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Freitag, 3. November 2017, 14:45

Kurzbeschreibung

Assassine der dunklen Bruderschaft

Artikel






Spielerinfo



Spielername/Forenname: Alassia

Ingamename: Vir Nirari

Allianz: Ebenherz Pakt

Volk: Dunmer

Geschlecht: Weiblich



Charaktergeschichte


Vorwort: Eigentlich war ich mal dabei eine ausführliche Charaktergeschichte zu schreiben, aber aufgrund fehlender Muse und Zeit liegt dieses Projekt nun schon seit Monaten brach. Damit nicht all die Arbeit, die ich bereits in die Geschichte hineingesteckt habe, umsonst war, habe ich einen Teil der Geschichte genommen und sie etwas umgearbeitet, damit zumindest eine kleine Hintergrundgeschichte zu meinem Charakter entsteht.





Vir Nirari


Tief in den Schatten der dunklen
Seitenstraße verborgen kauerte die Gestalt und harrte regungslos aus ohne auch nur
den kleinsten Laut von sich zu geben der sie hätte verraten können. Niemand würde
sie dort entdecken wenn er nicht genau wusste, dass er dort nach ihr zu suchen
hatte. Nahezu perfekt verschmolz ihre schwarze Kleidung mit der Nacht und nicht
einmal das Mondlicht vermochte seinen Schein auf sie zu werfen um ein
verräterisches Funkeln auf das schwarze Leder zu zaubern das ihren Körper wie
eine zweite Haut einhüllte. Ihre Kapuze hatte sie tief ins Gesicht gezogen und
das schwarze Tuch vor den Mund gelegt, so dass nun, nicht mehr als nur ein
schmaler Schlitz übrig blieb und so den einzigen Blick auf ihr Gesicht freigab.
Doch selbst ihre Haut war Aschschwarz, als versuche sie sich der Nacht um sie
herum anzupassen und demütig ihre Gestalt anzunehmen. Einzig ihre Augen stachen
unter der Kapuze hervor. Blutrot blickten sie aus der Finsternis und
beobachteten das Geschehen auf dem Marktplatz. Wachsam folgten sie jedem
Schritt, jeder Bewegung, wogen die Möglichkeiten ab und lauerten auf
Gelegenheiten.



Sie kannte die junge Frau nicht, die
mit ihrem Korb voller Blumen auf dem Platz umherging um sie interessierten
Besuchern für ein paar Münzen anzubieten. Viele der Männer dort drehten sich
nach ihr um und warfen ihr anzügliche Blicke zu, Blicke, die ihre tiefsten
Wünsche und Sehnsüchte nicht zu verheimlichen vermochten. Das Blumenmädchen war
hübsch, das musste auch die finstere Gestalt in der Seitengasse neidlos
eingestehen und vielleicht war dies auch der Anlass warum sie heute Nacht sterben
musste. Vielleicht hatte die junge Frau eine neidische Konkurrentin, jemanden,
der ihre Schönheit ein so tiefer Dorn im Auge war, dass sie sie vernichtet sehen
wollte. Die Gestalt im Schatten wusste es nicht und es interessierte sie auch
nicht sonderlich viel. Nur eines war für sie wichtig, jemand wünschte sich
ihren Tod so sehr, dass er bereit war dafür eines der dunkelsten Rituale durchzuführen
- Das schwarze Sakrament.



Das Treiben auf dem Markplatz ließ
langsam nach und ein Händler nach dem anderen verschloss seinen Stand und
bereitete sich darauf vor nach Hause zu gehen, einige von ihnen mit Sicherheit
auch zu Frau und Kind. Hatte das Blumenmädchen vielleicht auch eine Familie? War
jemand hier in dieser Stadt der sehnsüchtig darauf wartete, dass sie heimkehren
würde? Wenn dem so war, dann würde Derjenige heute umsonst auf ihre Rückkehr
warten. Das Blumenmädchen war dem Tod geweiht, unsichtbar gezeichnet mit dem
Mal der schwarzen Hand und nichts und niemand würde daran etwas ändern können.



