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Narmaeril

Geweihter

  • »Narmaeril« ist weiblich

Gilde: Amaraldane, Rollenspielgilde

Allianz: Aldmeri-Dominion

Einträge im Lexikon: 10

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Sonntag, 7. Mai 2017, 13:44

Kurzbeschreibung

Vortrag von Maga Narmaeril Nimrassar in der Magiergilde von Vulkhelwacht am 3.Abendstern 2Ä 583

Artikel

Die Ayleiden
~ Teil II ~
Untergang einer Hochkultur


Sehr geehrtes Kollegium, werte Zuhörerschaft.

Heute Abend werde ich den zweiten Teil zum Thema "Die Ayleiden" erläutern. Wer den ersten Teil verpasst hat, kann die Niederschrift gerne in der Bibliothek bei Magistra Curinure ausleihen. Ich widme mich heute wieder voll und ganz der Kultur der Ayleiden, die auch die Herzland-Elfen genannt werden. In diesem Teil des Vortrags konzentriere ich mich allerdings auf das Ende ihrer Herrschaftszeit über Cyrodiil...

Die Blütezeit der Ayleiden kann man ungefähr auf das Ende der Merethischen Ära und den Beginn der ersten Ära eingrenzen... und war damit vor etwa 3500 Jahren.
Wie bereits im ersten Teil angedeutet, wurden in den ayleidischen Städten jener Zeit sowohl Aedra als auch Daedra als Schutzgottheiten verehrt. Eine jede Stadt hatte so einen speziellen Patron. Aufgrund der offensichtlich unterschiedlichen Sichtweisen kam es zu Beginn und Mitte der ersten Ära immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den ayleidischen Städten.

Ein solcher legendärer Krieg bestand zum Beispiel zwischen den Städten Delodiil und Abagarlas. In Delodiil wurden die guten Aedra, vor allem Meridia - oder Merid-Nunda, wie die Ayleiden diese nannten - verehrt. In Abagarlas herrschte hingegen unter der Führung des Königs Anumaril die Tyrannei von Molag Bal. Sklavenopferungen waren hier vermutlich durchaus an der Tagesordnung. Man kann also nicht verallgemeinern, dass alle Ayleiden den dunklen Wesenheiten angehörten. Im Gegenteil war das ayleidische Volk tief entzweit, was es einem ayleidischen Hochkönig sichtlich schwer machte, das Reich vereint zu halten.

Der mächtigste König der Ayleiden zu jener Zeit war Umaril der Ungefiederte. Sein Machtsitz war der Weißgoldturm im Zentrum von Cyrodiil. Man sagt Umaril nach, dass er ein Anhänger Meridias war und ein mächtiger Zauberer. Die Menschen würden ihn sogar sehr negativ als Hexenkönig bezeichnen oder gar beschimpfen. In meinen Augen entspricht diese Darstellung nicht ganz den Tatsachen und mag durch spätere Ereignisse geprägt worden sein.

Neben den internen Streitigkeiten machten sich aber auch Konflikte zwischen den Völkern spürbar: Die Sklaven, eine inzwischen große Schicht der Bevölkerung, waren von dieser Unterdrückung an den Rand des Ertragbaren gedrängt. Manche Gelehrte behaupten sogar, dass die Sklaven zum Ende der 1.Ära hin ihren Meistern, den Ayleiden, zahlenmäßig weit überlegen waren. Der größte Teil der Sklaven bestand aus Menschen, Nachfahren der nedischen Stämme. Es gibt auch Hinweise, dass Tiervölker, wie Argonier und Khajiit, zu dieser Ära von den Ayleiden als Sklaven gehalten wurden.

All diese Konflikte führten die Hochkultur der Ayleiden über den Lauf der Jahrhunderte an den Rand des Untergangs.
Zu Beginn des 3. Jahrhunderts der 1.Ära wurde eine menschliche Frau, genauer gesagt mit Nedischem Blut, geboren, welche die Rebellion gegen die Ayleiden anführte. Alessia... Alessia war nicht ihr eigentlicher Geburtsname, sondern eine Form eines Titels, den ihr ihre Anhänger gaben: von Al-Esh abgeleitet, was soviel wie "Hohe Hoheit" bedeutet. Alessia war selbst eine Sklavin der Ayleiden und lebte in der Ayleiden-Siedling "Sardavar Leed" südlich vom Rumare-See in Cyrodiil. Sie galt als sehr gläubig und betete zu Akatosh um aus der Sklaverei befreit zu werden. Die Aedra gewährten Alessia drei Visionen in Sancre Tor, wo Alessia ihre heilige Stadt erbaute und begann die Ayleiden zu bekämpfen.

