer im Ofen gezündet hatte, war bereits entflohen und die Frauen in der Scheune wurden zurückgelassen. Aber diese Fakten stimmten nicht mit den Berichten überein. Das gesammte Gehöft ist im Betrieb, so sagte man, was aber auch durch einen Blick von außen auf die Anlage leicht bestätigt werden konnte, wenn man sich lediglich an die Lichter hielt, die durch die Fenster scheinten. Sobald man aber den Innenbereich betreten hatte änderte sich das Bild schlagartig. Das Licht war in den falschen Räumen entzündet und eigentlich zu schwach, als das man es von weit her erkennen dürfte. Die Räume waren gar nicht bis spärlich möbiliert und zeigten keinerlei Anzeichen dafür, das sich jemand in dem Haus niedergelassen hatte. Also was...-
Sazael wurde aus seinem Gedankengang gerissen als Veranis verärgert mit der Faust auf das blanke Holz eines der Bücherregale schlug und mit einem unterdrückten 'Verdammt!' vor sich hin fluchte. Sazael rollte mit den Augen auf das kindische Verhalten seines Bruders, auch wenn er verstehen konnte woher sein Frust kam. Ihm erging es nicht anders. Er seufzte aus und wandte sich mit seinen Worten an Veranis.
"Gehen wir.", forderte er Veranis auf.
"Huh?", entgegnete dieser ihm und schüttelte den Kopf. "Willst du so früh schon aufgeben?", fügte er hinzu und wollte noch etwas anderes sagen, verstummte dann aber doch, als Sazael ihn mit einen warnenden Blick anstarrte.
"Wir beide werden uns auf die Lauer legen und das Gehöft für einige Tage lang beobachten. Kailis kann Vater Bericht erstatten, damit man auf unsere Rückkehr warten kann.", erklärte Sazael sich.

Nun war es Veranis der mit den Augen rollte. "Und was soll Kailis bitte 'berichten'? Das wir drei zusammen es nicht geschafft haben, ein einfaches Gehöft auf Spuren zu diesem Puppenspieler abzusuchen und das wir versagt haben?", stemmte sich Veranis wieder dagegen mit leichtem Spott in der Stimme. Er wusste, das sämtliche Schuld auf Sazael fallen würde als Truppführer. Die Schuld des Versagens und der Enttäuschung. Aber Veranis würde nicht ungeschoren davonkommen. Vater würde ihn ebenfalls bestrafen, wenn auch nicht so strikt wie Sazael es erfahren würde.

Veranis wollte gerade wieder zum Sprechen ansetzen, seine Lippen spalteten sich schon und wollten die geformten Wörter Sazael entgegenwerfen. Aber anstatt der erwarteten Wörter stoß ein lautes gurgeln aus seinem Mund heraus während sich sein Kopf nach oben streckt. Seine Hände griffen sich an den eigenen Hals und drückten zu. Nach Luft schnappend ging Veranis in die Knie, den Oberkörper kerzengerade gestreckt und hilfesuchend die Decke anstarrend. Als Sazael begriff was sich da vor ihm abspielte, eilte er auf seinen Bruder zu und griff nach seinen Händen. Er versuchte sie mit aller Kraft zu lösen und von dem Hals wegzuziehen. Aber Veranis hatte einen eisernen Griff und wollte nicht loslassen.

Sazael zog eines seiner Kurzschwerter und atmete tief durch. Sollte er versuchen seinem Bruder mithilfe von Schmerzen den eisernen Griff zu lösen? Es gab keine Garantie dafür, das es klappen würde, wiederrum weiß er dies nicht mit Sicherheit. Er musste es also ausprobieren. So hob er die Klinge an und näherte sich das Netz aus Fingern, die sich um den Hals seines Bruders gelegt hatten. Bevor er aber zum Schnitt ansetzen konnte - fiel Veranis einfach um. Mit einem dumpfen Aufprall landete der Körper auf den Holzboden, die Hände nach wie vor um den eigenen Hals geschlungen. Als sich Sazael über seinen Bruder beugte und beinahe panisch den Hals befreien wollte - was ihm auch sehr leicht gelingen sollte - bemerkte er die Augen von Veranis. Sie hatten sich milchig-weiß gefärbt, aber nicht nur die AUgen hatten sich geändert. Auch die Haare hatten sich grau gefärbt und die dunkle Haut schien beinahe durchscheinbar zu sein. Der Körper hatte sämtliche Muskeln verloren und bestand nur noch aus Haut und Knochen.


