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Eleona

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Sonntag, 12. August 2018, 13:30

Tag 12 - Schwertkampf in Lekis Klinge

​Wer eine der berühmtensten Schwertkampfschulen besucht und selbst gelegentlich die Klinge führt, kann einfach nicht weiterreisen ohne an einem Übungskampf teilzunehmen und sich selbst in der hohen Schule der Kampfkunst zu üben. Gleich zwei erfahrene Rothwardonen standen den Reisenden als Übungspartner zur Verfügung. Lady Judith, selbst frühere Schülerin der Schule und der Schwertmeister des Freiherren Ismael al Tschatir standen bereit, um mit dem einen oder anderen die Klinge zu kreuzen. Nur wenige wussten um die Zugehörigkeit es schwarzen Hünen, der die traditionellen Zeichnungen und den Schmuck der Ash Abah trug.



​Wollte Lady Judith die Fertigkeit und Kampfweise der orkischen Wache auf die Probe stellen, so trat Aliisa mit noch nicht ganz 17 Jahren gegen Ismael an. Erstere lieferten sich unter den Augen der Zuschauer ein spannendes Duell und alles Knurren und Grollen half der Orkin am Ende nicht, musste sie sich doch der erfahrenen Ritterin geschlagen geben. ​ Aliisa hingegen hatte es schon durch die natürlichen Gegebenheiten nicht gerade leicht, sich ihres Kontrahenten zu erwehren. Der zähe Wüstensohn war nicht nur um einiges älter und erfahrener als das junge Mädchen, sondern ihr auch im einiges an Größe und Gewicht überlegen. Den wuchtigen Zweihänder handhabte er mit spielerischer Leichtigkeit und so wäre im Ernstfall Aliisas Schicksal recht schnell besiegelt gewesen. Doch tapfer trat das Hummelchen gegen den deutlich überlegenden Riesen an und zeigte eine respektable Leistung.


​Gemütlich klang der Abend auf den weichen Polstern aus , wo dann auch der kommende Tag seine Schatten voraus warf. Immerhin hatte man selten die Gelegenheit, einer zünftigen Stammeshochzeit beizuwohnen. Noch spannender wurde jedoch, dass es gleich eine Doppelhochzeit geben würde. Nicht nur Ismael und Hilal, seid Jahren Kindermädchen im Hause Wolfenberg, sondern auch die Bienenkönigin Cathalina und Aliisa würden in der Wüste den Segen ihres Lebensbundes empfangen.



Mehr schöne Bilder findet ihr hier:

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…landung-tag-12/

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ddr.Peryite (12.08.2018)

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Montag, 13. August 2018, 12:06

​Tag 13 - Doppelhochzeit unter Palmen



Festlich geschmückt präsentierte sich die Kampfkunstschule an diesem Tag. Schon seid dem Vortrag wurde gebacken, gekocht, fette Hammel und zarte Zicklein über großen Feuern gebraten. Der Duft nach Kräutern und Gewürzen zog von allen Orten durch die Oase. Bereits am Abend zuvor waren schwarz gewandete Krieger und Kriegerinnen vor der Oase erschienen und hatten etwas abseits ihr Lager aufgeschlagen. So mancher unbehagte Blick musterte die Stammeskrieger verstohlen . Es war unübersehbar, das nur wenige den direkten Kontakt zu den Neuankömmlingen suchte, handelte es sich doch um eine Gruppe, die dem Stamm der Ash Abah, den Ausgestoßenen und Geächteten angehörte. Doch der Schwertmeister des Herrrn von Wolfenberg brachte seine junge Braut noch vor Einbruch der Nacht in das Lager des Stammes, den er um ihretwillen vor fünf Jahren verlassen hatte. Ganz wohl war dem sonst so kecken Kindermädchen nicht, als sie unter den grimmigen Blicken einer alten Frau, ihrer künftigen Schwiegermutter in ein etwas abgelegenes Zelt geführt wurde. Viel zu tun gab es, ehe sie endlich den Segen der Götter empfangen durfte und auch ganz offiziell die Frau des geliebten Mannes werden durfte. Zwar wusste sie, dass er sie nach altem Brauch und den Traditionen seines Stammes heiraten wollte, doch was das bedeutete, erschloß sich ihr erst jetzt. Die fünfjährige Tochter des Paares hatte es schon einfacher. Sie tollte schon bald ausgelassen mit den wenigen Kindern des Stammes umher. In einer komplizierten Zeremonie wurde Hilal noch während der Nacht in den Stamm aufgenommen und musste sich zahlreichen Riten unterziehen, deren Bedeutung sie noch lange nicht kannte. Doch eine Wahl hatte sie nicht.



