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Deikan

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Allianz: Dolchsturz-Bündnis

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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 16:36

Was ist normal im Rollenspiel?

Was ist normal im Rollenspiel?

Insgesamt 22 Stimmen

0%

Normal - Friedlich

9%

Normal - Mittelalter (2)

5%

Normal - Fantasie-Friedlich (1)

64%

Normal - Fantasie-Mittelalter (14)

9%

Normal - Highfantasie-Friedlich (2)

23%

Normal - Highfantasie - Mittelalter (5)

18%

Normal - Eigene Definition, siehe Text (4)

Da die Menge die normales RP gerne hätten, zu steigen scheint, füge ich einfach nochmal eine weitere Umfrage bei - und es mag auch nicht die Letzte sein. Ich könnte das auch alles in einem riesigen Diskussionsthread reinhauen, das ist mir klar, aber zum Einen, gibt es mehr Übersicht, zum Anderen, hat nicht jeder Lust seine Meinung weiter auszuführen, daher mag ich Umfragen bei solcherlei. Unkompliziert seine Meinung in kleinster Form preisgeben, ohne dass Leute, die nicht diskutieren wollen, sich genötigt fühlen, oder es lieber gleich ganz lassen. Sollte die Umfragen jemanden nerven, oder es so sinnlos finden, so dass er nicht abstimmen mag, so schaue er einfach nicht rein. Bei folgenden Ausführungen denkt daran: es sind Überspitzungen. Nur weil wer eine vorwiegende friedliche Umgebung will, heißt es nicht, dass es nie nichts anderes geben darf, während beim Mittelalter, es nicht heißt, dass jeder Adlige der Arsch vom Dienst sein muss usw.

Normal - Frieden: Die Welt herum ist böse, aber da wo wir sind ist ist alles ruhig. Diebe beklauen Händler, wenn überhaupt, nur ehe sie ankommen, draußen tobt kein größeres Unheil das hier seinen Weg finden würde, denn hier ist man sicher, denn man will im RP seine Normalität. Der Herrscher ist natürlich der Beste, nett und freundlich, jeder Adlige/Hochgestellte ist gut und fair zu seinen Dienern, Magie gibts wenn überhaupt nur im Guten, nur im geringen Maße, und ist auch selten. Der Bürger kann nichts außer seinem Beruf gut und basta.

Normal - Mittelalter: Die Welt ist nicht schön, auch im Gebiet gibt es Dürren, Stürme, Banditen und Kultisten. Der Herrrscher mag seine Untertanen auch mal ausnutzen, die Adligen kann seinen Diener wie Wesen zweiter Klasse behandeln, aber auch hier ist die Magie mehr Fiktion als Realität. Das was andere immer erzählen sind einfach fantastische Storys. Diebe kann es in den Straßen geben, auch ein Mörder könnte sein, aber mehr lässt das RP hier nicht rein - Kultisten, Vampire und Werwölfe, die hat man sich sicher nur eingebildet, die gibt es wenn nur weit draußen und nicht hier.

Normal - Fantasie-Frieden: Das gleiche wie Frieden, nur mit mehr von der Welt von ESO. Es gibt wirklichen Schutz, wirklich magisches Feuer und anderes kleines kurioses Zeug. Der Adlige kann auch mal ein Magier sein und umgekehrt, auch die Diener müssen nicht wehrlos sein, aber der Schutz der Stadt bleibt auch auf magischem Wege zu gut, damit sich jemand unbemerkt hineinschleichen und für Unruhe Sorgen könnte, denn während die Stadtwache sich kompetent um niederes Gesocks kümmert, ehe es wirklichen Ärger gibt, tun Magier und andere, dies beim Schutz gegen Kultisten, Vampire, Werwolfe usw.

Normal - Fantasie-Mittelalter
: Das gleiche wie Mittelaltur nur mit mehr von der ESO Welt. Es könnten auch mal Vampire vorbei kommen, es könnten auch mal Werwölfe und Kultisten hereinschnein, hauptsache die Mistgabel kommt dann in die Hand, wenn man es weiß, und die Stadtwache/Miliz/usw. machen den Kreaturen den gar aus, oder hängt den nächsten Kultisten von Molog Bal auf. Dafür gibt es auch in den eigenen Reihen den Magiewirker, den mit göttlichen Kräften gesegnete Priester usw. gegen solch unnatürliches Übel!

Normal - Highfantasie-Friede: Wie gehabt oben, nur noch eine Stufe weiter. Das magischste Feuer ist das normalste der Welt, jede Straßenlaterne ist damit befeuert, wie Ingame mancherorts zu sehen. Schutzzauber sind keine Seltenheit, magische Waffen teuer aber gang und gebe für jenen der es sich leisten kann, was einfach die meisten können. Magiewirker gibt es je nach Gebiet auch wie Sand am Meer. Das Gebiet selbst ist gut gesichert.