Sazael schreckte zurück. Er ging mehrere Schritte nach hinten, prallte aber nicht wie erwartet gegen eines der leeren Bücherregale. Seine Schritte stoppten nicht, aber er gewann auch keinen Abstand zu den entstellten Körper seines Bruders. Also blieb er stehen. Er schaute sich um und sah nur Dunkelheit. Der Raum war verschwunden und das einzige Licht das scheinte war an der Stelle, wo sein Bruder lag. Das Licht schwindete aber langsam, es wurde von der Finsternis verschlungen, der Körper von Veranis gleich mit. Sazael versucht zu dem Körper zu sprinten, kam aber nicht näher. So wurde der Körper gänzlich verschlungen und das Licht erlöschte. Gänzlich von der Dunkelheit umgeben rollten Tränen über die Wangen des Mers, was diesen verwunderte und Angst übernham die Kontrolle über seinen Körper. Und da, mitten in der Dunkelheit, blickten ihm zwei leuchtende goldenen Augen entgegen und eine düster klingende Stimme sprach zu ihm.


"Willkommen."

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Samstag, 27. April 2019, 21:38

Angst. Angst ist ein Unkraut, das sich durch die Dunkelheit schlängelt. Sie wurzelt in dem Verstand, vergiftet und korrumpiert ihn und beeinflusst jeden, den sie mit ihren schrecklichen Klauen in ihrem eisernen Griff hat. Nicht selten verleitet sie einen dazu, das man sich wie ein ängstliches Kind verstecken möchte, in einer abgelegenen Ecke kauernd, sich dabei die Augen mit den Händen zuhaltend und darauf zu hoffen, das die Angst bald verschwindet und man sich wieder beruhigen kann. Aber wenn es keinen Platz zum verstecken gibt und die Angst nicht unterdrückt werden kann - dann breitet sie sich aus, vermehrt sich und wächst. Gelähmt wird man von ihr ausgehöhlt um als ein Wirt für etwas neues zu dienen - Furcht und Panik. Die Angst, ausgelöst durch das bloße erwarten von etwas schrecklichen verbündet sich mit der Furcht über die reale Bedrohung und vermischt sich zu der Panik, die den Körper zu unbedachten Aktionen zwingen möchte und sich damit nur noch mehr in Gefahr bringt. Und diese drei Zustände verspürte Sazael innerhalb weniger Sekunden, nachdem er von der düsteren Stimme begrüßt wurde.

Seine Schritte brachten ihn nicht aus der Dunkelheit oder schafften einen Abstand zu den scheinbar in der Luft schwebenden goldenen Iriden, die ihn unentwegt anstarrten. Egal wohin er sich wandte, wohin er wegrannte oder wohin er blickte, die Augen waren da. Und jeder Blick in sie verstärkte seine Furcht und selbst dann noch, als er die Augen schloss. Sie waren da. Überall. Seine Schritte wurden langsamer, zögerlicher. Widerwillig blieb er stehen. Für mehrere Sekunden, Minuten, Stunden .. er stand einfach da und starrte mit aufgerissenen Augen auf eine tiefe Schlucht herab, die sich vor ihm aufgetan hat und den ehemaligen Boden ersetzte. Er wollte springen, aber auch nicht. Er wollte sich fallen lassen, der Körper verspannte sich aber so sehr, das er sich nicht mehr bewegen konnte. Den Blick hielt er stur auf den verlockenden Abgrund vor ihm gerichtet. Seine gesammte Konzentration galt diesem nun und er wunderte sich etwas. Wo waren die beobachtenden Augen, die ihm ständig im Blickfeld lagen? Lange konnte er aber nicht darüber nachdenken, denn er wurde von einem leisen Kreischen daran gehindert.


