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Freitag, 16. Februar 2018, 23:59

Unterschied - Kontrakt/Schwarzes Sakrament

Heyho,
hätte da mal 'ne Frage, bei dem Thema bin ich mir echt nicht sicher und ich würde mich freuen, wenn mir da jemand wirklich eine aufschlussreiche Antwort liefern kann.

Und zwar geht es darum, dass ich nicht genau weiß, was der Unterschied zwischen den Kontrakten und den Schwarzen Sakramenten ist. Offenbar ist eine Differenzierung ja vorhanden, sonst wären es doch nicht auch zwei verschiedene Arten von Quests, oder?
Für das Schwarze Sakrament muss man ja bekanntlich ein Ritual durchführen.

Wie ist das bei den Kontrakten?

Ich hatte schon die Vermutung, dass man bei den Kontrakten mit Geld bezahlt und bei Schwarzen Sakramenten der Tod des Opfers selbst der Preis an Sithis oder die Mutter der Nacht ist.
Da stellt sich mir dann aber die Frage: Wie sollte man Kontakt mit der DB aufnehmen, ohne dieses Ritual durchzuführen? (z.B. wenn man nur einen Kontrakt in Auftrag geben wollen würde, und kein Sakrament)

Ich würde mich wirklich freuen, wenn da jemand ernsthaft helfen kann oder Genaueres weiß :D

Danke schon mal, falls Antworten kommen! :)

Nysha

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2

Samstag, 17. Februar 2018, 01:02

Hey du!

Also meinem Verständnis nach liegt der Unterschied darin, wie der Auftrag an die Bruderschaft herangetragen wird. Beim Schwarzen Sakrament wird ein unheiliges Ritual durchgeführt, welches sich direkt an die Dunkle Mutter wendet und somit die Aufmerksamkeit der Schwarzen Hand auf sich zieht. Ich vermute aber, dass die Bruderschaft zusätzlich über Mittelsmänner auch "einfachere" Kontakte annimmt. Immerhin möchte man ja auch eine gewisse Menge Gold dafür sehen und ansammeln.

Das Schwarze Sakrament hätte demnach auch einen höheren Stellenwert und man würde sich aus rituellen Gründen vermutlich eher um dieses kümmern, als um den Mordauftrag eines Kaufmanns, der seine Konkurrenz mal eben loswerden will und dafür gut zahlt.

Wie gesagt, ich denke, dass die Bruderschaft auch außerhalb der unheiligen Familie gewisse Kontakte hat, die dann Mord-Aufträge einfach weiterleiten (auch ohne zu wissen, wer diese dann ausführt).

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3

Samstag, 17. Februar 2018, 15:29

Ja, genau, um sowas wie "Mittelsmänner" ging es mir! :)

Aber dann ist ja die Frage, wie ist das mit diesen "öffentlichen" Kontakten zur Dunklen Bruderschaft gehandhabt, die setzen sich doch nicht in eine Taverne und warten, dass ein Kunde auf sie zukommt?
Und ich denke auch, dass nicht jeder von diesen Mittelsmänner weiß, sprich von deren Existenz, und wer denn überhaupt zur Dunklen Bruderschaft gehört und in der Öffentlichkeit Aufträge annimmt.

Oder wie ist da deine genauere Ansicht?

Nehmen wir an, jemand möchte einen Bekannten, den Nachbarn o. ä. töten lassen, möchte aber nicht besagtes Ritual durchführen, sondern nur einen Kontrakt aufgeben.
Wie erlangt dieser Bürger dann Kontakt zur Bruderschaft? :S

4

Samstag, 17. Februar 2018, 15:48

Kontrakt und Schwarzes Sakrament:

Ein Kontrakt ist ein Vertrag. Das bedeutet, das ist ein Wort welches man für jeden Auftrag innerhalb der Bruderschaft verwendet. Auch durch das Schwarze Sakrament entstandene Verträge, sind Kontrakte. Ob jetzt der klassische Weg: Das Sakrament oder der weniger Klassische Weg: Normale Aufträge. Man spricht immer von Kontrakten


Wie erlangt dieser Bürger dann Kontakt zur Bruderschaft?