Erst als die Sonne am Folgetag hinter den Dünen verschwand, versammelten sich die Bewohner der Oase, viele Schüler , die Stammeskrieger und natürlich die Reisenden vor den Toren, um gemeinsam die Zeremonie beider Hochzeiten zu feiern. Lange wurde die Geduld des Schwertmeisters auf die Probe gestellt, ehe zwei grimmige Krieger ihm endlich seine Braut zuführten. Das zweite Paar hatte es da ein wenig einfacher, war ihre Hochzeit doch sehr spontan entschieden.

Endlich konnte die Prozession zu Lekis Schrein ihren Anfang nehmen. Zuerst stieg Lady Judith, die an diesem Tag als Zeremonienmeisterin fungieren würde, auf die altehrwürdigen Stufen. Prachtvoll in Seide gekleidet, mit leuchtend blauer Bemalung vollzog sie den uralten yokudanischen Liebestanz, um das erste Paar zu segnen.




Dann begann endlich die erste Zeremonie . Doch vor dem Segen musste natürlich ein anständiger Brautpreis ausgehandelt werden, der den Wert der Braut bewies und das Vermögen des Bräutigams, für seine Familie zu sorgen. Leicht machten es Gashra, die die Familie der Braut vertrat und Judith dem dunklen Riesen nicht. Nach harten Verhandlungen einigte man sich auf:



- 5 Kamele

- 5 Ziegen

- 5 Hammel

- 2 Ballen feinster Seide in Purpur und Gold

- 1 prachtvoll geschmückter Rotfuchs mit Sattel und Zaumzeug

- 1 Truhe Salz

- 1 prächtige Reitkamelstute mit kunstvoll bestickter Satteldecke , Sattel und Zaumzeug



Nachdem der gebotene Preis endlich wohlwollend angenommen war, wurde es ernst. Gemeinsam mit Esmyra, die ihr als glückliche Frau zur Hand ging und das Paar mit Zucker bestreute vollzog Lady Judith nun die Zeremonie. Auch das Töchterchen der beiden half nach Kräften mit. Ihr fiel die Ehre zu, dem Paar die Ringe anzureichen. Endlich konnte Ismael seine Braut unter dem Jubel der Festgesellschaft und des Stammes in das gemeinsame Zelt führen. Die Feierlichkeiten würden noch mehrere Tage dauern.

Nachdem das erste Brautpaar sich zurück gezogen hatte, wurde es auch für das zweite Paar ernst. Mit weichen Knien mussten nun Cathalina und Aliisa auf die Stufen des Schreins treten. Doch auch, wenn beide keine Rothwardonen sind, wurde auch diese Hochzeit nach altem Brauch begonnen und so trat der Freiherr selbst nach vorn, um den Brautpreis für das bisherige Mündel auszuhandeln. Auch der Bienenkönigin wurde es nicht leicht gemacht, durfte doch nicht der Eindruck entstehen, das Mädchen besäße keinen Wert. Und so musste auch Lina einiges aufbieten. Am Ende einigte man sich auf:



- 10 Fässchen feinstem Honig vom Tannengrund

- 3 Bienenvölker

- 2 Körbe Erdbeeren

- Bienenwachskerzen für die kommenden zwei Neujahrsfeste

- 50 Amphoren Apfelsaft

- 100 Fässchen Honig pro Jahr für den Freiherren lebenslang

- Ein Dutzend Fuder Holz und Stein für den Ausbau der Feste lebenslang



Auch dieses Paar durfte nun endlich auf den Stufen niederknien und sich der Zeremonie mit Zucker und Honig unterziehen. Hier übernahm die Freifrau selbst die Rolle der glücklich verheirateten Frau, die den beiden das künftige Eheleben versüßen sollte. Endlich gaben sich auch die beiden Frauen unter dem Jubel der Stammeskrieger das Ja - Wort und durften sich in das gemeinsame Zelt zurück ziehen. Auch sie wurden in die Feier des Stammes eingebunden und so standen heute morgen zwei prachtvolle schwarze Stuten mit geschmückter und geflochtener Mähne, Zaumzeug und Sätteln vor dem Zelt. Eine kleine Morgengabe des Stammes zu Ehren der Gäste, die dem Wüstensöhnen und Töchtern Ehre erwiesen und nach ihrem Brauch den Bund für das Leben geschlossen hatten und somit dem Stamm für alle Zeit verbunden sein würden.




Hier gibt es mehr schöne Bilder der Zeremonie:

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…landung-tag-13/


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Mittwoch, 15. August 2018, 14:49

