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Narmaeril

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Montag, 22. August 2016, 20:39

Handelshaus Altanar - Expedition in den Valenwald

Zitat

((OOC: Ein RP-Sammelthread für alle Teilnehmer der Expedition in den Valenwald. Ob Tagebuch-Eintrag, Bericht, Gedankengänge... alles ist willkommen!))



Raveas Reisebericht - 18. Letztsaat, 2Ä 584

Turdas
Ein schöner, sonniger Tag an Deck der Thosh Marha. Die Stimmung der Mannschaft ist gut, alle scheinen froh zu sein, endlich wieder in See stechen zu können. Wenn die Reise so weitergeht, können wir uns glücklich schätzen. Wer hätte gedacht, dass Khajiit solche Wasserratten sein können... Drei Mal gegen Va'dir beim Würfeln verloren. Ich muss noch herausfinden, wie er das macht ohne aufzufallen. Der "alte" Meister ist die meiste Zeit in seine Bücher versunken. Ich bin versucht, ihm zu verraten, dass er das Wissen, das er sucht, in keinem staubigen Buch finden wird. Vielleicht finde ich in den kommenden Tagen einen ruhigen Moment um mit ihm zu sprechen. Mir brennen noch ein paar Fragen auf der Seele, die man besser bei Lagerfeuer und Nacht anspricht...

Die Expedition begleiten außerdem die Bosmer Vanna (scheint vernünftig, mehr wird die Reise verraten), die junge Rothwardonin Lirariel (hat den Mund für ihre Jahre sehr voll genommen) und die Dunmer Faessia Welches-Haus-auch-immer (die Hautfarbe macht bei uns wirklich keinen Unterschied). Letztere hat mein Interesse geweckt... eine Tochter aus vermutlich gutem Hause, die es in die Fremde verschlagen hat... Riecht nach einem exquisiten, familiären Problem. Natürlich bin ich neugierig!

Fredas - Tag auf Schiff, keine Vorkommnisse.

Loredas - Noch ein Tag auf Schiff... Ich sollte es langsam gewöhnt sein. Aber die Enge auf dieser khajiitischen Schebecke macht mir zu schaffen. Va'dir scheint das gut mit seiner Meditation (oder wie auch immer es die Khajiit nennen) im Griff zu haben. Ich würde am liebsten unter Deck bleiben, wenn das Mannschaftsquartier nicht so verdammt müffeln würde... Zum Glück sollten wir morgen früh endlich den Hafen von Anfurt erreichen.

Sundas - Die Thosh Marha hat heute Morgen pünktlich in Anfurt angelegt. Kapitän Rhazhar schiebt es auf Khenarthis gütige Stimmung. Als ob das Wetter nach dem Willen einer Aedra spielen würde... dieser leichtgläubige Khajiit. Die Expedition konnte zeitnah in den Norden nach Eldenwurz aufbrechen. Die Packtiere mitsamt der Ausrüstung verlangsamen die Reise über Land unerwartet mühsam. Jetzt, da meine Stiefel über Walderde streichen, kann ich es kaum abwarten die Ruine endlich zu sehen. Wir lagern heute Nacht in Eldenwurz. Die letzte "zivilisierte" Station bevor es tiefer in die Wildnis geht. Proviant und Frischwasser wurde aufgefrischt. Sylerian kümmert sich dankbarerweise um diese Aufgabe.

Morndas - Es geht los... Vor uns liegt die tiefe Wildnis des Grahtwalds. Gegen Mittag erreichten wir den Tempel der Acht, den Ausgangspunkt von Ashrazels Karte. Auch wenn der alte Meister stets betont, dass man an der Authentizität der Karte zweifeln sollte (wenn er wüsste!), bin ich mir absolut sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich habe der Bosmer Vanna die Führung der Truppe anvertraut. Die verlässlichen Pfade haben wir nun endgültig hinter uns gelassen und ich bin froh, dass wir eine vom Waldvolk unter uns wissen. Wer weiß welche tückischen Pfade der tiefe Wald für uns bereit hält. Va'dirs Laune ist selbst nach Tagen der Reise ungebrochen... Ist es der übermäßige Konsum dieser Mondzucker Bonbons oder die khajiitische Natur? Manchmal möchte ich ihm dafür einfach mit der Faust in den Magen schlagen. Träumen darf man ja noch?