Das ist eine Sache die so gut wie unmöglich scheint, immerhin gibt es innerhalb der Dunklen Bruderschaft gewisse Gebote, die es so gut wie verhindern, dass ein Dunkler Bruder einfach so in der Taverne wartet. Der Standardweg einen Kontrakt aufzugeben ist wirklich das Schwarze Sakrament. Das ist auch der klassische und vollkommen sichere Weg die Bruderschaft zu beauftragen.

Andere Wege könnten rein theoretisch Mannigfaltig sein, meistens würde ich es als Zufall deklarieren. Es gibt weder eine Adresse, noch Ansprechpartner für das gemeine Volk um einen Mord in Auftrag zu geben. Der einzige wirklich bekannte Ansprechpartner für solche Unterfangen: Die Dunkle Mutter.

Es wäre gegen die Gebote, wenn sich ein Bruderschaftsmitglied outen würde und ganz unverfroren Kontrakte einsammelt. In Skyrim gab es eine andere Methode, weil es keinen Zuhörer gab, die Mitglieder der Bruderschaft haben überall Augen und Ohren offen gehalten und selbst beobachtet, wer ein Sakrament durchführt um die Kontrakte anzunehmen. Das ist in ESO nicht nötig, es gibt einen Zuhörer, es gibt Sprecher und die Organisation funktioniert.

Für klassische Mordaufträge, wären vielleicht Söldnergruppierungen und normale gedungene Mörder ein sicherer und sauberer Weg. Ein Outing eines Dunklen Bruders oder eine Postadresse der Bruderschaft wäre Selbstmord.
Daß mir der Hund das Liebste sei,
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Samstag, 17. Februar 2018, 15:53

Hallo :)

Zuerst: In gewissen Punkten hat Nysha recht, in anderen stimmt es nicht ganz so.

Als Kontrakte bezeichnet man im Allgemeinen auch Verträge und einfache Aufträge( legal wie illegal). Somit sind auch einfache Kopfgeldaufträge, die offen im Untergrund gehandelt werden als Kontrakte anzusehen.

Die Dunkle Bruderschaft speziell erreicht man ausschließlich über das Schwarze Sakrament, diese werden dann intern als Kontrakte (Aufträge) von der Schwarzen Hand an die einzelnen Gebiets-Freistätten weitergetragen.
Beispiel: Übt ein Altmer in Ersthalt ein Schwarzes Sakrament aus, sucht ihn in der Regel ein Sprecher der Schwarzen Hand auf, um den direkt an die Bruderschaft gerichteten Kontrakt (Sakrament für die unwissende Öffentlichkeit genannt) anzunehmen. Auch hier wird ein Endgeld gefordert, da die Bruderschaft sich auch selbst finanzieren muss. Jedoch keine horenden Summen, wie ein eigenständiger Mörder, der sich allgemein an seinen Einkünften bereichern will und vielleicht sogar ein Vermögen anhäufen will. Nach der Einigung wird der Sprecher den (intern benannten) Kontrakt an die regionale Freistatt überbringen (irgendwo in/auf Sommersend).

Die DLC-Bruderschaft ist dabei leider nicht als direktes Vorbild zu sehen, da sich dort (der Spielerfreundlichkeit halber) ein Sprecher dauerhaft aufhält. Im Regelfall sind die Freistätten einfachen Verwaltern/Leitern innerhalb der Freistatt unterstellt, da sie auch großteils autark agieren, während sich die schwarze Hand (4 Sprecher und 1 Zuhörer) sich andernorts aufhalten, bzw die Sprecher sich auf die Reise begeben, um den einzelnen Freistätten die Kontrakte/Sakramente zukommen zu lassen.