Normal - Highfatnasie-Mittelalter
: Auch wie gehabt und nur eine Stufe weiter. Kultisten, Werwölfe, Vampire, Banditen, alles je nach Region zu Hauf vorhanden, die Welt ist nicht sicher, egal ob draußen oder drinnen, und wenn alle nicht schwer auf Zack geht können die Mächte des Übels mit all ihrer üblen Magie und ihren Deadra auch ganz schnell den Bach runtergehen. Ein Angriff eines Deadra ist bei weitem nicht unmöglich, jeden Tag beten die Bürger man bleib evon dem Übel der Welt verschont, und ab und an verschwindet dann doch jemand der sich zu weit in den nächsten verwunschenen Wald wagte, oder kam als monströses Ungeheuer wieder.

Normal - Meine Defintion, siehe Text: Man füge seinen Text in eine Antwort ein.

Wie man merkt ist es im Grunde nur "friedlichere soziale" Grundumgebung, oder eben "vermehrt unruhigere harte" mit den verschiedenen Abstufung, was man in einer Fantasie Welt wie ESO, eigentlich als "normal " sieht, die Interpetation, wie sehr da was man vom Spiel serviert bekommt Gang und Geben ist, oder ob nach dem Heldenzug des Helden durch die Länder, eigentlich alles "normal"/"wieder ruhiger" zu sehen ist, oder weiterhin alles chaotisch ist. Ein wenig auch, ob man das, was nicht zu passen scheint, eben trotzdem in die Normalität einlässt oder als "Humburg" abtut.
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
"Wenn die Winde des Wandels wehen, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."
-Chinesisches Sprichwort

Sturmfaust

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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 17:54

Ich finde, mann kann das nicht einfach so festsetzen.
Die Frage müsste eher lauten: Welches Rollenspiel ist in welchem Gebiet normal?
Während Hochfels ein französisch englisches Früh- bis Hochmittelalter mit arthurischen Mythen nahekommt, ist der Nachbar plötzlich der Nordmann aus den Jahren 700-900 n.Chr.

Hier hilft kein: Das ist wie... Mittelalter, man muss ESO und das Rollenspiel darin nach der eigenen Einordnung in der ES Zeitlinie einordnen.
Was sich dort findet ist: wir sind im dunkelsten Zeitalter überhaupt im ES Univerusm
Um "A Brief History of the Empire" zu zitieren: "Before the rule of Tiber Septim, all Tamriel was in chaos. The poet Tracizis called that period of continuous unrest "days and nights of blood and venom."

Wir befinden uns in einer Zeit des Blutvergießens, des Schreckens. Der Krieg in Cyrodiil ist allgegenwärtig und bringt teilweise den Feind auch in die eigenen Territorien. Werwölfe, Vampire und Kultisten sind natürlich ein Problem dieser Zeit, ebenso Banditen (was wiederrum realistischer ist).
Es hat seinen Grund, wieso wir die Stadtwache nur in der Stadt antreffen. Sie haben keine Mittel die Übel vor den Stadttoren auszumerzen, deswegen gedeiht es.
Dahingegen gibt es viele selbsternannte Abenteurer (im Grunde Soft-Söldner) die sich dessen annehmen.
Sicher wird man von Stadt zu Stadt reisen können, ohne überfallen zu werden - die Straßen scheinen sicher. Verlässt du sie aber: wehe dir.

Die Religion in ES ist tatsächlich kein all zu großes Thema in unserer Zeit. Jeder lebt seinen Glauben, seine Interpretation der Götter und alle sind glücklich (oder zu beschäftigt sich gegenseitig den Schädel einzuschlagen). Ketzerjagd und Kreuzzüge wie in unserem Mittelalter sind undenkbar.

Die Magie ist ebenso kein allmächtiges Werkzeug, es hat seine Grenzen - und die Magiergilde dieser Zeit ist zu sehr damit beschäftigt neutral zu bleiben und theoretisch vor sich hin zu studieren, als dass sie den Stadtwachen bei Problemen vor der Stadt helfen würden.
Magie ist etwas, womit der "kleine Mann" wenig bis garnicht konfrontiert wird - maximal durch einen Heiltrank im Krankheitsfall oder ein verzaubertes Schwert eines Adeligen.