Einer der legendären Gefährten von Alessia war der Kreuzritter Pelinal Weißplanke. Unter den Menschen trägt jener auch den Titel "Der Göttliche". Ein Titel, der seltsam anmutet, wenn man bedenkt, wieviel ayleidisches Blut an der Klinge dieses Mannes klebt... Um Pelinal ranken sich viele Legenden und Mythen, die für sich eine ganze Stunde beanspruchen würden. Eine weitere wichtige Figur im Leben der Heiligen Alessia war der Halbgott Morihaus, ein Ada. Zusammen formierten diese drei Personen eine Armee an Sklaven, Aufständischen und Rebellen.

Als im Jahre 242 der ersten Ära zwischen den ayleidischen Städten und einzelnen Königreichen ein Bürgerkrieg ausbrauch, ergriff Alessia die Gunst der Stunde - und es begann der große Sklavenaufstand.
Die Menschen des Aufstandes erhielten dabei auch Hilfe von Seiten der Ayleiden, gerade jenen, welche den Aedra als Schutzpatronen folgten. Auch die Menschen aus Himmelsrand kamen ihren Blutsverwandten in Cyrodiil zu Hilfe und schlossen sich Alessias Befreiungsarmee an.
Andere ayleidische Fürsten verfolgten ihre eigenen, egoistischen Ziele um ihren Feinden mit Hilfe der Sklaven in den Rücken zu fallen. Jene Parteien unter den Ayleiden erhofften sich wohl am Ende des Bürgerkrieges einen Ausgang zu Gunsten des Volks der Ayleiden - oder zumindest einen Kompromiss. Doch es sollte anders kommen als geplant...

In nur einem einzigen Jahr eroberte die "Sklavenkönigin" Alessia den größten Teil Cyrodiils und erreichte letztlich die Kaiserstadt. Im Jahre 243 fand das Ereignis statt, das seither als "Der Fall des Weißgoldturms" in die Geschichtsbücher einging. Dieser Augenblick gilt auch als der Beginn der späten ayleidischen Periode.
Alessia und ihre treuen Anhänger erreichten den Weißgoldturm. Dort forderte der Ayleiden-König, Umaril der Ungefiederte, den Helden Pelinal heraus. Umaril wird in einem legendären Zweikampf von Pelinal besiegt. Auch Pelinal stirbt bei diesem Kampf, wie man ausführlich im "Lied von Pelinal" nachlesen kann.

Das Zentrum der Macht der Ayleiden fiel in menschliche Hände. Von dort aus gründete Alessia das neue, alessianische Kaiserreich - auch bekannt als das Erste Cyrodiilische Kaiserreich. Der Weißgoldturm, welcher bis jetzt als ein Zentrum der Ahnenverehrung galt, wurde zum Kaiserlichen Palast umfunktioniert. Zu einem Statussymbol menschlicher Überlegenheit. Und ich mag mir kaum vorstellen, welche mystischen Geheimnisse um den Turm dabei verloren gingen.
Gerne erinnere ich nochmals daran, dass der Weißgoldturm neben dem Adamantturm der zweitälteste Turm Tamriels ist, von Elfen erbaut wurde und über 4700 Jahre alt ist, und damit eines der mystischen Machtzentren unserer Welt ist.

Dies bezeichnete auch das Ende der Vormachtstellung der Elfen auf Tamriel - zumindest im Herzland Cyrodiil. Das Ende der Macht der Ayleiden fällt etwa auf das Jahr 500 der 1.Ära, wo auch die späte ayleidische Periode endet.
Die alessianische Sklavenrebellion ging für das Volk der Ayleiden katastrophal aus. Die Bevölkerung der Ayleiden wurde vermutlich durch den Krieg auf 1/10 reduziert... Auch wenn die Schlachten auf beiden Seiten hohe Verluste forderten, so haben sich die Menschen aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit wohl schneller erholt.
Die überlebenden Ayleiden zogen sich von der Bildoberfläche in Cyrodiil zurück. Von den mächtigen Städten und kleinen Königreichen blieben nur kleine Siedlungen zurück.