Das Kreischen wurde immer lauter und zog mit einem scharfen Windhauch an dem erstarrten Dunmer vorbei. Es kehrte wieder und umkreiste ihn mit ohrenbetäubender Lautstärke und entfernte sich wieder nur um dann zurückzukehren. Ein zweites Gekreisch mischte sich dazu als das erste sich wieder aus den Abgrund erhob und ihn abermals umkreiste. Diesmal aber stürzten sie nicht wieder in den Abgrund, sondern umkreisten Sazael ununterbrochen und sorgten dafür, das seine Beine nachgaben und ihn in die Knie zwangen. Das Gekreische wandelte sich zu vorwurfsvollen Worten, die ihm von seinen Brüdern entgegengeschrien wurden. Aber es waren nicht seine Brüder, die Stimmen klangen nur ähnlich und vermischten sich mit weiteren. Hohe und helle, männliche und weibliche Stimmen. Und als hätten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt, so konnte er Umrisse von den Wesen erkennen, die ihn ständig umkreisten. Sie ähnelten Irrlichtern deren Körper nicht aus einem hellem Licht bestand, sondern aus einem dunklen Rauch, der sich über den gesammten Boden verbreitete und seinen Ursprung aus dem Abgrund hatte. Wie ein verkehrt fließender Wasserfall stoß dieser Rauch aus dem Abgrund und schlang sich um Sazael, bindete ihn mit unsichtbaren Ketten an den Boden und herrschte über ihn. Die Wesen tauchten in den Rauch ein und stoßen wieder heraus, kreischten und jammerten und fluchten und schrien. Dann stoppte der Fluss aus Rauch. Einfach so. Die Wesen erstarrten in der Luft und sanken in den Rauch, verschmolzen mit diesem und verschwanden mit jenem wieder in den Abgrund.


Frei von der Bindung kippte der Körper von Sazael vor und drohte in den Abgrund zu fallen. Er konnte sich aber noch rechtzeitig daran hindern indem er sich drehte und so nah der Kante seitlich liegen blieb. Sein Augen waren jedoch nach wie vor auf den Abgrund gerichtet und wollten sich auch nicht lösen. So erblickten sie wieder die goldenen Augen die ihnen entgegenstarrten und näher kamen. Schnell. Rasend. Sie kamen näher und näher und stoßen aus der Schlucht heraus mit einem durch den Rauch gebildeten gewaltigen Körper. Sazael verfolgte dies mit seinen Augen und konnte eine humanoide Gestalt erkennen. Der Rauch formte schwindende Knochen, wodurch der gesammte Körper stets seine Form veränderte. Dem Gesicht fehlten sämtliche Gesichtszüge und so waren die goldenen Augen lediglich zwei helle Lichter, die sich mit dem sich nun krümmenden Körper Sazael näherten. Der Rauch formte einen gewaltigen Mund, der den Dunmer zu verschlingen drohte als er sich über dessen Körper stülpte und ihn vom Boden riss und wie eine gewaltige Sintflut von der Schlucht fortspülte.

