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Sonntag, 12. Mai 2019, 12:57



Schildwacht, in einem der Zimmer des Gasthauses ´Schwestern der Sande´...

Prinz Silann Ashere kneift die Augen zusammen und wirkt zusehends konzentriert, als er - der sich an jenem Tag inkognito im Gasthaus ´Schwestern der Sande aufhält´ - sich der bewusstlosen Bediensteten des Hauses zuwendet.
Dschamilia, die schon eine ganze Zeit im größten Gasthaus der Stadt als Bedienung arbeitet, wurde über Alya, die sich in letzter Zeit so einige Mal mit ihr auch vergnügte, in eines dieser Zimmer gelockt und betäubt.

Alya bint Rashid al Alik´r stellte die Bedingung dabei sein zu dürfen, wenn sie schon ihre Gespielin hierher bringt und ist sichtlich fasziniert von dem dann folgenden Szenario.
Silann ist fest davon überzeugt, dass Dschamila etwas mit dem Verschwinden seiner rechten Hand Isra al Abin zu tun hat und hat ihr nun wohl eina Art Wahrheitsdroge verabreicht.
Woher er dieses ´Mittel´ bezog, hätte Alya sicher gerne gewusst, fragt aber nicht danach, denn Silann beginnt auch schon mit der Befragung.


Silann Ashere befragt die unter Drogen gesetzte Dschamila, während Alya die Szenerie gebannt verfolgt.

Halb in Trance antwortet Dschamila auf die bohrenden Fragen des Prinzen.
Davon ausgehend, dass jene Droge die Wirkung hat, die versprochen wurde, lauscht man gespannt den Worten dieser scheinbar einfachen Bediensteten.
So erfährt Silann von ihrem ´Geliebten´, jenem ´Tahir´, der Isra scheinbar entführt hat, es aber eigentlich auf Leute der Abutemal abgesehen hat.
Isra war wohl einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.

Ferner erfährt man, dass Dschamila selbst auch nur eine Figur im Spiel eines trickreichen Halunken ist, der sie für seine Zwecke und mit einer Liebeslüge missbrauchte.
Dass Isra entführt wurde, steht wohl nun fest, aber wohin jener ´Tahir´ mit ihm entschwand, ist noch völlig offen.

Das Abutemal-Anwesen, nicht viel später...

Als Silann Ashere das Haupthaus des Abutemal-Anwesens betritt, um mit Rashid bin Temal al Alik´r über die aktuellen Informationen zur Entführung seiner rechten Hand zu sprechen, ist er einerseits immer noch aufgewühlt ob jener gerade erst erhaltenen Neuigkeiten, aber andererseits auch erfreut, einen alten Freund nach langer Zeit wieder zu sehen.

Die Umstände mögen zwar nicht besonders glücklich sein, doch wann haben die Götter schon einmal darauf Rücksicht genommen?
Aabid bin Rashid al Alik´r, der Zweitgeborene aus dem Hause Abutemal, ist wieder zurück.
Seine Zeit in Bergama scheint zu Ende zu sein.
Er hat die dortigen Geschäfte nach den Vorfällen rund um den zwielichtigen ehemaligen Mitarbeiter Masud af-Nuri wieder ins Lot gebracht.
Möglicherweise wird ihn sein Vater nun ein wenig mehr als den Sohn anerkennen, der er ihm sein möchte.


Silann Ashere bespricht sich mit Rashid bin Temal al Alik´r, sowie seinen Zweitgeborenen Aabid bin Rashid al Alik´r.

Silann erklärt rasch die aktuelle Situation.
Isra al Abin ist entführt.
Es gilt nun schnell zu reagieren und keine Zeit zu verlieren.
Nach einer kurzen Besprechung wird beschlossen, dass Silann drei seiner Schiffe zum Auslaufen klar machen lässt, da er davon ausgeht, dass die Entführer - vermeintlich Sklavenhändler - via Schiff unterwegs sind.
Einige jüngste Gerüchte scheinen das zu bestätigen.
Rashid will ihn dabei unterstützen und schickt ihm Aabid an seine Seite, ihn zu begleiten.

Glenumbra, am Westufer nahe der Fernwacht...

Marc Cardoret ist ein einfacher bretonischer Soldat im Dienste der Löwengarde.
Kein hoher Rang, keine besonderen Auszeichnungen oder Dienste, die er bisher erbringen konnte.
Seit einigen Wochen schon ist er einem kleinem Lager am westlichen Ufer nahe der Fernwacht zugeteilt, um insbesondere die Gegend zu kontrollieren.

Dies tut er auch an diesem Tage, als er alleine seine gewohnte Route abreitet.
Heute macht er dies alleine, da sein Partner die Scheißerei hat und er diesen Dufont, der ihn ersetzen würde, so gar nicht riechen kann.
Es stört ihn nicht, dass er alleine unterwegs ist, als er sein Pferd gen Westufer lenkt.


Ein Soldat der Löwengarde entdeckt am Ufer drei Männer.

Doch heute ist etwas anders.
Er entdeckt am Ufer drei Gestalten, die an einem kleinen Boot stehen.
Kurz zögert er, dann nähert er sich und tut, wofür er seinen Eid leistete.

Bei den Drei handelt es sich um zwei Bretonen von der Barnonie Normanier, die dabei sind einem rothwardonischen Schiffbrüchigen zu helfen.
Jener Wüstenmann scheint völlig entkräftet, ist am Fuß verletzt und faselt etwas von Entführung, einem Prinzen und irgendwelchen Häusern aus Schildwacht.
Von einem Schiff ist allerdings nichts zu sehen.
Die Normanier-Männer können glaubhaft ihre ehrwürdigen Absichten darstellen und so belässt es Cardoret dabei seinem Vorgesetzten lediglich einen ausführlichen Bericht hierüber abzugeben.




So kommt es also nun heraus, dass Isra al Abin entührt wurde.
Während man in Schildwacht diese Informationen per Wahrheitsdroge erfährt und sofort Vorkehrungen einläutet, wird weit entfernt am westlichen Ufer von Glenumbra ein völlig entkräfteter rothwardonischer Schiffsbrüchiger an Land gespült... 8)
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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Donnerstag, 16. Mai 2019, 10:10



Schildwacht, die Taverne der Gefrorenen Palmen...

´Die Taverne der Gefrorenen Palmen´ ist direkt neben dem größten Gasthaus der Wüstenstadt gelegen und gilt für nicht wenige als krasser Gegensatz zu den ´Schwestern der Sande´.
Während in dem einen Gasthaus für gewöhnlich der größte Teil der rothwardonischen Stadtbewohner Ein und Aus geht, findet man in der kleineren Taverne ein gar unterschiedliches Publikum, geprägt von den Außenseitern und ´Gästen´ der Stadt.

Der Bote der Abutemal muss dort nicht lange nach dem Kriegstrupp ´Drokul´ fragen.
Die Orks fallen auf, das ist mal sicher.
So wird der Rothwardone auf die kleine Terrasse geschickt und wird dort fündig.
Zwei der Orkkrieger lassen es sich gerade gut gehen.
Der Eine davon, Oglog und ein besonders dickes ´Exemplar´, der auf Jeden alleine durch eine Körpermasse einschüchternd wirken könnte, quält den aus seiner Sicht viel zu kleinen Stuhl, als er den Abutemal-Boten bemerkt, der soeben jene kleine Terrasse betritt.


Ein Abutemal-Bote überbringt ´Drokul´ eine Nachricht.

Und dieser bringt Kunde aus dem Hause Abutemal.
Das Familienoberhaupt, Rashid bin Temal al Alik´r, lässt ausrichten, dass er ´Drokul´ auf seinem Anwesen zu sehen wünscht.
Es gibt etwas zu besprechen, so die Kunde des Boten.
Undrak, der ´Hässliche´, der nur über eine ´echte´ Hand verfügt, reagiert auf diese Einladung recht gelassen, scheinbar uninteressiert, während er Oglog das Reden überlässt.
Dieser erklärt dem Rothwardonen, dass es sehr wahrscheinlich sein wird, dass ´Drokul´ der Einladung folgen wird.
Man kann förmlich spüren, dass es die muskelbepackten Orkleute nicht besonders mögen, von den Menschen kommandiert zu werden.

Während sich sodann der Bote wieder auf den Weg zum Anwesen der Abutemal macht, nimmt er zunächst nicht wahr, dass draußen vor dem kleineren Gasthaus ein neuer Ork steht, der wohl erst gerade in Schildwacht eingetroffen ist.
Interessant ist, dass er in Begleitung einer Rothwardonin zu sein scheint, die ihm wohl nicht von der Seite weicht.

Schildwacht, das Abutemal-Anwesen...

Rashid bin Temal al Alik´r hat Gäste, die er zunächst einmal mit einer Mischung aus Neugierde und Misstrauen mustert.
Die Einladung stand schon etwas länger und erst jetzt fanden zwei der rothwardonischen Händler von der Gruppe ´Seps Tränen´ den Weg zu dem Familienoberhaupt der Abutemal.
Rashids Gründe jene Händler zu sich einzuladen liegen auf der Hand, liegt es doch in seinem Interesse, stets neue Handelsbeziehungen aufzubauen und zu pflegen.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem ersten Treffen mit ´Seps Tränen´ kommt, die sich scheinbar in Schildwacht gut eingelebt haben.


Rashid bin Temal al Alik´r empfängt ´Seps Tränen´.

Es ist der dürre Buchhalter Taheer af-Naman, der sich die Ehre gibt und die Händlergruppe an jenem Tage bei Abutemal vertritt.
An seiner Seite ist die noch junge Rothwardonin Miriya af-Abir, die sich wohl gemäß ihrer Stellung in der Gruppe zurückhaltend präsentiert und das Reden größtenteils Taheer überlässt.
Auch der Prinz Silann Ashere ist zugegen, der seit den Geschehnissen rund um die mysteriöse Entführung seiner rechten Hand Isra al Abin recht häufig den Kontakt zu Abutemal zu suchen scheint.

Wie so oft bespricht sich Rashid mit einen Gästen bei jener kleinen überdachten Sitzgruppe, die auf dem Außengelände zum Ufer der Iliac-Bucht gelegen ist.
Nur sehr selten empfängt er Besucher im Haupthaus.
Man könnte vermuten, dass er in diesem Punkt genau abwägt und keineswegs reiner Zufall ist, wo die Besprechungen stattfinden.
Die Unterredung mit ´Seps Tränen´ ist geprägt von einer gewissen kühlen Distanz.
Man ist noch nicht miteinander warm geworden, das merkt man gut.


