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Sonntag, 27. Mai 2018, 19:28

Auf nach Anwil

OOC: Hier möchte ich ein wenig über meinen Char schreiben. Die Einleitung ist recht kurz gehalten. Doch soll hier in diesem Thread das Erlebte aus dem RP niedergeschrieben werden, um so eine etwas umfangreichere Geschichte zu Formen. Die Spieler sind auch eingeladen IC-Begegnungen mit Dro'karim hier in Textform nieder zu schreiben.



*Dunkel, mit nur schummrigen und flackernden Licht der Feuerstellen und Lichtquellen. Der dunkle Khajiit bewegte sich lautlos
durch die Gänge und steuerte eine bestimme Räumlichkeit an. Er hatte seinen Bruder verpasst und fand in jenem Raum ein Pergament,
was an ihn gerichtet war*

Zitat

"Bruder
dein nächstes Ziel ist in der fernen Goldküste. Das Sakrament wurde erhört und der Kontrakt angenommen.
Reise nach Anwil und melde dich leicht nördlich in der dortigen Zuflucht. Sammle deine Information über Ort,
Bevölkerung und Kontakt zu dem auserwählten Bauern.


Des weiteren ist die Bruderschaft dort etwas ausgedünnt. Nach deinem Kontrakt bleibst du erst einmal vor Ort und
hilfst den Brüdern und Schwestern. Dort wirst du ebenfalls Kontrakte erhalten, wie auch hier.


Möge Sithis dich leiten, Bruder"



Stumm nickte der Khajiit, rollte das Pergament zusammen und steckte es in die Schärpe. Kurz sah er sich um,
nahm dann eine kleine Reisetasche und verstaute zwei voll Phiolen, etwas Proviant und einen Trinkschlauch.
Raschen Schrittes verlies er erst die Räumlichkeit und dann die Zuflucht. Es war mitten in der Nacht, wodurch er sich im
Schutze der Dunkelheit in einem nahen Dorf ein Pferd stehen konnte, welches am Pfahl eines etwas abgelegenen Hauses
gebunden war. Einige Tage dauerte es, bis er an eine Hafenstadt kam, wo er auf einem recht kleinen Händlerschiff mit
reisen durfte, nachdem er sich den Platz gegen Bezahlung sicherte. Wieder vergingen einige Tage auf See. Das katzenhafte
Wesen schwieg. Er genoss die Ruhe der Reise, egal ob zu Pferd oder auf dem Schiff. So konnte er seine Gedanken freien Lauf
lassen. Vorgehensweise, Informationsbeschaffung... alles musste geplant werden. Ohne Komplikationen erreichte das Schiff
Anwil, wärend die Sonne hell am Himmel zur Mittagszeit schien. . Sanften und leisen Schrittes ging er von Bord und
machte sich direkt auf durch die Stadt, ehe er sie wieder durch das Nordtor verlies.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dro'karim« (2. Juni 2018, 16:02)


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Shifa'asif (28.05.2018), PainAndDispair (28.05.2018), Salem (01.06.2018)

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Freitag, 1. Juni 2018, 12:54

Er hatte es erwartet...

Spät am Abend in Anwil bewahrheitete sich die Informationen des Khajiit. In der Taverne saß der Schäfer an der Theke und
genehmigte sich den ein oder anderen Schnaps. Ruhig beäugte Dro'karim aus der dunklen Ecke den Kaiserlichen und
trank seelenruhig sein Getränk. Er beobachtete, wie der Mann, mittleren Alters, sich mit den Besuchern unterhielt.
Aus einigen Gesprächsfetzen konnte der dunkle Kater herausnehmen, dass es sich meist um Unwichtigkeiten und
selten um Arbeit ging. So verstrich die Zeit, Stunde um Stunde.