Die roten Augen in der Gasse
verengten sich. Sie sahen wie auch das Blumenmädchen den Marktplatz verließ und
nun genau auf eben jene dunkle Seitenstraße zuhielt in der sich die finstere
Gestalt versteckte. Lautlos streckte der Schatten die Hand aus und die roten
Augen glänzten vor Ehrfurcht als der gezackte Dolch wie aus dem Nichts erschien
und sich ihr anbot, sich von ihrer Hand führen zu lassen. Niemals hatte die
heilige Klinge ihr die Gunst verwehrt und so kam sie auch dieses Mal um sich
von ihr leiten zu lassen. Immer war sie zur Stelle wenn sie gebraucht wurde,
als lechzte sie geradezu nach dem Blut ihrer Opfer.




Wie eine Schlange, die sich im tiefen
Gras versteckt hielt und zusammengerollt darauf wartete der unachtsamen Beute
ihre Giftzähne ins Fleisch zu stoßen, spannte auch die Gestalt nun all ihre
Muskeln und Sehnen für ihren Angriff. Sie war eine perfekte Jägerin, ein
Werkzeug des Todes und sie würde jene nicht enttäuschen die ihr Vertrauen in
sie setzten, ihre einzige und wahre Familie.



Das Blumenmädchen ging an ihr vorbei ohne den
tödlichen Schatten zu bemerken der dort neben ihr lauerte und sie erwartete.
Mit einem schnellen Satz, wie ein Pfeil von einem Bogen abgeschossen, sprang
die Gestalt hervor. Ihre linke Hand legte sich blitzschnell über den Mund des
Mädchens und erstickte ihren Schrei noch ehe er sich über der Gasse erheben
konnte. Mit der rechten Hand führte sie den Dolch und stieß ihn mit
erschreckender Präzision in den Rücken des Mädchens, zwischen ihre Rippen
hindurch mitten in das Herz der jungen Frau. Die dunkle Gestalt spürte wie das
Leben aus dem zierlichen Körper glitt und schloss für einen kurzen Moment die
Augen. Viele Male zuvor hatte sie diesen süßen Moment schon genossen und
auskosten dürfen. Viele Male hatte sie den magischen Augenblick des Todes
miterlebt wenn die Seele des Opfers hinüber in die Leere glitt und so sind all
die Leben die sie genommen hatte, irgendwie auch zu einem Teil ihres eigenen Lebens geworden. Sie
hegte keinen Groll gegen dieses Mädchen, sie kannte sie nicht einmal, so wie
sie auch all die vielen anderen vor ihr nicht kannte deren Leben sie genommen
hatte und doch war es jedes Mal etwas Besonderes ein Leben auszulöschen und die
Seele des Verstorbenen der Leere zu übergeben, dort wo der Schreckensvater sie
bereits erwartete.



Kraftlos und allen Lebens beraubt sank
das Blumenmädchen nieder auf die Straße. Ihr Blut ergoss sich über die
Pflastersteine und ihr Gesicht war zu einer grässlichen Fratze verzogen,
eingefroren im Augenblick ihres Todes. Wer ihre Leiche umdrehen würde, der
würde die schreckliche Wunde in ihrem Rücken erblicken und er würde sofort wissen,
dass dies das Werk einer dunklen Schwester war, einer Assassine der dunklen
Bruderschaft. Furcht und Entsetzen würde sich über die Stadt legen, deren
Frieden heute Nacht bis ins Mark erschüttert wurde und man würde sich fragen
was das Mädchen getan hatte um einen solch entsetzlichen Zorn zu entfesseln. Es
würde Zeit brauchen, bis diese Stadt wieder zu seiner Normalität zurückkehren
konnte. Die Angst vor der Bruderschaft würde die Einwohner noch lange Zeit fest
in ihren kalten Klauen halten, ein Umstand, den die Bruderschaft sehr begrüßte.



Kurz blickte die Gestalt sich um und
vergewisserte sich, dass niemand sie bei ihrer Arbeit beobachtet hatte. In
ihrer Hand hielt sie noch immer den Dolch, doch machte sie sich nicht die Mühe
die Klinge von dem verräterischen Blut zu befreien, denn wie ein Schwamm schien
das Mordwerkzeug es in sich aufzusaugen bis kein einziger Tropfen mehr übrig blieb
und schließlich verschwand die Klinge selbst, kehrte zurück in das Nichts aus
der sie gekommen war. Gespenstische Stille erfüllte die Gasse, niemand hatte
von dem Mord Notiz genommen. Die Gestalt wich zurück in den Schatten aus der
sie gekommen war. Ihre Arbeit war vollendet.