Der "kleine Mann" wird von all dem eher weniger Mitbekommen.
Da es keine Lehnsherrschaft gibt, ist ein jeder "frei" und gleich. Zumindest soweit, wie das Geld ihn trägt. Es gibt dennoch drei Stände, der Gemeine steht an unterster Stelle, ist aber nicht Eigentum des Adels. Der Klerus scheint nicht so wichtig wie in unserem Mittelalter, auch der Adel erinnert stückweise eher an das Patriziertum des 16. und 17. Jahrhunderts, als an das eines Hochmittelalters.
Auch können viele Bürger Tamriels lesen und etwas weniger auch schreiben - Bildung geschieht anscheinend im eigenen Haushalt, wird aber hoch geschätzt. Wenngleich das Interregnum als Zeit der "anti-Intellektualität" gilt (was aber im Spiel nicht so rüber kommt, liegt wohl eher daran, dass viele Schriftstücke aus dieser Zeit einfach zertört wurden und spätere Generationen ihr diesen Titel gaben).
Aber in unserer Zeit kann ein Bauer sein Feld bestellen, ein Bäcker sein Brot backen und ein Schneider seine Kleidung herstellen, ohne regelmäßig mit dem Tod abseits der Straßen vor den Toren konfrontiert zu werden.

Dörfer haben es da schon schwerer. Oft genug sind sie Ziel von Vampiren, Kultisten, Banditen etc.

Zu den Gebieten:
In Summerset, Himmelsrand, Hochfels und Hammerfall, scheint das Leben recht ruhig. Klar, hier und dort findet sich mal ein Vampirnest in einer Höhle, dort ein Banditenlager, aber das Leben ist friedlich.
In Morrowind, Schwarzmarsch und Valenwald herrscht außerhalb der Städte wilde Natur. Ob sich das nun in Naturgewalten oder fießen Biestern zeigt, sei dahingestellt, aber dort wird das Leben "auf dem Land" sicher etwas... abenteuerlicher sein.
Und in Cyrodiil möchte ich nicht leben wollen... jeder Tag könnte der letzte sein. Bruder gegen Bruder, Volk gegen Volk. Die Städte sind geplündert.
Frei nach dem Motto:
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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 20:34

Die als friedlich beschriebenen Varianten sehen in meinen Augen eher nach Utopie aus. Adel kuschelt mit Bauern, gütige Herrscher, gegnerabstoßende Stadtmauern, oder bei der letzten friedlichen Version gießt man seine Beete nicht, die verzaubert man und hat in einem Tag eine Jahresernte eingefahren - wäre sowohl megalangweilig als auch recht unwünschenswert zu spielen..
Grundsätzlich aber spielen wir hier ESO. D.h. wenn ich die Welt als solche von mir stoße und die nun mal gegebenen Grundwerte und Regeln ignoriere, warum spiele ich dann dieses Spiel und nicht irgendein anderes? Danke an Sturmfaust an dieser Stelle, seiner äußerst präzisen Ausführung kann man eigentlich fast gar nix mehr anfügen.

Und dann nehme ich noch Antwort Cä: Ich mag Umfragen anklicken :>
So long, and thanks for all the fish.

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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 21:55

Ich glaub, ich versteh die Frage immer noch nicht, aber etwas dazu beschäftigt mich, daher ein kurzer EInwurf meinereiner:

Vielen Dank für den Gedankenanstoß und die bereits gesammelten Informationen.
Allerdings fehlt mir hier die Kategorie "Normal - Dark Fantasy - Mittelalter", denn das ist es, was die Elder Scrolls-Reihe schon immer für mich ausgemacht hat, einen Kontrast zur sonst so verbreiteten High Fantasy. Es ist eben eher eine düstere, gefährliche Welt, wo es viele Grauschleier statt Schwarz und Weiß gibt.

EDIT: wobei deine Beschreibung des High Fantasy da oben scheinbar in die Richtung geht...? ?(

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Freitag, 20. Oktober 2017, 00:05

Genau!
TES ist eben kein klassisches Gut gegen Böse und es gibt auch nicht die klassischen Rassen in dieser Form.
Und es ist eben düster (ich sag nur Dunkelelfen ;) ).

Das einzige, was an eine klassische Fantasie-Utopie (von Elfen) heranreicht ist wohl Summerset - wenn man die Intrigen derer Adelshäuser außen vor lässt.
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Freitag, 20. Oktober 2017, 02:00

Also als Dark Fantasy oder Mittelalter (Low) Fantasy würde ich Elder Scrolls nicht bezeichnen. Für Low Fantasy sind es einfach zuviele Elfen verschiedenster Ausprägung, zuviel Magie und zuviel Daedra, für Dark Fantasy ist Elder Scrolls einfach zu optimistisch und ständig mit helfenden Aedra (und Daedra).