Das Gespräch mit ´Seps Tränen´ bleibt nicht ohne Ergebnisse.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass man sich zunächst ein wenig auf den Zahn fühlt und bemüht ist herauszufinden, wie der andere so ´tickt´.
Dennoch bleibt das Gespräch, aus dem sich Prinz Ashere die meiste Zeit heraus hält, nicht ohne Ergebnisse.
Rashid bekundet sein Interesse an der von ´Seps Tränen´ angebotenen Medizin und will schon recht zeitnah jemanden entsenden, der sich die Angebote der Händlergruppe persönlich präsentieren lassen wird.



Während sich die Orkkrieger des Kriegstrupps ´Drokul´ in einem kleinen Gasthaus Schildwacht bequem machen, empfängt Rashid zwei Abgesandte der Händlergruppe ´Seps Tränen´.
So verstrickt und scheinbar belastend die Situation rund um die Entführung des Isra al Abin auch sein mag, muss das Geschäft weiter gehen.
Und außerdem steht für den Prinzen schon sehr bald seine Hochzeit mit Jamina an... 8)
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Samstag, 18. Mai 2019, 13:13



Schildwacht, das Abutemal-Anwesen...

Rashid bin Temal al Alik´r ist wahrlich kein Mann, der es mag, wenn es auf dem Abutemal-Anwesen hektisch zugeht.
Es ist einer, der die Ruhe und geregelte Abläufe schätzt, insbesondere im Heim seiner Familie, die für ihn über alles steht.
So ist es an jenem Tage auch wohl eher eine Seltenheit, dass gleich mehrere Gäste auf dem Anwesen an der Iliac-Bucht erwartet werden.


Namir al-Rashid ist zusammen mit Prinz Silann Gast bei Abutemal, um übers Geschäft zu sprechen.

Namir al-Rashid, der rothwardonische Forscher, der schon seit geraumer Zeit seinen Lebensmittelpunkt nach Wegesruh verlegt hat, und für eine bretonische Mäzenin dem Haus der Wissenschaft vor steht, hat sich nach längerer Abwesenheit einmal wieder angekündigt.
Es geht natürlich bei seinem Besuch in erster Linie ums Geschäft, hat Namir bereits einige Pläne, mit denen er insbesondere mit Rashid und auch dem Prinzen Silann Ashere besprechen und im Detail vorstellen möchte.
So kommen sie nun zusammen und verhandeln darüber, wie sinnig es wäre, ein Schiff zur gemeinsamen Nutzung entweder zu erwerben oder sogar bauen zu lassen.


Die Verhandlungen sind zäh und zunächst nicht sonderlich erfolgreich.

Wäherend Rashid reges Interesse hat seine Handelsbeziehungen auch auf andere Ufer der Iliac-Bucht zu verlagern, reagiert Silann Ashere wohl doch noch zögerlich auf Namirs Vorschlag.
Namir selbst würde die Nutzung für etwaige Expeditionen anstreben wollen, natürlich in Abspreache mit den beiden anderen Nutzern.
Der Mehrwert einer solchen Kooperation scheint dem Prinzen noch nicht klar zu sein, so gibt er wohl Namir zunächst einmal einen Korb.
Rashid indes muss die Verhandlungen in dem Moment abbrechen, als sich weitere Gäste ankündigen...


Der Kriegstrupp ´Drokul´ trifft ein.

Der Kriegstrupp ´Drokul´ ist soeben eingetroffen.
Mit der Präsenz der kräftigen Orks ändert sich auch schlagartig die ´Stimmung´ auf dem Anwesen.
Die Wachen zeigen erhöhte Aufmerksamkeit und haben von nun an nur noch Augen für die Krieger von ´Drokul´.
Rashid ruft die Orks an einen Tisch zusammen, um mit ihnen über ihr Abkommen, sowie über einen ersten Auftrag zu sprechen, den er ihnen gerne übertragen würde.
Zur Überraschung aller sind die Orks in Begleitung einer unbekannten Rothwardonin, die scheinbar an ihrer Seite weilt.


Kein einfaches Unterfangen, die Verhandlungen mit den Orks.

Schon bei der Erklärung jenes Auftrages spürt man förmlich die Abwehrhaltung der mächtigen Krieger.
Es ist ein schmaler Grat auf dem man sich bewegt.
Die Orks schätzen es nicht sehr, sich von Menschen etwas sagen zu lassen.
Und ihr wildes Blut geht dabei auch schon einmal mit ihnen durch, was an dem Berserker Gronn - dem wohl kräftigsten Ork der Gruppe - mehr als deutlich sichtbar wird.
Nur ein paar falsche Worte, die Prinz Ashere scheinbar wählt, reichen, dass er gar auf ihn los geht und trotz der zahlreichen Wachen nur mühsam davon abzuhalten ist, Silann in einen blutigen Kampf zu verwickeln.


Rashid spricht noch einmal mit dem Wortführer von ´Drokul´.

Die Szenerie scheint für einen kurzen Moment zu eskalieren, konnte aber durch Einschreiten des dicken Oglog abgewendet werden, der Gronn fast schon hinaus schleift.
Der Auftritt hat Rashid in diesem Moment klar werden lassen, dass der Ort einer Zusammenkunft mit den Orks besser anderswo als hier auf seinem Anwesen hätte stattfinden sollen.
Dennoch macht er am Ende der Gespräche dem Wortführer des Kriegstrupps, wohl einem Schamanen, deutlich, dass Gronn nur sehr knapp dem Tode entronnen ist.
Rashid würde in den nächsten Tagen von den Orks eine Antwort erwarten wollen, ob sie an seinem Auftrag Interesse haben.
An dem ausgeloteten Belohnungen sollte es nicht scheitern.

Eher an dem Stolz und dem wilden Blut der Orks...



Vermeintlich gescheiterte Verhandlungen zwischen Namir al-Rashid, dem Hause Ashere und dem Hause Abutemal, sowie eine Fast-Eskalation mit den Orks sorgten für einigen Trubel auf dem Anwesen der Abutemal... 8)
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Sonntag, 19. Mai 2019, 14:10



Schildwacht, das Abutemal-Anwesen...

Das Treffen mit dem Ork-Kriegstrupp ´Drokul´, und die damit fast einhergehende Eskalation, hallt immer noch nach, als sich bereits weiterer Besuch auf dem Anwesen der rothwardonischen Händlerfamilie Abutemal ankündigt.
Wieder einmal ist Prinz Silann Ashere zu Gast, der kurz vor seiner Vermählung mit der Rothwardonin Jamina steht, aber am heutigen Tage Neuigkeiten zu verkünden hat.

Der ´verlorene Sohn´ Isra al Abin, die rechte Hand des Prinzen, ist wieder zurück.
Und auch er trifft nur wenig später auf dem Anwesen ein, um über die Ereignisse rund um seine Entführung zu berichten.
Es stellt sich heraus, dass jener mysteriöse Rothwardone, der einst im Zimmer des Gasthauses ´Schwestern der Sande´ scheinbar auf Alya bint Rashid al Alik´r gewartet hat, nicht ein gewisser Tahir ist, sondern Harkiim.
Harkiim war ein Verbündeter des abtrünnigen Masud af-Nuri, der in Bergama der Abutemal-Familie erheblichen finanziellen Schaden zugefügt hat.
Während man damals Masud hat dingfest machen und ihn seiner gerechten Strafe überstellen konnte, ist jener Harkiim verschwunden.
Alle gingen davon aus, dass er sich aus dem Staub gemacht hat.
Ein Irrtum, wie sich nun heraus stellt.


Rashid, sein Zweigeborener Aabid und Prinz Ashere lauschen den Worten des geretteten Isra al Abin.

Wohl auf Rache aus, hat er versucht Angehörige der Abutemal-Familie zu entführen.
Dabei geht es ihm anscheinend nicht darum sie zu töten, sondern vielmehr als Sklaven zu verkaufen.
Isras Glück war es, dass er bei einem Sturm von dem Schiff, auf dem er gebracht wurde, fliehen konnte und es trotz seiner Fußverletzung gerade noch bis ans rettende westliche Glenumbarufer geschafft hat.
Dort wurde er von Angehörigen der bretonischen Baronie Normanier gefunden, versorgt und am Ende gerettet.
Trotz, dass man die Suche nach dem Sklavenschiff des Harkiim veranlasst hat, konnte bis jetzt keine Spur gefunden werden.

Als besondere Neuigkeit kann Isra Rashid bin Temal al Alik´r verkünden, dass er wohl auf dem Schiff den vermeintlich toten Faisal abd al Rashid gesehen hat, der schwer verletzt dort verwahrt wird.
Das Familienoberhaupt der Abutemal mag es kaum glauben, dass seine erste Waffenhand noch lebt, ging man doch bisher davon aus, dass er bei der Expedition im Berg bei einem Beben von herabfallenden Steinen erschlagen wurde.
Rashid hat vor die Orks von ´Drokul´ zu entsenden, sobald man weiß, wo sich dieses Sklavenschiff befindet, um Faisal zu befreien.
Zeitgleich will Silann persönlich und direkt nach seiner Vermählung zusammen mit Aabid bin Rashid al Alik´r mit einigen Schiffen aufbrechen, um die Suche nach Harkiim und seinen Sklavenhändlern aufzunehmen.



Der verlorene Sohn Isra al Abin ist wieder zurück.
Silann Ashere sinnt dennoch weiter auf Rache und will Harkiim selbst fassen, während Rashid weiterhin plant die wilden Orks zusätzlich zu entsenden.
Zunächst gilt es sich aber auf die schon bald anstehende Hochzeit des Prinzen vorzubereiten, wäre da nicht noch Namir al-Rashid, mit dem sich Rashid noch vorher treffen will, um zu besprechen, ob es doch noch zu einem gemeinsamen Geschäft kommen kann... 8)
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Montag, 20. Mai 2019, 12:01



Schildwacht, im Garten des Königspalastes...

Er wird durchaus häufig besucht, jener wohl gepflegte und öffentlich zugängliche Garten, der auf der Rückseite des prächtigen Palastes von König Fahara´jad schon vor sehr langer Zeit angelegt wurde.
Als Rashid bin Temal al Alik´r dem rothwardonischen Forscher Namir al-Rashid eine Nachricht für ein weiteres Treffen zukommen ließ, hat er sich wohl einmal wieder etwas dabei gedacht ihn dieses Mal nicht auf seinem Anwesen an den Ufern der Iliac-Bucht zu treffen, sondern eben hier in diesem Garten.
Während das Familienoberhaupt der Abutemal andächtig und in Gedanken auf den prachtvollen Brunnen blickt, nähert sich derweil Namir und wird von den in der Nähe postierten Abutemal-Wachen nicht besonders beachtet, ist er inzwischen auch für sie ein durchaus bekannter und häufiger Gast.


Im Garten hinter dem Königspalast treffen sich Namir al-Rashid, Silann Ashere und Rashid bin Teaml al Alik´r.