Das hält die Bruderschaftsassassinen aber nicht davon ab, sich auch selbst in kriminelle Schlupfwinkel zu begeben (wobei sie sich allerdings nicht als Assassinen der Bruderschaft zu erkennen geben), um ganz normale Kopfgeldaufträge für sich zu beanspruchen, die als allgemeine Kontrakte anzusehen sind.


So, ich hoffe ich habe mich jetzt nicht allzu kompliziert ausgedrückt und Dich noch mehr verwirrt.

Daher nochmal in Kurz:
Kontrakt = Vertrag/Absprache (Handelsverträge, Kopfgeldaufträge u.ä.)
Schwarzes Sakrament = Ausführung des Rituals und direkte Anrufung der Bruderschaft. Die daraus entstehenden Vereinbarungen werden innerhalb der Bruderschaft ebenfalls als Kontrakt bezeichnet, während das 'Schwarze Sakrament' ausschließlich das Ritual ist. Unromantisch gesagt: Die Türklingel der Bruderschaft. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »mysticarla« (17. Februar 2018, 16:30)


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Samstag, 17. Februar 2018, 16:08

Super, danke an euch für die Hilfe, ihr habt mir tatsächlich etwas mehr Aufschluss gegeben! :D

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Samstag, 17. Februar 2018, 16:09

Immer gern. Bei Fragen zu dem Thema, immer her damit. ;)

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Samstag, 17. Februar 2018, 18:02

Um mögliche Missverständnisse in Bezug auf meine Aussage auszuschließen, ich meinte nicht, dass sich die Bruderschaft offen hinstellt und Kontrakte einsammelt. Ich denke eher, dass sie Kontaktpersonen im Untergrund haben könnten, welche beispielsweise im kriminellen Bereich eben auch Mordaufträge verteilen. Aufgrund der Gebote der Dunklen Bruderschaft würden sie sich natürlich nie selbst als Mitglied dieser Gruppierung offenbaren. Aber dennoch kann man sich mit Mordaufträgen Gold dazu verdienen ohne direkt mit der Bruderschaftsflagge zu wedeln.

Dazu würde ich z.T. auch diese "einfachen" Kontrakte zählen, wie man sie beispielsweise im DLC findet. Alles andere läuft rein über ein Schwarzes Sakrament.

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Samstag, 17. Februar 2018, 19:51

Da ich derzeit überlege ebenfalls ein Konzept aus der Dunklen Bruderschaft zu bespielen, ist diese Diskussion interessant. Bisher ergaben meine Recherchen ein klares Bild.

@Nysha hast du denn Beweise für deine Vermutungen. Sowas klingt sehr interessant, wäre vielleicht auch spannend im RP zu vertreten.

GLG
Sylga
"If you are here for trouble, you will get more than you bargained for." ~ Ordinator NPC - Morrowind

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sylga« (17. Februar 2018, 19:57)


Nysha

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Samstag, 17. Februar 2018, 20:11

Ich habe leider keine klaren Beweise. Aber wenn ich mir die Kontrakte im Spiel anschaue, die man als Quests bekommt, bezweifle ich, dass ein kleiner Händler direkt ein Schwarzes Sakrament durchführen würde, nur um einen Konkurenten auszuschalten. Vor allem wenn man bedenkt, dass man für das Sakrament u.a. auch ein Herz benötigt. Das kriegt man auch nicht zwingend an jeder Ecke.

Zudem habe ich mir gerade mal Kontrakte angesehen:


Die Kontrakte sind immer als Zitat formuliert. Da könnte man auch wieder spekulieren.

Einerseits könnte es das sein, was der Auftraggeber dem Sprecher sagte, nachdem dieser in der Nacht nach dem Sakrament zu ihm kam. Oder es ist einfach nur das, was man im kriminellen Untergrund hört und was als Auftrag an einen beliebigen Mörder weitergegeben werden würde.