​Tag 14 und 15 : Hochzeitsnachwehen und eine verschwundene Wüstenprinzessin




Auch der 14. Tag stand noch ganz im Zeichen der Hochzeitsfeiern. So wurden alte Bräuche mit neuen Freunden geteilt... Geschenke ausgetauscht und Handelsverträge beschlossen. Während die Freifrau sich um die geschäftlichen Dinge kümmerte, verschwand der Freiherr bis zum Abend mit den Stammesältesten der Ash Abah. Was immer dort besprochen worden war, würde man sicher im Verlaufe der kommenden Zeit bemerken. Oder.. aber auch nicht. Den frühen Abend verbrachten die Reisenden unter Palmen und genossen ein einfaches Mahl aus Früchten, Brot und Wein. Man hatte beschlossen, den Weg nach Bergama erst mit Einbruch der Nacht fortzusetzen, um in Ruhe die letzten Angelegenheiten erledigen zu können. Vorerst jedoch wehte der Wind zwei weitere neue Begegnungen herbei. Zum einen traf die Reisegesellschaft auf einen Rothwardonen, der nach eigenen Angaben ein Wanderer war und sich ​in aufälliger Weise sich nach der Versorgung und anderen Einzelheiten der Gruppe erkundigte. Entsprechend vorsichtig wurden seine Fragen beantwortet. Die zweite Bekanntschaft war eine junge Frau, Alyssia et Nerima, die ebenfalls in Lekis Klinge Rast zu machen gedachte. Die charmante Wüstentochter fand recht schnell Kontakt zur Reisegruppe und so plauderte man, bis es Zeit aufzubrechen war.

Angekommen in Bergama erholten sich die Reisenden in der Behaglichkeit des kleinen Gasthauses im Zentrum der Stadt, ehe man sich den einen oder anderen ins Gewimmel der Basare stürzen sah​. Stundenlang wurde gefeilscht und geschachert, gehandelt und getauscht und wieder strömte eine Reihe schwer bepackter Träger zum Lagerplatz der Karawanen. In sorgsam mit Stroh ausgeschlagenen Kisten wurde feinste Keramik, edles Porzellan und kostbare Glaswaren verstaut. Exotische Früchte in stabilen Körbe und riesige Ballen feiner Kamelwolle verschwanden unter den Planen der Fuhrwerke, deren Bewachung seid Lekis Klinge durch eine Handvoll Krieger der Ash Abah verstärkt worden war. Weniger offensichtlich wechselten funkelnde Edelsteine und kostbare Geschmeide den Besitzer und wurden sicher verstaut. Ehe man die Reise nach Schildwacht fortzusetzen gedachte, fand man sich jedoch im Gasthaus zum Frühstück zusammen.


Gerade saß man plaudernd beim schönstem Mahl zusammen, als ein verschwitzter Reiter eilig das Gasthaus betrat. Er stank nach alter Ziege und brünftigem Kamel und wirkte sichtlich abgerissen. Staub bedeckte Haut und Haar und kündete vom hartem Ritt, den der Mann hinter sich gebracht hatte. Recht schnell trat er an die Reisenden heran , die die einzige wehrhafte Gruppe im Schankraum war. Ein Hilfegesuch war es, dass der Wüstensohn, der sich als Ramand vorstellte, von seinem Herren überbrachte. Hatte er jedoch damit gerechnet, dass die Aussicht auf einen hohen Lohn die Reisegruppe motivieren könnte. so sahen sich seine Hoffnungen bitter enttäuscht.​ Allzu oft waren schon Reisende unter einem Vorwand tief in die Wüste gelockt worden und dort bis aufs letzte Hemd ausgeplündert. Schon fast gescheitert mit seinem Begehr, wandte sich das Blatt,als die Freifrau nach den Insignien seines Herren fragte. Niemand würde einen Diener entsenden ohne ihn mit der Vollmacht auszustatten, dass er berechtigt war, im Namen seines Herren zu verhandeln. Kaum hatte sie das Wappen in die Hand, nahm sie ihn noch einmal ins Kreuzverhör. Die junge Frau, die schon seid vielen Jahren Edelstein aus der Wüste bezog, kannte den Stamm flüchtig , waren der Name und das Siegel des Wüstenfürsten auf den Nachweispapieren für einige kostbare Edelsteine zu finden gewesen. Der Stamm zählte nicht mehr viele Mitglieder, war jedoch im Laufe der Jahre zu R3eichtum gekommen, der auf einer Edelsteinmine beruhte. Die erst 17 Jahre alte Enkelin des alten Patricharchen war vor mehreren Tagen vermeidlich zu einem Besuch bei ihrem Onkel aufgebrochen und hätte am Vortag zurück kommen müssen. Doch weder von ihr noch von ihrem Gefolge seid ihrem Aufbruch je wieder gehört. Ramand bat die Reisenden, seinem Herren bei der Suche nach seiner Enkelin beizustehen, war er in die Jahre gekommen und nicht bei guter Gesundkeit. Einem Geschäftspartner stand man in der Not bei und so brauchte es nicht mehr lange, ehe sich die Reisegruppe auf den Rücken ihrer treuen Reittiere wiederfand. Unter Führung Ramands ging es tiefer in die Wüste hinein, bis man an den wahrlich märchenhaften Zeltpalast des alten Monarchen gelangte.