„Ist es vollbracht, Assassine?“, wollte Astara wissen ohne von
ihrem Schreibtisch aufzublicken. Vir
nickte und antwortete ihr: „Eine weitere Seele hat ihren Weg in die Leere
gefunden.“ Astara verzog keine Miene. Die Matrone schien versunken in die Karte
die vor ihr ausgebreitet lag und auf der die Umrisse eines Gebietes
abgezeichnet waren das Vir nur allzu bekannt war. Fast schien es ihr, als wäre
es ein ganzes Leben her seit sie ihre Heimat verlassen hatte und irgendwie war
es auch genau das. Das junge Mädchen von einst, das sich durch die Straßen
Kragenmoors schlug und dabei ganz auf sich allein gestellt war, hatte nicht mehr
all zu viel mit der Dunkelelfin gemeinsam die sie heute war. Dieses Mädchen,
ohne Familie und ohne Freunde, war ein Nichts – ein Niemand.


Vir konnte sich nicht daran erinnern jemals eine Familie
gehabt zu haben bevor sie an die Goldküste kam, oder es war einfach so, dass
sie sich nicht erinnern wollte, aber sie erinnerte sich noch ganz genau an
jenen schicksalshaften Tag der ihr Leben für immer veränderte. Nein, er
veränderte es nicht nur, sondern begrub das alte unter sich und gebar ein
neues.


Für einen Moment glaubte sie wieder den Hunger zu spüren der
sie damals plagte und sie dazu verleitete etwas so derart Törichtes zu tun,
dass es sie beinahe das Leben kostete. Sie erinnerte sich an den Zorn in den
Augen des Mannes den sie kurz zuvor beklaut hatte und dabei so dumm gewesen war
sich erwischen zu lassen. In einer der dunklen Gassen, die sie ihr einziges
Zuhause nannte, bekam er sie schließlich zu packen. Gewaltige Hände stemmten
sie hoch und drückten sie mit dem Rücken an die kalte Wand.


Angst um ihr Leben – Das war es was sie fühlte, als der Mann
ihr langsam die Kehle zudrückte und ihre Lungen begannen zu schmerzen ohne
Linderung durch einen erlösenden Atemzug zu erfahren. Vergeblich versuchte sie
sich aus seinem Griff zu befreien, schlug wild um sich, doch der Unterarm des
Mannes drückte unerbittlich immer fester zu und in dem Moment, in dem sie
glaubte ihrem Ende nicht mehr entrinnen zu können, ertastete ihre Hand etwas
festes.


Noch heute, nach so vielen Jahren, ist dieser kurze Augenblick
Vir in Erinnerung geblieben. Es war der Leichtsinn dieses Mannes sein Messer
vorne am Gürtel zu tragen, dort, wo sie es erreichen konnte und was letztlich
zu seinem Verhängnis wurde. Die folgenden Momente geschahen wie in Trance.
Vielleicht war es der Umstand, dass ihr die Luft ausging, vielleicht war es auch
nur der reine Überlebensinstinkt, aber sie die folgenden Sekunden kamen ihr vor
wie eine Ewigkeit. Sie riss das Messer aus dem Gürtel und stach es mit aller
Kraft seitlich in den Hals des Mannes.


Entsetzen, Ungläubigkeit – Die Wut in den Augen des Mannes
wurden genau dadurch ersetzt, doch noch immer drückte er erbarmungslos zu.
Wieder und wieder stach Vir zu und das Blut spritze ihr entgegen. Sie spürte es
warm auf ihrer Haut – auf ihrem Gesicht und endlich ließ der Druck an ihrer
Kehle nach. Hustend rang sie nach Luft. Der Mann war zusammengebrochen und sein
Blut ergoss sich über das Pflaster, vermischte sich mit dem Regenwasser und dem
Unrat der Straße.


Langsam erholte sich die Dunmer und kam zitternd wieder auf
die Beine. Sie sah die Augen des Mannes, die nun nichtmehr voller Wut waren,
sondern stumpf und leer ins Nichts blickten. Alles Leben war aus ihnen
erloschen und erst da wurde ihr bewusst, was geschehen war. Sie hatte diesen
Mann getötet.