Langsam regte sich der Kaiserliche und bewegte sich, nachdem er bezahlt hatte, zur Tür, um diese zu öffnen. Es wirkte mehr
wie ein Trauerspiel, brauche eben jener Mann mehrere Versuche, um den Griff zu erwischen und dann auch noch einige Male
zu versuchen die Tür ziehen, obwohl man drücken musste. Der Khajiit wartete noch einige Minuten, ahnte dieser ja, wo der
Schäfer lang gehen wollte. Erst dann stand der Kater auf, klopfte sich die Kleidung ab und gerade, ehe er guter Laune mit
einem Abschied die Spielunke verließ. Leisen und bedachten Schrittes hatte Dro'karim den Kaiserlichen wieder eingeholt und
verfolgte ihn im Schutze der Dunkelheit. War der Mann wohl eh nicht mehr in der Lage seine Umgebung im Auge zu behalten,
zog jener schlangenförmig seinen Weg zu seinem Heim fort.

Nach fast einer Stunde kamen beide nun an der Schäfersfarm an und der Khajiit konnte sich sicher sein, dass niemand anderes
mehr hier war und keiner kommen würde. Leicht wackelnd versuchte der Mann mehrere Male die Tür aufzuschließen,
ehe er sie öffnet und krachen zu warf. Der dunkle Kater stand hinter einem brusthohen Gebüsch und schrägte den Kopf leicht,
versuchen ein Geräusch zu hören, was auf ein Abschließen hindeutete. Doch es kam nichts. Schmunzeln und mit einem
Kopfschütteln ging er zu der Tür, öffnete diese leise und trat hinein. Der Raum war dunkel und nur eine einzige Kerze
spendete am Ende des Raumes schwaches, flackerndes Licht. Der Kaiserliche stand vor einer Kommode, mit dem Rücken zur
Tür gewand. Die Tür ging zu und nur der letzte Zentimeter brachte ein kurzes und leises Knarren von sich. Der Schäfer drehte
sich um, kniff die Augen leicht zusammen und versuchte etwas zu erkennen. Ruhig, wenig nervös Stand der Mann am anderen
Ende des Raumes. Die Nervosität sah man nur, da dieser mit den Händen und den Fingern an seiner Hose zupfte.

"Hallo? Ist da jemand...?" kam es leise von dem Opfer. Noch war der Raum still, ehe der Kaiserliche wieder das Wort ergriff.
"Ich denke, ich weiß, wieso du hier bist. Sie hat dich geschickt, hm? Ich habe auf dich gewartet..." sprach er, wobei man
aus seiner Stimme schon fast Reue vernehmen konnte. Für den Khajiit war es der Moment, aus der dunklen Zimmerecke
zu treten. Viel konnte der Schäfer nicht erkennen, nur eine dunkle Gestalt mit, welche ihn mit blauen Augen ansah,
welche durch die Kerze auf der Kommode bedrohlich funkelten. Der Mann ging auf die Knie "Ich wollte das nicht. Es war
nicht meine Schuld. Es war ein Unfall" kam es stotternd von ihm. Dro'karim bewegte sich leise und langsam auf ihn zu,
zog während der Schritte einen Dolch und setzte ihn an die Kehle des Mannes. Sekunden, gefühlt wie eine Ewigkeit,
vergingen. Der Kaiserliche schaute dem Kater in die Augen und nickte. Er sah in den Augen des Khajiis keine Reue,
kein Erbarmen. Das Nicken des Mannes nahm Dro'karim als Zeichen und zog die Klinge sauber durch, worauf der Schäfer
mit einem leisen Gurgeln nach vorne kippte und den morschen Holzboden mit seinem Blut tränkte.

Zufrieden nickte der Khajiit, sah sich um und bewegte sich auf die Möbel zu. Er schupste Stühle und Tische um,
zog Schubladen auf den Schränken und der Kommode und verteile den Inhalt wahllos im Raum. Sollte es hier eher nach
einem Raubüberfall aussehen, als eine Hinrichtung. Nach getaner Arbeit verließ der Kater leise das Haus und ging fernab
der Straßen in die Stadt Anwil zurück.

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Salem (01.06.2018), Shifa'asif (02.06.2018)

3

Samstag, 2. Juni 2018, 14:49

Öffentliche Identität...