Gut und Böse als Minderheiten und dazwischen ganz viel Grau, das ist auch eine Hauptzutat von High Fantasy und auch hier hat Elder Scrolls ja mit den Wurmkulten und seinen Gegnern die Extreme, der Rest ist Mitte. Dazu noch viel Magie oder göttliche Mächte, und magische Völker wie Elfen.

Ganz klar: Es ist normales klassisches High Fantasy. Es ist im Grunde sogar ein Paradebeispiel für das Genre.

Also steht Elder Scrolls auf einer Stufe mit Tolkiens Mittelerde oder Games Workshops Warhammmer Fantasy, ersters Beispiel hat ja das Genre begründet und bietet auch schon fast alles, was Elder Scrolls auch hat. Dark Fantasy geht eher in die Richtung von Sapkowskys Geralt und Low Fantasy eher Martins Song of Ice and Fire, auch wenn Beide auch einige Elemente des High Fantasy haben.

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Sturmfaust

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Freitag, 20. Oktober 2017, 08:46

;) Aber wofür steht Tolkiens Herr der Ringe?

Richtig, die Schlacht des sich in der Minderheit befindenden ununstürzlichen Gutem und den allmächtigen Streitkräften des Bösen.
TES hingegen zeigt diesen Aspekt seltener.
Aedra und Daedra mögen auf den ersten Blick Licht und Dunkelhet verkörpern - am Ende aber sind sie es nicht. In TES gibt es auch nie die alles bedrohende Dunkelheit, Leere oder wie auch immer man es nennen mag.
Die Daedra sind weder gut noch schlecht: ihnen wohnt ein Extrem menschlichen Gefühls inne und dieses Extrem führt zu Konflikte .

Viel Magie?
Dem muss ich nun wirklich wiedersprechen.
Klar: unsere Helden sind recht Magiegewandt - aber nicht umsonst wurde eine Magiergilde gegründet um auch ‚Normalos‘ die Magie etwas näher zu bringen (wobei sie die Aufgabe echt schlampig erledigt). Der kleine Mann von der Straße hat quasi nichts mit der Magiw am Hut.
Auch der Adel nicht - ein Hofmagier ist hier das höchste der Gefühle und meist hat sich dieser nur auf eine bestimmte Form der Magie spezialisiert.
Nein, der ‚Pöbel‘ lebt wie auch im Witcher oder GOT sein Leben so gut es kann - abseits von Politik, Magie und der Schlacht zwischen gut und böse.

Elfen werden in der Highfantasy ja sehr oft als das mythische überweltliche Wesen gezeigt: TES hingegen hat dies nicht.
TES‘ Elfen sind mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet, sie sind fehlerbehaftet, leben keine tausenden von Jahren, sind auch nicht die älteste Spezies (wenn man davon ausgeht, dass die Ehlnofey eben schon als richtige Spezies zu bezeichnen sind) und stehen auch nicht immer für das gute - im Gegenteil. Mensch wie Elf findet sich ebenso auf der „dunklen“ Seite wie auf der „hellen“ - und das ist selten genug bloße Korruption durch dunkle Mächte.

Und die Menschen... deren größter Held ist ein ehrgeiziger Eroberer gewesen, der Kaiser von allem bekannten werden wollte - und dazu nutzte er eine genozidfähige Superwaffe.
Also kein Held des Guten, lediglich der Held des Volkes.

Ich denke TES findet einen ganz eigenen Ansatz von Fantasy, nicht so realistisch wie GoT aber ebenso wenig idealistisch wie ein Herr der Ringe.
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Rhavar

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Freitag, 20. Oktober 2017, 09:51

Tolkiens Mittelerde ist nicht nur Der Herr der Ringe, es ist auch der Hobbit, es ist die Valaquenta, die Geschichte der Kinder Hurins, die Tragödie um Turin Turambar, der Fall von Gondolin und die Romantik von Beren und Luthien.

Genauso wie Aedra und Daedra nicht alle eindeutig gut und Böse sind, sind auch nicht alle Valar und Maiar gut oder böse. Morgoth, Sauron, Saruman und die Balroeg sind böse, Gandalf und Radagast sind gut und viele andere die sich nicht einmischen sind gut. Ähnlich ist es mit Daedra und Aedra. Nicht jeder Daedra ist ein Molag Bal, es gibt auch Meridia.

Mag sein, dass nicht jeder Magier ist bei Elder Scrolls, aber in Mittelerde gibt es gar keine Magier unter der Elben und Menschen. Die Zauberer sind Maiar, also vergleichbar mit den Aedra und Daedra. Bei Elder Scrolls ist Magie viel Alltäglicher, auch von Sterblichen ausgeübt wird.

