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Dienstag, 8. August 2017, 10:03

Kurzbeschreibung

Marbruk – Segen oder Kriegserklärung?

Artikel

Zitat

Marbruk – Segen oder Kriegserklärung?
Lehrmeisterin Unia Herbstweide

0. Vorwort

Nun, denn, beginnen wir.

Wobei: Es sollte vorweg geschickt sein, dass ich dem Thema durchaus zwiegespalten gegenüberstehe. Auch wenn ich als Lehrmeisterin für bosmerische Belange in diesem Kolleg bin, so bin ich doch eine Außenlebende. Das sollte berücksichtigt werden, denn es beeinflusst den Lauf der Geschichte. Als Außenlebende verstehen sich und werden von Innenlebenden betitelt solche Bosmer, die nicht in Valenwald zu Hause sind oder dort nicht aufwuchsen. Nicht alle Bosmer, vereinzelt sogar Weber können mit Außenlebenden umgehen. „Man darf niemanden zur Jagd schicken, der die Jagd nicht gelernt hat.“, sagte mal jemand zu mir. Ich hingegen sehe es anders und vertrete hiermit offiziell eine andere Meinung, nämlich die, dass ich als Außenlebende – immerhin der Ohren nach Bosmer – in der Lage bin, Sachverhalte aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Meine Perspektive mag nicht immer korrekt sein, wenn es nach Maßstäben der Weber oder Baumthanen geht, doch sie zwingt mich zur Sachlichkeit, zu weniger Emotion. Zur Mäßigung. Und genau auf diese Art und Weise werde ich nun meinen Vortrag halten:

Der Titel lautet: Marbruk – Segen oder Kriegserklärung?


I. Geschichte

Marbruk ist eine Stadt tief im Valenwald gelegen, im Osten Grünschattens, westlich von Eldenwurz. Es verbindet also das wilde Innere Valenwalds mit Grahtwald. Als in der ersten Ära, nach der Sklavenrebellion unter Alessia in Cyrodiil, ein Ayleiden-Klan nach Grünschatten kam, ließ er sich dort nieder, wo später Marbruk entstand. Wie alle anderen ayleidischen Klans im Valenwald auch, wurde auch dieser vermutlich in die einheimische bosmerische Kultur integriert, sodass seine Niederlassung in Ruinen zerfiel. Der Name des Klans und seiner Stadt wurden vom Wald verschlungen, Reste finden sich nur unter der Erde. Das Land, auf dem Marbruk letztlich entstand, gehörte zuvor dem bosmerischen Driladan-Klan, der diese Gegend besiedelt. Als vor einigen Jahren Valenwald in das Aldmeri-Dominion inkorporiert wurde, entstand schließlich Marbruk in seiner heutigen Form als Bollwerk gegen den Ebenherz-Pakt in Grünschatten. Die größte Herausforderung beim Bau von Marbruk war es, den benötigten Stein in den Valenwald zu bekommen. Bosmer nutzen nur sehr wenig Stein, und es gibt zwar ein paar wenige Steinbrüche, diese sind aber in aller Regel von Wald überwachsen. Steine von der Qualität, wie sie die Altmer forderten, waren dort nicht zu bekommen. Darüber hinaus befahl Königin Ayrenn ausdrücklich, Valenwald so wenig wie möglich zu verletzen. Die Altmer verzichteten deshalb auf die Steinbrüche im Valenwald und besorgten sich die Steine auswärts.