Etwas griff aber nach ihm und hob ihn aus dem wütenden Strom aus Rauch heraus und hielt ihn in der Luft. Das Licht kehrte wieder und schien wie am Anfang wieder auf eine bestimmte Stelle und beleuchtete sie inmitten der Finsternis. Es war nicht der Körper von Veranis, den seine Augen erblicken sollten, sondern ein steinerner Thron auf dem eine in halbnackte, bleiche Gestalt mit einer gelangweilten Pose saß. Der Kopf wurde auf einer Faust abgestützt, was die langen und lose getragenen silberne Haare halb über das Gesicht fallen ließ. Der freie Oberkörper wurde mit schwarzen, geschriebenen runenähnlichen Worten und Symbolen geziert und in der linken Hand wurde ein Stab gehalten, dessen Kopf aus zwei langen Dornen und vier kleineren geformt war. Die über dem Gesicht fallenden Strähnen versteckten das frei, spitz zulaufende Ohr nicht und die goldenen Iriden verschwanden unter ihnen auch nicht. Ein Wort, oder eher gesagt, ein Name, setzte sich auf der Zunge des in der Luft schwebenden Mers und wurde ausgesprochen. "Puppenspieler.", flüsterte Sazael so leise, das er sich selbst beinahe nicht hören konnte. Sein Gegenüber schien es aber gehört zu haben, denn ein schmunzeln formte seinen Mund. Er erhob sich aus seinem Thron und starrte Sazael an. Der Stab wurde angehoben und mit Wucht wurde das Ende in den Boden gestoßen. Zeitgleich, als würden mehrere Hände nach Sazael greifen und an ihm zerren, wurde er ruckartig nach zurück gezogen. Diesmal wurde tatsächlich ein Abstand zwischen ihm und dem Puppenspieler erschaffen, der immer und immer weiter in die Ferne verschwand. Sazael's Mund öffnete sich und er gab einen Schrei von sich, als sein Körper sich zu krümmen drohte und...-
Mit einem Aufschrei ruckte Sazael hoch. Er befand sich wieder in dem Raum mit den leeren Bücherregalen und versuchte nach Luft zu schnappen, was ihn nur sehr schwer gelingen sollte. Und bevor er sich über das Geschehene Gedanken machen konnte, um überhaupt erstmal zu begreifen was da passiert ist, wurde er durch ein lautes Knistern und Knacken abgelenkt. Erst dann realisierte er auch die Hitze auf seiner Haut und den sich ausbreitenden Rauch. Ein grelles Licht schien durch das ihm nächste Fenster und dem Mer wurde bewusst, woher der Rauch und die Hitze kamen.

Das gesammte Gehöft stand in Flammen.

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Exorbitanz (27.04.2019)

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Sonntag, 21. Juli 2019, 15:55

Heller Mondenschein beleuchtete das Innere einer längst vergessenen kleineren Kirche bretonischer Herkunft schwach und machte, soweit der Schein reichen durfte, die in der Luft schwebenden Staubpartikel erkennbar. Geröll und größere Trümmerstücke verteilten sich in der verwüsteten Gebetshalle. Bodenplatten fehlten oder waren zerbrochen oder lose, die Innenwände zeigten großflächige Risse und dort, wo einst die Fenster eingefasst wurden, klafften große Löcher. Veremoderte Sitzbänke standen zerteilt oder im Trümmerhaufen vergraben kreuz und quer da. Und inmitten diesen verwahrlosten Haufen aus Schutt und Religion stand der Puppenspieler mit den goldenen Blick zum Mond gerichtet. Bekleidet war er lediglich in ein langes, dunkeltöniges Hüftkleid, das an den Spitzen altersverschuldete Gebrauchspuren aufwies. In seiner rechten hielt er einen Stab in geschwärzten Stahl, dessen Kopf drei unterschiedlich lange Zacken aufwies, die von einer lachenden Fratze ausgingen, deren aufgerissener Mund spitze Zähne aufwies und mit zu Schlitzen verengten Augen in die Leere starrten. Hinter sich hörte der Puppenspieler sich etwas bewegen und somit löste sich der Blick von dem Mond damit er den Kopf wenden konnte. Mit einer Drehung des Körpers wandte er sich der Ursache der Geräusche zu und erblickte zwei seiner Akolythen die Kirche betreten. Sie zerrten zwei scheinbar leblose Körper mit sich, aber der Schein trügte. Sie waren nur bewusstlos und betäubt von einem lähmenden Gift ihres letzten Abendmahls, verabreicht von den beiden Akolythen, die die Körper herzerrten. Die Akolythen stoppten ungefähr fünf Fuß vor ihrem Meister und positionierten die Körper so, das sie auf den Knien "saßen" und hielten mit ihren linken Händen diese auch in dieser Position fest. Die Köpfe der Opfer waren unter Leinensäcke verborgen und es war auch gar nicht wichtig, diese für das kommende Vorhaben überhaupt zu sehen.

