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Dienstag, 1. Mai 2018, 11:06

Die Kleine Bibliothek - Schriftensammlung im Haus der Wissenschaft



"Die Kleine Bibliothek" ist eine Sammlung von Notizen, Briefen und Auszügen aus Büchern, die von dem Forschungsreisenden Namir al-Rashid verfasst wurden. Während al-Rashid seine ganze Aufmerksamkeit den Reiseaufzeichnungen widmete, schenkte er seinen übrigen Texten nach ihrer Fertigstellung kaum Beachtung. Einmal verfasst, verblieben die Schriften unsortiert in der Bibliothek des Hauses der Wissenschaft und gerieten dort in Vergessenheit. Erst der dunmerische Schreiber und Kammerdiener Sevan Dral erfasste und katalogisierte die bislang unveröffentlichten Arbeiten und ermöglichte es so, sie interessierten Lesern nach und nach zugänglich zu machen.


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Namir al-Rashid mit seinem Kammerdiener Sevan Dral



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Freitag, 11. Mai 2018, 12:40

Wie alles begann ...

Die Idee eines Forscherhauses wird erstmals schriftlich in einem Brief an einen engen Freund von al-Rashid erwähnt. Verfasst wurde der Brief, der hier auszugsweise abgedruckt wird, vermutlich im Monat Abenddämmerung des Jahres 584 (eine genauere Angabe ist leider nicht möglich, da der Forscher die Eigenheit hat, seine Briefe nicht zu datieren).


Zitat

[...] Trotz deiner durchaus guten Argumente für einen Verbleib in der Magiergilde hege ich immer mehr Zweifel, ob die Gilde wirklich der richtige Ort für mich ist. Unter einigen Mitgliedern herrschen Machtkämpfe und Intrigen, gegen die selbst die Magistra nur schwer ankommt. Auf der einen Seite steht -neben Magistra Nemarc- eine Gruppe von Gelehrten, die neuen Entwicklungen recht aufgeschlossen ist und sich dafür einsetzt, Magie und Wissenschaft einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen - also ganz im Sinne von Vanus Galerion handelt. Auf der anderen Seite finden sich all jene, die sehr konservativ denken und es für zu gefährlich halten, jedem "dahergelaufenen Narren" das Wissen der Gilde zugänglich zu machen. Für sie bin ich kaum mehr als ein junger Amateurforscher mit allerlei Flausen im Kopf, der noch nicht einmal als vollwertiges Mitglied der Gilde zählt.

[...] Abseits der Magie gibt es in der Gilde kaum wirklich Platz, geschweige denn Unterstützung für einen Forscher wie mich. Hätte ich die Gelegenheit dazu, ich würde mich sofort der Kaiserlichen Geographischen Gesellschaft anschließen. Allerdings hieße das, nach Cyrodiil auszuwandern, geradewegs ins Zentrum des Krieges. Ganz zu schweigen davon, daß nicht einmal sicher ist, inwieweit die Kaiserliche Geographische Gesellschaft unter den gegebenen Umständen überhaupt aktiv ist.

Bei den Göttern, was würde ich dafür geben, ein eigenes Forscherhaus aufzubauen. Eine Einrichtung, in der all jene, die abseits der Magiergilde nach Wissen suchen, Unterstützung für ihre Projekte und Studien erhalten würden, sowohl mit Münzen als auch mit Ausrüstung jeglicher Art. Ein Ort, wo Forscher verschiedenster Fachrichtungen sich treffen und austauschen könnten. Erinnerst du dich noch, wie Monsieur Guérin uns immer wieder von dieser Idee erzählt hat, wenn wir während einer Expedition abends am Lagerfeuer saßen? Unter dem Sternenhimmel der Alik´r schien diese Idee mehr als nur ein bloßer Traum. Hier in Dolchsturz hingegen finden unsere Träume in den verwinkelten Gassen und kleinen Stübchen keinen Platz und ziehen sich gleichsam verblassenden Schatten vor den Blicken konservativer Gelehrter zurück, um in Vergessenheit zu geraten.



Die Magiergilde von Dolchsturz



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Sonntag, 27. Mai 2018, 15:32

Zitat

Julianos zum Gruße, treuer Freund

Kaum hatte ich mein letztes Schreiben an dich gesendet, teilte mir Magistra Nemarc mit, daß sie mich mit einer wohlhabenden Bretonin namens Madame Barneau bekannt machen wolle. Die Bretonin hat von mir und meiner Situation in der Magiergilde erfahren und scheint interessiert, meine Mäzenin zu werden. Damit würden sich mir gänzlich neue Möglichkeiten bieten, und ich wäre endlich unabhängig von der Magiergilde.

Madame Barneau und ich haben sehr ausführlich über meine Ideen und Vorstellungen gesprochen, und schließlich wagte ich es, ihr von meiner Vision von einem Forschungshaus zu erzählen. Zu meiner Überraschung war Madame Barneau bereit, über eine Verwirklichung meiner Idee nachzudenken. Bei Ruptga! Ich werde wohl bald eine wesentlich größere Verantwortung tragen als die eines Schreibers, der einen exzentrischen Gelehrten begleitet, treuer Freund. Monsieur Guérin wäre sicher begeistert, könnte er all das noch miterleben.