Das Spiel gibt da leider (wie auch an anderen Stellen) nur bedingt Informationen weiter und man muss sich manches selbst überlegen. Für mich erscheint das mit den externen Auftraggebern, die nicht wissen, an wen sie die Aufträge eigentlich weitergeben, durchaus sinnvoll.

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Samstag, 17. Februar 2018, 20:34

Zitat

Um einen Mörder der Bruderschaft zu beauftragen, wird ein finsteres Ritual vollführt, das so genannte Schwarze Sakrament. Dabei wird eine symbolische Puppe des geplanten Opfers, welche aus echten Körperteilen hergestellt ist (darunter ein Herz, ein Schädel, Knochen und Fleisch) innerhalb eines Kreises aus Kerzen platziert. Dann wird mit einem mit Blütenblättern der Nachtschattenpflanze eingeriebenem Messer mehrmals auf die Puppe eingestochen und dabei geflüstert:

„Süße Mutter, süße Mutter, schickt euer Kind zu mir, denn die Sünden der Unwürdigen müssen mit Blut und Furcht getauft werden.“

– Text des Schwarzen Sakramentes
Wurde das Ritual korrekt ausgeführt, erscheint angeblich ein Mitglied der Dunklen Bruderschaft auf der Türschwelle, dem die Person, die das Ritual durchführte, ein Säckchen Gold überreicht und die Zielperson nennt.


Quelle: Dunkle Bruderschaft

Um hier bei den Fakten laut den Quellen zu bleiben. Schwarze Sakramente waren bisher in allen Spielen die einzige Methode um einen Kontrakt in Auftrag zu geben. Nach dem Ritual kommt der Sprecher zu dem Auftraggeber und klärt die Einzelheiten und die Bezahlung für den Kontrakt. Die Einzelheiten zu deinen aufgeführten Screens sind mit höherer Wahrscheinlichkeit lediglich die Standardkontraktprozedur gewesen.

Und ja, um die Dunkle Bruderschaft einzuschalten bedarf es dieser Reagenzien. Sie sind allseits bekannt und das macht es auch schwer für jemanden, der Skrupel hat an diese Reagenzien zu kommen. Die Bruderschaft ist eine elitäre Sekte, fast jeder Kontrakt der Tod des Kontraktopfers ist. Sie sind keine mittelmäßige Söldnergruppierung oder eine normale Auftragsmördergruppe, welcher es lediglich um die Münzen geht. Hierbei geht es um die Heiligkeit im Namen Sithis zu morden, dazu gehört das Heiligste dazu: Das Schwarze Sakrament.

Hier in meiner Quelle heißt es: "Um einen Mörder der Bruderschaft zu beauftragen, wird ein finsteres Ritual vollführt[...]" - Es gibt kein Aber, es gibt keine Zwischennuancen. Ich denke so eine Quelle ist weitaus aussagekräftiger als jede Vermutung. Sie ergibt auch Sinn, immerhin ist das Schwarze Sakrament heilig und alles was ein Dunkler Bruder macht, macht er für Sithis und die Mutter der Nacht, nicht für sich selbst oder für die Münzen. Bisher war mir auch nur das Schwarze Sakrament aus den Spielen Oblivion und Skyrim, auch aus ESO bekannt als einzige Kontraktmöglichkeit. Ob ein Dunkler Bruder natürlich zwischendurch den ein oder Anderen armen Tropf zu Sithis senden will, ist natürlich eine persönliche Entscheidung im Sinne des eigenen Glaubens.

Ob er jetzt dafür in den Untergrund geht und sich umhört, wer wen umlegen möchte, sich als Söldner ausgibt um dort die Klinge mit Blut zu benetzen oder einfach private Morde begeht, das ist natürlich eine persönliche Sinnfrage - solange sie nicht gegen die Gebote der Bruderschaft verstößt.

Ich hoffe ich konnte damit weiterhelfen.
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Samstag, 17. Februar 2018, 23:49

Corentin trifft es ganz richtig.