Gegen Abend fanden wir auf eine Waldlichtung, die etwas erhöht auf einem Hügel liegt. Die Wildnis hat diesen Ort fast ganz verschlungen, aber dennoch kann man die Monolithen des Steinkreises noch gut erkennen. Die steinerne Plattform ist schon fast gänzlich von Erdreich bedeckt... aber nur fast. Ich frage mich, ob die anderen die Herkunft der Symbole entziffern können? Unser Lager befindet sich im Schutze der Lichtung. Vanna hat sich gleich für die erste Wacht bereit erklärt, eine ziemliche Ausdauer diese Bosmer.

Va'dir und ich haben noch einen kurzen Ausflug in den nahen Wald gemacht. Verdammt scharfe Sinne dieser Khajiit! Wir stießen auf ein Lager nicht unweit unseres eigenen... Da die beiden Waldvetteln uns nicht besonders friedvoll vorkamen, machten wir mit dem Lager kurzen Prozess. Ein riskanter Kampf... diese Kreaturen der Nacht sind nicht zu unterschätzen. Irgendeine Art von Nekromantie... ein mir unbekannter Schwächungszauber. Va'dir musste mich ins Lager zurückschleppen. Und ich höre Ashrazel wieder lachen... Bastard. Trotzdem... im Nachhinein betrachtet eine gute Erfahrung: Va'dir ist ein guter Partner. Eine gute Wahl für das Handelshaus... und mich.

Nach dem kurzen Ausflug mit Va'dir zum fremden Lager, bin ich jetzt froh mich in meine Decke rollen zu können. Die lange Reise macht mir zu schaffen (ich bin nichts mehr gewöhnt... Halt die Klappe, Ashrazel!). Klar ist, was sich vor mir befindet: Auch wenn diese Stätte seit mehreren Jahren nicht mehr benützt wurde. Ich bin mir sicher, dass wir uns in die richtige Himmelsrichtung bewegen. Es kann sich nur noch um Tage handeln...

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Amairgin

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Sonntag, 28. August 2016, 11:28

Aufzeichnungen des Lehrmeisters Brâen Agrach-Dyrr zur Erforschung Ayleidischer Stätten im Valenwald

Lehrmeister Brâen Agrach-Dyrr saß innerhalb der äußeren Befestigungsmauern der erst kürzlich entdeckten Ruinen einer scheinbar bisher nicht näher bekannten Ayleiden Stätte. Die zerfallenen Mauern und die Moosbedeckten Bruchsteine zeugten davon das diese Stätte schon seit sehr langer Zeit, wahrscheinlich schon vor dem Untergang der Ayleiden Kultur verlassen wurde und in Vergessenheit geraten war.
Die Natur hatte sich daran gemacht Ihr Land zurück zu erobern und die Wurzeln der Bäume tief in das einst stabile Mauerwerk geschoben. Das Spiel aus Licht und Schatten welches durch das dichte Blätterwerk der hohen Bäume eindrang erfüllte die Ruine mit unheimlichen Leben und ließ Schatten durch die einst blühende Stätte huschen als seien die Vettern der Altmer noch immer hier zu Gange. Das feucht warme Klima des dichten Waldes und der Gestank nach abgestandenen fauligen Wassers der nahen Sumpfgebiete ließen Brâen das atmen oft schwer fallen und taten ihr übriges zu der bedrückenden Stimmung dieser lang vergessenen Ruinen.

