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Vrall

Gelehrter

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Gilde: Bund der Triskele

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81

Samstag, 8. März 2014, 16:38

Wie ich schon mal sagte: Es gibt keine Pauschal-Ausstrahlung, kein mit Skillpunkten erkauftes Prestige wie im Pen and Paper, keinen Adelstitel mit Unterwürfigkeitsgarantie. Du spielst nicht mit auf Reaktion programmierten NPCs sondern mit Spielern, die in jeder Hinsicht die gleichen Rechte und Pflichten wie du haben (ihre Charaktere vielleicht nicht, aber IMMER die Spieler).

Jeder Spieler ist gleichberechtigt, egal ob es sein Charakter ist.

Ein Beispiel dafür wäre, dass man einem unterwürfigen Diener auch etwas zu tun gibt statt ihn in der Gegend herumstehen zu lassen, weil das der Adelige einfach macht. Das bringt dem Spieler hinter diesem Butler keine Unterhaltung und liefert nicht die Highlights, die so ein Konzept ausmachen. Willst du, dass jemand vor deinem Charakter katzbuckelt musst du 1.) die richtigen Personen erwischen und 2.) dir dieses "Feature" verdienen. Natürlich gibt es Querschläger etc., aber die schiebe ich gedanklich jetzt einfach mal aus dieser Argumentation. Mir es geht es darum, dass es in der Verantwortung jedes Spielers liegt wie sein Charakter aufgenommen wird. Ein Adeliger kann in einem MMORPG nicht erwarten, dass ihm Respekt gezollt wird, da es immer Menschen gibt, die dabei anderer Meinung sind.

Was man tun kann ist ein Angebot stellen. "Hallo ich spiele einen Adeligen und würde gerne von dir besser behandelt werden" =>> "Ich grüße dich, Bürger. Man nennt mich Graf Sigiswald von Lärchenplatz." Dann wird man sehen, wie dieser Spieler reagiert. Entweder er ihrzt dich und zollt dir Respekt oder er tut es nicht.

Mir ist es auch schon passiert (und zwar oft) dass mich anfangs jemand dutzt oder ganz alltäglich behandelt und im Laufe des RPs dann auf "Euch" und "Herr" gewechselt hat, als er sich davon überzeugen konnte, dass mir das Konzept ernst ist. Rollenspiel ist in dieser Hinsicht dynamisch und man muss jedem auch die Chance geben, warm werden zu können.

Und was ich noch sagen muss: Meine Erlebnisse liefen auch oft darauf hinaus, dass von der Mehrheit der Leute mein Konzept angenommen wurde und es nur einige wenige gegeben hat, die mir hineingespuckt haben. Nur vergisst man oft die positiven Dinge und es bleibt einem nur das Ärgernis im Kopf, das einen drei Tage und Nächte genervt hat.

Aber beispielweise einen arroganten Adeligen zu spielen, der jeden Bürger mit dem Fuß tritt (weil das in unserer Geschichte so vorgekommen ist) funktioniert in einem demokratischen System wie Online-Rollenspiel NICHT. Man muss einfach ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen und kann nicht wie die Axt im Walde seine Mitspieler überfahren nach dem Motto "Aber im Mittelalter und der Neuzeit war das auch so!" Soetwas lässt sich sehr selten konfliktlos ausspielen und ist einfach für Tischrunden-RP wie Pen and Paper, bei dem man den anderen wirklich kennt besser aufgehoben.


Zusammenfassend:
  • Online-Rollenspiel hat Einschränkungen und wenn man diese nicht akzeptiert, läuft man von einem Streit in den nächsten.
  • Jeder Spieler ist mit Respekt zu behandeln, sein Charakter je nach Konzept nicht unbedingt. (es sind zwei verschiedene Personen)

"A recent report stated that 30% of the average playerbase
in a MMORPG buy gold and up to 20% are using bots."

Bund der Triskele
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82

Samstag, 8. März 2014, 17:20

Äh nein... einfach nein. Diese Aussage macht für mich nicht den geringsten Sinn. Das ich mir im Gedächtnis behalte, dass Umstand A und Umstand B in mehreren Fällen zu Umstand C geführt haben, hat überhaupt keine direkte Verbindung dahingehend, dass ich damit ständig diese Umstände "durchlebe". Es bedeutet einfach nur, dass ich meine Erfahrungswerte nicht ignoriere.

Da scheiden sich die Geister. Wenn jemand bei jeder neuen Situation ständig immer nur an Umstand A und B denkt der zu Umstand C führte, sieht er für micht nicht das Neue sondern ständig nur das Alte. Kurz um lebt er seine Geschichte oder meinetwegen auch seine "Erfahrungswerte" aber nicht das "Hier und Jetzt". Ab und an Situationen, Umstände oder auch sich selbst neu zu bewerten ist meist weit nutzvoller als dass es schadet. Aber jeder darf auf der Schiene fahren auf der er will und wenn der eine ständig von A, nach B zu C fährt und der andere auch mal von E nach M zu X, oder noch wo anders, dann ist das eben so.