So verharrten die Akolythen, Körper und Meister für eine kurze Zeit. Erste warteten geduldig auf einen Befehl des letzteren und zückten unter ihren Kapuzenmäntel verborgenen Dolche, rissen die Köpfe der Körper hoch und offenbarten somit die Kehlen der Opfer, an die sie ihre Dolche legten. Und erst auf ein knappes Nicken hin schnitten die scharfen Schneiden die Kehlen durch und ließen das Blut aus den Öffnungen spritzen. Die Akolythen ließen die Körper los und traten zurück, die Körper fielen auf den Steinboden und färbten diesen mit blutigen Tropfen rot. Der Puppenspieler ließ das untere Ende seines Stabs auf den Boden aufprallen und konzentrierte sich auf die Magicka um ihn herum. Gierig griff er nach ihr und zwang ihr seinen Willen auf. Er formte sie in seinem Verstand, machte sie sich zu eigen und gab ihr Gestalt. Als schwärzlicher Rauch manifestierte sich die Magicka und breitete sich kriechend in der Gebetshalle aus. Der Rauch verschlang auf seinem Weg vieles und umging somit mögliche Hindernisse. Jeder lose Stein, jede Bank, jede Glasscherbe .. sie alle wurden von dem Rauch verschlungen und verzehrt und es verblieben keine Spuren, die darauf hinweisen könnten, das einmal etwas hier stand oder lag. Einzig der Puppenspieler und seine Akolythen waren sicher vor der vernichtenden Macht dieser Magie - Weil der Puppenspieler es so wollte. Letztendlich näherte sich der Rauch den sterbenden Körpern und vereinnahmte auch sie. Sobald der Rauch die Haut der Körper berührte konnte man ein lautes Zischen vernehmen. Der Rauch verbrannte die Haut, fraß sich durch das Fleisch und durchlöcherte die Knochen. Die Akolythen hatten bereits ihre Arme seitlich von sich ausgestreckt und angehoben, ihre Augen starrten an die brüchige Decke der Kirche und sie summten melancholisch vor sich hin. Noch immer hielten sie in ihren rechten Händen die Dolche fest umgriffen und hielten sich bereit. Der Puppenspieler hob seine linke Hand an und formte eine herrische Geste.

"Erhebt euch."

Auf dem Befehl folgten mehrere Reaktionen. Das Knacken und Knirschen brechender Knochen und entrissenem Fleisches stoppte und der Rauch begann sich nun auch an den Wänden und der Decke der Kirche zu verteilen und sperrten somit jegliche Lichtquelle von außerhalb aus. Die Augen des Puppenspielers begannen in der gewonnen Dunkelheit zu glühen und zeigten ihre ganze güldene Pracht. Die Akolythen führten die Dolche zu ihren linken Handflächen und formten einen leichten Schnitt, tief genug um das Blut aus ihren Handflächen fließen und in den Rauch tropfen zu lassen. Das hinzugegebene Blut ließ den Rauch leicht rötlich glimmern und schließlich regten sich die geopferten Körper. Sie hatten Mühe sich mit den angefressenen Knochen und den beschädigten Bündnis aus Haut und Fleisch überhaupt aufzurichten und somit versuchten sie vergeblich dem Befehl des Puppenspielers nachzukommen. Das war aber nicht wichtig. Die Körper waren ihm nicht wichtig. Nichts von dem ganzen, was hier passierte war wichtig. Nur das was er zu erreichen versuchte war es. Und somit kam der nächste Befehl.

"Beugt euch mir."