Ob nun Zufall, oder geplant, lässt sich im Nachhinein wohl nicht mehr erörtern, doch auch Prinz Silann Ashere taucht nur kurze Zeit später auf.
Vermutlich ist es ihm nicht entgangen, dass Rashid sich hier mit Namir treffen will, hat der Prinz doch überall seine Informanten, die ihm jede vermeintlich wichtige Neuigkeit direkt ins Ohr flüstern.
Es mag auch an dem ruhigen Ort, hier im königlichen Garten liegen, dass sich die Parteien nach anfänglichen Schwierigkeiten bei ihrer ersten geschäftlichen Unterredung auf dem Abutemal-Anwesen nun wohl doch deutlich mehr annähern.

Rashid zeigt reges Interesse an einem gemeinsamen Schiff, legt er doch großen Wert darauf, Handelsbeziehungen auch außerhalb Hammerfalls knüpfen zu können.
Namir indes macht keinen Hehl daraus, dass er, nach Absprache der anderen Parteien, das Schiff gerne für weitere Expeditionen nutzen möchte.
Sind sich Rashid und Namir soweit über ein gemeinsames Interesse einig, so ist zunächst noch nicht klar, inwiefern der Prinz hiervon profitieren kann.


Trotz anfänglicher Schwierigkeiten kommt an zur Einigung.

Doch auch er strebt anscheinend die aktive Teilnahme an dieser Dreiecks-Geschäftsverbindung an und stellt insbesondere Namir ´seine Bedingungen´, die nach einer kurzen Bedenkzeit auch akzeptiert werden.
Eine Hand wäscht die andere und ein Jeder sollte bei einem Geschäft einerseits profitieren, andererseits nicht nur nehmen, sondern zu Teilen auch geben können.
So reicht man sich am Ende dann doch die Hand und vereinbart die Ausarbeitung eines Vertrages, der den Handschlag zusätzlich fixieren soll.

Somit wird an diesem Tage per Handschlag der Grundstein für eine Zusammenarbeit der Häuser Ashere, Abutemal und dem Haus der Wissenschaft gelegt, von dem sich alle Beteiligten einiges scheinbar erhoffen.
Als man dann auseinander geht, ist wohl Prinz Ashere bereits wieder in Gedanken bei seiner bald anstehenden Hochzeit mit Jamina, während Rashid derweil ein internes Familienfest zum Gedenken an den Todestag seiner geliebten Frau vorbereitet und Silann bereits mitteilt, dass sein Zweitgeborener Aabid bin Rashid al Alik´r erst danach mit ihm auf die Suche nach dem Sklavenschiff wird gehen können.



Nun hat man sich also doch einigen können.
Ein solcher Geschäftsabschluss braucht eben manchmal auch einfach ein wenig Zeit, gutes Verhandlungsgeschick, Vertrauen und Geduld.
Während Silann Ashere nun zu seiner Hochzeit eilt, wird im Hause Abutemal bereits ein Familienfest vorbereitet.
Als nächstes wird man sich aber bei der Vermählung des Prinzen in dessen Palast sehen, bei der so einige Gäste erwartet werden... 8)
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Donnerstag, 23. Mai 2019, 11:01



Nahe Schildwacht, im Palast des Prinzen Silann Ashere...

Eine besondere Stimmung herrscht über der gesamten Insel und dem Palast.
Sie ist nicht zu greifen, aber doch spürbar, so man das imposante Gebäude des Palastes auf der kleinen Insel direkt vor Schildwacht betritt.
Die Sonne der Alik´r steht am heutigen Tage einmal mehr hoch am wolkenlosen Himmel und gibt ihr Bestes dem rauen Wüstenvolk einzuheizen.
Hier auf der Insel des Prinzen Ashere spürt man die Hitze allerdings merklich weniger, geht doch ein steter Wind, der über das Wasser der Iliac-Bucht getragen wird.
Der Palast selbst, der schon für sich groß und beeindruckend sein kann, ist zum heutigen Anlass passend geschmückt.
Man sieht viele Bedienstete, die wohl nur darauf warten, den Gästen etwas Gutes tun zu können.
Die Wachen sind ebenso präsent, halten sich aber ein wenig zurück, um der Szenerie kein unpassendes Bild zu vermitteln.


Der Bräutigame, Prinz Silann Ashere, ist vorher sichtlich nervös, während Aabid bin Rashid al Alik´r als sein Schwertträger neben ihm weilt.

Heute ist es soweit, heute findet die lang ersehnte Vermählung der aus vermeintlich einfachen Verhältnissen kommenden Jamina und dem Prinzen Silann Ashere statt, der vor Monaten nach langer Suche nach seinen Familie erst wieder den Weg gen Schildwacht zurück fand.
Viele Gäste haben ihr Kommen zugesagt und so füllen sich schnell die Reihen derjenigen, die diesem Erlebnis beiwohnen wollen.
Die Hochzeit soll ganz nach den Traditionen der Rothwardonen durchgeführt werden.
Silann konnte hierfür einen zwar durchaus sehr konservativen, aber erfahrenen Priester von Ruptga gewinnen, der sich Jalid at-Jarat nennt.
An seiner Seite steht Jhaliya at-Jarat, Priesterin von Morwha, und Frau des Jalid.
Sie warten bereits am Traualtar, der unter freiem Himmel, mit Blick auf die Weiten der Iliac-Bucht aufgestellt ist.


Silann und Aabid passieren auf dem Weg zum Altar die zahlreichen Gäste.

Der Prinz selbst ist nervös, das ist erkennbar.
An seiner Seite steht sein Freund Aabid bin Rashid al Alik´r aus dem Hause Abutemal, der Zweitgeborene des Rashid bin Temal al Alik´r, der ebenfalls zu den Gästen gehört.
Aabid wird Silann zum Altar geleiten und sein Schwertträger sein.
Von der Braut selbst ist indes noch nichts zu sehen.
Sie wird erst zuletzt jene Bühne betreten, um bei der anstehenden Zeremonie Silanns Ehefrau zu werden.
Und dann ist es soweit.


Vor dem Altar überreicht Aabid symbolisch das Schwert, das dort abgelegt wird.

Silann und Aabid schreiten die vielen Treppenstufen hinab, passieren das große Wasserbecken und die zahlreichen Gäste und verbleiben voller Ehrfurcht vor den zwei Priestern am Altar stehen.
Aabid überreicht dem Bräutigam symbolisch jenes Schwert, das Silann sodann auf den Altar vor den Geistlichen ablegt.
Dann betritt die Braut die Szenerie.
Mit einer Gabe an die Fruchtbarkeit schreitet auch sie, in ein imposantes Kleid gehüllt, die Treppenstufen hinab, hin zum Altar, legt die Gabe dort ab und gesellt sich zu ihrem zukünftigen Mann.
„So grüßen wir euch, im Namen Rutptgas und Morwhas, verehrtes Brautpaar zu dieser heiligen Zeremonie. Gewiss werdet ihr nervös sein. Doch seht die Kinder aus Yokuda an eurer Seite, ihre Klingen und Kraft, sie werden euch stärken.“
Die Stimme des Priesters klingt durchdringend und ist voller Überzeugung.
„Legt ein Lächeln auf eure Lippen, denn heute steht ihr unter dem Zeichen der Familie, der Zitzengöttin Morwha.“, ergänzt die Pristerin Jhaliya at-Jarat.


Die Braut ist da und bringt eine Gabe an die Fruchtbarkeit mit. Die Trauung kann beginnen.

Silann überreicht sodann seine Hand seiner zukünftigen Gemahlin, während sie auf ihn schwört und die Priester die zahlreichen Gäste zu diesem besonderen Anlass willkommen heißen.
Die Geistlichen beginnen ihre Gebete.
„Er, der Vater, über uns - der Herr über die Ansei. Der Vollstrecker, großer Taten. Er der über uns steht. Möge er erwachen, möge er blicken, möge er unsere Klingen segnen.“
„Sie, die Mutter aller Dinge, Herrin über Liebe und Fruchtbarkeit. Möge sie weinen, möge sie jauchzen, möge sie ihren liebenden Atem auf uns herab aushauchen.“


Die Gäste beäugen voller Respekt die Zeremonie.

Und dann beginnt die Vermählungszeremonie.
Mit einem Schwur auf die Klinge, Blut, Ehre, wie auch Stärke, sowie ewiger Treue, Fruchtbarkeit und Hingabe bis an ihr Lebensende bekräftigen Jamina und Silann ihre Liebe zueinander.
„Im Namen der Klinge, unter dem Augen des großen Vaters möge diese Ehe stets unter dem Schutz der Ansei stehen. Möge die Klinge des Schutzes lang sein, geschmiedet aus Orichalkum, im Segen der flüchtigen Finte, bis Tu'whacca euch bis durch die Sterne führt.“
„Im Namen der Zitzengöttin, Göttin der Fruchtbarkeit, möge diese Ehe besiegelt sein. Auf dass sie viele Nachkommen mit sich bringt, um die Ehre und Tradition unserer Vorfahren zu wahren.“
Die Priesterin reicht beiden einen Kelch mit gesüßter Ziegenmilch, zuerst trinkt die Jamina, dann Silann.
Sie wenden einander zu, schwören sich sodann ewige Liebe und küssen sich.


Nach der Trauung treten die Gäste einzeln vor und überreichen dem Brautpaar ihre Geschenke.

„Und so werden die Götter zu ihnen sehen, das gute Beenden, was sie begonnen hatten. Hiermit ist unter ihrem Angesicht die Ehe besiegelt.“, sprechen die Priester zugleich und beenden mit einer zeremoniellen Anrufung der Schwertheiligen die Trauung.
Dann ist es an der Zeit, dass die Gäste vortreten und ihre Geschenke dem jungen Brautpaar überreichen.
Es dauert wahrlich eine ganze Weile bis auch das Haus Ashere an der Reihe ist und den Zwei zwei wundervolle Pferde aus ihrer eigenen Zucht überreichen.
Während sich die beiden Geistlichen ein wenig zurückziehen, findet man sich anschließend zu einer gemeinsamen Feier ein.
Rashid und Aabid verabschieden sich derweil recht früh, müssen sie selbst noch ihre eigene schon bald anstehende Familienfeier vorbereiten.

Es war wahrlich eine prächtige Zeremonie und eine noch einige Stunden andauernde spätere Feier, die dem Anlass mehr als gerecht wurde.



Jetzt ist es also passiert: Jamina und Silann sind vermählt.
Eine sehr gelungene Hochzeitszeremonie, bei der viele Gäste und hoch motivierte Priester diesem Event zu einer tollen Veranstaltung werden ließen.
Dafür gebührt allen Beteiligten ein besonderer Dank.
Man möge verzeihen, dass hier nicht des gesamte Text der toll ausgearbeiteten Zeremonie in dieser Zusammenfassung Platz gefunden hat.