Der alte Mann war hocherfreut, seinen Diener mit Hilfe wiederzusehen und noch erfreuter war er, dass es sich bei einem Teil der Reisegruppe um Brüder und Schwerstern handelte. Erleichtert bot er ihnen Gastfreundschaft und Unterkunft und so fand man sich schon bald im wahrlich prachtvollem Zeltpalast wieder. Vor allem das Freiherrenpaar unterhielt sich mit dem alten Mann, umAnsatzpunkte für die Suche nach dem Mädchen zu bekommen und schon bald zeigte sich ein, zumindest für den Sorgen geplagten Großvater ein Szenario, das er so sicher nicht erwartet hatte. Schon recht schnell wurde klar, dass das junge Mädchen sich wohl schon längere Zeit mit einem Liebsten getroffen haben musste, dessen Existenz und Identität sie vor dem Großvater geheim gehaltn hatte. Nach Aussage ihres Onkels hatte er sie seid Wochen nicht mehr gesehen und doch war sie mehrfach von daheim abgereist, um diesen zu besuchen. Vor allem Gashras Befragung des Stallburschen brachte einiges zu Tage, handelte es sich doch bei dem jungen Mann um den Sohn eines Konkurrenten. Beide Familien lagen schon länger mit einander im Zwist und keine von beiden hätte eine Verbindung der jungen Leute geduldet. Doch.. wo war das Mädchen nun? War sie mit dem Liebstn fortgelaufen? War sie Banditen in die Hände gefallen? Un warum war vom Gefolge keine Spur zu sehen? Hatte es sich gar gegen seinen alternen Herren gestellt und das Mädchen in die Sklaverei verkauft? Fragen über Fragen , auf die man keine Antwort fand. Spät war es geworden und so beschloß man, im frühen Morgengrauen den ersten Hinweisen nachzugehen. Zumidest war so der Plan. Doch während der NAcht brach ein schwerer Sandsturm über das Lager in der Wüste herein und machte es den Reisenden unmöglich, auch nur die Nase aus dem Zelt zu stecken. Erst in den Abendstunden lies der Wind halbwegs nach, doch noch immer waren die Sande viel zu unberechenbar. So würde wohl ein weiterer langer Tag vergehen, ehe man sich auf die Suche machen konnte.



Mehr Bilder und das vollständige Reisetagebuch gibt es unter:

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…-tag-14-und-15/

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Freitag, 17. August 2018, 14:55

Handelsreise nach Abahs Landung : Tag 16 und 17 - Verschollen im Sand



Obwohl der schwere Sandsturm die Reisenden einen ganzen Tag im Lager des alten Wüstenfürsten Salasamo al-Elissar​ festgehalten hatte, waren die einzelnen Mitglieder dennoch nicht untätig. Während das Freiherrenpaar sich noch einmal mit dem alten Mann unterhielt, plauderten die anderen mit der Dienerschaft. Dabei bekamen sie ein recht gutes Bild der Familie, die nur noch aus wenigen Mitgliedern bestand.

​Die Eltern und andere Kinder des Patricarchen waren vor vielen Jahren bei einem Überfall von Banditen ums Leben gekommen. Überlebt hatte sein Sohn Varnas al-Elissar , Bruder von Anarias Vater, dem die Aufgabe zugefallen war, den nomadisch lebenden Teil des Stammes zu führen. Ebenfalls eine Tochter , Nemina at-Farin​, hatte den Überfall überlebt und inzwischen geheiratet. Aufgrund dessen war sie in der Erbfolge hinter ihren Bruder Varnas und die Enkelin Anarisa gerutscht, was darauf hindeutet, dass der alte Mann dem Schwiegersohn nicht sonderlich gewogen sein könnte.

​Innerhalb des Stammes schien es keine Anzeichen für Streitigkeiten oder schwelende Konflikte zu geben.

​Anarisa al Elissar traf sich seid geraumer Zeit mit Benizir al Oranda, Sohn eines der ärgsten Kontrahenten der Famili al Elissar. Treffpunkt war ein kleines Lager westlich von Bergama, das nur selten genutzt wurde und wo Anarisa sich alleine eigentlich auch nicht aufhalten durfte. Beide Familien waren seid Menschengedenken mit einander verfeindet. Dabei reichten die Konflikte von Grenzstreitigkeiten bis hin zu offenen Anfeindungen. Einige wenige Streitpunkte konnten mit viel Geld vorrübergehend beigelegt werden. Auch Neid auf das Vermögen der Familie al Elissars schien keine geringe Rolle zu spielen.​

Die Dienerschaft der Familie al Elissar stand zu Teil seid vielen Jahren, einige seid Generationen in den Diensten und bewies eine durchaus spürbare Treue. Entsprechend sind ihre recht blumigen Schilderungen bezüglich der Schurkenhaftigkeit und Verruchtheit der Familie al Oranda mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.