Die Körper stoppten in ihrer Bewegung. Der Rauch formte in einem kreisrunden Bereich Platz für die beiden Körper und umzingelten sie so. Die Akolythen hatten bereits ihre Arme wieder gesenkt und die blutenden linken Hände zu Fäuste geballt. Sie murmelten vor sich hin und sprachen die ihnen beigebrachten Formeln aus. Die Fäuste begannen kurz darauf im hellen bläulichen Schein zu scheinen und die Fäuste entspannten sich wieder. Sie legten ihre leuchtenden Hände in gebückter Position auf die Rücken der Körper der angehenden Untoten und verharrten so. Der Puppensieler hatte seinerseits Formeln gesprochen, die allerdings von denen der Akolythen abweichten, und die Hand in dem Rauch verschwinden lassen. Während seine Akolythen mit einem Teil ihrer eigenen Lebenskraft versuchten, die Seelen der Körper zu entziehen, war der Zauber des Meisters mehr darauf bedacht diese freizusetzen. So sollten die Akolythen die Seelen für sich beanspruchen und gefangen nehmen können, während der Meister sie freisetzt. Und da die Akolythen ihr eigenes Leben anboten, hoffte der Puppenspieler das die Seelen nicht einfach verschwinden und ins nächste Leben ziehen, sondern sich an die Akolythen binden lassen. Die Körper fingen an sich zu zersetzen. Während die Haut sich in Asche auflöste, fing das Fleisch an zu verfaulen und sich von den Knochen zu lösen. Die Knochen sollten sich langsam auflösen und zu Staub zerfallen. Das bläuliche leuchten ging auf die Körper über und formten kleine schwebende Kugeln in den freigelegten Brustkörben. Und diese Kugeln aus Licht waren was der Puppenspieler brauchte. Sie waren die Essenz der beiden Körper und sein rechtmäßiges Eigentum. So folgte der nächste Befehl.

"Dient mir."

Der Rauch verschlang die Körper wieder und die Akolythen entfernten sich von den Körpern. Dem rötlichen leuchten mischte sich das blaue der Kugeln hinzu und schienen sich synchronisiert mit dem Herzlag des Puppenspielers zu pulsieren. Dieser ließ seinen Stab fallen und hob wie seine Akolythen vorher die Arme in die Luft. Er gab mehr von seiner Kraft in den Rauch und ließ diesen die Kugeln verschlingen. So regte sich etwas in dem Rauch etwas erhob sich aus diesem. Zwei Wesenheiten lösten sich aus dem Rauch und versuchten eine Form anzunehmen. Aber der Rauch war nicht beständig genug um dies leisten zu können. So versuchten die Wesen miteinander zu verschmelzen, aber auch dies war nicht mit Erfolg gekrönt. Der Puppenspieler ließ die Arme wieder sinken und war gezwungen sich hin zu knien. Er bemerkte wie die Erschöpfung sich anschlich und ihn zu überwältigen gedachte, also war er gezwungen aufzuhören. Aber er würde nicht abbrechen. Die Wesenheiten würde er nicht entkommen lassen. Sie waren seins. Und somit folgte der letzte Befehl.

"Kehrt zu mir zurück."

Die Wesenheiten verschmolzen wieder mit dem Rauch, auch wenn es den Anzeichen machte, das sie sich wiedersetzen wollten. Langsam zog sich der Rauch wieder zurück zu ihrem Wirker und sobald die erschaffenen Kreaturen gänzlich mit dem Rauch verschmolzen hatten löste der Puppenspieler die Magie auf. Der restliche Rauch verschwand in der Luft und ließ den Mond wieder in die Ruine scheinen, die Akolythen eilten zu ihrem erschöpften Meister und wollten ihm beim aufstehen helfen. Das Experiment war ein Fehlschlag, wenn auch kein fataler. Er schaffte es eine andere Art von "Leben" zu erschaffen und mit der Zeit würde er sicherlich in der Lage sein, ihnen eine Form zu gewähren. Alles was er dazu brauchte waren mehr "Freiwillige" und ... Zeit. Und von beiden dürfte es mehr als genug auf der Welt geben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Naryndis Seniith« (21. Juli 2019, 18:50)


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Jassillia (23.07.2019)

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Samstag, 21. September 2019, 16:23

Der Kult des Puppenspielers

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Erfasst und Niedergeschrieben von Gauenne Seleion, (ehemaliger) Akolyth ersten Ranges, nach der Gründung des Kultes
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"" Zuallererst möchte Ich darauf hinweisen das der Meister, von den meisten mit Furcht erfüllten Stimmen und dennoch mit hohem Respekt, grundsätzlich als der Puppenspieler betitelt wird. Andere Namen existieren, jedoch nicht offiziell. Und sicherlich nicht weniger respektvoll.
Um den Inhalt dieses Schriftstückes zu erklären: Er dient euch angehenden Akolythen als Leitfaden, damit ihr euch schnell eingliedern und euch im besten Fall so nützlich wie möglich machen könnt.""