Die neue Kaiserin, Alessia, gründete eine neue Religion, eine Fusion des menschlichen und aldmerischen Pantheons, wie wir es heute noch kennen: Die Acht Göttlichen. Außerdem rief sie ein Verbot der Verehrung aller daedrischen Prinzen aus. Kaiserin Alessia starb im Jahre 266 (1.Ä). Ihre Herrschaft dauerte 23 Jahre an.

Die ayleidischen Überlebenden, welche die Aedra anbeteten, wurden akzeptiert und jene Städte wurden in das neue alessianische Cyrodiil eingegliedert. Aber man kann sich vorstellen, dass die ehemaligen, von Ayleiden unterdrückten Sklaven, durchaus noch Hass und Missgunst gegen ihr ehemaligen Meister übrig hatten.
Der Frieden war daher trügerisch. Nach dem Tode von Kaiserin Alessia im Jahre 266, zog der Prophet Marukh ähnlich-denkende Menschen um sich zusammen und gründete den Alessianischen Orden. Dieser Orden gewann nach und nach immer mehr an Macht im neuen Kaiserreich.

Im Jahre 361 der 1.Ära übernahm schließlich der Alessianische Orden die Führung im Reich. Die Doktrin und die Anschauung des Ordens wurde von da an im ganzen Reich durchgesetzt und die Regeln des Ordens waren Gesetz. Den letzten Ayleiden wurde jeglicher Besitz und Titel im Reich aberkannt. Aufgrund der starken Übermacht des Ordens gab es kaum Widerstand von Seiten der Ayleiden. Im Gegensatz flohen viele von ihnen aus Cyrodiil.
Die letzten Ayleiden, welche in Cyrodiil verblieben, dienten als Mentoren und Tutoren für die neue menschliche Adelsschicht.

Eines der letzten, bekannten Königreiche der Ayleiden war Nenalata. Im Jahre 482 der 1.Ära fand in den Mooren von Glenumbria eine Schlacht gegen den Alessianischen Orden statt. Es wird beschrieben, wie die Ayleiden und ihr letzter König vernichtend geschlagen werden. Den Ort dieser historischen Schlacht kann man noch heute in Glenumbra besichtigen.

Die Berichte und Schriften aus diesen Jahren bezeugen, dass viele Ayleiden nach Valenwald oder Hochfels flohen oder auswanderten, wo sie sich der bereits bestehenden elfischen Bevölkerung anschlossen. Die Spur der Ayleiden verliert sich also in etwa im 4. und 5. Jahrhundert der 1.Ära. Aus dieser Zeit stammt auch ein weiterer Name für die Ayleiden: "Die Wildelfen". Dieser Name trifft auf die Ayleiden zu, welche sich in die Abgeschiedenheit der Wildnis und Natur und vor den Augen der Menschen zurückzogen.

Der Begriff wurde durch den Gelehrten Kier-Jo Chorvak geprägt. An dieser Stelle möchte ich jedoch meine Zweifel äußern, ob dieser Name wirklich zutreffend ist - oder nur ein Versuch der Menschen die Erinnerung an eine Hochkultur zu trüben.

Einer der letzten bekannten Ayleiden war der Weise Tjurhane Fyrre, der an der Universität von Gwilym in Cyrodiil lehrte und arbeitete. Er lebte von 1Ä 2790 bis 2Ä 227. Sein Werk "Die Natur der Ayleidischen Poesie" erschien im Jahre 2Ä 12. Leider existieren keine bekannten Abschriften mehr hiervon.
Es gibt Hinweise - oder nur Gerüchte - dass die Ayleiden möglicherweise bis zum heutigen Tage überlebt haben.

Ich möchte mich bei allen Anwesenden, Gästen und ehrenwerten Mitgliedern der Gilde für die Aufmerksamkeit bedanken. Falls nun Fragen bestehen, werde ich mich natürlich bemühen diese zu beantworten!

Lexikon 4.1.5, entwickelt von www.viecode.com