Auch Elben bei Tolkien sind fehlerbehaftet, sind teilweise sogar die Schurken. Tolkien hat mit den Moriquendi und besonders Eol das Konzept des Dunkelelben erfunden, des düsteren bösen Elben. Auch sind Elben ebenso wie die Elfen Tamriels keine Überwesen und sind nur ein anderer Zweig der Schöpfung. Und auch wie bei Mittelerde, sind die Menschen erst später angekommen und haben die Elfen in Tamriel weitgehend verdrängt. Auch eigentlich gute Elbenkönige, wie Elwe, haben düstere Seiten und die Noldor sind erst nach dem Sippenmord an anderen Elben nach Mittelerde zurückgekehrt.

Und düstere Helden bei Menschen? Klar, eindeutig Turin Turambar. Er tötet Elben, er tötet Zwerge, er tötet andere Menschen, er schwängert seine Schwester. Was gibt es da noch mehr zu sagen?

Genau das macht High Fantasy aus.

Sturmfaust

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Freitag, 20. Oktober 2017, 11:03

Gut, mit Tolkiens restlichen Werken kenne ich mich nur beschränkt aus, deshalb zog ich nur den Herr der Ringe hinzu.
Aber wir wollen hier ja keine Grundsatzdiskussion über das TES-Genew führen sondern ausloten was im RP „Norm“ ist.
Und das ist nunmal weder der Kampf zwischen gut und böse, noch göttlicher Eingriff oder das überwiegende thematisieren von unsterblichen Wesen.
Was ich als „normal“ ansehe, habe ich oben ja schon etwas ausgeführt.
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Freitag, 20. Oktober 2017, 11:36

Dark Fantasy zeichnet eigentlich eine düstere Atmosphäre aus, welche eine Fantasywelt oder Scifiwelt darstellt. Mit einem Hang zu Horrorszenarien. Ich würde sagen, dass Elder Scrolls durchaus einen Hang dazu hat. Nicht alles von ESO ist Dark Fantasy wie The Secret World es wäre, aber es gibt einen Hang dazu. Manche Daedrischen Ebenen z.B. sind ein klares Beispiel für die klassische Bezeichnung eines Dark-Fantasysettings. Ebenfalls einige Bücher und Quests sind in dieses Genre einzuordnen. Beispielsweise die Erschaffung der Vampire oder manche Settings, die aus dem klassischen Horror bekannt vorkommen (Hermaeus Mora z.B.) Andererseits gibt es in Elder Scrolls auch hübsch übermalte Szenen, wie Auridon, welche bei mir aber auch den selben Effekt haben aufgrund der Hintergrundgeschichte und der einzelnen Hinweise der Bücher.

Hier Mal die Definition von Dark Fantasy:

https://en.wikipedia.org/wiki/Dark_fantasy

Ich glaube sogar viele Gebiete von ES ist in dieses Genre zu packen, wiederum Andere Gebiete weniger. Ich denke, ES kann es mit der Brutalität und Unverblümtheit auch mit der Witcherserie aufnehmen, man muss sich nur tiefgründiger mit der Lore und den Quests auseinandersetzen. Molag Bals Erschaffung der Vampire, Hermaeus Mora mit Apocrypha, die Legenden um den Waldmenschen, die kinderfressenden Hexen aus dem Vettelfenn, Vivec und seine 36 Lehren, Ordinatoren, perverse Eingriffe von Mephala auf das einfachste Volk, ein frauenvergewaltigender Serienmörder-Nekromant in einer Höhle bei Skyrim der sich sogar an uralten Leichen vergangen hatte, die Alpträume von Vermina, die Wolfskönigin aus Skyrim, Pelagius aus Skyrim, Molag Bals Schreckensherrschaft - ich könnte die Liste nun ellenlang so weiter führen, der Eingriff des 'Guten' ist hier gering. Es ist selten in der Geschichte von Elder Scrolls, dass die Götter oder die angeblich guten Daedra etwas gegen diesen Unsinn unternehmen. Manchmal haben hier in ES sogar gute Taten einen opportunistischen Hintergrund. Das was Elder Scrolls ausmacht ist nicht die rosa Kuschelwelt, wie viele Rollenspieler es sich einreden. Es ist eine Welt, die auf puren Chaos fußt und die Sterblichen lediglich Spielbälle von mächtigen Entitäten sind. Denn es gibt hier kein wirkliches Gut und Böse, sondern ein Chaos, welches ständig präsent ist.
Daß mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

~ Franz von Assisi (1182 - 1226)

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Freitag, 20. Oktober 2017, 11:55