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Die Aufnahmeprüfung:
- '' Wie ihr sicherlich bereits wisst, gibt es keine Möglichkeit, den Kult von außerhalb zu kontaktieren. Uneingeweihte werden von den Kultisten auf der Stelle ermordet sollten sie einmal "zufällig" welche antreffen. Mögliche Auserwählte werden von uns über unterschiedliche Mittel und Wege kontaktiert. Sobald der Kontakt hergestellt wurde, wird erwartet das die Auserwählten dem Ruf folgen und sich der Aufnahmeprüfung zu stellen und sie erfolgreich abzuschließen. Wird dem Ruf nicht gefolgt, oder die Prüfung nicht bestanden, dann werden Maßnahmen ergriffen, die meistens tödlich enden. Wer dem Ruf folgt muss sich auf folgendes einstellen:
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1. Die Aufnahmeprüfung variiert. Sie ist immer unterschiedlich und wird von den Prüfern verteilt. Dazu kann sie mehrere Stufen haben.
2. Es ist KEINE schriftliche Prüfung. SIe ist immer rein magischer Natur und unterliegt strengen Richtlinien, die, wie oben erwähnt, von den Prüfern festgelegt werden. Um Beispiele zu nennen: Tote erwecken in einer gewissen Zeit oder Anzahl, niedrige Geister bändigen oder ähnliches. Erfahrungen, die ein jeder Kultist beweisen muss und die zu dem Ruf geführt haben.
3. Die Prüfungen werden immer gemeinsam stattfinden. Das heißt alle Auserwählte werden gleichzeitig an den Prüfungen teilnehmen. Da das Prüffeld meistens nur begrenzte Ressourcen aufweist, wird ein jeder Auserwählte gezwungen sein, sein bestes zu geben um auch zu bestehen.
Sollten die Prüfungen erfolgreich absolviert werden, wird man einen neuen Rang zugesprochen bekommen. " -

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Die Ränge:
- " Es gibt insgesammt vier Ränge. Sie werden allesammt von den Kultführern vergeben. DIes sind die Ränge, die vergeben werden können:

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- Auserwählter: Ein Auserwählter ist ein jeder, der die Aufmerksamkeit des Kults auf sich gezogen hat und wird automatisch vergeben.
- Akolyth: Ein jeder, der die Aufnahmeprüfung bestanden hat. Die Akolythen unterscheiden sich je nach Rang, der von dem dritten aufsteigend zu dem ersten läuft. Kein Akolyth steht über den anderen, sie sind alle gleich. Die Ränge zeigen lediglich an, wie viel Wissen sie bereits angesammelt haben. So hat ein Akoylth des ersten Ranges mehr wert als einer im dritten Rang, dennoch wird man nicht zögern, ihn zu elimininieren, sollte es nötig sein.
- Puppe: Als Puppe werden die Auferstandenen bezeichnet, die von den Mitgliedern des Kults beschworen wurden.
- Marionette/Oberster AKolyth: Als Marionetten werden gleichzeitig die obersten Akolythen, und somit Anführer des Kults, als auch die Untoten, die direkt von dem Meister oder seinen treuesten Gefolge beschworen wurden, bezeichnet.

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Zusätzlich zu diesen Rängen gibt es noch die Schüler. Die Schüler sind dem Meister direkt unterstellt und seine treuesten Untertanen. Sie gehören nicht offiziel zu dem Kult, genießen dennoch einen Ehrenstatus, da sie gleichzeitig als Sprachrohr von dem Meister dienen. Durch sie gibt der Meister Befehle durch und kommandiert den Kult - wenn nötig. Dies geschieht nur in den seltensten Fällen. Wie der Meister sprechen die Schüler nur selten, und wenn sie es tun, sind es Befehle, die dem Meister dienlich sind oder die direkt von dem Meister stammen und sind somit ohne zu Zögern direkt auszuführen. Die Schüler werden mitunter auch als "Stranglose" bezeichnet - Im Gegensatz zu uns Kultmitgliedern sind sie frei. Der Meister kontrolliert sie, hindert sie aber nicht in ihren Aufgaben und gibt ihnen mehr Freiheiten als uns jemals zustehen könnte. Würde man die Position der Schüler mit einem Puppentheater vergleichen, wären sie die Puppen, die von dem Spieler gesteuert werden, aber gleichzeitig selbst Puppen steuern können. " -