Während man derweil noch einige Stunden gefeiert hat, werfen aber schon die nächsten Ereignisse ihre Schatten voraus... 8)
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67

Samstag, 25. Mai 2019, 12:16



Schildwacht, das Abutemal-Anwesen...

Die Hochzeit des Prinzen Ashere mit Jamina, der ehemalige Botin der Abutemal, ist vorüber.
Die Feierlichkeiten sind beendet, doch im Hause Abutemal findet an jenem Tage eine besondere ´Zusammenkunft´ statt.
Die Tore des Anwesens sind verriegelt, die Wachen wurden angewiesen niemanden herein zu lassen.
Man möchte nicht gestört werden.

An diesem Abend hat Rashid bin Temal al Alik´r die gesamte Familie geladen.
Es ist ein spezieller Tag.
Heute wird einer Toten geehrt.
Basma bint Amal al Bergamam, so hieß die geliebte Frau des Rashid, die bei der Geburt der Tochter Alya bint Rashid al Alik´r verstarb.
Lange Zeit, da ist sich Alya sicher, hat ihr Vater ihr insgeheim die Schuld dafür gegeben.
Wenn sie nicht wäre, wäre die Mutter noch am Leben.
Und nun wird am heutigem Abend die gesamte Familie Abutemal zusammen gerufen, um gemeinsam ihrer zu gedenken.


Eine seltsame Stimmung herrscht, als die Familie einmal wieder komplett zusammen ist.

Selbst der Erstgeborene, Zahir bin Rashid al Allik´r, ist wieder da.
Er, der seit Monaten eine seltsame Krankheit in der Nähe der Siedlung Lekis Klinge in der Alik´r-Wüste auskurierte, ist wieder zu Hause.
Man hat bereits gemunkelt, dass jene ´seltsame´ Krankheit gar keine war und das Zahir das Opfer eines Giftanschlages wurde.
Als der Zweitgeborene Aabid bin Rashid al Alik´r damals zusammen mit ihm gen Bergama aufbrach, um dem intriganten Masud af-Nuri das Handwerk zu legen, hatte Zahir mit dieser ´Krankheit´ zu kämpfen.
Jetzt, als er seinem Vater und seinen Geschwistern wieder gegenüber steht, herrscht eine seltsame Stimmung, die keiner so recht beschreiben kann.

Doch Rashid ist froh übers Zahirs Rückkehr und lädt zum gemeinsamen Mahl im Hause ein.
Man kann den Verdacht haben, dass das Familienoberhaupt darauf aus ist, die Familienbande zu stärken.
Alya, die zickige Tochter mit ihrem eigenen Kopf, und der bisweilen in seinen Bemühungen dem Vater zu gefallen eher unglücklich agierende Zweitgeborene Aabid, sollen, wenn es nach Rashid geht, näher zusammen rücken.
Der Ehrentag zum Tode seiner geliebten Ehefrau nimmt er scheinbar zum Anlass dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.


Rashid erhebt den Weinkelch, um auf die Familie anzustossen.

Der Tisch im Hause Abutemal ist üppig gedeckt.
Der jungen Rothwardone, der schon seit jeher die Familie bedient, ist auch heute der, der den Wein reicht.
Überall huschen Bedienstete umher, kümmern sich um das Wohlergehen der Familie und bereiten das Essen zu.
Rashid scheint zufrieden.
Was auch immer er an Plänen schmiedete, er ließ sich nie gänzlich in die Karten schauen, doch am heutigen Abend kann man ihm durchaus ein wenig Stolz anmerken, hier im Kreise seiner Kinder.

Alya selbst ist natürlich wieder nicht bester Stimmung und kann derart Familientreffen so gar nichts abgewinnen.
Natürlich ist sie gekommen, wenn Vater ruft, doch selbst ein Blinder erkennt ihre mal wieder für sie typisch schlechte Laune, als in diesem Augeblick Rashid den Weinkelhch erhebt, um auf Abutemal anzustoßen.
Sie ziert sich selbstverständlich, doch gibt sie dem Wunsch des Vaters nach, hebt ihren Kelch an, trinkt aber noch nicht.
Selbstverständlich will die ´das letzte Wort´ haben und es allen zeigen.
Aabid, der ihr schräg gegenüber sitzt, seufzt leise, als er seine Schwesters trotzige Gebärden sieht, während Rashid und auch Zahir bereits einige kräftige Schlucke genommen haben.


Alya und Aabid können es nicht fassen...

Er will sie ermahnen, als plötzlich Rashid anfängt zu husten.
Als hätte er sich verschluckt.
Alya und Aabid schauen ihn überrascht an, als dann auch Zahir hustet, den Kelch fallen lässt und sich an den Hals greift.
Die Augen Alyas weiten sich entsetzt, als Rashid zu würgen beginnt, sich in gekrümmter Haltung erhebt und plötzlich ausspucken muss.
Ein Schwall Blut spritzt über den Tisch, seine Augen sind weit aufgerissen und blutunterlaufen.
Aabid ist sprachlos und starr vor Schreck, als ihm gewahr wird, dass sein Vater vergiftet wurde und in diesem Moment zu Boden fällt.
Als er dort aufschlägt, ist er bereits tot.


Alya zückt die Schwerter, während Aabids Kehle durchtrennt wird.

Auch Zahir krümmt sich vor Schmerz, spuckt ebenso Blut und schreit kurz auf, ehe auch er neben seinem Stuhl fällt und binnen weniger Augenblicke sein Leben aushaucht, als Alya aufspringt und instinktiv ihre zwei Klingen packt.
Ihre Aufmerksamkeit ist auf ihren Vater und Zahir gerichtet, sodass sie zunächst nicht wahr nimmt, dass sich hinter dem völlig bewegungsunfähigen und geschockten Aabid einer der vermeintlichen Bediensteten nähert.
Als Alya dies erkennt ist es bereits zu spät.
Jener Mann setzt ein Messer an Aabids Hals und öffnet mit einem schnellen Schnitt dessen Kehle, sodass der Zweitgeborene röchelnd vornüber mit dem Kopf auf den Tisch knallt.

Alyas Gedanken rasen.
Andere bewaffnete Männer nähern sich, während weitere Bedienstete getötet werden.
Ein Überfall, ein Attentat.
Alle hier sollen sterben, geschlachtet werden.
Blitzschnell ergreift sie die Flucht über einen Seitenausgang des oberen Stockwerkes hinaus ins Freie, gefolgt von den Mördern.
Auf dem Balkon wird sie gestellt.
Sie kämpft, kann einen der Männer töten, wird selbst am Oberschenkel getroffen.
Alya springt hinunter und schreit schmerzverzerrt auf.
Etwas ist bei dem Sprung kaputt gegangen.


Alya kämpft um ihr Leben.

Sie humpelt gen Ufer der Iliac-Bucht, während es inzwischen recht laut auf dem Anwesen geworden ist.
Von überall hört man Schreie, Todesschreie.
Alya schleppt sich zur Brüstung, will sich ins Wasser retten.
Als sie dort oben gerade springen will, spürt sie einen stechenden Schmerz im Bereich der Brust.
Ein Pfeil hat sich in ihren Leib gebohrt.
Sie stöhnt auf, als ein zweiter Pfeil trifft.
Ihre Augen verdrehen sich, sie verliert die Besinnung und ihr scheinbar lebloser Körper fällt ins kühle Wasser der Iliac- Bucht.


Gerade will sie sich ins Wasser retten, da wird Alya getroffen.

Es dauert noch einige Minuten, bis die Schreie und Kampfeslärm auf dem Abutemal-Anwesen leiser werden.
Dann herrscht Stille, Todesstille.


Ein junger Rothwwardone verlässt das Anwesen.

Als es ruhig geworden ist, als auch die letzten Schreie verstummt und das letzte Leben der Abutemals scheinbar ausgehaucht ist, kann man sehen, wie ein junger Rothwardone ruhigen Schrittes das Anwesen verlässt.
Er schaut sich nicht um, würdigt dem Anwesen keinen Blick mehr und schließt hinter sich das Tor.



So, das war es nun.
Die Geschichte der Abutemal ist vorbei.
Ich denke, es ist ein ´passender´ Abgang für eine Familie, die für sich ebenfalls alles tat, um ihre Vorteile daraus zu ziehen und vor Mord nicht zurück schreckte.

Ich möchte mich bei allen, die irgendwann während der Projektdauer mit Abutemal spielten für das Rollenspiel bedanken.
Näheres zum Projektende findet Ihr dann hier.

Euer Spiffy 8)
"Nichts hat einen Wert, wenn man nicht dafür gekämpft hat."(zitiert von Enric Milnes aus ´Die Alik´r - Zweite Ära´)

"Niemals tut man so vollständig und so gut das Böse, als wenn man es mit gutem Gewissen tut." (Blaise Pascal, 1623 - 1662)

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Sonntag, 26. Mai 2019, 10:11

Schlechte Botschaften


Nichts bleibt verborgen in Schildwacht. Erste Sonnenstrahlen kündigen einen neuen Morgen an. Menschen gehen langsam an ihre kleinen Händlerstände. Teppiche werden ausgerollt, Früchte in Kisten gelegt, Waffen poliert. Sie bereiten die Handeslwaren vor. Ein Tag wie jeder andere möchte man meinen.
Diesem aber geht der Hauch des Todes voraus. Ishtavar, eine junge Rothwardonin rennt zum Hafen runter, als sei etwas, oder jemand hinter ihr her. Vollkommen ausser Atem gelangt sie in das Haus ihres Freundes dem Hafenarbeiter Bassam. Dort kauert sie an einem der großen Kisten zunächst wie regungslos nieder.



Was ist Ishtavar?
Schreie, viele Schreie...
mit scheinbar letzter Kraft zieht sich die mit Luft ringende Frau an ihm hoch.
Schreie? Zuviel Wein getrunken?
versucht der Hafenarbeiter es mit einem Scherz, als ihm gewahr wird, das diesmal irgendwas im Busch sein muss.
Doch hört er dann schweigend der vollkommen verstörten Frau zu, welche ihm jetzt én Detail berichtet. Der anfängliche Humor des einfachen Hafenarbeiters verfliegt von Sekunde zu Sekunde.
Wir sollten die Stadtwachen informieren.

Achte Morgenstunde

Ein Bote bringt schlechte Kunde zum Hause Ashere. Gut eine Woche ist vergangen seid dem schönsten Tag seines Lebens. Heute schien es umgekehrt. Eines seiner Schiffe bringt den Prinzen direkt zum Hauptquartier der Wachen, wo er über alles in Kenntnis gesetzt wird. Ashere kann es kaum glauben und erwartet einen unumfänglichen Bericht. Geleitet von den Wachen, wird das mittlerweile abgesperrte Anwesen der Abutemal für ihn geöffnet. Was er sieht, sind Leichen. Niedergestreckt, die Leichen seiner Freunde, manche in eigenem Blut erstickt.
Der Ausdruck des Prinzen, wie in Stein gemeißelt. Worte fallen ohne Emotionen an den diensthabenden Wachoffizier.
Ich erwarte eine umfangreiche Untersuchung. Bis zur möglichen Aufklärung bleibt das Anwesen verriegelt. Die Toten werden hier in Ehren beerdigt.