Im Grunde ist die TES Welt wie wie sie kennen gar einer post-apokalyptischen Welt recht ähnlich.
Die Ehlnofey, die Urspezies mit unvorstellbaren Technologien, dann das Schisma dieser Spezies und ihres Kontinents.
Später brachte das zweite Kaiserreich kurzfristig Ordnug und schaffte es sogar zu den Sternen.
Ein Kriegsherr, der mit einer Superwaffe alles unterjocht, wird bald kommen.
Das Zeitalter des dritten Kaiserreiches ist gezeichnet von chaotischen internen Kriegen.
Und in der vierten Ära schließlich ist die wichtigste Bildungsinstitution aufgelöst, die ganze Regionen stabilisierende Söldnerorganisation verboten und man steht kurz vor einem neuen Kontinent- (oder Welt-)krieg.
Man vergesse dabei nicht: der Schutzschild vor Oblivion (quasi der Planetare Schutzschild) ist quasi unwiederbringlich vernichtet und ein Monster aus Uhrzeiten will die Existenz allen Lebens zu den Anfänge der Zeit zurücksetzen.
Ebenso gab es seit den Tagen Remans keine großen Stadtgründungen mehr - im Gegenteil. Städte wie Sutch und Dörfer wie Nimalten verchwinden von der Bildfläche.
Das alles ist wenig rosig.

Edit: Wer weiterlesen mag: ein Redditer hat dazu mal eine recht lange Ausführung geschrieben ->Klick<-
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Freitag, 20. Oktober 2017, 12:22

Amen, Corentin.
Sorry, das musste raus. ;)

----------------

Mir würde gar nicht daran liegen, ESO in irgendwelche Kategorien einzuordnen. Wie du ja schreibst, Deikan, sind das ohnehin überspitzte Überbegriffe. Und je nachdem, was man sehen möchte, kann man es hier und dort einordnen. Ich spiele gerne bodenständig und "realistisch", aber mir widerstrebt es, das Ganze auch nur mit dem Begriff Mittelalter in Verbindung zu bringen.
Für mich bietet die Lore, die ich in ESO sehe, sehr viel Raum für eine düstere Weltsicht und eine, in der Magie eben nicht so alltäglich ist, wie manch einer das vielleicht gerne hätte. Zumindest nicht in der Hinsicht, in der es oftmals bespielt wird. Corentin hat dazu eigentlich schon das Meiste geschrieben, weswegen ich eine Wiederholung für sinnlos erachte.

Was "normal" ist, sollte nicht an dem festgemacht werden, was Spieler sich wünschen.
Sondern an der einzig halbwegs neutralen Größe, die für alle Spieler gleichsam gelten kann, nämlich jene Lore, die vorgesetzt wird und die durchaus eine ganze Reihe an Thematiken sehr klar abdeckt. Natürlich kann man diese immernoch interpretieren nach den eignen Vorlieben und Abneigungen, aber es ist gleichzeitig auch das einzige, an dem alle Spieler halbwegs "objektiv - bestrebt" beurteilen könnten, was in dem Setting von ESO so wirklich "normal" sein könnte / ist.

Das bedeutet nicht, dass ich dafür bin, Spielern etwas aufzuzwingen.
Aber ich bin genau so dagegen, dass mir z.B. eine Realität aufgezwungen wird, die in der Normalität, die man per Quests und Darstellungen belegen "kann", einfach nicht wirklich sinnig erscheint.

Mir ist es daher wichtig, Normalität nicht nur nach persönlichen Vorlieben zu definieren, sondern nach dem, was einem vielleicht auch unangenehm ist in Quests zu sehen. Platz für allgemein viel Liebe, Toleranz und ähnliches ist da nicht. Wie Sturmfaust schrieb, wirkt das Ganze grade eher wie eine ziemlich düstere Epoche von Krieg und Chaos mit einer Vielzahl an verdammt unangenehmen und bedrohlichen Fronten.
Das kann man nicht mögen, das kann man doof finden und man kann sicher auch die Ausnahmen spielen, die friedlich mit allen leben wollen. Aber man kann nicht allen sagen, dass sie das auch so zu nehmen und zu gestalten und zu respektieren haben. Der "Regelfall" sieht nämlich anders aus. Und das ist für mich das, was im ESO-RP normal sein sollte.
Wir haben Krieg. Deal with it. Mit allen Chancen, Möglichkeiten und Konflikten, die das fürs RP bringt.

Gruß
Margra
"True honor need not be named."
- Talia at-Marimah, Ash'abah, Alik'r -

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Freitag, 20. Oktober 2017, 12:28

Was "normal" ist, sollte nicht an dem festgemacht werden, was Spieler sich wünschen.
Sondern an der einzig halbwegs neutralen Größe, die für alle Spieler gleichsam gelten kann, nämlich jene Lore, die vorgesetzt wird und die durchaus eine ganze Reihe an Thematiken sehr klar abdeckt.