Nachdem letzten Kontrakt kehrt der Khajiit in die Freistatt zurück. Er berichtet der Matrone, dass der Schäfer tot ist
und alles problemlos von statten ging. Nun hieß es erstmal warten. Warten auf den nächsten Auftrag. Dro'karim soll
hier bleiben, die Reihen der Bruderschaft stärken. Doch brauch er eine Identität, ein öffentliches Leben, um zu
begründen womit er sein Leben verdient. Nachdem er seine Bezahlung erhalten hatte, macht sich der Kater auf den
Weg nach Anwil zurück, um sich dort umzusehen und umzuhören.

Glück gehabt. Oder Sithis Segen, das weiß Dro'karim noch nicht. Er erfuhr in einer Taverne von einem leerstehenden
Haus, welches wohl zum Verkauf oder einer Pacht zur Verfügung steht. Er suchte die Verantwortlichen auf und stellte
sich dort vor. Mit Goldtalern hinter dem inneren Auge willigten zwei Kaiserliche ein, das Haus mit dem Khajiit direkt
zu besichtigen. Mit einem Nicken bestätigte Dro'karim das Angebot und folge den beiden Männern gehobenen Alters.

Am Haus angekommen erklärten die beiden Männer dem Kater wann das Gebäude gebaut wurde, was zu machen wäre
und deuteten auf die Details der Fassade, die sie ihm zeigten. Das Haus selber stand nahe der Stadtmauer Anwils,
nur 5 Gehminuten, wenn man aus dem Nordtor tritt und gen Westen marschiert. Die Steine, Stützbalken, Fenster und
Türen machten einen guten Eindruck und bis auf ein oder zwei gesprungene Scheiben wirkte es nicht marode.
Nach einigen Minuten gingen die Drei hinein.

Der Raum war nicht leer. Ältere Möbel, Schränke, Tische, Stühle, eine Theke und anderen Kleinkram standen mit
einer dicken Staubschicht und dem einen oder anderen Riss im Holz verteilt im Raum. Der Innenbereich des Hauses
erinnerte an den Buchstaben "T", konnte man vom Eingangsbereich nach links und nach recht weitere Teile des
Innenraumes erahnen. Der Khajitt sah sich neugierig um, trat weiter in das Haus hinein. Die beiden Kaiserlichen
entfachten einige Kerzen und nahmen Stoffe von den Fenstern weg, um etwas Licht hinein zu lassen. Der Kater ging
ebenfalls zu den Fenstern und öffnete diese, worauf direkt ein Luftstoß die alte, verstaubte und stickige Luft in
Bewegung brachte, leicht aufwirbelte und nach draußen beförderte.

Mit dem Licht konnte der Kater nun mehr sehen. Der Boden musste behandelt werden, einige Dielen ausgetauscht
und Stühle repariert werden. Der Blick Dro'karims wanderte zu einer Treppe und fragte, wie viele Räume es oben gab.
Die beiden Kaiserlichen deuteten ihm höfflich an doch einmal nach oben zu gehen. Mit einem Nicken ging der Kater
voran und auch hier mussten einige Stufen der Treppe ausgebessert werden. Oben angekommen zeigte sich ein großer
Vorraum und vier einzelne, kleine Zimmer. Zufrieden brummte und nickte er, konnte sich schon vor dem inneren Auge
ausmalen, wie er was herrichten sollte. Die Idee ein Gasthaus zu eröffnen erschien ihn vernünftig. So konnte er sich
ein öffentliches Leben aufbauen.

Zu guter Letzt gingen die Drei in den Garten, welcher von einem der Kaiserlichen erwähnt wurde. Der äußerliche
Bereich war nicht sehr groß. Eine mannshohe Hecke schirmte einen Bereich ab, während ein anderer Bereich wohl mehr
zum Arbeiten, wie Holzhacken, benutzt wurde. Der Khajiit neigte sein Haupt hin und her, überlegend strich er sich über
sein Kinn. Schließlich nickte er. Die Drei verließen das Haus und gingen zurück zu den Arbeitsräumen der Männer.
Dort angekommen wurde die Pacht und die erstmalig Dauer festgelegt. Dro'karim konnte sich mit denen einigen,
dass er die ersten drei Monate keine Pacht zahlen musste und so genug Zeit und Geld in das Restaurieren stecken konnte
und schließlich besiegelten sie das Geschäft mit einem Wein.