Der Diensthabende Offizier nickt mit einer Verbeugung

Ashere schickt eine Botschaft in den Palast. Seine Frau wird umgehend informiert. Die Leibgarde des Prinzen wird an einen geheimen Ort einberufen. Lagebesprechung, mögliche Fluchtorte. Einige unterstützen die Wachen der Stadt, was die Spurensuche auf dem Anwesen betrifft.



Besprochen werden mögliche Strategien und im Anschluss ist er geplant der Rachefeldzug gegen diese gedungenen feigen Schweine, der seines gleichen suchen wird.

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Freitag, 31. Mai 2019, 21:29

Taverne

Ashere und Namir al Rashid werden von ein paar Bedienungen gesichtet. Der Prinz hatte bereits seinen Wein bestellt. Der Forscher erwies sich hingegen als schlechter Gast und nahm keine Bestellung auf.
Gäste gab es genug an dem Abend, bis eine der Bedienungen einen Mann, sah, der plötzlich davon rannte. Rashid und Ashere schienen ihm kurz zu folgen, doch der Unbekannte war schneller.
Ist nichts neues hier, seid viele Fremde aus der Wüste herfinden
murmelt die freundliche Bedienung einem der aufgeschreckten Gäste zu und kann noch aus den Augenwinkeln beobachten, das der Prinz samt Forscher anscheinend auch gegangen sind.

Schildwacht später Abend in einem noblen Hinterzimmer. Der Geruch von herben Kräutern, aus Wasserpfeifen, Samowar, Wein, Kissen.

Sagt was ihr wisst?
Herr, ich..
Weiter!
Oben in der ersten Etage trafen sich mehrere Leute. Der eine war dieser Prinz und da war noch einer..
Verdammt! Rede!
Dieser Forscher kam an den Tisch, setzte sich Ashere gegenüber. Sie redeten.
Worüber?
Über Abutemal, das alle tot sind und so. Beide sprachen von..
Von was?
Massaker und Feinden in den eigenen Reihen.

Der etwas dickliche Mann sitzt mit einem Turban, das Gesicht maskiert, dem der als Bauer gekleidet schien, gegenüber. Wachen stehen neben dem Vermummten, ihre Hände liegen auf dem Knauf ihrer Krummschwerter. Es wird ihm, dem Informanten, klar, das der Weg hier endet, da seine Informationen viel zu spärlich sind.
Weiter!
Eine Zeit lang redeten sie über mögliche Verschwörungen. Schließlich setzte sich der Forscher neben den Prinzen. Sie flüsterten. Ich hab da nichts mehr hören können, bis der Forscher mich sah und..ich..rannte weg.
Schweigen. Der große Dicke nickt zu seinen Schergen.
Erledigt das!

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Freitag, 7. Juni 2019, 10:56

Ein schrecklicher Verdacht

Wegesruh, im Haus der Wissenschaft - Namir al-Rashid saß an seinem Schreibtisch und war völlig in Gedanken versunken, während sein Forscherkollege Ghin Korcisis in Büchern blätterte, Notizen machte, und immer wieder den schmucklosen Dolch untersuchte, den sie am Strand des Abutemal-Anwesens gefunden hatten.

Im Auftrag (und in seinem Beisein) von Prinz Silann Ashere hatten die beiden Forscher das Haus der Familie Abutemal untersucht, in der Hoffnung, etwas zu finden, was die Stadtwachen vielleicht übersehen hatten. Die Stimmung im Haus der Familie Abutemal war bedrückt, was beim Anblick, der sich ihnen bot, kaum verwunderte. Das Haus war völlig verwüstet, innen noch mehr als draußen. Die Leichen der Familie waren längst bestattet worden, doch hatte sich noch keine Gelegenheit ergeben, die Tierkadaver wegzuräumen. Wer immer hier gewütet hatte, wollte, daß wirklich alles, was an Abutemal erinnerte, zerstört wurde. Das hier war kein Raubüberfall oder einfach nur eine Fehde zwischen rivalisierenden Familien. Das hier war der Versuch, die Familie Abutemal vollkommen aus der Geschichte zu tilgen.

Außerhalb des Hauses, am Strand des Anwesens, fanden sie einen einfachen Dolch, der eindeutig nicht rothwardonischen Ursprungs war und mit merkwürdigen, vermutlich daedrischen Symbolen auf der Klinge verziert war. Monsieur Korcisis als Experte für Sprachen sollte sich der Sache später annehmen und herausfinden, was es mit den Symbolen auf sich hatte. Der Dolch allein gab schon Rätsel auf. Hatte die Familie Abutemal sich mit Kultisten angelegt? Die Idee schien einfach nur absurd.

Im Hausinneren fanden sie statt Antworten nur noch mehr Fragen. Das ganze Haus war komplett auf den Kopf gestellt worden, wobei besonders auffällig war, daß sogar Schränke und andere schwere Möbel verschoben worden waren. Zu dritt versuchten die Forscher und der Prinz, den Tathergang halbwegs zu rekonstruieren und kamen schließlich zu dem Schluss, daß zunächst die meisten Familienangehörigen durch vergifteten Wein ermordet wurden, bevor die Mörder alle loyalen Wachen und Bediensteten gnadenlos töteten.

Während ihrer Untersuchungen entdeckten sie ein Schreiben in roter Farbe, verfasst in der gleichen Sprache, die sie schon auf der Dolchklinge gesehen hatten. Wer immer das Schreiben verfasst hatte, darin waren al-Rashid, Korcisis, und Prinz Ashere sich einig, wollte gezielt eine Botschaft hinterlassen, die nur von bestimmten Personen gelesen werden konnte.

Nach einigen weiteren Untersuchungen wurde auch klar, warum selbst die schweren Möbel verschoben worden waren. Die Mörder hatten offensichtlich eine Geheimtür gesucht. Der Prinz entdeckte eine verborgene Luke im Lagerraum des Hauses, welche die Mörder entweder übersehen hatten, oder nicht rechtzeitig entdecken konnten, weil sie sich vorzeitig zurückziehen mussten. Gerade als sie sich über das weitere Vorgehen berieten, gab es einen gehörigen Knall wie von einer zugeschlagenen Tür. Jemand floh aus dem Haus! Der Prinz rannte mit gezogenen Waffen hinterher, während die beiden Forscher die Verfolgung nicht ganz so eilig aufnahmen. Doch von dem Geflüchteten gab es keine Spur. Ein weiteres Rätsel.

Der rothwardonische Forschungsreisende schaute gedankenverloren zu Ghin, der weiterhin über seinen Büchern saß und den Dolch untersuchte. Plötzlich kam Namir ein grausiger Gedanke, und ihm wurde für einen kurzen Moment übel. Hatte der Orden der Gekreuzten Klingen nicht Kontakt zu Abutemal aufgenommen, weil sie Informationen zu einem merkwürdigen Mordfall brauchten? Was, wenn es einen Zusammenhang gab? Was, wenn es doch Kultisten waren, die sich rächen wollten? Einige Überlebende, die dem Orden entkommen konnten und nun jeden vernichteten, der dem Orden geholfen hatte, den Kult zu zerschlagen?

Namir behielt seine Überlegungen vorerst für sich, bis sie mehr Klarheit darüber hatten, wer wirklich dahinter steckte. Doch sollte seine Überlegung auch nur ansatzweise richtig sein, würde er keinen Moment zögern, sofort den Orden hinzuzuziehen. Notfalls sogar gegen den Willen von Prinz Ashere. Der Rothwardone betete inständig zu Ruptga, daß er falsch lag.

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Freitag, 14. Juni 2019, 16:35

Schildwacht am frühen Morgen

Rudabeh und einige ihrer Angestellten beginnen mit der üblichen Arbeit für kommende Gäste. Zwei, etwas weiter abseits nahe der Kochstelle in leisen Gesprächen vertieft.

Ich habs gehört. Glaub mir.
Was?
Der Prinz, der komische Forscher, der Kleine mit der Kapuze.
Na und?
Es war Gift.
Gift?
Jarrinwurzel
Was?
Jarrinwurzel. Das ist ein Gift. Der Alchemist am Hafen hats mit erklärt.
Ach..ja?
Die vergiftet ..
Wirklich?
Damit wurden die Leute von Abutemal vergiftet. Kapierst du jetzt?
Woher willst du das wissen?
Die haben geredet.
Wer?
Der Prinz, der komische Forscher, der Kleine mit der Kapuze.
Da meinte der Kleine ...
Ja, ja weiter. Muss ich dir alles aus der Nase ziehn?
Soll was auf einer Klinge stehen. Dunerische Schriftzeichen. Der meinte von Sklavenhändlern, Verbrechern.
Es heißt dunmerische Schriftzeichen.
Noch schlimmer...der Kapuzenkleine sagte was von vielleicht...das kann ein Name von einer..kleinen dadaeerischen Gottheit sein.
Bis du völlig übergeschnappt?
Ich war in der Nähe, Tische abwischen.
Du willst damit sagen, da die Drei was gefunden haben. Abutemal vergiftet wurde mit irgeneiner dämlichen Wurzel und oben drauf eine Klinge mit komischen Zeichen? Ja?
Ja.
Wieviel hast du gestern geraucht? Getrunken? Alles Blödsinn! Du hast gar nichts gehört. Verstanden!
An die Arbeit!

ruft Rudabeh als sie die beiden Drückeberger entdeckt.
Wir haben zu tun hier und fürs Rumstehen wird keiner bezahlt hier!

Stunden später wird eine Rothwardonin nahe der Hafenanlage tot aufgefunden, welche die Kleidung einer Wirtin trägt...

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Sonntag, 23. Juni 2019, 17:55

Dunkle Geheimnisse


Es war, als hätten Prinz Silann Ashere, Ghin Korcisis, und Namir al-Rashid verschiedene Teile einer Dwemersphäre entdeckt, die allesamt von der selben Konstruktion stammten - und doch wollten die Teile nicht so recht zusammenpassen. Erst nach vielen Überlegungen und Nachforschungen fügte sich nach und nach -endlich- alles zusammen, und es zeichnete sich ein düsteres Bild ab, das zumindest einen Großteil ihrer Fragen beantwortete.