Nachdem der Sandsturm am Abend des Folgetages endlich weit genug abgeflaut war, um eine Reise in die Wüste zuwagen, brachen die Gefährten endlich auf, um das vermisste Mädchen zu suchen. Doch zunächst hielt man in einiger Entfernung vom Lager an, um die Ergebnisse der Befragungen zusammenzu tragen. Nächstes Ziel war das kleine Lager, das den jungen Leuten als vermutliches Liebesnest gedient haben sollte. Hatten einige nach der erfolglosen oberflächlichen Durchsuchung schon fast gehofft, dass man das Mädchen endlich seinem Schicksal überlies und die eigentliche Reise fortsetzen konnte, wurden ihre Hoffnungen recht schnell enttäuscht, befahl die Freifrau doch die gründliche Durchforstung des Lagerplatzes und des dortigen Zeltes. Schicksalsergeben begannen Gashra, Guzrok und Olivia, akribisch nach Hinweisen auf den Verbleib des Mädchens zu suchen. Ihre Mühe sollte belohnt werden, brachte die Suche doch einiges ans schwindende Tageslicht.

Gurzok fand das Tagebuch Anarisas, das voll von den lyrischen Schwärmerei eines jungen Mädchens von Silberglanz war. Ausserdem tauchte mehrfach ein Hinweis auf eine Zinnilami und die Ziegenkopfoase auf. Auch einen nördlichen Lagerplatz dort beschrieb das Mädchen in seinen Aufzeichnugen. Olivia hingegen fand einige schwarze Haare, versteckte Lebensmittel und eine kostbare Haarspange in den Kissen, die nach dem ihnen anhafteten schwerem exotischem Parfüm eindeutig als Lager der Prinzessin gedient hatte. Endlich hatte man eine weitere Spur und weiter ging der Ritt durch Sand und Staub tiefer in die Wüste hinein.

In der Ziegenkopfoase angekommen, entschied die Freifrau, sich zuerst den beschriebenden Lagerplatz anzusehen und dann der Identität von Silberglanz und Frau Zinilami nachzugehen. So wandte man sich nördlich den Felsen zu. Unweit einer kleinen Gebirgskette stieß man am Rande einer kleinen Palmengruppe auf ein Dutzend Leichen, die eindeutig in einem hartem Kampf getötet worden waren. Sieben waren edel gekleidet, fünf wirkten einfacher und abgerissener. Alle Toten hatten Waffen, persönliche Habe und Geld dabei.. einem Raubzug waren sie also nicht erleben. Der Verdacht, zumindest teilweise das vermisste Gefolge Anarisas gefunden zu haben, wurde traurige Gewissheit, als man das Stammeswappen an der Kleidung eines Toten fand. Da man keine Zeit hatte, die Toten zu begraben, sprach die Freifrau ein kurzes Gebet und befahl, sämtliche Habseligkeiten der Leichen einzusammeln.




Nachdem das erfolgt war, machte man sich daran, den wenigen Blutspuren zufolgen, die eingetrocknet auf den Felsen erkennbar waren. Tatsächlich fand man nach wenigen Metern das Lager , gut versteckt in einer Felsgruppe . Doch war das Lager nicht leer. Erschöpft, verletzt , unfähig, sich den Heimweg zu machen und nach so vielen tagen von Hunger und Durst geplant, war die junge Wüstenschönheit nach dem erstem Erschrecken überglücklich, endlich Hilfe zu sehen, um so mehr als dass diese vom Großvater kam. Ein wenig erschrocken war das Mädchen allerdings, als die Freifrau einen Ton ihr gegenüber anschlug, den sie vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben zu hören bekam und das von einer Frau, die nur wenige Jahre älter war.

Sie berichtete, das sie sich schon vor einigen Tagen von ihrem Liebsten getrennt hatte.Dessen Aufenthaltsort blieb vorerst unbekannt. Anscheinend hatt sich das Mädchen in eine Ziege verliebt, als die sich die besagte Frau Zinnigami erwies. Ihre Bitte, das Tier doch vor dem Aufbruch am kommenden Tag zu suchen, stieß jedoch auf taube Ohren. Diese Reisenden erwiesen sich als äusserst unwillig, der Wüstenschönheit jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Stattdessen bekam sie zur schmerzhaften Versorgung eine gehörige Standpauke und jede Menge Fragen

Während sie sich einigen wichtigen Fragen stellen musste, versorgten Aliisa und Gashra die Verletzte mit Wasser, Nahrung und versorgten ihre Wunden. Der Freiherr ordnete mit dem Rest der Gruppe den Lagerplatz. Da man nicht ausschließen konnte, das die Angreifer mit Verstärkung zurück kamen, wurden für die Nacht Wachen aufgestellt. Gashra und Guzrok, die beiden Orks übernahmen die erste Wache.

Ob und wie lange ihnen etwas Ruhe vergönnt war, würde die Nacht zeigen. Eine weitere Nacht in einem provisorischem Lager inmitten der Unendlichkeit der Wüste.