Nur leider ist die TES Lore eben lückenhaft und widerspricht sich in viel zu vielen Fällen selbst. Das ist von den Entwicklern so gewollt.
Es ist also schwer zu sagen: SO IST ES. wie man es eben im RL tun kann.
Man _muss_ quasi diskutieren, betrachten, distanzieren und analysieren um später zu einem Ergebnis zu kommen, was irgendwo die größte Richtigkeit hat.
Der eine sieht oder will eben mehr Realismus sehen (so wie du anscheinend), der andere will sein klassisches Fantasy Setting von Gut gegen Böse sehen.
Beides ist richtig, beides ist falsch - wie schon so vieles in der Welt selbst ist auch die Lore von vielen Grauzonen behaftet.
Frei nach dem Motto:
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Freitag, 20. Oktober 2017, 12:31

Klar, Sturmfaust.
Dem widerspreche ich nicht.

Um ein plattes Beispiel zu nennen:
Es gibt eine Darstellung in Rift, in der man einem Argonier eine Flasche hochelfischen Wein unterjubeln kann. Diese wird bei ihm gefunden und er wird dafür abgeführt - gefesselt und in aller Öffentlichkeit. Für den Handel mit einer Ware der feindlichen Fraktion.
Das zeigt mir sehr deutlich, dass es eben nicht normal ist, dass Handel einfach so stattfindet oder gar Händler "der andren Fraktion" überall einfach so hinkönnen.

Und derlei Dinge gibt es ganz viele.
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nuvak

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Freitag, 20. Oktober 2017, 14:15

Ich stimme in meiner Sicht der Welt mit Corentin und Margra überein, ein ständiges Chaos beschreibt es wohl am besten.

Den Unterschied zu vielen anderen düsteren Settings macht meiner Meinung nach die Präsentation. Elder Scrolls ergötzt sich meist nicht daran die schlimmen Dinge zu zeigen, die in der Welt geschehen, sondern die werden oft nur angedeutet und man muss genau hinschauen um das ganze Ausmaß mitzubekommen. Erzählweise und Präsentation sind sogar von einem gewissen Optimismus geprägt wie ich finde, und rücken gerne auch Humor, Menschlichkeit und andere positive Dinge in den Fokus. Und diese Dinge bekommen durch den Rahmen der Welt erst ihre Bedeutung, Geschichten, die in einer friedlichen Welt eher langweilig wären, bekommen durch die äußeren Widrigkeiten einen Reiz. Eine düstere Welt muss nicht trostlos sein, im Gegenteil, hier bekommt Trost genauso wie Konzepte wie Treue, Ehre, das bringen von Opfern eine Relevanz, die über reine Worthülsen hinausgehen. Auch in Kriegszeiten gibt es Liebe und persönliches Glück, zumal wir hier ein mittelalterlich orientiertes Setting haben, keine Industrialisierung, das heißt der größte Teil der Bevölkerung ist eh mit Existenzsicherung beschäftigt und steht nicht an der Front.

Diese Herangehensweise macht The Elder Scrolls für mich erst so richtig sympathisch, weil es dadurch menschlich bleibt. Auch, oder gerade, in einer unsicheren, gefährlichen Welt suchen und erreichen die Menschen(u.a.) positives, und darauf wird oft der Blick gelenkt, während der Schrecken eher im Hintergrund bleibt. Trotzdem sollte das nicht den Blick auf die Welt verstellen, sondern die sollte man ebenfalls so wie sie ist im Hinterkopf behalten.

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Sturmfaust

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16

Freitag, 20. Oktober 2017, 16:06

Wo ich so viele Fantasy-Mittelalter wählen sehe:

Was man gemeinhin als Mittelalter bezeichnet stützt sich vor allem auf zwei Dinge:
1. Der Aufstieg und Festigung des Adelstandes und des Feudalsystems (in Europa)
2. Der Aufstieg und Festigung des Christentums zur zentralen Religion (Europas)

Ich denke was hier mit Mittelalter gemeint ist:
1. der technologische Stand - sprich Waffen, Werkzeuge und dergleichen
...
...