Ein kleiner und unbedeutender, doch äußerst grausamer Kult hatte zu Anfang der Zweiten Ära für kurze Zeit sein Unwesen getrieben und auf bestialische Weise Mensch und Mer geopfert, um so selbst an körperliche und geistige Stärke zu gelangen. Foltermethoden wie "der rote Engel" (Namir vermutete, daß es korrekterweise, "der rote Adler" heissen musste und es sich um einen Übersetzungsfehler in dem Buch handelte, wo er den Hinweis gefunden hatte) waren an der Tagesordnung. Ein Kult, der kaum mehr als eine flüchtige Randnotiz in einigen wenigen Büchern wert war. Doch nun, so schien es, hatten sich erneut einige Verrückte gefunden, die jenem Wesen namens Kul-Thar huldigten und sich gleichsam wie Sklavenjäger auf die Jagd nach Opfern machten.

Blieb nur die Frage, was Abutemal mit alledem zu tun hatte. Die Antwort darauf, darin waren sich der Prinz und die beiden Forscher einig, musste in jener Bibliothek liegen, die das Familienoberhaupt Rashid bin Temal al Alik´r kurz vor seinem Tod freilegen lassen wollte. Doch die Erkundung der unter dem Anwesen verborgenen Bibliothek brachte keine Antworten, sondern warf nur zahlreiche neue Fragen auf - und offenbarte, daß Abutemal offensichtlich dunkle Geheimnisse hatte.

Der erste Teil wirkte zunächst wie eine Zuflucht für die Familie in Zeiten der Gefahr. Doch als sie tiefer eindrangen, entdeckten sie Gefängnisse, Folterinstrumente, und sogar einen Altar, auf dem unverkennbar Opfer dargebracht wurden. In Notizbüchern, die nach so langer Zeit nur noch undeutlich zu entziffern waren, schienen Namen und Zahlen aufgezeichnet worden zu sein. Ganz so, als habe jemand Buch geführt über Gefangene und die Tage, an denen sie eingesperrt wurden.

Nicht weniger beunruhigend waren auch eine Reihe von einbalsamierten Leichnamen, sorgsam aufgebahrt in Sarkophagen. Keiner mochte so recht daran glauben, daß es sich um ranghohe ehemalige Familienmitglieder handelte. Je weiter sie vordrangen, desto größer wurde die Beklommenheit. War das Haus Abutemal selbst in dunkle Machenschaften verwickelt? Waren sie womöglich Teil des Kultes? Oder -was Namir insgeheim hoffte- erbitterte Feinde jenes Kultes, den sie mit nicht gerade zimperlichen Methoden bekämpften? Hatte Rashid bin Temal al Alik´r von all dem wirklich nichts gewusst? Nach der Erkundung waren alle Beteiligten sich einig, daß Unterstützung vom Orden der Gekreuzten Klingen vonnöten war, und der rothwardonische Forscher schrieb rasch ein Bittgesuch an die Ordensmeisterin Jassillia Muraille.

Ghin Korcisis wirkte nach ihrer Entdeckung -zumindest nach aussen hin- wie immer recht gelassen und schien sich keine großen Gedanken zu machen. Prinz Silann hingegen war völlig verstört. Als treuer Freund der Familie Abutemal musste er die bittere Erkenntnis machen, daß er sich womöglich jahrelang hatte zum Narren halten lassen und getäuscht wurde. Und auch Namir al-Rashid war zutiefst beunruhigt. Als er die Mumien in den Sarkophagen untersucht hatte, hätte er bei Ruptga schwören können, daß eine der Mumien ihren Kopf zu ihm gedreht und ihn unvermittelt mit bösen, wissenden Augen angesehen hatte ...

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Samstag, 29. Juni 2019, 18:38

Wegesruh Burg des Prinzen

Es ist spät geworden. Im Haus der Wisssenschaft wurde eifrig über die bescheidenen Erkenntnisse diskutiert. Pläne geschmiedet wie es weitergehen soll. Puzzleteile, die, so die Anwesenden hinter verschlosenen Türen langsam ein mögliches Ganzes ergaben.
Isras Geschichte von seiner Entführung. Der seltsame Kult aus dem Norden. Nach Bericht der rechten Hand des Prinzen, wurde das Sklavenschiff damals durch seine Lebensretter der Baronie Normanier bis an die nordische Grenze verfolgt und verloren die Spur.
Der Prinz berichtete von dem Vorfall in Bergama. Die Miene der Familie Abutemal hatte nicht die gewünschten Einnahmen. Leute verschwanden spurlos und Aabid der Zweiteborene wurde von seinem Vater dorthin entsandt, um nach dem Rechten zu sehen.Silann begleitete ihn.
Eines Abends, als die Truppe eigentlich auf Masud wartete, der sie zum Essen eingeladen hatte, kam ein Vermummter, dessen Maße auf Harkiim passten, berichtete der Prinz.
Harkiim.
Der Mann welcher auf dem Sklavenschiff Isra sagte, er würde sie auslöschen, die gesamte Familie Abutemal.
Rache. Blutige Rache üben, bis der letzte seinen Atem ausgehaucht hat.
Hatte dieser nordische Kult, der als vergessen galt vielleicht seine Finger im Spiel?
Harkiim den religiösen Wahnsinn für sich genutzt um neue Männer zu ordern?
Der Kult wurde schließlich, so die Schriften, von Rothwardonen ausgetilgt.


Nun, ich bin gespannt auf diese Leute, von denen Namir und Ghin sprachen.
Wie besprochen lassen wir den Forscher reden. Die eigentlichen Dinge halten wir geheim.
Das war sein Vorschlag, den ich begrüße. Können wir ihnen trauen?
Ich denke schon.
Was mir nicht in den Kopf will, ist dieser Brief den Ghin übersetzt hat.
Seltsam. Ausgerechnet dunmerische Zeilen.
Dem Grunde nach von unseren Feinden. Aber..ich lerne dazu...
Ihr meint Ghin?
Ja.
Es ist ein kluger Mann. Namir hat Recht in meinen Augen, was die Funde im Keller betrifft, als ihr unten ward. Klingt logisch. Altlasten des Vaters, der den Sohn damit nicht nicht mehr behelligen wollte.
Ich stimme überein. Summieren wir trotz vieler unbekannter Faktoren einmal was wir haben zusammen, kommen wir mindestens auf einen gemeinsamen Nenner. Nicht wahr Isra?
Harkiim..

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Sonntag, 7. Juli 2019, 12:32

Die Sünden der Väter

Ein Brief, verfasst von Namir al-Rashid und Ghin Korcisis, an das Haus Ashere in Schildwacht.


Ruptga zum Gruße, Prinz Silann

wie bei unserem letzten Treffen abgesprochen, habe ich zusammen mit meinem Forscherkollegen Ghin Korcisis eine Übersicht aller bisher gesammelten Informationen zusammengetragen. Ihr werdet rasch bemerken, daß der Brief aus zwei Teilen besteht. Im ersten Teil wurden die wichtigsten, als sicher geltenden Fakten aufgeschrieben. Hinter jedem Abschnitt ist eine kleine Fußnote in Form einer Zahl notiert, die sich im zweiten Teil des Briefes wiederfindet, und hinter der ausführliche Anmerkungen aufgeschrieben sind. Auf diese Weise wird die Lesbarkeit des Briefes hoffentlich etwas erleichtert. Um einen roten Faden einzubringen und die Informationen nicht völlig durcheinander aufzuschreiben, wurde eine chronologische Reihenfolge der Ereignisse gewählt. Sollten uns Fehler unterlaufen sein oder Informationen fehlen, bitten wir um Ergänzung Eurerseits.


Etwa um 520 der Zweiten Ära wird eine Gruppe von Kultisten in der Alik´r aktiv, die sich durch besonders grausame Foltermethoden einen Namen machen. Der Kult hat nur wenige Jahre Bestand und wird von einer Gruppe gläubiger Krieger zerschlagen. Eine besondere Rolle spielt Kul-Thar. Wer oder was sich hinter dem Namen verbirgt, ist bisher unklar.

Anmerkung

Meine bisherigen Nachforschungen haben sich, wie ich bedauerlicherweise zugeben muss, als falsch herausgestellt. Ein derart grausamer Kult kann unmöglich mehrere Jahrzente existiert haben, ohne dabei Eingang in die Geschichtsbücher zu finden. Sicher ist, daß er etwa Mitte der Zweiten Ära vernichtet wurde. Daher die Annahme, daß er nur eine sehr kurze Zeitspanne in der Alik´r existierte. Möglicherweise handelte es sich um dunmerische Sklavenjäger, die in der Alik´r bestimmte Kultstätten aufsuchten, was auch die Aussage der Ordensmeisterin Muraille erklären würde, daß mit dem Wort Kul-Thar besondere rituelle Orte in der Wüste bezeichnet werden. Ebenso wäre das eine logische Erklärung für die dunmerisch anmutende Schrift, die wir bisher gefunden haben. Ich befürchte jedoch, daß hier viele Fragen offen bleiben werden und wir das Geheimnis niemals gänzlich lüften können.


Wenige Jahre später findet Temal bin Mansour al Alik´r, Vater von Rashid bin Temal al Alik´r, heraus, daß das eng mit ihm befreundete Haus al-Shayan mit den Kultisten regen Handel treibt. Temal zeigt sich zutiefst bestürzt über Haus al-Shayan und schämt sich zugleich, eine Familie einst als Freunde beherbergt zu haben, die mit Daedra-Anhängern paktieren. Um seine Ehre wieder herzustellen, verbündet er sich mit einer Gruppe gläubiger Krieger und errichtet unter dem Abutemal-Anwesen eine Anlage, von der aus die Krieger gegen die Kultisten vorgehen. Temal selbst tötet in einem Streit das zur Rede gestellte Familienoberhaupt Amir al-Shayan sowie dessen Sohn Murat. Amirs Enkel Harkiim, gerade einmal einige Sommer alt, wird Zeuge des Mordes.