Der Kater machte sich auf die Suche nach Handwerkern und wurde nach einigen Tagen fündig. Die Arbeiten gingen am
nächsten Tag direkt los. Am ersten Tag wurde der Boden behandelt, kaputte Dielen ausgetauscht, Tische, Stühle,
Schränke und Theken überholt und die Treppe restauriert. Vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang werkelte ein
Gemisch auf Kaiserlichen und Rothwardonen in dem Haus rum. Am nächsten Tag wurden die zwei kaputten Fenster
repariert und das obere Stockwerk angegangen einige Makel auszumerzen.

Dro'karim machte sich Pläne. Im Erdgeschoss soll es die Küche mit einer großen Theke geben, wo Speiß und Trank
ausgeschenkt werden. Im Raum verteilt werden einige Tische mit Stühlen für je zwei bis vier Personen stehen und
vor dem Kamin eine gepolsterte Sitzecke für gehobenere Gäste. Geziert wird der Raum mit einigen Schränken,
Kommoden und Regalen. Wenn man die Treppe hinauf geht wird es in dem großen Vorraum ein Bade- und
Waschbereich geben. Ebenfalls gehen die vier Gästezimmer von hier ab. In jedem Zimmer steht ein Bett,
ein Beistelltisch und Hängeschrank, sowie eine Betttruhe. Zumindest stellt Dro'karim es sich so vor und plant
dementsprechend.

Dadurch, dass das Haus nun verplant und so aufgeteilt ist, dass es für Gäste Räumlichkeiten bietet, hat sich der
Kater daran gemacht den Garten herzurichten. Während die Arbeiter die Innenräume bearbeiteten, kümmert sich
der Khajiit die Hecke zu schneiden, Holz und Stoffe zu besorgen und den Boden zu begradigen. Er hat eine
Bestellung aufgegeben, um einige Möbel in der Optik seines Volkes zu erhalten. So will er sich im Garten ein
kleines Stück Heimat als sein Zuhause einrichten. Hier soll später ein großes Zelt stehen welches ihm als
Schlaf- und Arbeitsbereich dienen soll. Neben den Zelt wird ein Dach gebaut, unter dem eine kleine Küche
eingerichtet werden soll. Verborgen hinter der Hecke, in mitten der Bäume und Pflanzen im Garten wird er
dort seine Ruhe haben können.

Es wird sicher noch einige Tage dauern, bis die Arbeiten abgeschlossen sind, ehe er sich darum kümmern muss
Vorräte für das Gasthaus und die Gästezimmer zu besorgen und Werbung im Lande verteilen zu lassen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dro'karim« (2. Juni 2018, 14:57)


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Shifa'asif (02.06.2018)

4

Dienstag, 12. Juni 2018, 08:49

Weg aus Hass...

Nachricht an Dro'karim:

Warme Sande

Dieser grüßt seinen alten Freund, Dro'karim.
Leider wird diese Nachricht durch einen unschönen Anlass verfasst.
Es ist die traurige Pflicht von Diesem, Dro'karim mitzuteilen,
dass seine Tochter nicht mehr unter uns weilt.

Bei einer Reise wurde die Karawane von Kultisten überfallen.
Jene raubten die Frauen. Ein Suchtrupp konnte die Vermissten
nach einigen Tagen finden. Leider waren alle tot, die Körper
stark geschunden. Jene wurden wohl für böse Rituale genutzt.
Jene Tochter, Ji'rasha, war unter den Opfern. Es kam jede Hilfe
zu spät.

Es sind nun sicher einige Monde vergangen, bis die Nachricht
Diesen erreicht. Jene trauern mit Dro'karim.

Sala kha'jay, trevan.