Und doch bin ich unschlüssig, ob ich das Angebot so ohne weiteres annehmen sollte. Nicht allein der Verantwortung wegen. Es ist die Bretonin, die mich zögern lässt. Trotz meiner Bemühungen, mehr über sie zu erfahren, gibt es kaum Informationen über Madame Barneau. Wirklich sicher scheint nur, daß sie eine Kunsthändlerin ist und lange Zeit in Anwil gelebt hat.

Darüber hinaus konnte ich so gut wie nichts über die Bretonin finden, keine Aufzeichnungen, keine Hinweise. Nicht einmal ihr Vorname ist mir bekannt. Ich habe in der Magiergilde mit verschiedenen Gildenmitgliedern gesprochen und mich auch andernorts umgehört, doch niemand konnte oder wollte mir Auskunft geben. Selbst Magistra Nemarc bedachte mich nur mit einem Lächeln und der Antwort, ich könne Madame Barneau voll und ganz vertrauen.

Vermutlich gibt es für all das eine plausible Erklärung, und meine Beunruhigung ist völlig unbegründet. Ein Bibliothekar wusste immerhin folgendes zu berichten: in ganz Tamriel gibt es Adelige und Magister, die sich mit besonderer Leidenschaft der Sammlung von seltener Kunst gewidmet haben und dafür Preise zahlen, die eines Fürsten würdig sind. Manch einer dieser Kunstliebhaber soll im Zweifelsfall sogar über Leichen gehen, um an sein Objekt der Begierde zu kommen. Grund genug für viele der Sammler, bei ihrem Handel höchste Verschwiegenheit zu verlangen. So haben sich im Laufe der Jahrzente kleine exklusive Zirkel gebildet, die vertrauliche Kunsthändler mit der Suche nach spezifischen Kunstobjekten beauftragen. Der Bibliothekar meinte zudem, die Händler erhielten für ihre Arbeit geradezu ein Vermögen als Entlohnung.

Meine Zweifel sind damit nicht verschwunden, doch werde ich mich letztlich wohl für Madame Barneau als Mäzenin entscheiden. Sollte sie mir tatsächlich die Gelegenheit bieten, ein eigenes Forscherhaus aufzubauen, wird es mir unmöglich sein, abzulehnen. Die Götter werden mir kein zweites Mal ein solches Geschenk bieten.

[...]



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Jassillia (11.07.2018)

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Dienstag, 10. Juli 2018, 12:05

Der folgende Brief, wie so viele von Namir al-Rashid verfasste Briefe ohne Datumsangabe, wurde nur wenige Wochen vor Eröffnung des Forscherhauses geschrieben. Hier wird zum ersten Mal der Name "Haus der Wissenschaft" genannt.


Zitat

[...] Inzwischen habe ich mein Quartier im Gasthaus Zur trüben Neige bezogen und ein wenig Wegesruh erkundet, während Madame Barneau die Instandsetzung eines älteren Herrenhauses überwacht. Selbst in seinem derzeit etwas heruntergekommenen Zustand wirkt das Gauthier-Anwesen wirklich beeindruckend und scheint dank der Räumlichkeiten geradezu ideal als zukünftiges Forscherhaus.

Uns stehen gleich 3 Etagen zur Verfügung. Im Untergeschoss wird ein Laboratorium eingerichtet, im Erdgeschoss soll alles für den Empfang von Gästen und kleine gesellschaftliche Abende hergerichtet werden. Und im oberen Geschoss schließlich bekomme ich mein eigenes Studierzimmer, einschließlich einer kleinen Bibliothek. Bei Ruptga! Vorbei die Zeiten, wo ich in einem beengten Gasthauszimmerchen an einem unbequemen Schreibtisch sitze und während meiner Arbeit ständig vom Lärm betrunkener Gäste gestört werde.

Madame Barneau fand die Bezeichnung Forscher-Haus übrigens nicht ganz geeignet und hatte stattdessen den Vorschlag "Haus der Wissenschaft". Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir der Name. Ein offenes Haus, in dem Forscher und Abenteurer gleichermaßen willkommen sind, um ihre Erfahrungen auszutauschen und ihr Fachwissen bei verschiedensten Projekten einzubringen. So langsam gewöhne ich mich an den Gedanken, schon bald eine solch große Verantwortung zu übernehmen.

In Wegesruh sorgt die Instandsetzung des Gauthier-Anwesens und die Ankündigung, daß es bald ein Forscherhaus geben wird, für einigen Gesprächsstoff. Nach allem, was ich mitbekommen habe, ist es nicht wenigen Bürgern von Wegesruh nur recht, daß das heruntergekommene Haus schon bald endlich wieder in altem Glanz erstrahlt. Es halten sich allerdings hartnäckige Gerüchte, bei den Verhandlungen um den Erwerb des Anwesens sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen, und Madame Barneau habe "Einflüsse und Beziehungen", mit deren Hilfe der Verkaufspreis deutlich gesenkt worden sei. Wahrscheinlich nur das übliche Geschwätz einiger Markt- und Waschweiber.

[...]



Das Gauthier-Anwesen, in dem sich das Haus der Wissenschaft befindet



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