Hier findet ihr einige weitere Bilder des gestrigen Tages und das vollständige Reisetagebuch :

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…-tag-16-und-17/

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Samstag, 18. August 2018, 14:52

​Tag 18 - Glückliche Heimkehr




Es war eine unruhige Nacht in den Felsenklippen, die die Reisegruppe mitten im Nirgendwo verbrachte. Die Ungewissheit ob des Geschehens und der seltsamen Umstände, unter denen der Überfall auf Anarisa al Elissar erfolgt war, gaben der Gruppe einige Rätsel auf.Nur Lösungen schienen in weiter Ferne. Da man ständig mit unangenehmen Überraschungen musste, döste man eher mit der Waffe in der Hand anstatt friedlich zu schlafen. Entsprechend unruhig waren auch die Tiere, die sich knapp unterhalb des Lagers unter den wachsamen Fuhrknechten zur festen Wagenburg zusammen gedrängt hatten. Noch ehe der erste Sonnenstrahl die Sande der Wüste berührte, war man wieder auf den Beinen, um sich zur Abreise bereit zu machen.

Die Anspannung zerrte an den Nerven von Mensch und Tier und so waren alle erleichtert, als endlich der Befehl zum Aufbruch kam. Während der Tross mit den Handelskarren bis auf einen die Oase in Richtung Schildwacht verlies, wurde die verletzte Wüstentochter auf einen Karren verfrachtet, auf den man auch die Habseeligkeiten der Toten verladen hatte. Kaum war es hell genug, brach man auf, um das junge Mädchen sicher zurück zu ihrem Großvater zu bringen. Im Bewusstsein, der Gefahr noch nicht entronnen zu sein, schlug man ein scharfes Tempo an und so versank die Ziegenkopfoase schon bald hinter den Dünen. Dabei hielt man sich an den Pfad,dem man am Tag zuvor bei der Suche gefolgt war. Seltsamerweise kreisten zwei Geier genau über der Stelle, wo sie bereits am Vortag gesichtet worden waren.Grund ge genug, den Ritt kurz zu unterbrechen, um sich anzusehen, an wem sich die Aasfresser gütlich taten. So nahe am Kampfplatz war alles möglich. Entsprechend vorsichtig machte sich ein Teil auf, das Treiben der Geier zu ergründen. Der Rest blieb zurück und kreiste mit gezogenenen Waffen den Wagen mit der geretteten Anaria ein.



Ihre Geduld wurde einmal mehr auf eine harte Probe gestellt . Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen Gashra, Guzrok und Lina zurück.Doch sie kamen nicht alleine. In ihrer Gesellschaft befand sich ein verletzter abgerissener Mann, der ihnen die Geschichte eines verunglückten Reisenden erzählen wollte. Doch ein Blick von Anarisa reichte, um den Mann als Überlebenden der Banditen zu erkennen, die sie und ihr Gefolge überfalln hatte., bewiesen wurden ihre Worte durch die Beschreibung einer Schußwunde, die ihrer Armbrust entstammte. Nachdem das Lügengespinst zusammengebrochen war, hüllte sich der Bandit in Schweigen. Als hübscher Mehlsack verschnürt wurde er vor Gashra auf ein Kamel geworfen und weiter ging der scharfe Ritt, um einen möglichst großen Abstand zur Ziegenkopfoase zu gewinnen. Als die Sonne bereits sank und erste Sterne den Himmel erleuchteten , ritten Freiherr und Freifrau mit ihrem Gefolge und Salasamos Enkelin in das Lager des Wüstenfürsten ein.

Der alte Mann, der seine Enkelin nicht sogleich erblickte, versuchte sich seine Enttäuschung nicht anzumerken lassen, glaubte er doch, die Suche nach der geliebten Enkelin wäre erfolglos geblieben. Um so rührender war das Wiedersehen, als er das Mädchen erblickte. Lächelnd konnten sich die Reisenden am Glück der beiden freuen, die sich nun endlich wieder in die Arme schließen konnten. Der überschwengliche Dank des alten Mannes kam mehr als von Herzen. Fürstlich empfing er das Paar und seine Begleiter ein zweites Mal in seinem Zeltpalast und in Windeseile wurden die Vorkehrungen zu einem rauschemdem Fest in heißer Wüstennacht getroffen. Nur der Gefangene harrte unter wenig erfreulichen Umständen der angekündigten Befragung entgegen. Großvater und Enkelin aber feierten mit ihren Gästen bis in den frühen Morgen.- Kostbare Geschenke wurden ausgetauscht und man freute sich darauf, den Keim künftiger Verbindungen auf fruchtbaren Boden gepflanzt zu haben. Als der Morgen kam, sah man Wüstensöhne und Gäste erschöpft in den Kissen ruhen. Schon bald würde man Abschied von einander nehmen müssen. Doch zunächst zählte nur der Augenblick.