Gez. Do'tasarr




Dro'karim zieht nur die Handschuhe und Stiefel aus. Der dunkle Kater setzt sich auf das Bett, streicht über die Matratze und Decke. Sein Blick wirkt noch immer recht leer. Langsam zur Ruhe kommend, legt er sich auf den Rücken, schlägt die Füße übereinander und schiebt die Hände unter den Kopf. Der Blick starrt an die Zeltdecke. Ruhig... still... alleine... ein Moment, der diesen Emotionen freien Lauf lässt. Wieder sammelt sich das Wasser in den Augen, machen diese glasig, ehe die ersten Tränen seitlich an seinem Kopf herunter laufen, manche auch am Fell hängen bleiben. Die Atmung ist sehr flach, könnte es vom Weiten so aussehen, als wenn er gar nicht atmen würde. Die Gedanken Kreisen. Der Tod seiner einzigen Tochter haut extrem rein, war sie sein einziges, blutsverwantes Familienmitglied. Immer wieder versuchte er diese dunklen Emotionen weg zu schieben, zu kontrollieren. Er mochte es nicht schwach zu wirken, zerbrechlich, angreifbar. Schlechte Empfindungen konnte er bisher immer gut verstecken und sein Bild des ruhigen und gelassenen Katers aufrecht erhalten. Doch die heutige Botschaft war zu viel. Ab und zu rutsche Shifa in seine Gedanken, ein Moment, in dem die Tränen kurz pausierten. Er mochte die weiße Katze, hegte gar Gefühle für sie, welche sich langsam aufgebaut haben. Gibt sie ihm ein Gefühl von Sicherheit, Zugehörigkeit. Dann schlichen sich wieder Bilder seiner Tochter in seinen Kopf. lange liegt der Kater noch wach, wahrscheinlich auch noch als Shifa ins Bett kommt und lange darüber hinaus.


Die ganze Nacht war der dunkle Khajiit wach. Doch bewegte er sich nicht, ließ Shifa so ruhig schlafen, sobald sie die Augen schloss. Auch am nächsten Morgen lag er noch genauso wie er sich auf dem Bett niederließ. Den ganzen Tag über schwieg er meist, ging ab und zu zum Lagerfeuer, setzte sich auf den Steinkreis und starrte in Feuer. Immer wieder pendelte er gedankenversunken zwischen dem Lagerfeuer und Shifas Zelt hin und her. Gegessen hatte er noch nichts, verspürte auch keinen Hunger oder wollte einfach nichts essen. Getrunken hat er nur das nötigste.der sonst so stolze und entspannte Kater wirkte auf geübte Augen schon fast wie ein Häufchen Elend. Sollte man ihn so sehen und kurz beobachten, kann man einen Wechsel zwischen Trauer und Zorn in seinen Augen sehen. Wieder wandert er stumm zwischen dem Feuer und dem Zelt hin und her. Leute, die er sah, ignorierte er oder nickte nur knapp grüßend. Zu guter letzt, am frühen Abend, legte er sich wieder im Bett nieder, hoffend, dass Shifa nichts dagegen hat.



Am späten Abend gegen kurz vor Mitternacht stand der dunkle Kater auf. Mit einem leeren Ausdruck verließ er schweigend das Heilerhaus. Den Waffengurt mit den Dolchen ließ der Khajiit jedoch zurück. Er wandert im Schutze der Nacht in Richtung Norden, die Stadtmauern Anwils hinter sich lassend. Etwas mehr als zwei Stunden bewegte Dro'karim sich leises Schritte durch die Wildnis, fernab von Wegen oder Laternen. Der Mond spendete ihm genug Licht. bei einer kurzen Pause viel ihm denn aus, dass er nicht nur seinen Waffengurt im Heilerhaus gelassen hatte, nein auch seine Stiefel und Handschuhe hat er sich nicht angezogen. Egal, er brauchte sie nicht. Dro'karim sah sich um und sah in der Ferne den flackernden Schein eines Lagerfeuers.