Ich persönlich hab die Aufträge aus dem Buch auch meist eher als eine spielmechanische Sache wahrgenommen.

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Aeloth

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Sonntag, 18. Februar 2018, 05:01

Als jemand, der in ESO selbst einen Assassinen der Dunklen Bruderschaft in einem Projekt bespielt stimme ich dem, was Nysha, mysticarla und Corentin geschrieben haben, weitgehend zu – ich möchte aber trotzdem noch meine Meinung (samt Quellen) mit dazukippen.


Innerhalb der Dunklen Bruderschaft werden in allen Elder-Scrolls-Teilen die Mordaufträge der Assassinen "Kontrakte" genannt. Die Verwendung des Wortes "Kontrakt", welches schlicht 'schriftliche Vereinbarung' oder 'Vertrag' bedeutet, unterstreicht dabei den Ruf der Bruderschaft, eine Vereinigung von Attentätern zu sein, die den Tod als ihr "Geschäft" betrachtet. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, wenn man die entsprechenden Questreihen spielt.

Beispiele dafür gibt es in der Lore zu genüge, wer z.B. in ESO die Augen offen hält findet dort neben dem Buch, welches das Schwarze Sakrament beschreibt, noch weitere: So wird die Dunkle Bruderschaft im Buch "Feuer und Dunkelheit: Die Bruderschaft des Todes" (Teil 1 | Teil 2) etwa als "säkularer, profitorientierter Attentäterorden" bezeichnet, und im Heiligtum an der Goldküste zitiert eine Assassinenkollegin die Matrone der Freistatt mit den Worten "Der Tod ist unser Geschäft, und die Geschäfte laufen gut."

Im (ebenfalls in ESO zu findenden) Buch "Die Brüder der Dunkelheit" (Link) wird die Dunkle Bruderschaft sogar als "Geschäftsunternehmen" bezeichnet. Dasselbe Buch beinhaltet auch folgendes Zitat: "Eines der größten Rätsel dabei ist, wie sie in der Verborgenheit existieren, aber mühelos von jenen gefunden werden können, die verzweifelt genug sind, um für ihre Dienste zu bezahlen."

Das Ganze ist natürlich gar kein so großes Rätsel, wie das Buch es behauptet. Wie mysticarla und Corentin schon richtig geschrieben haben, ist das Schwarze Sakrament die einzige einigermaßen verbreitete und bekannte Möglichkeit, die Dunkle Bruderschaft direkt und "offiziell" zu kontaktieren bzw. zu beauftragen. Es handelt sich dabei um ein unheiliges, ritualisiertes Gebet, dessen Zutaten nicht leicht zu beschaffen sind und dass sich direkt an die Mutter der Nacht richtet: Wenn die Mutter der Nacht das Gebet erhört, so teilt sie dies dem Zuhörer mit, welcher wiederum den authorisierten Auftrag über die Sprecher innerhalb der Bruderschaft weiterträgt.



Ich halte jedoch Nyshas Lesart, dass es auch Kontrakte gibt, die nicht auf ein Schwarzes Sakrament zurückzuführen sind (sondern eben auf andere Art und Weise an die Bruderschaft herangetragen wurden), für legitim und teile diese Ansicht. Ich kann es zwar nicht direkt mit IG-Texten bestätigen, aber es handelt sich keineswegs um unbegründete Spekulation. Ein Schwarzes Sakrament mündet in der Regel in einen Kontrakt, umgekehrt muss aber nicht jeder Kontrakt auf einem Schwarzen Sakrament basieren.

Wenn man in ESO beispielsweise einen genaueren Blick in das Buch derjenigen Kontrakte/Opfer wirft, die von der Bruderschaft zum Tode auserkoren wurden, findet man da durchaus Beispiele, die diese Vermutung zulassen.

