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Samstag, 18. März 2017, 13:19

Kurzbeschreibung

Inquisitor des Tribunals

Artikel

OOC: Zu viele Infos können auf der Metaebene schaden, also belasse ich es vorerst bei einem Geschichtchen. :D
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Drei Halbgötter. Drei Märtyrer. Drei Helden. Almalexia, Vivec und Sotha Sil. Die drei Säulen des Glaubens.

Heute galt es, in ihrem Namen Gerechtigkeit zu üben.


Inquisitor Ruthus Nerothil klappte den Folianten in seinen Händen zu und strich über dessen Rückseite. Das Emblem des Tribunals von
Morrowind zierte die Vorderseite des großen Buches und verlieh dem ohnehin protzig wirkenden Folianten den Eindruck hochoffiziellen Inhaltes. Der hochgewachsene Inquisitor erhob sich von seinem hölzernen Lehnstuhl hinter seinem Arbeitstisch und streckte die Glieder. Dabei wanderte sein Blick durch den Raum. Die Großen Häuser der Dunmer hielten viel von Prunk und Protz, Goldverzierungen und Kitsch. Sie versuchten sich gegenseitig mit ihrer Dekadenz und ihrem Reichtum zu überbieten. Solche weltlichen Angelegenheiten waren hier nicht von Belang. Der Raum war eher nutzbringend eingerichtet. Ein einfaches Holzbett in der Ecke, ein Schrank für Kleidung, eine Truhe für Ausrüstung. Das einzig auffällige Möbelstück war ein großes Bücherregal aus dunklem, glänzenden Holz, das eine ganze Wandseite einnahm. Es quoll über vor Büchern und Pergamentschriften, Inschriftentafeln und Dokumenten. Das ebenfalls zweckmäßige und vom dahinterliegenden Fenster sonnenüberflutete Schreibpult war übersäht von Erlassen, offiziell aussehenden Dokumenten und Notizen. Das einzige Objekt, welches einer Raumzierde am nächsten kam, war das große Banner über der Tür, mit dem Zeichen des Tribunals darauf. Der Inquisitor seufzte und nahm wieder an seinem Tisch platz. Er kramte eine Weile nach einer leeren Pergamentrolle. Als er schließlich fündig wurde entrollte er das Pergament, tunkte eine Feder ins Tintenfass und begann zu schreiben:



Ich, Inquisitor Ruthus Nerothil, vertreter des Tempels des Tribunals, Hüter des Glaubens und der Ordnung, Bewahrer der Struktur, beschuldige Ordinator Nathanus der DAEDRA-VEREHRUNG. Als wöge dieser Verrat nicht schwer genug, stellte sich bei meiner Untersuchung heraus, dass besagter Angeklagter niemand anderem als dem Vater aller Monster, dem Prinz der Zwietracht, dem König der Plünderung - Molag Bal - die zweifelhafte Treue geschworen hat.
Molag Bal akzeptiert den Götterstatus unseres Tribunals nicht und auf seine Anbetung steht - wie wohlbekannt - die Todesstrafe.

So verkünde ich machtens meiner vom Tribunal verliehenen Vollmacht das abschließende Urteil der TODESSTRAFE.
Heute, am 23. Tag des Abendsterns,
wird das Urteil durch mein Schwert vollzogen.

Das Urteil ist entgültig. Dies ist der Wille des Tribunals.




Nerothil drückte sein Zeichen mit einem Wachstempel auf das Dokument und ließ die Tinte und das Wachs trocknen. Sein Blick ging in die Leere, als er sein großes Richtschwert mit einem Schleifstein bearbeitete. Die glühend roten Augen des Dunmers verrieten kein Anzeichen einer Emotion. Schließlich erhob sich der Inquisitor, nahm Schwert und Schrieb und verließ den Raum mit der Haltung und den stechenden Schritt einer unanfechtbaren Autoritätsperson.

Auf dem Tempelplatz hatte sich bereits eine ansehnliche Menge Schaulustiger eingefunden. Von den Anhängern der großen Häuser wurde stillschweigend erwartet, an solchen Ereignissen teilzunehmen. Hinrichtungen brachten potenzielle Verräter wieder in die Spur. Inquisitor Nerothil betrat den Platz über den Haupteingang des Tempels. Die schnatternde Menge verstummte sofort. Links und rechts flankiert von Ordinatoren stieg Nerothil die Treppen zum Platz herab. Bis auf die Schritte des Inquisitors und seinen Begleitern und dem stetigen Rauschen des Aschewindes war nichts mehr zu hören. Nerothil hob die Arme und begann laut und deutlich zu rufen: ,,Lasst Euch das Schicksal dieses Narren eine Lehre sein! Molag Bal gibt euch nichts! Er stiehlt eure Seele und vergiftet eure Häuser! Er verkrüppelt eure Neugeborenen und nimmt sich alles was ihr besitzt!" Bei seinen letzten Worten tauschten mehrere offensichtlich
reiche Dunmer besorgte und äußerst interessante Blicke aus. Nerothil merkte sich ihre Gesichter. ,,Dieser Ordinator wollte einen Pakt mit Molag Bal eingehen um seinen Reichtum zu steigern. Darauf steht die Todesstrafe, wie ihr alle wisst. So seht also hin, Bürger Vivecs, und zieht eure Lehren daraus!" Der Inquisitor zog sein Schwert aus der Scheide. Die Stille war nun zum allumfassend. Sogar der Wind hatte nachgelassen. Nerothil schritt die letzten Meter zum knienden Verurteilten beinahe feierlich ab. Der Gefangene zitterte am ganzen Leib - er trug nichts außer einen Lendenschurz - und Tränen liefen seine dunkelgrauen Wangen herab. Als er sein Ende kommen sah spuckte er seine letzten Worte aus: "Die Anker des Meisters werden kommen! Schon bald kriecht ihr alle über den Boden von Kalthafen. Wenn es soweit ist spucke ich auf euch herab!" Einer der Ordinatoren schlug dem Gefangenen ins Gesicht. Nerothil
ging vor dem schlotternden Verurteilten auf die Knie und nahm seinen Kopf in die Hände. ,,Richte deinem Meister aus das die Dunmer jeden Zoll ihres Landes vor ihm verteidigen werden. Und das wir auf ihn spucken." Und ohne weitere Worte richtete der Inquisitor sich auf, holte mit dem Schwert aus schlug dem Verurteilten den Kopf ab.

Während die Menge sich auflöste und die Leiche des Verräters weggeschafft wurde, und der Inquisitor zärtlich seine Waffe reinigte, richtete sein Blick sich auf den Horizont. Keine Regung zeigte sich darin.

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