Spoiler Spoiler

Wenig später erreichte der dunkle Kater im Schutze der Nacht das kleine Lager. Leise, unbemerkt und durch sein Fell und der Kleidung in der Dunkelheit so gut wie unsichtbar, näherte er sich den zwei kleinen Zelten. Aus seinem Versteck beobachtete der Khajiit die beiden Kaiserlichen und den Bretonen. Perfekt. Er hatte es im Heilerhaus nicht mehr ausgehalten, hatte er doch versucht in Ruhe zu trauern und seine Gefühle zu kontrollieren. Doch immer, wenn dieser an den Grund des Todes seiner Tochter dachte, überkam ihn der blanke Zorn. So wichen für den jegliche positiven Empfindungen, der Gesichtsausdruck veränderte sich zu etwas Furchteinflösendes. Er umkreiste das Lager, suchte sich den besten Weg zu seinem Ventil... und fand ihm. Die Drei am Feuer lachten und unterhielten sich, achteten nicht auf ihre Umgebung und auch das Knistern des Feuers vereinfachte dem Khajiit das Anschleichen. Die Menschen waren nicht älter als zwanzig bis fünfundzwanzig Sommer alt und wollten wahrscheinlich nur ein wenig Zelten, die Natur erkunden. Dro'karim hockte mittlerweile direkt hinter dem in der Mitte Sitzenden, ehe sich der Körper des Katers aufrichtete. Dunkel und bedrohlich wirkte das Antlitz des Khajiits, welcher nur schwer genauer zu erkennen war, kamen seine Augen unter der Kaputze funkelnd durch das Lagerfeuer bedrohlich zur Geltung. Er griff von hinten an die Kehle des Kaiserlichen und ohne zu zögern drückte er zu, rammte seine Krallen in den hals seines Opfers, wobei die Hauptschlagader durchtrennt wurde, ehe er mit aller Kraft in einem festen Ruck die Kehle aus dem Hals des jungen Mannes riss. Die Kaiserliche links neben ihm schrie auf, hallte ihre Stimme durch die Nacht und schreckte wohl das eine oder andere Getier auf. Beide sprangen auf, waren völlig überrumpelt und versuchten irgendwas zu erkennen, doch sahen sie nur im Zwielicht grobe Umrisse einer dunklen, katzenartigen Gestalt mit bedrohlich funkelnden Augen, welche sie hasserfüllt anschauten. Dro'karim ließ seinem Zorn feien Lauf, wollte diesen unbeschreibaren Druck abbauen, es raus lassen. Er stellte sich die Kultisten vor. Jene, die seiner Tochter den Tod beschert hatten. Er sprang auf den Nächsten der Drei, riss ihn mit der Wucht des Sprunges und seinem Gewicht zu Boden. Mit seinen Krallen zerfleischte er das Gesicht des Bretonen, den Hals, zerfetzte die Klamotten und riss tiefe, blutende Furchen in die Brust und den Bauch, ehe der Khajiit sich blutverschmiert aufstand und diabolisch die Frau ansah, welche noch immer schrie und dann zu rennen begann. Mit gefletschten Zähnen setzte der kater zum Sprint an, holte die rennende Frau schnell wieder ein. Mit einem gezielten Tritt in die Kniekehle brachte er jene zum Fallen. Er selbst brauchte aus dem Sprint heraus einige Meter, um zum Stehen zu kommen. Mit leisem Knurren, geballten Fäusten und dem blanken Hass im Gesicht näherte der Khajiit sich der Kaiserlichen...



Ohne Reue, ohne Mitgefühl ging er dann wieder in die Nacht hinein, sich wieder in Richtung Anwil bewegend. Kurz bevor die Sonne aufging erreichte der Kater wieder die Stadt, schlich sich im Zwielicht der Morgendämmerung mit gesenkten Kopf zum Heilerhaus. Dort angkommen bewegte er sich weiterhin leise, hoffend die Anwohner nicht aus ihren Schlaf zu reißen. Am Zelt der weißen Khajiit angekommen, setzte er sich wie in Trance auf den Rasen rechts neben das Zelt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dro'karim« (12. Juni 2018, 10:26)


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ddr.Peryite (12.06.2018), Shifa'asif (12.06.2018)