Trotz allem saß Braên auf einem großen Mauerstein der wohl einst inmitten der majestätischen Aussenmauern seinen Platz hatte. Um den Lehrmeister herum lagen vereinzelte Pergamente, zwei kleinere Folianten sowie seine Reise Schreibutensilien und auf seinem Schoss lag sein Reisetagebuch. Den Rest der Expeditionteilnehmer schien Er nicht wahr zunehmen. Es war fast als schienen sie ihm nicht wichtig während Er abwechselnd etwas in den Folianten nachlaß nur um dann wieder nach seinem Tagebuch zu greifen und sich Notizen zu machen.


"Aufzeichnungen des Brâen Agrach-Dyrr"

Wir sitzen nun schon seit geraumer Zeit noch immer in den äußeren Ringen dieser beeindruckenden Stätte und hadern mit dem weiteren vordringen. Es scheint als mache sich mein frühes Interesse und meine Investition in das Handelshaus früher bezahlt als gedacht. Es ist mir bisher noch Schleierhaft wie die Dame Ravearilya in den Besitz einer Karte oder zu dem Wissen dieser Stätte kam, aber diese Dinge zu erörtern hat noch Zeit bis zu unserer Rückkehr.
Es scheint sich hierbei tatsächlich um eine lange in Vergessenheit geratene Stätte der frühen Ayleiden zu handeln. Trotz meiner Bemühungen und diverser Diskussionen mit Kollegen habe ich nicht wirklich viel herausfinden können. Es macht den eindruck auf mich als würde es sich hier um eine Art Versammlungsstätte handeln, allerdings ist mir der Grund und die Art bisher noch unklar.
Die Vorsitzende des Handelshauses Altanar, welches diese Expedition finanziert hat bereits ziemlich früh recht eindrucksvoll bewiesen was unter uns Gelehrten allgemein bekannt aber niemals mit Sicherheit bewiesen war. Die Ayleiden haben Ihre Stätten durch Fallen und Magie derart gesichert das diese selbst nach Jahrzehnten und gar Jahrhunderten noch aktiv sind.
Die Durchgänge des äußeren Ringes sind allesamt, soweit ich es beurteilen kann, mit einem Magie der Veränderung belegt. Durch Ihr forsches, allem Anschein nach von Gier geleiteten, vorpreschens hat Sie diese Falle ausgelöst und wurde sofort mit Blindheit geschlagen.

Die übrigen Teilnehmer der Expedition sind derzeit nicht weiter nennenswert. Lediglich eine mir bisher unbekannte Dunmer überrascht mich immer wieder mit Ausdrücken der Ayleidischen Sprache. Ob dies nur auswendig gelernte Phrasen sind oder sich fundiertes Wissen dahinter verbirgt wird die Zeit zeigen. Wir haben eine Bosmer dabei, welche von Ravearilay zu unserer Führerin in den Sümpfen ernannt wurde. Anders als die Idee einfach in die Ruinen zu laufen war dies eine der guten Entscheidung der Dame Ravearilya.
Es wird Zeit nun langsam etwas organisierter vorzugehen. All diese Fallen dienen nur dazu ungebetene Gäste und Gauner fern zu halten. Jedoch gab es für jene die geladen waren diese Stätten zu betreten sicher eine Art Passwort oder einen Gegenstand welches es Ihnen erlaubte ungehindert zu passieren. Auch sollte überprüft werden in wie weit sich die Fallen über die Durchgänge hinaus erstrecken ....

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Narmaeril (28.08.2016)

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Montag, 5. September 2016, 11:35

Raveas Reisebericht - 5. Herdfeuer, 2Ä 584

Seitdem ich mit diesem Fluch geschlagen bin, bleibt mir viel Zeit im Lager meine Gedanken zu sortieren... Dank Va'dirs Mixturen kann ich mich zurecht finden, aber die Nebenwirkungen zwingen mich im Lager zurückzubleiben. Die anderen sind gerade dabei die Ruinen zu erforschen und ich kann es vor Ungeduld kaum abwarten, dass sie ins Lager zurückkehren. Zeit noch einmal die Geschehnisse zu rekapitulieren:

Tirdas
Wir verbrachten die Nacht in der Lichtung auf dem Steinkreis. Falls die anderen ahnten, um was es sich bei dieser künstlichen Waldlichtung handelte, ließ es sich niemand anmerken. Alle schienen froh zu sein, einen guten Lagerplatz gefunden zu haben und schienen den Schlaf nötiger zu haben als Fragen. Gut - je weniger die anderen vermuteten, desto eher würden sich alle auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren.
Wir folgten der Schatzkarte weiter in südlicher Richtung... Zumindest versicherte mir unsere Kundschafterin Vanna dies. Es fiel mir schwer die Himmelsrichtung im Walddickicht überhaupt auszumachen, wenn kaum ein Lichtstrahl den Boden berührt. Nachdem wir den Steinkreis gefunden hatten, war ich mir sicher, dass wir uns auf dem richtigen Pfad befanden.

Gegen Mittag bewahrheitete sich meine Vorahnung: Von einer kleinen Anhöhe aus konnten wir in der Ferne die weißen Steinreste der Ruine inmitten des Grüns ausspähen. Wir verdoppelten unsere Bemühungen und kamen vor Beginn der Dämmerung am Rand der äußeren Ruine an.
Die Ruine ist - wie anhand ihres Namens vermutet - von ayleidischer Herkunft: weiße, kunstvoll gearbeitete und mit Mustern verzierte Steine, die zu hohen Torbögen geformt wurden... der weiße Stein wirde von der Wildnis eingesäumt und teils überwuchert. Es wirkt fast schon märchenhaft. Die Ruine ist weitläufig, aber vermutlich nicht die Größte ihrer Art, was auf eine niedrige Bedeutung hinweist.

Um einen geeigneten Lagerplatz zu finden, entschlossen wir uns (wer genau kam eigentlich auf diese bescheuerte Idee?!) die Ruine zu betreten und innerhalb ihrer Steinmauern einen geschützten Platz zu finden. Neugierde und Ungeduld trieb mich voran und ich wollte die Erste sein, die die Ruine betrat - als ich den ersten Torbogen durchschreiten wollte, traf es mich wie einen Blitz... Ich lief direkt in eine magische Falle hinein! Augenblicklich war meine Sicht verschwunden und alles war schwarz um mich herum. Fehlende Vorsicht wird hier in der Wildnis sofort bestraft... Und ja, Ashrazel... ich hätte es eigentlich besser wissen müssen. Ich kann von Glück reden, dass ich eine der schwächeren Fallen ausgelöst hatte und jetzt nur mit Blindheit gestraft bin.
Die Begegnung mit dieser arkanen Falle ließ uns alle die märchenhafte Ruine unter einem anderen Licht betrachten. Von jetzt an werden wir vorsichtiger in die Ruine vordringen...

Als die Nacht hereinbrach und kein sicheres Weiterkommen mehr durch die Wildnis möglich wurde... Vanna und Vadir befürchteten, dass unsere Packtiere im sumpfigen Morast nur tiefer einsinken könnten... schlugen wir vorerst ein Lager an der Äußeren Mauer der Ruine auf.

Narmaeril

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Montag, 5. September 2016, 12:02

Fortsetzung...

Middas
Das Nachtlager an der äußeren Mauer der Ruine wurde wieder abgebrochen. Es war nicht unbedingt gut zu verteidigen und die Nähe zu den magischen Fallen ließ vor allem unsere Packtierführer ängstlich werden. Im Licht des Tages suchten wir uns ein festes Lager auf einer Anhöhe in Nähe der Ruine - nicht zu nah, nicht zu weit weg. Wir errichteten auf trockenem Waldboden unsere Zelte, versorgten die Packtiere und verbrachten den Tag mit dem Auffinden von nahen Wasserstellen.