Was in TES an mittelalterlichen Gegebenheiten fehlt:
  1. Die Leibeigenschaft - ein jeder ist frei, es sei denn man ist von Stand (oder ist Sklave)
  2. Der klassische Adel - der TES'che Adel ist im Grunde nur der normale Bürgerstand mit Sonderrechten. Während sich in Hochfels jeder Adelig nennen kann, der etwas mehr als ein befestigtes Anwesen und ohne Herrn ist; oder derjenige, der einen Titel für die Dienste im Namen seines Herrn verliehen bekommt. In Cyrodiil ist das ähnlich: wer dem Reich außergewöhnlich gedient hat (oder als Statthalter des Kaisers als Graf einer Stadt eingesetzt wird) kann potenziell adelig werden.
  3. Der religiöse Konflikt - das Christentum wurde überwiegend brutal den "Heiden" aufgezwängt, später gab es aufgrund religöser Dispute die Kreuzzüge - in TES würde kein Nord das Schwert erheben, weil der Dunmer die bösen bösen Daedra anbetet
  4. Der Lebenstandart - auf Nirn lebt ein Gemeiner im Vergleich zum europäsichen Hochmittlalter fast schon wie ein niederer Adeliger: das Haus ist aus gezimmerten Wänden, das Dach ist geziegelt (nicht aus Stroh), es hat Holz- oder Steinboden, die Nutztiere leben außerhalb des Hauses, es lebt nicht die ganze Familie (also nicht auch Großeltern, Onkel/Tante, Cousinen/Cousans) in einem Haus
  5. Die Unterdrückung der Frau - Tamriel hat Gleichberechtigung, mehr muss ich glaube ich nicht sagen ^^
Frei nach dem Motto:
"I am definitely a mad man with a box!"
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sturmfaust« (20. Oktober 2017, 16:13)


17

Freitag, 20. Oktober 2017, 16:39

Der Vergleich mit dem Mittelalter hinkt in allen Ecken und Kanten. Elder Scrolls hat natürlich Aspekte aus dem Mittelalter einfließen lassen. Dennoch muss man sich die Völker nur ansehen um zu verstehen, dass daran nichts mittelalterliches ist.

Selbst die Bretonen sind ein buntes Misch-Masch aus 8. - 16. Jahrhundert Frankreich und England. Selbst die Kaiserlichen sind ein buntes Misch-Masch aus verschiedenen Epochen des römischen Imperiums. Wie jedes Volk irgendein Gemisch aus verschiedenen Faktoren wahrer Historie sind - ES ist nun einmal etwas ganz eigenes.

Mich schmerzt es immer, wenn die Lore mit dem Mittelalter verglichen werden muss. Dunmer haben z.B. starke Aspekte aus der Japanischen Hochkultur, aber auch Aspekte aus der katholischen Inquisition übernommen. Irgendein Volk überhaupt mit dem Mittelalter zu vergleichen ist meines Erachtens unpassend. Man beachte schon die Gleichstellung von Mann und Frau, wie auch die Offenheit von Heirat und anderen Dingen.

Natürlich kann man Parallelen erkennen zu manchen mittelalterlichen Aspekten, aber es ist einfach nicht das Mittelalter. Das wäre genauso, würde ich behaupten, dass die Bretonen - aufgrund weniger Aspekte - die Europäische Renaissance seien. Dunmer aufgrund ihrer Kultur die Japaner. Kaiserliche die Römer. Es ist immer irgendetwas angelehnt, aber dann auch etwas Eigenes mit vielen Vermischungen aus verschiedenen realen Kulturen.
Daß mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

~ Franz von Assisi (1182 - 1226)

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Freitag, 20. Oktober 2017, 18:12

Richtig, mich stören auch Einordnungen wie Mittelalter und Friede, weil keines davon definitiv trifft. Wir leben in einer Zeit des Krieges und es ist auf keine Weise mit dem Mittelalter (oder der Antike) vergleichbar. Genau deswegen habe auch "Eigene Definition" gewählt, da es meiner Ansicht nach klassisches High-Fantasy ist. Ob jetzt auch Dark-Fantasy Elemente des High-Fantasy hat oder Elder Scrolls auch Elemente des Dark Fantasy ist mühsam. Vermutlich genauso mühsam wie überhaupt eine Unterscheidung zu treffen. Auch eine Übermacht des Bösen, Chaotische Zustände und Bürgerkriege zwischen den "guten" Fraktionen sind Merkmale des High-Fantasy. Für Dark Fantasy typisch sind eher hoffnungslose, deprimierende oder fatalistische Zustände. Mag sein, dass es ein Imperialer der in Cyrodiil lebt so sieht, weil alles was er kennt zusammenbricht, aber der Rest ist eher nicht betroffen. Aber so partielle Zustände haben auch andere High-Fantasy-Szenarien, wie die Dunkelelfeninvasionen auf Ulthuan bei Warhammer oder eben der Ringkrieg in Mittelerde.

Und das betrifft eben auch das Rollenspiel:
- es gibt viel Magier-RP
- es gibt einen regen Austausch zwischen den Regionen
- die Welt ist relativ zivilisiert (im Vergleich zum realen Mittelalter oder der Antike)