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Die Regeln:
- " Es gibt keine offiziell festgelegten Regeln. Es wird erwartet, das die Kultangehörigen wissen, wie man sich in einem Kult aus Fanatikern und Totenbeschwörern zu Verhalten hat. Natürlich zum Wohle der eigenen, körperlichen und geistigen Gesundheit, sowohl als auch, und am allerwichtigsten, zur Zufriedenstellung des Meisters und zum Erhalt des Kultes. " -

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Besondere Ereignisse:
- " Es gibt verschiedene Ereignisse, die stattfinden können. Die wichtigsten allerdings werde Ich hier auflisten.

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- Die schwarze Hochzeit: Die schwarze Hochzeit ist, wie der Name bereits zu erkennen geben dürfte, eine Hochzeit unter den Kultisten, die zueinander gefunden haben. Auch wenn es nur selten passiert, haben die Schüler die Unterstützung des Meisters bekanntgegeben, da es bei den wenigen, die geheiratet haben, höhere Erfolge zu verzeichnen gegeben hatte. Die wichtigste Hochzeit die es zu erwähnen gibt, ist die von zwei der insgesammt drei Schülern des Meisters und wurde zu unserer Freude innerhalb der Kulthallen abgehalten und vom Meister persönlich abgesegnet. Auch wenn es ironisch für viele sein dürfte, das in einem dem Tode verschriebender Kult so etwas wie "Liebe" für lebende Dinge existierte, so möchte Ich nur darauf hinweisen, das viele von den Kultmitgliedern lebendig sind und sich somit auch entsprechend verhalten können.
- Das dunkle Gelöbnis/Das erste Grab: Zwei nicht so unterschiedliche Ereignisse. Als das dunkle Gelöbnis wird ein stilles Gebet bezeichnet, das man kurz vor seinem möglichen Ableben innerlich durchgeht. Man bereitet sich dadurch auf dem Leben nach dem Tod vor und ergibt seinen Körper damit den Totenbeschwörern um weiterhin dem Kult dienen zu dürfen. Das erste Grab ist somit der Tod des lebendigen Körpers und wird, soweit möglich, immer in den Hallen des Kultes zeremoniell stattfinden.
-Die höchste Ehre: Die höchste Ehre wird grundsätzlich, aber nicht exklusiv, den Schülern des Meisters zuteil. Sollte einer der Schüler sterben, werden sie persönlich von dem Meister wiederbelebt. Stärker und Intelligenter als die Untoten von den Nekromanten des Kults scheint es so, als wären sie ohne Einschränkungen wiederbelebt und tatsächlich wieder am Leben. Wenn ein Schüler gewillt ist, kann er einen Teil der Macht von dem Meister mit einem schmerzhaften Ritual vor seinem Ableben in sich aufnehmen. Es ist mi9r allersings nicht bekannt, welche Auswirkungen dies auf einem haben könnte.
Wie gesagt gibt es noch weitere, vielleicht von der Bedeutung her gleichwertige Ereignisse, dennoch werde Ich sie hier nicht aufzählen. " -

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Religion und Glaube:
- " Als treue Untertanen ist unser Glaube an dem Meister fest und wird sich nicht erschüttern lassen. Somit haben wir offiziel keine "Religion", sondern eher einen Fanatismus, auf den der gesammte Glaube aufgebaut ist. Allerdings gibt es im Kult auch mehrere Mitglieder, die zusätzlich zu den Daedraprinzen beten, was nicht verboten ist, solange der Meister an erster Stelle steht. " -
"" Somit habe Ich die ersten, wichtigsten Themen niedergeschrieben, an der sich jeder orientieren kann. Es werden weitere folgen, dennoch muss Ich mich zuerst um meine Pflichten kümmern, bevor Ich die weiteren Themen niederschreiben kann.

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Möge der Meister uns lange gnädig sein
Möge jeder Kultist ihm dienlich sein
Möge der Tod uns wahre Freude bereiten