Turdas
Va'dir und Vanna umrundeten den Außenbereich der Ruinen um einen geeigneten Eingang für die Erforschung zu finden. Es gibt wohl drei Hauptwege, die ins Zentrum der Ruine führen. Gerne würde ich die Wege mit eigenen Augen sehen, aber vorerst muss ich mich auf die Berichte der beiden Kundschafter verlassen. Unser Kapitän, Rhazhar, versorgt mich stündlich mit frischem Tee... auch er scheint in diesem Meer aus Grün eher verloren und nicht in seinem eigentlichen Element zu sein. Der alte Lehrmeister ist von seinen Büchern aufgesogen. Ich hatte noch nicht die Zeit mich mit ihm zu beschäftigen... und inzwischen drehen sich meine Gedanken mehr um die Ruine und ihre Schätze als um die Vergangenheit des Thalmor und seine Schwester. Eines nach dem anderen...

Va'dir und ich übernahmen in dieser Nacht die Nachtwache. Wir saßem am Lagerfeuer im Zentrum des Zeltlagers als sich uns eine Person zu erkennen gab. Ehrlicherweise bemerkte Va'dir sie als erstes... Inmitten der Wildnis stand plötzlich eine junge Altmer in unserem Lager (plus ihr Haustier, eine große Laufechse). Genauso seltsam wie diese Begegnung es war, ist auch diese Mer an sich. Sie wirkt total naiv und kindlich. Wie sie so lange allein im Grahtwald überleben konnte ist mir ein Rätsel. Es scheint keine ernsthafte Gefahr von ihr auszugehen und da sie Kontakte zu einem Haus in Anfurt zu haben scheint, sprach ich der Fremden mit Namen Elona die Einladung zum Lagerfeuer aus. Natürlich ist es höchst unpassend eine solche Fremde im Lager zu wissen. Ich vertraue dieser Person keineswegs... Allerdings sehe ich auch kein ernsthaftes Risiko von Ihr ausgehen. Wir bringen sie nach Beendigung unserer Expedition einfach nach Anfurt und Ende dieser Geschichte.

Fredas
Die Fremde blieb tatsächlich über Nacht im Lager. Diese übergroße Eidechse von Ihr scheint unsere Packtiere etwas einzuschüchtern und ich wies die Tierführer an, ein wachsames Auge auf das Reptil zu haben. Sobald das Vieh etwas zu Essen wittert, scheint es direkt zuschnappen zu wollen, wie ich selbst erleben musste. Die Echse scheint keinerlei Respekt vor Mensch und Mer zu kennen und trotzdem auf diese Elona zu hören. Auch die anderen schienen nicht unbedingt freudig überrascht eine völlige Unbekannte im Lager zu wissen.

Am Morgen berieten wir alle am Lagerfeuer den Tagesablauf... Heute sieht der Plan vor, dass wir die Äußeren Ruinen genauer erforschen. Mit Hilfe von Va'dirs neuartigen Mixturen und der arkanen Expertise des Lehrmeisters werden die anderen versuchen die Fallen auszuschalten oder zu umgehen. Mögliche Fundstücke sollen sofort geborgen werden. Jetzt warte ich am Lagerfeuer auf Ihre Rückkehr und vertreibe mir die Stunden mit Tagträumerei, Klingen schärfen und damit in den fremden Wald zu lauschen... Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit in der Wildnis, dass man unbekannten Besuch bekommt - der einen nicht auffressen will?

Amairgin

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Dienstag, 6. September 2016, 21:15

Hastig nieder geschriebene Notizen des Lehrmeisters Brâen Agrach-Dyrr

Brâen Agrach-Dyrr stand zusammen mit en übrigen Gruppenmitgliedern auf der Erhöhung welche Sie alle erst kürzlich erklommen hatten. Er nutze die Pause um sich schnell einige Notizen und Anmerkungen in sein Tagebuch zu schreiben ...