Die Aufträge aus dem Buch mögen zwar eine eher spielmechanische Sache sein, aber sie sind wie gesagt ausnahmslos als Zitate formuliert und lassen dadurch durchaus Rückschlüsse auf den Auftraggeber zu.

Die folgenden Kontrakte fordern zum Beispiel mehr oder weniger ausdrücklich die Bruderschaft an, weshalb davon auszugehen ist, das hier sehr wahrscheinlich das Schwarze Sakrament ausgeführt wurde:

Spoiler Spoiler



Bei diesen Kontrakten hier wiederum handelt es sich in meinen Augen eher um banale Angelegenheiten und ich bezweifle, das jemand sich hierfür die Mühe für das Sakrament gemacht hat. Die Zitate könnten meiner Meinung nach auch von einer zwielichtigen Person aus dem kriminellen Untergrund stammen:

Spoiler Spoiler



Und dann gibt es natürlich Kontrakte, bei denen ich die Unterscheidung zwischen Schwarzem Sakrament und "gewöhnlichen" Mordaufträgen für nicht hundertprozentig eindeutig halte. Hier könnte es durchaus sein, dass das Ritual durchgeführt wurde, es könnte sich aber auch um "normale" Kontrakte handeln:

Spoiler Spoiler





Aus diesem Grund ist es in meinen Augen deshalb nicht unwahrscheinlich, dass die Dunkle Bruderschaft auch Kontrakte an ihre Mitglieder verteilt, die eben nicht durch ein Schwarzes Sakrament beauftragt wurden. Mein eigener Charakter ist ein ehemaliger Söldner, der für seine Arbeit immer wieder auf Kontakte aus seiner Söldnerzeit zurückgreift. Sie sind (teilweise, ohne es zu wissen) seine Augen und Ohren in der Welt und versorgen ihn und die Bruderschaft mit Informationen.

Obwohl es nicht eindeutig durch die Spiele oder Lore-Texte belegt ist, halte ich es also für gar nicht so abwegig, dass die Bruderschaft über ein loses Netzwerk aus einzelnen Spionen und Informanten ("Mittelsmänner") verfügt, über die lukrative Mordaufträge abseits der Sakramente (wie etwa die obigen Beispiele) an Land gezogen werden.

Für den 08/15-Bewohner von Tamriel ist es aber einfach "zuverlässiger", ein Schwarzes Sakrament auszuführen, wenn man jemande wirklich tot sehen will, anstatt im Untergrund ein Kopfgeld auf jemanden auszusetzen und zu hoffen das sich die Profis von der Bruderschaft der Sache annehmen.

Ganz zu schweigen von dem religiösen Aspekt, der bei so ziemlich jedem Kontrakt eine Rolle spielt. So sehr die Bücher im Spiel auch den geschäftsmäßigen Aspekt der Bruderschaft in den Vordergrund rücken möchten (im Gegensatz zu z.B. der Morag Tong, deren 'Schriebe' politisch authorisiert sind, bei denen es sich aber eigentlich um einen Mephala-Kult handelt, wenn ich das richtig verstanden habe), darf der Kult-Aspekt (im Sinne eines religiösen Kultes) nicht vergessen werden.

Wie schon richtig geschrieben wurde, handeln die Mitglieder der Bruderschaft in der Regel ausnahmslos im Sinne des Schreckensvaters Sithis und der Mutter der Nacht. Die Motivation des Goldes spielt zwar scheinbar durchaus eine wichtige Rolle, weshalb einzelne Mitglieder also durchaus Aufträge für Kontrakte annehmen, die sie selbst oder die Bruderschaft bereichern.

Letzten Endes möchte aber kein Mitglied gegen die Fünf Gebote verstoßen und den Zorn Sithis' auf sich ziehen, der durchaus reale Auswirkungen haben kann.


Puh. Bitte verzeiht, wenn ich in meinem Text Dinge wiederholt habe, die andere schon vor mir geschrieben hatten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aeloth« (18. Februar 2018, 05:08)


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