II. Wirkung

Erstaunlicherweise war der Widerstand gegen die Errichtung der neuen Stadt viel größer unter den Bosmern, die in größeren Niederlassungen wie Eldenwurz oder außerhalb Valenwalds leben. Diejenigen Bosmer aus Grünschatten, die der Bau direkt betrifft, schienen jedoch oftmals eher fasziniert zu sein von den steinernen Bauwerken, die rings um sie herum entstanden. Ein altmerischer Baumeister in der Stadt hat dazu eine Hypothese aufgestellt, die da lautet: „Weil die „zivilisierteren“ Bosmer (er meint die Außenlebenden) eine große Scham in sich tragen, da sie gegen die Lebensweise ihres Volkes verstoßen, fühlen sie sich geradezu verpflichtet, sich jeder Art der Verletzung der bosmerischen Lebensweise zu widersetzen.“ Diese Hypothese ist, mit Verlaub, Unsinn. Doch taucht das Topos der „zivilisierteren Bosmer“ durchaus häufiger auf, auch in Klagen der Bosmer gegen die Altmer: Haben sie Marbruk nur errichtet, um die Bosmer durch ihre Präsenz zu „zivilisieren“, um Traditionen wie das Rauchen getrockneter Insekten, das Laufen ohne Schuhe oder den Ritus des Diebstahls auszulöschen? Und all das unter der Aufsicht von einer ganzen Menge an Thalmor-Agenten in der Stadt, die für die Durchsetzung der neuen, der altmerischen Gesetze zuständig sind? Marbruk also ist ein Monument altmerischer Architektur geworden, platziert auf den Ruinen, die ein Ayleiden-Klan hinterlassen hat. Abseits der militärischen Bedeutung, die Marbruk im Kampf gegen den Ebenherz-Pakt einnimmt, ist es auch zu einem Symbol dafür geworden, was das Aldmeri-Dominion bedeutet und wie geschlossen es über die Gesichter seiner in ihm vereinten Völker ist. So befindet sich zum Beispiel in Marbruk eine große Niederlassung der Magiergilde, die sich zu einem Verwahrungsort einiger unbezahlbarer Schätze des Dominions entwickelt hat. Purpurner Nirnwurz wird dort aufbewahrt! Ebenso die Krone von Nenalata, und auch der Stab des Magnus, der selbst einfachen Leuten durch die Geschehnisse rund um die königliche Familie, die neulich die Runde machten, bekannt worden sein dürfte. Zum Glück gelang es dem Dominion, die Stadt gegen dieses Ungemach zu verteidigen. Den Driladan-Klan jedoch zwang es, weiter nach Süden zu ziehen.


III. Segen oder Kriegserklärung?

*nimmt nun ein Buch zur Hand und zeigt den Zuhörern den Titel: Der Grüne Pakt und das Dominion* Es stellt sich also bei alldem die Frage: Wie sollten Bosmer, die an den Grünen Pakt glauben, die ihn befolgen und die ihn bewahren wollen, mit der neuen Situation in Marbruk umgehen? *blättert* In der Tat wurden in der Vergangenheit Schlachten für weit weniger Einflussnahme auf den Wald geschlagen. Was also ist dieses Mal, ist im Falle Marbruks anders? In unruhigen Zeiten wie diesen, in denen die Altmer sich ihrer Königin, dem Recht und meinetwegen dem Thalmor zuwenden, hören wir Bosmer auf die Worte dieser unserer Führer. Sie zeigen uns durch ihr Verhalten einen Weg, dem wir folgen können.

Baumthanen. Geschichtenwebern.

Im Kern sagen sie: „Heißt diese Alliierten willkommen. Sucht keinen Streit mit ihnen. Meinetwegen stehlt nicht von ihnen. Aber seid nicht scheu, für euch, für euren Glauben, für eure Leben, für eure Interessen einzustehen.“ Die in diesem Buch erwähnte Baumthane Fariel aus Waldheim, einem Ort ebenfalls in Grünschatten, hat es auf die bosmerische Art und Weise auf den Punkt gebracht: "Die Grüne Dame und der Silvenar sprechen für die Bosmer und den Grünen Pakt. Und sie haben einen mächtigen Fürsprecher im Thalmor." Oder, um es anders auszudrücken: „Die Nord sind schlimmer als die Altmer.“ Altmer kennen es vielleicht unter dem Sprichwort: „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“


IV. Diskussion

Bei meiner Recherchereise nach Marbruk war es mir gelungen, einige kurze Gespräche mit Einheimischen zu führen. Eine Altmer sagte mir das Folgende: „Marbruk ist von einem Wald aus Schmutz und Krankheit umgeben. Diese Stadt ist eine Beleidigung für unsere Vorfahren.“ – sagte die Altmer! Da nun die „offizielle“ Sichtweise der Problematik um Marbruk herum Kund getan ist, interessiert mich die Meinung meiner Zuhörer. *klappt das Buch zu*

Um den Vortrag also abzurunden, zitiere ich noch einmal das Thema: "Marbruk -- Segen oder Kriegserklärung?" und schließe mit: "Marbruk ist ein Segen, für die Bosmer allemal, und für die Altmer wohl ein anderer."

Lexikon 4.1.5, entwickelt von www.viecode.com