Die Ruinen sind ganz klar unseren vergangenen Vettern den Ayleiden zuzuschreiben. Die fein gearbeiteten Steine, die Verzierungen und die makellosen Übergänge lassen keinerlei Zweifel daran aufkommen.
Die Fallen sind noch immer, selbst nach dieser endlos langen Zeit aktiv. Ravearilya die ungewollt Zeugin dieser Tatsache wurde ist noch immer erblindet. Ich hätte vermutet das dieser Zauber nach einiger Zeit seine Wirkung verlieren mag, aber allem Anschein nach werden wir mit magischen Mitteln an die Sache ran gehen müssen. Dennoch sind nun erst einmal andere Dinge wichtiger, Dinge die eher dem Wohle des Dominions beitragen als die Sehkraft einer Händlerin. Notiz: "!Handelshaus Altanar noch ein wichtiger Partner, Dame Ravea versuchen zu heilen"!
Wie ebenfalls zu erwarten sind wir auf Spuren Daedrischer Natur gestossen. Zauber der Fallen mit denen wir es bisher zu tun hatten waren der Schule der Veränderung zuzuschreiben. Es gelang mir die negativen Auswirkungen mittels eines Bannzaubers für eine gewisse Zeit zu neutralisieren so das Ich den rest der Gruppe sicher durch die Falle lotsen konnte. Va´dir hat ein Gebräu hergestellt welches allem Anschein nach die Affinität und Sensibilität magischer Veränderungen stark erhöht. Nannte mir die Zutaten aber ich entsinne mich derzeit nicht mehr. Notiz an mich - "Etwas von dem Gebräu aufbewahren und analysieren, mit Va´dir reden -
Die Dunmer macht mir weiterhin Sorgen, aber allem Unbehagen zum Trotz arbeiten Sie und Ich gut zusammen, so das wir die Expedition wohl ohne allzu große Verluste zu einem Erfolgversprechenden Ende bringen können.
Die Daedrische Rune, welche wir auf einer der Stufe welche zum Mittelpunkt der Anlage führen, fanden schien eine Art Erkennungszauber zu sein. Scheinbar diente sie dazu ungebetene Gäste die ohne Schaden die äußeren Fallen überwanden zu entlarven. Ich frage mich ob es sich hier wohl um eine Ritualstätte oder doch um einen Platz der Zusammenkunft handelt. Mögliche Antworten werden wir wohl erst im inneren finden.
Die Altmer welche am letzten Abend unversehens zu uns gestossen ist, gibt mir Rätsel auf. Allerdings keine welche es nun zu lösen gibt. Die Pause welche wir gerade machen und die mir die Zeit gibt dies hier niederzuschreiben wird wohl nicht mehr lange anhalten. Ebenso scheint es wohl als haben Abenteuerer und Grabschänder schon vor uns versucht hier hinein zu gelangen. Überraschender Weise scheinen sie mindestens mal so weit gekommen zu sein wie wir nun. Darauf lassen gefundene Fallen einfacher Natur schliessen. Wir haben allem Anschein nach es nun nicht einfach nur mit Fallen der Ayleiden und Daedra zu tun, sondern müssen uns gegebenenfalls auch noch auf Auseinandersetzungen mit niederem Gesindel einstellen.
Ich Frage mich ob die Daedra, welche diese Magie webten wohl allen gebannt wurden ehe die Ruine den Kräften der Natur wieder überlassen wurde ....

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Narmaeril (06.09.2016)

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Freitag, 23. September 2016, 16:54

Epilog - Was die Runen erzählen...

Eine einzelne Gestalt in modriger, langer Robe stand still am Rande eines schwarzen Teichs, dessen Tiefen die letzten Lichtstrahlen der Dämmerung verschluckten. Der schwarze Teich befand sich im Zentrum einer Ruine der Vorahnen... erbaut aus fast weißem Stein und von majestätischer Schönheit.... auch noch nach sovielen Jahrhunderten eingeschlossen in den Tiefen des Waldes. Die Gewänder der Person mussten einst in einem satten Tiefschwarz gefärbt gewesen sein, die inzwischen mehr zu einem rauchigen Kohleschwarz verblichen sind, vereinzelte Nuancen von Purpur waren an den Säumen erkennbar. Die Gestalt stützte sich auf einen eindrucksvollen Stab und sah von der Ruine nach Norden über die Baumgipfel hinweg.