Anmerkung

Dies dürfte wohl der entscheidende Teil sein, der alles ins Rollen gebracht hat. Harkiim kann in seinem Kindesalter unmöglich verstanden haben, was tatsächlich passiert ist. Daß er sich im Laufe der Jahre, womöglich noch durch boshafte Einflüsterungen, zunehmend in seinen Hass hineinsteigerte und grausame Rache an Abutemal schwor, ist nur naheliegend.
Was die gläubigen Krieger betrifft, so haben sie nicht speziell gegen die Kultisten gekämpft. Monsieur Korcisis und ich konnten leider nur fragmentarische Bruchstücke und Hinweise in verschiedenen bretonischen Geschichtsbüchern finden, sind jedoch zu dem Schluss gekommen, daß es sich um eine Art rothwardonischen Orden der Gekreuzten Klingen handelt, wenn der Vergleich erlaubt sei. Hätte ich Zugang zu rothwardonischen Geschichtsbüchern, ließe sich vielleicht mehr in Erfahrung bringen. Einen konkreten Zusammenhang zwischen den rothwardonischen Ordensrittern und den Gekreuzten Klingen halte ich jedoch für unwahrscheinlich.
Zudem sind Monsieur Korcisis und ich der Meinung, daß der Kult selbst nicht mehr existiert. Entweder nutzt Harkiim seine Methoden, oder will in seinem verblendeten Hass den Kult sogar wieder aufleben lassen, was beides nicht allzu weit hergeholt erscheint, sollte Harkiim in den Aufzeichnungen seines Großvaters entsprechende Hinweise zum Kult gefunden haben.
Bei der von Temal errichteten Anlage handelt es sich, wie Ihr Euch schon denken könnt, um die angebliche Bibliothek. Da ein solches Bauvorhaben nicht unbemerkt bleiben konnte, war wohl deshalb offiziell von einer Bibliothek die Rede.
Temal muss den Verrat der Familie al-Shayan als so demütigend empfunden haben, daß er nicht einmal seinem eigenen Sohn Rashid davon berichtete. Ihr erinnert Euch sicher daran, wie geschockt Ihr wart, als der inzwischen widerlegte Verdacht aufkam, Rashid habe Euch ebenso hintergangen. Tragischerweise war es die Verschwiegenheit Temals, die seinen Sohn das Leben kostete und das Ende des Hauses Abutemal besiegelte.


Vor einigen Wochen schließlich wurde Eure rechte Hand Isra al-Abin von Harkiim auf einem Sklavenschiff entführt, konnte durch Glück und die leitende Hand Ruptgas entkommen, und wurde vom Adelshaus Normanier gerettet. Kurze Zeit später wurden die meisten Familienmitglieder des Hauses Abutemal durch Jarrinwurzel vergiftet. Nur die Tochter des Hauses konnte kurzzeitig entkommen, bevor auch sie getötet wurde. Alle treu ergebenen Diener und Wachen des Hauses wurden auf brutale Weise getötet. Einzige Spur am Tatort war ein Dolch mit einer geschlängelten Klinge, auf der das Wort Kul-Thar eingraviert war. Eine erste magische Analyse durch Ignace Muraille ergab Spuren eines Zaubers, mit dessen Hilfe der Magiewirker jegliche Handlungen des Dolchträgers mitverfolgen kann. Eine genaue Untersuchung durch das Ehepaar Bates von der Magiergilde Wegesruh steht noch aus und bringt hoffentlich konkrete Ergebnisse.

Anmerkung

Mein Forscherkollege und ich haben hierüber noch einmal ausführlich gesprochen und sind der Überzeugung, daß die Entführung von Isra der erste Schritt eines größeren Plans war. Durch die Flucht war Harkiim vermutlich dazu gezwungen, schneller zu agieren als ursprünglich geplant. Daß Spitzel in das Haus Abutemal eingeschleust wurden, um die Ermordung der Familie durchzuführen, steht wohl ausser Frage. Mag es in letzter Zeit auch etwas ruhiger geworden sein, sollten wir uns keineswegs in falsche Sicherheit wiegen. Dies könnte auch die Ruhe vor dem Sandsturm sein. Unser vorrangiges Ziel sollte es nun sein, so rasch wie möglich Harkiim zu finden.




ooc-Anmerkung

Was als lose, recht spontane Idee begann, hat sich inzwischen zu einem umfassenden Plot entwickelt. Unsere ursprüngliche Idee, jeder solle einfach selbst etwas einbringen und so das RP vorantreiben, ist inzwischen nicht mehr haltbar, da inzwischen zu viele Spieler an der Geschichte beteiligt sind und unser Abenteuer einen Umfang angenommen hat, den wir anfangs so nie erwartet hätten. Dieser [ic]-Brief hilft allen Beteiligten (und Interessierten) hoffentlich, sich einen Überblick über das bisher Geschehene zu verschaffen. Zudem wird hinter den Kulissen abgesprochen, wer den Plot leiten wird. Es ist unglaublich spannend zu sehen, wie sich aus einer einfachen Idee ohne jeglichen Fahrplan rasch eine umfassende Geschichte mit verschiedenen Akteuren entwickelt - das ist Rollenspiel.

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Samstag, 13. Juli 2019, 20:55

Am Abend nach der Besprechung im Haus der Wissenschaft in seiner Burg nahe Wegesruh die sein Vater damals erstanden hatte, wie viele Häuser, findet ein Gespräch bei einem Tee mit dem Kammerdiener statt.
Darf es noch etwas sein?
Ein langer Abend neigt sich dem Ende zu. Wisst ihr, wir wollen ihn jagen, den Verbrecher.
Der Kammerdiener, selbst Rothwardone sieht nichts Ungewohntes daran.
Wir haben weitere Unterstützung, aber bei alldem vorher einen Fehler begannen.
Der Diener sieht zum Prinzen.
Der Orden hat zu Recht moniert, das wir, einfach Dinge ohne Absprache beschließen.
Mein Prinz bei allem Respekt.
Wir sind nicht in Schildwacht. Hier gelten andere Regeln und Sitten, denen ich mich durchaus füge. Insbesondere haben die Leute recht. Es sind keine hergelaufenen Söldner, sondern ehrbare Leute. Mir ist das ein Beweis von ehrlichem Interesse. Große Reden sind mir zu Genüge bekannt.

Ein Nicken des Dieners.
Namir, Ghin und ich haben beschlossen mit einem meiner Schiffe. Dem Schiff was hier vor Anker liegt nach Schildwacht zu segeln und die Ordensmeisterin fand es bloßen Aktionismus. Bei längerem Nachdenken müssen wir mit allen absprechen, was die nächsten Schritte sind.
Ein Nicken des Dieners.
Der nächste und richtige, korrekte Schritt ist eine gemeinsame Absprache...Es geht da auch um..seltsame Dinge..
Der Diener horcht auf.
Magie..
Mein Prinz, das sind Dinge von denen ich nichts verstehe
Es geht mir gleich euch, doch die Leute verstehen mehr als ich je begreifen werde und mein Vertrauen gilt den Wissenden. Dem Forscher, dem Orden und Ghin.

Ein Nicken des Dieners.
Der erste Abend war vielversprechend. Der zweite ließ meiner Überzeugung Raum, das ich Verbündete habe im Kampf gegen ihn, d e m Dreh -und Angelpunkt.
Wie geht es weiter mein Prinz? Ich darf mir die Frage erlauben?
Isra kann ich nicht mehr stoppen. Er wird Gerüchte streuen in Schildwacht, das jemand aus eigenen Reihen einen Mann mit Namen Harkiim an die Wachen verriet, ein Kopfgeld ausgesetzt ist und er für vogelfrei erklärt wird. In der Art mit einigen Lücken. Den Rest führt ein Eigenleben. Wie das so ist mit Gerüchten.
Ein hohes Kopfgeld.
Hoch genug.
Was Wegesruh anbelangt warte ich das nächste Treffen ab. Gemeinsame Absprachen, wie mehrmals erwähnt. Isra war schon aufgebrochen, es gibt kein Zurück, was die Gerüchte in unserer Heimat betrifft.
Gerüchte von Tragweite mein Prinz mit der Erlaubnis zu sprechen finden den Weg schneller als gedacht in manch geglaubt ferne Lande.

Der Prinz nun aufgestanden, die Hände hinter dem Rücken verschränkt im Begriff den Abend zu beenden lässt die Worte verlauten die mit Nachdruck gesprochen, bevor er das Zimmer verlässt und nach oben geht zu seiner Frau.
Ein gangbarer Weg. Idee des Forschers, eine gute die mein Zustimmen fand. Geben wir dem Feind keine Ruhe mehr. Die Schonzeit ist vorüber - die Jagd beginnt!

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Sonntag, 14. Juli 2019, 19:12

Schildwacht ein paar Tage später..

Isra sitzt im Schwestern der Sande. Kürzlich heimgekehrt als eine junge Frau anscheinend in Sorge ihn anspricht.
Es geht um ihren vermissten Bruder der aus Bergama kommen soll, aber bis jetzt nicht erschien.
Abin konnte in der Sache kaum dienlich sein.
Der weitere Gesprächsverlauf war eher als harmloses Geplänkel zu bewerten, bis plötzlich eine Katze ihren Weg geradewegs zum Tisch bahnte. Nichts Ungewöhnliches wenn man vom Besitzer absieht, der kurz danach auftauchte. Ein Dummer mit allerlei seltsamen Zeugs und obendrein maskiert.
Die rechte Hand beginnt eine Unterhaltung. Der Fremde durchaus, wenn man von der Vollrüstung absieht, die eher an kriegsähnliche Zustände erinnert einmal absieht, freundlicher Natur.
Zwischenzeitlich war auch ein alter Mann an den Tisch gekommen. Isra erkannte ihn. Es war Sahid aus Ishtavar, der zu Stein wurde als der Dunmer die Unterhaltung aufnahm.
Auffällig war das er Dila Wüstenrose nannte und sie erinnerte, das rote Tuch beim nächsten Mal nicht liegen zulassen. Sie mussten sich kennen. Eine eher triviale Schlussfolgerung die sich daraus ergab
Wieder zu dritt, kam es zum Thema welches am Anfang marginal begann: Abutemal und die Gerüchte hier.
Isra beschließt die Unterhaltung woanders fortzusetzen. Eine Taverne sei ungeeignet. Dila und der Alte stimmen zu.
In einem der Gästezimmer verlässt das Gespräch das üblich oberflächliche Gerede.
Isra erzählt über Harkiim, die Gefangennahme, Sklavenschiff, seine Flucht. Details, den aktueller Stand der Untersuchungen, bleiben geheim.
Sahid sitzt und schweigt.
Als Isra Dila auf den Dunmer anspricht, antwortet sie, ein Söldner der sich anbot bei der Suche zu helfen, was Isra ablehnte, da er den Kreis klein halten möchte.
Die Abmachung ist in Kontakt zu bleiben, einen anderen Ort suchen und ihr Vorschlag findet Anklang.
Sie bietet ihre Hilfe an in Form ihres Bruders, der sollte ihm nichts widerfahren sein, Kontakt aufnimmt.
Sahid bricht das Schweigen und bittet Isra um ein Gespräch unter vier Augen. Abin stimmt zu und weiß wo der Alte zu finden ist
Fragen bleiben. Einige Fragen was Dila betrifft, die ihm, nachdem sie ging durch den Kopf gehen.

Schildwacht später Abend, irgendwo nahe der Stadt

Isra Ruptkas Segen.
Sahid.
Was ist mit dieser Frau, die einen Dunmer als Söldner vorschlägt?