Was Du im Grunde also vorschlägst ist "selektives Rollenspiel". Also wenn jemand Wachmann Walter spielt und mich an einem Tag verhaftet wo ich gerade Bock drauf habe seine Autorität anzuerkennen, dann ist es in Ordnung, habe ich gerade keine Lust für meine Keilerei in die Zelle zu wandern, tu ich einfach so, als gäbe es ihn nicht. Nun... interessantes Konzept...
Jeder selektiert auf die eine oder andere Weise und sei es dass er mit Person X lieber spielt als mit Person Z. Was ich meinte und du so schön umformuliert hast, ist dass man sich die Spieler mit denen man spielt selber aussucht. Was du vorschlägst ist gerade inkonsequent zu sein wenn es einem passt. Aber wenn man merkt dass Wachmann Walter den eigenen Vorstellung entspricht, was Rollenspiel anbelangt (sei es IC Handlung oder OOC Absprache), während man Wachmann Theodor einfach nicht ernst nehemen kann, weil der ständig meint jeden Schurken mit Schlag eins entwaffnen zu können, dann ist das eben so. Kann natürlich sein dass gerade das selbe gemeint war und du es nur in so einer krassen Form formuliert hast. Aber ich kenne kaum (oder keinen) Spieler der dauerhaft mit jedem Rollenspieler spielt egal wie anders und inkompatibel die Spielstile sind - z.B die schlechte Konsequenz/Inkonsequenz usw.

Ich denke ich weiß in etwa was Du sagen willst, aber trotzdem geht das Thema in die gleiche Richtung. Nach Deinen ja nun nicht unrealistischen Vorstellungen würde eine Rollenspieler-Wache aller Wahrscheinlichkeit dann am ehesten von einer breiten Masse akzeptiert wird, wenn sie die hier besprochenen Zweifel aufgreift, ernst nimmt und entsprechende Lösungen erarbeitet. Kurzum: Nichts gut sein lässt, sondern lernt aus den Erfahrungen der Anderen.
Mein urspünglicher Post wo du darauf geantwortet hast galt auch nicht allein dir. Der Unterschied - und das was mich störte - ist der Punkt des "seine Meinung sagen" manchmal - wie hier - ausartet in "darauf rumtrampeln"/"darauf herumkauen". Man kann sich durch Postings eine Meinung machen, wenn die Meinungen aber ausgetauscht wurden und im Grunde alles schon gesagt wurde, solle man schauen dass man den Laierkasten nicht ständig wieder weiterkurbeln lässt und erst mal sieht wie es sich entwickelt. Danach kann man immernoch wieder "das sieht aus als würde das eventuellw ieder so und so werden" Meinung einfließen lassen - wobei ich das eh verfrüht fände vor der Praxis. Derzeit wurde fast nur noch darauf herumgekaut was irgendwo in welcher Situation irgendwie mal irgendwann erlebt hatte und zum - in den meisten Postings - negativbild führte, neben den gegenseitigen Zerfleischungen. Und "das" ist es was ich für weniger Produktiv halte und nicht dass man "mal" seine Meinung mit Erfahrungswert sagt, die zur Verbesserung des Ganzen führen könnte.

/signed Vrall
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"Wenn die Winde des Wandels wehen, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen."
-Chinesisches Sprichwort

Daglafor

Denker

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83

Samstag, 8. März 2014, 17:40

Okay, lassen wir das Ganze mal im Großen und Ganzen so stehen, zwei Dinge finde ich da aber noch ergänzenswert.


Zum einen: Eine Befürchtung die Einrichtung einer von Rollenspielern gestalteten "Stadtwache" könnte aufgrund aufgezählter Negativerfahrungen nicht zustande kommen halte ich für ebenso abwegig, wie dass es keine Schurkengruppen geben wird. Das wäre nur bei einer quasi inaktiven Rollenspielszene denkbar, behaupte ich mal. Ansonsten würde ich, wenn ich Geldnot hätte, jederzeit eine Wette darauf abschließen, dass eine solche Gemeinschaft so oder so inszeniert werden wird. Denn ich kenne kein von Rollenspielern frequentiertes MMORPG, wo dass nicht der Fall gewesen wäre.


Zum anderen: Das ständige Wiederholen von vergleichbaren Erfahrungswerten mag beim lesen ermüdend sein und einem unproduktiv erscheinen, jedoch lassen sich daran Tendenzen ablesen. Anders gesagt, wenn bei einem Thema drei Leute "juhu" sagen und 23 "Och nööö" (oder umgekehrt), dann ist auch das eine Information für sich, auch wenn es für wenig spannenden Lesestoff sorgt :).





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Deikan (08.03.2014)

84

Samstag, 8. März 2014, 19:23

Hmm hmm... ja es mag dennoch eine geben, das kommt auf die Leute an. Zudem, weil man für die Stadtwache - wie ja mehr als genug erwähnt - ein dickes Fell braucht wegen den OOC Konflikten, wären Leute die von dem Thread abgeschreckt vermutlich sowieso nicht sonderlich prädestiniert für die Leitung solcher Gilde. Natürlich zeichnet sich mit mehr Stimmen auch ein grober Status der TESO-RP Community ab. "Allerdings" gibt es meist viele die schlicht nichts schreiben, entweder, weil sie solche Threads schon in zich anderen MMORPGs hatten oder aber, weil sie eine Meinung haben die von der Allgemeinheit abweicht und sie nicht Seitenlang darüber gegen die vorherrschende Meinung diskutieren wollen.

Ich hab nur was dagegen wenn zuviel Negativstimmung gemacht wird für etwas was - wie du sagtest - vermutlich sowieso entsteht. Statt die Negativen Aspekte hervorzuheben wäre die ein oder andere positive Meinung auch mal wünschenswert - wie sie zumindest teils auch noch durch kam. Weil so wie der Thread hier aussieht, wäre ich ein totaler Neuling, würde ich denken dass der Großteil der TESO-RP Gemeinschaft hier etwas gegen Wachgilden hat ;) Das solche Gilden halt schwieriger aufzuziehen sind als eine kleine freie Söldnergemeinschaft irgendwo in der Pampa ist denke ich nun mehr als deutlich. Der Rest bleibt abzuwarten wie es sich entwickelt.
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Baldrian (08.03.2014), Ark Kajus (08.03.2014)