Ashrazel war geflohen... Seine Spur verlief sich im Norden in den tieferen Wäldern. Shirune rief ihre Untergebenen von der Jagd zurück. Der Assassine war gut und wusste, wie er seine Spuren verwischen musste. Er war jetzt unwichtig. Auf einen Verräter mehr oder weniger kam es jetzt nicht mehr an. Sie hatte die Quelle gefunden...

Sepredie Ceyais... der Frieden der Schatten.

Die Gestalt drehte sich zum Zentrum des schwarzen Teichs herum, trat die steinerne Stufe hinab und ließ das schwarze Wasser ihre Stiefel umspülen. Sie tauchte fast bis zum Knie in den flachen Teich ein und schritt langsam und andächtig in die Mitte des Teichs vor, wo ein steinerner Altar sich erhob. Dabei wurde ihre Gestalt von einer unheiligen Aura umhüllt... rauchige Schatten umspielten die modrige Robe. Mit jedem Schritt schien die Gestalt an Kraft zu gewinnen und auch der Kopf des langen Stabes wurde von arkanen Energien umspielt. Shirune zog die negative Energien, die sie umspielten, langsam in den Körper auf und ließ sich davon Stärken.

Als die Nekromantin ihre Arme zu beiden Seiten erhob, entglitt Magicka aus ihren Fingerspitzen und wirbelte durch das Zentrum des Heiligtums... die Runen an den Steinwänden begannen rot zu leuchten. Arkane Glyphen lösten sich von ihren Plätzen und schoßen auf sie zu, wo sie ihre Kräfte fokussierte und den Tunnel in die Vergangenheit öffnete.

"Oh Prinz, Herrscher über unsere Seelen! Öffne die Quelle und gewähre deiner Dienerin das Wissen der Schatten!"
Die Macht des Heiligtums durchfuhr Shirune von ihren Füßen bis in den Scheitel... wie von einer Fontäne wurde ihr Körper energetisiert.

Als die Nekromantin ihre Augen wieder öffnete, blickte sie auf mehrere Hunderte von Mer und Menschen hinab, die durch die Säulengänge der alten Kultstätte wandelten. Hoch gewachsene Mer mit bronzenem Teint, Ayleiden, in reich verzierten Priestergewändern und in unaussprechlich glänzenden Rüstungen bewegten sich durch den Strom. Einige von jenen führten lange Linien von Menschen, an eiserne Ketten gebunden, über die Plätze. Hoch oben über den Mauern wehten lange Fahnen im Wind und zeigten das zweihörnige Gestirn des Herrschers aller Seelen.

Shirune beobachtete als vor ihr einer der Priester einen einzelnen Sklaven mit einem Fußtritt in den heiligen Teich stieß. Auch der Mensch wurde von den Schatten umhüllt, doch anstatt jenen zu stärken, begann ein Schauspiel der Qual. Das schwarze Wasser entzog dem Menschen seine Kräfte... der Mensch versuchte gegen die Quelle anzukämpfen, doch seine Kräfte verließen ihn umso schneller je mehr er sich wehrte... bis letztlich jeder Lebensfunken ausgelöscht war. Shirune sah zu als die Seele des Menschen vom toten Körper nach Aetherius aufzusteigen versuchte, doch die schwarze Flüssigkeit der Quelle umschloss jene wie schwarzes Pech und zog sie in die Tiefe des Teichs.

Die Nekromantin spürte wie sich ein seltenes Lächeln auf ihren Gesichtszügen ausbreitete.





((Ein Danke an alle Mitspieler :) Es ist schön, wenn Spieler ihre eigenen Ideen zum Hintergrund entwickeln und der Spielleiter da nur staunend nicken kann. Der "Markt der Seelen" war eure Mitarbeit :thumbup: ))

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Amairgin (23.09.2016)