Ihre Knie wurden weich und sie suchte Halt an der Mauer,
lehnte sich gegen sie und starrte auf den leblosen Körper vor sich. Kraftlos
öffneten sich ihre Finger und ließen das Messer klirrend zu Boden fallen. Sie
erschrak. In ihrem Kopf tobte ein Sturm und alles was sie wollte, war
wegzulaufen, weit fort von diesem Ort.


Sie tastete sich an der Mauer entlang den Blick noch immer
auf den toten Körper gerichtet und sie hoffte und betete, dass sie niemand
beobachtet hatte. Etwas packte sie – Nein, nicht irgendwas – Irgendjemand. Eine
Hand legte sich über ihren Mund, doch auch ohne sie hätte Vir keinen Schrei
ausstoßen können. Eisig kalt füllte der Schrecken noch immer ihren Körper aus
und hielt sie gelähmt.


„Wähle das Leben, oder
wähle den Tod!“,
hörte sie die
Stimme hinter sich flüstern. Eine leichte Entscheidung, sollte man glauben,
aber so war es nicht. Die Entscheidung die sie damals traf beendete ihr Leben
und erschuf gleichzeitig ein Neues. Sie hatte die Wahl und hatte doch zugleich
keine. Wäre sie dort in Kragenmoor geblieben, wäre sie als Mörderin verurteilt
worden und so folgte sie dem Flüstern in der Nacht, dass sie fortführte und an
die Goldküste brachte. Niemals hatte sie diese Entscheidung bereut.


Astara hob den Kopf und blickte Vir nun direkt an. Das
flackernde Licht der Kerze auf dem Tisch erhellte nur zur Hälfte das Gesicht
der Matrone und gab so den Blick auf ihre Narben frei. Sie war zufrieden mit
der Arbeit der Assassine und doch war nun nicht die Zeit, der Dunkelelfin Erholung
zu gönnen. Ein weiterer Kontrakt wartete bereits auf sie, ein Kontrakt, der Vir
an den Ort ihrer Vergangenheit bringen würde.


Der Tag an dem das junge Dunmermädchen hier in die Freistatt
kam, war noch gut in ihrer Erinnerung. Scheu und von Angst getrieben kam sie
zur Bruderschaft, doch schon damals war ihr anzusehen, dass in ihr etwas
brodelte – Etwas, das nur darauf wartete endlich entfesselt zu werden.


„Die Mutter der Nacht wird hocherfreut sein.“, erwiderte Astara
und musterte die Dunkelelfin für einen Moment ehe sie weitersprach: „Dennoch
erwartet sie bereits erneut Eure Dienste dunkle Schwester.“


Vir’s Augen zuckten nicht einen Augenblick. Ruhig und ohne
eine Regung zu zeigen hörte sie der Matrone weiter zu. „Euer neuer Kontrakt
wird Euch zurück in Eure alte Heimat führen, nach Kragenmoor.“, Astara machte
eine kurze Pause, wartete auf ein Anzeichen irgendeiner Gefühlsregung der
Dunkelelfin, doch noch immer schien Vir gefasst. „Die Bitte an die Mutter der
Nacht ist der Tod eines dort ansässigen Geschäftsmannes und ihr seid dazu
auserwählt diesen Kontrakt zu erfüllen. Erfüllt unseren Schreckensvater mit Stolz.“


Nun endlich zeigte sich erste Regung im Gesicht der
Dunkelelfin. Ein feines Lächeln zeichnete sich auf Vir‘s Lippen als sie Astara
antwortete: „Ich werde sie nicht enttäuschen.“ Kurz neigte sie noch knapp den
Kopf in einer Art leichter Demutsbekundung und machte dann auf dem Absatz kehrt
um das Arbeitszimmer der Matrone wieder zu verlassen, doch stoppte sie noch
einmal als sie Astaras Stimme erneut vernahm. „Geht zu Elam, er wird Euch alle
Einzelheiten zu Eurem Kontrakt mitteilen.“


Astara schaute zu, wie die Dunkelelfin ihren Raum wieder
verließ. Dieses junge Mädchen, das vor so vielen Jahren auf ihrer Flucht hier
zu ihnen in die Freistatt kam und das so scheu und ängstlich wirkte, war nicht
mehr. Diese Dunkelelfin die nun ihren Raum verließ war das, was erwachte als
das Leben des Mädchens endete und Astara hegte keinen Zweifel daran, dass Vir
ihren Auftrag ohne Schwierigkeiten zu Ende bringen würde.





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