Hier einige Bilder des gestrigen Tages :

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Gestern, 14:28

​Tag 19: Vom Nirgendwo nach Schildwacht




Viele Tage waren unsere Reisenden nun schon in den Weiten der Wüste Alikr´s unterwegs. Längst schon hatte sich eine gewisse Routine eingestellt, die sich am ewigem Kreislauf der Wüste orientierte. Bereits lange vor dem Anbruch des Tages waren die Reisenden auf den Beinen, um die kühleren Stunden zu genießen und möglichst viel ihrer Vorhaben zu erledigen, ehe die sengende Sonne den Sand aufheizen würde. Einer jedoch konnte den Morgen nicht genießen, sah er sich doch in der unangenehmen Lage, Gefangener zu sein. Der am Vortag aufgegriffene Bandit hätte vermutlich einen schnellen Tod in den Dünen vorgezogen. Doch war ihm dieses Schicksal nicht vergönnt. Stattdessen wurde er eindringlich befragt, ehe der alte Wüstenfürst ein Urteil fällen würde. In Anbetracht der Schwere des Verbrechens standen die Aussicht auf ein glückliches Ende für ihn denkbar schlecht.​

Die Befragung ergab ​ein nicht unerwartetes Szenario. mit dem man durchaus gerechnet hatte. So berichtete er, das seine Truppe von einem, ihm unbekanntem Auftraggeber angeheuert worden war, um die Enkelin der Familie al Elissar zu töten. Als Beweis sollte dem Hintermann ein Medallion mit den Bildern ihrer Familie übergeben, die das Mädchen seid frühster Kindheit trug. Es bewahrte die Erinnerung an ihre Eltern, deren Bildnis es enthielt. Alleine durch den sehr persönlichen Todesbeweis lag die Vermutung nahe, dass der Unbekannte im engerem Umfeld der Familie zu suchen war oder aber es geschafft hatte, sich diese Informationen zu erschleichen. Wobei ein Fremder sicher etwas anderes gewählt hatte. Ausser ihm gab es zwei weitere Männer, die das Gemetzel überlebt hatten. Sie hatten die Reittiere eingefangen und waren längst über alle Berge. Treffpunkt für die Übergabe des Medallions sollte ein ausgetrocknetger Brunnen nahe Schildwacht sein.



Die Reisenden waren wenig erfreut über derartige Informationen, kreuzten sie doch die Gegend, in der die Bande ihr Unwesen trieb. Desweiteren war ihr Eingreifen und die Rettung des Mädchens sicher nicht unbeobachtet geblieben.




Nach einem ausgiebigem Frühstück war die Stunde des Abschiedes gekommen.Ein letztes Mal dankte man für Speis und Trank, tauschte Segen und gute Wünsche, ehe sich der Reitertrupp mit dem letztem verbliebenem Wagen in Bewegung setzte. In Anbetracht der Lage herrschte äusserte Wachsamkeit . Eine Handvoll schwarz gewandeter Wüstenkrieger begleitete sie bis kurz vor die Stadt,deren Kulisse sich erst nach Einbruch der Dunkelheit vor den Reisenden erhob. Prachtvoll bot die Wüstenstadt mit ihren Türmen und Kuppel, den Feuern und Fackeln, dem quirligem Leben auf den Straßen und Plätzen der stadt sich den Besuchern dar , die langsam ihres Weges zogen. Ziel war ein geräumiger Bau im landestypischem Stil, der sich in einem der wohlhabenderen Viertel erhob. Das weitläufige luftige Sandsteinhaus war bereits auf den Besuch der Reisenden eingestellt und so war der Empfang durch die Bediensteten ein fröhlicher.​ Staunend betraten sie eine märchenhafte Welt voller Tiere und Pflanzen, genossen den Luxus bequemer Quartiere und konnten sich zum ersten Mal ausgibig mit frischem Wasser den Staub von Haut und Haar spielen. Bei einem löstlichem Nachtmahl atmeten sie nach den anstrengenden Tagen auf und schmiedeten die nächsten Pläne. Bereits am nächsten Tag würde man gemeinsam die Stadt erkunden.



Hier findet ihr weitere Bilder des gestrigen Tages:

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Heute, 12:10

​Tag 20 - Stadtbummel mit Hindernissen



Eine Nacht Ruhe hatte den Reisenden in den behaglichen Räumen des Hauses gut getan. Die luftige Bauweise und die dicken Mauern sorgten für angenehme Temperaturen und die vielen kleinen Wandbrunnen und Zimmerpflanzen trugen ihr übrigens zur Entspannung und Erfrischung bei. Nur die eine große leuchtende Pflanze, die ihre Ranken nach allem ausstreckte, was in ihre Nähe kam , erfüllte den einen oder anderen mit Unbehagen. Doch schon am Abend,als die Hitze nicht mehr ganz so drückend über den Mauern der Stadt lag, ging es hinaus auf die Straßen und Gassen, um das Nachtleben in Schildwacht zu genießen.