Für den Alten aus den Bergen ein Unding!
Ich gehe von weiteren Kontakten zwischen den Beiden aus. Die Bezeichnung "Wüstenrose" ist bei weitem keine oberflächliche und wir müssen damit rechnen das Informationen fließen könnten, sollte ich den Fehler begehen mehr zu sagen, als das was jeder wissen kann.
ein Schmunzeln der rechten Hand, das mit einem Grinsen des Alten beantwortet wird
Doch sagt Sahid, worum geht es?
Ihr wisst, das einer wie ich nicht einfach Schildwacht besucht. Ich suchte nach euch und wartete drei lange Tage.
Ich war in Wegesruh.
Der Alte holt einmal Luft. Beginnt. Je länger desto angespannter die rechte Hand Asheres.
Eine erste Spur. Sahid. Ich werde unverzüglich meinem Prinzen schreiben.

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Sonntag, 21. Juli 2019, 11:29

Lauernde Schatten

Irgendwo in einer der Gassen von Wegesruh, zu später Abendstunde ...
Die Gestalt verstand es hervorragend, mit den Schatten der Nacht zu verschmelzen und sich im Verborgenen ungesehen zu bewegen. Die beiden Stadtwachen waren ebenso blind kaum mehr als eine Armlänge an ihr vorbeigelaufen wie die Seemänner, die auf dem Weg zum Gasthaus Zur trüben Neige waren und lautstark schmutzige Witze erzählten.

Wie bereits die Tage und Abende zuvor hatte die Gestalt ausgiebig das Haus der Wissenschaft ausgekundschaftet und Notizen gemacht, wer wann das Haus besuchte und wieder verliess. Prinz Silann Ashere natürlich, und sein Diener Isra, der seinem Meister wie ein treudoofer Hund ergeben war. Zu ärgerlich, daß Isra ihnen zuletzt durch unverschämtes Glück entwischen konnte. Prinz Silann war in seiner Rachsucht zu verblendet und liesse sich sicherlich leicht in die bereits aufgestellte Falle locken. Die beiden Forscher, Namir al-Rashid und Ghin Korcisis, schienen als Kämpfer keine nennenswerte Gefahr darzustellen. Allerdings waren sie weitaus vorsichtiger als der Prinz und sein Diener. Der Magier Ignace Muraille war nur schwer einzuschätzen. Bei ihm mussten sie wachsam bleiben. Und die Ordensmeisterin Jassillia Muraille? Zäh und hartnäckig, wenn sie sich einmal ein Ziel gesetzt hatte. Doch weder religiöse Sturheit noch blinde Rachsucht hatten jemals jemandem das Leben gerettet. Am Ende würden sie alle fallen ...

Auf dem Weg zurück ins Gasthaus, wo die Gestalt perfekt die Rolle einer schutzbedürftigen Reisenden einnehmen würde, blieb sie vor einem Aushang stehen und lächelte mit jeder Zeile, die sie lass, immer boshafter. Erst das Gerücht, Harkiim sei von einem seiner eigenen Leute verraten worden, und nun dieser Aushang. Harkiim würde toben vor Wut. Es würde der Gestalt eine wahre Freude sein, dem Rothwardonen den Aushang unter die Nase zu legen. Alles verlief genau nach Plan.

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Sonntag, 4. August 2019, 16:34

Wegesruh.

Einige Tage liegt ein Schoner, auch für die einheimischen Hafenarbeiter schwer zu übersehen aus fremden Landen vor Anker. Der Schoner ist schwer bewacht und zwar rund um die Uhr in drei Schichten.
Das nach außen hin prunkvolle Schiff schafft genügend Raum für Spekulationen, die eine Steigerung erfahren als die Abendschicht von Hafenarbeitern eine Truppe Leute, offensichtlich von hier, das Schiff betreten und am späten Abend verlassen sehen.

Innenraum

Wachwechsel. Ein kurzes Frühstück vor Dienstbeginn

Der Kleine hat die Hosen voll
Hat gelogen
Bist du sicher?
Als wir ihn gestern in Ketten legten hat er mich vollgelabert.
Was hat er gesagt?
Das er unschludig ist.
Würd ich genauso machen an seiner Stelle.
Hochverrat ist kein Kaverliersdelikt.
Etwas übertrieben find ich.
Erzählte von seiner Schwester, die entführt wurde.
Was hat das hiermit zu tun?
Man hat ihn erpresst.
Das hat er d i r erzählt?
In der Art.
Weiß der Prinz davon?
Ich erstattete sofort Bericht.

Ein Bote verlässt das Schiff mit einem Schreiben das im Haus der Wissenschaft an Namir Rashid übergeben wird. Das zweite Schreiben geht an die Ordensmeisterin.

Herr Namir,

nach den Erkenntnissen vom letzten Abend, erwäge ich den Vorschlag den Jungen an den Orden zu übergeben. Der Orden möge die Untersuchungen fortführen mit den Mitteln ihrer Wahl. Bedingung, das ich dabei bin. Ich schlage ein Treffen diesen Middas den 14ten, Herbstsaat, 7te Abenstunde in den Räumen des Ordens vor.

Meinen Dank.

Acht mit euch

Prinz Ashere

Verehrte Madame Muraille,

nach den Erkenntnissen vom letzten Abend, erwäge ich den Vorschlag den Jungen an den Orden zu übergeben. Der Orden möge die Untersuchungen fortführen mit den Mitteln ihrer Wahl. Bedingung, das ich dabei bin. Ich schlage ein Treffen diesen Middas den 14ten, Herbstsaat, 7te Abenstunde in euren Räumen vor.
Meinen Dank.

Acht mit euch

Prinz Ashere


Hafen Wegesruh

Ein Schoner verlässt den Hafen und mit ihm ein weiterer Bote.

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Samstag, 17. August 2019, 12:09

Nagender Zweifel

Namir al-Rashid schaute auf das vor ihm liegende Pergament und runzelte leicht die Stirn. Das war nun schon die zweite Feder, die er an diesem Abend durch zu viel Druck verbogen und damit unbrauchbar gemacht hatte. Und das Pergament war ebenfalls hinüber. Es hatte keinen Zweck, weiter an seinen Reiseaufzeichnungen zu arbeiten. Der Forschungsreisende war gedanklich zu sehr mit der Jagd nach Harkiim beschäftigt.

Sie hatten den jungen Burschen ausgiebig befragt. Wo Namir ein strenges Verhör erwartet und insgeheim sogar die Anwendung von Folter befürchtet hatte, gab es stattdessen ein fast schon familiäres Gespräch unter der Leitung der Ordensmeisterin Jassillia Muraille. Das Ergebnis war geradezu lächerlich mager. Der Junge bestätigte nur, was man weitestgehend ohnehin schon wusste oder schlussfolgern konnte. Er wurde von Harkiims Leuten erpresst, an jenem verhängnisvollen Abend Gift in den Wein der Familie Abutemal zu schütten. Seine kleine Schwester, von Harkiims Leuten entführt, fand am Ende trotz der "Zusammenarbeit" des Jungen einen grausamen Tod. Daß der Junge nun ebenfalls in Lebensgefahr schwebte, stand ausser Frage. Die Ordensmeisterin erklärte sich daher kurzentschlossen bereit, ihn vorübergehend im Orden zu beherbergen. Namir hielt das für keine gute Idee. Die Ordensmeisterin schien dem Forscher ungewöhnlich vertrauensseelig gegenüber dem Jungen. Es blieb zu hoffen, daß ihr Gatte Ignace Muraille dem Jungen wesentlich skeptischer gegenüber stand und die übrigen Ordensmitglieder wachsam blieben.

Was am Ende als einzige Spur auf der Jagd nach Harkiim übrig blieb, war eine Karte, auf der eine Seeroute eingezeichnet war. Eine Route, die sich mit Beobachtungen deckte, nach denen ein Schiff regelmäßig an mehreren Anlegestellen ankerte, ohne sich dabei erkennen zu geben. Koeglin schien dabei eine Schlüsselrolle zu spielen. Es war durchaus eine Möglichkeit, daß dahinter Harkiim steckte. Und es war auch eine Möglichkeit, daß sie Harkiim in Koeglin antreffen und endlich Gerechtigkeit walten lassen konnten. Dennoch war die ganze Angelegenheit in den Augen des Forschungsreisenden zu vage, zu unsicher. Er wusste jedoch, daß es zwecklos wäre, gegenüber Prinz Silann Einwände zu erheben. Der Prinz war fest entschlossen, die Familie Abutemal zu rächen. Selbst Jassillia Muraille wiegelte ab, als Namir ihr gegenüber ein ungutes Gefühl äußerte. Allein sein Forscherkollege Ghin Korcisis schien die Sorgen von Namir zu teilen.

Und wenn sie Harkiim in Koeglin gefangen nehmen konnten und hinrichteten? Einerseits schämte sich der Forscher dafür, daß er an einer in einigen Teilen seines Volkes durchaus gängigen Praxis erhebliche Zweifel hatte. Andererseits ... der Tod Harkiims würde das Haus Abutemal nicht wieder auferstehen lassen. Namir würde danach nicht besser oder anders schlafen können als bisher. Jemand meinte einmal verbittert, wer jahrelang nach Rache strebe und sie am Ende endlich ausüben könne, der verspüre danach keine Genugtuung, kein Gefühl von Gerechtigkeit oder Triumph, sondern nichts weiter als innere Leere.

Doch da war noch etwas anderes. Etwas, was Namir nicht recht benennen konnte. Ein Unbehagen, ein nagender Zweifel, der sich immer wieder leise bemerkbar machte. Wie eine lästige Mücke, die nur auf den richtigen Augenblick wartete, zustechen zu können. Harkiim war schlau und zweifelsohne äußerst gerissen. Doch war es eher eine Art Bauernschläue, und die wollte stellenweise nicht so recht zu der Vorgehensweise von Harkiim passen. Ganz so, als wäre da noch jemand, der aus den Schatten heraus die Fäden zog. Und auch das Rätsel um den vermeintlichen Kult war noch lange nicht gelöst. Da Namir seinen Gefährten jedoch nicht recht erklären konnte, was genau nicht stimmte, blieb ihm nichts anderes übrig, als abzuwarten und zu hoffen, daß ihre Jagd mit dem Tod von Harkiim endlich ein Ende fand.

Morgen sollte es zusammen mit einigen Mitgliedern des Ordens der Gekreuzten Klingen nach Kreuzgrat gehen, in die Gemäuer des Ordens. Von dort aus wollten Prinz Silann, Namir und sein Forscherkollege Ghin Korcisis weiter nach Koeglin ...

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Montag, 26. August 2019, 22:11

*Ein Brief ergeht mit einem Boten an die Ordensmeisterin. Wachen stehen vor dem Tor. Einlass kaum von Nöten*

Geehrte Ordensmeisterin.

eine Spur wird unsere Wege trennen. Ich danke für die Unterstützung. Gleichsam wird der Rothwardone uns überlassen. Was bleibt ist mein tiefer Dank.

Acht mit euch.

Silann Ashere.

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