​Gemeinsam bummelte man durch die Straßen, bewunderte den prachtvollen Springbrunnen und den königlichen Palast, bestaunte die erhabene Brücke, die das Palastviertel mit dem Rest der Stadt verband. Natürlich durfte ein Besuch in der Schmiede nicht fehlen, in der der Freiherr stolz eine neue Rüstung erstanden hatte. Doch bereits hier wurde die Stimmug leicht angespannt, konnte man doch unter all den Bettlern und Straßenburschen einen Mann ausmachen, der auffällig oft in der Nähe der Gruppe anzutreffen war. Gewarnt schlenderten die Reisenden weiter, bis eine kleine Palmengruppe am Straßenrand ins Blickfeld der Aufmerksamkeit rückte. Aliisa, die vor noch garnicht so langer Zeit einen Vortrag über Kokosnüsse gehalten hatte, erlebte die riesigen Palmen auf dieser Reise völlig begeistert in ihrer natürlichen Umgebung und träumte davon, selbst auf eine der hohen Palmen zu klettern und mit eigener Hand eine Kokosnuss zu pflücken.



Mit einem Gürtel von Gashra als behelfsmäßige Kletterhilfe wagte das junge Mädchen den Aufstieg dann und stellte sehr schnell fest, dass die Ernte einer Kokosnuss eine sehr schweißtreibende Angelegenheit war. Recht schnell fanden sich Reisegruppe und vor allem Aliisa im Zentrum der Aufmerksamkeit von Straßenkindern, Bewohnern, Bettlern und zufälligen Passanten wieder, die lautstark das Treiben der Fremden kommentierten. Pfiffe gelten anfeuernd durch die Gasse und Wetten wurden abgeschlossen, wie lange es wohl dauern würde, bis sie auf dem Hosenboden im Sand landen würde. Doch unverdrossen kämpfte Aliisa sich an der widerspenstigen Palme empor, bis sie die ausladende Krone erreichte und endlich die Hand nach der begehrten Frucht ausstrecken konnte. Doch so einfach wollte die Kokosnuss sich nicht pflücken lassen und so musste Aliisa zum Dolch greifen, um ein wenig nachzuhelfen. Fast wäre sie unter dem Gelächter der Buben dabei doch noch von der Palme gepurzelt. Doch es kam, wie es kommen musste. Der Aufruhr unweit der Schmiede rief die Stadtwachen auf den Plan. Entsprechend flink machte sich Aliisa an den Abstieg und verlor die Nuss, die aber glücklicherweise weich in einem Sandhaufen landete. Flink verschwanden Freifrau und Freiherr mit den Damen in der Menge,die sich unter tatkräftiger Mithilfe der Wachen nun zu zerstreuen begann. Unsere Reisenden waren längst um die nächste Ecke verschwunden.



Sie bewunderten das königliche Serail, natürlich nur von Aussen.. sie schlenderten an den Hallen der Gelehrten vorbei. Es war der große Turm der Magiergilde, der sie magisch anzog, mochte man doch von weit oben einen wunderbaren Blick über die Stadt und die Wüste haben. Noch immer hatten sie einen Verfolger, der sie nun überholte. Gewarnt entschlossen die Reisenden sich, den Turm trotzdem zu betreten und machten sich an den beschwerlichen Aufstieg , die enge Wendeltreppe hinauf. Diese wand sich um viele kleine Kammern und Nischen, die teilweise als Archive und Lagerräume genutzt wurden. Längst schon hatte man die belebten Räumlichkeiten der Magier hinter sich gelassen, als der erwartete Angriff erfolgte. Aus dem Nichts kam eine Hand geschossen und versuchte, Lina in die Kammer zu zerren. Doch der Angreifer hatte nicht damit gerechnet, dass sein Opfer sich schimpfend wie ein Rohrspatz wehrte und schneller Beistand durch Gashra und Freiherr erhielt, als ihm lieb war. Während Aliisa und die Freifrau den Gang nach oben sicherten, überwältigen der Freiherr und Gashra den Banditen. Für mehr als eine kurze Befragung war dort nicht Raum und Zeit. Doch schon nach kurzem war klar, dass der Angriff im Zusammenhang mit ihre Hilfe für den alten Wüstenfürsten Salasamo al Eliisar stand. Ein kurzes Gespräch mit einem der Magister später, eröffnete dieser direkt ein Portal in das Anwesen der Wolfenbergs, durch dass die Gruppe mit ihrem Gefangenem vorzeitig zurück kehrte. Während Gashra sich um den neuen Gast des Hauses kümmerte, sortierten die Übrigen sich erst einmal.



Noch während der NAcht machten sich drei einheimische Krieger aus dem Gefolge der Wolfenbergs bereit, um nach dem Ende der Befragung dem Fürsten schnelle Kunde über den Zwischenfall zu bringen und ihn zu warnen.


Hier findet ihr mehr Bilder des gestrigen Tages:

https://www.rittergutvonwolfenberg.de/in…landung-tag-20/